Lieber Leser,

nachfolgend habe ich die Shownotizen meines Podcasts für Sie zusammengestellt. Beim Anklicken eines Balkens, wird der Inhalt für Sie sichtbar. Wenn Sie den Podcast anhören möchten, klicken Sie einfach auf den Pfeil.

Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse und bedanke mich bei Ihnen für Ihr Interesse.

2021

Show 105: Dunkelfeld-Diagnostik-Dr. Ada Fischer im Interview

Biografisches

Dr. med. Ada Fischer eröffnete bereits 1976 eine Kassenpraxis in Frankfurt. Schon nach 3 Jahren gemerkte sie, dass durch die Schulmedizin niemand gesund wird, wegen der Dauerbehandlung mit chemischen Substanzen. Zunächst wollte sie die Praxis aufgeben und in Frankfurt eine Modeboutique eröffnen. Durch Zufall lernte sie die Homöopathie kennen und suchte umgehend Möglichkeiten für eine  Ausbildung in Homöopathie und Naturheilverfahren. Allmählich hat sie daraufhin ihre Praxis umgestellt. Das Klientel änderte sich dabei auch. Schließlich hat Dr. med. Fischer 1989 in Starnberg eine Privatpraxis eröffnet, und diese bis 2016 geführt. Jetzt arbeitet sie noch als Vertretung in einer Naturheilpraxis in Starnberg.

Inhalt

Die Dunkelfeld - Analyse war und ist bei Ada Fischer eine sehr beliebte Diagnose-Methode:

Die Methode geht zurück auf den deutschen Zoologen Prof. Dr. Enderlein. Im Dunkelfeldmikroskop wird in einem Schräglicht ein Tropfen Blut betrachtet. Auf diese Weise sieht man Strukturen, die im Lichtmikroskop nicht sichtbar sind. Jedoch erhält man hierbei Erkenntnisse über den allgemeinen Gesundheitszustand und das innere Milieu.

Stoffwechselsituation wie Übersäuerung, Verschlackung, Überlastung durch zu viel tierisches Eiweiß, Leberbelastung Sauerstoffversorgung und Durchblutung werden erkannt. Es wird die Fließfähigkeit des Blutes betrachtet: Fließt das Blut flüssig wie ein Bächlein (so sollte es sein) oder zäh wie Honig, das gibt Rückschlüsse auf die  Blutdrucksituation, Abwehrkraft und das Immunsystem.

Die Methode kann bei jedem eingesetzt werden.  Typischer Fall :  Patient fühlt sich schlecht der Hausarzt stellt mittels Labor nichts fest, der Patient fühlt sich jedoch schlecht. Hier würde die Untersuchung einen Hinweis geben.

Prof. Enderlein hat Medikamente entwickelt, die  je nach Befund eingesetzt werden können. Diese sind heute noch aktuell und werden noch benutzt.

Prof. Enderlein entdeckte im Blut kleinste Mikroorganismen , die mit dem Menschen in Symbiose leben. Wir brauchen sie für die Abwehrkraft, Knochenbildung und die Fließfähigkeit des Blutes.

Solange sie mit dem Menschen in Symbiose leben, befinden sie sich in einem primitiven  Stadium.

Es können jedoch Bedingungen entstehen,, unter denen das symbiotische Gleichgewicht verloren geht, z.B. falsche Ernährung, Stress, Umweltgifte. Die  Mikroorganismen entwickeln sich dann aus dem primitiven Stadium zu höheren ausdifferenzierten Formen und verhalten sich aggressiv und machen krank. Es gibt verschiedene Stadien der Höherentwicklung und für jedes Stadium hat schon Prof.  Enderlein Medikamente entwickelt, die heute noch verwendet werden

Mithilfe der Dunkelfeld-Diagnostik kann man das Milieu des Patienten beurteilen, was Rückschlüsse auf Gesundheitszustand gibt. Diese Methode liefert jedoch keine definitive Diagnose, wie sie die Schulmedizin gerne hätte.

Jedoch zeigen auch andere diagnostische Verfahren, die auf das innere Milieu abzielen, dass der Krankheitsname nicht entscheidend ist, sondern die Frage, wie das innere Milieu wieder hergestellt werden kann.

Show 104: Resilienz - unsere Widerstandskraft

Resilienz – Die sieben Säulen der Resilienz und deren Wirkungsweisen

 Herzlich will kommen zu einer neuen Folge dieses Podcast. Heute bleiben wir noch einmal auf der emotionalen Ebene, weil wir vorige Woche schon das Thema Entspannung im Fokus hatten. Diesmal geht es darum, wie wir mit Krisen- und Belastungssituationen umgehen können. Dazu gibt es einen Begriff, der nennt sich Resilienz. Diese beschreibt die Stärke mit Krisensituationen fertig werden zu können und leitet sich vom lateinischen Wort „resilire“ ab, das ins Deutsche übersetzt so viel wie „abprallen“ heißt. Auch in der Physik gibt es den Begriff der Resilienz, da beschreibt er eine elastische Substanz, die selbst nach starker Deformation von selbst wieder in den ursprünglichen Zustand zurückkehrt. Im Leben jedes Menschen kommt es zu Situationen, in denen es so scheint, als würde die Welt sich von einem Moment auf den anderen aufhören zu drehen. Ursachen dafür können der Tod eines geliebten Menschen, das Ende einer Liebesbeziehung oder der Verlust des Arbeitsplatzes sein. Damit muss man umgehen können, um für sich und seinen Körper Schaden abzuwenden. Der Schaden, den ich dabei meine ist Stress, der bei Dauerbelastung oder wiederholtem Auftreten ähnlicher Situationen zu Dauerstress wird und in der Folge zu Krankheiten werden kann. Unter diesem Gesichtspunkt ist es sehr wichtig, über Mittel zu verfügen, die unsere Widerstandskraft oder unsere Resilienz stärken. Es ist zu unserem Selbstschutz und hilft uns ein gesundes Leben zu gestalten.

Manchen von uns ist diese seelische Widerstandskraft von klein aufgegeben, andere müssen sie sich erst aneignen. Resiliente Menschen gelten als fröhlich, ausgeglichen, kreativ und anpassungsfähig. Sie verfügen über einen starken Charakter und einen großen Freundeskreis. Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät die eigene Resilienz zu steigern.

Das gilt jedoch nicht nur für einzelne Individuen, sondern auch für Unternehmen und andere Gruppierungen. In Unternehmen können sogenannte Resilienz-Analysen dazu verhelfen, die Belastungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern, Fehlzeiten zu reduzieren und die Loyalität zum Arbeitgeber zu steigern.

Was gehört nun aber alles zur Resilienz, woran kann ich sie messen, was sind Kriterien, an denen man feststellen kann, ob man eine ausreichende Widerstandsfähigkeit hat, um mit Belastungen fertig zu werden. Die Psychologen unterscheiden 7 Teilbereiche der menschlichen Widerstandskraft. Je mehr dieser Eigenschaften sich ein Mensch aneignen kann, desto besser wird er Krisen handhaben.

Der erste Bereich ist der Optimismus. In in schweren Lebenskrisen fällt es oft nicht leicht,optimistisch zu bleiben. Optimismus ist jedoch sehr wichtig, weil damit verbunden ist, dass sich jede Krise zum guten wenden kann. So ist er eine Art von Notwehr dafür, sich nicht unterkriegen zu lassen. Vielleicht kennst Du den Ausspruch von Oscar Wilde hieß es „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“. Wenn man es versteht, auch im trostlosesten Moment etwas Gutes zu sehen, kann es Wunder wirken.

Der zweite wichtige Bereich ist die Akzeptanz. Das bedeutet, anstehende Probleme kann ich erst lösen, wenn ich das eigene Schicksal akzeptieren kann. Das Gegenteil dazu wäre die Ablehnung. die nur dazu führt, dass unsere Kräfte unnötig verausgabt werden. Diese haben wir jedoch gerade in Krisenzeiten dringend nötig.

Mit dem nötigen Optimismus und der Akzeptanz ergibt sich der dritte Teilbereich der Resilienz: Die Lösungsorientierung. Widerstandsfähige oder resiliente Persönlichkeiten lassen sich durch problematische Situationen nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Sie betrachten diese Situation eher als Herausforderung. Sie fragen sich in solchen Situationen:  „was kann ich jetzt tun, um aus dieser Situation möglichst unbeschadet herauszukommen?“. Das Geheimnis besteht tatsächlich darin, in jeder noch so schwierigen Situation handlungsfähig zu bleiben.

Der vierte Teilbereich der resilient besteht darin, seine Opferrolle zu verlassen.

Wer sich als Opfer sieht, fühlt sich ohnmächtig und alleine gelassen. Nur wer in der Lage ist, diese Opferrolle aufzugeben, der beginnt beinahe automatisch darüber nachzudenken, welchen Anteil er an der derzeitigen Situation hat. Wer sich selbst zu bedauert, verbaut sich den Weg nach vorne zu sehen.

Ein weiterer Teilbereich besteht darin, Verantwortung zu übernehmen. Gib dich nicht lange den Schuldgefühlen hin und gib auch nicht anderen die Schuld. Sondern versuche realistisch dein Ziel einzuschätzen und erkunde, welchen Teil Du selbst zur gegenwärtigen Krise beigetragen hast. Dabei hilft dir ein Sicherheitsnetz von guten Freunden, was auch gleichzeitig der nächste Teilbereich der resilient ist. Ein Netzwerk von Menschen, denen Du vertraust, steigert dein eigenes Selbstwertgefühl massiv und hilft die Krisen gelassener zu überstehen. Oft ist es so, dass es viel Überwindung kostet, andere um Hilfe zu bitten. Doch mit Freunden erlangst du eine innerer Stärke. Wo hingegen Einsamkeit zu einem immer stärkeren Rückzug führt.

Und damit sind wir auch schon im letzten Teilbereich der Resilienz, der darin besteht, seine Zukunft realistisch zu planen. Für die Resilienz ist es wichtig auch eine entsprechendes Krisenmanagement zu planen. Damit könne plötzlich auftretende Probleme leichter überwunden werden. Wie in der letzten Sendung gesagt, macht es sich sehr gut, für alle Fälle ein Notfallszenario oder einen Notfallkoffer parat zu haben. Resiliente Charaktere haben so etwas immer parat und können dann in Krisensituationen adäquat reagieren.

Show 103: Vitalität und Lebensfreude

BIOGRAFISCHES

Ute Künnemann, 57 Jahre arbeitet als online Seminarleiterin und online Coach. Sie gibt einen Life- Antistress-Online Kurs „Müde und gestresst? Hol‘ Dir Deine Energie zurück!“ sowie Antistress-Workshops, wo die Kursinhalte vertieft werden. Außerdem ist sie zertifizierter (wingwave) online Coach. Ganz neu ist ihr 1:1 online Coaching-Programm: „Stress weg mit Masterplan.“

Dabei hatte Ute nach einem Informatikstudium 20 Jahre bei einem US-amerikanischen Großkonzern als Projekt-Manager und Teamleiterin gearbeitet. Dieser Beruf machte sie jedoch nicht glücklich und sie hatte in dieser  Zeit erfahren, wie das Leben unter Dauerstress ist. Deshalb hat sie sich berufsbegleitend als Heilpraktikerin ausgebildet. Folgerichtig ist sie seit 2003 zunächst nebenberuflich als Heilpraktikerin tätig. Als Heilpraktikerin und Coach hatte sie in ihrer Praxis immer den Schwerpunkt „Angst- und Stressreduktion“. Seit 2010 arbeitet sie in Vollzeit in der Praxis. Neben der Praxis hat sie in Unternehmen Mitarbeiter mit mobilen Energie-Massagen glücklich gemacht. In Summe blickt sie in auf fast 10.000 Behandlungen zurück. Bedingt durch die „Corona Vollbremsung“ und fast keinen Umsätzen, orientierte sich Ute online, denn sie wollte gern standortunabhängig sein, um mit ihrem Mann reisen zu können und dennoch eigenes Geld zu haben.

Dazu absolvierte Ute Künnemann viele Ausbildungen, darunter CranioSakral Therapie (Teilbereich der Osteopathie), Massage sowie als NLP Practitioner und Master, wingwave Coach online und offline und Schüssler Salze.

INHALT

Ute war schon immer spirituell interessiert gewesen und ist über Reiki und Persönlichkeitsentwicklung dazu gekommen auch Energiearbeit zu leisten. Dazu hatte sie ihre Gabe entdeckt, dass sie durch ihre Fragen ihren Kunden helfen kann, Klarheit zu gewinnen.in der Lage ist. Durch eigene Erlebnisse kam Ute zu ihrer Leidenschaft, Menschen bei Stressreduktion zu unterstützen.

Der heutige Stress unter den Menschen hat verschiedene Ursachen:

Ganz aktuell trägt der Umgang mit Corona stark dazu bei. Vor allem alleinerziehende Mütter leiden unter der Doppelbelastung von Beruf und Home-Schooling. Das kostet unglaublich viel extra an Zeit.

Dann sind weder Erwachsene noch Kinder ausgelastet. Fitness-Studios sind geschlossen, damit haben die Menschen wenig Bewegung, es fehlen soziale Kontakte. Dazu kommt, dass Auszeiten und Ausgleich fehlen, was Stress begünstigt. Aber bereits vor Corona gab es Bedingungen, die Stress förderlich waren

Nach aktuellen Studien liegt es an dauerndem Druck, ständiger Anspannung, Aus TK Stress-Studie von 2016

„Der Stresspegel hierzulande ist nach wie vor sehr hoch. Fast 60 Prozent sagen sogar, dass ihr Leben in den vergangenen drei Jahren noch stressiger geworden ist.“ Dazu beigetragen hat in den letzten Jahren sicherlich die Digitalisierung der Gesellschaft. Obwohl die mobile Kommunikation unseren Alltag in vielen Bereichen erleichtert, haben viele Menschen das Gefühl, dass vor allem die Arbeitswelt immer schneller wird und die Menschen den Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Ute berichtet dazu konkret:

„Der Stress hat sich erhöht, zumindest in den Firmen in denen ich vor Ort war. Während früher viele meiner Kunden relativ entspannt waren, sind so heute hochgradig nervös, schlafen schlecht, leiden unter Migräne oder sogar Depressionen, haben große Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, fangen unkontrolliert an zu weinen. Als ich vor 5 Jahren in den Firmen angefangen habe, war das definitiv nicht so.“

Weitere Punkte, die Stress begünstigen sind:

  • Umstrukturierung in der Firma,
  • unzureichende Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.
  • die erhöhten Anforderungen an Flexibilität, Mobilität und Komplexität
  • für Frauen gibt es zusätzliche Probleme, weil davon ausgegangen wird, dass sie nicht rundum die Uhr verfügbar sein können.

Maßnahmen um gelassen mit Stress umzugehen

Die aller wichtigste Maßnahme klingt banal aber ist super wichtig – es sind ganz regelmäßige Pausen. Sie sorgen dafür, dass wir langfristige regenerieren, dass unsere Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Einen Ausgleich erhält man nur durch Auszeiten. Und ein Satz von Ute ist besonders wichtig:

„Unbedingt die Ansprüche runterschrauben. Nicht perfekt sein wollen, sondern sich die Frage stellen: Wann ist es gut genug?“

Ute Künnemanns Lösungen, um schnell auf ein normales Energieniveau zu kommen:

  1. Einmal 15 Minuten einfach mal nichts tun (Kutscherhaltung)
  2. Meditation: Reise in den Wald
  3. Metta-Meditation
  4. Einen Notfallkoffer packen, da kommt alles rein, was im Stress schon mal

geholfen hat, individueller Koffer

  1. Notfall-Punkte klopfen

Die Notfallpunkte von EFT:

Die EFT-Klopftechnik ist eine Technik, die zur Stressauflösung und zur Auflösung von Glaubenssätzen sowie negativ wirkenden Verhaltensmustern eingesetzt wird. Dabei werden verschiedene Meridianpunkte durch das Klopfen stimuliert. Der Energiefluss im Körper wird angeregt und harmonisiert.

Ich möchte gern an einen Notfallpunkt erinnern. Da haben wir einmal den Karatepunkt an der Handkante, den können wir einfach klopfen, wenn wir etwas Furchtbares hören, eine schlimme Nachricht bekommen, wenn wir einen Autounfall sehen, wenn etwas passiert, was zu viel für unser System ist.

Handkantenpunkt klopfen, egal welche Seite, egal welche Hand, einfach klopfen.  Damit kann man sich sofort selbst regulieren.  Dadurch wird die Stresshormonkette, die auskippt wird, wenn man dieses Ereignis hat, sofort abgetrennt, indem die Handkante geklopft wird.

Wichtig in Zusammenhang mit Stress sind auch Bewegung und Ernährung.

Bewegung hilft, die Arbeitstage viel besser zu durchlaufen. Ebenso die Ernährung. Utes ursprünglicher Antistress-Kurs hatte sogar noch einen siebten Teil, in dem es um Ernährung ging.

Wichtig sind von Zeit zu Zeit Entgiftungskuren durchzuführen. Dabei auf Zucker verzichten. Zu viel Zucker macht lässt den Hippocampus schrumpfen, das bewirkt u.a. ein schlechtes Gedächtnis, womit wiederum Stress entsteht.

In Stresssituationen werden viele auch  viele Nährstoffe vermehrt verbraucht. So zum Beispiel:

  • B-Vitamine
  • Folsäure
  • Wie auch bei Serotoninmangel entsteht durch B-Vitaminmangel und

Folsäuremangel oft ein Heißhunger auf Süßigkeiten.

  • Phosphatidylserin
  • Vitamin-C
  • Magnesium
  • Zink (am besten nur bei nachgewiesenem Zinkmangel)
  • Coenzym Q10
  • L-Tryptophan
  • NADH (Coenzym 1)

Zu einer stressfreien Lebensweise sollten statt Fastfood mit viel Zucker wieder traditionelle Nahrungsmittel wieder verzehrt werden, wie

  • Fleisch (grasgefüttert)
  • Fisch (wild gefischt)
  • Eier (von freilaufenden Hühnern) – Jeden Abend 2 Eier fördern den Schlaf!
  • Gemüse aller Art
  • Nüsse und Kerne

Utes Vorbild: der Dalai Lama

Buchempfehlung

„Stress macht Stress“, was ich hochinteressant fand.

„Das bescheuerte Herz“ und „Why not“ von Lars Amend. Beide haben haben Ute sehr berührt, weil sie das eigene Mindset in Frage stellen.

 Lebenswunsch

Ich wollte immer finanziell unabhängig und erfolgreich sein, Menschen unterstützen und Spuren hinterlassen.

Letzter Tipp

Wenn etwas nicht so läuft, hol‘ dir sehr schnell Hilfe. Warte nicht auf bessere Zeiten. Investiere das Geld in Dich. Schau, dass Du jemanden findest, der Dich in die Umsetzung bringt.

Kontaktdaten

Ute Künnemann

Kappeler Str. 207

40599 Düsseldorf

Telefon 0211 / 74 90 334

Mobil 0178 / 977 07 97

Info : http://www.ute-kuennemann.de

E-Mail: post@Ute-Kuennemann.de

Show 102: Die Wichtigkeit der Durchblutung

Wenn man den Gesundheitszustand verbessern will, leistungsfähiger sein möchte, ist es unbedingt notwendig

  • seinen Körper darauf auszurichten, Regeln für eine gesund erhaltende Lebensweise einzuhalten
  • eine zusätzliche Unterstützung der körpereigenen Regelmechanismen durch wirksame Stimulierung anzustreben (darunter sind physisch konditionierende verschiedene physikalische oder natürliche Behandlungsverfahren zu verstehen
  • Man muss die Regelmechanismen so stimulieren, dass Betroffenen in der Lage sind, die eingetretene Störung selbst zu beheben

Besondere Bedeutung haben dabei Regelmechanismen, die der Anpassung der Organdurchblutung an die veränderten Aktivitätszustände der Organe dienen.

Für eine gesteigerte Organfunktion benötigt der Körper mehr Energie in den Organzellen, d.h. es muss dann mehr O2 und Nährstoffe  zu den Zellen gebracht werden, gleichzeitig müssen aber auch mehr Abfallstoffe abtransportiert werden.

Dabei ist das Organ Blut mit seinen Verzweigungen bis zu den Kapillaren das universelle Transportmittel und kein Regulationsvorgang, keine Heilung oder Wiederherstellung der vollen Gesundheit ist denkbar ohne Mitwirkung der Blutversorgung. Damit sollte auch die Regulation der Organdurchblutung im Mittelpunkt gesundheitsfördernder Maßnahmen stehen.

Dazu nenne ich noch einmal einige wichtige Funktionen:

  • Blut verbindet alle Organe des Organismus
  • Ist Transportmedium für Sauerstoff und Kohlendioxid, Nährstoffe und Abfallsubstanzen
  • Dient dem Transport von Wärme
  • Transportiert Informationen (Hormone)
  • Gerinnungssystem des Blutes sorgt für Aufrechterhaltung lebenswichtiger Gleichgewichte im Organismus
  • Die meisten Faktoren der körpereigenen Abwehr sind Bestandteile des Blutes

Der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebezellen findet nicht in den großen Blutgefäßen statt,  sondern in den kleinsten Blutgefäßen, den Kapillaren. Diese Gefäßregion der kleinsten Blutgefäße ist daher der funktionell wichtigste Teil des Blutkreislaufes und wird auch als Hauptstraße der Gesundheit oder Mikrozirkulation bezeichnet. Nebenbei beträgt der Anteil der Mikrozirkulation am gesamten Blutkreislauf 74%, ist also auch von der Quantität her der wichtigste Teil.

