Endlich Durchatmen. Durchatmen bedeutet, seinen Körper bis hin zur kleinsten Zelle mit Sauerstoff zu versorgen. „Durchatmen“ steht für die Energieproduktion mit Hilfe von Sauerstoff in der Atmungskette der Mitochondrien. In diesem Podcast erfährst Du, wie wichtig es ist, immer ausreichend Energie zu erzeugen. „Durchatmen“  beschreibt die Faktoren, die zur Entstehung von Burnout, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Depressionen und Krebserkrankungen führen. Du lernst, wie wichtig jede einzelne Zelle in unserem Körper ist und wie Du deine Gesundheit erhalten oder verbessern kannst. Alles wissenschaftlich begründet! Durchatmen schafft Gesundheit für ein erfülltes Leben. Schalte ein, lass Dich motivieren und atme durch.

Show 031 - Die bittere Seite des Zuckers

ZUSAMMENFASSUNG

Gönnt doch den Wahn dem armen Schlucker, der nur des Lebens Bitterkeit genießt! Unsterblichkeit ist ja der Zucker, der ihm den herben Trank der Zeit versüßt

Zucker hat, obwohl er entwicklungsgeschichtlich als Nahrungsmittel für den Menschen nicht erforderlich ist, eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Zunächst ein Mittel zur schnellen Energiegewinnung, dann Luxusgut für die reiche Gesellschaft und zu guter Letzt ein Suchtmittel mit vielen Gefährdungen für die Gesundheit. Was Zucker für uns Menschen bedeutet, warum er auch krankmacht und wie viel man konsumieren sollte, sind Inhalt der Sendung.

INHALT

Zunächst einige  Sätze zur Geschichte des Zuckers.

-          Erster Anbau: vor ca. 10.000 Jahren wurde Zuckerrohr als natürliche Quelle in Melanesien angebaut. Im 7. Jahrhundert wurde Zucker aus Zuckerrohr gewonnen. Dabei wurde der heiße Zuckerrohrsaft in ein kegelförmiges Gefäß mit einem Loch in der Spitze gegeben. Der nicht zuckerhaltige Sirup konnte so durch die Spitze ablaufen, und im Kegel kristallisierte der Zucker aus. Den Kegel konnte man danach umdrehen und der Zuckerhut fiel heraus.

-          Im Verlauf der arabischen Eroberungen, konnte sich das Zuckerrohr weiter ausbreiten. Bereits seit ca. 800 nach Christi wurde Zuckerrohr auf Sizilien, Malta und in Spanien angebaut.

-          Schließlich waren es die Kreuzritter, die im 11. Jahrhundert Zucker aus dem Nahen Osten auch nach Mittel- und Nordeuropa brachten. Bei Königen und Fürsten war der Zucker sehr begehrt. Er war ein Luxusgut.

-          Nach Lateinamerika  kam Zuckerrohr nach der Erschließung des Seewegs durch Kolumbus im 16. Jahrhundert. Dank bestialischer Sklavenarbeit wurde Zucker immer billiger. Unter der  Führung Großbritanniens entwickelte sich zwischen 1600 und 1700 der berüchtigte transatlantische Dreieckshandel, an dem noch Spanien und Portugal beteiligt waren. Von Lateinamerika aus wurde der Zucker neben anderen Produkten per Schiff nach Europa gebracht, wo er mit gutem Gewinn verkauft wurde.

-          1747 entdeckte der deutsche Chemiker Andreas Sigismund Marggraf Zucker in der Runkelrübe. Sein Schüler Franz Carl Achard züchtete aus der Runkelrübe die Zuckerrübe. So war man in der Lage aus der Zuckerrübe wirtschaftlich Zucker zu gewinnen. Die erste Zuckerrübenfabrik entstand im schlesischen Cunern. Seit 1806 gab es in europäischen Handelshäusern kaum noch Zucker aus Zuckerrohr. Und das ist auch noch heute so.

Medizinische Bedeutung

Zuckermoleküle sind die Hauptbestandteile der Kohlenhydrate, die neben Fett die wichtigste Rolle für die Deckung unseres Energiebedarfs spielen. Dabei haben ja nicht alle Kohlenhydrate einen süßen Geschmack. So kann man zwischen Einfachzucker (Monosaccharide), Zweifachzucker(Disaccharide) sowie Mehrfachzuckern (Polysaccharide), unterscheiden.

Die Kohlenhydratverdauung beginnt bereits im Mund durch die Enzyme Alpha-Amylase und Ptyalin. Alpha-Amylase befindet sich auch in der Bauchspeicheldrüse und im Darm, wo die Kohlenhydratverdauung fortgesetzt wird. Als Endprodukt entsteht hierbei unter anderem Maltose. In der Dünndarmwand erfolgt die Aufspaltung von Maltose zu Monosacchariden (Glukose, Fruktose, Galaktose), die dann aus dem Dünndarm resorbiert werden können.

Über bestimmte Transportmechanismen können die Monosaccharide die Darmwand passieren und gelangen so und ins Blut. Über das Blut können sie dann zu den Organen, die Zucker benötigen, transportiert werden.

Die Leber ist mit eines der wichtigsten Organe für die Glukosespeicherung. Glucose kann frei in die Leberzellen eindringen und sie auch wieder verlassen. Die Speicherung von Zucker in der Leber erfolgt als Glykogen allerdings nur unter dem Einfluss von Insulin.

In der Summe führen die Wirkungen des Insulins auf den Kohlenhydratstoffwechsel zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels. Direkt nach der Aufnahme von Glukose oder Zucker mit der Nahrung steigt der Blutzuckerspiegel und als Folge davon auch die Ausschüttung des Insulins in der Bauchspeicheldrüse.

Die Nervenzellen decken ihren riesigen Energiebedarf fast ausschließlich durch Glukose. Das Absinken von Blutzuckerspiegeln unter einen kritische Werte von 0,5 -0,2 g /l kann zum "hypoglykämischen Schock" (Unterzuckerung) mit Bewußtseinstrübung oder sogar zum Koma führen.

Über Zucker sollte man folgendes unbedingt wissen:

  1. Es gibt keine Erkrankung, die durch einen Mangel oder den völligen Verzicht auf Kohlenhydrate ausgelöst würde
  2. Glukose kann in unserem Körper nur in geringen Mengen gespeichert werden
  3. Fructose wird nur von Leberzellen akzeptiert
  4. Alles, was an Kohlenhydraten  nicht verwertet wird, wird in Fett umgebaut.
  5. Der Körper kann Glukose selbst herstellen ( aus Eiweißen-Glukoneogenes und aus Fettsäuren.
  6. Aus 1 Glukosemolekül gewinnt man 34 Einheiten ATP(Adenosintriphosphat= Energie), aus 1 Fettmolekül gewinnt man 600 ATP

Zucker ist  für unseren Körper sehr wichtig, ganz besonders natürlich für die Organe, die besonders viel Energie benötigen, um optimal leistungsfähig zu sein. Der Körper kann Zucker in der Leber speichern und unter bestimmten Bedingungen auch in den Muskeln.

Was aber macht den Zucker so schädlich, dass er von amerikanischen Experten als den größten Killer bezeichnet wird und er auf eine Stufe mit Alkohol und Tabak gestellt wird?

Man schätzt, dass bis zu 35 Millionen Todesfälle weltweit jährlich indirekt auf das Konto von Zucker gehen.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich der Zuckerkonsum mehr als verdreifacht und vielen verarbeiteten Lebensmitteln wird Fruktose zugesetzt. Besonders hoch belastet sind viele Softdrinks, denen in den USA Maissirup als hochkalorisches Süßungsmittel beigefügt wird.

Da Zucker, insbesondere handelt es sich dabei um Fruktose-Glukose-Gemische, stark in den Insulin-Stoffwechsel eingreift und er von Amerikanern und Europäern in großen Mengen konsumiert wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass er zu einem Anstieg von Fettstoffwechselstörungen, Leberschäden, Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und Infarkten führt.

Was ist heute über die schädliche Wirkung von Zucker bekannt?

Jeder Deutsche verzehrt im Durchschnitt pro Tag 100 Gramm Zucker, das entspricht 33 Stück Würfelzucker..

Belegt ist, dass zu viele Kohlenhydrate dick machen. So hat gerade die Initiative der Lebensmittelkonzerne in den letzten Jahrzehnten, fettreduzierte Lebensmittel herzustellen, dazu geführt, dass mehr Kohlenhydrate verzehrt wurden. Was aber ist passiert? Beispiel Joghurt: Man hat das Fett reduziert und als Geschmacksverstärker den Zuckergehalt erhöht. Letztendlich wurde der Anteil übergewichtiger Menschen nicht kleiner, sondern im Gegenteil, es wurden und werden immer mehr.

Folgeerscheinungen davon sind ein Anstieg der Patienten mit Herzerkrankungen, Diabetes, kurz mit metabolischem Syndrom. Außerdem leidet unter dem Zu viel an Kohlenhydraten auch unser Gehirn. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Patienten, die viel Zucker verzehren, sogar Gehirne schrumpfen.

Was ist noch bekannt über die schädliche Wirkung von Zucker?

Übergewicht, Diabetes, Zahnzersetzung sowie Spätfolgen der Stoffwechselerkrankungen wie Sehstörungen, Missempfindungen an den Beinen bis hin zu Verlust der Gliedmaße zählen unbedingt dazu.  Wie ich bereits erwähnte, lässt Zucker auch die Gehirne schrumpfen. Dabei sagten doch unsere Großeltern, Zucker ist Nahrung fürs Gehirn. Da das Gehirn sehr viel Energie benötigt, stimmt dies ja auch bis zu einem bestimmten Grade. Leider überschreiten aber die meisten Menschen die Menge an Zucker die für unser Gehirn noch gut ist. Dabei nimmt das Gehirn natürlich auch Schaden. Die Forscherin Margaret Morris zeigte dies an Ratten sehr eindrucksvoll. Jedoch häufen sich inzwischen auch die Indizien, dass die Gehirne von Menschen unter dem hohen Zuckerkonsum leiden. Dies zeigten Gedächtnistests, die vor und nach hohem Zuckerverzehr durchgeführt wurden. Nach dem Zuckerkonsum erinnerten sich die Menschen im Schnitt an 2 Worte weniger als davor. Im MRT zeigte sich, dass der Hippocampus geschrumpft war. Genau dies findet man auch bei Patienten mit Demenz.

Man kann davon ausgehen, dass eine Überdosis Zucker im Gehirn eine Situation, die einer Vergiftung gleicht, hervorruft. Für die Neubildung von Nervenzellen und die Aktivierung der Synapsen werden dadurch viel zu wenige Proteine aktiviert. Dann reagiert der Hippocampus schlechter auf das Hormon Insulin, sodass es keinen Zucker mehr ins Gehirn einschleusen kann. Zu guter Letzt schrumpft nicht nur der Hippocampus, sondern auch andere Gehirnregionen. Übrigens findet man unter Demenzpatienten sehr viele Menschen, die sehr viel Zucker vertilgen.

Auch das Herz wird durch den hohen Zuckerkonsum geschädigt. So konnte man feststellen, dass Menschen, die sich mit mehr als 25 % Zucker ernähren, dreimal häufiger einen Herzinfarkt erleiden, als Menschen, deren Zuckeranteil an der Nahrung bei ca. 10% liegt. besonders gefährdet sind. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes starben fast doppelt so viele übergewichtige Diabetiker wie Normalgewichtige.

Ähnlich verhält es sich mit der Leber. Wenn Fructose in die Leber gelangt, wird sie zum größten Teil in Fett umgewandelt. Dieser Vorgang ist insulinabhängig. Dadurch wird dem Gehirn nicht signalisiert, dass bereits genügend Nahrung aufgenommen wurde. Somit kann sich kein Sättigungsgefühl einstellen. Dadurch isst man immer mehr und man nimmt zu viele Kalorien auf. Letztendlich entsteht dadurch ähnlich wie bei Alkoholikern eine Fettleber. Diese kann sogar zu Entzündungen oder gar Hepatitis führen.(Dr. Erhard Siegel)

Auch Krebs kann eine Folge von hohem  Zuckerkonsum sein. Inzwischen sind viel Wissenschaftler der Meinung, dass ein Drittel aller Krebsfälle in Europa und den USA durch einen moderaten Zuckerkonsum vermeiden ließen.

Noch ein Wort zum Diabetes. Man kann davon ausgehen, dass durch den hohen Zuckerkonsum der Typ 2-Diabetes zu einer weltweiten Epidemie geworden ist. Früher hat man dies als Alterszucker abgetan. Heute gibt es sehr viele junge Menschen, unter ihnen viele Kinder, die bereits einen Alterszucker haben. Dies ist äußerst gefährlich, umso mehr, weil nicht nur der Zuckerverbrauch enorm hoch ist, sondern auch noch Bewegungsmangel dazu kommt.

Dies bisher Gesagte lässt letztendlich nur einen Schluss zu: Der Zuckerverbrauch muss sinken!! Empfohlen wird eine Reduktion auf max. 25 g Zucker pro Tag.

Alternativen zu Zucker sind:  Xylit, Stevia, Ahornsirup und Kokosblütenzucker

Xylit ist Birkenzucker und hebt den Blutzuckerspiegel kaum an. Außerdem ist er entzündungshemmend.

Stevia hat eine enorme Süßkraft und eignet sich besonders zum Süßen von Getränken und Desserts.

Kokosblütennektar besitzt einen niedrigen glykämischen Index, belastet den Blutzuckerspiegel nur sehr wenig. Hat dazu einen Geschmack nach Karamell.

Ahornsirup beeinflusst den Insulin- und Blutzuckerspiegel nicht ganz so stark wie Haushaltzucker.

Weitere Zuckeraustauschstoffe sind Sorbit, Mannit und Maltit, deren Süßkraft nur halb so hoch wie Zucker ist.

Literaturempfehlungen/Links

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zucker.html

https://www.welt.de/gesundheit/ar ticle148017029/Warum-zu-viel-Zucker-uns-dumm-macht.html

Interview aus dem Podcast von Amata Bayerl

Show 030: Vom Durstlöscher zum Suchtmittel

Zusammenfassung

Rund 70 Prozent der Deutschen trinken regelmäßig Alkohol. Etwa 9,5 Millionen Deutsche im Alter von 18 bis 64 Jahren trinken so viel Alkohol, dass sie damit ihre Gesundheit gefährden. Davon gelten circa 1,77 Millionen als alkoholabhängig. Bei weiteren 1,61 Millionen liegt offensichtlicher Alkoholmissbrauch vor. Ausgehend von diesen Werten gibt es einen geschichtlichen Überblick über die Herstellung und Verwendung von Alkohol. Einen großen Teil nimmt das Gefahrenpotential ein, das vom Alkoholkonsum ausgeht.

Inhalt

Der US- amerikanische Mediziner und Biochemiker Bert L. Vallee sagte einmal:„Unsere heutige zwiespältige Einstellung zum Alkohol ist relativ neu. Jahrtausendelang standen seine Vorzüge im Vordergrund. Oft waren Wein oder Bier sogar das tägliche Hauptgetränk.“

Damit Alkohol nicht krank macht, gibt es offizielle Empfehlungen für einen risikoarmen Konsum. Das sind bei Frauen 12 Gramm reinen Alkohols täglich, was in etwa einem Glas Bier oder einem Glas Wein entspricht. Männer dürfen doppelt so viel trinken wie Frauen. Dabei ist aber zu beachten, dass es mindestens 2 alkoholfreie Tage in der Woche geben sollte.

Wenn man jedoch die Grenzwerte für einen risikoarmen Alkoholgenuss dauernd überschreitet, riskiert man die Gefährdung seiner Gesundheit auf das schärfste. Dabei ist nicht nur die Leber davon betroffen, sondern es kann fast jedes Organ dauernd beeinträchtigt werden. Ja auch viele Krebserkrankungen sind auf den übermäßigen Verzehr von Alkohol zurückzuführen. Die Abhängigkeit ist die krasseste Folge des Alkoholkonsums, die weitere Probleme nach sich zieht.

Wenn sich im Leben eines Menschen, alles nur noch um Alkohol dreht, Aktivitäten ohne den suchtmachenden Alkohol nicht mehr machbar sind und andere Interessen vernachlässigt werden, kann man von einer Sucht ausgehen. Aber auch das Scheitern vieler Versuche, weniger zu trinken oder ohne Alkohol auszukommen, sprechen eindeutig für einen Alkoholabusus, der Abhängigkeit von Alkohol

Auswirkungen von übermäßigem Alkoholgenuss

Alkohol ist eine sehr energiereiche Verbindung. Aus jedem Gramm Alkohol gewinnt man 7 Kcal. Das ist fast doppelt so viel, wie bei Kohlenhydraten und Eiweißen, die jeweils 4 kcal pro Gramm liefern. Nur Fette verbrennen mit jeweils 9 Kcal pro Gramm. Wieviel das ist, zeigt ein Vergleich. Ein Liter Bier enthält demnach 470 Kcal, im Vergleich dazu eine Tafel Schokolade 530 Kcal. Zudem behindert Alkohol den Fettstoffwechsel. Und weil Alkohol in größeren Mengen vom Körper als Gift empfunden wird, wird er bevorzugt abgebaut und das nicht verbrauchte Fett wird im Fettgewebe gespeichert. Damit verdrängt Alkohol die Energiegewinnung aus Fetten und Kohlenhydraten. Die jährliche Energieaufnahme durch Alkohol bei einem Menschen beträgt 86.000 kcal oder 235 Kcal pro Tag, das sind in etwa 10 % der aufgenommenen Nahrungsenergie. Übrigens entsprechen 86.000 Kcal ca. 10 kg Körperfett.

Die Wirkung von Alkohol spürt man nicht sofort nach dem Verzehr. Etwa 20 % des getrunkenen Alkohols gelangen über die Magenschleimhaut ins Blut, der Rest wird erst im Dünndarm resorbiert und gelangt erst dann ins Blut, deshalb die verzögerte Wirkung. Beachten sollte man auch, dass bei leerem Magen der Alkohol viel schneller aufgenommen wird, als nach einer guten Mahlzeit. Bei kleineren Trinkmengen ist der Alkohol nach etwa 30 bis 90 Minuten vollständig resorbiert.

Hat man also 1 Promille Alkohol im Blut, kommt man bei einer Abbaugeschwindigkeit von 0,15 Promille pro Stunde auf ca. 6-7 Stunden, um den Alkohol abzubauen. Nach Alkoholgenuss am Abend in größeren Mengen, sollte man außerdem beachten, dass die Abbaugeschwindigkeit zwischen 0 und 6 Uhr morgens wegen des verlangsamten Stoffwechsels nur noch 0,09 Promille pro Stunde beträgt.

Bei kleinen Mengen Alkohol kommt als erstes eine enthemmende Wirkung mit gesteigerter Redseligkeit zum Tragen. Bereits ab 0,3 Promille gibt es erste Beeinträchtigungen des Sehfeldes und der Aufmerksamkeit mit Problemen, die Entfernung einzuschätzen. Ab 0,5 Promille nimmt die Reaktionsfähigkeit deutlich ab und die Risikobereitschaft steigt. Erste Gleichgewichtsstörungen werden bei einem Wert ab 0,8 Pro beobachtet und man bekommt den sogenannten Tunnelblick, ein eingeengtes Gesichtsfeld. Dazu sind die Personen stark enthemmt. Aber es kommt noch schlimmer ab 1,0 bis 1,5 Promille. Sprachstörungen gepaart mit erhöhter Risikobereitschaft und Aggressivität sind zu beobachten. Bei 2,0 bis 2,5 Pro kommen starke Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen sowie eine lallende Aussprache hinzu. Ab 2,5 Pro wird es noch gefährlicher. Jetzt haben wir es mit Bewusstseinseintrübung, Lähmungserscheinungen, Doppeltsehen und Ausschaltung des Erinnerungsvermögens zu tun. Ab 3,5 ‰ Alkohol im Blut treten lebensbedrohliche Zustände auf, gekennzeichnet durch die Gefahr einer Lähmung des Atmungszentrums, was bis zum Koma oder Tod führen kann.

Dauerhafter Alkoholkonsum führt zu folgenden Schäden:

  • der Vitamin- und Kaliumhaushalt im Körper wird negativ beeinflußt.
  • die Verdauungs- und Stoffwechselorgane, in erster Linie die Leber, die Bauchspeicheldrüse und der Magen werden geschädigt
  • Herz und Gefäße werden beeinträchtigt
  • Auf Schleimhäute wirkt der Alkohol stark reizend und entzündungsfördernd
  • Libido und Potenz werden herabgesetzt
  • die peripheren Nerven und die Gehirnzellen werden geschädigt
  • das Risiko für Krebs im Mund- und Rachenbereich, am Kehlkopf, an der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse ist erhöht.
  • Da Alkohol sehr energiereich, führt regelmäßiger Alkohol-Konsum zu Übergewicht.
  • Alkohol ist sehr gefährlich in der Schwangerschaft. Durch den Mutterkuchen erreicht Alkohol direkt den Fötus. Damit kann es beim Kind zu Untergewicht, Wachstumsstörungen, Missbildungen sowie körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerungen kommen. Deshalb gilt bei Schwangeren unbedingter Verzicht auf Alkohol.

Die Entwicklung des alkoholtoxischen Leberschadens ist eine der markantesten Kennzeichen für den Alkoholabusus. Bekannt ist, dass mindestens ein Drittel aller Lebererkrankungen des Erwachsenen auf einen erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen sind.

Leberschäden treten vor allem immer dann auf, wenn bestimmte Grenzen für den Alkoholkonsum dauerhaft überschritten werden. Das sind:

40 g Alkohol/d für den Mann

20 g Alkohol/d für die Frau

Bei Verzehr geringer Mengen Alkohol schafft es das Enzym Alkoholdehydrogenase alleine, den Alkohol wieder abzubauen. Liegt jedoch chronischer Alkoholkonsum vor, verändert sich die Verstoffwechselung des Alkohols. Dabei wird das Mekrosomale ethanoloxidierende System, kurz MEOS, aktiviert. Dieses verbraucht anders als die Alkoholdehydrogenase mehr Sauerstoff und dabei entstehen mehr Leber toxische Substanzen, wie zum Beispiel Aldehyd.

Vor allem in den Leberläppchen reichern sich dadurch giftige Metabolite an und es kommt zu Hypoxien, Sauerstoffunterversorgung. Als Ergebnis verfettet die Leber. Bei weiterem Alkoholkonsum wird dieser Prozess bis zur Nekrose der Leberzellen und zur Fibrosierung fortgeführt.

Der Leberschaden äußert sich immer zuerst in einer Fettleber, dann entsteht eine Fettleberhepatitis und zuletzt die Leberzirrhose.

Übliche Symptome für einen fortgeschrittenen Leberschaden sind: Übelkeit, Appetit- und Gewichtsverlust, Schmerzen im (rechten) Oberbauch. Fieber und Gelbsucht sind maximale Warnsymptome. Im Stadium der Fettleberhepatitis sind Veränderungen der Leber noch vollkommen reversibel. Bei beginnender Fibrosierung und erst recht bei der Zirrhose ist dies nicht mehr der Fall. Ist erst das Stadium der Leberzirrhose erreicht, kommt es zu weiteren Gesundheitsstörungen bis hin zur Entgleisung sämtlicher Körperfunktionen.

Inzwischen weiß man auch, dass Alkohol ein Zellgift für die Nervenzellen ist. Besonders im präfrontalen Cortex erfolgt ein Umbau von Nervenzellen. Der präfrontale Cortex ist aber verantwortlich für die Impulskontrolle und planbare Handlungen. Der Umbau von Nervenzellen führt auch dazu, dass der Suchtdruck zunimmt. Dann fällt es auch immer schwerer, enthaltsam zu bleiben. Durch die Schädigung der präfrontalen Nervenzellen, kann der Neurotransmitter Glutamat nicht mehr ausreichend reguliert werden. Glutamat ist für die intakte Reizleitung im Gehirn verantwortlich. Dadurch ist die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört.

Wichtig ist mir noch zu erwähnen, dass ständiger Alkoholgenuss die Gesundheit gefährdet, auch wenn man nicht alkoholabhängig ist. Dabei sinkt auch die Lebenserwartung.

Tipps zum Umgang mit Alkohol

Beim Feiern kann man die Menge Alkohol reduzieren indem man immer abwechselnd ein Glas alkoholhaltigen Getränks und ein Glas Mineralwasser trinkt.

Zum Trinken darf man sich nie zwingen zu lassen auch nicht von der Gruppe, zu der man gehört.

Lagen für die Gruppe ist eine Unsitte, deshalb nicht dabei mitmachen! Statt dessen alkoholfreie Getränke bestellen.

Inzwischen gibt es viele alkoholfreie Getränke, wie alkoholfreies Bier oder Sekt. Das ist nicht nur alkoholsparend, sondern reduziert auch den Kalorienverbrauch.

Niemals alkoholische Getränke als Durstlöscher trinken.

Zum Schluss deshalb zwei sehr kennzeichnende Zitate:

„Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.“ Das sagte Konfuzius (um 500 v.Chr.)

Emanuel Geibel sagte im 19. Jahrhundert:

„Das soll am Wein belobet sein: Er trinkt am besten sich zu zwein.“

 

Er kann Menschen verbinden und Freundschaften fördern, aber nur, wenn mit diesem Getränk auch Maß gehalten wird.

Show 029: Demenz muss nicht sein

Zusammenfassung

Demenzen sind in der Gegenwart ein wichtiges gesellschaftliches und medizinisches Thema. Steigende Umweltschäden, der moderne Lebensstil mit Bewegungsmangel, falscher Ernährung, kommunikativer Überforderung und Stress, das alles sind Faktoren die sich negativ auf die Gesundheit und ebenso auf die Entwicklung von Demenzerkrankungen auswirken. In der Episode wird der Versuch unternommen, gestützt auf medizinische Studien, zu zeigen, was jeder selbst tun kann. um ein verringertes Risiko zu haben, an Demenz zu erkranken.

Nach neuesten statistischen Angaben werden im Jahre 2030 etwa 2,3 % der Bevölkerung in Deutschland eine Demenz haben.  Gegenwärtig gibt es weltweit 46,8 Millionen Demenzkranke und jedes Jahr kommen rund 7,7 Millionen Neuerkrankungen hinzu. Allein in Deutschland sind 1,5 Millionen Menschen von Demenz betroffen.

INHALT

Kennzeichnend für Demenz-Patienten sind insbesondere Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und damit einhergehend eine erhöhte Vergesslichkeit, die sich im weiteren Krankheitsverlauf bis zum Verlust der Sprach- und Rechenfähigkeiten ausweiten kann: Folge von all dem ist Pflegebedürftigkeit. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz, die weltweit rund 65 Prozent der Demenzfälle ausmacht. Meistens tritt die Demenz erst ab dem 60. Lebensjahr auf, wobei Frauen ein signifikant höheres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken.

Der Sammelbegriff „Demenz“ beschreibt chronische Erkrankungen des Gehirns, die mit einem schleichenden Verfall kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten zusammenfallen. Es gibt nicht nur eine Demenz. Grob unterscheidet man primäre und sekundäre Demenzen. Dabei sind primäre Demenzen unmittelbar durch direkte Veränderungen im Gehirn gekennzeichnet. Das sind neurodegenerative Demenzen. Die Alzheimer Erkrankung ist dabei die häufigste neurodegenerative Demenz. Sekundäre Demenzen entstehen dagegen als Folge anderer Erkrankungen, unter anderen Krebserkrankung.

Die heutige Diskussion sollte aus meiner Sicht nicht nur auf die Entwicklung neuer wirksamer Medikamente und den begleitenden Kosten ausgerichtet sein. Für mich ist es genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, dass in die Betrachtung der Demenzerkrankungen unbedingt über eine wirkungsvolle Prophylaxe nachgedacht wird, um den Menschen Orientierung zu geben, wie sie die Entstehung dieser Krankheit weitestgehend beeinflussen bzw. verhindern können. Ein weiteres Problem sollte in diesem Zusammenhang auch gelöst werden, das ist die Früherkennung der Erkrankung.

Dabei ist es natürlich hilfreich, wenn bekannt wird, dass auch prominente Persönlichkeiten an Demenz erkrankt sind, weil Demenz jeden treffen kann.

Auguste Deter wurde bereits 1901 als erste Alzheimerpatientin beschrieben. Es war Alois Alzheimer, der diesen Fall dokumentierte. Da er keine Erkrankung kannte, die zum Beschwerdebild der Frau Deter passte, nannte er sie  "Die Krankheit des Vergessens". Später wurde die Krankheit nach seinem Entdecker als Morbus Alzheimer benannt.

An Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz erkrankten auch etliche berühmte Menschen, deren Familien sehr offensiv mit der Erkrankung umgingen - unter anderem um mehr Verständnis für das Leiden zu erreichen.

Noch vor einigen Jahrzehnten redete man nur unter vorgehaltener Hand über demenzkranke Persönlichkeiten. So zum Beispiel der Fall Herbert Wehner. Der frühere Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion starb 1990.

„Herbert Wehner litt bereits als Fraktionsvorsitzender der SPD an den ersten Anzeichen der Alzheimer-Krankheit. Schon bevor er 1983 sein Amt aufgab und den Bundestag verließ, konnte er sich die Namen von Fraktionskollegen nicht mehr merken, so enthüllte seine Frau und Stieftochter Greta auf einem Vortrag während der Hamburger Alzheimer-Tage 1995. Das heißt, erst 5 Jahre nach seinem Tod, wurde die Krankheit von Herbert Wehner öffentlich gemacht.

Ganz anders dagegen der Fall Ronald Reagan:

"Ich beginne nun die Reise, die mich zum Sonnenuntergang meines Lebens führt.", so der ehemaliger US-Präsident im Jahre 1994

Mit diesen Worten schließt Reagan den öffentlichen Brief, in dem er der Welt mitteilt, an Alzheimer zu leiden. Es war das erste Mal, dass ein derart prominenter Mann sich so unumwunden zu der Erkrankung bekannt hatte. Reagan war damals 83 Jahre alt. Sein Bekenntnis verlieh der Krankheit öffentliche Aufmerksamkeit und auch der Forschung an der Krankheit einen immensen Auftrieb.

Als man Margaret Thatcher, die ehemalige britische Premierministerin, etwa 2008 daran erinnerte, dass ihr Ehemann längst gestorben war, sagte sie: "Oh. Waren wir alle dabei?". Sie war auch an Demenz erkrankt. Dies ist eine von mehreren Episoden, mit denen Tochter Carol 2008 an die Öffentlichkeit ging, um die Erkrankung ihrer Mutter offiziell zu bestätigen. Zu dieser Zeit war Thatcher 83 Jahre alt und litt bereits unter einer fortgeschrittenen Demenz, nicht jedoch an Alzheimer.

Diese Beispiele zeigen, dass jeder von Demenz betroffen sein kann. Umso wichtiger ist, dass man sich mit der Krankheit auseinandersetzt. Man sollte die Risikofaktoren kennen, die die Krankheit begünstigen können.

Dass dies kein Wunschdenken ist, bestätigt auch die Demenzforschung. So sagte Prof. Grabe: „Dass sich die Zunahme von Demenzen durch geeignete Präventionsmaßnahmen und Therapie-Entscheidungen bremsen lässt, ist kein Wunschdenken, sondern mit Fakten belegbar“.

So bestätigt er weiter, dass schon eine gesündere Lebensweise zwangsläufig auch zu einem gesünderen Altern führt. Es hat sich ebenso gezeigt, dass geeignete Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, die Zunahme von Demenzen im Alter zu verhindern.

Nach Prof. Grabe sind es 7 Risikofaktoren , die zur Entstehung oder besser auch zur Vermeidung der Alzheimer Demenz beitragen, Dies sind im Einzelnen:

  • Bluthochdruck
  • Fettleibigkeit im mittleren Alter,
  • Diabetes mellitus,
  • Depression,
  • körperliche Inaktivität,
  • Rauchen und
  • niedrige Schulbildung.