An der Stelle ist es wichtig zu bemerken, dass die Kapillaren einen Durchmesser von ca. 7 Mikrometer haben.  Die Erythrozyten haben selbst auch einen Durchmesser von 7 µm. Um ungehindert die Kapillaren zu passieren müssen sie also sehr flexibel sein.

Ist die Flexibilität gestört, z.B. durch Rauchen oder Übersäuerung kommt es zu Störungen der Organdurchblutung.

Die roten Blutzellen geben also den Sauerstoff an die Zellen ab und nehmen CO2 auf. Am Ende der Kapillare kommt es zu einem Austritt von Plasma-Wasser durch die Kapillarwand. Durch diese Bewegung gelangen die Nährstoffe in die Zelle und der Abtransport der Stoffwechselendprodukte wird eingeleitet. Das alles passiert auf einer Wegstrecke von 1,5 mm.

Wodurch wird die Organdurchblutung reguliert?

Zur Regulierung der Organdurchblutung gibt es drei Wege:

Erhöhung des Herz-Minuten-Volumens. In Ruhe beträgt es etwa 5l, bei körperlicher Arbeit kann es auf 10-15 l ansteigen. Das passiert einerseits durch Erhöhung oder Verringerung der Schlagfolge des Herzens (Herzfrequenz steigt oder sinkt) oder andererseits durch Vergrößerung oder Verringerung des Blutvolumens, das bei einem Herzschlag in die Aorta befördert wird, d.h. über die Veränderung des Schlagvolumens.

Der 2. Weg besteht in der Umverteilung des zirkulierenden Blutes im Gesamtorganismus. Damit können vorübergehend aktuell sehr aktive Organe auf Kosten anderer Organe einen höheren Anteil am Herz-Minuten-Volumen erhalten (z.B. bessere Durchblutung der Skelettmuskulatur bei schwerer körperlicher Arbeit, wobei die Organe Niere, Haut und Darm einen geringeren Anteil am HMV erhalten)

Der 3. Weg zur Regulierung der Organfunktion besteht darin, dass nicht nur im Gesamtorganismus eine Umverteilung des Blutes erfolgen kann, sondern auch innerhalb verschiedener Organgewebe. Dies wird in den Strombetten der zahlreichen Verzweigungen sehr kleiner Blutgefäße, also der Mikrozirkulation realisiert. Hierbei wirken übergeordnete und lokale Mechanismen. Übergeordnet beteiligt sind Nervensystem und Hormone, lokal beteiligt sind Mechanismen in den Gefäßwänden sehr kleiner Gefäße

Das aber ist der Ort verhängnisvoller Störungen und hier liegt auch der Schlüssel für die wirksame Stimulierung einer ausreichenden Organdurchblutung.

Das bisher gesagte korreliert mit der Auffassung der American Heart Association aus dem Jahre 2016: : „Die Erkrankungen der kleinen Gefäße sind der Ausgangspunkt von großen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Demenz und weiterer Erkrankungen des Gehirns….“

Was wissen wir über die Durchblutung sehr kleiner Blutgefäße?

Blutgefäße verzweigen sich wie die Äste eines Baumes

Dabei ist die Kapillardichte in den verschiedenen Körperorganen unterschiedlich. Im Herzmuskel zum Beispiel haben wir pro mm3 1000 Kapillaren, die unter Ruhebedingungen durchströmt werden. Bei Arbeit kann der Wert auf über 4000 durchströmte Kapillaren pro mm3 ansteigen. Das heißt wir verzeichnen eine bedarfsgerechte Durchblutung und damit Ver- und Entsorgung je nach Stoffwechselaktivität des Organs.

Was sind die Ursachen von Regulationsstörungen der Organdurchblutung im Bereich der kleinsten Gefäße.

Gerade die sehr kleinen Gefäße haben einen großen Anteil am Gesamt-Strömungswiderstand des Blutkreislaufes. Und das auch ungeachtet der Tatsache, dass es Lumeneinengungen in den großen arteriellen Blutgefäßen gibt, die z.B. zu Arteriosklerose führen können. Das darf nicht vernachlässigt werden wie auch die Veränderungen der Wandelastizität der Venen. Trotzdem bestimmen die kleinen Blutgefäße den peripheren Strömungswiderstand. So wird der Vorteil einer möglichst großen Austauschfläche für den Stofftransport durch einen gewaltigen peripheren Strömungswiderstand erkauft. Man kann sich vielleicht vorstellen, welche Leistung das Herz, unsere Saug-Druck- Pumpe erbringen muss, um die Durchblutung zu gewährleisten. Allein die kleinen Gefäße haben eine Gesamtlänge von ca. 100000 km. Eine Pumpe, die solch eine Strecke mit vielen Verzweigungen bewässern sollte, müsste die Größe eines Einfamilienhauses haben.

Was führt jedoch dazu, dass die Durchblutung im gesamten Organismus funktionieren kann?

Zum einen ändert das Blut in den kleinen und kleinsten Gefäßen seine Fließeigenschaften. Das passiert durch eine teilweise Entmischung von Blutzellen und Blutplasma, womit das Blut dünnflüssiger wird. Sozusagen gehen Blutzellen und Blutplasma in der Mikrozirkulation teils getrennte Wege. Nach dem Abstrom aus den kapillaren Netzwerken vereinigen sie sich wieder.

Eine weitere Möglichkeit zur Verringerung des Strömungswiderstands besteht darin, dass Arteriolen und Venolen einer rhythmischen Lumenänderung unterliegen. Diese werden zum Teil durch übergeordnete Reaktionen, wie Einfluss des Nervensystems oder Hormonen herbeigeführt und in den sehr kleinen Gefäßen durch lokale Reaktionen der Endothelzellen und glatten Muskelzellen ausgelöst. Der Strömungsfluss ändert sich proportional zur 4. Potenz des Gefäßradius. Damit haben Gefäßerweiterungen und Gefäßverengungen in Arteriolen und Venolen einen überragenden Einfluss auf die Organdurchblutung.

Diese beiden Gesetzmäßigkeiten machen den Blutkreislauf durch die Kapillarnetze überhaupt erst möglich und sind zugleich sehr effektive Regelmechanismen für die Organdurchblutung.

Wie sieht das konkret in den verschiedenen Abschnitten der Mikrozirkulation aus, denn die Gefäße verengen sich ja durch stetige Abnahme des Gefäßdurchmessers. Ist es egal, welchen Durchmesser die Gefäße haben?

Die rhythmischen Durchmesserveränderungen sind in den einzelnen Arteriolenabschnitten unterschiedlich. Fakt ist jedoch, dass die bereits genannten Entmischungsvorgänge und damit die Verteilung des Blutes  in den kapillaren Netzwerken durch die rhythmische Veränderung der Durchmesser beeinflusst wird.

Bei einem gesunden und leistungsfähigen Menschen treten ca. 1-5 Gefäßwandschwingungen pro Minute in den kleinkalibrigen Arteriolenabschnitten auf. Die spontane Vasomotion ist ein lokaler Regulationsmechanismus der Organdurchblutung. Sie stellt quasi die pulsatile Komponente der Mikrozirkulation dar und ist der wichtigste Einfluss auf die Entmischungsphänomene, die Verteilung und des lebenserhaltenden Weitertransportes des Blutes durch die engen kapillaren Netzwerke.

Wie sieht es aber aus, wenn Vasomotion und spontane Vasomotion gestört sind. Das ist immer der Fall, wenn Einschränkungen wie ich sie bereits beschrieben hatte, auftreten. Das spürt man durch eine abnehmende Leistungsfähigkeit, zunehmende Ermüdung, hohe Infektanfälligkeit und andere Beeinträchtigungen.

Das heißt, es sind dieselben Regulationsmechanismen der Organdurchblutung, die normalerweise die vorzügliche sehr effektive Anpassung der Mikrozirkulation gewährleisten, welche im Störfall in die „biologische Tragödie“ führen können.

Störungen der übergeordnet geregelten Vasomotion äußern sich in abnehmenden Schwingungsbewegungen der Gefäßwände großkalibriger Arteriolen hin zu Gefäßverengungen. Die Folge sind verringerte Druckgradienten für die nachgeschalteten Gefäße und schließlich Verteilungsstörungen. Betroffen sind vor allem die Organe: Niere, Haut und Darm (immunologisch aktive Organe)

Von besonderer Bedeutung sind Störungen der spontanen Vasomotion in den kleinkalibrigen Arteriolenabschnitten. Im Krankheitsfall kann sich die Frequenz der spontanen Vasomotionsbewegungen drastisch verringern. Z.B. treten bei dekompensiertem Diabetes nicht selten nur noch alle paar Minuten abgeschwächte spontane Vasomotionsbewegungen auf, die sich im Verteilungszustand des Blutes in den kapillaren Netzen verheerend auswirken können.

Somit bedeutet eine gestörte Vasomotion immer gestörte Organdurchblutung und damit verringerte Funktionsfähigkeit des betroffenen Organs.

Umgekehrt ist jede gesundheitsfördernde Maßnahme letzten Endes weitgehend wirkungslos, wenn sie ohne stimulierenden Einfluss auf die Vasomotion ist. Es kommt noch hinzu, wenn Vasomotionsstörungen eingetreten sind, so haben sie die Tendenz, sich gegenseitig zu verstärken. Deshalb ist eine wirksame Stimulierung unbedingt geboten.

Was ist zu tun? (Gibt es Möglichkeiten bei eingeschränkter Regelbreite therapeutisch einzugreifen)

Ganz allgemein müssen wir für eine Verbesserung der Verteilung des Blutes in den Mikrogefäßnetzwerken eines Gewebes oder Organs sorgen. Dann werden mehr Kapillaren von Blutzellen durchströmt, der Stoffaustausch mit den Gewebezellen wird begünstigt. Folgen sind die gesteigerte Sauerstoffaufnahme der Zellen und eine größere Anpassungsbreite der Mikrozirkulation an geänderte Organbedürfnisse.

Dies sind Voraussetzungen für eine höhere Leistungsfähigkeit der Organe und damit des gesamten Organismus

Weiterhin muss der Transport von weißen Blutzellen und die Begünstigung ihrer Regulation verbessert werden sowie auch der Transport von Immunfaktoren im Blutplasma. Dies bedeutet günstigere Randbedingungen für einen ungestörten Ablauf immunologischer Reaktionen und damit direkt eine Stärkung der Mechanismen der körpereigenen Abwehr.

Die Folge ist eine Verminderte Infektanfälligkeit.

Dadurch kommt es im Gesamtorganismus zu einer Beschleunigung regenerativer Vorgänge, was eine raschere Erholung nach körperlichen und geistigen Belastungen bedeutet

Wie kann man den Kapillardurchfluss optimieren, bzw. welche Möglichkeiten gibt es zur Stimulierung der Vasomotion?

Die therapeutische Beeinflussung der Mikrozirkulation durch Arzneimittel ist limitiert und beschränkt sich wenn überhaupt nur auf die großkalibrigen Arteriolen. Medikamente, die auch in Mikrogefäßen wirken sollen, benötigen entsprechende Rezeptoren, an die sie binden könnten. In den präkapillären und arteriolären Abschnitten der Gefäße verzeichnen wir jedoch einen Rezeptormangel.

Möglich sind physiotherapeutische Behandlungen, die die physische Konditionierung und Regenerationsprozesse unterstützen können, die zumindest kreislaufwirksam werden, jedoch keinen Einfluss auf die Mikrozirkulation haben, Auch Akupunktur kann lediglich Kreislaufstörungen vorbeugen. Erwähnen möchte ich auch autogenes Training, mit dem es gelingt, bestimmte Körperfunktionen selbst unter Kontrolle zu bringen. Mir ist nicht bekannt, dass damit auch die Vasomotion stimuliert werden könnte.

Eine gezielte Stimulierung einer defizitären arteriolären Vasomotion (insbesondere der spontanen autorhythmischen Vasomotion in den unmittelbar präkapillären kleinkalibrigen Arteriolenverzweigungen) gelingt durch die äußerliche Anwendung der sogenannten Physikalische Gefäßtherapie Bemer Dabei wird ein biorhythmisch definiertes Stimulationssignal quasi als physiologischer Reiz, gefahrlos übertragen durch ein Feld geringer elektromagnetischer Flußdichte. Das ist die modernste zur Verfügung stehende (adjuvante) Behandlungsmethode vor allem zur Prophylaxe, Prävention und zur Unterstützung von Regenerationsprozessen.

Physikalische Gefäßtherapie BEMER® genau ist: “Eine pulsierende Magnetfeldtherapie – d.h. die Weiterentwicklung der Magnetfeldtherapie, die ihre Wirkung jedoch nicht über das Magnetfeld an sich erreicht, sondern über eine vom Magnetfeld transportierte Signalkonfiguration. Dieser spezielle Wirkmechanismus ist wissenschaftlich bewiesen.”  und patentiert.

Literatur

Prof. Rainer Klopp, Michael Peuser

Freie Fahrt für das Blut, Printec GmbH 2015

Show 101: Rheuma-Back-to-life: Interview mit Anke Mouni Meyer

Biografisches

Anke Mouni Meyer lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Sie ist heute Coach für betroffene Personen mit Rheuma. selbst ist sie auch von dieser Krankheit betroffen. Als Ernährungsexpertin, kennt sich mit traditioneller chinesischer Medizin (TCM) aus und vermittelt als Coach für Frauen mit Rheuma ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit. Mouni hat sich intensiv mit Ernährung beschäftigt, um ihr Leben so zu verändern, damit sie eine Linderung der Krankheitssymptome bekommt.

Inhalt

Der erste Schritt zur Verbessrung ihrer Krankheit bestand darin, ihre Ernährung umzustellen. Das war nicht einfach, und erforderte, sich mit vielen Konzepten auseinanderzusetzen. Erst durch TCM, mit einem ganzheitlichem System, der makrobiotischen Ernährung, die klare Anweisungen enthielt, führten bei ihr zu Verbesserungen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die 5-Elemente-Ernährung.

Konkret bedeutet es, den Mensch erst einmal als Teil der Natur zu betrachten, wobei die Ernährung das Bindeglied zwischen beiden ist. Die 5-Elemente Ernährung entstand aus der TCM und verfolgt in erster Linie die Empfehlung, sich entsprechend der Jahreszeit zu ernähren. Dabei sollte man beachten, ob der Körper je nach Rheuma-Typ, eher abkühlende Nahrungsmittel, wie beim warmen Typ oder eher wärmende Produkte, wie beim  kalten Typ, benötigt. So ist es wichtig zu wissen, dass z.B: Orangen abkühlend wirken und deshalb im Winter vom Kältetyp eher vermieden werden sollten. Das  ist jedoch nicht dogmatisch zu betrachten.

Kohl, besonders Wirsingkohl, das viel Vitamin C enthält, ist gerade im Winter wichtig und unterstützt den Kältetyp.

Mit einer jahreszeitlicher Ernährung schwingt der Mensch mit der Natur mit und das tut dem Körper gut.

Ein weitere wichtiger Punkt ist, dass das Verdauungssystem auch im Sommer gekochte Nahrung liebt, weil darin Wärme gespeichert ist. Salate und Sprossen oder Wildkräutern sind im Frühjahr eine gute Ergänzung zur Nahrung.

Getränke sollten bei der Kälteform von Rheuma warm verzehrt werden, um bei Schwäche des Verdauungstrakts unterstützend zu wirken. Die Getränke sollten salzarm und CO2- arm sein.

Bei der Hitzeform von Rheuma sind entzündliche Symptome mit Schwellungen und eine Belastung für die Haut dominierend. Bevorzugt wird bei der Ernährung tierisches Eiweiss. Weiter bieten sich Tomaten, Gurken, Paprika, Salate, Bananen, die gut kühlen, für den Speiseplan an.

Die Ernährungsumstellung nimmt unterschiedlich viel Zeit in Anspruch und ist vom Zustand der Klienten ab.

Schmerzmittel zu vermeiden ist ein großes Ziel, weil dann ein besseres Wohlbefinden erreicht wird.

Bewegung spielt im Coaching von Mouni ebenso eine große Rolle:

Viele Klienten machen schon von sich aus viel. Jedoch ist es wichtig Bewegungen nur in moderater Form ausführen. Yoga eignet sich sehr gut, Wandern, Spazierengehen, Radfahren und Schwimmen. Tibetisches Heil-Yoga ist Bestandteil des Coachings. Es sorgt für Flexibilität, bessere Verdauung und unterstützt die Organe. Man kann diese Form sehr gut dem Zustand der Patienten anpassen. Es ist wichtig, dass Patienten sich nicht auspowern.

Vitalstoffe werden im Rahmen des Coachings auch empfohlen. Mouni arbeitet mit Ärzten oder HP zusammen, die dann auch die Diagnostik machen.

Weniger Schmerzen werden erreicht, wenn man die Ernährungs- und Bewegungsveränderung gut praktiziert. Mouni gibt Rezepte weiter, will die Kunden dabei nicht überfordern.

Ihre Ernährungsempfehlungen hat sie in Ihrem Buch: „Ganzheitliche Ernährung bei Rheuma und Gicht“ beschrieben. Das Buch enthält Rezepte, die einfach umsetzbar sind. Dazu bietet Mouni auch Kochkurse an.

Vorbilder:           Dr. Sarah Blum,

Biografisches

Anke Mouni Meyer lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Sie ist heute Coach für betroffene Personen mit Rheuma. Sie selbst ist auch von dieser Krankheit betroffenen. Sie ist Ernährungsexpertin, kennt sich aus mit traditioneller chinesischer Medizin (TCM) und vermittelt als Coach für Frauen mit Rheuma ihre Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit. Mouni hat sich intensiv mit Ernährung beschäftigt, um ihr Leben so zu verändern, damit sie dadurch eine Linderung bekommt.

Inhalt

Der erste Schritt zur Verbessrung ihrer Krankheit bestand darin, ihre Ernährung umzustellen. Das war nicht einfach, und erforderte, sich mit vielen Konzepten auseinanderzusetzen. Erst durch TCM, mit einem ganzheitlichem System, der makrobiotischen Ernährung mit klaren Anweisungen führten bei ihr zu Verbesserungen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die 5-Elemente-Ernährung.

Konkret bedeutet es, den Mensch erst einmal als Teil der Natur zu betrachten, wobei die Ernährung das Bindeglied zwischen beiden ist. Die 5-Elemente Ernährung entstand aus der TCM und verfolgt in erster Linie die Empfehlung, sich entsprechend der Jahreszeit zu ernähren. Dabei sollte man beachten, ob der Körper je nach Rheuma-Typ, eher abkühlende Nahrungsmittel, wie beim warmen Typ oder eher wärmende Produkte, wie beim  kalten Typ, benötigt. So ist es wichtig zu wissen, dass z.B: Orangen abkühlend wirken und deshalb im Winter eher vermieden werden sollten. Das spielt besonders bei Rheumatikerin eine große Rolle, die mit Kälte Probleme haben und ist nicht dogmatisch zu betrachten.

Jedoch sind gerade Kohl, besonders Wirsingkohl, das viel Vitamin C enthält gerade im Winter wichtig. Mit einer jahreszeitlicher Ernährung schwingt der Mensch mit der Natur mit und das tut dem Körper gut.

Ein weitere wichtiger Punkt ist, dass das Verdauungssystem auch im Sommer gekochte Nahrung liebt, weil darin Wärme gespeichert ist. Salate und Sprossen oder Wildkräutern sind im Frühjahr eine gute Ergänzung.

Getränke sollten bei der Kälteform von Rheuma warm verzehrt werden, um bei Schwäche des Verdauungstrakts unterstützend zu wirken. Die Getränke sollten salzarm und CO2- arm sein.

Bei Hitzeform von Rheuma sind entzündliche mit Schwellungen und Belastung für die Haut dominierend. Bevorzugt wird bei der Ernährung tierisches Eiweiss. Weiter Hier bieten sich Tomaten, Gurken Paprika, Salate Bananen, die gut kühlen, für den Speiseplan an.

Die Ernährungsumstellung nimmt unterschiedlich viel Zeit in Anspruch und ist vom Zustand der Klienten ab.

Schmerzmittel zu vermeiden ist ein großes Ziel, weil dann ein besseres Wohlbefinden erreicht wird.

Bewegung spielt im Coaching von Mouni auch eine große Rolle:

Viele Klienten machen schon von sich aus viel. Jedoch ist es wichtig Bewegungen nur in moderater Form ausführen. Yoga eignet sich sehr gut, Wandern, Spazierengehen, Radfahren und Schwimmen. Tibetisches Heil-Yoga ist Bestandteil des Coachings. Es sorgt für Flexibilität, bessere Verdauung und unterstützt die Organe. Man kann diese Form sehr gut dem Zustand der Patienten anpassen. Es ist wichtig, dass Patienten sich nicht auspowern.

Vitalstoffe werden im Rahmen des Coachings auch empfohlen. Mouni arbeitet mit Ärzten oder HP zusammen, die dann auch die Diagnostik machen.

Weniger Schmerzen werden erreicht, wenn man die Ernährungs- und Bewegungsveränderung gut praktiziert. Mouni gibt Rezepte weiter, will die Kunden nicht überfordern.

Ihre Ernährungsempfehlungen hat sie in Ihrem Buch: „Ganzheitliche Ernährung bei Rheuma und Gicht“ beschrieben. Das Buch enthält Rezepte, die einfach umsetzbar sind. Dazu bietet Mouni auch Kochkurse an.