Besonders relevant für die Vermeidung von Demenz sind Rauchen und körperliche Inaktivität, weil davon leider viel zu viele Menschen betroffen sind. Die Forschungsgruppe um Prof. Grabe hat in einer Studie gezeigt, die in MecPom durchgeführt wurde, weil hier ein besonders rasanter Anstieg von Demenzen zu verzeichnen war, dass es einen Marker gibt, der Auskunft über das Demenzrisiko geben kann. Das ist der Bauchumfang. Dieser geht mit der Atrophie des Gehirns einher. Dabei ist das viszerale Fettgewebe kritischer einzuschätzen als das subkutane Bauchfett.

Beleuchtet man die von Prof. Grabe benannten Risikofaktoren etwas näher, stellt man fest, dass Bluthochdruck, Depression, Fettleibigkeit eine Folge unserer modernen Lebensweise, gekennzeichnet durch falsche Ernährung, zu hohe Schadstoffbelastung, mangelnde Bewegung und Stress sind. Damit ist auch die Demenz eine mitochondriale Erkrankung. So schreibt Bodo Kuklinski in seinem Buch: „Mitochondrien sind in der Pathogenese der Demenz und Alzheimer-Demenz ein Dreh-und Angelpunkt. Die Nichtbeachtung dieser Stoffwechselstörungen bzw. Hemmungen führten die Alzheimer-Forscher auf Holzwege… Über hundert Jahre nach der Erstbeschreibung durch A. Alzheimer ist es uns immer noch nicht gelungen, den degenerativen Verlauf zu unterbrechen, geschweige denn aufzuhalten. Die ß-Amyloid – Hypothese bestätigte sich nicht.“

So brachte tatsächlich eine Impfstudie bei Alzheimer-Patienten die lange Zeit gültige Amyloid-Hypothese ins Wanken: Die Krankheit schritt voran, obwohl bei einigen Patienten durch die Therapie das Amyloid fast komplett aus dem Gehirn entfernt wurde. Das Grundproblem mit den Plaques ist noch ungelöst: Es ist bis heute nicht sicher, ob die amyloiden Plaques den Tod von unzähligen Hirnzellen bei Alzheimer auslösen oder ob sie nur eine Folge der zellulären Katastrophe sind. Vielleicht stellen sie auch nur einen verzweifelten Versuch dar, die Zellen zu retten.

Für Alzheimer Patienten gibt es typische Laborbefunde:

  • Oxidativer und nitrosativer Stress, Lipdperoxidation und carbonylierte Proteine sind gesteigert.
  • Toxische Peroxidationsprodukte von Polyenfettsäuren oxidieren Glutathion und aktivieren einen Hypoxie-induzierten Faktor, der durch Sauerstoffunterversorgung entsteht.
  • Das proapoptotische Protein ist bei milder kognitiver Störung und bei Alzheimer erhöht.
  • Pathologische Veränderungen finden sich bei Alzheimer-Patienten, es wird vermehrt NO gebildet.
  • Über biochemische Prozesse werden dadurch Eisen und Kohlenmonoxid freigesetzt. Diese schädigen wiederum die Mt.
  • Zahlreiche Studien weisen bei der Alzheimer - Erkrankung auf Mt-Störungen aller fünf Atemkomplexe in diversen Hirnregionen hin. Damit ist aber die ATP-Synthese beeinträchtigt. Tatsächlich konnte festgestellt werden, dass der ATP-Synthese Komplex V im Hippocampus pathologisch niedrig ist. Eine erniedrigte ATP-Synthese führt jedoch zu einem Energiedefizit, der zum Zelluntergang auch von Neuronen beiträgt.2

Zur Vermeidung des Energiedefizits in den Zellen  muss vor allem Stress vermieden werden. Das ist vor allem der nitrosative und oxidative Stress. Man konnte, um das zu untermauern sogar feststellen, dass bei hoher Dichte an ß-Amyloid Plaques, die NO-Synthese der sie umgebenden Astrozyten erhöht ist, was einer Zunahme des nitrosativen Stresses entspricht.

Auch sollte sich eine Obst- und gemüsereiche Kost positiv auf die Hirnleistung auswirken. Die darin enthaltenen protektiven sekundären Pflanzeninhaltsstoffe wirken komplex und können nicht durch Einzelvitamine ersetzt werden. Diese Kost sorgt dafür, dass die Blutspiegel an Gamma Tocopherol und Carotinoiden erhöht sind. Werden diese Nahrungsmittel jedoch aus industrieller Landwirtschaft verzehrt, erhöht sich unter anderem die Nitratbelastung im Körper.

Der geistige Abbau beginnt beim Menschen ab Ende des 4. Dezeniums. Der beste Schutz bleiben unterkalorische Kost, körperliche Bewegung und Mikronährstoffe (inkl. B12 und Ginkgo biloba). Bewegungs-, Koordinationsanforderungen bessern die Durchblutung und den Sauerstoffpartialdruck. Die mitochondriale Regeneration wird aktiviert.

Professor Jörg Bergemann, eine bekannter Alternsforscher beschreibt die Faktoren, die für gesundes Altern und damit auch der Vermeidung von Demenz wichtig sind, so:

  1. Vitalität und Bewegung: Er empfiehlt eine moderate Bewegung, kein Hochleistungssport, sondern etwa 10.000 Schritte täglich oder 20 bis 75 min gehen täglich. Dabei bezeichnet er das Sitzen als das neue Rauchen, Stärkung der mitochondrialen Funktion
  2. Umwelt und Ernährung: diese sollte frisch, vollwertig sein, Fasten unterstützt die Mitochondrienfunktion
  3. Vermeidung von Stress, insbesondere Dauerstress, Phasen der Entspannung in den Alltag integrieren
  4. Lebenslanges Lernen. Wir brauchen lebenslang Anregungen und sollten neugierig bleiben (Konrad Bayreuther, 1976)
  5. Auch die Gesellschaft spielt eine große Rolle, Menschen altern gesünder, wenn das Alter positiv besetzt ist, wie zum Beispiel in Japan
  6. sozial benachteiligte Gruppen altern schneller, werden eher dement. Bildung ist ein wichtigerer Einflussfaktor als Geld
  7. Freunde, gemeinsam mit Freunden aktiv sein

Die Funktion der Mitochondrien, speziell um das Demenz-Risiko zu verringern kann durch die Einnahme von Mikronährstoffen unterstützt werden. So kann man durch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B1 dafür sorgen, dass  der Glukosestoffwechsel im Gehirn, der bei Alzheimer Patienten vermindert ist, nicht gestört wird.

Da auch ein erhöhter Homocystein-Wert ein Risikofaktor für die Entstehung der Alzheimer-Krankheit ist, können die Vitamine B6, B12 und Folsäure zur Senkung des Homocysteinspiegels eingenommen werden.

Auch ist bekannt, dass es im Gehirn verschiedene Vitamin D-Rezeptoren gibt, die unter anderem die Bildung von Nervenwachstumsfaktoren beeinflussen. Durch Vitamin D kann auch die Gluthationsynthese im Gehirn gesteigert werden. Glutathion aber hat eine antientzündliche Wirkung, und es gibt Hinweise auf eine Beteiligung von Vitamin D bei der Neubildung von Neuronen.

In diesem Zusammenhang haben auch antioxidative Vitamine eine bestimmte Bedeutung für die Eindämmung der Alzheimer-Erkrankung, weil unser Gehirn generell empfindlich auf oxidativen Stress reagiert. In einer Studie wurde gezeigt, dass bei älteren Amerikanern japanischen Ursprungs die gemeinsame Supplementierung von Vitamin E und Vitamin C bei vaskulären Demenzen und anderen Demenztypen gut wirksam war
Bei Alzheimerpatienten liegt eine mitochondriale Dysfunktion vor. Aus diesem Grund dürfte Coenzym Q10 auch einen Nutzen bei der Behandlung der Alzheimererkrankung haben, obwohl Coenzym Q10 noch nicht im Rahmen einer Studie bei Alzheimerpatienten getestet wurde. Bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wurde Coenzym Q10 mit Erfolg eingesetzt.

Auch bestimmte Spurenelemente, wirken sich positiv auf die Alzheimer-Erkrankung aus. Nennen möchte ich als Beispiel Selen. Aluminium dagegen müssen wir als neurotoxisch einstufen.

Aminosäuren spielen für das Gehirn eine ebenso große Rolle. Zum Beispiel benötigt das Gehirn Arginin als Ausgangssubstanz für die Bildung von NO.

Stickstoffmonoxid ist besonders für das Lernen und für die Gedächtnisbildung notwendig.
Eine weitere Aminosäure, Glutamin, hat einen Schutzeffekt gegen die Bildung von Amyloidpeptiden und ist außerdem eine wichtige Ausgangssubstanz für die Bildung von Glutathion, dessen Spiegel bei der Alzheimererkrankung deutlich vermindert sind.

Das gut bekannte Carnitin ist für den Energiestoffwechsel essentiell. Wenn die Studienergebnisse auch nicht eindeutig sind, so ist doch die Energieproduktion gerade im Gehirn enorm wichtig für dessen Leistungsfähigkeit.

In diesem Zusammenhang sind die Forschungsergebnisse von Prof. Jens Pahnke interessant. Er konnte in einer Studie mit Alzheimer-Mäusen nachweisen, dass der griechische Bergtee den Mäusen ihre Orientierungsfähigkeit zurück brachte. In seinen Untersuchungen hat Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke festgestellt, dass bestimmte Inhaltsstoffe des Griechischen Bergtees nicht nur den Entstehungsprozess von Alzheimer verlangsamen, sondern sogar rückgängig machen können, indem sie die Ablagerungen von Plaque im Gehirn verhindern, bzw. auflösen und reduzieren.
Jüngste Untersuchungen zur Anwendung bei Menschen zeigen, laut Professor Dr. Dr. Jens Pahnke, dass die Wirkung auch bei an Alzheimer erkrankten Menschen nachweisbar ist. Beeindruckende Rückmeldungen von Patienten und Angehörigen sind unter folgendem Link  nachzulesen.

Andere Pflanzenextrakte, wie zum Beispiel Gingko biloba, Aloe vera oder grüner Tee haben für die Prophylaxe von Demenz auch ihre Bedeutung. Sie enthalten Antioxidanten und helfen im Stoffwechsel.

Show 028: B-Vitamine, die keine sind

ZUSAMMENFASSUNG

In dieser Episode werden Wirkungen und Einsatzgebiete von Stoffen beschrieben, die als B-Vitamin bezeichnet werden, aber keine sind. Die irrtümliche Bezeichnung hat unterschiedliche Gründe. Dennoch sind Vitamin B4, B10, B14, B15, B16 und B17 keine B-Vitamine, da sie entweder im Körper selbst hergestellt werden können, wenn auch nicht immer in ausreichender Menge, oder aber im Stoffwechsel nicht benötigt werden.

INHALT

Vitamine ganz allgemein sind wichtige Nahrungsinhaltsstoffe, die der Körper nicht selbst oder nicht in genügendem Umfang bilden kann. Sie greifen in den Stoffwechsel ein, unterstützen bestimmte Körperfunktionen und übernehmen Schutzfunktionen.

Vitamin B4: Die korrekte Bezeichnung ist Cholin.

Es ist eine vitaminähnliche Substanz, die eine wichtige Funktion  beim Aufbau von Zellmembranen und für die Gesundheit der Leber hat. So benötigt der Körper Cholin, um die Weiterleitung von Informationen im Gehirn zu gewährleisten.

Der Körper ist in der Lage, aus Methionin und Folsäure selbst Cholin herzustellen. Jedoch reicht die Menge oft nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Besonders wichtig ist Cholin für ältere Menschen, weil es die Speicher und Konzentrationsfähigkeit des Gehirns verbessert. Es kann also einem Gedächtnisverlust entgegen wirken. Weiterhin ist Cholin in der Lage Cholesterinablagerungen an den Gefäßwänden zu vermindern. In natürlicher Form kommt Cholin vorwiegend in Kohl, grünem Blattgemüse und auch in Erdnuss-Butter vor. Die Aufnahme durch die Nahrung allein reicht jedoch bei vielen Menschen nicht aus, um eine angemessene Cholin-Versorgung zu gewährleisten.

Ein wichtiges Derivat ist Acetylcholin, was wichtige Funktionen als Neurotransmitter bei der Übertragung von Nervenreizen im Gehirn hat. Es unterstützt Gedächtnisprozess und die Konzentrationsfähigkeit. Weiterhin ist Cholin lebenswichticg für die Steuerung von Herzschlag, Atmung und Blutdruck.

Ebenso leistet Cholin einen wertvollen Beitrag zum  Homocysteinstoffwechsel. Zu den Aufgaben des Cholin zählt der Transport der Fettsäuren (Triglyceride) aus der Leber. Bei einem Mangel an Cholin lagert der Körper überschüssiges Fett in der Leber ein. Langfristig entsteht dadurch ein gestörter Stoffwechselprozess. Eine Fettleber ist nicht mehr in der Lage den Körper zu entgiften, da die Leberfunktionen deutlich eingeschränkt sind. Ein ausgewogener Cholin-Spiegel trägt zum Erhalt einer normalen Leberfunktion bei und sorgt für einen ausgewogenen Fettstoffwechsel.

Cholinmangel macht sich zuerst durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen bemerkbar.

Vitamin B10: Para-Amino-Benzoesäure (PABA)

PABA ist ein wichtiger Co-Faktor bei der Bildung von Folsäure. Sie ist wegen ihrer pigmentierenden Wirkung auch als Haut- und Haarvitamin bekannt.

Vitamin B10 besitzt antioxidative Eigenschaften und ist für die Gesunderhaltung bzw. Therapie von Autoimmunerkrankungen einsetzbar.

Vitamin B10 besitzt auch eine protektive Wirkung gegen UV-Strahlung und kann als Bestandteil in Sonnenschutzmitteln enthalten sein.

Auch bei Erkrankungen wie Sklerodermie oder Lupus erythematodes kommt es zu Hauterscheinungen in Form von Rötungen und Ekzemen, welche mit Vitamin 10 behandelt werden können. Das gilt ebenso für die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), bei der es zu hellen, fleckigen Stellen kommen kann. Hier wirkt Vitamin 10 pigmentierend.

Ein Mangel  Para- Aminobenzoesäure  kann sich durch vorzeitig ergraute Haare, Depressionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gereiztheit äußern.

Vitamin B13: Orotsäure

Orotsäure spielt eine Rolle bei der Hertsellung von DNA-Ketten innerhalb der Zellen. Sie ist ein wichtiger Faktor für die Zellerneuerung und Zellregeneration. Allgemein beschrieben werden der Orotsäure zellaktivierende und stoffwechselanregende Wirkungen zugeschrieben.

Diese machen sich vor allem in Organen mit häufiger Zellteilung bemerkbar, und zwar

  • Durch Anregung zum Aufbau der Darmflora
  • Durch Schnelle Eiweißverwertung in den Muskeln
  • Mit einer Erhöhung der Gedächtnisleistung
  • Einer Vitalisierung des gesamten Organismus (insbesondere der Herzleistung)
  • Sowie einer erhöhten Zellregeneration in der Leber

Bedeutung hat Orotsäure als Therapeutikum bei der Behandlung

  • Von Gelbsucht bei Neugeborenen,
  • bei Herzinfarkt
  • oder Leberinsuffizienz

So regt Orotsäure bei Leberschäden und nach einem Herzinfarkt die Regeneration der jeweiligen Zellen an und führt zur Milderung von Symptomen. Vorsicht ist bei der Dosierung geboten, da eine Überdosierung  zu einer gegenteiligen Wirkung führen kann. Sie kann die Zellen von Leber und Herz schädigen! 

Vitamin B15: Pangamsäure

  • Pangamsäure ist ein Zwischenprodukt bei der körpereigenen Verwertung von Cholin.
  • Die hauptsächliche Wirkung ist die Erhöhung der Sauerstoffverwertung in den Zellen.
  • Der Einsatz als Nahrungsergänzung und Therapeutikum ist bislang umstritten.

Pangamsäure  entsteht im Körper bei Stoffwechselprozessen mit Beteiligung von Cholin. Dieses wird, wie ich es bereits sagte unter anderem zur Herstellung von Acetylcholin, einem Neurotransmitter, benötigt.

Im Handel werden allerdings Produkte als „Vitamin B15“ angeboten, welche als Mittel zur besseren Sauerstoffverwertung dienen. Diese Wirkung wurde von russischen Wissenschaftlern auch nachgewiesen. Ob der Einsatz als Nahrungsergänzungsmitteln jedoch sinnvoll ist, bleibt bis zum jetzigen Stand umstritten.

Chemisch betrachtet handelt es sich bei dem Vitamin B 15 bzw. bei Pangamsäure um Dimethylglycerin.

Russischen Forschern zufolge bewirkt es vor allem eine Verbesserung des Sauerstoffumsatzes in den Körperzellen. Dies bedeutet, dass sie den Sauerstoff wirkungsvoller verwerten können und so ihre Gesamtleistung gesteigert werden kann.

Das macht sich dann wie folgt bemerkbar:

  • Der Sauerstoffumsatz in den Gewebszellen wird angeregt
  • Muskel, Gehirn und Herz werden besser mit Sauerstoff versorgt
  • Der Blut-pH-Wert wird abgesenkt
  • Die Leber wird bei Entgiftungsvorgängen unterstützt
  • Die Immunabwehr wird gestärkt
  • Pangamsäure bietet einenSchutz vor der Entstehung mancher Krebsarten
  • Zudem soll es die Bildung von Lactat im Körper verringern.

Damit kann eine Therapie mit dem Vitamin B15 für eine Reihe von Erkrankungen von in Erwägung gezogen werden. Dazu gehören:

  • Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Angina pectoris
  • Asthma bronchiale
  • Tinnitus
  • Alkoholerkrankung
  • Diabestes mellitus
  • Hauterkrankungen
  • Krebs
  • Zudem wurde die Substanz auch im Leistungssport verwendet, um eine Steigerung von Kraft und Ausdauer zu erzielen.

Die therapeutische Dosierung wird hier mit 150mg/Tag angegeben. Symptome einer Überdosierung sind nicht bekannt, jedoch sind die genauen Forschungen hierzu noch nicht zur Gänze abgeschlossen.

  • Jedoch ist eine therapeutische Wirkung nach wie vor umstritten und nicht ausreichend durch weitergehende Forschungen belegt!

Ob und wie der Körper die in Lebensmitteln enthaltene Pangamsäure verwertet, ist bis dato noch nicht bekannt.

Quellen

Fischer, Prof. Dr. Markus: Moderne Lebensmittelchemie
Modrzejewski, Andreas: Wir essen und trinken uns krank
Steinegger, Ernst / Hänsel, Rudolph:Pharmakognosie
Kröger, Aline: Bewusste Ernährung
Schünke, Gabriele / Kuhlmann, Dirk /Lau, Werner: Arbeitsbuch orthomolekulare Medizin

Vitamin B17: Amygdalin

Amygdalin aus Aprikosen- oder Mandelkernen wird im Internet als natürliches Mittel gegen Krebs beworben. Doch bisher konnte seine Wirksamkeit nicht bewiesen werden – stattdessen kann Amygdalin zu gefährlichen Vergiftungen führen.

Ein Vitamin gegen Krebs – das klingt natürlich und einfach. Wenn man einigen Anzeigen im Internet, glauben sollte ist Amygdalin,  genau das wichtige Therapeutikum. Vor einigen Jahren hat man sehr viel dazu publiziert und es gab Therapeuten, die regelrechte Therapien mit diesem Stoff gegen Krebs durchgeführt haben. Jedoch muss man folgendes wissen:

Amygdalin wird im Körper mithilfe von Wasser und verschiedenen Enzymen unter anderem zu Blausäure (auch Cyansäure genannt) abgebaut. Dies soll nach den Anwendern bevorzugt in Tumorzellen geschehen. Die Blausäure soll wiederum die Tumorzellen töten. Diese Theorie ist nicht haltbar, weil zur Bildung von ein Enzym besonders wichtig ist, die b-Glukosidase. Tumorzellen – gutartige und bösartige – enthalten jedoch nur Spuren dieses Enzyms. Damit kann die Blausäure also nicht bevorzugt an Tumorzellen gebildet werden.

Ebenso ist auch nicht ein Mangel an Amygdalin dafür verantwortlich, dass Krebserkrankungen hervorgerufen werden könnten: Dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege, außerdem nehmen wir Menschen über unsere Ernährung kaum Amygdalin auf.

Tierversuche mit Amygdalin kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen: Während eine Studie keinerlei Wirkung feststellte, konnte in einer anderen Studie das Krebswachstum in Mäusen eingedämmt werden, indem diese eine Mischung mit Amygdalin verabreicht bekamen.

In einer klinischen Studie, in der 178 Krebspatienten mit Amygdalin behandelt wurden, wurde keine Wirkung des Stoffes festgestellt. In einem neueren Versuch an Zellkulturen scheint sich zu zeigen, dass Amygdalin tatsächlich effektiv gegen Krebszellen wirken könnte. Dabei wurde jedoch an die Tumorzellen das Enzym b-Glukosidase angelagert, damit sich aus dem Amygdalin Blausäure zur Zerstörung der Tumorzellen bilden kann. Umstritten ist, ob dieses Verfahren bei Menschen anwendbar und wirksam ist.

So gehen wir aus Sicherheitsgründen davon aus, dass Amygdalin gefährlich ist.

Blausäure beeinträchtigt den Transport von Sauerstoff im Blut und ist deshalb hochgiftig.

Trotz der Verbote und der Gefahr, die von Amygdalin ausgeht, findest du im Internet Produkte mit Amygdalin aus dem Ausland. Lass unbedingt die Finger davon!

 

Show 027: Wie wirken B-Vitamine

Zusammenfassung

B-Vitamine sind essentiell für das Wohlbefinden der Menschen und ein wichtiger Faktor zum Erhalt der Gesundheit. Vitamin B-Mangel kann sich im Verlust der Körperenergie, einer verringerten körperlichen Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, einer geminderten nervlichen Belastbarkeit sowie einer erhöhten Infektanfälligkeit äußern. Bei einem chronischen Mangel der B- Vitamine können viele Beschwerden hinzukommen, wie chronische Erschöpfung, Depressionen, erhöhte Homocystein-Werte, Arteriosklerose, neurodegenerative Erkrankungen und viele andere.

Inhalt

Die Entdeckung der meisten Vitamine war damit verbunden, dass sie halfen, lebensgefährliche Mangelzustände zu verhüten. So schützt Vitamin C vor Skorbut, Vitamin D vor Rachitis, Vitamin A vor Nachtblindheit. Schließlich wurde auch Vitamin B entdeckt, weil es vor Beriberi schützt. Jedoch gestaltete sich die Entdeckung und Einordnung der B-Vitamine als schwierig. Beriberi tritt vor allem dort auf, wo geschälter Reis als Hauptnahrung gilt, man findet sie aber auch bei Alkoholikern. Dabei ist die Geschichte über die wissenschaftliche Aufklärung der Krankheitsursachen sehr zwiespältig, weil es sich bei Beriberi zunächst nicht nur um Vitaminmangel handeln sollte.

So beschrieb der Niederländer Jacob de Bondt 1630 eine Krankheit bei Einwohnern von Indonesien. Diese hatten einen wackeligen Gang mit zittrigen Knien, wie man es bei Schafen beobachten konnte. Daher kommt auch der Name der Krankheit Beriberi – das bedeutet Schaf.

Man ging zunächst davon aus, dass eventuell ein Virus oder Bakterium Beriberi verursacht. Gleichzeitig gab es darüber Zweifel. So der Japaner Kanehiro Takadi, der Mangelernährung oder falsche Nahrung als Ursache ansah. Dank Takaki wurde die Ernährung auf Japans Schiffen dahingehend geändert, dass die Matrosen nicht mehr nur geschälten Reis als Nahrung bekamen, sondern dieser durch eine Mischung aus Gemüse und Fleischprodukten ergänzt wurde.

Als der holländische Arzt Eijkman 1886 nach Indonesien kam, vermutete auch er, dass ein Bakterium der Erreger der Krankheit sei. Jedoch stellte er auch an Hühnern fest, dass diese, nach dem sie geschälten Reis aus Küchenabfällen gegessen hatten, ebenfalls erkrankten. Erstmalig wurde darauf die Erkrankung mit dem geschälten Reis in Verbindung gebracht. Er stellte fest, dass die Erkrankung mit ungeschältem Reis nicht ausgelöst wurde. Mit ungeschältem Reis konnte die Krankheit sogar geheilt werden. Das war das Ende der Bakterientheorie. Es musste aber einen Stoff geben, der in der Schale des Reises vorhanden war, der die Krankheit verhinderte. 1910 entdeckte dann Umetaro Suzuki den Anti-Beriberi-Faktor in der Reisschale. Diesen Stoff nannte er Oryzanin. Erst 1936 gelang es Robert Williams das Vitamin B1, auch Thiamin genannt, zu synthetisieren. Beriberi wird also durch einen Mangel an Vitamin B 1 ausgelöst.

Inzwischen weiß man um die Bedeutung dieses Vitamins für den menschlichen Organismus. Vitamin B1 ist notwendig, um Kohlenhydrate und Zucker zu verstoffwechseln. Es unterstützt die Versorgung des Körpers mit Energie.

Die Geschichte der Entdeckung der B-Vitamine kann man unter dem Link nachlesen.

Was die B-Vitamine von den Vitaminen A, C, D, E generell unterscheidet ist, dass sie existenziell für jegliches Leben sind. Es sind genau acht Substanzen, die zur Gruppe der B-Vitamine zählen. Sie sind stets als Komplex zu betrachten von denen keines fehlen darf. B-Vitamin haben im Organismus eine Schlüsselrolle als Bestandteil von Enzymen, die den Stoffwechsel steuern. Sie fungieren als Wirkgruppe in Enzymen, die in den Kohlenhydrat– und Eiweißstoffwechsel eingreifen. B-Vitamine greifen sogar in den Aufbau der Erbsubstanz ein.

Heute kann man zu den B-Vitaminen folgendes sagen:

Wenn Menschen Vitamin B – Mangel haben, merkt man das an dem Verlust der Lebenskraft, die sich in einer verringerten körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, einer verringerten nervlichen Belastbarkeit sowie einer erhöhten Infektanfälligkeit äußert. Solche Symptome können bei vielen Krankheiten auftreten. Aber bei solchen Symptomen hat man sehr selten einen Vitamin B-Mangel im Blick. Oft tut man diese Symptome auch nur als vorübergehende Schwächephase ab. Die B-Vitamine gehören jedoch zu den wasserlöslichen Vitaminen. Das bedeutet, dass sie nicht im Körper gespeichert werden können, außer Vitamin B12, und deshalb täglich mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Bei Vitamin B-Mangel über einen längeren Zeitraum kommen zusätzliche Beschwerden hinzu. Dazu zählen: Chronische Erschöpfungssymptome, Depressionen, erhöhte Homocystein-Werte, Anämien, Arteriosklerose und neurodegenerative Erkrankungen wie z.B. Alzheimer. Dabei können auch irreversible Spätfolgen entstehen die nur durch hochdosierte Gaben von Vitamin B behandelt werden können.

Chronischer Vitamin-B-Mangel ist aber nicht nur eine Folge von Mangelversorgung. Weitere belastende Umstände wie z.B. Stress, Alkohol- und Kaffeekonsum, Schwangerschaft oder chronische Entzündungen können zu Vitamin B-Mangel führen. Andererseits können auch bestimmte Medikamente oder eine vegetarische Ernährung zu Vitamin-B-Mangel führen.

B-Vitamine treten immer gemeinsam aus. Wirkungen werden wechselseitig verstärkt. Sie haben gemeinsam, dass sie als Vorstufe für Koenzyme wirken. Alle haben ihre Bedeutung bei der Energieversorgung des Körpers, das heißt bei der Gewinnung von „Brennstoffen“ aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten, die über die Nahrung aufgenommen werden. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass sie in Nahrungsmitteln gleichzeitig auftreten.

Zu den B-Vitaminen gehören:

Vitamin B1 - Thiamin

Vitamin B2 - Riboflavin

Vitamin B3 - Nicotinsäure oder  (Niacin)

Vitamin B5 - Pantothensäure

Vitamin B6 - Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal

Vitamin B7, auch Vitamin H (Biotin)

Vitamin B9 - Folsäure bzw. Folat

Vitamin B12 - Cobalamine

Fast alle B-Vitamine kommen in pflanzlichen und auch in tierischen Lebensmitteln vor, allerdings jeweils in unterschiedlichen Mengen. Vitamin B12 ist jedoch kaum in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, außerdem kann es im Gegensatz zu allen anderen wasserlöslichen Vitaminen im Körper gespeichert werden. Die Zufuhr von Vitamin B12 in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ist demnach besonders für Vegetarier und vegan lebende Menschen sehr wichtig.

Die Aufgaben der einzelnen B-Vitamine sind sehr vielfältig. Sie beeinflussen den Energiestoffwechsel, das Nervensystem, die Proteinsynthese (B1, B5), können das Homocystein senken und sind an der Gewebebildung beteiligt (B2). Sie wirken als Antioxidantien, regulieren Blutzucker und Blutdruck und sind am Fettstoffwechsel beteiligt (B3, B6, Biotin), unterstützen die Wirksamkeit der roten Blutkörperchen und die Synthese von Proteinen und Neurotransmittern (B6). Sie fördern das Zellwachstum (Biotin), wirken im Aminosäurestoffwechsel, beim Aufbau von Nervenzellen, der Zellentwicklung sowie der Blutbildung (B12, Folat) und sie sind beteiligt an der Produktion von Nukleinsäure, bei der Entwicklung des Fötus und helfen bei Darmerkrankungen (B9-Folat)

Insbesondere Muskeln, der Verdauungsapparat, Haut, Haare, Augen, Mund, Leber und am meisten die Nerven profitieren von der Wirkungsweise der B-Vitamine. Obwohl es diese Wechselbeziehung zwischen den B-Vitaminen gibt, hat jedes B-Vitamin auch spezielle Aufgaben zu bewältigen.

Gerade bei älteren Menschen und Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Demenz, Diabetes, Lebererkrankungen, Krebserkrankungen ist immer wieder auch die ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen zu betrachten. Auch bei Herzerkrankungen spielen sie eine große Rolle. Sie sind auch zur Senkung des Homocysteins, einem wichtigen Risikofaktor bei Arteriosklerose wichtig, weil damit Folgeerkrankungen am Herz-Kreislaufsystem und bei neurodegenerativen Erkrankungen vermieden werden können.

Literaturempfehlungen

Rico Koglek:

Die Vitalstoffe Revolution für ein gesundes & langes Leben: Warum Ärzte dich NIEMALS gesund machen. Wie du in 3 Stufen durch ganzheitliche Nahrungsergänzung deine Gesundheit selbst in die Hand nimmst Taschenbuch – 13. März 2017

Die grosse GU Vitamin- und Mineralstoff-Tabelle. Vitamine und Mineralstoffe unserer Lebensmittel. Mit Sondertabellen

 Uli P. Burgerstein

Handbuch Nährstoffe: Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung Gebundene Ausgabe – 19. September 2012

Show 026: Stickstoffmonoxid-das Paradoxon

 

 

Stickstoffmonoxid ist im Organismus ein wichtiger Regulator biologischer Signale.So nimmt dieses kleine Molekül Einfluss auf die Darm- und Lungenfunktion, es beeinflusst die die Arbeitsweise von Nieren, Leber und Bauchspeicheldrüse. Besondere Bedeutung hat NO in Form von Nitroglycerin in der Behandlung von Herz- Kreislauf-Erkrankungen.

Ausgangspunkt für die Erzeugung von Stickstoffmonoxid ist L-Arginin. Mit Hilfe der NO-Synthase wird hieraus NO gewonnen.Dies geschieht unmittelbar dort, wo NO auch benötigt wird.

Andererseits ist Stickstoffmonoxid auch ein schädliches Gas, das beim Einatmen zu Reizungen der Atemwege führt. NO st giftig und damit auch schädlich für den Körper. Besonders schädlich ist die Wirkung von NO gemeinsam mit aktivem Sauerstoff, wobei weitere Radikale entstehen können. Die dabei entstehen Stickoxide schädigen die Atmungskette, die in den Mitochondrien abläuft. Nitrosativer Stress und oxidativer Stress sind die berüchtigten Wege, die die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien schädigen.

NO, das von außen auf den Körper einwirkt hat viele Quellen in der Umwelt. Das sind Autoabgase, Abgase aus der Chemieindustrie, Produkte aus der Landwirtschaft und viele andere.
NO, das im Körper direkt am Wirkort gebildet wird, genau zu dem Zeitpunkt, wo es benötigt wird, hat mit den Schadstoffen nichts zu tun. Es entsteht als Produkt der Körperphysiologie.

Show 025: Was Du beim Abnehmen noch beachten solltest

Übergewicht ist immer ein Mißverhältnis zwischen der aufgenommenen Energie- bzw. Nahrungsmenge und seinem Verbrauch. Demzufolge gibt es auch zwei Wege, um effektiv abzunehmen. der erste Weg führt über den höheren Verbrauch z.B: durch vermehrte Bewegung. Der zweite Weg geht über die Reduktion der Nahrungsmenge, auch Reduktionsdiät genannt. Hierbei gilt es, einiges zu beachten, damit man, und damit meine ich extreme Diäten, keinen Schaden nimmt.

Im Wesentlichen sind dies folgende Punkte:
1. Die Menge der Kohlenhydrate sollte nicht auf 0 heruntergeregelt werden, sondern mindestens 50 g pro Tag betragen. Damit schützt man die Nieren und ein starker Abfall des Blutdrucks gerade bei Hypertonikern wird vermieden.
2. Kaliumverluste vermeiden, damit es zu keiner Hypokaliämie kommt, die zu Herzrhythmusstörungen führen kann.
3. Es sollten während der Diät mindestes 50 g Eiweiß pro Tag aufgenommen werden, um dem Abbau der Muskulatur entgegen zu wirken.
4. Ausreichend Ballaststoffe zu sich nehmen und ausrichend Wasser trinken
5. Es ist auch wichtig, eine geringe Menge Fett während der Diät zu verzehren, damit der Körper mit essentiellen Fettsäuren versorgt wird.
6. Ausreichend Vitamine zu sich nehmen, besonders Vitamin B1, weil dessen Reserve im Körper zuerst erschöpft ist.

In der Zukunft wird es für Menschen mit massivem Übergewicht weitere Möglichkeit zur Reduktion des Körpergewichts geben. Dies betrifft die Erhöhung der Menge des braunen Fettgewebes durch Medikamente, Kälteprozeduren oder gentechnische Verwandlung des weißen Fettgewebes in braunes Gewebe. Diese Therapien sind jedoch noch in einem Anfangsstadium, so dass das Gesagte zu den Reduktionsdiäten erst einmal beachtet werden sollte, um gesund abzunehmen.

Show 024: Die Kraft des Wassers-Interview mit Burkhard Koller

Zusammenfassung

Portrait Burkhard neu.JPGBurkhard Koller hat sich nach mehreren Schicksalsschlägen während der Phase einer Neuorientierung mit dem japanischen Wissenschaftler Dr. Masaru Emoto, dem Pionier der Wasserkristallfotografie, getroffen. Das hat ihn so fasziniert, dass er sich selbst der Erforschung des Wassers widmete. Seine Herangehensweise war einfach. Wasser, Mensch und Gesundheit prägten sein Leben. Bei der Erforschung von 12 Botschaften des Wassers fand er erstaunliche Parallelen zum Bewusstsein der Menschen. Mit diesem Wissen und der ihm eigenen Philosophie begleitet Burkhard Koller heute Menschen in ihren Entwicklungsprozessen, insbesondere, wenn es um eine berufliche Neuorientierung geht.

Inhalt

Entscheidenden Einfluss auf Burkhard Kollers Arbeiten zur Kraft des Wassers hatten Masaru Emoto, Werner Lerch, Prof. Kröplin und Regine C. Henschel. in diesem Kontext ist auch das nachfolgende Zitat von Prof. Kröplin zu verstehen.

Unsere Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass Wasser über ein "Gedächtnis" verfügt und dass es eine Kommunikation zwischen verschiedenen Arten von Wasser gibt. Beides erscheint als wesentlich für das Verständnis der Vorgänge in lebenden Zellen, die ungefähr zu 70 % aus Wasser bestehen und ebenso für das Verständnis der Kommunikation von Wasser in der Welt. Dieses Wissen begründet die Notwendigkeit, von einer neuen Dimension in der Qualität und Gesundheit unseres Planeten Erde zu sprechen. ( Prof. Dr. Bernd Helmut Kröplin )

Burkhard Koller betrachtet Wasser nicht nur als Molekül und Lebensmittel, das uns Menschen zu 70% ausmacht. Wasser stillt auch den Durst unserer Seele, den Durst nach Leben, wie er es selbst ausdrückt. So schreibt er in seinem Buch "Die Kraft des Wassers" : Wenn ich zum überwiegenden Teil aus Wasser bestehe, dann ist es eine logische Folge, dass es mich zu meiner ursprünglichen Natur hinzieht. Interessant war für Burkhard Koller, dass Wasser auch Gedanken und Gefühle speichert. In seinem Buch beschreibt er Versuche mit beschrifteten Wassergläsern. Dabei wurden zum Beispiel positive Worte in die Wassergläser eingraviert oder auch positive Gefühle geschickt. Im Ergebnis entstanden wohlgeformte Kristalle. Negative Worte, Gedanken oder Gefühle brachten nur unförmige, klumpige Kristallformationen hervor. Die Kristallbilder machte übrigens Werner Lerch. Nachdem über 40.000 Aufnahmen entstanden sind, wagte Burkhard Koller folgende Aussagen:

Wasser ist ein wichtiger Informationsträger des Universums

Die im Wasser gespeicherten Informationen betreffen uns direkt, bestehen wir doch zu 70% aus Wasser

Harmonie führt im Wasser zur Bildung harmonischer Kristalle, Disharmonie zu zerrissenen Gebilden

Wasser weist uns den Weg zu harmonischer Musik, zu förderlichen Worten und zur Besinnung in der Stille

Wasser kann gesehene Bilder speichern und wiedergeben

Trinkwasser verändert sich in Gläsern mit harmonisierenden Gravuren und vermag diese Harmonie auf uns Menschen zu übertragen

Burkhard Koller hat über seine Arbeit Kurse entwickelt, die Menschen helfen sollen, eine berufliche Neuorientierung zu finden.

Zum Schluss des Interviews beantwortete Burkhard Koller Fragen:

  1. Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen Weg: als ich nichts mehr hatte, außer mich selber
  2. Mit wem würdest Du  gern einmal ein Kamingespräch führen und über welches Thema: Mit dem reichsten Mann der Welt würde ich gern über das Leben sprechen
  3. Gesundheit bedeutet für Dich: innere Ruhe zu haben
  4. Erfolg bedeutet für Dich: Der größte Erfolg ist, wenn ich ich selbst bin
  5. Welches Buch liest Du zur Zeit und kannst Du es weiter empfehlen? Ändere deine Gedanken - und dein Leben ändert sich: Die lebendige Weisheit des Tao 2008 von Wayne W. Dyer  (Autor)
  6. Was ist Dein bisher größter unerfüllter Lebenswunsch?                  Der erste Wunsch ist, frei zu sein und als zweiten Wunsch möchte ich einmal San Remo von einem Schiff auf dem Meer aus betrachten.
  7. Welchen Tipp möchtest Du den Hörern mit auf den Weg geben? Mein Tipp ist: setzt Euch ans Wasser, hört dem Wasser zu und genießt, was das Wasser euch gibt und habt Freude daran

Wer noch mehr über Burkhard Koller und seine Tätigkeit erfahren möchte kann sich auf seinen Websites informieren:

https://www.kraftdeswassers.de/

https://www. reset-update.com

Burkhard Kollers Buch

Show 023: Wie wichtig sind Fette in der Ernährung

Zusammenfassung

Fette sind für den Organismus wichtige Energieträger. Andererseits sollen hauptsächlich Fette maßgeblich daran schuld sein, dass sehr viele Menschen übergewichtig sind. Was stimmt, ist die Tatsache, dass in den Industrienationen der Anteil der übergewichtigen Menschen seit Jahren enorm zunimmt. Jedoch ist nicht nur der hohe Fettkonsum der Menschen verantwortlich, sondern in erster Linie ist es der hohe Zuckerverbrauch, der für das Übergewicht verantwortlich ist. Du erfährst in dieser Sendung, warum das so ist. Außerdem erhältst Du einen Überblick über die vielen Fettvarianten, welche gut für uns sind und auf welche Fette wir Menschen lieber verzichten sollten.

INHALT

Fette sind für den Organismus wichtige Energieträger sind. So gewinnen die Mitochondrien durch Betaoxidation aus jedem Gramm Fett 9 kcal Energie. Dagegen liefern Kohlenhydrate und Eiweiße im Stoffwechsel aus einem Gramm nur jeweils 4 kcal, nicht einmal die Hälfte.

Alle Nahrungsfette setzen sich aus verschiedenen Fettsäuren zusammen. Darunter befinden sich gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, wobei die ungesättigten Fettsäuren einfach und mehrfach gesättigt sein können. Wichtig ist, dass die gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren zur Energiegewinnung verbrannt werden und vom Körper selbst hergestellt werden können. Gesättigte Fettsäuren kommen in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln sowie in industriell hergestellten Produkten vor.  Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für den Menschen essentiell. Das heißt, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Fettsäuren gibt es eine eigenständige Nomenklatur, die wegen der Länge der chemischen Bezeichnung in der Regel die Anzahl der Kohlenstoffatome sowie die Lage der Doppelbindungen in ungesättigten Fettsäuren enthält.

Die ungesättigten Fettsäuren enthalten mindestens eine Doppelbindung, die durch Hydrierung, das heißt Anlagerung eines Wassermoleküls, aufgesättigt werden. Es werden einfach (Monoensäuren), doppelt (Diensäuren), dreifach (Triensäuren) oder mehrfach (Polyensäuren) ungesättigte Fettsäuren unterschieden.

Ungesättigte Fettsäuren werden ebenso nach der Position ihrer Doppelbindungen eingeteilt. Das Kohlenstoffatom, das die Carboxylgruppe trägt, wird dabei als Omega-Kohlenstoffatom bezeichnet. Danach werden alle anderen Atome durchnummeriert. So unterscheidet man  die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, Omega-6-Fettsäuren, Omega-9-Fettsäuren u.a.

Ungesättigte Fettsäuren kommen hauptsächlich in Ölen vor. Darüber hinaus gibt es Trans- Fettsäuren. Diese sind ungesättigt mit mindestens einer trans-konjugierten Doppelbindung zwischen zwei C-Atomen. Sie werden hauptsächlich industriell gefertigt. Eine hohe Zufuhr von trans-Fettsäuren erhöht das Risiko für eine Fettstoffwechselstörung.

Besondere Bedeutung für die Ernährung und für die Herzgesundheit haben Omega – Fettsäuren Dabei sollte das Verhältnis Omega 3 zu 6 etwa 1: 5 betragen.

Aus den Omega-6 Fettsäuren werden die Omega-6 Eicosanoide aufgebaut. Diese haben eine überwiegend entzündungsfördernde Wirkung. Dagegen sind die Omega-3 Eicosanoide entzündungshemmend. Es sind beide Funktionen notwendig, weil man immer Stoffe benötigt, um eine Entzündungsreaktion zu starten, aber auch um sie zu beenden. Mit einem Zuviel an Omega 6-Fettsäuren schafft man im Körper eher eine entzündungsfreundliche Umgebung, was für die Gesundheit nicht vorteilshaft ist. Denn damit wird eine hohe Entzündungsneigung des Körpers begünstigt und auch viele chronische Krankheiten und die Insulinresistenz.

Mit der Ernährung kann man durch Auswahl der richtigen Lebensmittel die Balance zwischen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren gut hinbekommen.

So haben die raffinierten Pflanzenöle einen besonders hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Produkte mit dem höchsten Gehalt sind Soja, Mais, Sesam, Distel und Sonnenblumenöl. Diese Pflanzenöle solltest Du nur gelegentlich verwenden, weil sie die Balance zwischen Omega 3- zu Omega 6- Fettsäuren belasten. Stattdessen lieber Olivenöl verwenden.

Tierische Lebensmittel mit dem höchsten Anteil an gesättigten Fettsäuren sind Milchfett, rotes Fleisch und auch Hühnereier. Dabei stellt man immer öfter positive gesundheitliche Wirkungen durch Milchfett fest. Es gibt sehr gute Studien, in denen gezeigt wurde, dass Milchfett das Diabetesrisiko um bis zu 50 % reduzieren kann. Was die Ursachen dafür sind, ist noch nicht geklärt. Es deutet sich aber an, dass die Beeinflussung der Darmflora dabei eine Rolle spielen könnte.

Beim Verzehr von Fleischprodukten gilt es, darauf achten, ob es industriell stark verarbeitet wurde oder nicht. Stark verarbeitete Produkte sind mit einem höheren Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes verbunden. Für eine gesunde Lebensweise sollte man den Fleischkonsum auf einmal pro Woche beschränken.

Da das Fett aus Hühnereiern überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren besteht, kann man sie auch ohne große Bedenken verzehren, wenn es bei einem Ei pro Tag bleibt. Hühnereier enthalten außerdem sehr viel Cholin. Dieser Stoff spielt eine große Rolle bei der Bildung von Lipoproteinen, ohne die überschüssiges Fett nicht aus der Leber abtransportiert werden kann.

Nach der LOGI-Kost kann der Fettanteil an der Nahrung 40 bis 45 % betragen, Eiweiße und Kohlenhydrate jeweils nur 20-30 %. Dabei ist auch darauf zu achten, dass besonders Omega 3-Fettsäuren nicht fehlen dürfen.

Sehr gut kann man sich an der mediterranen Ernährung  orientieren. Dort werden gutes Olivenöl, Nüsse, Fisch, Samen und Avocado als Fettträger verwendet. Bei dieser Zusammensetzung kann der Fettanteil an der Nahrung durchaus auch bei 50% liegen.

Wenn dazu Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide kommt, reichlich frisches Gemüse, Obst und Kräuter gegessen werden und dazu feine Käse- und Fleischspezialtäten in geringen Maßen kommen, hat man schon die perfekte gesunde Kost.

Auf der anderen Seite müssen raffinierte Kohlenhydrate und Zucker sowie billige Industrieöle und Fertigprodukte aus der Ernährung verbannt werden.

Der Tipp zum Schluss

Mit der LOGI-Kost kann man seinen Energiebedarf sehr gut steuern. Der Fettanteil an der Nahrung darf bis ca. 50 % an der Gesamtenergiemenge ausmachen. Wichtig ist es jedoch wertvolle Öle zu verwenden, die das  richtige Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren garantieren. Auch gegen Butterkonsum ist nichts einzuwenden, sofern Du gesund bist und es nicht übertreibst. Der Dickmacher für die meisten Menschen ist Zucker und alle Lebensmittel, die besonders viel davon enthalten.

Literatur

  1. Ulrike Gonder, Dr. Nicolai Worm "Mehr Fett"
  2. Michael Bockisch: "Nahrungsfette und -Öle"  (Handbuch der Lebensmitteltechnologie)

 

 

 

 

 

Show 022: Medikamentenmissbrauch und Leistungssteigerung

Zusammenfassung

Von Medikamentenmissbrauch und Medikamentensucht sind in Deutschland ca. 6-12 % der Berufstätigen betroffen. Die Diagnose ist schwierig, weil die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente, anders als bei Alkohol- oder Drogensucht gut getarnt werden kann. Die Ursachen von Medikamentenmissbrauch sind häufig durch den modernen Lebensstil und die neuen Anforderungen in der Arbeitswelt zu finden. Die Menschen wollen, auch weil es von Ihnen erwartet wird, immer leistungsbereit sein, gesund und sportlich aussehen und stets Optimismus ausstrahlen. Dabei ist es so, dass sehr viele Menschen, unter permanenter Überforderung leiden. Wenn man dem Idealbild entspricht, das heißt gesund, sportlich und vital ist, dann hat man es gelernt, einen gesunden Lebensstil zu pflegen und achtsam mit sich umzugehen. In Wirklichkeit unterliegen viele Menschen  einem Dauerstress und müssten ausspannen, sich erholen und ihr Leben ordnen. So kommt es, dass ein Teil dieser Personen ihr Wohlbefinden mithilfe von verschreibungspflichtigen Medikamenten steigern will. Man nennt dies auch pharmakologisches Neuroenhancement.

INHALT

Das IGES (Forschungs- und Beratungsinstitut für Infrastruktur- und Gesundheitsfragen) hat zusammengefasst, um welche Medikamente es sich dabei handelt: wörtlich aus dem DAK Gesundheitsreport von 2015:

„Das sind vier Medikamentengruppen, die in Frage kommen. Das sind zunächst Stimulanzien. Das sind Mittel, von denen Gesunde eine Wirkung erhoffen. Also von Stimulanzien erhoffen sich Gesunde, dass sich die Gedächtnisleistung verbessert oder sie eine erhöhte Wachheit erreichen können und dass auch im Fall von Schlafdefiziten das Schlafdefizit ausgeglichen werden kann. Dazu zählt zum Beispiel Methylphenidat. Eine zweite Gruppe wären die Antidementiva, die gegen Demenz zugelassen sind und von denen Gesunde erhoffen, dass sich ihre Gedächtnisleistung verbessert. Drittens Antidepressiva, die gegen Depressionen  zugelassen sind und von denen Gesunde sich erhoffen, dass sie davon eine Stimmungsaufhellung erfahren oder dass sie dadurch zum beispiel Unsicherheit und Schüchternheit überwinden. Die letzte Gruppe, das sind die Betablocker, die zum Bespiel zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen sind. Aber die gesunden Verwender erhoffen sich davon, dass sie Stress und Nervosität abbauen und Lampenfieber reduzieren.“

Beweggründe für den Medikamentenmissbrauch sind:

  • Bevorstehende Prüfungen, eine Präsentation vor Entscheidungsträgern in der Firma, oder eine schwierige Verhandlung
  • Damit die Arbeit leichter von der Hand geht oder berufliche Ziele besser erreicht werden können
  • die Erwerbstätigen sind ohne Stimulanzien nicht in der Lage, ihre Arbeit zu erledigen.
  • mithilfe von Medikamenten mehr Energie für das private Leben zu gewinnen

Wie kommen die Betroffenen an die verschreibungspflichtigen Präparate heran.

Oft ist es das Vortäuschen von Erkrankungen beim Arzt. Dann gibt es das Mittel auf Rezept.

Man kann diese Medikamente von Kollegen, Bekannten oder Familienangehörigen erhalten, wenn diese, ihre vorher auf Rezept erhaltenen Medikamente nicht verbraucht haben. Bekannt ist auch der Bezug über eine Internetapotheke. Bei ausländischen Apotheken wird oft kein Rezept benötigt. Jedoch hat der Bezug aus Internetapotheken das Risiko, dass man auch eine Arzneimittelfälschung erhalten kann.

Eines ist jedoch Fakt: Die verwendeten Medikamente zeigen bei Gesunden kaum eine Wirkung in Hinblick einer Leistungssteigerung. Im Gegenteil. Die Medikamente können erhebliche Nebenwirkungen haben und stellen somit eine Gefahr für die Anwender dar. Also mindern sie eher die Leistungsfähigkeit und können zu Persönlichkeits- und Schlafstörungen führen. Eine große Gefahr besteht auch darin, abhängig zu werden. Dann sprechen wir von Medikamentensucht.

Gefährlich gestaltet sich Medikamentensucht vor allem deshalb, weil die betroffenen Personen lange Zeit in ihrem persönlichen Umfeld nicht auffallen. Medikamentenabhängige werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Der Griff in die Hausapotheke bleibt zu Hause unbemerkt, selbst in der Familie. Schwierig ist es auch, weil es für Medikamentenabhängige nur wenig erkennbare Zeichen des Missbrauchs gibt. Dabei gibt es in Deutschland, ähnlich wie bei Alkoholmissbrauch mindestens 1,4 Millionen Betroffene.

Die häufigsten Ursachen für Medikamentenmissbrauch liegen im psychologischen Bereich.

Durch die Medikamenteneinnahme sollen psychische Probleme wie Schmerzen, Schlafstörungen, Ängste und Depressionen besiegt werden. Ein weiteres Motiv besteht darin, sekundäre psychische Probleme ausschalten zu wollen. Oft werden z.B. nach einem Unfall starke Schmerzmittel, z.B. Opiate, verordnet. Der Patient hatte aber unabhängig davon vor dem Unfall bereits psychische Probleme. Durch die Einnahme der Opiate verspüren die Patienten eine Stimmungsaufhellung. Die stimmungsaufhellende Wirkung führt dazu, dass Betroffene die Schmerzmittel weiter einnehmen, obwohl die Schmerzen nicht mehr bestehen.

Ein weiterer Grund für die Einnahme von Medikamenten liegt in dem Wunsch nach euphorisierender Wirkung. So führt die Einnahme nicht retardierter opiathaltiger Schmerzmittel zu dieser leicht euphorisierenden Wirkung. Dies will man dann öfter haben. Damit ist das Abhängigkeitspotential gegeben.

Andere wiederum wünschen sich eine direkte Leistungssteigerung. Dazu können Amphetamine und frei verkäufliche Schmerzmittel, wie zum Beispiel koffeinhaltige Mischpräparate zur direkten Leistungssteigerung eingesetzt werden. Manchmal sind es gar nicht so komplizierte Präparate. Schon gewöhnliche Kopfschmerztabletten haben bei manchen Anwenderinnen und Anwendern zu einem „klaren Kopf“ und „vermehrter Leistungsfähigkeit“ geführt. Das ist der Grund, es immer wieder zu probieren.

Ein weiteres Motiv für Medikamentenmissbrauch besteht in dem Wunsch, die Leistungsfähigkeit indirekt zu steigern. Dabei geht es darum, durch bestimmte Medikamente zur Ruhe zu kommen, um schlafen zu können trotz Überforderung und Anspannung. Häufig werden dazu Bezodiazepine (manche sagen auch LMA-Tabletten) oder schlafanstoßende Andidepressiva genutzt.

Welche konkreten Substanzen eingenommen werden, will ich hier nicht erläutern, weil es dazu führen könnte, dass ich dich auf abwegige Ideen bringen könnte.

Zur Steigerung seiner Leistungsfähigkeit braucht man keine Medikamente einzunehmen. Auch ist es keine Schande, wenn man eine bestimmte Zeit das Gefühl hat überfordert zu sein. Man muss versuchen zu erkennen, wo die Ursachen dafür sind und wenn man es nicht alleine schafft, unbedingt Hilfe einfordern.

Um jedoch solche Situationen zu vermeiden und seine Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern ist es wichtig, eine gesunde Lebensweise zu praktizieren. Dazu gehören ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung, eine optimale Schlafdauer- und Schlaftiefe, die Vermeidung von Dauerstress, Freundschaften, kulturelle Erlebnisse, kurz alles, was uns das Leben lebenswert macht.

Es ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, dass man alles dafür macht, damit das vegetative  Nervensystem mit seinen zwei Bestandteilen Sympathikus und Parasympathikus in Harmonie ist. Das bedeutet, sich nach einem langen Arbeitstag oder Kraft fordernden Aktivitäten zu erholen. Das muss nicht immer mit Schlaf gleichgesetzt werden. Stress in der Familie abzubauen bedeutet zum Beispiel, etwas gemeinsam zu machen. Mit den Kindern zu spielen zum Beispiel oder die Oma zu besuchen. Da haben alle etwas davon, Du vergisst Deine Sorgen aus dem Job und die Kinder oder die Oma genießen es, mit Dir zu sein. Ja, auch die Kommunikation mit Freunden ist wichtig, aber bitte nicht nur per Mail oder WhatsApp. Der persönliche Kontakt ist viel wichtiger. Genauso wichtig wie ein Hobby oder sportliche Aktivitäten. All das trägt dazu bei, dass Dauerstress keine Rolle in deinem Leben spielt. Durch außerbetriebliche Kontakte und Aktivitäten erhältst Du die mentale Kraft, die dich im Job nach vorne bringt und deine Leistung steigert. So einfach kann das alles sein. Ja, es gibt auch Probleme in der Familie, das Kind kann erkranken oder die Oma wird pflegebedürftig.  Dann muss auch mal Gewohntes zurückstehen. Wichtig ist, dass Du in solchen Fällen Hilfe annimmst, die unsere Gesellschaft bereit hält, um nicht in den gefährlichen Dauerstress zu gelangen, der dich selbst krank werden lässt. Sicher ist die angebotene Hilfe nicht immer optimal, weil es keinen 100 % - igen Ersatz für dein Engagement geben kann. Aber denke daran, dass du Zeit gewinnst. Und Zeit ist bekanntermaßen ein kostbares Gut.

Literaturhinweise

Dtsch. Ärztebl. 2005, 102(14): A-950/B-805/C-752 Rabbata, Samir

Show 021: Schwermetalle-eine weitere Ursache gesundheitlicher Gefahren

Zusammenfassung

Schwermetalle haben im menschlichen Körper teils positive Wirkungen, wenn sie zum Beispiel zu den Spurenelementen zählen, wie Zink, Selen, Mangan, Eisen Kupfer und andere. Dagegen gibt es jedoch auch solche Schwermetalle, wir zum Beispiel Blei, Quecksilber, Cadmium, die hoch giftig für den Menschen sind und zu vielen Schäden führen können. Auch die Spurenelemente können bei Überdosierung zu körperlichen und psychischen Schäden am Menschen führen In der Sendung wird dargestellt, warum Schwermetalle giftig sein können und es werden Wege zur Beseitigung und Ausleitung gezeigt.

 

Inhalt

Im Allgemeinen werden Metalle zu den Schwermetallen gezählt, die eine Dichte über 5,0 g/cm haben. In der Medizin selbst gibt es dafür keine eindeutige Bezeichnung. Oft wird darunter eine Gruppe von Metallen, manchmal auch Halbmetallen verstanden. Die meisten von ihnen haben eine toxische Wirkung auf den Menschen, können in kleinen Mengen jedoch lebensnotwendig sein.

Sollten Schwermetalle toxische Wirkungen auf den Körper ausüben, gibt es typische Symptome, die aber auch für andere Vergiftungen zutreffen:

Man kann davon ausgehen, dass im Fall von Vergiftungen die Entgiftungsorgane, Leber, Darm, Nieren und die Haut einfach überfordert sind, alle Giftstoffe abzubauen. Die Giftstoffe können sich dann im ganzen Körper ausbreiten. Diese Ansammlung von Giftstoffen im Körper kann zu schweren Magen-, Haut- und Augeninfektionen führen. Die Entstehung von Tumoren, Asthma, neurologischen und Herzerkrankungen werden dadurch gefördert.

Wodurch werden jedoch Schwermetallemissionen verursacht?

Fast alle Verbrennungs- und viele andere Produktionsprozesse sind mit staub-und gasförmigen Emissionen verbunden. Zwar bestehen die Gesamtstaubemissionen aus diesen Quellen überwiegend aus relativ ungefährlichen Oxiden, Sulfaten und Karbonaten von Aluminium, Eisen, Kalzium, Silizium und Magnesium. Diese können jedoch durch toxische Inhaltsstoffe wie Cadmium, Blei oder Quecksilber ein hohes Gefährdungspotenzial erreichen.

Eine wichtige Quelle aller Schwermetalle ist der Brennstoffeinsatz in der Energiewirtschaft. Bei Arsen, Cadmium, Chrom, Quecksilber und Nickel liegen hier die größten Mengen vor.

Die Metalle Blei, Kupfer und Zink belasten hauptsächlich durch den Abrieb von Bremsen und Reifen im Verkehrsbereich die Umwelt. Die Menge des Abriebs korreliert dabei mit der Fahrleistung.

Selen wird aus den beiden Bereichen Energie und Verkehr emittiert.

Auch Pestizide können schwermetallhaltig sein. Darüber hinaus gibt es Berufe, in denen Menschen in Kontakt mit Schwermetallen haben. Nennen möchte hierbei die Elektronik – Branche. Bei der Herstellung von Computern und Handys können beim Löten die schwermetallhaltigen Dämpfe eingeatmet werden. Neben anderen Giften enthält auch Zigarettenrauch Schwermetalle.

Auch durch die Medizin selbst können Schwermetallbelastungen auftreten. Bis vor einigen Jahren wurde zur Konservierung von Lebendimpfstoffen Thiomersal eingesetzt, eine Quecksilber-Verbindung. Impfstoffe können auch Aluminium enthalten, von dem man vermutet, dass es Nervenschäden hervorrufen kann, wie zum Beispiel Demenz, Autismus oder Multiple Sklerose. Außerdem wird das Immunsystem durch Aluminium geschädigt. Mit Aluminium kommt man aber auch durch Deodorants und natürliche Lebensmittel, die mit Alu-Folie in Berührung kamen, in Kontakt.

Eine interessante Nachricht gibt es aus der Luftfahrt, gesendet von RTL am 19.07.2005. Es werden schwermetallhaltige Stoffe aus Flugzeugen abgesondert. Der Link befindet sich unten.

Weiterhin können von Pflanzen aus dem Boden, über das Wasser oder die Luft Schwermetalle aufgenommen werden. So sammelt sich beispielsweise in Birkenblättern und Johanniskraut Cadmium an. Bleibelastungen kann man dagegen in Brennnesselwurzeln oder Isländisch Moos finden. Dr. Lothar Kabelitz hat bereits 1998 darüber berichtet.

Ohne Zweifel gehören zu den wichtigsten Schwermetallen Blei, Cadmium und Quecksilber.

Blei wird in Knochen und Zähnen angereichert und schädigt vor allem das Nervensystem, das blutbildende System, die Nieren und bei Erwachsenen auch das Herz-Kreislauf-System. Mögliche Folgen sind zum Beispiel eine verminderte Intelligenz, Lern- und Gedächtnisprobleme, Blutarmut und Nierenfunktionsstörungen. Besonders riskant ist eine Bleibelastung für Kinder sowie für Schwangere. Im Tierversuch hat Blei zudem Krebs verursacht.

Cadmium wird bevorzugt in den Nieren, aber auch in anderen Organen wie Leber, Schilddrüse sowie in den Knochen gespeichert. Der Körper kann das Cadmium kaum ausscheiden, sodass es sich anreichert. Das schädigt vor allem die Nieren und stört ihre Funktion. Weil Raucher Cadmium auch noch mit dem Tabakrauch aufnehmen, sind ihre Nieren meist einer noch stärkeren Cadmiumbelastung ausgesetzt.

Besonders gefährlich sind organische Quecksilber-Verbindungen. Diese werden fast vollständig im Darm resorbiert. Sie überwinden die Blut-Hirn-Schranke und sammeln sich im Gehirn und Rückenmark an. Im Bereich des Nervensystems treten daher auch die größten Schäden durch eine Quecksilberbelastung auf (z.B. Missempfindungen, Gangunsicherheiten, Sprach- und Hörstörungen).