Vorbilder:           Dr. Sarah Blum, Ärztin, betreibt funktionelle Medizin, selbst von Rheuma betroffene Medizinerin,

tibetischer Meister: Qigong Yoga nach Deutschland gebracht

Buchempfehlung: Bill Buford: „Hitze“

Lebenswunsch: Möchte gern ein Zentrum schaffen, wo sie lebt, Beratungen und Veranstaltungen sowie Kochkurse durchführt. Hier wird sie auch Yoga-Kurse geben.

Tipp:                     Achtet auf Euren Körper, versucht die 5-Elementelehre, seid liebevoll zu Euch, genießt Kochen und Essen,  Stellenwert auch als Kulturgut.

Ärztin, funktionelle Medizin, selbst betroffene Medizinerin, tibetischer Meister: Jigong Yoga nach Deutschland gebracht

Buchempfehlung: Bill Buford: „Hitze“

Über franz. Küche

Lebenswunsch: Möchte gern ein Zentrum schaffen, wo sie lebt, Beratungen und Veranstaltungen sowie Kochkurse durchführt. Hier wird sie auch Yoga-Kurse geben.

Tipp:                     Achtet auf Euren Körper, versucht die 5-Elementelehre, seid liebevoll zu Euch, genießt Kochen und Essen, Höherer Stellenwert auch als Kulturgut.

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Show 100: Zu Gast Amata Bayerl: Die 5 Säulen der Gesundheit nach Sebastian Kneipp

Diese Sendung ist eine Jubiläumssendung. Mein 100. Podcast und der 200. Geburtstag vom Wasserdoktor Sebastian Kneipp. Deshalb ist der Titel der Sendung auch die 5 Säulen der Gesundheit nach Sebastian Kneipp. Eine besondere Sendung verdient natürlich auch einen besonderen Gast: Amata Bayerl, meine Mentorin in Business - Fragen und eine Frau, die deren Leben so eng mit dem Namen Kneipp verbunden ist. Sie stammt aus Bayern, aus Ottobeuren, ein Ort in dessen Nähe Pfarrer Kneipp, der in Wörrishofen geboren wurde, wirkte. Aber die örtliche Nähe ist es nicht allein, Amata selbst lebte 20 Jahre im Kloster, bis ihr bewusst wurde, dass es "nicht mehr stimmig war". Sie verabschiedete sich nach langem Zögern aus dem Kloster und erkannte schnell, dass es in dieser anderen Welt darauf ankam, Geld zu verdienen. Schmerzlich musste sie erfahren, nachdem sie am Darmkrebs erkrankt war, wie wichtig es war finanziell abgesichert  zu sein, wenn man sich alternativ behandeln lassen möchte. Und sie ist heute eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen, die ich kenne. Dabei ist sie ihren christlichen Prinzipien, die sich darin äußern, dass sie 1 Million Frauen zu einem 5 stelligen Einkommen im Monat verhelfen möchte, treu geblieben. Und mit dieser sehr sympathischen Frau durfte ich diese 100. Sendung gestalten.

Voranstellen möchte ich einige wichtige Aussagen von Sebastian Kneipp:

"Alle diese Krankheiten, welche Namen sie immer führen mögen, haben, so behaupte ich, ihren Grund, ihre Entstehungsursache, ihr Würzelchen, ihren Keim im Blute, vielmehr in Störungen des Blutes, mag dieses nun in seiner im gesunden Zustand geordneten Zirkulation gestört oder in seiner Zusammensetzung, in seinen Bestandteilen, durch nicht dahin gehörige schlechte Säfte verdorben sein. Gleich wohlgeordneten Bewässerungsanlagen durchzieht das Adernetz mit seinem roten Lebenssafte den ganzen Körper, alles, jeden Teil, jedes Organ des Körpers in seiner ihm zuträglichen Art nährend, befruchtend. Im Maße liegt die Ordnung; jedes Zuviel und jedes Zuwenig im Tempo des Blutumlaufes, jedes Eindringen fremdartiger Elemente stört den Frieden, die Eintracht, bewirkt Zwietracht, setzt an Stelle der Gesundheit - Krankheit.

Jede Krankheit ruht in Störungen des Blutes! Die Arbeit der Heilung kann nur die zweifache Aufgabe haben: Entweder muss ich das ungeordnet zirkulierende Blut wieder zum richtigen und normalen Laufe zurückführen, oder ich muss die schlechten, die richtige Zusammensetzung des Blutes störenden, das gesunde Blut verderbenden Säfte, Stoffe (Krankheitsstoffe) aus dem Blut auszuscheiden suchen.

  1. Säule: Kraft des Wassers – heiß, kalt, im Wechsel und an unterschiedlichen Körperstellen im Einsatz – hat heilende und vorbeugende Wirkung auf den gesamten Organismus. Kneipp entwickelte all diese Anwendungen, verfeinerte und kombinierte sie, um das Immunsystem zu trainieren. Heute weiß man: Wasser ist pure Natur, Energiequelle und das reinste Beauty-Elixier. Wasserrituale kannten die Menschen aller Kulturen. Ob die Schwimmwettkämpfe der Germanen, orientalische Bäder – Hammams – oder die Schwitzhütten indianischer Schamanen – meist sollte mit dem Körper auch die Seele rein gewaschen werden. Einen wahren Wasserkult betrieben die Römer. Sie schwelgten stundenlang in Badetempeln mit lauwarmen, kalten und heißen Becken und Dampfsaunen, lange bevor dies die Finnen kultivierten.“Wo Medikamente wenig oder gar nichts vermögen, kann mit Wasser der beste Erfolg erzielt werden; es ist deshalb nur schade, dass man das Wasser und die Anwendungen mit Wasser wenig kennt.” (Sebastian Kneipp)Wasseranwendungen zielen darauf ab, die Wurzeln der Krankheit auszuheben; sie sind imstande:a) die Krankheitsstoffe im Blute aufzulösen;                                   b) das Aufgelöste auszuscheiden;                                                      c) das so gereinigte Blut wieder in die richtige Zirkulation zu  bringen;                                                                                                   d) endlich den geschwächten Organismus zu stählen, das ist, zu neuer Tätigkeit zu kräftigen.

2. Säule: Ernährung

Die Ernährung nach Kneipp soll trockene, einfache, kräftige, nicht       verkünstelte und durch scharfe Gewürze verdorbene                                 Hausmannskost sein. "Ich bin jedoch nicht Puritaner und gestatte         gern ein Glas Wein oder Bier, lege demselben aber durchaus nicht         die allgemein beliebte Bedeutung bei. Größere Bedeutung lege ich         dem Obst bei."

Kurz gesagt, Kneipp legte wert auf natürliche, unverdorbene,                  frische Nahrung, wobei auch der Genuss nicht zu kurz kommen            sollte.

Die Nahrung soll einfach und naturbelassen sein, aber schmackhaft!“

3. Säule: Innere Balance

Die so genannte „Ordnungstherapie“ ist sicherlich der Grundpfeiler unter den Kneippschen Säulen – mit ihr sollen wir eine ‘gesunde’ Lebenseinstellung bekommen. Körper, Geist und Seele sollen in erreichter harmonischer Balance die Basis für ein gesundes Leben schaffen. In der damaligen Zeit war sein Konzept der Ganzheitlichkeit, an das Pfarrer Kneipp fest glaubte, geradezu revolutionär. Dass es einen Zusammenhang zwischen Psyche, dem Nerven- und hormonellen System oder auch der Immunabwehr gibt, zweifelt heute niemand mehr an.

Für Sebastian Kneipp spielen Ausgeglichenheit und innere Harmonie oder „Lebensordnung“, wie er es formulierte, eine entscheidende Rolle. Kneipp wollte, dass sich die Menschen ein Lebensziel setzen und in ihrem Alltagsleben einen weiterführenden Sinn erkennen. Darüber hinaus sollen sie ihr Leben – und auch ihre Gesundheit – in die „eigenen Hände“ nehmen. An erster Stelle steht die Prävention, um Krankheiten vorzubeugen.

Viele Krankheiten werden durch „Unordnung“ im eigenen Leben gefördert oder ausgelöst. Das kann eine zu hohe berufliche oder private psychische Belastung sein. Aber auch ungesunde Angewohnheiten wie kalorienreiche Kost, Mangel an Bewegung sowie der übermäßige Konsum von Tabak und Alkohol sind an der Entstehung von Krankheiten beteiligt. Ratschläge wie „weniger Essen“ oder „Stress vermeiden“ helfen in solchen Situationen kaum weiter. Aber eine schrittweise Veränderung der Lebensweise!

Erst als man den Zustand ihrer Seele kannte und da Ordnung hineinbrachte, ging es mit ihren körperlichen Leiden auch besser. Sie bekamen mehr Ruhe und Zufriedenheit, kurz sie fühlten sich besser.“ (Sebastian Kneipp)

 4. Säule: Natur wirkt in Kräutern

Schon früh hat Sebastian Kneipp erkannt, dass gegen jede Krankheit ein Kraut gewachsen ist. Voller Engagement hat er das alte Wissen ausgegraben und in Tees, Salben, Tinkturen oder Badezusätzen umgesetzt, die er seinen Patienten äußerlich und teilweise innerlich verabreichte. Heute ist die Wirkung der Heilpflanzen wissenschaftlich erwiesen.

Amata betonte die Bedeutung der Aloe vera für die Gesundheit. Diese Pflanze kannte schon Sebastian Kneipp. Die Forschungen zur Aloe haben viele wichtige Erkenntnisse gebracht. Heute ist die Aloe ein Lebensmittel mit einem unschätzbaren Wert für die Gesundheit.

Auch ein naher Verwandter des Bärlauchs, das Wunderlauch wurde vorgestellt mit seinen Mineralien und entzündungshemmenden Enzymen ist es eine gute Bereicherung der Küche.

Kneipp hatte schon damals den Menschen geraten, sich eine Hausapotheke zu schaffen, die aus verschiedensten Kräuterextrakten bestand. Sie sollten den Menschen dienen, wenn der Doktor nicht verfügbar war.

5. SäuleLeben in Bewegung

Unser Leben in Bewegung – Sebastian Kneipp wandte sich gegen Hektik und Stress, da beides auf Kosten der Gesundheit geht – er empfahl daher maßvolle Bewegung. Das ideale Wechselspiel zwischen Spannung und Entspannung verspricht ein vollkommen neues Körpergefühl. In Kombination mit einer gesunden Ernährung wird der Körper auch von innen fit. Eine wichtige Erkenntnis, die noch heute gilt.

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Show 099: Der Darm und die Psyche

Der Darm und die Psyche, was solltest Du wissen

Ich möchte heute auf ein Thema zu sprechen kommen, das entscheidend ist für Deine Psyche. Viele Menschen kommen mit der ungewohnten Situation des Home-office, bei gleichzeitiger Versorgung der Kinder nicht gut zurecht. Diese Situation löst Stress aus, der wenn er langanhaltend ist auch zu Depressionen führen kann. Oft äußert sich dies durch Vorboten, die wir auch als Bauchgefühl kennen. Das ist so ein Instinkt in uns. Und es ist tatsächlich so, dass Darmbakterien die Psyche beeinflussen können, was durchaus dazu führen kann, dass sogar Depressionen begünstigt werden.

Dabei ist dieser Zusammenhang wechselseitig. Aber beginnen wir von vorn. Unsere Darmflora mit ihren geschätzt 100 Billionen Bakterien aus 1000 verschiedenen Arten hat sehr wichtige Aufgaben zu erfüllen. So helfen die Darmbakterien bei der Verdauung, beim Abbau von Giftstoffen und beeinflussen auch das Immunsystem entscheidend. Seit bekannt ist, dass es eine Darm-Hirn-Achse gibt, die das nerval gesteuerte Wechselspiel zwischen diesen beiden Organen widerspiegelt, ist die Erforschung des Zusammenhangs zwischen dem Darm und der Psyche in den Fokus gerückt. So kann eine gestörte Darmflora mit Ängsten, psychischer Verstimmung und Depressionen einhergehen.  Andersherum sollte dann durch eine Unterstützung des Darms die Psyche beeinflusst werden.

Eins ist jedoch wichtig zu bemerken, nämlich dass sich in den letzten wenigen Jahrzehnten unser Lebensstil radikal verändert hat. Diesem Tempo konnten jedoch unsere Darmbewohner nicht so schnell folgen. Ein ganzes Sortiment an Feinstaub, Abgasen, Pflanzenschutzmitteln und Umweltschadstoffen kommt in unseren Körper und die Darmbakterien müssen damit fertig werden. Hinzu kommen industriell verarbeitete Nahrungsmittel, die reich an tierischen Fetten und Zucker sind, und dazu Farbstoffe, Süßstoffe, Konservierungsmittel, Aromastoffe und Emulgatoren in großer Vielfalt. So ist kaum noch zu überschauen, welche Stoffe, welche Wirkungen in unserem Körper erzielen.

Was dann passiert ist, ist eine steigende Zahl an Unverträglichkeiten und Allergien, psychische Erkrankungen, Burn-Out, Ängste und Depressionen ohne erkennbare Ursache. Ein Grund dafür ist sicher der zunehmende Stress und die immer rasanter werdenden Arbeitsabläufe, Kommunikation sowie allgemein die Hektik in unserer Gesellschaft. Doch es gibt immer Hinweise, und Studienbelegen dies, dass die psychische Verfassung auch eng mit unseren Darmbewohnern zusammenhängt.

Wie kann man sich das vorstellen?

So hängen zum Beispiel Symptome, die bei Patienten mit Reizdarm-Syndrom vorhanden sind, wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung eng auch mit der Psyche zusammen. So sind Ängste und Depressionen bei Reizdarm-Patienten häufig anzutreffen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn wie man heute weiß stehen Gehirn und Darm in engem Kontakt. Sie kommunizieren über das Nervensystem, das Immunsystem und über Hormone miteinander. Und die  Darmbakterien spielen dabei eine wichtige Rolle.

So bilden die Bakterien im Darm Signalstoffe, die den Vagusnerv, den größten Nerv des vegetativen Nervensystems aktivieren. Der Vagusnerv reguliert fast alle inneren Organe. Wenn die Darmflora eine falsche Zusammensetzung hat, kommt es im Darm zu Entzündungen. Dadurch könne Ängste und Depressionen ausgelöst werden. Somit bestimmt also die Art der Bakterien, die in unserem Darm leben, wie wir uns fühlen.

Für die Entstehung von Ängsten und Depressionen gibt es eine weitere Erklärung. Hier ist ebenfalls der Darm involviert, weil die Aufnahme von Tryptophan über den Darm erfolgt. Die Aminosäure Tryptophan ist eine Vorstufe bei der Synthese von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon. Dieses Hormongibt uns innere Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit. Ein Mangel an Serotonin verursacht Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Aggressivität, schlechte Laune und kann zu Depressionen führen. Ein wichtiger Stoff, der die Aufnahme von Tryptophan im Darm hemmt, ist Fruchtzucker. Dieser wird heute in großen Mengen der Nahrung künstlich zugesetzt. Damit hat ungefähr jeder dritte Mensch Probleme, weil sie größere Mengen Fruchtzucker im Dünndarm nicht vollständig aufnehmen können. Somit gelangt er in den Dickdarm und verursacht Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen. Mit steigendem Lebensalter tritt diese Störung immer häufiger auf. Es hat sich auch gezeigt, dass Depressionen und Stimmungsschwankungen bei den Betroffenen häufiger auftreten. Das liegt daran, dass Fruchtzucker die Tryptophan-Aufnahme hemmt und keine ausreichenden Mengen an Serotonin gebildet werden können.

Was kann man aber tun. Eine wichtige Maßnahme ist zunächst, den Verzehr von Fruchtzucker und mit Fruchtzucker angereicherter Nahrung einzuschränken oder ganz zu stoppen.

Wenn es jedoch bereits zu einem Ungleichgewicht im Darm gekommen ist, sollte man dafür sorgen, dass die Darmflora Unterstützung erhält. Positiv wirkt sich regelmäßige Bewegung aus, hinzu kommt eine gesunde Ernährung und Probiotika, die die Darmflora verbessern.

Als Tipp für Dich, Kuren mit probiotischem Joghurt oder Probiotika-Präparaten wirken sich oft positiv bei Depressionen, aber auch bei Allergien und Reizdarm, aus, weil sich damit die Darmflora normalisiert.  Eine Kur mit hochwertigen Probiotika-Präparaten über 8 Wochen bringt nicht nur die Darmflora in Ordnung, sondern wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus, d.h. weniger Ängste, Stimmungsschwankungen und Depressionen sind die Folge.

Show 098: Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts

Der Säure-Basen-Haushalt ist wichtig um physiologische Prozesse in unserm Organismus zu unterstützen. Wenn der Körper mit Schadstoffen belastet ist, wird die Basen-Säure-Balance aus verschiedensten Gründen verschoben.
Mediziner gehen sogar so weit zu postulieren, dass Krankheitszeichen jeder Art auch auf eine Übersäuerung hinweisen.
Da der Säuregrad im Körper nicht überall gleich ist, ist es gar nicht so einfach, zu definieren, wann der Körper übersäuert ist.
Von einer Übersäuerung unseres Körpers sprechen wir nur, wenn der pH-Wert im Blut kleiner 7,37 ist. Im anderen Fall, also wenn der pH-Wert im Blut größer als 7,45 ist, spricht man von einer Alkalose, der Körper ist dann zu basisch. Der Bereich zwischen 7,37 und 7,45 muss tatsächlich eingehalten werden, andernfalls sind Stoffwechselentgleisungen die logische Konsequenz.
Ursachen einer Übersäuerung pauschal gesagt Folge einer ungesunden Lebensweise. Und es ist dabei nicht zu unterschätzen, dass auch die Umwelt einen negativen Einfluss auf unseren Basen-Säure-Haushalt hat.
Jedoch allein durch die Ernährung mit Säure bildenden Lebensmittel wie z. B. Fleisch, Wurst, Milch, Fisch, Eier, Teig- und Backwaren, Süßspeisen, Kohlensäure, ein übermäßiger Verzehr von Genussmitteln (Kaffee und Alkohol ) entsteht ein Überangebot von Säure in unserem Körper. Hinzu kommen synthetische Zusatzstoffe in den Lebensmitteln (E-Nummern). Auch Stress und Schadstoffe beeinflussen den Säure-Basen-Haushalt im Körper negativ.
Nicht zuletzt verursachen auch Arzneimittel, wie z. B. die „Pille", Strahlen- und Chemotherapie sowie Antibiotika eine Übersäuerung des Körpers.

Show 097: Wo-Men in Balance-Interview mit Ingeborg Klein


Ein Interview mit der Geschäftsführerin von Vital-Life über die Bedeutung von Hormonen

Biografisches

Ingeborg Klein ist 62 Jahre jung, lebt in Fulda und hat 2 Kinder. Sie ist Geschäftsführerin von Vital-Life, ein Familienunternehmen, das mit „Wo-Men in Balance” seit 1995 mit Hingabe tätig ist. Durch eigene gesundheitliche Probleme hat sie bereits früh erkannt, dass man sich um seine Gesundheit selbst kümmern muss. Ingeborgs Vision besteht darin Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter durch eine natürliche Hormon-Balance zu erzielen. Dabei ist die wiederentdeckte Heilpflanze Yams, mit ihrem großen Gesundheitspotential, die Basis für viele Produkte von Vital-Life. Dazu gehört auch das 5-Punkte Konzept der Firma für eine ganzheitliche hormonelle Balance und eine daraus resultierende hohe Lebensqualität.

Inhalt

„Wo-Men“ in Balance steht für „Women-Men“ in Balance , das heißt, dass sowohl die Frauen, als auch Männer in die hormonelle und gesundheitliche Balance kommen sollen.

Frauen werden ihr ganzes Leben lang von Hormonen begleitet. Ingeborg Klein ist seit vielen Jahren in Kontakt mit Heilpraktikern und erfährt durch diese schon frühzeitig, was sie als Unterstützung für ihre Therapien benötigen. Auf dieser Basis werden Produkte entwickelt. Außerhalb von synthetischen und bioidentischen Hormonen kann man auf dem Markt nicht viel erhalten. Diesem Ziel widmete sich Ingeborgs Firma. Ebenso wichtig schätzt sie Nahrungsergänzungsmittel für ein gutes Immunsystem, ein gutes Hormonsystem und einen guten Stoffwechsel ein. Diese Systeme sind untrennbar miteinander verbunden.

Ingeborg spricht von Hormonrevolutionen. Die erste begann in den 60 iger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit der Pille zur Verhütung von Schwangerschaften. Sie lobt die Selbstbestimmung und Selbstständigkeit, die die Frauen dadurch erlangt haben. Die Probleme durch die Pille kamen erst Jahre später ans Licht, besonders, was die Nebenwirkungen anbelangt.

Die bioidentischen Hormone leiteten die nächste Revolution ein. Jedoch bedeutet für Ingelore die chemische Bearbeitung von natürlichen Substanzen für die Hormonherstellung nicht, dass die entstehenden Substanzen natürlich sind. Sie sind bestenfalls halbsynthetisch. Inzwischen wird langsam die 3. Phase eingeleitet, gekennzeichnet durch den Übergang von synthetischen oder halbsynthetischen Hormonen zu natürlichen Methoden und mehr Selbstverantwortung. Zum Beispiel Verhütung mit einem Basalthermometer und Verhütung durch Beachtung des Zyklus.