Anorganische Quecksilber-Verbindungen werden im Darm kaum aufgenommen. Sie reichern sich hauptsächlich in den Nieren (Funktionsstörungen!) an, sind bei Belastung aber auch in Leber, Schilddrüse, Gehirn und Hoden nachweisbar. Sowohl organische als auch anorganische Quecksilberverbindungen haben in Tierversuchen eine krebserregende Wirkung gezeigt.

Für eine erhöhte Quecksilberbelastung-Belastung gibt es weitgehend eindeutige Symptome:

Zu beobachten ist hier ein schwarzer Saum entlang des Zahnfleischs, starker Speichelfluss brennende Mundschmerzen oder ein metallischer Mundgeschmack.

Wie kann man herausfinden, ob individuelle Beschwerden durch Schwermetalle hervorgerufen wurden.

Erste Hinweise liefert die Anamnese, wo Ernährungsgewohnheiten, Zahnstatus, berufliche Exposition, Fahrgewohnheiten und Fahrmenge mit abgefragt werden.

Darüber hinaus gibt es sichere Tests, die eine Bestimmung der Schwermetallbelastung ermöglich. Meistens erfolgt dabei eine Analyse des Urins. Patienten, die noch Amalgamfüllungen besitzen, sollten dies natürlich entfernen lassen. Wichtig ist zu wissen, dass sich durch die lange Verweildauer von Quecksilber im Mund, dieses sich in anderen Organen absetzen kann. Das ist durch den Kauvorgang und durch Löseprozesse verursacht. Die Belastung für den Körper besteht dann also weiter. Um wirklich seinen Körper wieder frei zu bekommen von der Belastung bleibt nur eine Alternative: Die Schwermetall-Ausleitung!

Dabei hat uns die Natur einige Mittel zur Verfügung gestellt, um Schwermetalle aus unserem Körper zu entfernen. Da gibt es zum Beispiel Bärlauch, Knoblauch, grünen Koriander, Mariendiestel und die Chlorella-Alge, die Schwermetalle binden können, die dann ausgeschieden werden. In der mitochondrialen Medizin arbeitet man gerne mit Apha-Liponsäure. Manchmal wird auch Selen eingesetzt, um Schwermetalle zu binden. Die Ausleitung erfolgt dann mittels anderer Techniken. Begleitend kann auch Vitamin C in hohen Dosen durchgeführt werden. Begonnene Ausleitungen muss man immer zu Ende bringen.

 

Literaturempfehlungen/Links

 

  1. Kabelitz, L.; Zur Schwermetallbelastung von Arznei- und Kräuterdrogen, Pharmazeutische Industrie, 60, 5, 1998 pp. 444
  2. http://www.youtube.com/watch?v=IaPqCMIuEk4
  3. Peter Jennrich: Schwermetalle-Ursache für Zivilisationskrankheiten

 

 

 

 

 

Show 020-Magnesium nur bei Wadenkrämpfen – oder ?

Wenn ich von Magnesium spreche, meine ich genauer gesagt Magnesiumsalze und nicht das metallische Element.

Magnesiumsalze sind neben Siliziumdioxid das wichtigste Mineral für alle Lebewesen. So ist Magnesium nach Kalium das zweithäufigste Kation innerhalb der menschlichen Zellen. Außerhalb der Zellen finden wir nur etwa ein Prozent des gesamten Magnesiums. 50 bis 70 % des Magnesiums befinden sich in den Knochenzellen.

Magnesium ist Aktivator von circa 300 Enzymsystemen im Körper. Besondere Bedeutung hat es für die Übertragung von Phosphaten Ohne Magnesium wäre die Produktion von ATP-Adenosintriphosphat nicht möglich. Das bedeutet, ohne Magnesium ist überhaupt nicht an eine Energieproduktion in unserem Körper zu denken.

Das ist aber nur ein Gesichtspunkt für die Wichtigkeit von Magnesium in unserem Körper.

Leider wird häufig unterschätzt, dass es sehr viele Menschen gibt, die Magnesiummangel haben.

Dafür möchte ich zwei Fallbeispiele vortragen, die ich auf der Website von Magnesiumhilfe gefunden habe:

Im ersten Erfahrungsbericht erzählt eine 39-jährige Frau ihre persönliche Krankengeschichte.( Ch. B.-G., geb. 1971), nachzulesen unter: http://magnesiumhilfe.de/cases/case-1971-cbg.php?q_lang=de

Bis sich ihre Symptome als Magnesiummangel herausstellten vergingen 32 Jahre, in denen diese Person von Arzt zu Arzt ging und nichts erreichte. Wieviel Lebensqualität ist da verloren gegangen?

Die meisten Ärzte hatten nur die Symptome gesehen. Ehrlich gesagt, ist es auch nicht so einfach, an Magnesium zu denken, weil auch die Messung nicht einfach ist. Jedoch sollte man bei unspezifischen Bedenken, immer erst Magnesium, das kaum Nebenwirkungen hat, einnehmen, man kann sich selbst viel Leid ersparen und hat schnelle Erfolge.

Mein zweiter Fallbericht kommt aus der Neurologie. Eine Mutter beschreibt im August 2007 den Leidensweg ihres Sohnes, der bis zu seinem 15 Lebensjahr immer wieder mit Antiepileptika behandelt wurde und ihm keine Besserung, geschweige denn eine Anfallsfreiheit brachte. Erst die Einnahme von Magnesium führte zu einer dramatischen Verbesserung des Zustandes.

http://magnesiumhilfe.de/cases/case-1991-1.php?q_lang=de

Beide und weitere Fallberichte sind auf der Website Magnesiumhilfe.de in voller Länge nachlesbar. Solltest Du jemanden kennen, der an unspezifischen Symptomen leidet, gib ihm bitte den Tipp mit der Magnesiumhilfe.

Jetzt zu dem Warum:

Der Bedarf an Magnesium für den Menschen beträgt ca. 300 bis 400 mg täglich. Es ist für unseren Körper lebensnotwendig und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Bei einer ausgewogenen gesunden Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorngetreide und Nüssen kann man seinen Magnesiumbedarf in der Regel decken. In der modernen Lebensweise ist bei den meisten Menschen die Hauptquelle für Magnesium das Getreide ist. Wegen der industriellen Fertigung  enthält es jedoch schon deutlich weniger Magnesium. So hat man ermittelt, dass die industrielle Landwirtschaft zu bis zu 75 % Magnesiumeinbußen geführt hat. Außerdem wird Magnesium bevorzugt in Form von Auszugsmehlen verzehrt. Es befindet sich jedoch im Keim des Korns. Damit sind Weißmehlprodukte verständlicherweise magnesiumarm

Weiterhin gibt es individuelle Situationen, in denen der Bedarf  an Magnesium erhöht ist.

Worin äußern sich Symptome eines Magnesiummangels?

Häufigste Symptome für Magnesiummangel sind Muskelschmerzen, Wadenkrämpfe, Lidflattern oder Augenzucken. Wer aber denkt zum Beispiel bei Verstopfung, der Fachbegriff hierfür heißt Obstipation, an Magnesium? Aber es geht noch weiter: Magnesiummangel ist für viele menschliche Leiden verantwortlich. Dies wurde bereits auf einem Ärztekongress 1936 in den USA hervorgehoben.

Heute passiert es oft noch, dass Menschen, die unter Magnesiummangel leiden, zum Beispiel bei Klinikeinweisungen keine Magnesiumpräparate erhalten, weil der gemessene Serumwert in Ordnung ist. Das Problem hierbei ist, dass die Werte nach unten korrigiert werden müssen, wenn man den Patienten gerecht werden will.

Was aber sind die Ursachen, die zu einem Mangel an Magnesium führen?

Diese sind leider so vielfältig, so dass ich mich nur auf einige wenige beziehen werde.

Dafür gibt es zunächst einmal genetische Ursachen, wie es auch in den Fallberichten zum Ausdruck kommt. Das bedeutet, dass manche Menschen nur eine bestimmte Menge an Magnesium über die Darmschleimhaut aufnehmen können. Andere wiederum scheiden über die Nieren vermehrt Magnesium aus. Davon ist etwa ein Prozent der Menschen betroffen. Du wirst anhand der beiden Fallberichte auch feststellen, dass die Mütter der betroffenen Patienten ähnliche Symptome hatten und eine familiäre Häufung zu verzeichnen war.

Weiterhin haben Personen, deren Darmschleimhaut geschädigt ist, Probleme Magnesium aus der Nahrung aufzunehmen. Ursache hierfür ist die heutige teilweise sehr ungesunde Art der Ernährung.

Auch haben wir es mit sogenannten „Magnesiumfressern“ zu tun. Die größten von ihnen sind Alkohol und Stress. Außerdem enthält die Nahrung wegen der industriellen Fertigung in der Landwirtschaft nur noch wenig Magnesium.

Dazu kommt, dass bestimmte Medikamente ebenfalls einen Magnesiummangel bewirken.

Dazu gehören Entwässerungsmittel und Abführmittel, die zu Magnesiumverlusten führen. Aber auch Chemotherapeutika bei Krebspatienten, Antibiotika, Säureblocker, Cortison und blutdrucksenkende Mittel erzeugen Magnesiummangel, der nur durch Substitution ausgeglichen werden kann.

Bestimmte Menschen gehören zu einer Risikogruppe für Magnesiummangel. Das sind Sportler, die sehr viel Magnesium ausschwitzen. Saunagänger gehören ebenfalls dazu. Aber auch Personen, die schwanger sind, stillen, an Diabetes leiden oder viel Stress haben, wie Personen mit Burnout oder intensiver geistiger Tätigkeit. Auch ältere Menschen haben fast immer einen Magnesiummangel.

Professor Dr. Fehlinger, ein Pionier der Magnesiumforschung aus der neurol. Klinik der Charite´ zeigte, dass erhöhte Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, innere Unruhe, Depressionen, Ohrensausen, Ängste und Panikattacken eng mit einem Magnesiummangel zu tun haben.

Wadenkrämpfe habe ich schon genannt, aber auch das Zittern der Hände und Beine, Schwindel und Schluckbeschwerden können ihre Ursache im Magnesiummangel haben.

Schlimmere Symptome sind Herz-Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Atemstörungen, Luftnot, verschiedenste Schmerzen, nervöse Magen-Darm-Beschwerden, Darm- und Magenkrämpfe, Verstärkung von Allergien, Menstruationsbeschwerden, erhöhte Krampfbereitschaft und beschleunigtes Altern. Das alles sind Symptome für einen Magnesiummangel.

Die klassische Medizin hat jedoch für all diese Symptome auch entsprechende Arzneimittel parat.

Zum Beispiel.

Patienten mit erhöhtem Blutdruck erhalten Blutdrucksenker, Diabetiker erhalten Antidiabetika, bei Schmerzen gibt es Paracetamol, bei Herzproblemen Entwässerungstabletten, bei Sodbrennen-Säureblocker. Ist dem Patienten auf Dauer aber damit geholfen? Natürlich nicht, denn zum einen wurde die Ursache nicht behandelt und zum zweiten bewirken all diese Arzneimittel einen noch größeren Magnesiummangel.

Wie sollte man aber verfahren, wenn der Verdacht eines Magnesiummangels besteht. Professor Karl Hecht schlägt vor, eine Magnesiumsalztherapie als Basistherapie zu jeder Mehrfacherkrankung durchzuführen. Sollten sich allein dadurch die Symptome bessern, kann man viele Arzneimittel einsparen. Dabei hat man auch nichts zu verlieren, denn viele Medikamente verstärken die Symptome und behindern den Heilungsprozess.

 

http://www.magnesiumhilfe.de

http://www.magnesium-ges.de

Wieviel Magnesium braucht man wirklich und in welcher Form sollte man es einnehmen?

Im allgemeinen geht man davon aus, dass zur Deckung des täglichen Bedarfs an Magnesium 300-400 mg aufgenommen werden sollte. Sofern kein Mangel besteht kann das über die Nahrung erfolgen. Dabei solltest Du aber wissen, dass ein Mangel an Magnesium auch bestehen kann, ohne dass er festgestellt wird. Dabei ist es in der Regel sehr schwierig, einen Mangel nachzuweisen, weil es kein objektives Kriterium dafür gibt. Selbstdiagnose kann man angesichts der komplexen fachübergreifenden Symptome auch kaum durchführen. Außerdem wird selbst bei objektiv bestehenden Mangelsituation diese ausgeredet, weil stattdessen lieber mit Arzneimitteln therapiert wird.

Entsprechende Angaben macht dazu die bereits erwähnte Magnesiumhilfe:

Etwa 0,1 % der Bevölkerung benötigen sehr hohe zusätzliche Dosen zwischen 900 und 1200 mg täglich (Dazu gehören auch die Patienten den bereits beschriebenen Fallberichten)

Hohe zusätzliche Mengen im Bereich von 600 bis 300 mg/Tag benötigt etwa 1 % der Bevölkerung( Das sind meist Personen, bei denen bestimmte Grunderkrankungen vorliegen)

10 % der Bevölkerung benötigen eine zusätzliche Menge von 300 bis 600 mg Magnesium täglich. Das sind Personen mit leichteren gesundheitlichen Einschränkungen

Über 50% der Bevölkerung könnten ihre Leistungsfähigkeit steigern, wenn sie täglich zusätzlich 300 mg Magnesium einnehmen würden.

 

Zur Beseitigung des Magnesiummangels hat sich eine ganze Reihe von Magnesiumverbindungen bewährt. Dazu gehören Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiumzitrat, Magnesiumorotat, Magnesiummalat und Magnesiumglycinat.

Die isolierte Betrachtung der Magnesiumanwendungen ist jedoch nicht immer sinnvoll. Warum ist das so? Es ein Wechselspiel von Magnesium mit anderen wichtigen Mineralien, die auch für die Betrachtung von Entzündungen wichtig sind. Diese Mineralien sind Calzium und Bor. Dabei muss man auch noch Vitamin  D3 in Betracht ziehen.

Literatur

Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht

Magnesiummangelerkrankungen und Multimorbidität, OM & Ernährung , 2017 Nr. 160, F53

Show 019-Wie wichtig ist ein guter Säure-Basen-Stoffwechsel

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein sehr wichtiges Kriterium zur Einschätzung des Gesundheitszustandes eines Menschen. Er ist u.a. ein Mittel, um sich vor Krankheiten, wie z.B. vor Krebs zu schützen.

Das Mass für den Säuregehalt ist bekannterweise der pH-Wert. Dabei bedeutet kleiner 7 sauer, gleich 7 neutral und größer 7 basisch. Meistens wird der pH-Wert des Blutes oder vom Urin gemessen. Für das Blut gilt: wenn der pH-Wert im Blut kleiner 7,37 ist, spricht man von einer Übersäuerung des Körpers, größer 7,45 spricht man von Alkalose,der Körper ist zu basisch.

Der pH-Wert im Körper ist nicht überall gleich. Im Magen beispielsweise haben wir ein stark saures Milieu pH 1-3, die Haut hat einen Säureschutzmantel, der pH liegt bei 5,5. Der pH-wert des Urins schwankt zwischen 4,5 und 7,8 je nach Ernährung. Deshalb ist die Messung des Urin-pH-Wertes für die Einschätzung des Säuregrades keine gute Idee.

Voranstellen möchte ich einige Aussagen zum Darm, weil alles, was sich hier abspielt, enorme Bedeutung für den ganzen Körper hat. Der Darm ist ein Spiegelbild unserer Lebensweise. Er reagiert, auf alles, was wir essen und trinken, auf unsere Gefühle, Ängste, auf die Art unserer Ernährung, Vergiftungen, Medikamente und die Bewegung.

Wenn man sich die Tierwelt betrachtet, entsteht folgende Frage:

Warum ermüden Fleischfresser schneller als Pflanzenfresser?

Die Erklärung liegt in der Zusammensetzung der Nahrung selbst. Fleisch ist ein Eiweißprodukt, beim Verdauen wird deshalb viel Ammoniak freigesetzt. Ammoniak ist ein starkes Zellgift, das in der Leber und in den Nieren entgiftet werden muss. Außerdem sorgt es für ein basisches Milieu. Bei Katzen ist es so, dass durch die ausschließlich fleischige Nahrung Leber und Nieren ständig mit Entgiften beschäftigt sind. Das macht müde und missmutig. Pferde dagegen mit ihrer überwiegend pflanzlichen Kost haben durch die geringere Eiweissbelastung viel weniger Ammoniak zu entgiften. Das hält sie leistungsfähig und begünstigt Ausdauerleistungen.

Der menschliche Körper ist mit seiner Konstitution, Gebiss, Enzymausstattung und seiner langen Darmpassage für eine Mischkost ausgelegt, mit einem hohen Anteil an Pflanzen.

Die Zunahme von Dickdarmkarzinomen und anderer Krebserkrankungen belegen einen eindeutigen Zusammenhang mit dem verstärkten Fleischkonsum. Hinzu kommt, dass Menschen, die viel Fleisch konsumieren, chronischen Energiemangel haben.

Fleischesser haben durch die hohe Eiweissbelastung und die damit verbundene Freisetzung von Ammoniak einen basischen pH-Wert im Dickdarm. Das ist jedoch pathologisch für den Darm, aber nicht für den gesamten Körper.

Ein saures Milieu ist auch für andere Organe lebensnotwendig (z. B. Scheidenmilieu, Magen, Haut), sollte aber nicht auf andere Bereiche übergehen. Andere bevorzugen dagegen basische Anteile (z. B. das Blut) um ihre Aufgaben ordnungsgemäß auszuführen zu können. Somit gestaltet sich das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts als schwierige Angelegenheit, wobei unterschiedlichste körpereigene Regelmechanismen, wie die Atmung, Verdauung und Hormonproduktion dafür sorgen dass die Säure-Basen-Balance erhalten wird. Wird jedoch der Säure-Basen-Haushalt gestört, können ihn die Regelmechanismen nur bis zu einer gewissen Grenze aufrechterhalten. Kommt es endgültig zu einem Ungleichgewicht, wird die Funktionstüchtigkeit der Organe beeinträchtigt und Beschwerden sowie Erkrankungen können entstehen.

Wie kommt es zu einer Übersäuerung?

Oft begünstigt eine ungesunde Lebensweise die übermäßige Säureproduktion im Körper. Hierfür sind säurebildende Lebensmittel verantwortlich. Dazu zählen z. B. Fleisch, Wurst, Milch, Fisch, Eier, Teig- und Backwaren, Süßspeisen, Kohlensäure, Genussmittel wie Kaffee und Alkohol sowie synthetische Zusatzstoffe in den Lebensmitteln (E-Nummern). Aber auch Stress und Gifte können den Säure-Basen-Haushalt im Körper negativ beeinflussen.

Folgen einer Übersäuerung können sich ganz unterschiedlich äußern. Übersäuerung kann die Bildung von

Falten und Cellulite, Gallensteine, Nierensteine und Blasensteine sowie Gicht begünstigen.

Weiterhin können Arthrose/Arthritis, Bluthochdruck, Herzinfarkt/Schlaganfall    und Infektionen entstehen.

Die Übersäuerung des Körpers kann man durch geeignete Maßnahmen verhindern. Dazu gehören eine basische Ernährung und eine stressfreie Lebensweise. Entsäuerungsphasen des Körpers können bis zu drei Monaten dauern. Dabei sollten basische Lebensmittel einen Anteil von 80 % der Nahrung ausmachen (Obst, Gemüse, Kräuter, Nüsse). Zudem kann die Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln, die basische Mineralstoffe enthalten, unterstützt werden.

Menschen, die unter einer Übersäuerung leiden, klagen oft auch über Verstopfung, Müdigkeit oder sie leiden unter Durchfällen. Der Körper neutralisiert einen Teil der entstehenden Säuren durch Absonderung basischer Drüsensekrete, die aus dem Verdauungssaft, dem Gallensaft und dem Saft der Bauchspeicheldrüse sowie den Dünndarmsekreten bestehen.

Was belastet unseren Darm heute so sehr, dass er viel Beachtung verdient?

Das sind vor allem chemischen Mittel, wie z. B. die „Pille", Strahlen- und Chemotherapie und Antibiotika. Dazu kommt die oft minderwertige Qualität der Lebensmittel. Bei den meisten Menschen überwiegt eiweißreiche Kost, wie Quark, Fleisch, Käse, Eier, Fisch und Geflügel. Außerdem wird zu viel Zucker konsumiert, der sich in limonadehaltigen Getränken versteckt, auch übermäßiger Genuss von Kuchen und Süßigkeiten belasten den Darm. Hinzu kommen Stress und Umweltgifte, die den Darm noch zusätzlich beeinträchtigen.

Als Schutzfaktoren stehen dem Darm ca. ein Kilogramm Biomasse an Darmbakterien zur Verfügung.

Verständlicherweise sollte das Dickdarmmilieu leicht sauer sein. Jedoch sorgt eine proteinreiche, insbesondere fleischreiche mit Antibiotika-Exposition belastete Ernährung für eine Alkalisierung des Dickdarms. Die Verwendung von hochalkalischem Basenpulver (Natriumbicarbonat, Calciumcarbonat), die wegen Übersäuerung des Magens eingenommen werden, führen auf Dauer auch zu einer Alkalisierung des Dickdarmmilieus. Dabei wird im Darm viel Ammoniak gebildet. Die Entgiftungskapazität des Darms wird massiv belastet. In der Folge wird damit auch der Energie- und Säure-Basen-Haushalts der Leber beeinträchtigt. Die Leber jedoch ist das wichtigste Organ für die Reduzierung metabolischer Säuren und die Energiegewinnung. Der durch die Alkalisierung entstehende Ammoniak ist ein sehr wichtiges Zellgift. Es hemmt die mitochondriale Energiegewinnung und die Zellatmung. Das ist eine wichtige Ursache für die Entstehung einer mitochondrialen Dysfunktion.

Als erstes Fazit gilt, dass der Darm des Menschen einen schwach sauren pH- Wert braucht, dagegen wird im Stoffwechsel, zur Versorgung der Zellen ein alkalischer pH- Wert benötigt. Deshalb ist es günstig für den Darm schwach saure Getränke, z.B. Brottrunk oder Weizengrassaft zugeführt werden, um diesen pH- Wert zu erhalten. So können Fäulniskeime am Wachstum gehindert werden.

Es gibt jedoch einen weiteren Grund, die Basizität des Dickdarms zu vermeiden.

Das ist die Entwicklung von Tumorzellen. Turmorzellen lieben einen alkalischen pH-Wert. So ist bei Krebskranken das venöse Blut auch alkalischer als bei gesunden. Tumorzellen lieben aber auch Zucker. Doch erwiesenermaßen können sie auch ohne Glucosezufuhr glücklich leben. Tumorzelle vergären neben Glukose im hohen Umfang auch Glutamin. Während aus Glukose Laktat gebildet wird, entsteht bei der Vergärung von Glutamin Ammoniak.

Was also ist zu tun?

Um ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zu vermeiden oder langsam wieder herzustellen, hat sich eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst, Ballaststoffen und komplexen, langsam verwertbaren Kohlenhydraten als Basis sowie gesunden Fetten und Proteinen als gesund erwiesen. Gesunde Fette sind insbesondere Leinöl, Olivenöl und Kokosöl, wertvolle Eiweiße findet man in Hochseefisch. Man sollte sich also artgerecht ernähren, das bedeutet eine gemischte, jedoch stark überwiegend pflanzliche Kost. (vgl. Elmadfa/Leitzmann, Ernährung des Menschen)

Hinweise zur Ernährung um ein basisches Milieu zu erzielen:

Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst (niedrige Energie- und hohe Vitalstoffdichte, viel Ballaststoffe), langsam verstoffwechselbare Kohlenhydrate (z. B. roter Reis, Vollkornmehl, Hafer, Gerste, Hirse, Dinkel), gesunde Fette (Olivenöl, schonende Zubereitung von Omega-3-Fettsäuren aus frischem Leinöl, Hanföl, Rapsöl oder Fisch), reichlich Flüssigkeit (mind. 2 l Kräutertee, Wasser), nur wenig Zucker und Weißmehl, Eiweiß in Maßen (vorzugsweise aus ovolaktovegetabiler Quelle oder Fisch) sowie regelmäßige Bewegung und vor allem: viel Lachen und Freude am Leben.

 

 

Show 018-Was der basische Lebensstil für Deine Gesundheit bewirkt

  1. Biografisches

Birthe Brahmer Lohss, lebt in Hamburg, ist vierfache Mutter, ausgebildete Erziehungswissenschaftlerin, Gesundheitscoach, Yogalehrerin und Expertin für basischen Lifestyle. Ihre Leidenschaft ist die ganzheitliche Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes. Dabei vermittelt sie die Basenbalance nicht als kurzfristige Diät,  sondern als Lebensstil.

  1. Vision

Birthe versteht sich als Vitalitäts-Brücken-Architektin für erfolgreiche und einzigartige Frauen, die gesund bleiben wollen. Weil diese Frauen oft den Blick auf sich selbst verloren haben, rücken sie in das Interesse von Birthe. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz des Säure-Basen-Haushaltes zeigt sie ihnen den Weg in ihre „wohlig-vitale“ und erfolgreiche Zukunft

  1. Basische Ernährung-nur ein Teil der Säure-Basen-Balance

Bedingt durch eine persönliche Lebenskrise hat Birthe ihr Leben umgekrempelt. Sie hat begriffen, dass sie, wenn sie für ihre vier Kinder eine gute Mutter und ihrem Mann eine gute Ehefrau sein will, dafür sorgen muss, immer in Ihrer Energie zu sein. Endlich wollte sie für sich selbst sorgen, damit sich ihre Batterien wieder aufladen können. Und das tat sie in der Zeit, wo die Kinder noch klein waren. Von all den Erkenntnissen, die Birthe über das basische Leben gewann, konnte so auch die ganze Familie profitieren. Dabei ist die Ernährung zwar ein wichtiger Teil, aber genauso wichtig sind der Umgang mit dem eigenen Körper, die Bedeutung positiver Gedanken, wie sie es nennt, „die basische Selbstfürsorge“. Birthe ist inzwischen Expertin für den basischen Lebensstil, einer Gesundheitsprävention für Körper, Geist und Seele.

  1. Der basische Lifestyle

Der basische Lifestyle beinhaltet also einen ganzheitlichen Ansatz, der mit Hilfe der basischen Ernährung, positiver Glaubenssätze, basischem Baden dazu führt, dass der Körper frei von Schadstoffen und einem positiven Umgang mit Stress ist und damit das Leben erfolgreich, energiereich und glücklich gestaltet werden kann. Birthe selbst liebt es Menschen zu inspirieren und seien es nur mit kleinen Tipps, die das Leben verändern. Gerade die Erfolgsgeschichten von Frauen, die durch den basischen Lifestyle in ihre Kraft gekommen sind, sind Birthe wichtig.

  1. Birthes konkrete Empfehlungen für jedermann
  • besonders wertvolle Lebensmittel

Die basischen Diamanten, so bezeichnet Birthe besonders wertvolle basische Lebensmittel,    sind Sprossen, Algen in Bioqualität, Weizengrassaft oder –pulver in Bioqualität. Besonders Weizengrassaft oder sein Extrakt in Pulverform liefern dem Körper einen Basenschub, gerade auch dann, wenn man es am nötigsten braucht. Wichtig ist es, seine Mahlzeiten so zu gestalten, dass sie viel frisches Obst und Gemüse enthalten. Fleisch darf es ruhig etwas weniger sein.

  • die Bösewichter in der Ernährung

Zu den Übeltätern in unserer Ernährung zählen vor allem Zucker, Kaffee, Alkohol und tierisches Eiweiß. Auch hochkonzentrierte Zucker, Weizenmehl und Gries gehören dazu.

Für die Umstellung der Ernährung empfiehlt Birthe, zuerst die Nahrungsmittel wegzulassen, welche man ohnehin wenig verwendet, weil es nicht so schwer fällt. Was den Zucker anbelangt, so fällt es den meisten Menschen schwer, darauf zu verzichten. Deshalb sollte man ihn allmählich reduzieren und durch wertvollere Zucker austauschen, wie zum Beispiel Bio-Honig oder auch als Austauschstoff Xylit verwenden, der sogar basisch wirken soll.

Den Fleischkonsum sollte man reduzieren und zu biologisch wertvollem Fleisch übergehen. Wertvolles Fleisch ist in der Regel Fleisch von Tieren aus ganzjährlicher Weidehaltung, die durch einen Schuss getötet werden, was gewährleistet, dass das Fleisch nicht „sauer“ wird durch den Stress bei anderen Tötungsarten.

  • basisch baden

Basisch zu baden ist eine besonders wertvolle Methode, um den Körper zu entsäuern. Die Haut ist ja bekanntlich unser größtes Ausscheidungsorgan. Dabei werden auch noch die anderen Ausscheidungsorgane, Niere, Darm und Leber entlastet. Als Mittel der Wahl nutzt Birtha das Basensalz von Jentschura „MeineBase“. Die Badezeit liegt bei mindestens 1,5 h.

Wer mehr hierüber erfahren möchte, kann sich auf Birthes Homepage www.birthe-basischgesund.de über ein Coaching-Programm  zum basischen Baden informieren.

  1. Birthes konkrete Angebote
  • Bücher
  • Coaching

sind auf der Website von Birthe enthalten. Ein entsprechender Link ist bei mir unter Empfehlungen einsehbar.

  1. Erreichbarkeit

Birthe ist über ihre Website, www.birthe-basischgesund.com über facebook, sowie auf instagram gut zu erreichen.

  • Schnellfragerunde

 

  • Mit wem würdest Du gern mal ein Kamingespräch führen und über welches Thema würdest Du mit dieser Person sprechen:
  • Gern mit Frauen, die Probleme haben mit ihrem Körper, im Job oder in der Familie, gern würde ich sie inspirieren, mit Hilfe des basischen Lebensstils ihre Energie zurück zu gewinnen

 

  • Vervollständige den Satz: "Gesundheit bedeutet für mich: ..Alles, sie ist die Voraussetzung für ein glückliches Leben
  • Vervollständige den Satz:"Erfolg bedeutet für mich:… viele Menschen zu inspirieren-

 

  • Welches Buch liest Du aktuell, worum geht es darin und kannst Du es empfehlen:

Ich lese gerade das Buch: „Wunscherfüllung“ von Esther und Jerry Hicks

Dabei geht es um 22 Methoden, die entwickelt wurden, damit wir uns schrittweise von allen Widerstandsmustern lösen, die uns bei der Verwirklichung unserer Träume im Weg stehen. Egal, wo wir gerade stehen, es ist immer eine Methode darunter, die uns hilft, unser Leben zu verbessern. Ein sehr lesenswertes Buch.

  • Was ist Dein größter bisher unerfüllter Lebenswunsch

Da ich Mutter von 4 Kindern bin, hatte ich nie viel Zeit zum Reisen. Deshalb möchte ich später meine Zeit nutzen, um die Welt kennen zu lernen.

  • Welchen letzten Tipp möchtest Du unseren Hörern mit auf den Weg geben?

Hört Euch nicht nur an, was ihr für Eure Gesundheit machen könnt. Es ist wichtig ins TUN zu kommen, zu lernen, wie man all die positiven Erfahrungen umsetzt, um in seiner Kraft zu bleiben, damit Körper und Geist in Balance mit sich selbst sind.

 

 

 

 

 

 

Show 017 Wie eine optimale Ernährung beim Abnehmen helfen kann

Bestandteile der Nahrung und Energie

Unsere Nahrung besteht aus  Makronährstoffen, zu denen Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate gehören, sowie Mikronährstoffen, also Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe. Die Nahrungsaufnahme hat bekanntermaßen den Zweck, aus seinen Bestandteilen Energie zu gewinnen. Damit das funktioniert brauchen wir zwei weitere wichtige Lebensmittel. Das eine ist der Sauerstoff, den wir mit der Luft einatmen, damit unsere Organe damit versorgt werden können und um den Stoffwechsel überhaupt erst möglich zu machen. Das andere Lebensmittel ist Wasser. Aus den aufgeführten Stoffen wird die Energie produziert, die wir im Körper für die Organfunktionen benötigen, mit dem Ziel unsere Leistungsfähigkeit zu erhalten oder gar zu steigern.

Die Makronährstoffe liefern die Energie auf zwei Wegen. Der erste Weg ist die Glykolyse. Dabei gewinnen man im Zytosyl der Zellen ohne Beteiligung von Sauerstoff 2 Moleküle ATP und in den Mitochondrien, hier  unter Verbrauch von Sauerstoff 34 Moleküle ATP aus jeweils einem Molekül Glukose.  ATP aber ist die energiereiche Verbindung, die uns aktiv werden lässt und gewährleistet, dass unser Körper funktioniert. Der zweite Weg zur Energiegewinnung ist die Verwertung der aufgenommenen Fette durch ẞ-Oxidation. Dieser Prozess läuft ebenfalls in den Mitochondrien unter Beteiligung von Sauerstoff ab. Dabei werden aus einem Molekül Fett(säure) sogar 600 Moleküle ATP gewonnen, fast 20 mal mehr als aus einem Glukosemolekül. Für den Körper ist es also viel ökonomischer, die Energie aus Fetten zu gewinnen als aus Glukose.

Damit die Energieproduktion im Rahmen der Atmungskette in den Mitochondrien ablaufen kann, benötigen wir zusätzlich eine Reihe von Mikronährstoffen. Das sind die Mineralien, Schwefel, Eisen, Magnesium und Calcium, die Vitamine B1, B2, B3, B12, Biotin, Folsäure, D3, die Spurenelemente Selen und Mangan, sowie das wichtige Coenzym Q10, α-Liponsäure und ω-3-Fettsäuren. Dabei haben 3 Stoffe eine besondere Bedeutung. Das sind Coenzym Q10, das eine Schlüsselrolle in der Atmungskette hat. Es gilt: Ohne Q10 keine Energie. Weiterhin hat Vitamin B12 eine besondere Bedeutung. Es ist der  wichtigste Gegenspieler von NO (Stickstoffmonoxid), das für den nitrosativen Stress in den Zellen verantwortlich ist und die Mitochondrien schädigt. Und schließlich kommt dem Vitamin D3 eine besondere Rolle zu, da es mit seiner entzündungshemmenden Wirkung das Immunsystem stärkt.

Für unsre Ernährung benötigen wir unbedingt Fette, Eiweiße und Mikronährstoffe. Verzichten können wir auf Kohlenhydrate. Warum ist das so?

  • Kohlenhydrate sind genetisch in uns nicht vorgesehen!
  • Zum einen enthalten die Nahrungsmittel der Natur  Kohlenhydrate nur in geringen Mengen.
  • Außerdem kann unser Körper Glukose nur begrenzt speichern, nämlich etwa 300g in den Muskeln und 150g in der Leber, wobei die Leberzellen nur Fruktose als Kohlenhydrat akzeptieren.
  • Außerdem kann unser Körper Glukose selbst herstellen, nämlich aus Eiweißen durch Glukoneogenese und aus Fettsäuren über Ketonkörper. Das aber sind die essentiellen Nahrungsmittel, die wir unbedingt benötigen.

Es ist sogar bewiesen, dass ein ZUVIEL an Kohlenhydraten dazu führt, dass die Mitochondrien geschädigt werden. Das aber bedeutet eine verminderte Energieproduktion mit enormen Auswirkungen für unsere Leistungsfähigkeit und die Gesundheit.

Prinzipien der LOGI-Kost

Aus diesem Grund hat sich eine Methode zur Ernährung besonders bewährt.  Das ist die LOGI-Methode. Diese ist einerseits als eine Möglichkeit zur Gewichtsreduktion und andererseits als Grundlage für eine gesunde Lebensweise bekannt geworden. LOGI-Kost bedeutet dabei „Low Glycemic and Insulinemic Diet”, also eine Ernährungsform, die Blutzucker und Insulinspiegel niedrig halten soll, indem die Kohlenhydratmenge reduziert wird.

Die LOGI®-Methode ist also eine Rückkehr zu der uns genetisch vorgegebenen Ernährungsweise: Im Prinzip bedeutet diese Methode, das Verhältnis der Makronährstoffe so zu gestalten, dass wir in der Nahrung 40 - 50 % Fett, 20-30 % Eiweiß und nur 20-30% Kohlenhydrate zu uns nehmen.

Unter dem Gesichtspunkt scheint es gerade für Diabetiker paradox, dass ihnen mit einer Kohlenhydrat - Verwertungsstörung, oft Kohlenhydrate als Hauptnahrungsquelle empfohlen werden.

LOGI-Kost und Diabetes (Heilmeier Studie)

Für die Studie wurden 45 Patienten mit Diabetes Typ II ausgewählt. Sie waren medikamentös entweder oral oder mit Insulintherapie eingestellt.

Die Patienten wurden auf eine LOGI®-Kost eingestellt, konnten dabei essen ohne Kalorienbeschränkung. Ferner gab es ein Bewegungsprogramm, wobei die Trainingsintensität aufgrund der meist schlechten Grundkondition der Teilnehmer nur auf 200-400 kcal – Verbrauch pro Tag eingestellt war. Zu Beginn der Studie wurde die antidiabetische Medikation um 50 % reduziert. Die Studiendauer betrug 18 Tage. Nach 18 Tagen konnte fast die Hälfte der Teilnehmer ihre Medikamente absetzen, weitere 40 % konnten die Medikamente nochmals reduzieren, nur bei 9% der Teilnehmer blieb die bereits auf die Hälfte reduzierte Arzneimittelmenge konstant. Niemand musste nach der LOGI-Kost die Dosis an Antidiabetika wieder erhöhen. Das alles wurde in einem Zeitraum von nur 18 Tagen erreicht.

Viel weniger Kohlenhydrate zu verzehren, bedeutet seine Energieproduktion durch die Aufnahme von mehr Fett und Eiweiße zu steigern. Damit aber funktionieren die Organe besser, in unserem Fall produziert die Bauchspeicheldrüse wieder mehr Insulin, so dass  die Gabe von Arzneimitteln reduziert werden konnte. In derselben Studie wurde gezeigt, dass die Teilnehmer mit hohem BMI im Schnitt 3,2kg an Gewicht verloren und dabei 1,8% Fett abbauten.

Was jedoch sollte man nach der LOGI-Methode essen?

Stärkefreies Obst und Gemüse können täglich je nach Belieben verzehrt werden. Auf sehr süße Früchte sollte weitestgehend verzichtet werden, da sie viel Zucker enthalten. Insgesamt wären 3 Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst ausreichend. Eiweißhaltige Nahrung sollte wenig Fett enthalten. Deshalb bieten sich mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Michprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte an. Eine wichtige Rolle spielen hochwertige Fette, wie Oliven-, Raps- oder Kokosöl. Getreideprodukte sollten nur als Vollkornvariante verzehrt werden, Kartoffeln am besten als Pell-oder Ofenkartoffel, da hier die Ballaststoffe zu Ungunsten der Stärkebildung erhalten bleiben. Sehr gut beschreibt der Internist Dr. Bodo Kuklinski, wie er die LOGI-Kost seinen Patienten erklärt.

Zitat: „Die Grundregeln sind dabei:

  • Verzehr möglichst frischer, unverarbeiteter Lebensmittel, idealerweise aus kontrolliert biologischer Erzeugung - darunter Gemüse (als Eintopf, Wok-Gericht, Gemüsepfanne), Wildkräuter wie Brennessel und Löwenzahn (wegen des Chlorophyllgehaltes), Eier, Fisch
  • ... - abgestimmt auf die individuelle Verträglichkeit
  • Meiden nitrathaltiger Lebensmittel wie Blattsalate aus konventionellem Anbau und Fleischwaren mit Nitritpökelsalz
  • Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr auf 150 bis 200 g pro Tag in komplexer Form, keine süßen Speisen
  • Erhöhung der Zufuhr an Fetten mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Milchfett, Fisch, Nüsse, Mandeln und Brotaufstriche daraus, Oliven- und Rapsöl - bei schwereren Formen von Diabetes kann die Kalorienzufuhr sogar über 50-60% aus Fett bestehen, versteht sich aus hochwertigen Fetten
  • Kürzere Abstände zwischen den Mahlzeiten, kurz vor der Nachtruhe und evtl. auch nachts bei Erwachen ein (fetthaltiges) "Spätstück" . Das kann auch ein Stück Vollkornbrot mit Butter sein.

Die Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr bezeichnet Kuklinski als "Kernstück bei der Therapie NO-induzierter Stoffwechselstörungen", da Kohlenhydrate - insbesondere solche mit hoher glykämischer Last - energetisch nicht verwertet werden können und den nitrosativen Stress und die Störungen der mitochondrialen Energiegewinnung verstärken. Fette dagegen "entkoppeln die oxidative Phosphorylierung (...), Ketone können bei kohlenhydratarmer Kost vom Hirn energetisch verwertet werden" und "entfalten lang anhaltende Sättigungseffekte" (Kuklinski).

Wenn Kuklinski dies auch für Menschen beschreibt, die bereits nitrosativen Stress haben, so gilt dies auch für weitestgehend gesunde Menschen, um erst gar nicht dieser Gefahr ausgesetzt zu sein.

Also werden bei der LOGI-Methode Kohlenhydrate bewusst eingeschränkt, aber nicht  verboten,  ein liberaler Umgang mit Eiweiß und gesundem Fett ist dabei ausdrücklich erwünscht Dabei wird eine schnelle Sättigung erreicht und zudem wirkt sich das günstig auf die Blutfette aus.

Funktionsweise der LOGI-Kost

Im Prinzip erreicht man bei der LOGI-Kost, dass eine Kalorienreduktion erfolgt, obwohl mehr Fett aufgenommen wird. Das ist möglich durch  den hohen Anteil an wasser- und ballaststoffreichen Nahrungsmitteln. Dadurch bleibt die Energiedichte der  LOGI- Gerichte niedrig bei hohem Fettanteil. 

(Von einer niedrigen Energiedichte spricht man, wenn in 100 g eines Nahrungsmittels oder einer Mahlzeit weniger als 100 kcal enthalten sind, von einer hohen Energiedichte bei mehr als 250 kcal pro 100 g.)
Aufgrund ihrer intelligenten Kombination von Gemüse, Salaten und zuckerarmen Früchten mit hochwertigen Fett- und Eiweißlieferanten ist die LOGI-Ernährung reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen und versorgt den Organismus mit allem, was er braucht, um optimal zu funktionieren.

Blutfett, Blutzuckerspiegel und Glukosetoleranz verbessern sich bei der auf der Steinzeit-Ernährung basierenden Logi-Methode tatsächlich. Lebensmittel mit großem Volumen, aber wenig Kalorien wie Obst und Gemüse sowie Eiweiß halten länger satt. So fällt es leichter, die Logi-Diät durchzuhalten und nicht ständig ans Essen zu denken.

Positiv sind der hohe Obst- und Gemüseanteil sowie die Bevorzugung von Vollkornprodukten. Eine ausreichende Versorgung mit Mineralien und Vitaminen ist gewährleistet. Durch die Eiweißbetonung baut der Körper weniger Muskulatur ab als bei proteinarmer Kost. Dass man abnimmt, ist durch die reduzierte Kalorienmenge (Obst/Gemüse und Fettarmes statt Zucker und Frittiertes) wahrscheinlich.

Wie Du siehst haben wir es bei der LOGI-Methode mit einer Form der Ernährung zu tun, die mit Diäten überhaupt nicht zu vergleichen ist. Die Umstellung ist einfach, weil sie dem Anwender sehr viel Gestaltungsspielraum lässt. Tage an denen man die Ernährung etwas laxer behandelt, kann man schnell vergessen machen, indem man am Folgetag verstärkt Eiweiß und Fett zu sich nimmt. Man kommt dann schnell wieder auf sein Gewicht, das man vorher hatte. Das heißt aber auch, dass das Gewicht durch die LOGI-Methode steuerbarer wird.

Literatur

https://www.systemed.de/media/pdf/sd_heilmeyer_4-2010.pdf

 

 

Show 016 - Pflanzen mit Heilkraft – Aloe vera

Die Bezeichnung Aloe stammt aus dem arabischen und bedeutet "glänzende Bittersubstanz", während vera aus dem lateinischen stammt und die Bedeutung von "wahr" hat. Vor 2000 Jahren sahen die griechischen Wissenschaftler Aloe vera als das Allheilmittel an und die Agypter bezeichneten "Aloe" sogar als Pflanze der Unsterblichkeit.

Auch die ägyptischen Königinnen Nofretete und Kleopatra verwendeten die Aloe als Bestandteil ihres Schönheitsrituals. Feldherren wie Alexander der Große oder der Entdecker Amerikas Christoph Kolumbus behandelten die Wunden ihrer Soldaten mit Aloe vera.

Inhaltsstoffe

Es gibt etwa 300 verschiedenen Aloe-Arten, jedoch enthalten nicht alle die großen Mengen der begehrten Wirkstoffe. Die höchsten Konzentrationen sind in den Blättern der Aloe Vera Barbadensis Miller zu finden. Dagegen enthält die kleine  Aloe miloti deutlich geringere Mengen der wertvollen Inhaltsstoffe.

Die Aloe barbadensis miller  gehört zur Familie der Apsphodelaceae, ist also ein Liliengewächs. Sie wächst in den trockenen Regionen Afrikas, Asiens, Europas und Amerikas sowie in einigen Gebieten Indiens. Wichtig sind die Inhaltsstoffe, die die Bedeutung für die Menschen hervorgebracht haben. Das sind mindestens 75 aktive Bestandteile, wie Vitamine, Enzyme, Mineralien, Zucker, Lignin, Saponine, Salicylsäuren und Aminosäuren.

Zu den wertvollen Vitaminen in der Aloe zählen: Vitamin A, das sog. Beta-Carotin, die Vitamine C und E mit ihren antioxidativen Eigenschaften. Darüber hinaus enthält Aloe Vitamin B, Folsäure und Cholin. Zur Erinnerung: Antioxidantien neutralisieren überschüssige freie Radikale in unserem Körper.

Zu den in der Aloe enthaltenen Enzymen zählen die alkalische Phosphatase, Amylasen, Bradykinase, Carboxypeptidase, die Katalase, die Cellulase und Lipase sowie die Peroxidasen. Dabei sind die Amylase und die Lipase Verdauungsenzyme, die jeweils entsprechend Stärke bzw. Fette aufspalten. Die Bradykinase kann übermäßige Entzündungen reduzieren, z.B. wenn Aloe auf die Haut aufgetragen wird. Die Carboxypepdidasen sind für die Spaltung von Peptidverbindungen (also der Aufspaltung von Eiweißen) verantwortlich. Schließlich kann mit dem Enzym Katalase das Zellgift Wasserstoffperoxid unschädlich gemacht werden.

Wichtige Mineralien in der Aloe sind Kalzium, Chrom, Selen, Magnesium, Mangan, Kalium, Natrium und Zink. Im Wesentlichen sorgen sie für das gute Funktionieren verschiedener Enzymsysteme in den unterschiedlichsten Stoffwechselvorgängen.

Desweiteren enthält die Aloe vera eine ganze Reihe von Zuckern, den Hauptanteil machen Polysaccharide aus, die sog. Gluko- oder Polymannane. Auch enthält die Aloe das bekannte Glucomannan Acemannan. Weitere Bestandteile der Aloe sind Anthrachinone, die man hauptsächlich in den Außenschalen der fleischigen Blätter findet. Sie haben eine abführende, analgetische und antibiotische Wirkung. Obwohl auch virostatische Eigenschaften bekannt sind, können zwei Untertypen der Anthrachinone aus den Blattrinden krebsauslösend sein. Die in der Aloe enthaltenen Fettsäuren haben entzündungshemmende Wirkung und eine von ihnen, das Lupeol besitzt antiseptische und analgetische Eigenschaften. Mit Auxin und Cytokinen sind in der Aloe zwei der bedeutendsten pflanzlichen Hormone enthalten. Sie sind an zahlreichen Entwicklungs- und Wachstumsprozessen beteiligt.

Wichtig zu erwähnen sind auch die Aminosäuren. Die Aloe enthält 20 der 22 vom Menschen benötigten Aminosäuren, davon 7 der 8 essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann.

Eine weitere Besonderheit der Aloe sind die darin enthaltenen die Mucopolysaccharide, insbesondere Acemannan, das bis zur Pubertät der menschliche Körper selbst bildet. Wenn es über Aloe-Vera-Produkte zugeführt wird, kann es in alle Zellwände eingelagert werden und so den Körper im Kampf gegen Tumorzellen, Infekte und Pilzerkrankungen unterstützen.

Für den Menschen ist folgendes besonders wichtig:                       

Eigenschaften 

1.Heilende Kräfte

So wirkt z.B: Glucomannan auf die Kollagensynthese ein. Dadurch kann das Aloe vera Gel den Kollagengehalt von Wunden erhöhen und ebenso den Grad der Vernetzung. Schließlich fördert dies die Wundkontraktion und die Bruchfestigkeit des Narbengewebes wird erhöht.

2. Entzündungshemmende Wirkung

Die Aloe hemmt ein Enzym, womit die Produktion von Prostaglandin E2 aus Arachidonsäure reduziert wird. Prostaglandin E2 benötigen wir jedoch, weil es die Thrombozytenaggregation und die Vasodilatation fördert.

3. Immunologische Eigenschaften

Es kann die Freisetzung von Histamin hemmen, was bedeutend für Allergiker ist. Das in der Aloe enthaltene Acemannan stimuliert die Synthese und auch die Freisetzung von Interleukin 1. Dies ist bedeutend zum Beispiel für die Rückbildung von Krebszellen. Mehrere Verbindungen in der Aloe können die Freisetzung freier Sauerstoffradikale hemmen, was sowohl für den Zell- als auch für den mitochondrialen Stoffwechsel von Bedeutung ist.

4. Abführende Wirkung

Diese ist durch den Gehalt an Anthrachinonen bedingt, die in den Außenschalen der Blätter enthalten sind.

5. Antiseptische Wirkung

Dies ist bedingt durch den Gehalt von 6 Antiseptika in der Aloe vera. Es sind Lupeol, Salicylsäure, Harnstoffstickstoff, Zimtsäure, Phenole und Schwefel, die allesamt hemmend auf Pilze, Bakterien und Viren wirken.

6. Anti-Aging-Wirkung

Die in der Aloe enthaltenen Mucopolysaccharide unterstützen die Bindung von Feuchtigkeit in der Haut. Da Aloe vera die Fibroblasten stimuliert, werden vermehrt Kollagen- und Elastinfasern produziert, wodurch die Haut elastischer und weniger faltig wird.

 

Studienlage

Die Mehrzahl der Untersuchungen wurde für Hauterkrankungen durchgeführt, so für die Seborrhoische Dermatitis, 1 Psoriasis vulgaris, 2 , 3, 4Hautverbrennungen, 5 , 6  Wundheilung (Ergebnisse der Aloe) Einige Studien berichten von positiven Ergebnissen 7 und andere zeigen keinen Nutzen 8 oder eine mögliche Verschlechterung 9 , 10

Hinzu kommt die Untersuchung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und Herpes genitalis, 11 , 4, Diabetes (Typ 2), 12 HIV-Infektion, 13 Krebsprävention, 14 , 15 Colitis ulcerosa 16 Mukositis.17, aphthöse Stomatitis, 18 und Verstopfung. 19.

Strahlengeschädigte Haut

Eine Vergleichsstudie zeigte, dass die Behandlung der Haut mit Aloe vera im Vergleich mit einer hydrophilen Studie nicht besser war. Das heißt aber auch, dass aloe vera war genauso wirksam. In der Studie ist es anders herum geschrieben, nämlich, Die hydrophile Creme war genauso wirksam.

Dermatitis

Eine  randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 44 Erwachsenen zeigte, dass Aloe-vera-Gel bei 60 % der Patienten zu einer Besserung führte, während es in der Kontrollgruppe nur ca. 20 % der Patienten waren. Damit ist die Wirksamkeit von Aloe-vera-Gel bei Patienten mit seborrhoischer Dermatitis belegt.

Herpes genitalis

Eine Studie mit 180 Patienten zeigte, dass eine 0,5-prozentige hydrophile Aloe-vera-Creme bei Patienten mit Herpes genitalis wirksamer ist als Placebo.

Psoriasis

Hierzu wurde eine Studie in Pakistan eine Studie an 60 Patienten durchgeführt. Dabei erfuhren 83 % der Patienten eine Heilung. Diese Daten werden jedoch angezweifelt. Bewertet wird es wörtlich so:

Aloe vera könnte bei der Behandlung der Psoriasis von Vorteil sein. Valide Daten und weitere kontrollierte Studien sind jedoch nötig, um eine eindeutige Aussage machen zu können.

 

Neurodermitis und atopische Dermatitis sind in der wissenschaftlichen Literatur nicht erwähnt.

Obwohl seit Jahrhunderten Aloe für die Behandlung von Wunden eingesetzt wird, sind die  Effekt von Aloe-vera-Gel bei der Wundheilung nach Studienlage als sehr widersprüchlich anzusehen.

Lipidsenkung

Im Rahmen einer nicht randomisierten, offenen Studie behandelte man 60 Patienten mit einer Hyperlipidämie, die nicht auf eine Diät angesprochen hatten, zwölf Wochen lang mit Aloe vera oder Placebo. Cholesterin, LDL und Triglyceride sind in dieser Zeit unter Aloe vera signifikant gesunken. Jedoch gibt die Studie die entsprechenden Werte für die Kontrollgruppe nicht an (14).

 

Diabetes

An Tieren durchgeführte Studien haben gezeigt, dass Aloe vera den Glucosegehalts im Blut reduzieren kann. (5). Was Ergebnisse bei Menschen betrifft, so gibt es sie nicht. Hier fehlen eindeutig Studien. Es wäre doch toll, wenn die im Tierversuch erhaltenen Daten auch beim Menschen relevant wären. Aber vielleicht gibt es ja kein großes Interesse daran.

Anwendung der Aloe vera

Aloe vera sollte nicht angewendet werden von Personen, die eine Allergie gegen Pflanzen aus der Familie der Liliengewächse haben sowie in der Schwangerschaft und während der Stillzeit.

In vielen Völkern ist die Aloe, auch oft als "Wüstenlilie" bezeichnet ein beliebtes Kosmetikum und Allheilmittel für verschiedenste Beschwerden. Die Wirkstoffe der Aloe bewirken auf der Haut eine Verjüngung. Wunden heilen durch die äußerliche Anwendung in extrem kurzer Zeit. So findet die  Aloe Vera Anwendung in unzähligen Kosmetika wie Hautcreme oder Deorollern. Sie wird bei Sonnenbrand, Insektenstichen, Strahlenschäden und Allergien empfohlen. In den letzten Jahren werden Aloe-Vera-Produkte zum Einnehmen immer populärer. So wird empfohlen, den kalt gepresste Saft, gemischte Aloe-Vera-Drinks oder das getrocknete Mark in Kapseln einzunehmen. Dadurch soll das Immunsystem gestärkt und der Körper entgiftet werden. Diese Anwendung soll sogar Schmerzen mildern und gegen Krebs helfen. Wie bereits gesagt, ist gerade für letzteres die Studienlage nicht evident, so dass medizinische Anwendungen höchstens als Selbstversuch machbar sind.

Die Zubereitungen der Säfte erfolgt sehr unterschiedlich. Teils werden die Blätter der Aloe-Vera-Pflanzen entweder als Ganzes oder geschält zu Saft gepresst. Der Saft der ganzen Blätter muss, damit er genießbar wird, von den bitteren und abführenden Stoffen getrennt werden. Dabei gehen aber auch einige der erwünschten Wirkstoffe verloren. Sinnvoll und die biologisch wertvollere Art ist die Gewinnung des Saftes aus dem fleischigen Mark der Blätter, auch Gel genannt. Die Blattrinde wird  vor dem Pressen mit der Hand oder maschinell entfernt. Der frisch gepresste Saft oxidiert sehr schnell an der Luft. Zur Stabilisierung des Gels wird es teilweise mit Antioxidantien oder Koservierungsstoffen behandelt. Eine sehr elegante Form der Stabilisierung der Aloe ist die Verarbeitet mit Vitamin C, Ascorbinsäure. Dadurch werden die Wirkstoffe der Aloe nicht geschädigt aber gleichzeitig geschützt. Zudem kann der Körper mit ausreichend Vitamin C versorgt werden.

Literatur

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Show 015 - Fit für die Zukunft - Interview mit Melanie Thormann

1. Biografisches

Melanie Thormann (Jahrgang 1968) absolvierte zunächst eine Ausbildung als Chemielaborantin, widmete sich dann dem Studium des Finanzwesens. Dort war sie auch mehrere Jahre selbstständig im Finanzdienstleistungsbereich tätig. Später kamen mehr externe Leistungen zur Unternehmensberatung und zum Unternehmenscoaching hinzu.
Das Thema „Gesundheit für Mensch und Business“ spielte schon immer eine entscheidende Rolle im Wirken und Handeln von Melanie Thormann.

Ihre besondere Gabe besteht darin, über eine besondere Hellfühligkeit und Heilwissen zu verfügen. Sie ist in der Lage durch ihre einfühlsame Art Dinge zu erspüren, die anderen nicht zugänglich sind. Daraus ist Melanie Thormanns Passion erwachsen, ihre Kunden dahin zu führen, sich selbst erkennen. So lernen sie aus sich selbst heraus zu gesunden. Nicht zuletzt haben private Schicksalswege dazu geführt dass Melanie Thormann das Prinzip "Körper-Seele-Geist" weiter erforschte und das zu einem ganzheitlichen Gesundheitssystem für Menschen und Unternehmen zusammenführte. Logische Konsequenz war schließlich die Gründung des Unternehmens FITURA im Jahre 2006.

2. Vision

Mensch und Business sind in der Gegenwart nicht zu trennen. Die Herausforderung für Melanie Thormann besteht darin, zu lehren, dass Menschen und Unternehmen dafür sorgen, dass sie achtsam und fürsorglich mit sich selbst umgehen, um den gesellschaftlichen Veränderungen gesund begegnen zu können

3. Inhalte des Berufs

Als Inhaberin von FITURA, navigiert  Melanie Thormann Menschen und Unternehmen zu gesunder Lebens- und Unternehmensführung. Beides gehört zusammen und, deshalb sind Strategien im Gesundheitscoaching notwendig, die auf die Zukunft gerichtet sind. Melanie Thormann betrachtet sich als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Akteuren des Systems Mensch-Unternehmen-Therapeuten. Wichtig ist es, die Erkenntnis zu fördern, dass ein gesundes Team, gesunde Leistung und ein gesunder Mensch zusammengehören. Der Unternehmer hat hier eine hohe Verantwortung, die sich jedoch auszahlt

Melanies Gesundheitsangebote

Buch FIT FÜR DIE ZUKUNFT:

Das keine 1 x 1 für bewusst gelebte Gesundheit

Ab heute gesund emPOWER Programm

Ab heute gesund INTENSIV Programm

Ab heute gesund INTENSIV Programm Partner

4. Der Impulsgeber für ihr Handeln

Gesundheitsthemen haben Frau Thormann schon immer begleitet. Diese in ein Unternehmen einfließen zu lassen war vor 20 Jahren noch nicht zeitgemäß. Doch auch ihr Beruf als Unternehmensberaterin zeigte ihr, dass ein gesundes Unternehmen mit höherer Leistungskraft immer wichtiger wurde. Folgerichtig gab es einen Wendepunkt. Die Zeit war reif für den Schritt von der Unternehmensberatung mit ein wenig Gesundheit hin zur Gesundheitsberatung mit ein bisschen Business., weil es alle Seiten betrifft.

5. Online-Coaching im Gesundheitswesen

Ist zeitsparend, ermöglicht kurze Wege und ist sehr effektiv. Bei Bedarf gibt es aber auch persönliche Treffen mit Melanie Thormann, die dann auch sehr intensiv sind.

6. Welche Ziele werden mit dem Coaching verfolgt

Melanie Thormann ist das Bindeglied zwischen dem individuellen Menschen, dem Unternehmen und den Therapeuten. Sie gibt Orientierung unter den vielen Gesundheitsangeboten.

Das Coaching basiert auf 5 Säulen. Das sind.

  1. Körper-Seele-Geist
  2. Gesunde Beziehungen
  3. Gesunde Emotionen
  4. Gesundes Arbeiten
  5. Gesunde Finanzen

Alles zusammen bildet eine Einheit und muss stets gemeinsam betrachtet werden. Gibt es nur in einer der Säulen Unstimmigkeiten oder Probleme, wirkt sich das auf die anderen Faktoren aus.

7. Gesundheitscoaching für Unternehmen

Mit den Gesundheitscoaching für Unternehmen hat Melanie Thormann ein Alleinstellungsmerkmal. Sie wünscht sich jedoch Mitstreiter, Partner, die mit ihr zusammen arbeiten, weil der Bedarf enorm hoch ist.

Das Coaching im Unternehmen beginnt immer bei der Unternehmensführung. Zunächst wird eine Bestandsaufnahme gemacht, wobei die Analyse bereits zur Selbstreflexion führt. Nach der Ermittlung des Ist-Zustandes und der Auswertung werden Prozesse eingeleitet, die das Unternehmen zu besserer Harmonie führen, was sich auf das Wohlbefinden des Unternehmens auswirkt.                                Das führt zu weniger Fehlzeiten, zur Motivation und Leistungssteigerung der Mitarbeiter und schließlich zu besseren Ergebnissen im Unternehmen.

Gesunder Mensch und gesundes Business bilden eine Einheit. Somit gibt es immer Programme für den Menschen und das Unternehmen. Schließlich muss die Arbeit im Unternehmen Spaß machen. Das sichert die Harmonie in der Familie, im Arbeitsteam, wirkt sich auf die Gesundheit und die Arbeitsleistung aus.

8. Anmeldung für das Gesundheitscoaching

  • Über ein Kontaktformular auf der Website von FITURA  fitura.de kann man sich für das Coaching anmelden
  • Auch telefonische Anmeldung sowie persönliche Nachfrage bei öffentlichen Auftritten sind möglich,
  • ebenso per Email: info@fitura.de

9. Schnellfragerunde

Was hat Dich früher davon abgehalten, gesundheitliche Themen zu Deiner Leidenschaft zu machen

die Angst vor der eigene Courage

Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen jetzigen Weg

Ein persönlicher Schicksalsschlag führte zur Entwicklung der eigenen Unternehmensphilosophie und Gesundheitsbetrachtung

Mit wem würdest Du gern mal ein Kamingespräch führen

mit dem Dalai Lama, ihn hat Melanie Thormann stets als spannend und weltverbindend empfunden. Man kann viel von ihm lernen.

Vervollständige die Sätze:

Gesundheit bedeutet für mich:

"aus meiner Wohlfühlenergie heraus leben zu können"

Erfolg bedeutet für mich:

"die beste Version von mir selbst und dem Umfeld zu leben, was  schließlich auch zu finanzieller Freiheit führt.

Welches Buch liest Du aktuell/hast Du als letztes gelesen, worum geht es und kannst Du es empfehlen?

Ich benutzte vor allem Hörbücher. Zur Zeit höre ich “ Vor dem Denken“ von John Bargh, dabei geht es um Prozesse im Gehirn, bevor wir anfangen zu denken und es aussprechen.