Oft ist für die hormonelle Dysbalance auch Stress verantwortlich. Besonders schädlich für das Hormonsystem ist in erster Linie Stress, besonders emotionaler Stress. Dadurch wird eine ganze Reihe von Hormonen beeinflusst, wie Adrenalin und Cortisol. Ein weiteres Thema ist mangelhafte Entspannung, Ruhephasen fehlen, die Menschen bewegen sich zu wenig. Auch versteckte Chemikalien wirken sich negativ auf das Hormonsystem aus, insbesondere Plastik in allen Lebensbereichen. So kann man im Körper der Frau 115 verschiedene Chemikalien finden, die dort nichts zu suchen haben, 15 davon beeinflussen den Hormonhaushalt direkt.

Wie sieht die Lösung von Vital-Life aus? Zunächst gibt es Lösungen, die jeder sofort selbst umsetzen kann. So zum Beispiel ist es wichtig, aus der Stressfalle herauszukommen und die Natur für sich selbst wieder zu entdecken. Nur so kommt man zur Entspannung. Dazu ist es notwendig, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Man kann selbst schauen, was in den Lebensmitteln und Kosmetika enthalten ist, und nur solche benutzen, die der Gesundheit dienen. Wichtig ist es eventuell auch, sich von guten Therapeuten begleiten zu lassen, die die hormonelle Balance ganzheitlich betrachten. Oder man nutzt Pflanzen, die die Hormonbalance unterstützen können. Diese Pflanzen sind seit Jahrhunderten bekannt. Bessere Studien gibt es für kein chemisches Produkt, als durch die Erfahrungen mit Pflanzenstoffen. Eine Pflanze ist für die hormonelle Balance besonders wertvoll. Das ist die wilde Yamswurzel. Sie diente bereits vor Hundert Jahren als Ausgangsprodukt für die Entwicklung einer Verhütungspille. Später konnte man den Wirkstoff aus der Yamswurzel identifizieren und auch synthetisch herstellen.

Vital-Life hat zur Unterstützung einige Produkte entwickelt. Die Firma stellt keine Hormone her, sondern ermittelt Wege zur Stimulation des Hormonhaushalts. Besonders wertvoll schätz Ingeborg Klein das Produkt Magic Yams Creme von Vital-Life. Magic leitet sich davon ab, dass zur Herstellung der Produkte die Spagyrik verwendet wird.

(Spagyrik war ursprünglich bei Paracelsus der wichtigste Grundsatz alchemistischer Arzneibereitung, seit dem 18. Jahrhundert gleichbedeutend mit Alchemie. Im Wesentlichen soll hierbei durch das Trennen und Wiedervereinigen von Wirkprinzipien einer Droge eine Wirkungssteigerung erzielt werden.[1] Pflanzliche, mineralische und tierische Ausgangssubstanzen werden nach alchemistischer Verfahrensweise zu Spagyrika (Einzahl: Spagyrikum) verarbeitet. Nach diesem Prinzip werden auch heute noch vereinzelt Arzneimittel hergestellt.)

Diese Creme wirkt auf Körper, Geist und Seele. Eine echte Alchimistin stellt diese Cremes her. Es vereinen sich in der Creme eine stoffliche und eine feinstoffliche Komponente. Damit wird der Körper stimuliert in die eigene hormonelle Balance zu kommen. Diese natürliche Form findet immer mehr Anklang in Heilpraxen. Mit dieser natürlichen Behandlungsform kann man keinerlei Schaden anrichten.

Vorbilder

Ingeborg würde gern einmal mit der Bundeskanzlerin reden. Das meinte sie im Scherz. Ein direktes Vorbild hat Ingeborg Klein nicht, denn es gilt: „Je älter ich werde, umso kürzer wird die Liste der Vorbilder“

Dennoch orientiert sie sich an ihren Mitmenschen, von denen sie viel gelernt hat und bei denen sie Inspirationen findet. Am meisten bewundert sie  ihre Alchimistin, mit der sie sehr gern zusammenarbeitet.

Bücher

Ingeborg Klein empfiehlt

„DIE MAGIE DER HORMONE“ VON P. NEUMAYER

„Schätze der Alchemie“ von Ulrich Arndt

Lebenswunsch

Ingeborg Klein möchte sich ein Anwesen auf dem Land schaffen, wo sie sich entspannen kann, einen Biogarten anlegen und in der Natur leben kann.

Kontakt

Vital Life Europe GmbH

Wasserkuppenstraße 25

Fulda 36043

Telefon: 0661-2503250

Fax: 0661-2503251

Show 095: Interview mit Dr. Joe Dornberger

Biografisches

Dr. Joe Dornberger ist Facharzt für Anästhesie und Allgemeinmedizin. In dieser Tätigkeit hat er viele Jahre gearbeitet, zunächst im Krankenhaus, nach der Wende in der Niederlassung und schließlich qualifizierte er sich zum Arzt für Naturheilverfahren. Er lernte Manuelle Medizin, Akupunktur und Homöopathie und wurde auch Umweltmediziner. Zu seinen angewandten Methoden zählten energetische Medizin mit Reiki, Bioresonanztherapie und verschiedene testverfahren sowie besonders auch Ernährungsmedizin. Auf der Suche nach neuen  effektiven Verfahren für Prävention und Gesundheitsförderung auf natürliche Weise arbeitete er mit starken Partnern zusammen. Besonders in den letzten Jahren beschäftigt sich Dr. Dornberger intensiv mit der Qualität des Wassers und dem Thema Nahrungsergänzungsmittel. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen kann er gezielt auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen und angefangen von Befindlichkeitsstörungen wirkungsvolle, alltagstaugliche und naturkonforme Lösungen anbieten.

Inhalt

Dr. Dornberger ist es wichtig, den Patienten zu zeigen, was sie selbst für ihre Gesundheit tun können. Zu Beginn hat er deshalb mit einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel zusammengearbeitet, womit er gute Erfahrungen gemacht hat. Dann zog ihn die Qualität des Trinkwassers in seinen Bann. Er prägte für sich den Satz: „Du bist, was Du trinkst“, womit Dr. Dornberger den Stellenwert des Trinkwassers für den Menschen hervorhob. Es kommt ihm darauf an, reines Trinkwasser zu verwenden. Trinkwasser aus der Leitung erfüllt seiner Meinung nach nicht diese Anforderungen. Schlechte Trinkwasserqualität trägt dazu bei, dass der Körper nicht mehr ordentlich gereinigt wird und dadurch die Zellen und die Zellzwischenräume mit der Zeit verschlacken. Dadurch entstehen gesundheitliche Probleme.

Außerdem ist es sehr schwer, sich durch gesunde Nahrungsmittel ausreichend mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen zu versorgen, weil sie zum einen nicht die Qualität haben und zum anderen dadurch große Mengen verzehrt werden müssten. Das ist für die meisten Menschen unmöglich. Damit rückt das Thema Ernährung aber, was viel wichtiger ist die Entgiftung in den Fokus der Betrachtung. Durch entsprechende Messungen, kann nachgewiesen werden, dass die Zellen stark mit Schadstoffen belastet sind.

Auf der anderen Seite gibt es hervorragende technische Möglichkeiten sauberes Trinkwasser herzustellen, und zwar im häuslichen Umfeld, das die Qualität von belebtem Wasser aus Hochgebirgsbrunnen hat. Die Herstellung dieses Wassers ist für jeden Haushalt erschwinglich. Gleiches betrifft ein Nahrungsergänzungsmittel, das alle Nährstoffe enthält, die ein gesunder Körper zur Aufrechterhaltung seiner Gesundheit benötigt. Dieses „all in one“ – Produkt erspart die Einnahme verschiedener Produkte und den Bedarf eines gesunden Erwachsenen. Bei gesundheitlichen Problemen muss man natürlich schauen, was darüber hinaus für den Menschen notwendig ist.

Das Gesundheitssystem von Dr. Dornberger ist auf Erfolg für die Menschen orientiert. Deshalb favorisiert er ein Nahrungsergänzungsmittel, das für jeden geeignet ist. Wichtig ist jedoch darüber hinaus, dass der Körper für die Aufnahme dieser hochwertigen Stoffe vorbereitet ist. Dabei spielt die Physikalische Gefäßtherapie Bemer eine große Rolle, da damit gewährleistet ist, dass die Stoffe auch in die Zellen gelangen und für die Energieproduktion zur Verfügung stehen. Probiotischer Joghurt, der frisch zubereitet wird ist für die Versorgung ebenfalls sehr wichtig.

Voraussetzung für alles ist jedoch ein qualitativ hochwertiges Wasser. Die von Dr. Dornberger favorisierte Anlage arbeitet ohne elektrische Pumpe, ist mit exclusiven Filtern ausgestattet und liefert ein belebtes, basisches Wasser, hochrein, wie es der Körper braucht. Wichtig ist ihm auch, dass keine Schadstoffe anfallen. Die Anlage liefert 3 l Wasser pro Minute. Die Anlage kann unter Tisch installiert werden , weil sie nur geringe Abmessungen hat. In den Filtern ist Edelschungit enthalten und im zweiten Schritt läuft es über Korallen, womit ein basisches Wasser entsteht. Schwermetalle und deren negative Schwingungen werden damit auch herausgefiltert. Langkettige Strukturen der Wassermoleküle wird durch die Filtersysteme aufgebrochen, so dass es belebt ist. Zusätzlich werden ins Wassers Informationen von ca. 3000 Helfern gegeben, z.B. von Aloe vera und der Astragaluswurzel. Der Filterwechsel ist nur einmal im Jahr notwendig.

Die Bezeichnung der Anlage: Cell ReActivator Wasserfiltersystem

Nahrungsergänzungsmittel laufen unter der Bezeichnung: BFI Nutrition - exclusive Nahrungsergänzung Produkte.

Auf der Website von Dr. Dornberger findet man viele Informationen zu verschiedenen Befindlichkeitsstörungen, Testmethoden sowie Videos und eBooks, um sich allumfassend informieren zu können.

Kontaktdaten Dr. Dornberger

Website: https://page.funnelcockpit.com/EJsQuNdKwtdT54cuY

Telefon: +(0)493601 444660

Handy: +(0)49176 43907735

e-Mail: info.docjoe@web.de

Show: 094: Mehr vom Leben

Zusammenfassung

Dr. Reinhard Goy ist seit 25 Jahren selbstständig. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich  mit Veränderungsprozessen, Networkmarketing und Persönlichkeitsentwicklung sowie seit 10 Jahren mit Internetmarketing. Er hat eine Kleintierpraxis, arbeitet an diversen Online-Projekten und hilft seit vielen Jahren unterschiedlichen Menschen in verschiedenen Bereichen, ihre individuellen herausfordernden Lebensphasen zu bewältigen.

Inhalt

Der Grund, als Tierarzt auch Menschen zu behandelt, liegt darin begründet, dass er als Tierarzt ja auch immer mit Menschen zu tu hat. Er hat selbst viele Einschnitte in seinem Leben gehabt, so dass er sich selbst immer wieder neu entscheiden musste. Dadurch entstand der Wunsch diese Erfahrungen an andere Personen weiter zu geben. Dazu hat auch beigetragen, dass man sich in kleinen Orten sehr gut kennt.

Begonnen hat er seine Tätigkeit, als er noch im Networkmarketing aktiv war. Als er das Warum der Interessenten erkunden wollte ist er mit den Menschen ins Gespräch gekommen. Ein erstes positives Erlebnis hatte Reinhard, als er einen EDEKA-Geschäftsführer zu einem neuen Lebensinhalt geführt hat, der ihn ausfüllt und Freude bereitet, weg von EDEKA: Die Dankbarkeit des Klienten war Motiv, auf diesem Weg weiter zu gehen. Seitdem hilft Reinhard Männern, eine Entscheidung zu treffen. Diese Entscheidung passt zu dem entsprechenden Menschen, sie ist mit ihm gemeinsam erarbeitet.

Klienten bekommt Reinhard über das Internet. Hilfreich sind dabei seine anderen Projekte. Herausfordernde Situationen, die Reinhard neu entdeckt, führen dazu, dass er diese analysiert und darüber Workshops durchführt oder eBooks schreibt. Vom Alter her sind es meist Männer im besten Alter, ab Anfang, Mitte vierzig. Die Zielstellungen für das weitere Leben spielen dabei eine große Rolle.

Ein großes Problem dieser Männer ist, dass sie nicht gut damit umgehen können, plötzlich Emotionen zu haben. Es fällt Ihnen schwer, bestimmte Unsicherheiten in diesem Lebensabschnitt zu akzeptieren. Sie wollen aus dieser Situation herauskommen . Reinhard hilft ihnen durch gezielte Fragen Klarheit zu erhalten und Entscheidungen für sich zu treffen.

Gesundheitlich habe die Männer parallel zu ihren emotionalen Problemen ebenso Probleme. Wichtig ist ihm zu ergründen, wo stehe ich im Beruf, wo in meiner Beziehung, wo finanziell und gesundheitlich. Der Lebensstil spielt im Coaching eine große Rolle, ebenso Fragen des Übergewichts, der Bewegungsarmut und der Arbeitsüberlastung. Damit bietet Reinhard ein ganzheitliches Programm an.

Die Ehefrauen der Männer werden in das Coaching mit einbezogen. Sie werden sogar aufgefordert mitzumachen, damit der Lebenspartner dabeibleibt und um keine neuen Probleme zu schaffen.

Stressprävention spielt eine große Rolle, ist bei allen Problemen mit dabei. Das ganze Programm ist in seiner Anlage Stressprävention, ohne das Wort zu strapazieren. Auch Nahrungsergänzungsmittel werden im Rahmen des Coachings immer empfohlen. Dabei geht er stets individuell und ergebnisoffen vor.

Tipp für Männer, damit sie zufriedener, glücklicher und sorgenfreier sind.

Meist beginnen sich Männer zu ändern, wenn es einen tiefen Einschnitt im Leben gegeben hat. Reinhard möchte die Menschen schon vorher erreichen, damit sie diesen Warnschuss erst gar nicht erhalten.  Wichtig dabei ist, auch sehr intensiv über sich nachzudenken. Dabei sollte sich jeder  Mann folgende Fragen stellen:

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich? Wo komme ich her? Wo stehe ich jetzt? Wo will ich hin?

Die Fragen sollte man schriftlich beantworten, das ist der wichtigste Schritt im Coaching. Dann muss man sich entscheiden, ob man die Veränderung allein oder mit einem Mentor bewältigt. Die Umsetzung ist der schwerste Schritt. Wichtig ist, sich allmählich und nicht radikal zu ändern, immer in kleinen machbaren Schritten.

Vorbilder

Hat sehr viele Kurse besucht. Sein größtes Vorbild ist Anthony Robbins. Von ihm hat Reinhard viel gelernt. Seine erste Network-Firma hatte auch viel gute Mentoren, die ihm geholfen haben.

Buchempfehlung

Rene‘ Egli: Das LOLA-Prinzip

Küstenmacher: 7-Jahresplan

Lebenswunsch

Besser mit dem Sport zurechtkommen. Möchte soviel verdienen, dass er nur noch machen kann/muss, was ihm Spaß macht. Mit Geld kann man auch Menschen oder Organisationen unterstützen, die Geld benötigen. Denn oft ist jede Zuwendung so wichtig, um die Welt ein Stück besser zu machen.

Show 093: Glücklich durch Selbstakzeptanz

Zusammnefassung

Frank Ohlsen, von Beruf Systemadministrator, hat sich nach einer Lebenskrise entschlossen, seine Erfahrungen bei der Bewältigung seiner persönlichen Herausforderung an andere Menschen weiterzugeben. Dafür hat er eine Ausbildung als Entspannungs- und Persönlichkeitscoach absolviert.

Inhalt

Trotz absolvierter Ausbildung brauchte Frank jedoch einige Zeit, bis er bereit war, seine Erkenntnisse an andere Menschen weiterzugeben. Erst als er eine neue Stresssituation bewältigen musste, öffneten sich Wege, seine Erfahrungen an andere zu vermitteln. Der Weg führte darüber, sich zunächst klar zu entscheiden, wohin die Reise geht. Er behielt seinen Job, und baute sich dazu sein Coaching Programm mit dem Titel: „Finde dich selbst“  auf.

Das Coaching läuft sowohl über Gruppen-Seminare als auch in Form von Einzelcoachings ab. Eine Methode dabei ist das sogenannte Waldbaden. Dabei werden den Seminarteilnehmern im Wald verschiedene Entspannungstechniken gezeigt. Darunter befinden sich Atemtechniken, Bäume umarmen, um zu fühlen, welche Energie von ihnen ausgeht oder einfach unter Bäumen zu meditieren.

Die Natur gibt Frank viel Kraft und deshalb nutzt er es auch im Coaching. Weiter wendet Frank Jigong-Techniken an, NLP. In der Natur kann man auch sehr gut Achtsamkeitsübungen durchführen, was auch wieder zu einer stärkeren Naturverbundenheit führt. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Selbstliebe und damit auch die Selbstakzeptanz. Wenn wir uns darin üben, werden wir auch glücklicher.

Zu Fran kommen meistens Menschen ab ca. dem 40. Lebensjahr. Meistens haben sie vor sich eine Aufgabe, für die sie nach Lösungen suchen. Oft sind die Klienten durch ihren Job im Stress und sie finden allein keinen Weg aus dieser Situation. Frank meint jedoch, er gibt ihnen die Hilfe, um die Lösung selbst zu finden, denn die Lösung ist bei jedem bereits vorhanden. Wichtig ist es, dass die Menschen wieder so agieren, wie die meisten Kinder, ungezwungen und frei.

Ein wichtiges Thema bei Frank ist der Zweck seiner Existenz (ZDE- nach John Strelecky). Für Frank ist ZDE der Grund, weshalb wir hier auf der Welt sind. Frank strebt danach mit Entspannung die Leichtigkeit ins Leben zu bringen. Das ist jedoch nur einer der 5 Ziele, die er anstrebt. Die Natur zu erhalten und den Klimawandel umzukehren sind für Frank sehr wichtige Ziele, die global gelöst werden müssen und wo jeder durch kleine Änderungen in seinem Leben auch etwas dazu beitragen kann.

Mut zur Veränderung ist ein Satz, den Frank jedem seiner Klienten zurufen möchte. Oft bestehen vor der Veränderung Ängste davor, z.B. auch, weil Veränderung evtl. auch Verschlechterung bedeuten könnte. Wichtig dabei ist es Veränderungen in kleinen Schritten durchzuführen. Dazu gehört auch dass die individuellen Wünsche als Ziele formuliert werden für verschiedene Zeiträume. Ein Visionboard spielt dabei auch eine große Rolle. Wichtig ist es auch, Fehler zu akzeptieren bzw. anzunehmen.

Frank ist neben seinem Job und seinem Coaching auch Gesundheitsbotschafter. Die Physikalische Gefäßtherapie Bemer ist bei ihm eine der 5 Säulen zur Verbesserung der Gesundheit. Er meint, dass die Verbesserung der Durchblutung in den Kleinstgefäßen für die Gesundheit essentiell ist.

Wenn Frank auch an vielen Projekten arbeitet, so hat er dennoch viel Energie, weil er alles mit einer Leidenschaft macht, die ihm diese Energie bringt. Die Freude ist bei allem eine Triebkraft für viele Projekte.

Franks Vorbild ist die beste Version von sich selbst, als die Person, die er sein möchte. Weitere Vorbilder für Frank sind Anthony Robbins, Ralf Himmelstoß, Albert Einstein, Zich Nathan und auch der Dalai Lama.

Buchempfehlungen:

  1. „Minimax Interventionen“ von Manfred Prior
  2. „Drei Fragen-Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem? Von Jorge Bucay

Bisher unerfüllter Lebenswunsch

Frank will den „Zweck seiner Existenz“ erfüllen und helfen die Welt ein besser zu machen. zum Beispiel einen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt leisten.

Letzter Tipp für die Dich

Mahatma Gandhi: “Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.“

Kontaktdaten

Frank Ohlsen

Müggendahlweg 10

21394 Westergellersen

Telefon: 04135

870230

Telefax: 04135 870231

E-Mail: frank.ohlsen@finde-dich-selbst.net

Web: https://blog.finde-dich-selbst.net/

Show 092: Vitamine gegen Infektionen

Eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit-Vitamin D

Genau wie Coenzym Q 10 eine Schlüsselsubstanz für die mitochondriale Medizin ist, hat Vitamin D eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Inzwischen setzt sich diese Erkenntnis in der Medizin immer mehr durch. Immer mehr Ärzte denken bei unspezifischen Symptomen auch an Vitamin D, weil es doch sehr häufig zutrifft, dass ein Mangel an diesem Vitamin vorliegt.

Warum aber ist Deutschland ein Vitamin D-Mangelgebiet? Bis zu 90 % der Bundesbürger sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt und das in allen Altersklassen. Bekannt geworden ist Vitamin D durch die Knochenkrankheit Rachitis bei Kindern. Lebertran wurde bis hinein in die 60iger Jahre Kindern verabreicht, um Rachitis vorzubeugen. Dem deutschen Chemiker Adolf Windaus ist es gelungen aus Fischöl den antirachitischen Wirkstoff Vitamin D3 zu isolieren. Er hat dafür 1928 den Nobelpreis erhalten.