Melanie Thormann ist selbst Buchautorin:

Das Buch "Fit fort the future" behandelt allgemeine Themen der Gesundheitslehre und gibt Orientierung im Dschungel der Gesundheitsangebote. Ziel ist es, auch ein Buch über Unternehmen schreiben

10. Ihr größter bisher unerfüllter Lebenswunsch:

  • Ein Haus am Meer

11. Was würdest Du dir  selbst empfehlen, wenn Du die Zeit 20 Jahre zurückdrehen könntest: 

  • Zögere nicht, mach einfach
  • Hör auf dich selbst, vertraue deinen eigenen Fähigkeiten und der eigenen Kraft
  • Lebe die beste Version von dir selbst, mach alles aus deinem höchsten Potential

 12. Letzter Tipp an die Hörer

  • sei offen, lass alles erst einmal an dich heran, schau über den Tellerrand, und versuche es, mit dir in Einklang zu bringen
  • Das sind erste Schritte, um Veränderungen zuzulassen

 

 

Show 014 – Das Sonnenvitamin Vitamin D3

Genau wie Coenzym Q 10 eine Schlüsselsubstanz für die mitochondriale Medizin ist, hat Vitamin D eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Inzwischen setzt sich diese Erkenntnis in der Medizin immer mehr durch.

Warum aber ist Deutschland ein Vitamin D-Mangelgebiet? Bis zu 90 % der Bundesbürger sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt und das in allen Altersklassen. Bekannt geworden ist Vitamin D durch die Knochenkrankheit Rachitis bei Kindern. Lebertran wurde bis hinein in die 60iger Jahre Kindern verabreicht, um Rachitis vorzubeugen. Dem deutschen Chemiker Adolf Windaus ist es gelungen aus Fischöl den antirachitischen Wirkstoff Vitamin D3 zu isolieren. Er hat dafür 1928 den Nobelpreis erhalten.

In den Ländern, die nördlich des 35. Breitengrades liegen, wie Deutschland, haben die Menschen in den Monaten von Oktober bis März, kaum eine Chance haben, Vitamin D zu bilden, weil die Sonne einfach nicht hoch genug steht.  Außerdem konsumieren wir nicht genug Lebensmittel, die den Vitamin D- Spiegel anheben könnten. Wenn wir täglich Seefisch verzehren würden, wie die Eskimos, hätten wir eine zusätzliche Vitamin D Quelle. Außerdem wäre dies gleichzeitig eine gute Quelle für Omega 3 – Fettsäuren. Mit dem Alter verliert unsere Haut auch noch die Fähigkeit Vitamin D zu bilden. Zur Geschichte des Vitamins D kann ich Dir das Buch Vitamin D-die Heilkraft des Sonnenvitamins empfehlen.

Das Vitamin D ist von seiner Wirkung ein Hormon. Nach neuesten Erkenntnissen ist es nicht nur für die Knochengesundheit wichtig. Vitamin D beeinflusst die Stoffwechselfunktion vieler Gewebe und Organe. Vitamin D-Rezeptoren können in fast allen Geweben nachgewiesen werden, beispielhaft nenne ich nur Bauchspeicheldrüse, die Muskulatur, Zellen des Gehirns und des Nervensystems. Diese ubiquitäre Verteilung der Vitamin D – Rezeptoren erklärt aber auch, warum ein Vitamin D-Mangel zu so vielen verschiedenen Symptomen führen kann.

Die Wirkungen von Vitamin D3 kann man wie folgt beschreiben:

Vitamin D unterstützt das Immunsystem, es schützt vor Infekten, das Risiko für Autoimmunerkrankungen wird gesenkt. Vitamin D kann Rheuma vorbeugen.

Im Gehirn wirkt Vitamin D antidepressiv, beugt Schizophrenie vor und verringert das Risiko, an Demenz oder MS zu erkranken.

Vitamin D ist mitverantwortlich für die Regulation des Blutdrucks, es senkt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Vitamin D ist sehr wichtig für den Knochenstoffwechsel und senkt das Frakturrisiko.

Weiterhin wirkt sich Vitamin D positiv auf die Insulinproduktion und Blutfette aus. Auch kann Vitamin D das Krebsrisiko senken und unterdrückt das Krebszellwachstum. Dies belegen viele Forschungsergebnisse. Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass 15 verschiedene Krebsarten mit einem Mangel an Vitamin D in Verbindung gebracht werden können, darunter Brustkrebs und Dickdarmkrebs. Eine Analyse aus dem Jahr 2014 belegt, dass auch die Sterblichkeit an Krebs durch die Gabe von Vitamin D signifikant gesenkt werden kann.

Ein optimaler Vitamin D-Spiegel kann ebenso die Sterblichkeitsrate infolge Herzinfarkts senken. So zeigten dänische Forscher, dass die Sterblichkeitsrate nach Herzinfarkt um 81 % gesenkt wird, wenn der Vitamin D-Spiegel im Normbereich ist.

Zur Vorbeugung empfehle ich, den Vitamin D-Wert bestimmen zu lassen. Dazu braucht man lediglich einen Tropfen Blut. Der optimale Wert sollte zwischen 50 und 80 ng/ml liegen. Die Leitlinien weichen hiervon ab, sie geben sich schon ab einem Wert von 30 ng/ml zufrieden.

Wenn der Wert nicht in diesem Bereich liegt, bleiben mehrere Möglichkeiten, den Wert zu erhöhen.

Als erstes sollte man sich so viel wie möglich in der Sonne aufhalten. Wie man das genau machen sollte hat Prof. Holick in seinem Buch beschrieben,

Einen Vitamin D Mangel kann man theoretisch auch mit der Nahrung beheben Milch und Eier sind ja bekanntlich gute Vitamin D Quellen und auch Seefisch gehört dazu. Jedoch müsste man zur Deckung des Vitamin D-Bedarfs täglich 22l Milch trinken oder 3 bis 5mal pro Woche jeweils 1 kg Fisch essen. Das ist sehr unwahrscheinlich, dass das jemand macht.

Also bleibt im Fall eines Vitamin D-Mangels nur die Substitution. Dabei sollte man beachten, dass Vitamin D fettlöslich ist. Man sollte es entweder mit einer fettreichen Nahrung einnehmen oder man nutzt gleich ein in Fett gelöstes Präparat. Die Dosierung hängt vom Ausgangswert ab. Deshalb ist es wichtig, sich beraten zu lassen. Weil Vitamin D fettlöslich ist, gibt es die Gefahr der Überdosierung. Jedoch muss man schon sehr hoch dosieren, um eine Überdosis zu erzielen: So ist der Fall einer 70-järigen Frau bekannt, die täglich über 3 Monate 50.000 IE eingenommen hatte. Sie hatte sehr typische Symptome einer Hyperkalzämie mit Müdigkeit, Gehschwierigkeiten und Verwirrtheitszustände. Sie hatte sich nach dem Absetzen von Vitamin D innerhalb von 5 Monaten erholt. Allerdings kann man die Hypercalziämie nicht allein auf Vitamin D schieben, weil die Frau täglich auch noch 3 g Calzium eingenommen hatte.

Eng in Zusammenhang damit steht auch die starke Erkältungstendenz im Herbst und Winter. Die Kälte macht uns nämlich bei weitem nicht so viel aus, wie wir immer denken. Es ist das fehlende Vitamin D, das unser Immunsystem schwächt. So schreibt Bilder der Wissenschaft am 08.03.2010: „Nur wenn es (das Vitamin D) in ausreichender Menge vorhanden ist, werden die Killer-Zellen der Körperabwehr mobilisiert, so dass sie eindringende Viren oder Bakterien bekämpfen können. Weiterhin konnte in Studien gezeigt werden, dass bei stark ausgeprägtem Vitamin D-Mangel auch das Risiko größer ist, dem Grippetod zu erliegen. Ja man geht sogar so weit zu sagen, dass Grippe eine Folge von Vitamin D-Mangel ist. Das ist ein Grund mehr, auf eine gute Vitamin D-Versorgung besonders im Winter zu achten.

Sehr bekannt ist die knochenstärkende Wirkung von Vitamin D, was ja schließlich auch der Grund für seine Entdeckung war. So fördert VitaminD da die Aufnahme von Calzium aus dem Darm und dessen Einbau in die Knochen. Damit hemmt Vitamin D auch den Knochenabbau.

Zur Aktivierung von Vitamin-D wird Magnesium benötigt. Bei diesem Prozess wird auch Magnesium verbraucht. Das heißt man muss in diesem Zusammenhang für eine optimale Versorgung mit Magnesium sorgen. Weitere Hinweise dazu gebe ich Dir in der nächsten Folge zu Magnesium

Gleichzeitig wird empfohlen, Bei Vitamin D-Substitution auch Vitamin K2 einzunehmen. Empfohlen werden 2-3 mikrogramm K2 pro kg Körpergewicht.

Show 013: Bioenergetisches Zelltraining

Bioenergetisches Zelltraining bedeutet die Durchführung einer Intervall Hypoxie-Hyperoxie-Therapie. Grundlage der Therapie ist die Variation des Sauerstoffgehalts der einzuatmenden Luft in zwei Intervallen. Dazu benötigt man ein entsprechendes Gerät, das die Sauerstoffkonzentration regelt und dabei einige Vitalparameter bestimmt.

Es ist also eine Atemtherapie mit verändertem Sauerstoffgehalt in der Luft.Zur Erklärung:

Im Rahmen der äußeren Atmung nehmen wir Sauerstoff auf. Wenn nach dem Einatmen die Luft in die Lunge gelangt, erfolgt an der Kontaktstelle zwischen den Blutgefäßen und den Lungenbläschen der Austausch zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid, das wir ausatmen. Diesen Vorgang bezeichnet man als die äußere Atmung. Durch die roten Blutkörperchen wird der Sauerstoff  zu den Zellen transportiert und ist hier Voraussetzung für die Energiegewinnung in den Zellen. Das nennt man innere Atmung.

Dabei gibt es für manche Menschen immer wieder Situationen in denen Sauerstoffmangel vorliegen kann. Ursachen dafür sind entweder Krankheiten oder ein erhöhter Bedarf durch enorme Belastungen. Auch psychische Belastungen und Stressfaktoren sowie die verringerte Versorgung des Gewebes mit Vitalstoffen führen zu Sauerstoffmangel. Gemessen daran, dass wir den Sauerstoff als einen wichtigen Faktor für die Energiegewinnung benötigen, hat Sauerstoffmangel eine Reihe gesundheitlicher Folgen. Zunächst werden die Gewebe nicht ausreichend mit Vitalstoffen, Enzymen und Hormonen versorgt, was zu Funktionseinbußen der Organe führt und ihre Regenerationsfähigkeit verringert. Schließlich wird das Immunsystem geschwächt, damit der ganze Körper. Auch Alterungsprozesse werden beschleunigt.

Daraus ableitend wurde in den letzten 100 bis 150 Jahren eine ganze Reihe von Sauerstofftherapien entwickelt, die zum Ziel hatten, die eben beschriebenen Entwicklungen aufzuhalten. Bekanntermaßen entstehen im Prozess der Energiegewinnung in den Mitochondrien freie Sauerstoffradikale. Einerseits werden sie in diesem Prozess benötigt, andererseits ist ein Überangebot an Sauerstoffradikalen für die Zellen ein Gift für den Stoffwechsel. Diese Erkenntnis führte dazu, dass in den vergangenen 70 Jahren parallel die Intervall Hypoxie-Therapie und die Intervall- Hyperoxie-Therapie entwickelt wurden. Dabei sind die Intervalle so angelegt, dass nach Hypoxie- bzw. Hyperoxie- immer eine Phase mit normalem Sauerstoffgehalt folgte.

Es gibt Hyperoxie-Therapien, die  unter Normaldruck, sogenannte normobare Therapie, die bei 1 Atmosphäre Luftdruck ablaufen, und hyperbare Therapieformen, die mit erhöhtem Luftdruck durchgeführt werden.

Sauerstofftherapien, die mit reinem Sauerstoff arbeiten, gibt es natürlich auch. Dabei soll die Sauerstoffaufnahme in den Zellen verbessert werden. Beispiele dafür sind die hämatogene Oxidationstherapie nach Wehrli, die Oxyvenierungstherapie nach Regelberger sowie die Singulett-Sauerstofftherapie.

Eine weitere Therapieform ist die Sauerstoff-Mehrstoff- Therapie (SMT) von Manfred von Ardenne (1907-1997), die zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme des Körpers  entwickelt wurde. Die einzelnen Schritte sind:

Schritt1 ist die Einnahme eines Arznei-Präparates aus Vitaminen und Mineralien, um die Sauerstoffaufnahme zu verbessern.

Schritt 2 beinhaltet die Inhalation von mit Sauerstoff- angereicherter Luft über 30 Min. Dies gilt der Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Blut

Schritt 3 ist moderates körperliches Training  bzw. ein thermisches Verfahren (warmes Bad), abgestimmt auf den persönlichen Trainingszustand, das Alter und die bestehende Grunderkrankung des Patienten.

Die Behandlung erfolgt i. d. Regel als Kur über 18 Tage 2 mal pro Woche.

Gut an dieser Methode ist vor allem, dass die Mikronährstoffe reguliert werden und in körperliches Training in die Behandlung einbezogen wird.

Das neueste unter den Therapieverfahren, die mit Sauerstoff arbeiten, ist das IHHT-Zelltraining, was im weiteren Sinne  ein bioenergetisches Zelltraining darstellt. Das bioenergetische Zelltraining ist für die Regeneration von kranken Menschen geeignet. Auch Personen, die ihre Stresstoleranz verbessern und ihre Leistungsfähigkeit steigern wollen profitieren von dieser Therapie.

Bekanntlich reagieren unsere Zellen sehr empfindlich auf Stress. Ziel aller Therapien sollte es also sein, ein System zu benutzen, dass zum einem

 

  • geschädigte Mitochondrien zerstört und andererseits
  • die Vermehrung gesunder Mitochondrien anregt

Das kann die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie.

Dass die Mitochondrien zur Energiegewinnung Sauerstoff brauchen, hat bei IHHT zentrale Bedeutung. Aber

Wir arbeiten mit schwankendem Sauerstoffgehalt, nämlich in der

  • Phase wird mit Sauerstoffmangel, also Hypoxie, gearbeitet und
  • In der 2. Phase mit Sauerstoffüberschuss, Hyperoxie

Die Zellen versuchen dabei diese zwei unterschiedlichen Reizphasen auszugleichen.

Dank der IHHT läuft die Energieproduktion in den Zellen auf Hochtouren. Die allgemeine Leistungsfähigkeit wird erhöht. Man fühlt sich körperlich und geistig vital.

Dabei ergeben sich folgende Vorteile:

  • Die Sauerstoffversorgung und damit die Energieproduktion in den Zellen wird verbessert
  • Die Fettverbrennung wird angekurbelt und die Organe besser durchblutet.
  • Das vegetative Nervensystems wird ausbalanciert
  • Das kardiovaskuläre System erfährt eine Leistungssteigerung

Und schließlich wird die Leistungsfähigkeit des Körpers wieder erhöht. In Studien konnte dabei gezeigt werden, dass neue Mitochondrien nur unter Sauerstoffentzug gebildet werden.

Heute sind wir alle großen Belastungen ausgesetzt. Dabei müssen wir uns auf unsere Leistungskraft verlassen können

Das gelingt mit dem Intervall – Hypoxie-Hyperoxie-Training sehr gut, weil dabei die Mitochondrien für die Energieproduktion gestärkt werden.

Bei der IHHT reagiert der Körper wie folgt:

  • Der Organismus passt sich dem veränderten Sauerstoffgehalt der Atemluft an.
  • Es kommt zur vermehrten Bildung roter Blutkörperchen und kleinster Kapillaren. Vielleicht ist Dir bekannt, dass viele Sportler vor großen Wettkämpfen im Hochgebirge trainieren, genau, um das zu erreichen. Dank IHHT kann man sich diesen Weg jetzt sparen.
  • Mittels IHHT gelangt der Sauerstoff schneller in die Gewebe und an die Zellen.
  • Auch verbessert die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie die Bildung des körpereigenen Coenzym Q10. Aber das ist von zentraler Bedeutung für die Energiegewinnung. Übrigens hatte dies der Biochemiker Peter D. Mitchell herausgefunden und dafür 1978 den Nobelpreis erhalten.

Aus diesen Gründen gibt es für die IHHT viele Einsatzmöglichkeiten

Insbesondere bei Energielosigkeit und Erschöpfung, Diabetes mellitus, Burnout und Stressempfindlichkeit, Immunschwäche, Rheuma und Allergien zeigt die IHHT gute Erfolge

Die IHHT bietet eine Behandlungsmöglichkeit für ein sehr breites Spektrum an Indikationen. Die Sauerstoff-Vitaltherapie optimiert die Basis der Energieversorgung, regelt Stoffwechselprozesse auf enzymatischer und hormoneller Ebene und stellt die Balance für das     vegetative Nervensystem wieder her

Durchführung der Therapie:

Wie erfolgt nun aber das Training. Zunächst einmal musst Du dafür einen Therapeuten finden. Die Therapie erfolgt mit einem Gerät, Cellair one, das den Sauerstoffgehalt der Luft regeln kann. Dabei kann auch die Zeit für die einzelnen Phasen vorgegeben werden, alles individuell auf den Patienten abgestimmt.

Über eine Atemmaske wird abwechselnd kontrolliert sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft eingeatmet. Während der Therapie werden Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung kontrolliert. In der Regel dauert eine Therapieeinheit  40 Minuten. Abweichungen davon sind je nach Patient möglich. Als Ersttherapie sind 10 Sitzungen innerhalb von 5 Wochen vorgesehen. Je nach Zustand und Ziel des Patienten kann die Therapiedauer verlängert werde. Was nach der Therapie festgestellt wird ist

  • Entspannung für gestresste Menschen
  • der Blutdruck sinkt
  • neue Blutgefäße können sich bilden
  • Entzündungsprozesse werden reduziert

Der Körper wird wesentlich leistungsfähiger und belastbarer.

Genau wie bei der Mehrschritttherapie nach Ardenne ist auch bei der IHHT eine gute Mikronährstoffversorgung wichtig. Allein mit IHHT bei schlechter Mikronährstoffversorgung wirst Du es nicht schaffen, Deine Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Eine kurze leicht verständliche Darstellung der IHHT findest Du auch in folgendem Video: https://www.youtube.com/watch?v=K6rJxzQbzMo

 

 

 

 

 

 

 

Show 012: Wie kann man seine Leistungsfähigkeit lange erhalten

Leistungsfähig zu sein ist die beste Voraussetzung für ein glückliches, erfülltes Leben. Dazu gehören die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, die sich einander bedingen, wie es schon der römische Dichter Juvenal (60-140 n. Chr. ) sagte: "Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper" oder "Mens sana in corpore sano".

Was verstehen wir unter mentaler Leistungsfähigkeit? Als Synonym kann man auch den Begriff mentale Stärke verwenden. Dieser Begriff ist positiv besetzt. Wenn wir über unsere mentale Stärke nachdenken, verbinden wir dies mit Personen, die sich sehr gut auf ihr Ziel fokussieren können, egal wie schwierig die Situation ist. Kennzeichnend ist weiter, dass sie aus Rückschlägen lernen und Hemmnisse mit ihrer Willensstärke beseitigen. Man kann diesen Menschen folgende Attribute zuordnen:

Menschen mit einer guten mentalen  Stärke sind willensstark, unabhängig und zuversichtlich. Sie übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Tun, sind bereit aus Fehlern zu lernen, sie müssen es nicht jedem recht machen, können sich auch über Erfolge anderer freuen. Mental starke Menschen, sind in der Lage, Ihre Gefühle rational zu bewerten, haben eine dankbare Haltung und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Hinzu kommt eine hohe Frustrationstoleranz. Dennoch sind das keine Supermenschen. Wie alles, so kann man auch mentale Stärke trainieren. Dazu empfehlen Experten drei wesentliche Strategien, die sich bewährt haben .

  • Stopp negative Gedanken. Man darf keine Ursachen-Folge Kaskade aufbauen, und immer wieder daran denken, was alles passieren könnte, wenn… Damit ändert man nichts, sondern zieht sich nur runter, noch schlimmer irgendwann zerfließt man im Selbstmitleid und nimmt eine Opferrolle an. Stattdessen ist es wichtig, eine Niederlage zu akzeptieren und daraus zu lernen. Strebe danach, die zweifelsohne vorhandenden Gedanken in positive konstruktive Sätze umzuwandeln. Statt.“Ich kann das nicht“, Jetzt weiß ich, was und wie ich es tun will.
  • Als zweite Maßnahme: Triff Deine eigenen Entscheidungen. Du selbst weißt, was am besten für dich ist. Das schließt zwar auch ein, andere um Rat zu bitten, aber die Pflicht zur Entscheidung liegt nur bei Dir. Das ermöglicht Dir, dein Leben so zu leben, wie es gut für Dich ist. Dabei gewinnst Du einen sehr großen Schatz, nämlich innere Freiheit und Unabhängigkeit.
  • Zum dritten rate ich Dir, akzeptieren Veränderungen! Das ergibt sich schon allein daraus, dass sich Dinge immer verändern, Du kannst nicht, wie es schon Heraklit sagte, zweimal in denselben Fluss steigen. Wenn man es schafft, sich mit stetigen Veränderungen in der sich umgebenden Welt zu arrangieren, lernt man auch, mentale Stärke aufzubauen.

Mental stark bleiben kannst Du nur, wenn Du folgendes beherzigst:

  1. Für Dich ist nicht wichtig, was andere denken
  2. Warte nicht, bis andere Dein Problem lösen
  3. Zeige Deine Launen und Stimmungen nicht nach außen
  4. Pflege ein positive Einstellung und zeig sie auch
  5. Denke, bevor Du sprichst
  6. Entwickle ein gesundes Selbstwertgefühl
  7. Verfolge konsequent Deine realistischen Ziele

Gesundheit ist ohne mentale Stärke nicht denkbar und mentale Stärke setzt körperliche Leistungskraft voraus. Nur in dieser Einheit gewährleisten sie schließlich Deinen Erfolg, im Job genauso wie in der Familie, bei allem was Du tust.

Körperliche Leistungsfähigkeit erreicht man durch körperliches Training. Doch das ist es nicht allein. Das Training sollte nicht übertrieben werden und in einem Fitnesswahn enden, womit sich der Leistungsdruck verstärkt. Wichtig ist ein moderates Training bei guter Ernährung ohne Stimulanzien. Wenn Stimulanzien eingesetzt werden, dann sollten das Mikronährstoffe sein, die im Körper fehlen. Sie haben einzig die Aufgabe, den mitochondrialen Stoffwechsel zu erhalten und die Energieproduktion in den Mitochondrien zu gewährleisten. Denn in jedem Fall gilt: Ohne Energie keine Leistung. Kein Auto fährt ohne Treibstoff, Keine Maschine läuft ohne Strom, kein Handy ohne Akku.

Es gibt jedoch ausreichend Faktoren, die die Mitochondrien bei der Energieproduktion stören. Insbesondere oxidativer und nitrosativer Stress verursachen einen Energiemangel in den Mitochondrien. Weiterhin wird die Fähigkeit des Körpers zur Energiegewinnung durch den natürlichen Alterungsprozess geprägt und der heutige Lebensstil trägt ebenfalls zu Energiedefiziten bei. Ohne Energie ist die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt, bis hin zu Krankheiten aller möglichen Art.

Schließlich sorgen auch noch freie Radikale für eine geringere Leistungsfähigkeit. Freie Radikale entstehen während des Oxidationsprozesses als aggressive, hochreaktive Spezies. Sie sind einerseits wichtig, um beispielsweise eindringende Mikroorganismen zu zerstören oder um aus Cholesterin wichtige Hormone zu produzieren. Jedoch bewirken zu viele freie Sauerstoffradikale, dass weil die zelluläre Membran der Mitochondrien geschädigt wird. Zwar werden empfindliche Moleküle auf biochemischem Wege durch Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E oder Glutathion gegen freie Radikale geschützt. Oft reicht das aber nicht aus. Auch die mitochondriale DNA reagiert sehr anfällig auf reaktive Sauerstoffradikale. Die Reparatursysteme zur Wiederherstellung der geschädigten mtDNA sind kaum ausgeprägt. Somit kumulieren sich mitochondriale Schäden im Laufe des Lebens und die Stoffwechselleistung und Energieproduktion der Mitochondrien sinkt. Aufgrund des entstehenden Energiedefizits wird auf Dauer auch die Recycle-Fähigkeit der Mitochondrien eingeschränkt und sie sterben letztendlich ab. Das alles äußert durch verminderte Muskelkraft, reduzierte Sehstärke, nachlassende Nervenleistung und geminderter Hautelastizität. Je länger die negativen Prozesse andauern, desto größer sind die Defizite. Die Leistungsfähigkeit und damit die Lebenskraft des Menschen lassen nach.

Durch Einnahme von Antioxidantien lassen sich freie Radikale binden. Jedaoch darf man damit nicht zu spät beginnen. Hier empfiehlt sich ein Freie Radikale Check, um zu erfahren, ob der Körper bereits überlastet ist.

In einigen Fällen, ist es ratsam auch den Darm betrachten. So gibt es heute spezielle Ansätze, mit Darmbakterien die Leistungskraft zu erhöhen. Das hat man unter anderem auch bei Spitzensportlern getestet. So die österreichische National-Mannschaft im Skispringen. Die Sportler nahmen Darmbakterien ein und konnten ihre Leistungsfähigkeit enorm steigern.

Vielleicht noch ein Hinweis. Heute hat kein Europäer eine ausgewogene Vitalstoff-Versorgung, es sei denn, er substituiert individuelle Defizite. Ohne diese Substitution können sich chronische Stoffwechselstörungen entwickeln.  Es ist auch nicht angebracht, Vitalstoffe nach dem Gießkannen-Prinzip einzunehmen. Eine ungezielte, nicht individualisierte Substitution kann das Ziel eines verbesserten Stoffwechsels nicht erreichen.

Eine weitere Methode kann dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dabei handelt es sich um einen hocheffektiven Trainingsreiz, der beim Menschen innerhalb der Mitochondrien und Zellen zahlreiche biochemische Prozesse für die Selbstheilung und Regeneration ankurbelt. Diesen Trainingsreiz erhält man über eine intermittierende Hypoxy-Hyperoxy-Therapie, kurz IHHT genannt.

Bei der IHHT werden die Zellen trainiert. Wie bereits im Namen enthalten, handelt es sich dabei um eine Sauerstofftherapie. Ohne Sauerstoff ist eine hocheffiziente Energiegewinnung in den Mitochondrien nicht möglich. Diese Methode der IHHT, die das allgemeine Wohlbefinden bessert, stelle ich in der nächsten Sendung genauer vor.

Zusammenfassend einige Tipps für die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

  1. Lebe gesund. Dazu gehören eine gesunde vitalstoffreiche Ernährung mit wenig Kohlenhydraten und besonders wenig Zucker. Verzichte auf Giftstoffe wie Alkohol, Zigaretten und Stimulanzien.
  2. Bewege Dich täglich und bewusst. Vermeide dabei Überanstrengung.
  3. Überprüfe Deinen Mikronährstoffverzehr und substituiere, wenn Dir etwas fehlt. Immer einnehmen kannst Du Magnesium, Coenzym Q 10, Vitamin B 12 Vitamin C und Omega 3 –Fettsäuren, weil sie für die Energieproduktion notwendig sind. Was die Dosierung anbelangt, lass Dich bitte beraten.
  4. Und schließlich, beherzige, was ich über die mentale Leistungsfähigkeit gesagt habe. Stärke sie, damit beides, körperliche und mentale Leistungskraft, sich gegenseitig stärken.

 

Show 011: Stress durch Sport-oder Sport gegen Stress?

Es ist heute wirklich kein Geheimnis, dass Bewegung für die körperliche und geistige Fitness enorm wichtig ist. Dies gerade auch in einer Zeit, wo sich die Arbeitswelt von körperlicher zu geistiger Tätigkeit hin entwickelt und das verstärkt durch den Einzug der Digitalisierung in alle Lebensbereiche. Der Mensch braucht die körperliche Bewegung, um einen Ausgleich zu der überwiegend sitzenden Tätigkeit im Beruf zu  haben. Aber nicht nur dafür.

  1. Bewegung fördert die hormonelle Regulation, insbesondere Hormone wie Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin sowie Serotonin und Endorphine.
  2. Bewegung reguliert den Insulin- und Blutzuckerspiegel, wirkt sich damit günstig in Bezug auf Diabetes aus und wirkt prophylaktisch dagegen.
  3. Bewegung fördert weiterhin die Synapsenbildung im Gehirn und fördert bessere kognitive Leistungen
  4. Schließlich fördert Bewegung auch die kommunikative Ebene, weil bzw. wenn man im Team trainiert

Besonderen Wert hat moderate Bewegung zur Erzielung einer hohen Ausdauerleistung, weil nach Prof. Dr. Wilfried Kindermann gilt:

„Ausdauertraining wirkt sauerstoffsparend, blutdrucksenkend, herzrhythmusstabilisierend, stoffwechselfördernd und blutgerinnungshemmend und hat bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen“

Ausdauer ist die physische und psychische Fähigkeiten, körperliche Belastungen über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten zu können und sich danach schnell zu erholen. Um das zu erreichen, sollten höchstens 30% der eigenen Muskelkraft während des Trainings einsetzt werden.

Was erreicht man durch moderate Bewegung?

  1. Das Herz ist in der Lage, höhere Leistung zu vollbringen, wobei auch die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert und die Anzahl der Mitochondrien und deren Größe zunehmen.
  2. Durch moderate Bewegung werden die Stresshormone Cortisol und Adrenalin abgebaut, Blutzucker und Insulinspiegel werden gesenkt und die Glückshormone Serotonin und Dopamin sowie Endorphine werden freigesetzt. Diese schützen den Körper vor Stressoren und die Muskulatur wird entspannt.
  3. Damit schützt moderate Bewegung vor Depressionen, fördert die emotionale Stabilität, verbessert die Stresstoleranz, reduziert Angst, verbessert Stimmung, Sexualität und Schlafqualität.

Leider passiert es aber auch immer wieder, dass Menschen von einem falschen Ehrgeiz gepackt werden und die sportliche Belastung zu intensiv gestalten.

Eine zu intensive sportliche Belastung führt zu einem hohen Stoffwechsel- und Energiebedarf und zehrt damit sehr an den körperlichen Reserven. Es  werden massiv freie Radikale gebildet, die zur Belastung der Zellen, insbesondere der Mitochondrien führen.

Folge davon ist, dass mehr Mikronährstoffe und Aminosäuren verbraucht werden. Sollte dann auch noch die Regeneration nach dem Training vernachlässigt werden, droht die Gefahr von Übertraining mit starker Stressbelastung bis hin zum Burnout.

Vorsicht auch bei Bewegung unter Stressbelastung

  • Es droht Überforderung, weil die Person ohnehin eine große Neigung zu körperlicher Erschöpfung hat.
  • Diese Personen haben auch permanent Zeitnot und gönnen dem Körper nicht die notwendige Regenerationsphase
  • Überforderung droht auch, weil es einen großen Drang zu hohen Leistungen gibt

Enorm wichtig nach körperlicher Tätigkeit oder Sport ist die Regeneration. Das sind all die Prozesse, die zur Wiederherstellung des physiologischen (biologischen) Gleichgewichtszustandes führen. Regeneration ist unbedingt erforderlich, weil es zu einem Mineralstoff-, Vitamin- und Enzymverlust kommt. So z.B zu Kalium- und Natriumverlust durch Beanspruchung des Nervensystems, Kalzium- und Magnesiumverlust durch Beanspruchung des Energiestoffwechsels. Weiterhin wird das Herz-Kreislauf-System stark beansprucht. Es erfolgt eine Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ebenso des Temperaturhaushalts.

Natürlich ist es immer gut, wenn man sich sportlich betätigt. So zum Beispiel nach einem langen, harten und stressigen Tag im Büro ist eine Runde durch den Park genau das richtige Mittel, um den Kopf freizubekommen und Stress abzubauen

Zudem hilft Bewegung im Grünen ebenfalls dabei, Stress abzubauen, schon allein dadurch, dass grün sehr ausgleichend wirkt. Wie eine Studie an der Universität Essex zeigte, haben bereits 5 Minuten in grünem Umfeld nachweislich eine positive Wirkung auf die Psyche.

Eine weitere Lösung in Bezug auf Bewegung heißt Spaß! Sport und jede Art von Bewegung sollen Spaß machen. Dann sind die Effekte am stärksten, wie bei jeder Tätigkeit, die wir mit Freude ausführen. Bedingt durch unseren Lebensstil, schätzen viele Leute ein, dass sie keine Zeit haben, sich zu bewegen. Deshalb rate unbedingt, die Zeit für Bewegung in den Tagesablauf zu integrieren. Auch ist es eine Überlegung wert, ob man jeden Weg mit dem Auto fahren muss. Kürzere Strecken kann man auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen.

Wenn man nicht geübt ist, sich zu bewegen, sollte man wie folgt vorgehen:

Tipps für den Untrainierten:

Fange klein an, und zwar aus Überzeugung und nicht weil dich Jemand überredet hat. Für den Anfang ist es sogar besser, sich zu unterfordern, statt sich gleich bis zur völligen Erschöpfung zu verausgaben.

Stell dir einen Trainingsplan auf, und vermerke,    wann Du anfangen möchtest? Wie oft und wie lange Du trainieren möchtest.

Übe zusammen mit einem gleichwertigen Trainingspartner. Auch das kleinste 5-Minutentraining ist für jeden Anfänger ein Gewinn. Denke daran: Es ist nie zu spät, sich zu bewegen! Das zeigen Untersuchungen an 70-jährigen, die noch erstaunliche Muskelzuwächse und Verbesserungen der Herz-Kreislauf-Leistung erzielen können. Arbeite darauf hin,

  • täglich allgemeine körperliche Aktivitäten durchzuführen
  • pro Woche 3 bis 5 Mal pro Woche ein Ausdauertraining von mind. 30 Minuten zu bestreiten. Das kann auch ein Spaziergang durch den Park oder eine Wanderung durch den Wald sein
  • 1 bis 2mal pro Woche, den Körper intensiver zu belasten
  • 2 x pro Woche ein Kraft- und Koordinationstraining zum Muskelaufbau durchzuführen
  • Regelmäßigkeit beim Sport zu erlangen

 

Show 010: Lebendiges Wasser

Das Verhältnis von Natrium und Kalium im Wasser der Weltmeere ist dem im menschlichen Körper sehr ähnlich. Trotzdem können wir Wasser aus dem Ozean nicht trinken, weil der Salzgehalt einfach zu hoch ist. Die Menschen haben immer Süßwasser getrunken. Zu Zeiten, wo man noch keine Wasseraufbereitung kannte, war das Quellwasser besonders sauber, hatte einen beachtlichen Weg aus tiefen Erdschichten hinter sich, war unterwegs oft verwirbelt worden. Dieses Wasser war und ist nicht nur sehr bekömmlich sondern ist total auf unsere Bedürfnisse abgestimmt, weil es lebendiges Wasser war. Was zeichnet lebendiges Wasser aus? Forscher aus den USA haben die Gründe dafür gefunden. Sie konnten feststellen, dass sich Wasser an hydrophilen Grenzflächen, wie sie auch in unserem Körper vorliegen, selbstständig ordnet, oder orientiert. Es teilt sich dabei in zwei Schichten, wobei die oberflächennahe Schicht durch ihre Ordnung eine ganz andere Struktur mit anderen Eigenschaften besitzt.

Diese Schicht ist etwa einen Viertel Millimeter dick und wurde von den Forschern als  „Exclusion Zone“ (EZ) getauft. In dieser Zone haben wir nicht nur eine geordnete Wasserstruktur, das Wasser kann sich hier auch selbst reinigen. Somit enthält die Exclusion Zone sehr reines Wasser. Alle anderen gelösten Stoffe werden in die anderen Schichten verdrängt.

Obwohl dieses Phänomen schon länger bekannt ist, konnte Pollack erst jetzt die Erklärung dafür liefern. Neben der Fähigkeit zur Selbstreinigung hat das Wasser in der EZ noch einen veränderten elektrischen Widerstand, eine höhere, fast gelartige Viskosität, verfügt über eine starke Fähigkeit zur Absorption von Infrarotlicht, einen veränderten ph-Wert und eine deutliche negative Ladung. Die Wassermoleküle gaben Protonen ab und ordneten sich in einem stabilen, hexagonalen Gitter an. Hinzu kommt, dass bei diesem Wasser auch das Verhältnis von Wasserstoff zu Sauerstoff nicht 2:1, sondern 3:2 ist, also auch chemisch eine ganz andere Form darstellt.

Generell spielt EZ-Wasser besonders in lebenden Organismen eine große Rolle. Es ist sehr energiereich. Diese Energie erhält das Wasser in der Natur durch Sonnenlicht, konkret durch Infrarotlicht. Ohne Licht-Strahlungen bildet sich kein lebendiges Wasser. Wasser speichert die Energie des Sonnenlichts in Form einer hexagonalen Struktur. Auf diese Weise ist das Wasser energetisiert.

Bedingt durch die kleinen Abstände zwischen und in unseren Zellen, haben wir in unserem Körper sehr viele Grenzflächen mit Exclusion-Zonen. Damit unterscheidet sich das Wasser im lebenden Organismus chemisch, strukturell und funktional deutlich von gewöhnlichem Wasser. Es ist ein hoch geordnetes, kristallartiges Medium.

Pollack geht sogar so weit zu sagen, dass EZ-Wasser der Motor des Lebens ist. Hiermit erklärt er auch die besondere Funktion von Kapillaren, Zellmembranen und Membran-Tunneln. Auch die Funktion von Proteinen lässt sich erst durch das Vorhandensein von geordnetem Wasser wirklich beschreiben. Wenn dem aber so ist, dass in unserem Körper geordnetes Wasser eine zentrale Funktion hat, sollte diese Funktion auch erhalten werden.

Pollack drückte das so aus:„Wir wissen heute, dass die meisten Makromoleküle ohne das EZ-Wasser zusammenbrechen und ausfällen würden – sie könnten nicht einwandfrei funktionieren. Nun beruhen viele Krankheiten anerkannter Weise auf Funktionsstörungen von Proteinen oder deren Regulierungssystemen. In einem solchen Protein-zentrierten Netzwerk, kann eine Funktionsstörung durch zwei Komponenten entstehen: durch das Protein selbst oder das EZ Wasser, welches das Protein umhüllt.“

Pollack konnte zeigen, dass die Struktur des EZ-Wassers in Modellversuchen selbst bei den pH-Werten der Magensäure intakt blieb und vermutlich auch in dieser Form von den Geweben aufgenommen wird.

Somit ist klar, dass Wasser sehr viele unterschiedliche Qualitäten haben kann. Seine Wirkung auf die Gesundheit hängt dabei in entscheidendem Maße auch davon ab, in welcher Form wir es trinken. Mit dem Verzehr von lebendigem Wasser, das in seiner Struktur dem Wasser in unseren Zellen, Organen und Gefäßen ähnelt, kommen wir einer dauerhaften Gesundheit viel näher. Lebendiges Wasser ist geordnet und interagiert strukturell mit den darin befindlichen Makro-Molekülen. Stellt sich die Frage, woher bekomme ich lebendiges Wasser?

Als erstes kann man natürlich sein Trinkwasser aus der Leitung über ein Filter schicken. Dabei wird das Wasser von einigen Stoffen befreit, aber es ist noch kein lebendiges Wasser. Verwirbelungstechniken bieten sich an, weil dabei jeweils kleinere Mengen Wasser in Tröpfchenform überführt werden, die an der Grenzfläche zur Luft die hexagonale Struktur ausbilden können. Dafür gibt es elektrische und manuell zu bedienende Geräte.

Nach Pollack ist auch die Bestrahlung mit Sonnenlicht oder Infrarotlicht eine Möglichkeit, das Wasser zu elektrisieren. Erwähnen möchte ich auch die Variante über EM-Keramik oder Steine, mit denen diese Effekte zu erzielen sind. Sinnvoll für uns alle wäre es sicherlich, wenn wir lebendiges Wasser direkt aus der Leitung bekämen. Dies bedarf jedoch ein Umdenken und zusätzliche wissenschaftliche Beweise.

Wenn Du mehr über lebendiges Wasser in der Natur erfahren möchtest, schau Dir das Video über Viktor Schauberger an. Du wirst dadurch die Natur besser verstehen.

 

Show 009: Unser wichtigstes Lebensmittel – das Wasser

Das Leben auf der Erde hat sich im und aus dem Wasser entwickelt. Schon allein daraus ist die Wichtigkeit des Wassers abzulesen. Der iranische Forscher Batmanghelidj unterstreicht die Bedeutung des Wassers durch den Satz:                                                                                       „ Krankheiten sind nicht das Ergebnis einer fehlerhaften Zusammensetzung von Stoffwechselregulatoren, sondern Durstsignale des Körpers“.  Das bedeutet, die Menge des verzehrten Wassers entscheidet über unsere Gesundheit. Wer Durst hat riskiert krank zu werden. Das kann man durch viele Beispiele belegen, wie der Entstehung von Schmerzen, Migräne, Panikattacken, Verdauungsbeschwerden, Probleme der Übersäuerung und vieles mehr.

Unser Körper selbst besteht  zu 70 % aus Wasser, davon ist etwa ein Viertel in den Zellen enthalten. Wasser ist Bestandteil des Blutes und damit an der Versorgung des Körpers mit Sauerstoff  und wichtigen Nährstoffen beteiligt. Dabei werden auch Giftstoffe über die Blutbahn zu den Nieren transportiert und dort ausgeschieden. Auch unsere Lymphgefäße enthalten viel Wasser. Hier erfolgt ein Großteil der  Entgiftung. Weiterhin ist Wasser an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt. In unserem Körper ist Wasser ein wichtiges Lösungsmittel, das die Konsistenz  unserer Körperflüssigkeiten bestimmt. Vitamine, Mineralien, Zuckermoleküle können erst durch ihre Lösung in Wasser genutzt und transportiert werden. Wasser ist auch an der Aufspaltung vieler Stoffe beteiligt, die erst so für den Körper nutzbar werden. Als Bestandteil von Zellen und Gewebe sorgt Wasser dafür, dass die Funktion der Organe aufrechterhalten werden kann. Nur mit  Wasser kann die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers gewährleistet werden.

Das liegt darin begründet, dass die biochemischen Reaktionen in der Atmungskette nur mit Wasser als Lösungsmittel ablaufen. Nur so können die Mitochondrien Energie produzieren, die zur Leistungsfähigkeit führt. Wenn der Körper Durst verspürt, ist dieser Prozess eingeschränkt.

Andere Getränke bewirken, dass sich die Lösungskapazität für die potentiellen Nährstoffe verändert. Damit ist die Energieerzeugung geschwächt sowie viele andere biochemische Prozesse. Deshalb ist es enorm wichtig über den normalen Flüssigkeitsverzehr hinaus reines Wasser zu trinken. Hinzu kommt, dass in Mischgetränken, Stoffe enthalten sind, die zu falschen Stoffwechselreaktionen führen. Das betrifft auch so gesunde Getränke wie Tee, selbst wenn er Antioxidantien enthält.

Die Frage nach der täglich zu verzehrenden Menge Wasser lässt sich leicht anhand der täglichen Flüssigkeitsausscheidungen berechnen. Über die Haut verlieren wir täglich etwa einen halben Liter Wasser, etwa genau so viel über die Atmung, und über die Nieren scheiden wir ca. 1,5 l. Wasser täglich aus. Berücksichtigen muss man dabei, dass diese Mengen an heißen Tagen ansteigen, ebenso trifft das bei sportlichen oder anderen körperlichen Belastungen zu. Das bedeutet im Normalfall täglich mindestens 2 bis 2,5 l Wasser zu trinken, nur um die Verluste auszugleichen.

Was die Qualität des Wassers anbelangt, so sollte es rein sein. Wie rein das Trinkwasser in Deutschland ist, kann man im UNESCO-Report von 2017  nachlesen. Deutschland ist mit seiner Trinkwasserqualität auf Platz 57 in der Welt und damit zusammen mit Belgien das Schlusslicht in der EU. Eine andere Frage stellt sich bezüglich der Wasserstruktur.

Nach neuesten Erkenntnissen ist das Wasser aus der Leitung tot. Das ist begründet durch die langen Transportwege in Rohren aus Metall oder Kunststoff mit vielen Pumpstationen. Es hat bioenergetisch keine Kraft, wie es sie hat, wenn wir Wasser direkt aus dem Gletscher bzw. aus der Natur  genießen könnten. Darüber mehr in der nächsten Episode.

Generell ist natürliches, lebendiges Wasser mit einer guten Reinheit für den Verzehr zu empfehlen. Der pH-Wert sollte leicht basisch sein, etwa 7,2 um die Funktion der Organe fördern zu können.

Auch ist es wichtig Wasser nach einem bestimmten Rhythmus zu trinken. Zusätzlich zu den üblichen Getränken sollte man im Normalfall 6 bis 8 Gläser Wasser über den Tag verteilt trinken. Dabei jeweils ein Glas eine halbe Stunde vor der Nahrungsaufnahme, also vor dem Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Jeweils 2 weitere Gläser Wasser trinkt man jeweils etwa 2 Stunden noch den Mahlzeiten. Andere Getränke kann man zusätzlich konsumieren. Und wenn Du dich körperlich belastest, musst Du die Wassermenge steigern. Wer mit dem Wassertrinken erst beginnt, sollte zu Beginn streng darauf achten, dass die Trinkmenge mit der Ausscheidung korreliert. Wenn man genug ausscheidet, ist das ein Zeichen dafür, dass die Nieren funktionieren.

 

 

Show 008: Was beeinträchtigt unsere Gesundheit

Hauptsächlich ist es die Art des individuellen Lebensstils, die darüber entscheidet, wie leistungsfähig wir uns fühlen, wie gesund wir sind oder wie alt wir werden. Oft spüren wir erst, wenn wir älter werden, welche Sünden (Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol, Ernährung) wir in unserer Jugend begangen haben. Dabei will ich nicht außer Acht lassen, dass unser Lebensstil auch von objektiven äußeren Faktoren (Umwelt, medizinische Versorgung, sozialer Status) geprägt wird. Die Auswirkungen unseres Lebensstils bekommen wir sehr oft erst nach vielen Jahren zu spüren.

Was gehört alles zu unserem Lebensstil?

Zu den individuellen Einflussfaktoren zählen die Ernährung, das Ausmaß der Bewegung, persönliche Möglichkeiten zur Entspannung und die soziale Eingliederung, geprägt durch Beruf, Freundschaften, Freizeitaktivitäten, auch die Art wie ich wohne, ob in der Stadt oder auf dem Land. Objektive Einflussfaktoren betreffen unsere Umwelt und den Einfluss der gesellschaftlichen Verhältnisse auf unser Leben.

Zunächst zur Umwelt: Die Industrialisierung und extensive Landwirtschaft haben dazu geführt, dass sich immer mehr Schadstoffe in Erde, Wasser und Luft angereichert haben und dieser Prozess noch nicht gestoppt ist. Einige markante Schadstoffe sind:                                    Pestizide, Schwermetalle, Überdüngung, Stickstoff, Medikamente (Antibiotika, Hormone-Pille, Betablocker), Lösungsmittel, Altöle, Plastikmüll, FCKW, CO2, NO, Elektrosmog

In diesem Zusammenhang  ist folgende  Pressemitteilung vom 15.05.2019 wichtig: Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2018 insgesamt 786 Tonnen des extrem klimawirksamen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6)  von inländischen Gasehändlern bezogen. ..Klimawirksame Stoffe nehmen Einfluss auf die Erderwärmung und tragen zum Klimawandel bei. Schwefelhexafluorid ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas: Es trägt in einem Zeitraum von 100 Jahren 22 800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlenstoffdioxid (CO2). Darüber wurde bisher kaum berichtet. Kampf dem CO2 ist bestimmt richtig, aber warum verteufelt niemand Schwefelhexafluorid. Kann man es etwa nicht publikumswirksam mit Autoabgasen in Verbindung bringen und damit den privaten Nutzer verantwortlich machen? Diese Aussage bedeutet nämlich, dass die Industrie weitaus mehr den Klimawandel und die Umweltverschmutzung zu verantworten hat als die privaten Nutzer.

Fakt ist, dass die Umweltverschmutzung uns Menschen auch unmittelbar betrifft. Nicht umsonst haben wir die paradoxe Situation, dass der medizinische Fortschritt sich rasant entwickelt, aber die Zahl der Krankheiten nicht abnimmt.

Eine weitere Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen ist die Ernährung, gekennzeichnet durch Fastfood, Würze mit Glutamat, pestizidbelastete Nahrungsmittel, sinkendem Vitamingehalt allein durch lange Lagerung, Waschen der Lebensmittel mit unnatürlichen Reinigungsmitteln. Damit ist die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Spurenelementen in ausreichender Menge nicht möglich. Wenn dann auch noch Mangelnde Bewegung oder, das kommt auch sehr häufig vor, übertriebene Bewegung dazu kommen ist Stressabbau nicht mehr möglich.   So waren lt. Statistischem Bundesamt im Jahr 2017 62 % der erwachsenen Männer in Deutschland übergewichtig. Dieser Anteil ist gegenüber  den Angaben von  2013 unverändert. Der Anteil übergewichtiger Frauen lag sowohl 2017 (43 %) als auch 2013 (44 %) deutlich niedriger als bei den Männern. Der Anteil der Personen mit Übergewicht steigt mit zunehmendem Alter: Mehr als 70 % der Männer ab 55 Jahren waren im Jahr 2017 übergewichtig.

Zu Lasten der Krankenkassen werden viele Medikamente verordnet, darunter auch solche, die den Mikronährstoffverbrauch erhöhen. Dies wird den Patienten jedoch nicht gesagt. Wenn jedoch bestimmte Mikronährstoffe fehlen, können die Mitochondrien nicht ausreichend Energie herstellen. Dadurch verschlechtern sich die Symptome der Patienten nach einer bestimmten Einnahmedauer. Die Lösung wäre jedoch gleichzeitige Substitution der Stoffe, die durch das Medikament abgebaut werden.

Beispiele für solche Medikamente sind Betablocker, die bei Herzschwäche eingesetzt werden, Metformin, ein Präparat für Diabetiker und Statine, die zur Regulierung des Fettstoffwechsels verwendet werden. Das alles sind Coenzym Q 10 - Räuber. Q 10 aber ist die Schlüsselsubstanz bei der Energieproduktion.

Ein wesentlicher Gesundheitsfaktor, wenn nicht sogar der bestimmende, ist Stress.

Unser Lebensstil von heute ist heute nicht mehr  „Artgerecht“. Wir ernähren uns mit industriell hergestellten Nahrungsmitteln, hochgezüchtet und genmanipuliert. Im Vergleich zur Natur leben und arbeiten wir in künstlichen Räumen, Städten oder Fahrzeugen. Das Auge nimmt dadurch nur einen Bruchteil  der natürlichen Farbreize auf, Temperaturunterschiede spüren wir durch unsere Kleidung kaum. Dann erwarten wir auch noch dauerhafte Höchstleistungen von unserem Gehirn, während wir unseren Körper die meiste Zeit in Ruhe belassen. Die Nacht ist durch künstliche Lichtquellen erhellt, Tageslicht durch die Abgasdunstglocke der Städte stark getrübt. Entspannende Naturgeräusche werden durch nervenden Lärm ausgetauscht.

All dies hat ein hohes krankmachendes Potential in sich, weil dadurch

  • der Vitalstoffverbrauch massiv erhöht wird,
  • das Wachstum und die Erneuerung von Geweben wie Nervenfasern und Bindegewebe behindert wird
  • die Versorgung der Zellen mit lebenswichtigen Nährstoffen gehemmt wird und der Abtransport von „Abfallstoffen“ blockiert wird
  • die Belastung des Körpers mit freien Radikalen erhöht wird, welche die Körperorgane schneller altern lassen, die Erbsubstanz zerstören oder verändern und bei der Entstehung von fast allen Krankheiten beteiligt sind

damit Entzündungsvorgänge im Körper, die zu Zell-und Gewebeschäden führen, eingeleitet werden.

Bei dieser massiven Einwirkung von Schadfaktoren, reicht ein gesunder Lebensstil allein nicht aus, um langfristig leistungsfähig zu bleiben. Hierzu ist ein ganzes Programm mit vielen Einzelmaßnahmen nötig. Empfehlen möchte ich deshalb ein Gesundheitsprogramm Dr. Joachim Mutter.

Zu guter Letzt noch ein Zitat von Hippkrates, ca. 460 bis 370 v. Chr.:

„Das beste Mittel gegen Krankheit ist Gesundheit“

Man kann auch sagen, bevor Du riskierst krank zu werden betreibe Gesundheitsprophylaxe. Die nächsten Episoden werden dafür weitere Empfehlungen geben.

Show 007: Die mütterliche DNA der Mitochondrien

Die Untersuchungen zur mütterlichen DNA der Mitochondrien zeigt, warum so viele Krankheiten nur von der Mutter vererbt werden. Weiterhin hat sie Bedeutung für die Stammesgeschichte, denn mithilfe dieser DNA kann man ermitteln mit wem man mütterlicherseits verwandt ist..

Die mitochondriale DNA wird nur von der Mutter vererbt.  Alle Kinder derselben Mutter haben also die gleiche mitochondriale DNA. Die Töchter dieser Frau vererben die gleiche DNA weiter. Somit kann man anhand der mitochondrialen DNA die persönliche Lebensgeschichte der mütterlichen Linie erfahren.

Die mitochondriale DNA hat nur 16000 Basenpaare, während das Erbgut im Genom des Zellkerns 3 Milliarden Basenpaare umfasst. Mit dieser relativ kleinen und überschaubaren Anzahl an Basenpaaren kann man sehr gut die menschliche Geschichte rekonstruieren. Eine erste Untersuchung dazu gab es 1987 von Rebecca Cann, Mark Stoneking und Allen Wilson. Sie fanden heraus, dass sämtliche heute lebenden Menschen von einer einzigen Urmutter ihre Mitochondrien geerbt haben. Man nannte diese Urmutter die mitochondriale Eva. Anhand der Mutationszahlen konnte man die Zeit, in der diese Urmutter lebte, auf etwa 150.000 Jahre zurückdatieren.

Ein Büchlein von Bryan Syces „Die sieben Töchter Evas“ zeigt sehr eindrucksvoll, wie die Geschichte gewesen sein könnte. Alles durch die mtDNA nachgewiesen.

Daraus lässt sich ableiten:

Die mitochondriale DNA ist weitestgehend sehr robust, hätte sie sonst 6000 Generationen mit Entbehrungen, Infektionskrankheiten, Naturereignissen überlebt?

Andererseits stellt sich die Frage, bleiben wir auch von neuen Mutationen verschont, obwohl wir einem großen Stress, Umweltbelastungen bis hin zu Atombombenabwürfen, radioaktiver Verseuchung, Schadstoffbelastung der Meere, der Erde und der Luft durch Chemikalien, Arzneimittel und vielen anderen ausgesetzt sind?

Global gesehen müssen wir zu allererst unsere Umwelt wieder auf ein Niveau zurück entwickeln, wie wir es vor den industriellen Revolutionen hatten. Die international gestellten Ziele greifen hier aus meiner Sicht nur minimal ein. Wenn man dann als Umweltsünder dafür bezahlen kann, damit man weniger in den Umweltschutz investieren muss, so kann ich das nur als halbherzig bezeichnet. Viel wichtiger ist es doch, aufzuhören mit dem Abholzen der Urwälder, der grünen Lunge unserer Erde, Aufzuhören mit dem Verklappen von Chemikalien und Abfällen aus der Wirtschaft und privaten Haushalten in die Ozeane, den Tourismus in besonders bedrohten Landschaften einzudämmen, unsere Hochgebirge vor Verschmutzung durch Bergtouristen zu schützen und noch vieles mehr. Darüber hinaus müssen all die Schäden beseitigt werden, die im Laufe der Jahrhunderte von uns Menschen angerichtet wurden. In dem Zusammenhang unterstütze ich die Initiative von Greta Thunberg „Fridays for future“. Kinder und Jugendliche begreifen, dass sie unter den Umweltsünden der vorherigen Generationen leiden müssen.

Show 006: Vitamin C - eine Wunderwaffe gegen viele Krankheiten

Die Geschichte von Vitamin C ist eng mit der Heilung der seit einigen Tausend Jahren bekannten Krankheit Skorbut verbunden. Bereits vor 3000 Jahren kannte der griechische Arzt, Hippokrates Skorbut und berichtete darüber. Aufgetreten ist diese Krankheit bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich auf langen Seereisen und den ersten Polarexpeditionen.                                                                                          Man erkannte dabei, dass die Krankheit sich nach dem Verzehr von Zitrusfrüchten besserte. Dennoch gelang es erst im Jahre 1928 dem Ungarn Albert Szent-Györgyi und dem Amerikaner Charles Glen King einen wesentlichen Beitrag zur Entdeckung des Vitamins C zu leisten. Ihnen gelang es Vitamin C aus Zitronensaft zu extrahieren und in kristalliner Form zu isolieren. Sie konnten dabei nachweisen, dass diese Substanz für die Heilung von Skorbut verantwortlich ist.                      Den Schweizer Chemikern Tadeusz Reichstein und Anton Grüssner gelang 1933 erstmals die künstliche Herstellung von Vitamin C, das Patent meldete Roche im gleichen Jahr an. Bereits 1934 begann die Firma Roche in der Schweiz mit der industriellen Fertigung von Vitamin C.

Gemäß einem Zitat von Harald Krebs ist Vitamin C der meist unterschätzte Wirkstoff der Medizin. Seit seiner Entdeckung liegen weltweit über 6000 Studien vor, die beweisen, welche Wirksamkeit Vitamin C entfalten kann und, einer Wunderwaffe gleich, gegen eine Vielzahl von Erkrankungen hilfreich ist. Thomas E. Levy zeigt in seinem Buch „Heilung des Unheilbaren“, dass Vitamin C in kürzester Zeit Hepatitis ausheilen kann. Weiterhin ist bewiesen, dass es erfolgreich bei Kinderlähmung angewendet werden kann. Außerdem ist Vitamin C ein hervorragendes Entgiftungsmittel bei Schwermetallbelastungen im menschlichen Organismus. Eine weitere Rolle spielt Vitamin C in der Krebstherapie. Als nebenwirkungsfreies Naturprodukt kann Ascorbinsäure zahlreiche Infektionskrankheiten abwehren oder rückgängig machen. Hierzu einige konkrete Beispiele:

In seinem Buch „Das Vitamin-Programm“ schreibt Linus Pauling,

Vor 13 Jahren besuchte mich ein junger Arzt und sagte: Dr. Pauling, Sie haben mir das Leben gerettet. Ich litt an einer chronischen Hepatitis und wäre daran gestorben, aber dann hörte ich von Ihrer Therapie mit hohen Vitamin – C –Dosen, und sie hat mich geheilt.

Linus Pauling: Das Vitamin Programm, 1992

Abram Hoffer beschrieb in seinem Büchlein „ Orthomolecular Treatment for Schizophrenia“ die Heilung von Schizophrenie nur allein durch die Gabe hoher  Dosen Vitamin C (10g täglich) und Vitamin B3 (3g täglich). Dies ist ihm bereits 1954 gelungen.

Linus Pauling beschrieb einen ähnlichen Fall einer Patientin, die bereits über 6 Jahre an Schizophrenie gelitten hatte, ja sogar einen Suizid begehen wollte. Sie hörte jedoch von der Heilung durch Vitamine und therapierte sich damit.

Sie war sehr dankbar für die neu gewonnene Lebensqualität.

Die Ärztin Prof. Blaurock-Busch heilte mit Vitamin C Patienten mit Gürtelrose innerhalb von 3 Tagen. Dabei bekamen die Patienten lediglich 10g Vitamin C intravenös verabreicht.

Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag, 1995

Ein letztes Beispiel ist die Anwendung von Vitamin C bei Asthma. Strunz schreibt dazu: 9 Studien zu Asthma und Vitamin C zeigen die Verhinderung von Asthmaanfällen, wenn täglich 1-2 g zusätzliches Vitamin C dauerhaft eingenommen werden.

Strunz/Jopp: Die Vitaminrevolution, Gräfe und Unzer, 2003

Warum jedoch kann Vitamin C bei vielen Erkrankungen hilfreich sein?

Chemisch stellt Ascorbinsäure ein Redoxsystem dar, das leicht und reversibel oxidiert werden kann. Damit kann Vitamin C bei enzymatischen Hydroxylierungen aktiv werden. Viele enzymatische Prozesse können dadurch beeinflusst werden, wie die Adrenalin und Corticosteroidsynthese, die Kollagensynthese und der Cholesterinabbau. Eine weitere wichtige Rolle hat Ascorbinsäure bei der Reifung der Erythrozyten, den roten Blutkörperchen. Ascorbinsäure ist an der Eisenverwertung und Eisenresorption beteiligt. Nachgewiesen ist auch der überaus günstige Einfluss von Vitamin C auf die Immunmodulation. Damit ist es möglich, die Abwehrmechanismen zu steigern. Vitamin C greift regulierend in viele Stoffwechselvorgänge ein. Durch seine chemische Struktur ist Ascorbinsäure enorm wichtig für die Abwehr freier Radikale, die in Zusammenhang mit oxidativem Stress entstehen. Wenn man weiß, dass freie Radikale maßgeblich an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt sind, wie zum Beispiel Allergien, Demenz, Arteriosklerose, Asthma, Autoimmunerkrankungen, chronisches Müdigkeitssyndrom, Krebserkrankungen, Leberschäden, Parkinson, Multiple Sklerose oder Sarkoidose, kann man sich vielleicht vorstellen, dass Substanzen, die den Körper vor der Wirkung der freien Radikale schützen, auch auf die Krankheit direkt Einfluss haben können.                                            Vitamin C wird teilweise über die Mundschleimhaut, aber zum überwiegenden Teil über den Dünndarm aufgenommen. Die Ausscheidung erfolgt über die Nieren, aber auch über die Haut bei übermäßigem Schwitzen.

Ascorbinsäure ist an der Biosynthese von Proteinen und der Bildung von Hormonen beteiligt. Es erfüllt eine wichtige Funktion im Energiestoffwechsel.                                                                                 Weitere Funktionen sind:

  • der Abbau zyklischer Aminosäuren (diese kommen teils als falsche Neurotransmitter über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn, können hier u.a. an der Entstehung verschiedener Demenzen beteiligt sein)
  • Eine weitere Funktion ist die Senkung der Histaminfreisetzung (allergische Reaktionen sind hiermit verbunden)
  • Vitamin C ist an der Entgiftung und Senkung der Schwermetallbelastung beteiligt
  • Durch Ascorbinsäure wird die Aufnahme von Eisen im Dünndarm verbessert
  • Vitamin C ist ein Stimulans des Nervensystems und Aktivator für das Immunsystems
  • Mit seinen antioxidativen Eigenschaften schützt Vitamin C die Mitochondrien vor der Belastung mit freien Radikalen
  • Vitamin C regeneriert Vitamin E und ist an der Bildung von Verdauungsenzymen beteiligt
  • Ascorbinsäure sorgt für die Senkung des LDL-Cholesterols und die Erhöhung des HDL-Cholesterols im Blut, sowie Senkung der Triglizeride
  • Ascorbinsäure ist wichtig für die Tumorprophylaxe
  • Durch Vitamin C wird der menschliche Alterungsprozess beeinflußt und die Vitamine A, E und B geschützt

Somit bietet es sich an Vitamin C prophylaktisch einzunehmen.    Vitamin C kann bis zu einer Menge von einigen Gramm selbst eingenommen werden. Besonders in Belastungssituationen, wie bei Erkältungen, bei geschwächtem Immunsystem, Allergien, bei einer hohen Belastung durch freie Radikale kann die maximale Menge bei Selbstmedikation einige Gramm betragen.