Aber eigentlich ist Vitamin D3 kein Vitamin. Die Definition von Vitaminen ist ja, dass sie vom Körper nicht hergestellt werden können, sondern immer mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Anders bei Vitamin D. Mithilfe von Sonnenlicht wird Vitamin D in der Haut aus Cholesterin gebildet. Dafür ist ein kurzwelliger Lichtanteil mit 290 bis 315 nm erforderlich. Das heißt, in erster Linie brauchen wir Sonnenlicht, um Vitamin D selbst synthetisieren zu können. So könnten wir 90 % unseres Tagesbedarfs decken, ohne Sonnenschutzmaßnahmen. Jedoch meiden wir die Sonne immer mehr wegen des bestehenden Hautkrebsrisikos. Außerdem ist der größte Teil unserer Haut mit Kleidung bedeckt und wir halten uns im Vergleich mit Naturvölkern nur wenig im Freien auf.

Hinzu kommt, dass wir in den Ländern, die nördlich des 35. Breitengrades liegen, wie Deutschland, in den Monaten von Oktober bis März, kaum eine Chance haben, Vitamin D zu bilden, weil die Sonne einfach nicht hoch genug steht und auch nur kurze Zeit präsent ist. Es gibt noch einen weiteren Faktor. Wir konsumieren nicht genug Lebensmittel, die den Vitamin D- Spiegel anheben könnten. Wenn wir täglich Seefisch verzehren würden, wie die Eskimos, hätten wir eine zusätzliche Vitamin D Quelle. Außerdem wäre dies gleichzeitig eine gute Quelle für Omega 3 – Fettsäuren. Mit dem Alter verliert unsere Haut auch noch die Fähigkeit Vitamin D zu bilden. Ich habe es an anderer Stelle auch schon erwähnt, auch für Vitamin D gilt, dass bestimmte Arzneimittel dafür sorgen, dass Vitamin D abgebaut wird. Dazu gehören Antiepileptika, Cortison und Säureblocker. Dagegen werden andere Arzneimittel in ihrer Wirkung unterstützt, wenn man Vitamin D einnimmt. Dazu gehören die bereits erwähnten Säureblocker, Cholesterinsenker, Cortison-Präparate und Johanniskraut, um nur einige zu nennen.

Einen wichtigen Fakt möchte ich unbedingt besprechen, weil er gerade für das Pandemiegeschehen von herausragender Bedeutung ist:

Vitamin D unterstützt das Immunsystem, es schützt vor Infekten, das Risiko für Autoimmunerkrankungen wird gesenkt. Fakt ist auch, dass jede menschliche Zelle Viatmin D Rezeptoren hat, was wichtig für die Zellfunktion und die Energieproduktion ist.

Feststellen können wir, dass die starke Erkältungstendenz im Herbst und Winter hauptsächlich durch einen Vitamin D- Mangel verursacht. Die Kälte macht uns nämlich bei weitem nicht so viel aus, wie wir immer denken. Es ist das fehlende Vitamin D, das unser Immunsystem schwächt. So schreibt Bilder der Wissenschaft am 08.03.2010: „Nur wenn es (das Vitamin D) in ausreichender Menge vorhanden ist, werden die Killer-Zellen der Körperabwehr mobilisiert, so dass sie eindringende Viren oder Bakterien bekämpfen können. Weiterhin konnte in Studien gezeigt werden, dass bei stark ausgeprägtem Vitamin D-Mangel auch das Risiko größer ist, dem Grippetod zu erliegen. Ja man geht sogar so weit zu sagen, dass Grippe eine Folge von Vitamin D-Mangel ist. Das ist ein Grund mehr, auf eine gute Vitamin D-Versorgung besonders im Winter zu achten.

Wie ist das Gesagte aber nun im Hinblick auf das Covid 19 – Virus zu betrachten.

Feststellen muss man zunächst einmal, dass die Infektionen in  der sonnenarmen Zeit ansteigen, wie wir das sonst auch bei Grippe beobachten, die jetzt anscheinend keine Rolle mehr spielt. Inzwischen bestätigen immer mehr Studien einen engen Zusammenhang zwischen dem Covid-Risiko und Vitamin D-Mangel. Studien belegen, dass bei Vitamin D-Mangel das Risiko, an COVID 19 zu erkranken doppelt so hoch ist. Unter Wissenschaftlern würde man sagen: Das ist hoch signifikant.

Wie sieht es konkret aus:

Einer der führenden Vitamin D-Forscher ist Michael Holick. Er fasste im September 2020 die zahlreichen Einzelstudien mit geringeren Fallzahlen eindrucksvoll in einer eigenen Auswertung mit nahezu 200 000 Teilnehmern zusammen (Abb. 4).  Dabei kommt ganz klar heraus, dass das Risiko, auf SARS-CoV-2 positiv getestet zu werden mit steigendem Vitamin D Spiegel sinkt und das exponentiell.

So war die Positivenrate bei 39.190 Patienten mit mangelhaften Vitamin D-Werten also <20 ng/ml mit 12,5% um das Doppelte höher als bei den 12.321 Patienten mit Werten ≥ 55 ng/ml. In der Gruppe der Personen mit Vitamin D-Spiegeln von mehr als 55 ng/ml wurden nur 5,9% positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

Daraus ziehen die Studienautoren den Schluss, ich zitiere: “Die SARS-CoV-2-Positivität ist stark und umgekehrt mit den zirkulierenden Vitamin D-Spiegeln verbunden, eine Beziehung, die über Breiten, Ethnien, beide Geschlechter und Altersgruppen hinweg besteht” (2).

Diese Zusammenhänge gibt es auch in Deutschland. So wurden im September 2020 185 symptomatische Patienten untersucht. Der mittlere Vitamin D-Spiegel der gesamten Kohorte lag bei 16,6 ng/ml. 22% wiesen Vitamin D-Spiegel von <12 mg/ml auf und 64% hatten Werte unter 20 ng/ml. Das Ergebnis war eindeutig: Lagen die Vitamin D-Spiegel der Probanden unter 12 ng/ml, so war das Sterberisiko um den Faktor 14,7 höher als bei den Patienten, die 12 ng/ml oder mehr Vitamin D aufwiesen. Das Risiko, künstlich beatmet werden zu müssen, war um den Faktor 6,12 höher (3).

Ich wiederhole es mit meinen Worten: Das Sterberisiko ist fast 15mal höher, wenn der Vitamin D-Spiegel kleiner 12,5 ng/ml ist. Und das Risiko künstlich beatmet zu werden ist bei kleinen Vitamin D- Werten sechs mal so hoch.

Dass Vitamin D Leben retten kann, zeigte eine weitere, diesmal prospektiv angelegte Studie. Das Heißt die Patienten wurden bei Aufnahme ins Krankenhaus oder zu Hause bei Auftreten erster Symptome mit Vitamin D versorgt.

Die Studie zeigte folgende Ergebnisse:

Von 76 Patienten, die positiv auf SARS-CoV-2 mittels PCR-Test getestet wurden, bekamen 50 am Tag der Aufnahme 20.000 I.E. Vitamin D (in Form von Calcidiol) und ca. die Hälfte der Dosis an Tag 3 und 7. Im Anschluss wurden ihnen einmal wöchentlich ca. 10.000 I.E. Vitamin D bis zur Entlassung verabreicht. Dabei musste nur einer der Patienten, die mit Vitamin D versorgt wurden, auf die Intensivstation verlegt werden, also nur 2 Prozent. Von den 26 Patienten, die nicht mit Vitamin D versorgt wurden, waren es 13, also genau 50%! Und noch eins:

Von den mit Vitamin D behandelten Patienten starb keiner, alle wurden ohne Komplikationen entlassen. In der halb so großen Vergleichsgruppe ohne Vitamin D starben dagegen zwei Menschen.

Quellenangabe kann erfolgen.

Show 091: Vitamin C gegen die Angst

In der Folge wird die Bedeutung von Vitamin C für das Immunsystem dargestellt. Die Empfehlung zur Einnahme bei Menschen, die häufig an Infekten leiden, beträgt 1- 2 g täglich.

Show 090: Powernapping für mehr Lebenszeit

Die beste Zeit für das Power Napping ist die Zeit, wo unser Körper ein Leistungstief hat. Speziell gegen Mittag verlangt der Körper nach einer Regenerationsphase. Nach 16 Uhr macht es keinen Sinn, weil die Zeit zum Nachtschlaf zu kurz ist.
Schnelles Einschlafen kann man lernen! Bekanntlich wirkt Kaffee oder schwarzer Tee erst 30 Minuten nach dem Trinken. Deshalb 10 Minuten vor dem Schlaf Kaffee trinken und dann mit der richtigen Technik einschlafen. Wenn der Kaffee seine munter machende Wirkung entfacht, wacht man wieder auf. Aufwachen kann man auch mit dem berühmten Schlüsseltrick. Der funktioniert so. Man nimm ein Schlüsselbund in die Hand und schläft damit ein. Der Schlüssel fällt genau am Übergang vom Leicht- zum Tiefschlaf aus der Hand. Das entstehende Geräusch sorgt dafür, dass man aufwacht. Ähnlich funktioniert auch ein sogenannter Schlafphasen-Wecker. Eine Uhr, die die Schlafphasen überwacht. Der link befindet sich bei Litaraturempfehlungen.
Wichtig ist die Wahl der richtigen Umgebung. Es sollte dunkel sein, damit die Zirbeldrüse genügend vom Schlafhormon Melatonin produzieren kann. Das kann bei Tageslicht durch eine Schlafmaske, oder in einem abgedunkelten Raum geschehen. Der Raum sollte nicht zu warm sein und Störgeräusche sollten vermieden werden. Während des PowerNaps muss man bequem liegen, Sofa oder bequemer Sessel sind sehr empfehlenswert. Wer im Aussendienst ist kann auch im Auto seinen Turboschlaf durchführen.
Wie gelangt man schnell in den Schlaf. Dunkelheit ist das eine, aber man muss auch verstehen in die Entspannungsphase zu kommen. Einige Übungen aus der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson sind dafür hilfreich.

Am besten zunächst tief einatmen, dann einige Zeit ohne Atmung den Druck in der Lunge spüren und danach langsam ausatmen. Das ist sehr entspannend, auch für zwischendurch, wenn man sich zum Beispiel aufgeregt hatte. Die Entspannung der Muskeln führt auch zur mentalen Entspannung.

Jetzt kommen wir zum Aufwachen. Ich hatte bereits den Trick mit dem Kaffee, den Schlüsseltrick und den Schlafphasenwecker erwähnt. Als Hilfsmittel kann auch ein Wecker genommen werden, der nach 20 Minuten klingelt und den Schlaf beendet. Jetzt ist es wichtig auch gleich aufzustehen. Der Wecker verhindert, dass man in die Tiefschlafphase gelangt. Selbst wenn es am Anfang nicht gelingt einzuschlafen, man kann sich durch den Wecker an diesen Rhythmus gewöhnen.
Danach ist es wichtig, schnell wieder in die Gänge zu kommen. Den Kreislauf durch Bewegung anregen, sich strecken und das Gesicht mit kaltem Wasser abspülen und dann ein Glas Wasser trinken gehören dazu.
Damit die Melatonin-Produktion eingestellt wird, muss man für viel Tageslicht sorgen.
Nur Übung macht den Meister. Es ist gut, wenn das PowerNap zu täglichen Ritual in der Mittagspause wird. Es wird gelingen, weil man zu dieser Zeit eh in einem Leistungstief bist ist.

2020

Show 89: Jahresrückblick und Ausblick 2021

Show 088: Mikronährstoffe für die körpereigene Entgiftung

Zusammenfassung

Es wird gezeigt, wie Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenextrakte bei der körpereigenen Entgiftung unterstützen können.

Aminosäuren zum Entgiften

Aminosäuren sind wegen ihrer Struktur, die durch das Vorhandensein von Aminogruppen gekennzeichnet sind, aktive Partner in vielen Stoffwechselvorgängen. Einige von Ihnen, wie zum Beispiel L-Cystein, Glutathion oder Taurin enthalten auch noch Schwefel, wodurch sie sehr wertvoll bei der Entgiftung von Schwermetallen sind.

So ist L-Arginin in der Leber ein Metabolit des Harnstoffzyklus. Es hilft beim Abbau von Stickstoffverbindungen, indem diese in unschädlichen Harnstoff umgewandelt und dann über die Nieren ausgeschieden werden.

Eine weitere wichtige Aminosäure ist L-Carnitin. L-Carnitin wird für die Energieproduktion in den Mitochondrien der Leberzellen benötigt. Ohne sie wäre die Entgiftung gar nicht möglich. L-Carnitin reduziert den negativen Einfluss von Alkohol, steigert die Fettverbrennung in der Leber und begünstigt den Harnstoffwechsel und die Entgiftung von Ammoniak in der Leber

L-Cystein bildet wegen seiner Schwefel-Brücken Komplexe mit Schwermetallen. Diese werden auf diesem Weg entgiftet und können ausgeleitet werden.

Beachten muss man jedoch die Dosierung, weil ein Zuviel an L-Cystein die Spurenelemente Cu, Mn und Co binden kann und dann ausgeleitet werden. Das heißt es entsteht ein Mangel an diesen Spurenelementen. Weiterhin unterstützt L-Cystin die Aufnahme von löslichem Eisen und trägt zum Schutz der Leber bei.

L-Glutathion gehört zum stärksten Entgiftungssystem der Leber und schütz die Leber und das Gehirn vor Schäden durch Alkohol, Drogen und toxischen Verbindungen in Zigarettenrauch. In der Zelle ist Glutathion der wichtigste Entgiftungsschutz. Es hat eine starke antioxidative Wirkung. Weiterhin ist Glutathion ein Transportmolekül, das hilft, Aminosäuren in die Zellen zu schleusen. Glutathion ist ebenso wichtig, weil es die Zellteilung und die Reparaturgene steuert. Weitere wichtige Eigenschaften sind: Schutz vor Strahlungsschäden, Regeneration von Vitamin C und Vitamin E, Stimulation des Aufbaus der Darmschleimhaut. Interessant, dass viel Glutathion in Spargel enthalten ist. Glutathion stärkt die Leber und unterstützt die Zellentgiftung.

Weitere Aminosäuren, die bei der Entgiftung helfen sind Glycin, L-Methionin, und L-Ornithin. So ist L-Ornithin, ist eine Vorstufe von L-Arginin und hilft gemeinsam mit Aspartat bei der Entgiftung von Ammoniak im Rahmen des Harnstoffzyklus. Die Aminosäure Taurin ist ein wichtiges Antioxidans. Es schützt die Zellen vor oxidativer Schädigung und hilft Herzschlag und Blutdruck mit zu regulieren.

Mineralstoffe

Es hat sich gezeigt, dass Kupfer, Mangan, Silizium, Selen, Zink wichtige Spurenelemente bei Entgiftungsprozessen sind.

Kupfer

So ist von Kuper bekannt, dass es die Glucoronidase hemmt. Das ist ein zerstöririsches Enzym, das von schädlichen Darmbakterien gebildet wird. Dieses Enzym wirkt gegen die Entgiftung. Kupfer, das dieses Enzym hemmt, ist deshalb an dieser Stelle für eine erfolgreiche Entgiftung nötig. Für alle Stoffwechselvorgänge wird das Energiemolekül ATP benötigt, und zu dessen Bildung wird wiederum auch Kupfer benötigt.

Mangan

Ein sehr wichtiges Mineral für die Entgiftung ist Mangan: Schon die Übersetzung des griechischen Namens belegt dies. Mangan bedeutet "Ich reinige wirklich„ Das Mineral ist Bestandteil von Enzymen, es hilft bei der Stickstoff -Entgiftung des Körpers. Mit Hilfe Mangan-haltiger Enzyme werden Stoffwechselabfälle aus der Zelle transportiert. Mangan wird in der Leber kurz gespeichert. Ohne Mangan kann die Leber nicht entgiften. Somit ist Mangan ein Schlüssel für einen gesunden Stoffwechsel einschließlich der Entgiftung.

Selen

Interessant ist die Wirkung des Spurenelements Selen auf die Entgiftung. Es wirkt der Giftigkeit von Schwermetallen entgegen, indem es Bindungen mit ihnen eingeht, so zum Beispiel mit Cadmium, anorganischem Quecksilber, Methylquecksilber, Thallium oder teilweise auch Silber.  Selen entgiftet krebserregende Chemikalien aus Abgasen, Tabakrauch (Passivrauchen), Lebensmitteln (Pestizidrückstände), Schimmelpilzen (Aflatoxine), Verpackungen und Kunststoffen etc. Bekannt ist darüber hinaus, dass Selen auch ein potentes Mittel für einen  wirksamen Krebsschutz ist und zur Unterstützung in der Strahlentherapie eingesetzt wird. Dies auch, um Gewebeschädigungen bei der Bestrahlung vorzubeugen.

Zink

Auch Zink unterstützt die Entgiftung, so zum Beispiel hilft es bei der Entgiftung von Alkohol. Die dafür benötigte Alkoholdehydrogenase benötigt Zink. Zink ist auch Bestandteil des Enzyms Superoxiddismutase (SOD), was das wichtigste körpereigene antioxidative Enzym darstellt. Zudem kann Zink giftige Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Cadmium aus dem Körper eliminieren. Andererseits konnte man auch feststellen, dass bei einer erhöhten Schwermetall-Belastung häufig Zink-Mangel vorliegt.

Vitamine

Kommen wir zu den Vitaminen. Die Vitamine C und E unterstützen als Antioxidantien die Entgiftung von Quecksilber. Auch sorgen sie für einen Schutz vor oxidativen Stress und unterstützen gut die Amalgamsanierung. Entgiftungsprozesse werden ebenfalls gut durch B-Vitamine unterstützt. So kann Vitamin B1 Hg-Dampf binden, B2 und B3 helfen bei der Entsorgung von Pestizid –Ableitungen. B6 unterstützt das Glutathion bei der Entgiftung und Vitamin B12 ist wirksam gegen Neurotoxinablagerungen im Gehirn.

Weitere Substanzen

Weitere Stoffe, die bei der Entgiftung eine Rolle spielen sind Omega-3-Fettsäuren, Alpha-Lipnsäure, Coenzym Q 10 OPC und Cumarin. Da Alpha-Liponsäure eine schwefelhaltige Fettsäure mit vitaminähnlichen Eigenschaften ist, hat sie  eine wichtige Entgiftungsfunktion.

Coenzym Q10  ist eine  fettlösliche, körpereigene, vitaminähnliche Substanz. Ab dem ca. 40Lebensjahr, nimmt Q10-Produktion deutlich ab. Seine Bedeutung für den Energiestoffwechsel habe ich in einer extra-Sendung genau beschrieben.

Auch sekundäre Pflanzenstoffe wie OPC (oligomere Procyanidine) haben eine Bedeutung für Entgiftungsprozesse, da sie oft antioxidativ wirken. Bekannt und sehr viel verwendet wegen seiner antioxidativen, entzündungshemmenden Eigenschaften ist Cumarin. Kurkuma (Curcum longa) gehört zu den Ingwergewächse, enthält Bitterstoffe, ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe. Seine Bedeutung als Krebsschutzmittel ist mehrfach beschrieben.

Zu guter Letzt will ich Dir noch einige zusätzliche Pflanzen nennen, die bei der köpereigenen Entgiftung helfen. Das sind generell Bitterstoffe, u.a. Löwenzahnextrakt, oder Kräuterelixiere ohne Alkohol.

Mariendistelextrakt wirkt positiv unterstützend auf die Leber. Hilft effektiv bei Knollenblätterpilzvergiftungen. Genauso gute Eigenschaften hat Artischockenextrakt. Es bringt den Gallenfluss in Gang und reduziert die Giftbelastung durch seine giftbindende Wirkung. Damit wird die Leber merklich entlastet, die Leberzellen werden geschützt.

Und auch Capsaicin aus Chilischote möchte ich Dir nicht vorenthalten. Capsaicin ist sehr starker Reiniger, putzt sozusagen die Schadstoffe weg. Damit wird die rasche Regeneration der Leber eingeleitet. Capsaicin kann sogar die Vernarbung/Fibrosierung von Lebergewebe stoppen.

Bezüglich der aufgezählten Mikronährstoffe möchte ich Dir einige Empfehlungen mitgeben:

Um Folgen von Schadstoffbelastungen vorzubeugen, empfehle ich Dir prophylaktisch

  • Kurkuma oder OPC einzunehmen. Beides geht auch, zumal Du Kurkuma sehr gut mit der

Ernährung verbinden kannst. Bei spürbarer Leberbelastung rate ich zur Einnahme von Capsaicin.

  • Weiterhin kann ich Dir die Einnahme von Vitamin C und Vitamin E empfehlen wegen ihrer sehr guten antioxidativen Eigenschaften.
  • Die Einnahme von Vitamin B-Komplex ist ohne Bedenken möglich, zumal dadurch auch andere positive Effekte, wie zum Beispiel Schleimhautschutz durch Vitamin B12.
  • Was die Aminosäuren anbelangt, kann man von Zeit zu Zeit eine Kur durchführen, weil damit viele Prozesse im Körper positiv beeinflusst werden.
  • Die Einnahme von Mineralien würde ich von Laborwerten abhängig machen.
Show 087: Wieviel Süßes ist noch gesund

Es gibt keine Erkrankung, die durch einen Mangel oder den völligen Verzicht auf Kohlenhydrate ausgelöst würde, jedenfalls, ich kenne keine. Zum anderen kann Glukose in unserem Körper nur in geringen Mengen gespeichert werden, nämlich in der Leber 150 g und in der Muskulatur 300g. Und schließlich kann unser Körper Glukose auch selbst herstellen, aus Eiweißen durch Glukoneogenese und aus Fettsäuren über die Ketonkörper. Wenn wir uns dann noch die energetische Bilanz anschauen, dann kann man aus 1 Glukosemolekül 34 Moleküle ATP gewinnen, aber aus 1 Fettmolekül gewinnt man 600 Moleküle ATP, fast 20 mal mehr.
Damit haben wir jetzt gesehen, dass Zucker für unseren Körper sehr wichtig ist ganz besonders natürlich für die Organe, die besonders viel Energie benötigen, um optimal leistungsfähig zu sein. Jedoch muss man diesen Zucker nicht ausschließlich durch die Aufnahme oder den Verzehr von Kohlenhydraten erhalten. Fette und Eiweiße können schließlich zu Glukose verstoffwechselt werden. Entwicklungsgeschichtlich ist Zucker für uns Menschen als Nahrungsmittel auch nicht vorgesehen. Und schließlich, kann Zucker gespeichert werden und steht damit zur Verfügung, wenn wir ihn brauchen.