Da Vitamin C eine Säure ist, sollte die max. Einnahmemenge von der Magenverträglichkeit abhängig gemacht werden. Die günstigste Variante ist ein Präparat mit verzögerter Freisetzung bzw. ein Präparat, das über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Die Einnahme sollte generell nach dem Essen, am günstigsten abends erfolgen.                                                                                                          Beachten muss man aber auch, dass Vitamin C beim Zubereiten, sprich Kochen, leicht zerstört werden kann. Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass Vitamin C kaum überdosiert warden kann. Es wird nicht im Körper gespeichert und alls, was zu viel ist, wird über die Nieren ausgeschieden. Geschichten über die Bildung von Nierensteinen gibt es, sind aber nicht haltbar: So sagt Harald Krebs: Nach den vorliegenden Ergebnissen über die Anwendung von Viatmin C in oraler und parenteraler Form auch im Megadosenbereich (30, 100g täglich) zu urteilen, gibt es keine Anhaltspunkte für gesundheitsschädigende Nebenwirkungen der Vitamin C-Hochdosistherapie

 

 

Show 005: Kann man Stressbelastung messen ?

Bekanntlich kann man Stress als einen Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt, definieren. Der Begriff wurde 1936 von H. Selye geprägt, der zwischen Eustress als einer notwendigen und positiv erlebten Aktivierung des Organismus und Distress als belastend und schädlich wirkender Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen unterschied. Stress kann durch eine Vielzahl körperlicher und seelischer Reize (Stressoren) ausgelöst werden, darunter sind Lärm, Verletzungen, Infektionen, Probleme in der Partnerschaft, Überforderung im Beruf, Verlust eines geliebten Menschen u.a. Unabhängig von der Art der einwirkenden Stressoren kommt es nach Selye zu körperlichen Anpassungsreaktionen. In der ersten Phase werden von der  Nebennierenrinde Cortisol und vom Nebennierenmark wie Adrenalin und Noradrenalin vermehrt ausgeschüttet. In der 2. Phase versucht der Organismus, sich an den Stressor anzupassen. Dabei lässt die Widerstandsfähigkeit gegenüber anderen Stressoren nach, und es kann zu einer Schwächung des Immunsystems kommen, so dass sich die Abwehrbereitschaft gegenüber Krankheiten verringert. Bei chronisch einwirkendem Stress kann es in der Phase der Erschöpfung zu organischen Erkrankungen kommen wie z.B. Magengeschwüren, Bluthochdruck oder Herzinfarkt. Folgen von chronischem Stress spüren auch die Mitochondrien, die nicht mehr in der Lage sind ausreichend Energie zu produzieren, weil sie selbst in einen stressartigen Zustand geraten sind. Auch ist chronischer Stress dafür verantwortlich, dass unser vegetatives Nervensystem nicht mehr in Balance ist.
(Quelle: www.wissen.de). Daraus folgt aber auch, dass mit der Messung bestimmter Parameter eine Aussage darüber getroffen werden kann, wie strak unser Körper unter dem Stress leidet. Deshalb möchte ich Dir zeigen, welche Faktoren bestimmt werden können, wie relevant sie für die Stressbewältigung sind und welche Maßnahmen man durchführen kann, um die Situation zu verbessern.

Bei Dauerstress werden die Stresshormone beständig freigesetzt. Damit bietet sich die Messung der Stresshormone an, um die hormonelle Belastung durch Stress zu erkennen. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, kann man sowohl im Blut als auch im Speichel messen. Für Kortisol kann man mithilfe des Speicheltests sogar  das Tagesprofil bestimmen. Alle drei Parameter kann man labormedizinisch bei einem Arzt oder Heilpraktiker bestimmen lassen. Sollten die Werte nicht im Normbereich liegen, kann man entsprechende Therapien empfehlen, die zum Ziel haben, die Hormonwerte zu stabilisieren.

Eine weitere Möglichkeit, Stress zu quantifizieren, ergibt sich durch die Tatsache, dass bei Dauerstress die Belastung mit freien Radikalen stark zunimmt. Freie Radikale sind hochreaktive Spezies, zum Beispiel Hydroxylradikale, Sauerstoffradikale und auch andere. Sie spielen eine wichtige Rolle in zellbiologischen Prozessen, können aber in zu hoher Konzentration die Zellen schädigen. Natürlich ist die Entstehung freier Radikale nicht ausschließlich durch Stress bedingt. Wenn man seine Belastung kennt, kann man den Körper zum Beispiel durch die Einnahme von Antioxidantien von freien Radikalen befreien.

Freie Radikale kann man in einem freien Radikale Check messen lassen. Diesen kann man zum Beispiel über die  Apotheke beziehen. Dieser Test enthält 3 Teststreifen, die man zur Therapiekontrolle einsetzen kann.

Ich möchte an dieser Stelle nur zwei Antioxidantien nennen. Das sind Coenzym Q 10 für die fettlöslichen Radikale  und Vitamin C für die wasserlöslichen Radikale.

Stress äußert sich zuerst durch eine Einschränkung der physischen und psychischen Belastbarkeit. Die Ursachen sind zumeist Überlastung und Überforderung, sowohl mental als auch körperlich. Zur Bestimmung des Stresszustandes eines Menschen gibt es psychologische Testverfahren. Darunter sind Selbsttests, die man zur eigenen Orientierung nutzen kann. Psychologisch validierte Verfahren werde von Psychotherapeuten genutzt, um den Behandlungsverlauf dokumentieren zu können.

Eine weitere Methode, Stressbelastung zu messen ergibt sich über das autonome Nervensystem. Die Stressreaktionen des menschlichen Körpers werden durch das vegetative, bzw. autonomes Nervensystem gesteuert. So  ist der Sympathikus für die Aktivierung von Körpervorgängen verantwortlich. Der Parasympathikus für Entspannung. Beide Anteile des vegetativen Nervensystems sollten unter Normalbedingungen im Gleichgewicht sein, ähnlich einer waagerecht gestellten Wippe. Dann sprechen wir auch von einem Zustand, der weitestgehend stressfrei ist.

Eine Methode, die Aussagen über das vegetative Nervensystem zulässt, ist die Messung der Herzratenvariabilität. So schlägt unser Herz schlägt konstant in einem Takt. Es muss ständig auf innere und äußere Einflüsse reagieren. Dieser Zustand ist normal. Und je besser wir auf verschiedene Situationen reagieren können, desto gesünder ist unser Organismus. Dies zeigt sich in einer ausgeprägten Unterschiedlichkeit der Herzschläge, auch Variabilität genannt.

Die Unterschiedlichkeit (Variabilität) der Herzschläge könnte man mit der Fähigkeit einer jungen Birke vergleichen, die sich durch ihre elastische Biegsamkeit einem Sturm gut anpassen kann. Je kräftiger der Wind weht, desto weiter biegt sich der Baum hin und her. Wenn der Sturm sich legt, nimmt die Birke wieder ihre Mittelstellung in Ruhe ein. Würde der Baum diese Fähigkeit verlieren, würde er im Sturm umknicken.

Ähnlich verhält es sich mit dem Organismus des Menschen. Er ist in jungen Jahren flexibel, kann sich schnell an Situationen anpassen. Mit den Jahren verhärtet er und verliert im Alter seine Elastizität. Wenn es uns gelingt, dass wir uns an äußere Bedingungen anpassen können und mit unterschiedlichem Herzschlag darauf reagieren, sind und bleiben wir gesund. Wenn unser Körper unfähig ist, flexibel zu reagieren, werden wir krank.

Der Herzschlag eines kranken Menschen zeigt wesentlich geringere Veränderungsmöglichkeiten als bei einem gesünderen Menschen, also eine geringere Anpassung.

Die Unterschiedlichkeit der Herzschläge, auch Herzratenvariabilität genannt, kann man messen. In nur fünf Minuten kann festgestellt werden, wie flexibel der Organismus ist. Gleichzeitig gibt diese Messung Auskunft über die persönliche Stresstoleranz. Sie zeigt, ob der für die Leistungssteigerung verantwortliche Nerv, der Sympathikus, mit der inneren Bremse, dem Parasympathikus, im Gleichgewicht ist.

Mit der Messung der Anpassungsfähigkeit der Herzschlagfrequenz, können Krankheitstendenzen frühzeitig erkannt werden und durch geeignete Therapien verhindert oder gemildert werden.

Geeignete Therapeuten findet man auf der Website von Biosign. www.biosign.de/therapeuten/ Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich selbst auch diese Methode in meiner Praxis anwende.

Show 004: Eine wunderbare Substanz: Coenzym Q10

 

Coenzym Q 10 ist die Schlüsselsubstanz im mitochondrialen Stoffwechsel. Wie kaum eine andere Substanz beeinflusst sie die Energieproduktion und hat darüber hinaus noch weitere wichtige Funktionen. Unter anderem findet Coenzym Q 10 Verwendung in der Kosmetikindustrie. Erst dadurch ist es den meisten Menschen bekannt geworden. Vielleicht weißt Du, dass sich als eine der ersten Branchen die Kosmetikindustrie dieser Substanz angenommen hat.

Warum diese Substanz so bedeutungsvoll ist, will ich nachfolgende darstellen.

Coenzym Q 10 ist eine körpereigene Verbindung. Entdeckt wurde diese Substanz mit ihrem orangegelben Aussehen, die in Hexan gelöst war 1955. Karl Folkers klärte die chemische Struktur auf. 1978 erhielt Peter Mitchell den Nobelpreis, weil er die Bedeutung von Q10 für die mitochondriale Zellatmung und die Energiebildung herausfand.

Fakten über die Bedeutung von Coenzym Q 10 für die Energiegewinnung

  1. Coenzym Q 10 ist in jeder menschlichen Zelle enthalten. Deshalb auch der Name Ubiquinol, was übersetzt „überall“ bedeutet. Diese Verbindung wird benötigt, um in den Zellen Energie zu gewinnen. Die Biosynthese von Q10 erfolgt dabei in den Zellen selbst. Über die Nahrung nimmt der Mensch täglich 1-3 g Q10 auf. Fehlen bestimmte Aminosäuren, z.B. weil ein Eiweißmangel vorliegt, wird auch weniger Q10 synthetisiert. Weiterhin kann man mit einem Q10-Mangel rechnen, wenn die Fettverdauung gestört ist, weil Q 10 eine fettlösliche Substanz ist.
  2. Da Coenzym Q10 eine eindeutig definierte Substanz ist, lassen sich Gewebespiegel jederzeit bestimmen. Q10 wird vorrangig in der Leber aus dem Eiweißbaustein Tyrosin und aus Mevalonsäure biosynthetisiert.
  3. Q10 existiert im lebenden Organismus in zwei Formen, der reduzierten Form(Ubiquinol) und der oxidierten Form(Ubiquinon). Das Verhältnis reduziert zu oxidiert ist beim gesunden Menschen in etwa 90:10. Die reduzierte Form wirkt antioxidativ, sie überträgt Elektronen. Die oxidierte Form hingegen ist die verbrauchte Form, die jedoch zur Stabilisierung der Zellmembran benötigt wird.
  4. Verschiebt sich das Verhältnis reduziert zu oxidiert, ist die Energieversorgung der Zellen gefährdet. Unter Umständen kommt es zum Erliegen der Funktion der Atmungskette, was letztendlich bis zum Zelltod führen kann.

Coenzym Q10 beeinflusst darüber hinaus die Fluidität und Funktionsfähigkeit der Zellmembran. Es lagert sich in die Doppelschicht der Zellmembran ein. Dort beeinflusst es die Steuerung der Wasserkanäle, der Ionenkanäle und die Vitamin C - Pumpen.

Auch der Informationsaustausch zwischen den Zellen wird durch Coenzym Q10 aufrecht gehalten.

Der Schutz vor freien Radikalen und Peroxiden wird ebenfalls durch Q10 ermöglicht. Q10 selbst ist das einzige Antioxidans, das vom Körper selbst synthetisiert wird. Eng in Zusammenhang mit dieser Eigenschaft schützt Q10 vor Umweltgiften und Strahlenbelastung. Es hat sich gezeigt, dass Q10 einen neuro-protektiven Effekt besitzt, der Schäden durch Umweltgifte minimiert.

Viele Studien, belegen die überaus die positive Wirkung von Q10 bei vielen Erkrankungen.

So ist inzwischen bekannt, dass Q10 die Belastbarkeit und Lebensqualität von Herzpatienten verbessert. Das hat dazu geführt, dass in Japan und in Dänemark Q10 für Patienten mit Herzinsuffizienz auf Rezept verordnet wird.

Auch Krebspatienten profitieren von Q10, weil sich ihre Leistungsfähigkeit verbessert.

Studien zu Q10 bei Bluthochdruck, Blutzucker und hohem Cholesterin belegen gute Eigenschaften zur Senkung von Blutdruck, Insulinspiegel und Blutfettwerten.

Einnahme von Coenzym Q10 führt zur Dämpfung des Rheumaschmerzes und verbesserter Beweglichkeit bei 60-80 % der Patienten (Dr. F.Enzmann)

Wichtig zu wissen ist, dass Coenzym Q10 min Nebenwirkungen von Medikamenten mindert. Da es sehr viele Medikamente gibt, die den Q10-Spiegel senken, sollte immer zusätzlich Coenzym Q10 eingenommen werden. Solche Medikamente sind zum Beispiel beta-Blocker, Statine, Metformin und auch H2-Blocker.

Für alle, die mehr über Coenzym Q10 wissen möchten, empfehle ich das Buch von

Dr. Michael Weber:

„Q10 Die Erfolgsgeschichte eines Vitalstoffes“

ISBN:978-3-8370-2385-5

Literatur

1.Mortensen SA: Coenzyme Q10 and the diseased heart: blood and tissue levels of CoQ10 in relation to myocardial function and CoQ10 therapy. Boston: 1 st Conf. of the Intl. Coenzyme Q10 Assn.:78-80 (1998)

2.Fujimoto S; Kurihara N; Hirata K; Takeda T: Effects of coenzyme Q10  administration on pulmonary function and exercise performance in patients with chronic lung diseases. Clin Investig: 71:162-

3. Lockwood K; Moesgaard S; Hanioka T; Folkers K: Apparant partial remission of breast cancer in high-risk-patients supplemented with nutritional antioxidants, essential fatty acids and coenzyme Q10. Mol Aspects Med: 15s:231-240 (1994)

4.Takahashi N; Iwasaka T; Sugiura T; Onoyama H; Kurihara S; Inada M; Miki H; Uyama M: Effect of coenzym Q10 on hemidynamic response to ocular Timolol. J.Cardiovasc. Pharmacol. 14:462-468 (1989)

5. Kishi T; Takahashi K; Mayumi T; Hama T: Protective effect of coenzyme Q on adriamycin in beating heart cells. Biomed. and Clin. Aspects of CoQ10: 4:181-194 (1984)

 

Show 003: Stress und Kommunikation


Fluch und Segen der digitalen Kommunikation beschäftigt heute nicht mehr nur betroffene Menschen, sondern ist zunehmend auch Inhalt von Studien.

So zeigt sich, dass sich alles, was einerseits sehr günstig für die Arbeitswelt und den Umsatz der Hersteller ist, dazu führen kann, Menschen abhängig zu machen, Stress hervorzurufen und im schlimmsten Fall Krankheiten zu verursachen. Dies wiederum ist auch kein Gewinn für die Arbeitswelt. Fazit daraus ist, dass wir lernen müssen, mit den neuen Möglichkeiten der Kommunikation so umzugehen, dass sie uns einerseits Zeit sparen helfen und auf der anderen Seite durch die Flut der Informationen, keine Überforderung eintritt.

Den Segen der neuen Kommunikationswege kann man sehr leicht ermessen, wenn man sich betrachtet, welche Mittel die Menschen früher verwendet haben, um Nachrichten zu überbringen.

Der Physiker und Philisoph Michael Kroker hat auf seinem Blog eine tolle Infografik bereitgestellt, die einen schnellen Überblick über die Entwicklung der Kommunikationsmittel gibt.

Die beiden neuesten Kommunikations-Massenmedien sind laut Mikogo übrigens die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter: Allein bei letzterem ist die Zahl der täglichen Tweets in binnen fünf Jahren von 5000 im Jahr 2007 auf zuletzt rund 500 Millionen explodiert: Das sind 6000 Tweets pro Sekunde.

Nachrichten und jede andere Art von Informationen kann über die neuen Medien mit Lichtgeschwindigkeit weitergeleitet werden. So ist es möglich, allen Menschen augenblicklich wichtige Informationen weiterzugeben, Bildung ist kein Privileg mehr, man kann über Internet und Co. alles erfahren.

Einen Wermutstropfen hat das alles dennoch. Die ständige Erreichbarkeit, die Versorgung mit allen möglichen, leider auch überdimensional unnötigen Informationen, führt zu einem Zeitknappheitsproblem, was eigentlich dadurch abgeschafft werden sollte.

Dazu möchte gern aus einem Buch von Franziska Kühne zitieren, in der sie die Probleme der heutigen Kommunikation sehr gut beschreibt. Das Buch hat den Titel: Keine E-Mail für Dich

„Durch die vielen Kommunikationswerkzeuge, die wir immer hektischer bedienen, haben wir eine Grundvoraussetzung von Kommunikation, nämlich das Zuhören und das Verstehen-Wollen, verlernt. Man empfängt beim Zuhören verbale und nonverbale Signale, die vom Zuhörer entschlüsselt und auf einen Sinn hin überprüft werden. Dann entscheidet man, wie man darauf reagiert…

Wenn der andere, mit dem man kommunizieren möchte, mir nicht gegenübersitzt, kann ich seine Mimik und Gestik nicht beobachten, und dadurch fehlen wichtige Informationen, Missverständnisse sind vorprogrammiert“

Die modernen Kommunikationsmittel können es nicht erleichtern, Freundschaften zu knüpfen und aufrechtzuerhalten. Was sie können, ist in Kontakt zu bleiben, ohne sich zu sehen.

Im Hintergrund sollte man sich ins Bewusstsein rufen, dass Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist. Es stellt eine elementare Form der Anerkennung dar.

Heute kann man davon ausgehen, dass wir durch das Internet kommunikationsgestörter geworden sind. Das wirkt sich in jedem Fall negativ auf das Wohlbefinden und auch auf die Beziehungsfähigkeit aus.

Die Online-Presse hat sogar den Begriff „Kommunikationsstress“ geprägt.

Was können wir aber selbst tun, um dem Kommunikationsstress zu begegnen.

Dazu Franziska Kühne:

„Wir brauchen Ruhe, um das wahre Leben überhaupt wahrzunehmen. Jeder braucht Zeit zum Nachdenken. ….

Die Zeit, die wir mit dem falschen Einsatz der digitalen Geräte verschwenden frisst unser Leben. Die Defizite, die im zwischenmenschlichen Bereich entstehen, werden den Menschen erst spät bewusst“

Deshalb habe ich folgende Tipps zusammengefasst, die ich selbst auch beherzigen will:

  1. Pflegen wir eine neue, alte Art von Kommunikation, einen echten Dialog zwischen Menschen
  2. Lernen wir einander wieder zuzuhören
  3. Wir werden Prioritäten setzen und dabei beachten, die Medien nur zu nutzen, wenn es einen Sinn macht, um ein bestimmtes Ziel schnell zu erreichen
  4. Denken wir über uns selbst nach, nehmen uns die Zeit, um mit uns selbst im Reinen zu sein. Wie viel digitale Kommunikation brauche ich wirklich?
  5. Entdecken wir die vielen schönen Dinge um uns herum, die Familie, die Natur, Freunde, Musik, Kunst und Theater
  6. Lassen wir wieder mehr Gefühle zu, die in der digitalen Welt vernichtet werden
  7. Lassen wir nicht zu, dass die digitalen Medien uns unsere Antriebskraft nehmen, die wir brauchen, um unsere wahren Interessen zu realisieren
  8. Entdecken wir endlich, was gut für uns ist, lassen wir uns nicht abhängig machen vom sozialen Gruppenzwang, lernen wir zu erleben, was das Leben wirklich ausmacht

Nur so haben wir weniger Stress, kommen besser mit unseren zeitlichen Ressourcen hin, sind ausgeglichen und leben in Harmonie mit der Familie, Freunden und Arbeitskollegen.

Show 002: Stress und seine Auswirkungen auf die Gesundheit


Stress stellt sich als ein Missverhältnis zwischen den Anforderungen an einen Menschen und seinen Möglichkeiten, diesen gerecht zu werden dar. Stress hat Einfluss hat auf den Zustand der Zellen im Körper.

Es wird zwischen positiven und negativen Stress unterschieden. Positiver Stress ist notwendig, damit man seine Leistung abrufen kann, damit man sein Leben effektiv, glücklich und erfolgreich gestalten kann.  Negativen Stress erlebt man dagegen als Überforderungsreaktion des Körpers.

Sich ständig wiederholende Stresssituationen führen schließlich zu Dauerstress. Und - Dauerstress macht krank.

Was geschieht im Körper, wenn er unter Stress gerät.

Zunächst einmal werden Stresshormone freigesetzt. Damit werden verschiedene Organe in Alarmbereitschaft versetzt: Die Spannung von Skelett- und Gefäßmuskulatur wird erhöht, Blutdruck und Puls steigen an, Blutzucker und Fettsäuren als Energielieferanten werden bereitgestellt, die Blutgerinnung wird aktiviert, und das Gehirn erhält mehr Sauerstoff. Selbst sind wir dabei hellwach. Gleichzeitig werden nicht lebensnotwendige Körpervorgänge gedrosselt. Das betrifft u.a. die Verdauung und das Immunsystem. Auch Funktionen unseres Gehirns, die bei der Bewältigung der aktuellen Situation nicht benötigt werden, werden abgeschaltet. Der Körper ist jetzt zu Höchstleistungen bereit.

Nach dieser Alarm- oder auch Aktivierungsphase läuft der Körper mit voller Kraft, bis die Stresssituation vorbei ist oder die Energiereserven verbraucht wurden. Anschließend folgt die Erholungsphase. Nur wenn die Stressreaktion vollständig ablaufen konnte, kann man die Erholungsphase entspannt genießen und neue Kraft für künftige Herausforderungen sammeln.

Die Stressreaktionen des menschlichen Körpers werden durch das vegetative, bzw. autonomes Nervensystem gesteuert. Dabei ist der Sympathikus ist für die Aktivierung von Körpervorgängen verantwortlich. Der Parasympathikus, ist für Entspannung zuständig. Beide Anteile des vegetativen Nervensystems sollten unter Normalbedingungen im Gleichgewicht sein, ähnlich einer waagerecht gestellten Wippe.

Während einer Stressreaktion wird Cortisol freigesetzt.

Bei beständiger Erhöhung des Kortisolspiegels kommt es jedoch zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels und das Immunsystem wird herabgesetzt. Damit werden Entzündungsprozesse gesteuert

Die im Stresszustand benötigte Energie wird durch die Tätigkeit der Mitochondrien in unseren Zellen bereitgestellt. Mitochondrien werden nicht  ohne Grund als Kraftwerke der Zellen bezeichnet. Wenn sie nicht ausreichend Energie produzieren kann unser Körper auch nicht mit Stress fertig werden.

Unter Stress kommt es dazu, dass besonders viel Energie benötigt wird. Wenn der Körper nach der Aktivierungsphase und Beendigung des Stressgeschehens in die Entspannungsphase kommt, wird die Energieproduktion auf normales Niveau zurückgefahren.

Anders beim Dauerstress. Hier schaffen es die Mitochondrien nicht mehr die ausreichende Menge Energie bereitzustellen. Die Zellen kommen dadurch in ein Energiedefizit. Damit können viele Stoffwechselvorgänge nicht mehr normal ablaufen. Im einfachsten Fall haben wir es dann mit Burnout zu tun.

Um das zu vermeiden, sollte man Maßnahmen kennen, die dem Körper helfen, nach stressbedingten Aktionen zu entspannen.

Bekannte Entspannungstechniken, die ich Dir empfehlen kann, sind autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMS), Meditation, Yoga und andere.

Zum stressarmen Leben gehört auch ein erholsamer Schlaf. Dabei sind die bereits erwähnten Entspannungstechniken auch geeignet, das Schlafverhalten zu optimieren. Integriere bewusst Entspannungsmaßnahme in Deinen Tagesablauf.

Ein weiterer Weg zur Stressvermeidung besteht darin, persönliche Gewohnheiten, die zur Überforderung führen, zu vermeiden.

Es gilt eine weitere Sache zu bedenken. In der heutigen Zeit bist Du immer und überall erreichbar. Vermeidung von Kommunikationsstress ist unbedingt notwendig.

Überforderung zu vermeiden hilft Stress zu vermeiden.

Manche Gegebenheit kann man trotzdem nicht ändern. Deshalb muss man seine Aktivitäten auf die Dinge orientieren, die es wert sind.

Ein wichtiger Weg zur Stressvermeidung ist auch die Förderung von Bewegung. Dass Bewegung in vielen Bereichen positive Auswirkungen hat, ist sehr lange bekannt. Sie ist aber auch ein entscheidender Weg, Stress abzubauen. So fördert Bewegung die Verdauung, die hormonelle Regulation von Cortisol und Adrenalin, reguliert den Insulinspiegel und den Blutdruck. Im Rahmen der Stressbewältigung beeinflusst Bewegung die emotionale Stabilität positiv und verbessert damit die Stresstoleranz. Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die Stimmung und Schlafqualität. Ebenso wirkt sich Bewegung positiv auf die Sexualität aus und dient als Ventil für aggressive Gefühle

Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Stressentstehung und -vermeidung ist die Ernährung. Unter den heutigen Bedingungen wird der Körper durch die Ernährung mit Schadstoffen, z.B. durch minderwertige Lebensmittel, Farb- und Konservierungsstoffen belastet. Dadurch wird die Funktion der Mitochondrien,beeinträchtigt. Das wiederum bedingt, dass die Energieproduktion gedrosselt wird und Stress entsteht. Optimal ist natürlich eine Ernährung mit Produkten aus biologischem Anbau, frisch zubereiteter Nahrung und Verzicht auf Fastfood. Gesunde Ernährung trägt entscheidend dazu bei, die Mitochondrien, also die Kraftwerke der Zellen, zu schützen.

Um die Mitochondrien bei ihrer Energieproduktion zu unterstützen ist es wichtig darauf zu achten, den Körper ausreichend mit Mikronährstoffen zu versorgen. Genaue Aussagen über den Bedarf an Mikronährstoffen kann man durch Blut-, Urin- oder Stuhlanalysen erhalten. Besonders wertvoll ist die Einnahme von Magnesiumpräparaten, Coenzym Q 10 und Vitamin B12, weil diese Stoffe unbedingt für die Arbeit der Mitochondrien benötigt werden. Dabei werden überschüssige freie Radikale gebunden, die das Immunsystem und die normale Stoffwechselfunktion gefährden können.

Show 001: Durchatmen für die Energieproduktion

 

Energiegewinnung ohne Sauerstoff, Eiweiße, Fette und Glukose, kurz-ohne Nahrungsmittel, funktioniert nicht. Die äußere Atmung ist nur ein Prozess, der den Sauerstoff zu den Zellen transportiert. Erst im Rahmen der inneren Atmung wird Sauerstoff in der Atmungskette, als Teil des Citratzyklus innerhalb der Mitochondrien-Membran, verbraucht. Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen.

Fast jede Körperzelle, mit Ausnahme der roten Blutkörperchen, enthält mehr oder weniger viele Mitochondrien. Ihre Anzahl richtet sich nach den Aufgaben, die die Zelle im Rahmen des Energieverbrauchs hat. Unter innerer Atmung versteht man  biochemischen Reaktionen, die unter Mitwirkung von Sauerstoff ATP (Adenosintriphosphat) erzeugen. Das ist eine sehr energiereiche Verbindung, die für alle Stoffwechselprozesse benötigt wird. Bei der ATP-Produktion werden mehr als 90 % des eingeatmeten Sauerstoffs verbraucht. Der Rest des eingeatmeten Sauerstoffs, der nicht für die Energieproduktion benötigt wird, wird in freie Radikale verwandelt. Diese reaktiven Partikel stellen eine Gefahr für die Mitochondrien selbst dar, weil sie den sogenannten oxidativen Stress auslösen. Der sorgt neben anderen Ursachen  letztendlich für den Untergang von Mitochondrien und damit wird die Energieproduktion eingeschränkt.

Die Mitochondrien gelangen unter Dauerstress, wenn zu viele freie Radikale gebildet werden. Dann ist die Energieproduktion stark reduziert. Kommen weitere Spezies dazu, die die Mitochondrien inaktivieren, werden Entzündungsreaktionen ausgelöst. Damit ist die Entstehung von Krankheiten vorprogrammiert.

Es ist wichtig, diesen Sachverhalt zu verstehen, weil bereits jeder 3. Mensch über 20 Jahre eine mitochondriale Dysfunktion hat, d.h. deren Mitochondrien sind in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Über 90 Prozent der chronischen Erkrankungen sind auf Energiemangel in den Mitochondrien zurückzuführen. Dieses Energiedefizit wird durch den bereits erwähnten oxidativen aber auch durch den nitrosativen  Stress ausgelöst. Eine weitere Ursache ist das Fehlen essentieller Mikronährstoffe.

Mitochondrien haben neben der Energieproduktion weitere Aufgaben:

  • Mitochondrien sind an der Entgiftung im Rahmen des Stoffwechsels beteiligt.
  • Sie beeinflussen das Immunsystem.
  • Die Bildung von Eisen-Schwefel- Zentren läuft in den Mitochondrien ab.
  • Mitochondrien sind zusätzliche Kalziumspeicher. Damit können sie dazu beitragen, fehlfunktionierende und überalterte Zellen in den programmierten Zelltod zu schicken.
  • Mitochondrien haben ein eigenes Genom und somit auch eine gewisse Steuerungsfunktion.

Somit haben Fehlfunktionen der Mitochondrien riesige Auswirkungen auf den Organismus. Krankheiten, die mit Fehlfunktionen von Mitochondrien einhergehen, nennt man Mitochiondriopathien. Sie können ererbt aber auch erworben sein. Zu den erworbenen Mitochondriopathien gehören Migräne, Bluthochdruck, Diabetes, Burnout, Depressionen, Rheuma, Autoimmunerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Übergewicht, Krebs und vile andere

Neben den freien Sauerstoffradikalen spielen bei den Mitochondriopathien auch Vitaminmangelzustände und das Fehlen weiterer Mikronährstoffe eine große Rolle. Dies ist teilweise durch Medikamente verursacht. Statt Verbesserung der chronischen Krankheiten, werden die Mitochondrien immer mehr geschädigt. Damit werden Krankheiten nicht gebessert, sondern die Patienten erfahren einen Dauerzustand, der jedoch von den Medizinern als gut und stabil angesehen wird.

Große Chancen eröffnet in diesem Zusammenhang die Mitochondrien-Medizin. Hier kann man schon bei Zeiten sehen, ob wir in eine Stresssituation geraten. Bei Bestimmung entsprechender Laborwerte kann man rechtzeitig Abhilfe schaffen. Aber nicht nur die Einnahme von Mikronährstoffen ist hierbei wichtig, sondern ebenso die Ernährung, Bewegung, Entspannung, achtsam mit sich umzugehen und die Vermeidung von Schadstoffen. Das alles wird in weiteren Sendungen thematisiert.

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