Was also macht den Zucker so schädlich, dass er von amerikanischen Experten als den größten Killer bezeichnet wird und er auf eine Stufe mit Alkohol und Tabak gestellt wird?
Im Gegensatz zu Alkohol und Tabak schmeckt der Zucker natürlich auch noch sehr gut. Was wären Kuchen, Pralinen, Desserts, Joghurts, Säfte, Limonaden ohne Zucker? Ja Zucker ist doch aus unserem Leben gar nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus hat er auch seine Bedeutung als Konservierungsmittel in Marmeladen, Gelees und anderen. Auch kann man Zucker in der Wundheilung einsetzen, irgendwie wirkt er sogar antibakteriell.
Es gibt jedoch ein großes ABER:
Man schätzt, dass bis zu 35 Millionen Todesfälle weltweit jährlich indirekt auf das Konto von Zucker gehen.
Ein Forscherteam um Dr.Lustig schreibt zum Beispiel: "Es gibt immer mehr wissenschaftliche Beweise dafür, dass Fruktose etliche chronische Krankheiten auslösen kann und giftig für die Leber ist. Ein bisschen Zucker ist zwar kein Problem, aber viel Zucker tötet - wenn auch nur langsam."

Show 086: Angst und Angststörungen

Zusammenfassung

Viele Menschen haben gegenwärtig berechtigte Sorgen, sich mit dem Corona – Virus zu infizieren. Das ist eine ganz normale Reaktion bei vielen Menschen und dennoch sehe ich eine Gefahr, wenn diese Angst ihr Leben dominiert. Die Frage, der ich mich deshalb heute stellen werde, ist, ob wir Möglichkeiten haben, damit dies nicht passiert. Denn, wenn die Angst bestimmend wird, kann es dazu kommen, dass sie sich verselbständigt und zur Krankheit werden kann. Mit der heutigen Episode will ich auf keinen Fall das Virus zu verharmlosen. Es ist für bestimmte Menschen mitunter sehr gefährlich und wenn eine krankhafte Angst hinzukommt, wird das Immunsystem weiter geschwächt und das Virus hat weniger Mühe, sich in unserem Körper einzunisten. Das zu meiner Vorrede.

Inhalt

Jeder Mensch hat ab und zu Angst hat. Das ist so in bestimmten Situationen. Und Angst bewahrt uns auch vor Gefahren, denen wir uns eher aussetzen würden, wenn wir keine Angst hätten. In dem Sinne ist Angst eine ganz normale Reaktion auf Gefahren. Es bedeutet, dass in diesem Zustand unser Sympathikus, also der Anteil des Nervensystems, der uns aktiviert, gegenüber dem Parasympathikus, unserem Entspannungsnerv dominiert. Hier gibt es auch schon einen ersten Hinweis, wie man mit der Angst umgehen sollte. Wir müssen für Entspannung sorgen, gelassen sein, freudvolle Situationen schaffen, damit die Angst nicht über uns Gewalt bekommt. Die Angst kann, wenn wir das nicht schaffen, zu einem ständigen Begleiter werden. Sie beherrscht dann unsere Gefühlswelt und kann zu einer Angststörung, das heißt zu einer Störung mit Krankheitswert werden. Die Angst hat sich dann verselbständigt.

Angststörungen treten auch dann auf, wenn keine konkrete Gefahr besteht. Wenn Ängste ohne sichtbaren Grund immer wieder auftreten, können sie zu einer kontinuierlichen Begleiterscheinung im Leben werden. Das ist krankhafte Angst. Die Betroffenen empfinden dies als eine große Belastung, sie werden in vielen Lebenssituationen eingeschränkt. Dann ist es auch wichtig therapeutisch Maßnahmen einzuleiten.

Es gibt verschiedene psychische Störungen, die  zu den Angststörungen zählen. Das sind die generalisierte Angststörung, Zwangsstörungen, Phobien, Posttraumatische Belastungsstörungen und Panikstörungen.

Womit es viele Menschen unter den Corona-Bedingungen zu tun haben könnten, ist wahrscheinlich eine generalisierte Angststörung. Sie haben übermäßige Sorgen und Befürchtungen, dass sie infiziert werden könnten. Damit ist eine bestimmte Erwartungsangst verbunden. Nun haben wir fast alle ähnliche Befürchtungen. Jedoch denken die meisten Menschen nicht ständig daran, sondern versuchen ihr Leben einigermaßen normal zu gestalten. Die Sorgen von Menschen mit generalisierter Angst sind jedoch intensiver und halten länger an als bei anderen Menschen. Dabei spielen noch verschiedene andere Themen eine Rolle, auf die sie ihre Befürchtungen ausdehnen. Aktuelle Anlässe, wie zum Beispiel die Krankheit eines nahen Verwandten oder die Möglichkeit eines Arbeitsunfalls, oder auch Sorgen ohne einen bestimmten Grund schränken ihr Leben deutlich ein, weil diese Erwartungsangst dominiert.

Was sind die Ursachen für diese krankhaften Entwicklungen bei Ängsten, die zu Angststörungen führen. Es gibt nicht nur eine Ursache. Meist spielen viele Faktoren eine Rolle, von der familiären Veranlagung bis hin zu frühkindlichen Erfahrungen. Aber auch traumatische Ereignisse, Stresssituationen oder Persönlichkeitsstörungen bewirken, dass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, eine Angststörung zu erleiden.

Oft entwickeln sich Angsterkrankungen auch als Folge schwerer organischer Erkrankungen. Bei Angststörungen ist in der Regel das Angstzentrum im Gehirn überaktiv. Im limbischen System des Gehirns, das ist der Sitz unserer Gefühle, herrscht dann eine erhöhte Reaktionsbereitschaft gegenüber verschiedenen Reizen, u.a. Stress. Da wichtige Neurotransmitter wie Serotonin, GABA, Noradrenalin an diesen Vorgängen beteiligt sind, können Angststörungen darüber auch beeinflusst werden. Das wird von Ärzten mit Hilfe von Medikamenten gemacht. Ich bevorzuge jedoch den Weg mit Hilfe entsprechender Aminosäuren und anderen Mikronährstoffen stabilisierend auf die Angst einzuwirken.

Wichtig ist es, dem Gehirn bei Angststörungen eine optimale Konzentration an Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren zur Verfügung zu stellen. Tryptophan ist die Ausgangssubstanz für die Bildung von Serotonin und kann als Nahrungsergänzung die Serotoninbildung im Gehirn anregen. Dazu ist auch eine ausreichenden Versorgung mit Vitamin B6 erforderlich. Man beobachtet auch, dass schon bei Ängstlichkeit erhöhte Homocysteinwerte vorliegen. Damit dies Substanz abgebaut werden kann, braucht es neben B6 auch noch die Vitamine B12 und B9. Beide bewirken ebenfalls einen stimmungsaufhellenden Effekt.

Wichtig, um psychische Befindlichkeiten bei Angsterkrankungen beeinflussen zu können, ist Magnesium, das eine wichtige Rolle bei der Erregbarkeit der Nerven spielt. Auch die Zinkwerte sind in diesem Zusammenhang wichtig, da es an der Bildung von GABA beteiligt ist. Die Gamma-Amino-Buttersäure ist ein wichtiger Botenstoff mit angstlösender Wirkung. Unter anderem sind auch die Selenversorgung und Vitamin B1 wichtig für die psychische Stabilität des Menschen. Wenn zum Beispiel zu wenig Vitamin B1 vorhanden ist, bildet sich beim Glukoseabbau Milchsäure, womit wiederum ängstliches Verhalten gefördert wird.

Ein entsprechender Test sollte auf alle Fälle bei generalisierter Angst durchgeführt werden, weil die Aufnahme der fehlenden Mikronährstoffe hilft, harte Medikamente zu reduzieren, oder sogar deren Einnahme gänzlich zu vermeiden.

Angststörungen haben oft körperliche Ursachen. Dazu zählen: Herzkrankheiten, Erkrankungen der Atemwege, Schilddrüsenstörungen sowie Nervenerkrankungen im Gehirn.

Andererseits gibt es auch Angststörungen ohne organische Ursachen. Dennoch haben die Betroffenen Symptome wie bei ernsthaften Erkrankungen, z.B. Herzrasen oder Atemnot und sie gehen von einer ernsten Erkrankung aus. Den Patienten fällt es dann auch schwer an die Diagnose Angsterkrankung zu glauben. Sie gehen von Arzt zu Arzt und finden keine Ruhe, weil sie glauben schwerkrank zu sein.

Die Angst wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich erlebt. Deshalb gibt es auch vielfältige Symptome. Wenn es bedrohliche Situationen gibt, wird den meisten Menschen mulmig und sie sind sichtbar nervös. Krankhafte Ängste dagegen äußern sich durch

Herzklopfen, Schweißausbrüche, Zittern, beschleunigten Puls, Atembeschwerden und Schwindel. Erbrechen und Durchfall sind bei schweren Ängsten ebenfalls zu beobachten. Hinzu kommen Brustschmerzen, Beklemmungen oder ein Gefühl, neben sich zu stehen. Die einzelnen Symptome sind bei den verschiedenen Angstformen unterschiedlich ausgeprägt. So zum Beispiel sind die körperlichen Beschwerden bei akuten Panikattacken oft so stark ausgeprägt, dass Betroffene befürchten, lebensbedrohlich krank zu sein. Generalisierte Angst dagegen tritt im Gegensatz zu Panikattacken nicht anfallsartig auf, sondern eher schleichend. Hier überwiegen Symptome wie innere Anspannung, Nervosität und Unruhe. Die Patienten fühlen sich wie gelähmt. Es fällt zunehmend schwerer klar und vernünftig zu denken. Es ist wichtig langanhaltende Angststörungen zu therapieren. Andernfalls geraten die Betroffenen häufig in die soziale Isolation.

Zum Schluss noch einige Hinweise, wann man denn mit seinen langanhaltenden Ängsten einen Arzt aufsuchen sollte.

Ein Kriterium dafür ist, dass man regelmäßig unter intensiver Angst leidet und dadurch in seinem privaten und beruflichen Leben eingeschränkt ist.

Außerdem sollte man zum Arzt gehen, wenn folgendes zutrifft:

Die empfunden e Angst ist extrem ausgeprägt, wie man sie bisher noch nicht erlebt hat. Es kommt immer häufiger zu Situationen, die Angst bereiten und die Ängste werden in der Intensität stärker.

Es gibt keinen Grund, der nachvollziehbar ist, und die Angst kann nicht allein bewältigt werden. Grund für einen Arztbesuch ist auch das erste Auftreten einer Panikattacke. Auch wenn durch die Angstzustände die Lebensqualität stark eingeschränkt ist und soziale Kontakte stark reduziert sind, geh zum Arzt.

Show 085: Mensch in Klarheit


Biografisches

Claudia Heil ist ein sehr naturverbundener Mensch, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. .  Claudia Heil lernte zunächst Finanzbuchhaltung und qualifizierte sich zur zur Spezialistin als Medial-Coach und Hypnosecoach sowie zur zertifizierten Augen- und Sehtrainerin. Seit 2009 ist sie selbständig als Medial-Coach und Trainerin im Bereich Persönlichkeits- und Unternehmensentwicklung tätig. Zu ihrem Angebot gehören seit 2013 Seminare, Trainings und Vorträge, auch im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Sie coacht Einzelpersonen und Unternehmen. Einen besonderen Stellenwert nimmt in ihrem Coaching das Augen- und Sehtraining ein. Diese spezielle Ausbildung hat sie bei Wolfgang Hätscher-Rosenbauer und bei Caroline Ebert absolviert. Außerdem ist Claudia Heil Spezialistin im Erkennen von systemischen und energetischen Zusammenhängen.  Ihre ganzheitliche Sichtweise zeigt ihren Klienten Lösungsmöglichkeiten auf und begleitet sie hin zur Selbstverantwortung. Dabei ist es ihr wichtig, sofort spürbare und nachhaltige Ergebnisse in allen Lebensbereichen zu erzielen, ebenso wie die Fähigkeit, eigene Potenziale zu nutzen und Ziele zu verwirklichen.

Inhalt

Claudia Heil will nachhaltige Ergebnisse für ihre Klienten erzielen. Der Heil-Prozess, den man im Einzelcoaching durchläuft, ist ein praxiserprobter und strukturierter 5-Schritte-Prozess. Dabei wird den Personen bzw. Unternehmen deren eigener Wesens- und/oder Unternehmenskern offenbart und Ihre Visionen klarmacht. Claudia Heil verbindet in ihrem Coaching den Heil-Prozess mit diversen Möglichkeiten, Techniken und Tools aus dem holistischen und medialen Coaching. Dazu kommen Augentraining und Sehtraining sowie Teambuilding. Nach einem Erstgespräch und Zieldefinition In der ersten Phase wird gemeinsam der Ist-Zustand ermittelt und das Ziel herausgefiltert.  In der nächsten Phase finden Claudia und Ihre Klienten gemeinsam die Erkenntnisse, die zur Klärung und auch zur Lösung der oftmals dahinterliegenden Themen gebraucht werden. Damit kann ein gemeinsames Aufgaben- und Lösungspakete erstellt werden. Dann beginnt die Umsetzung der Aufgaben- und Lösungspakete.   Daran schließt sich ein Praxis-Check-Up an. Es wird eine Auswahl an Möglichkeiten, Tools und Techniken getroffen, die für die Person oder das Unternehmen am besten geeignet sind. Gleichzeitig wird darüber entschieden, ob es noch weitere Schritte zu tun gibt, damit die Veränderung in das Leben der Klienten und ihren Alltag integriert werden können. Es gibt nach all dem auch eine Nachbetreuung, um Nachhaltigkeit zu erzielen.

Großen Raum nimmt das Augen- und Sehtraining in der Tätigkeit von Claudia Heil ein. Das ist dadurch bedingt, dass Bildschirmarbeit einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft einnimmt. Infolge von täglicher mehrstündiger Tätigkeit vor dem Bildschirm klagen die Menschen über Probleme wie zunehmenden Stress, Erschöpfung, Leistungsabfall, brennende und schmerzende Augen. Auch Nacken- und Schulterverspannungen gehören dazu.

Das Augentraining und Sehtraining bringt für Unternehmen und Ihren Mitarbeitern folgende Vorteile:

  • Gesundheitsprävention und Gesundheitsförderung für Augen, Sehorganismus und die gesamte Haltung des Körpers
  • Besser Leistungsfähigkeit sowie Konzentrationsfähigkeit und dadurch Reduzierung der Fehlerquote Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Effizienzsteigerung, Motivationssteigerung
  • Steigerung der Informationsverarbeitung, höhere Arbeitszufriedenheit

Das Augen- und Sehtraining ist speziell auf die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen, ihren individuellen Wünschen, wie Dauer und Inhalte, angepasst. Es ist sowohl für Normalsichtige als auch für Fehlsichtige geeignet.

Im Augentraining lernen die Teilnehmer Entspannung der Augen, des ganzen Sehorganismus und des gesamten Körpers. Wichtig sind auch Vitalisierung und Regeneration. Dabei wird die richtige Balance zwischen Spannungs- und Entspannungszeiten erläutert, damit die Regeneration der Augen und des Körpers wieder funktionieren. Ein weiterer Schritt ist die Förderung von Aktivierung und Beweglichkeit der Augen und des Sehorganismus durch spezielle Übungen. Die Durchführung des Augen- und Sehtrainings geht einher mit der Vermittlung von Anatomie, Daten und Fakten rund um das Auge, denn grundlegende Kenntnisse sind wichtig, damit das Sehen richtig verstanden wird. Und ganz natürlich  spielen auch Tipps für optimale Arbeitsplatzgestaltung wie Beleuchtung, Optimierung der Ergonomie, Sitzhaltung, optimales Sehen, die Möblierung und spezielle Entspannungstechniken für die Arbeit am Bildschirm eine große Rolle.

Hinzu kommt in den Einzeltrainings auch die Arbeit an der Lösung seelischer Blockaden der Augen. Ausgangspunkt dafür ist, dass unsere Augen stehen mit unserem ganzen Körper in Verbindung stehen und diesen widerspiegeln. Im Training werden gemeinsam mit den Teilnehmern hindernde Themen aufgespürt und gelöst, damit die Selbstheilungskräfte der Augen und des ganzen Sehorganismus wieder aktiv werden können.

Tipp für alle die viel am Bildschirm arbeiten

Die Augen sollten von Zeit zu Zeit entlastet werden. Dazu kann man nach jeder Stunde Bildschirmarbeit 5 Minuten palmieren. Dazu verdunkelt man mit beiden Händen die Augen. Die Augen sind geschlossen. Nach den 5 Minuten sind die Augen besser belastbar. Auch kann dadurch das Zwinkern jetzt wieder häufiger stattfinden, was für den Sehprozess als Entspannung sehr wichtig ist. Nach dem Palmieren sind wir insgesamt leistungsfähiger.

Buchempfehlung

Neale Donald Walsch: „Gespräche mit Gott“

Dargestellt wird hier ein Dialog der besonderen Art des Autors mit Gott vor allem um Probleme und Fragen des individuellen Schicksals.

Vorbilder

Frank Kinzlow, bekannt durch seine Arbeiten zur Quantenheilung. (Buch: Quantenheilung-Wirkt sofort - und jeder kann es lernen“

Kurt Zyprian Hörmann, Claudias Ausbilder zum morphologischen Feld

Kontaktdaten

Mensch in Klarheit

Beratung I Coaching I Training

Talblick 1

97789 Oberleichtersbach

Fon +49 9741 930 43 65

Fax +49 9741 6328

info@claudiaheil.de

www.claudiaheil.de

Show 084: Den Magen mögen-Interview mit Friederike Ziesmer

Biografisches

Friederike Ziemer wurde 1970 in Berlin geboren. Schon früh interessierte sie sich für Bewegung und Körperwohl. So absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Sport- und Gymnastiklehrerin sowie zur Masseurin. Später bildete sie sich zur Heilpraktikerin weiter und eröffnete 2009 ihre eigene Praxis mit den Schwerpunkten:

Wingwave – für die Beruhigung der Innere Anteile.

Jin Shin Jyutsu – Körpertherapie – für Balance und Schmerzfreiheit.

Ernährungsberatung, Ernährung ist die Basis von Gesundheit

Mit Begeisterung widmete sie sich ihrer Leidenschaft, dem Kochen und Kreieren magenfreundlicher Gerichte. Dieser Schwerpunkt ist auch Bestandteil ihrer Ernährungsberatung und Körpertherapie.

Inhalt

Friederike Ziesmer betreibt ihre Kochleidenschaft so intensiv und entwickelt dabei immer mehr Rezepte für eine magenfreundliche Ernährung. Dieses anspruchsvolle Kochen führte dazu, dass Friederike ein Kochbuch mit dem Titel: „ Den Magen mögen – Liebevoll kochen und essen trotz Gastritis“ schrieb.

In diesem Buch und auch in ihrer Tätigkeit als Heilpraktikerin geht Friederike davon aus, dass der Magen neben Speisen auch Probleme, Stress und innere Konflikte verarbeiten muss. Gelingt die „Verdauung“ von all dem nicht, wird der Magen überlastet. Schließlich stellen sich Reizungen bis hin zur Gastritis ein, was mit Völlegefühl und Schmerzen verbunden ist.

Friederike ist es durch ihre vielen Kochversuchen gelungen, wohlbekömmliche basische Rezepturen zu entwickeln, die in verschiedenen Phasen der Gastritis helfen. Wichtig war ihr dabei, dass die Gerichte auch einen guten Geschmack haben. In einem 3-Phasen-Programm hilft Friederike Ziesmer mit ihren leckeren, von Ayurveda inspirierten Gericht, aus der Krise. Großen Wert legte Friederike dabei auf den Geschmack. Durch die Kombination verschiedenster Gewürze ist es ihr gelungen Speisen zu kreieren, die einfach zuzubereiten sind und den Heilungsprozess bei Magenproblemen unterstützen.

Das Buch selbst ist ausgesprochen gut gegliedert, enthält Erklärungen zu jedem Gewürz und ist dadurch eine Bereicherung in jeder Küche, weil die Rezepte generell magenfreundlich sind und prophylaktisch wirken.

Erkrankung ohne Medikamente begegnen möchte bedarf es einer konsequenten Einhaltung der Ernährungsregeln. Das gute ist, dass man mit den Rezepten von Friederike  auf den Genuss nicht zu verzichten braucht. Wichtig auch, dass die Ernährungsveränderung durch Meditation sinnvoll unterstützt werden kann.

Buchempfehlung von Friederike Ziesmer:

Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände

Tipp von Friederike Ziesmer

Das Japanische Heilströmen, vermag den Bauch zu lösen, damit er wieder verdauen kann und entlastet wird. Wie es funktioniert zeigt Euch ein Video, das ich hier mit Friederikes Website verlinke.

Der Magenstrom https://friederike-ziesmer.de/jin-shin-jyutsu/magenstrom/

 Vorbilder: Friederike hat keine bestimmte Person zum Vorbild, jedoch alle Menschen, die bereits ayurvedisches Wissen haben und weitergeben und dazu einen Austausch pflegen.

Kontaktdaten

Friederike Ziesmer

Bahnhofplatz 2 a

82319 Starnberg

Telefon: 08151 / 550 735 0

Mobile: 0174 / 216 985 6

E-Mail: kontakt@soul-cocooning.de

Internet: www.soul-cocooning.de

Show 082-083 Gesunde Essmedizin-Interview mit Alexandra Herlbauer

Biografisches

Alexandra Herlbauer ist sehr naturverbunden aufgewachsen. Dies änderte sich auch nicht nach ihrer  kaufmännischen Ausbildung. Schon früh hat sie sich mit dem Thema Vital- und Naturstoffe beschäftigt. Weiterhin stellte Sie Essenzen und Seifen her und hat diese auch Online vermarktet.

Vor 15 Jahren startete Alexandra ein für  damalige Verhältnisse noch kleines start-up in der Nahrungsergänzugnsmittelbranche. Sie lernte die orthomolekulare Medizin kennen, lernte dadurch in einer sehr spannenden und lehrreichen Zeit viel über Mikronährstoffe und deren Einsatz kennen.

In einem Zeitraum von 10 Jahren arbeitete sie irrsinnig viel und hat dabei sich selbst und ihre Bedürfnisse vernachlässigt. Sie ließ die Verantwortung für sich selbst außer Acht, hat sich wenig Zeit zum Essen genommen, sich mit Fastfood ernährt. Es gelang ihr nicht Defizite an Vitaminen und Mineralien  durch Nahrungsergänzung zu kompensieren. So erlebte sie immer öfter Phasen der Abgeschlagenheit und Müdigkeit, bis hin zur Unterzuckerung, was dazu führte, dass sie dies durch zuckerhaltige Lebensmittel kompensierte. Rechtzeitig merkte sie, dass sie sich in Richtung Diabetes II Typ, entwickelte. Aus dieser Erfahrung heraus hat Alexandra Herlbauer damit begonnen, ein breites und natürliches Spektrum an Vitalstoffmixen (pflanzliches Eiweis, Ballaststoffe, Sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien, Adapdogene…) in ihre Mahlzeiten zu mischen.

Das inspirierte sie dazu unterschiedlichste Kombinationen auszuprobieren. Der Erfolg und die wiederkehrende Energie bestätigte ihr Tun.

Dabei wollte Alexandra eine wichtige Frage klären, nämlich: Wie kann mein Körper die in den Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe optimal aufnehmen? Für die Gesundheit sind ja viele Inhaltstoffe von enormer Bedeutung und die Synergie von hochwertigen Lebensmitteln mit bioaktiven Wirkstoffen sorgt für eine optimale Aufnahme.

Inhalt

Heute ist Alexandra Herlbauer Geschäftsführerin von Joy Naturals. Die Firma stellt Nahrungsergänzungsprodukte her, die dazu dienen mit Hilfe der Nahrung bereits die Vitalstoffe aufzunehmen, die der Mensch zum Leben braucht. Grundlage dieser Stoffe bildet die von Prof. Dr. Florian Überall erforschte und weiterentwickelte EssMedizin. Sie beschreibt wie man das Jahrtausende alte ganzheitliche Wissen der Tibetischen Medizin-Tradition genutzt und mit der modernen Ernährungsweise im Westen vereint werden kann.

Der Autor der EssMedizin, Prof. Mag. Dr. Florian Überall hat die Jahrtausende alte Tradition der Typenlehre mit tibetischen Ärzten erforscht und dabei u.a. den berühmten Arzt Tendzin Chödrag, einem von 4 Leibärzten des 14. Dalai Lama kennengelernt.

Nach dem Motto: „Essen ist die beste Medizin“ zeigen Prof. Überall und seine Frau Andrea auf, welchen Einfluss unsere Ernährung auf die Gesundheit hat und wie wir die tibetische Medizinlehre für uns nutzen können. „Ernähre dich gemäß der Geschmacksrichtung, die dein Konstitutionstyp vorgibt und bleib ein Leben lang gesund!

In der Typenlehre geht es darum die Energien optimal für sich zu nutzen, indem man sie über die typgerechte Ernährung für sich ausbalanciert. Nur wer sein Ungleichgewicht kennt, kann es gut mit der Ernährung und seinem Verhalten ausgleichen.

Dabei spielt die Lehre von den sechs Geschmäcken wie süß, sauer, scharf, salzig, bitter, herb eine große Rolle. Jeder Geschmacksrichtung wird dabei eine heilsame Wirkung – auf den Körper und auf die Emotionen zugeschrieben.

In unserer heutigen modernen Welt ist es wichtig wieder ein Bewusstsein zu erlangen, wie bedeutend der natürliche Geschmack ist, ihn mit all unseren Sinnen wahr zu nehmen und daraus zu lernen, indem man auf sein Körpergefühl achtet und spürt ob man durch seine Nahrung Kraft und Energie bekommt, oder ob es mir Kraft und Energie nimmt und ich etwas verändern sollte.

Ausdruck der schlechten Ernährung und des Vitalstoffmangels  sind heute zunehmend die dadurch bedingten Probleme wie Übergewicht, Diabetes II Typ, Autoimmun-, Schilddrüsen- und Darmerkrankungen.

Wir essen zu viel und sind im Grunde unterernährt, weil es dem Körper an den wichtigen essentiellen Nährstoffen fehlt.

Stark industriell verarbeitete Lebensmittel, angereichert mit synthetischen Aromen, werden im Geschmack verändert und machen es uns schwer zu erkennen was uns wirklich guttut.  Zudem sorgen heute die unterschiedlichsten Ernährungstrends für Unsicherheit.

Die oft einseitigen Diätformen oder Trends an denen viele scheitern, können uns schnell und dauerhaft entmutigen an der Ernährungsweise etwas zu verbessern.

Dabei gilt zu beachten: Was für den einen gut ist, kann für den anderen falsch sein und sich schlimmstenfalls auch negativ auf das Befinden auswirken.

Wir müssen wieder einen Zustand erlangen, der uns zeigt: „Sich selber spüren, intuitiv die richtige Entscheidung treffen und der Erfolg stellt sich dann meist auch sehr schnell ein, wir kommen ins Gleichgewicht, wissen wieder was uns gut tut und was nicht, spüren die Energie und fühlen uns rundum einfach Wohl!

Die Firma Joy Naturals hat sehr hohe Qualitätskriterien. Sie arbeitet mit den renommiertesten Lieferanten im In- und Ausland zusammen. Alle eingesetzten Rohstoffe entsprechen höchsten Anforderungen und Qualitätsrichtlinien. Zu jedem einzelnen Rohstoff wird die Spezifikation auf Erfüllung aller nötigen Analyse - Parameter überprüft. Jede gelieferte Charge wird anhand eines Analysezertifikates kontrolliert. Verzichtet wird konsequent auf Zusatzstoffe wie Trennmittel, künstliche Süßstoffe, synthetische Aromen oder andere Hilfsstoffe. Zudem erfüllen die eingesetzten Marken-Rohstoffen und Extrakte aus wissenschaftlich fundierter und reinster Herstellung höchste Qualitätsansprüche.

Beste Qualität und Reinheit ist oberstes Gebot der Firma, deshalb werden ausschließlich biologische Rohstoffe mit entsprechendem Analysezertifikat sowie hochwertige Marken-Rohstoffe, welche eine entsprechende Analyse aufweisen, verwendet.

Die Algen werden beispielsweise in einem einzigartigen geschlossenen und weltweit patentierten System für ideale Wachstumsbedingungen produziert. Durch kontrollierte Bedingungen können Verschmutzungen aller Art völlig ausgeschlossen werden.

Wichtig ist für Alexandra, dass die hochwertigen, natürlich wertvollen Ergänzungs-Produkte, völlig naturrein im Geschmack, inspirieren und uns Impulse geben sollen, um dazu anzuregen neue Rezepte auszuprobieren.

Alexandra und ihr Team publizieren ständig neue Rezepte unter Verwendung ihrer natürlichen Produkte. Die Anwender können ihre Rezepte untereinander austauschen in einer Community, die sich inzwischen etabliert hat.

Als Beispiel für ein wertvolles Präparat nannte A. Herlbauer das Produkt: choco:MAGIC, das eine natürliche und ganzheitliche Nahrungs-Ergänzung darstellt aus Pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen, natürlichen Vitaminen, einem Extrakt der tibetischen Lichtfrucht „Myrobalane“ und natürliches JOD aus einer Braunalge, auch für Kinder!

Jod, welches in choco:MAGIC aus biologischen Algen enthalten ist,  gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, da unser Körper es nicht selbst herstellen kann. Ausreichend Jod ist wichtig, damit unsere Schilddrüse Schilddrüsenhormone herstellen und optimal arbeiten kann.

Damit verbunden ist auch die intellektuelle Leistungsfähigkeit. Besonders in der Pubertät kann der Jodbedarf aufgrund der vermehrten Produktion von Schilddrüsenhormonen besonders sprunghaft ansteigen.

Alexandras Firma bietet verschiedene Produkte an, speziell auch zur Darmgesundheit und zum Immunsystem, ein Thema, das uns noch lange beschäftigen wird.

Vorbilder

„Ich nehme mir gerne starke Frauen zum Vorbild.

Elisabeth Selbert war bspw. eine der ersten Frauen, die sich für Männer und Frauengleichheit eingesetzt hat. Es war zum Großteil ihr verdienst, dass die Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung aufgenommen wurde.

Hildegard von Bingen – sie war eine besonders beeindruckende Persönlichkeit, sie hat uns wertvollste Weisheiten für unsere Naturheilkunde hinterlassen.

Ja und die Pippi Langstrumpf - als zentrale Figur einer dreibändigen schwedischen Kinderbuch-Reihe von Astrid Lindgren

Was man von der Pippi lernen kann:

Sie ist mutig, unabhängig und stark – sie lebt nach ihren eigenen Regeln – ohne dabei ihre Freunde im Stich zu lassen, wohl gemerkt.

Sie strotzt nur so vor Energie und Zuversicht, von der wir uns zu gerne eine Scheibe abschneiden: "Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut" – das sollten wir uns wohl auch viel öfter zu Herzen nehmen. Pippi geht ihren Weg, egal, was andere sagen.“

Buchtipp

Ulli Olvedi: „Hinter den Schneebergen: Sagenhafte Geschichten aus dem alten Tibet“

Ulli Olvedi gilt als profunde Kennerin des tibetischen Buddhismus und der tibetischen Kultur. Sie verbrachte immer wieder längere Zeit im Himalaya, lebte zurückgezogen in Klöstern und hat daraus die Inspiration für ihre sehr erfolgreichen Romane geschöpft.

Die Geschichten sind kurzweilig und geben auch einen Einblick in eine Zeit vor dem Buddhismus. Das ist für den Leser märchenhaft zauberisch, ab und an mit drastischen Enden und manchmal auch unverschämt vom Schalk der Tibeter geprägt.

Bisher unerfüllter Lebenswunsch

„Jeder hat besondere Wünsche, und es gibt einige Länder welche ich noch bereisen möchte. Ich versuche aber immer im hier und jetzt zu leben und das zu genießen, was mich gerade umgibt. Meine Tochter, die Natur, die Menschen, mit denen ich zu tun habe“

Kontaktdaten

JOY NATURALS GmbH

Seidenfeld 16

5303 Thalgau

Österreich

Telefon: +43 (0)6235 20 558

Mobil.: +43 (0)664 123 13 17

Webseite: www.joynaturals.at
E-Mail: info@joynaturals.at

Show 081: Gesundheit neu denken - Interview mit Dr. Angelika Keil

Biografisches
Dr. phil. Angelika Keil hat Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Anglistik und Germanistik studiert und dann in den Universitäten Jena und Chemnitz gearbeitet. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit waren Kommunikation, Soziologie, Psychologie und Literaturwissenschaft. Ihre Dissertation beschäftigte sich mit der Psychologie zwischenmenschlicher Beziehungen. Über 10 Jahre hat sie in der Erwachsenbildung gearbeitet. Krankheitsbedingt hat sie ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit beendet und ihren Wohnort in die Schweiz verlegt. Um sich von ihren Krankheiten zu heilen, hat sie die AK-Strategie® entwickelt, deren Ausgangspunkt darin besteht, mit dem Bekämpfen einer Krankheit aufzuhören und die Situation erst einmal anzunehmen, wie sie ist.
Seit 2004 begleitet Angelika Keil andere Menschen, die mit der AK-Strategie® ihre gesundheitlichen und anderen Herausforderungen meistern wollen. 2012 gründete sie das Institut für Körper, Geist und Seele und bildet seit 2013 in der AK-Strategie® Privatpersonen und Berufsleute aus. 2013 publizierte sie auch ihr Grundlagenwerk der AK-Strategie®. Es folgte 2014 die Publikation der Autobiografie „Meine Geschichte“ und 2018 der Umzug nach CH-7250 Kosters.
Auf der Website von Dr. Angelika Keil findest Du unter dem Punkt "Über mich" eine Zusammenfassung des Lebensweges von Dr. Angelika Keil.

Inhalt
Die AK-Strategie® hat 4 obligatorische Module, die im Genesungsprozess durchlaufen werden. Ein 5. Modul ist optional und ist für jene geeignet, die an eine höhere Weisheit und Kraft glauben.
Die Module der AK-Strategie® offenbart Angelika Keil im Interview.

1. Modul:

Alles annehmen, was ist. Ob körperliche Beschwerden, Gefühle, die vorhandene Hoffnungslosigkeit und all dessen, was drumherum ist. Dazu ist es erforderlich, Selbstliebe zu entwickeln, den Gefühlen Raum zu geben und Frieden mit sich und der Situation zu schliessen. Unterstützt wird dies durch eine einzige Übung, die einen neuen Energiezustand beim Menschen bewirkt.
2. Modul:

Hier geht es darum, die Ursache für das Problem, z.B. die Erkrankung oder den Konflikt, zu finden. Bei Krankheiten bietet die AK-Strategie® dafür die «Zwiesprache mit dem Unbewußten» an. Dies ist eine Technik, mit der die wahre Ursache der Erkrankung wiederum in einer einzigen Session erkannt wird. Zusätzlich wird herausgefunden, welche Therapien und Verhaltensänderungen nötig sind, um den Zustand zu verbessern.
3. Modul:

Hier geht es darum, das Selbstbild des Klienten zu verändern. Bedingung ist, dass der Klient diese Aufgabe lösen möchte. Zusätzlich wird mit Tools aus dem NLP, Hypnoprogrammieren, PSYCH-K® u.ä. die Veränderung des Selbstbildes erleichtert. Hier finden auch alle anderen Massnahmen und Therapien ihren Einsatz. Denn die AK-Strategie® ist eine integrative Methode, die mit schulmedizinischen und komplementärmedizinischen Therapien kombinierbar ist.
4. Modul:

Hier wird dem Klienten geholfen, ein positives Bild von seinem kranken Körper und dessen Selbstheilungskräften zu gewinnen. So kann er lernen, seinem Körper zu vertrauen, was eine Grundvoraussetzung für Genesung ist. Auch hier wird wie in Modul 3 mit positivem Denken, Affirmationen und positiven Kognitionen gearbeitet.
Diese vier Schritte sind obligatorisch.

Das 5. Modul hat eine Beschleunigungsfunktion und richtet sich an jene Menschen, die nicht nur an Physik und Materie glauben, sondern davon ausgehen, dass es eine höhere Weisheit und Kraft gibt. Im 5. Modul wird die höhere Weisheit um Unterstützung und Führung beim gesamten Veränderungsprozess gebeten.
Dr. phil. Angelika Keil beschreibt, dass ihre AK-Strategie® bei allen Herausforderungen des Lebens anwendbar ist.

Nach Vorbildern befragt, sagte Dr. Keil, dass sie gern mit Eckhard Tolle, den sie sehr schätzt, sprechen würde und auch mit Kurt Tepperwein, dem sie sich sehr verbunden fühlt. Nach einem unerfüllten Lebenswunsch befragt antwortete sie, dass sie keinen persönlichen Wunsch mehr hat, denn sie habe festgestellt, dass das Leben selbst am besten weiß, was sie glücklich macht. Sie hat aber einen Wunsch für die gesamte Menschheit. Nämlich, dass sie den Weltenwandel auf angenehme und leichte Art meistert. Alle Menschen sollten sich auf einen Wandel freuen, der die Liebe unter den Menschen fördern soll. Ein Buch, das Frau Dr. Keil nicht zum ersten Mal liest ist, ein Werk von Lola Jones "Alles läuft super, während ich weg bin". Darin geht es darum, sich das Leben zu erleichtern, indem man der "höheren Weisheit" die «Schwergewichte» überlässt.

Bücher von Dr. Angelika Keil
"Die 8 wichtigsten Schritte zur Zielerreichung“
Das ist ein kostenloses E-Book, das Du Dir in Angelikas Webshop herunterladen kannst.
https://tinyurl.com/yxry4m4u

«Wie du mehr Selbstliebe entwickelst»
Das ist ein kostenloses E-Book, das Du Dir in Angelikas Webshop herunterladen kannst.
https://tinyurl.com/y3ckh5cj

"Die AK-Strategie® - wie Sie mit Ihren Gedanken und Emotionen Ihre kühnsten Träume übertreffen"

«Meine Geschichte: Wie ich meine chronischen Krankheiten, Konflikte und Krisen heilte und meine kühnsten Träume übertraf. Der Geist ist stärker als die Gene und alle Materie.»

Videos von Dr. Angelika Keil
«Die 5 Schritte der AK-Strategie® bei Krankheiten»:  https://tinyurl.com/y2nosaxy

Videos, die die AK-Strategie® anhand von Fallbeispielen erklären:

https://tinyurl.com/yyloctp8

Kontakt
Institut für Körper, Geist und Seele Dr. phil. Angelika Keil
Telefon +41 81 416 35 52
Mobile +41 78 913 48 70

www.angelikakeil.ch

info@angelikakeil.ch

Show 080: Prophylaxe in der Hausarztpraxis - Interview mit Cornelia Janitzki

Cornelia Janitzki - Arztpraxis SchönebergCornelia Janitzki therapiert in ihrer Hausarztpraxis von Beginn an mit Naturheilverfahren. Grundlage dafür war ihr Studium an der Universität Witten/Herdicke, die auch in Naturheilverfahren und anthroposophischer Medizin ausbildete. Dieses Studium fand zu jener Zeit leider keine Anerkennung. Diese Anerkennung erhielt die Universität als erste deutsche Privatuniversität erst 1982 Heute ist die Uni Witten/Herdicke als  nichtstaatliche Universität sogar Mitglied der Hochschuldirektorenkonferenz und führend in der Ausbildung von Ärzten in Richtung Naturheilverfahren.

Eines der wichtigsten Ziele von Cornelia Janitzki ist die Erhaltung und Steigerung der Vitalität ihrer Patienten, verbunden mit einer verantwortungsvollen Lebensführung.

Deshalb informiert sie in ausführlichen persönlichen Gesprächen ihre Patienten über einige wichtige Faktoren:
1. Gesunde Ernährung
einschließlich eines verantwortungsvollen Umgangs mit Genussgiften wie Alkohol und Zigaretten. Hierzu gehören auch Maßnahmen zur Gewichtskontrolle sowie Aufklärung über Schlaf und positive Lebenseinstellung.
2. Bewegung als Grundlage für eine gute körperliche Verfassung
3. Unterstützung von Prozessen hin zu gesundem Altern

Zu den angebotenen Therapieverfahren gehören die Bioresonanztherapie, Hypnotherapie, physikalische Gefäßtherapie Bemer, Sexualtherapie, Akupunktur und Entspannungsverfahren. Das alles sind Verfahren, die den Weg ihrer Patienten zu einer gesunden Lebensweise unterstützen und helfen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Cornelia Janitzkis sehnlichster Wunsch ist Frieden für die Welt.

Immer wieder gern liest sie das Buch "The Secret", das ihr jedesmal  neue Erkenntnisse bereit hält.

Kontaktdaten

Cornelia Janitzki
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Eisenacher Straße 68
10823 Berlin

Tel.: 030/781 18 34

E-Mail: info@cornelia-janitzki.de

Web: https://arztpraxis-schoeneberg.de

Show: 079: Interview mit Dr. Ben Baak

"Wer im Leben etwas bewegen will, fängt am Besten bei sich selbst an!"

Das ist das Motto von Dr. Ben Baak, besser gesagt, das ist sein Programm, nachdem er selbst lebt und mit welchem er Menschen zu mehr Bewegung motivieren möchte.

Dr. Ben Baak ist promovierter Sportwissenschaftler. Mehr als 10 Jahre war er an der Deutschen Sporthochschule Köln tätig. Er hat dort unter anderem die Wirkung der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper erforscht. Nach dem frühen Tod seines Vaters hat sich das Leben von Dr. Ben Baak komplett verändert. Er engagiert sich inzwischen direkt für die Gesundheit seiner Mitmenschen. So hat er über 350 erfolgreiche Unternehmer und Persönlichkeiten dabei unterstützt, sowohl ihre Gesundheit als auch ihr persönliches Wohlbefinden und in dem Zusammenhang auch ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln. So profitierten z.B. der Coach und Speaker Bodo Schäfer und der bekannte Fußballprofi Toni Schumacher für alle drei Ebenen, nämlich Körper, Geist und Seele von seinem Know How.

Durch Auftritte in namhaften Unternehmen wie Audi, Jacobs, Sage und Bosch hat Ben Baak dafür gesorgt, dass der bisweilen stressige Berufsalltag von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit von Führungskräften und Mitarbeitern für mehr Leistungsfähigkeit und ihre Grenzen wird dabei geschärft und damit das Fundament für jeden Erfolg in Beruf und Privatleben gelegt.

Dr. Ben Baak begeistert mit inspirierenden Vorträgen über Bewegung, Ernährung und Motivation sein Publikum. Mit Hilfe des von ihm gemeinsam mit seinem Expertenteam entwickelten 3x3-Systems, das neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt, hilft er Menschen, Sport und gesunde Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Bei allem geht Ben Baak davon aus, dass Gesundheit das Fundament eines jeden Erfolgs ist. Als Speaker begeistert Dr. Ben Baak entweder in Management-Workshops im kleinen Kreis bis zu Seminaren mit mehreren tausend Teilnehmern das Publikum.  Dabei ist er sehr empathisch und stets authentisch. Durch seine ganz persönlich Art fühlen sich sowohl das Publikum, die Kunden als auch die Leserschaft verstanden. Die entwickelten Systeme sind nicht nur innovativ, sondern vor allem wirkungsvoll und im Alltag gut zu integrieren.

Darüber hinaus ist Dr. Ben Baak Autor. So verfasste er primär wissenschaftliche Texte oder verbreitete sein Wissen in persönlichen Coaching-Gesprächen. Als Autor verfasst er Bücher, die für Menschen zur Unterstützung kleiner und wirkungsvoller Veränderungen im Leben dienen. Sein letztes Buch, " Rendezvous mit dem Schweinehund"  unterstützt den Leser, Gesundheitsziele zuverlässig zu verfolgen und zu erreichen. Dr. Ben Baak begleitet den Leser mit einfühlsam vermitteltem Wissen und praktischen Umsetzungstipps zum Rendezvous mit dem eigenen Schweinehund.  Der Leser wird dabei zum Co-Autor und schreibt dabei seine Erfolgsgeschichte.

Kontaktdaten

Dr. Ben Baak
Böttcherstraße 1
28195 Bremen

Tel: +49 421 – 40892604
Email: info@benbaak.de

https://benbaak.de

Show 078: Happy Healthy Aging-Interview mit Dr. Friedrun Pitz

Dr. Friedrun Pitz - Vita

Frau Dr. Pitz begann zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester, die sie wegen Schwangerschaft und weil sie zunächst für ihre Kinder da sein wollte, nicht vollendete. Mit 32 Jahren begann sie ihr Medizinstudium, dem eine Promotion folgte. Später erfüllte sie sich den großen Traum von einer eigenen Praxis.
Dann kam der Schock: Im Dezember 2017 ertastete sie eine knotige Veränderung in der Brust. Kurz vor Weihnachten kam die niederschmetternde Diagnose: Krebs.

Ihre Schwester als Naturheilärztin mit anthroposophischer Ausrichtung riet ihr zu einer hochdosierten Misteltherapie. Frau Dr. Pitz lehnte also sowohl die Chemotherapie, als auch die Bestrahlung ab und begab mich vertrauensvoll in die Hände von erfahrenen Naturheilärzten. Weiterhin stellte sie ihre Ernährung um: Als erstes ketogene Kost, dann zusätzlich Intervallfasten. Gleichzeitig begann sie über Veränderung in ihrem Leben nachzudenken.

Meditation, Selbsthypnose, Verbindung zum Universum, um zu erkennen, was ihr die Krankheit sagen will, ein unumstößlicher Glaube an sich selbst, ihre Fähigkeiten und ihre Vorstellungskraft, das Hawaiianische Vergebungsritual Hoóponopono und tägliche positive Affirmationen bestimmten jetzt ihr Leben.

Nach 28 Jahren Tätigkeit in ihrer eigenen Zahnarztpraxis gibt Frau Dr.Pitz ihre Erfahrungen in ihren Coaching-Programmen weiter. Darin spiegeln sich ihre persönlichen Erfahrungen, jahrelange Recherchen, das Wissen aus vielen besuchten Seminaren, gelungene Selbstversuche und nicht zuletzt ihre Selbstheilung wider.

Es war schon immer ihr Anliegen, Menschen gesund, vital und glücklich zu machen.

"Mein Leben ist bis heute aufregend, spannend und voller genutzter guter Gelegenheiten. Und auch ein bisschen Schicksal" sagt sie selbst, rückblickend auf all die Situationen, die ihr Leben prägten.

Die Erfahrungen von Frau Dr. Pitz spiegeln sich in ihren Büchern wieder:

"Yduna – Erwecke die Göttin in Dir"

"Apollo – Erwecke den Gott in Dir"

Ihre exklusiven Seminare und Workshops sind für Frauen um die 50, die gesünder, glücklicher und dynamischer in die zweite Lebenshälfte gehen wollen. Das sind Frauen, die wissen und fühlen, dass das Leben erst jetzt richtig beginnt! Diese Frauen wollen mehr aus ihren Leben machen – die Welt erkunden und das Universum hilft ihnen beim Umsetzen neuer Herausforderungen.

Frau Dr. Dr. Pitz, möchte gern die Welt kennenlernen, viel reisen und dabei neues entdecken.

Sie ist von der anthroposifischen Lehre Rudolf Steiners sehr angetan und empfiehlt die Bücher:

Die Philosophie der Freiheit 

Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welt

Kontaktdaten

FRIEDRUN PITZ

Im Rausch 14
63457 Hanau

Tel. +49 06181 956223

Mob. +49 160 96780979

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Show 077: Was Darmbakterien mit COVID 19 zu tun haben

Zu unserem Immunsystem gehören einige Faktoren, die jeder für sich spezielle Aufgaben übernehmen. Im Laufe der Evolution und der eigenen körperlichen Entwicklung hat das Immunsystem immer wieder neue Varianten zur Bekämpfung von Krankheitserregern hervorgebracht. Immer, wenn ein mikrobieller Feind unseren Körper bedroht, weiß jedes System in unserem Körper, was es zu tun hat, um die Erreger zu bekämpfen. Da sind zuerst die Bakterien in der Haut oder an den Schleimhäuten die erste Barriere, die ein Eindringling überwinden muss. Wenn es den Eindringlingen jedoch gelingt, weiter einzudringen, z.B. an die Schleimhaut des Verdauungstrakts, z.B. im Mund, Darm oder Magen, sorgen Enzyme des gesunden Systems und Flimmerhärchen und Epithelzellen für einen Abtransport des Feindes. Dieses Zusammenspiel sorgt in unserem Körper für eine erfolgreiche Immunabwehr.

Jedes Jahr im Herbst haben wir es mit immer neuen Grippeerregern zu tun, die unseren Körper schwächen können, wenn wir ihn nicht gut genug auf diese Situation vorbereitet haben. In diesem Zusammenhang ist auch die gegenwärtige Infektionswelle mit dem Coronavirus zu betrachten. Da es ein neuartiges Virus ist, der aber einer bekannten Gruppe an Viren zugeordnet werden kann, steht er  im Interesse der wissenschaftlichen Forschung.

Dabei haben sich Wissenschaftler die Frage gestellt, welche Rolle die Darmflora bei Infektionen u.a. auch bei COVID-19 spielen könnte. Sie konnten vor kurzem zeigen, dass es enge Beziehungen zwischen dem Zustand des Darm-Mikrobioms und der Wahrscheinlichkeit einer Infektion gibt.

In früheren Sendungen hatte ich auch bereits des Öfteren erwähnt, dass Darmbakterien auf eine Reihe von Krankheiten wirken, was auch wissenschaftlich nachgewiesen ist. Solche Belege gibt es für Migräne, Diabetes Typ 1 und 2, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und für Depression. Ein wissenschaftlicher Artikel faßt all jene Forschungen zusammen, für die es einen engeren Bezug zwischen der Gesundheit der Lunge und den Darmbakterien gibt.

Beinahe scheint es absurd, dass es eine Beziehung zwischen dem Darm und Infektionskrankheiten gibt. Dennoch ist es gar nicht so selten, dass in Zusammenhang mit Infektionen, auch bei COVID 19 oft gastrointestinale Symptome beobachtet werden. Verdauungsbeschwerden, einschließlich Durchfall und Erbrechen treten bei etwa 50 % der betroffenen Personen auf. Hinzu kommt, dass auch ein Rezeptor, genannt ACE 2 dazu beiträgt, dass bestimmte Viren sich in der Lunge und im Darm wiederfinden lassen. Einige Autoren legen in der Zeitschrift Virus Research dar, wie das Mikrobiom das Risiko für eine Virusinfektion und auch die Schwere der Erkrankung beeinflussen kann. Das sind zurzeit nur Anhaltspunkte, die einer Bestätigung bedürfen, zeigen aber , wie bestimmte Faktoren zusammenwirken. Deshalb will ich das gern zum Verständnis erläutern.

Zum ersten Mal sprechen die Autoren von einer Darm-Lungen-Achse. Dies beschreibt einen intensiven Informationsaustausch, wie er zwischen Darmflora und Lunge stattfindet. Dabei geht es sowohl um einen Austausch von der Lunge zum Darm und umgekehrt. So gelangen Endotoxine und Metabolite, die im Darm produziert werden durch das Blut in die Lunge. Ähnlich verhält es sich mit Entzündungsprozessen in der Lunge, die den Darm beeinflussen können. Somit ist es auch möglich und wahrscheinlich, dass Viren einen Einfluss auf die Darmflora haben können. So konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden, dass Atemwegsinfekte mit einer Veränderung der Mikrobiom - Zusammensetzung einhergehen.

So betonen die Forscher ebenfalls in mehreren Studien, dass es eine Verbindung zwischen dem Auftreten eines plötzlichen akuten Atemwegssyndroms, wie es u.a. auch bei COVID-19 typisch ist, und der Darmmikrobiota, gibt.

Hinzu kommt, dass jahrzehntelange Forschungen bestätigen, dass das Mikrobiom eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Immunsystems spielt. So helfen Bakterien dem Körper dabei, „Immunzellen auf ihre pro- sowie anti-inflammatorischen Reaktionen abzustimmen. Dadurch kann die Anfälligkeit für verschiedene Erkrankungen beeinflussen werden. Andererseits bedeutet dies, dass eine optimale Zusammensetzung der Darmflora für  das Immungeschehen in der Lunge wichtig ist. So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass keimfrei aufgezogene Mäuse, die also keine Bakterien in ihrem Darm hatten, eine reduzierte Abwehr von Krankheitserregern in der Lunge aufwiesen.

Auch die Einnahme von Antibiotika wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. So konnte gezeigt werden, dass die wiederholte Einnahme von Antibiotika mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu Lungenkrebs und anderen Krebsformen führen kann. Das unterstreicht noch einmal die enorme Bedeutung einer funktionierenden Darm-Lungen-Achse. Was den Zusammenhang zu Virusinfektionen, unter auch mit COVID 19 betrifft, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Das steht noch nicht fest.

Für das Infektionsrisiko hat auch die Ernährung eine besondere Rolle. Es hat sich gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Darmflora, einer ballaststoffreichen Ernährung und allergischen Reaktionen in der Lunge gibt. So konnte gezeigt werden, dass die Konzentration an kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs) im Blut anstieg, wenn die vorhandenen Mikroorganismen im Darm anfingen, die Ballaststoffe aus der Nahrung zu metabolisieren. Damit kann man einen schützenden Effekt vor allergischen Entzündungsreaktionen in der Lunge erreichen.

Was COVID 19 anbelangt, konnte gezeigt werden, dass Patienten mit COVID-19 eine deutlich veränderte Darmflora aufweisen. Dagegen hatten Personen, die „nur“ an einer Lungenentzündung erkrankt waren, keine veränderte Darmflora. Aus den ersten Studienergebnissen zur Untersuchung der Darmflora bei COVID 19 Patienten kann geschlussfolgert werden, so die Forscher, dass über die Darmflora, die Schwere der Erkrankung reduziert werden kann.

Die Literatur zu den bisher genannten Fakten, kannst Du in meinen Shownotizen auf meiner Website qdg.com einsehen.

Einige grundsätzliche Bemerkungen zu Thema Darm und Immunität

Wenn man sich fragt, wo sich das Immunsystem befindet, kommt man immer darauf, dass der größte Anteil im Darm angelegt ist. Mit einer Oberfläche von 300 bis 400 m2 ist es unser größtes Abwehrsystem. 80% aller Immunzellen liegen unter der Darmschleimhaut. Damit das Immunsystem über den Darm gut funktioniert, sind drei Faktoren wichtig: eine gesunde Darmschleimhaut, funktionierende Immunzellen und ein intaktes Mikrobiom.

Somit kann eine gestörte Darmflora auch das Immunsystem schwächen. Oder anders herum, ein stabiles Immunsystem hängt wesentlich mit der Funktion des Mikrobioms ab und je stabiler die Darmschleimhaut, desto weniger Chancen haben Keime in den Körperkreislauf vorzudringen.

Schädliche Einflüsse auf unsere Immunsystem haben z.B. eine fett- und zuckerreiche Ernährung, zu wenig Ballaststoffe oder auch Stress.

Für ein stabiles Immunsystem ist die Bakterienbesiedlung des Darms entscheidend. Dies jedoch ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren. So wird schon durch den Geburtsvorgang bestimmt, welche Bakterien sich im Darm ansiedeln. Weiterhin spielen Antibiotikaeinnahmen eine wichtige Rolle und wie schon erwähnt auch die Ernährung. Bei tierischer Ernährung z.B. ist der Darm weniger vielfältig besiedelt als bei pflanzlicher. In diesem Zusammenhang konnte auch festgestellt werden, dass bei Ernährungsumstellung sich auch andere, neue Bakterien im Darm ansiedeln. Beachten muss man dabei auch, dass sich bei zu viel Zucker oder Alkohol eher die „schlechten“ Keime im Darm vermehren.

Die Zusammensetzung und Funktion des Mikrobioms spielt neuen Erkenntnissen zufolge, eine Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, Asthma, Allergien und anderen Autoimmunerkrankungen. Also kann man durch eine gezielte Veränderung der Darmflora auch die Entstehung und Behandlungen von Krankheiten beeinflussen.

So gelang es zum Beispiel durch Veränderung der Darmbesiedlung mit Bakterien ein Protein zu deaktivieren, dass für die Entwicklung von Diabetes Typ 2 und Fettleibigkeit verantwortlich ist. Damit konnte die Darmbarriere gestärkt werden, die Gewichtszunahme wurde verlangsamt, womit weniger Entzündungen und die Verlangsamung der Diabetes-Entstehung verbunden waren.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Stärkung der Darmflora, der Erhält ihrer Vielfältigkeit sehr wichtig für das Immunsystem sind. Man kann davon ausgehen, dass ein Großteil krankmachender „Angreifer“ durch die Darmflora, die Darmschleimhaut und Immunzellen unter der Darmschleimhaut abgewehrt werden konnten. Wenn jedoch die Barrierefunktion des Darms gestört ist, können die Keime aus dem Darm in den Körper eindringen, Erkrankungen hervorrufen und die allgemeine Abwehrkraft schwächen.

Wie bereits erwähnt hat pflanzliche Nahrung, die reich an kurzkettigen Fettsäuren  ist einen positiven Einfluss auf die Darmflora. Tierische Nahrung hingegen enthält nur wenig kurzkettige Fettsäuren und steht in einem engen Zusammenhang mit immunologischen Erkrankungen.

Mein Tipp ist, noch einmal die Ernährung zu überdenken. Sorge immer dafür, dass der Anteil pflanzlicher Nahrung mit viel kurzkettigen Fettsäuren, ausreichend Ballaststoffen, den Hauptteil deiner Nahrung ausmacht.

Verzichte auch auf Zucker und Alkohol, wo immer es geht. Beides ist ernährungsgeschichtlich in uns nicht vorgesehen und wir brauchen es auch nicht.

Literatur:

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Show 076: Antioxidantien zur Stärkung des Immunsystems

Ich möchte heute darauf eingehen, welche Kombinationen an Antioxidantien wichtig sind, um freie Radikale unschädlich zu machen.

Die erste Frage, die entsteht, wenn ich über dieses Thema spreche ist, ob wir denn wirklich einen Mangel an Antioxidantien haben.

In Deutschland gibt es gute Voraussetzungen, sich gesund zu ernähren. Dennoch müssen wir immer wieder feststellen, dass wir zwar keinen Mangel an Nahrungsmitteln haben und unser Körper dennoch verhungert. Weil die Nahrung in den meisten Fällen nicht die Mikronährstoffe in der Konzentration enthält, die wir benötigen. Und dieser Mangel an Vitalstoffen ist eine wesentliche Ursache für Störung des Immunsystems beim Menschen. Dabei geht es vor allem Dingen um solche Vitalstoffe wie Vitamin C und E, Zink und Selen.

Dass die Ursachen dafür in unserer Umwelt, in unserem Lebensstil und im Stress zu suchen sind, will ich nur kurz genannt haben. Hinzu kommen auch noch Zustände, die den Bedarf an Vitalstoffen erhöhen, wie zum Beispiel Krankheiten oder Leistungssport, die die Funktion der Immunabwehr deutlich einschränken. Diese Zustände bedingen sich gegenseitig und einem circulus vitiosus gleich schaukeln sie sich wechselseitig in die Höhe.

Dabei entwickelt sich ein Defizit an Mikronährstoffen und infolge dessen  erhöht sich die Anzahl an Infektionen und die Anfälligkeit für Begleiterkrankungen.

Besonders betroffen von der Schwächung des Immunsystems sind chronisch kranke Personen, und gerade auch Personen, die schon spezielle Erkrankungen des Immunsystems habe, Sportler und Menschen, die unter starkem Stress leiden sowie alte Menschen. Gezeigt hat sich, dass dieser Personenkreis ein Defizit an einzelnen Mikronährstoffen hat, womit immer wiederkehrende Infektionen einhergehen oder eine Chronifizierung entzündlicher Erkrankungen entsteht.

Es ist beschrieben, dass immungeschwächten Personen eine defizitäre Versorgung mit den Vitaminen C und E sowie den Spurenelementen Zink und Selen aufweisen. Diese Stoffe sind jedoch gute Antioxidantien, sorgen also dafür, dass ein Überschuss an freien Radikalen gebunden wird und damit die Mitochondrien wieder ihre Aufgaben zur Energieproduktion wahrnehmen können. Denn ein langandauerndes Defizit an Mikronährstoffen, senkt die Energieproduktion durch oxidativen Stress, womit weitere Konflikte in den Zellen zu erwarten sind. Insbesondere der Vitalstoffbedarf steigt damit weiter an.

Einige Fakten zu den genannten Vitaminen C und E. Sie gehören zum oxidativen System zusammen mit dem Cofaktor der Glutathionperoxidase (GPx).

So ist Vitamin E wichtig, um ungesättigte Fettsäuren vor oxidativen Prozessen zu schützen. Gemeinsam mit Vitamin C schützt Vitamin E Lipide vor einer Peroxidation, was hauptsächlich in den Zellmembranen der Fall ist. Vitamin C kann darüber hinaus oxidiertes Vitamin E regenerieren. Beide Vitamine sind damit wichtige Bestandteile des körpereigenen Abwehrsystems und gewährleisten eine normale Funktion des Immunsystems.

So wie Vitamin C und E zusammengehören, gibt es auch eine komplementäre Wirkung von Zink und Selen. Bei verschiedenen Risikogruppen, genau die, die ich bereits genannt habe, besteht eine Unterversorgung mit Selen und Zink.

Schauen wir uns etwas genauer an, wie die Unterversorgung mit Vitamin C und E sowie Zink und Selen die Funktion der Leukozyten beeinflusst.

Zunächst Vitamin C

Während einer Erkältungserkrankung sinkt verschiedenen Studien zufolge die Vitamin-C-Konzentration in den Leukozyten und auch im Plasma signifikant. Dadurch kommt es wahrscheinlich zu einer Beeinträchtigung der Fähigkeit der Leukozyten zur Phagozytose , das heißt sie sind nicht in der Lage die Krankheitserreger zu vernichten. Demnach sollte die Einnahme von Vitamin C bei Erkältung einen positiven Effekt haben. Nimmt man zum Beispiel am ersten Tag einer Erkältung 8 g Vitamin C ein, verringert sich die Erkältungsdauer deutlich im Vergleich zu einer Einnahme von nur 4 g. Das hat man schon in den 70iger Jahren des vorigen Jahrhunderts herausgefunden. Auch die Einnahme von Vitamin C in einer Menge von 3g über die ersten 5 Tage der Erkältung führt zu einer Reduktion der Krankheitsdauer.

Neben Erkältungen beeinflusst Vitamin C auch andere Infekte. So die Infektion mit Helicobacter-pylori. Dieser Effekt ist dosisabhängig. In einer Studie wurde gezeigt, dass eine fünfjährige Supplementierung mit 50 beziehungsweise 500 mg Vitamin C bei Patienten mit chronischer Gastritis zu einem milderen Krankheitsverlauf führt. Besonders ältere Menschen sind auf eine Optimierung ihrer Nährstoffzufuhr angewiesen, da sie eine verminderte Stoffwechselaktivität und Energieaufnahme haben. Besonders trifft dies auf Vitamin C zu. So ist die Plasmakonzentration an Vitamin C bei geriatrischen Patienten nur halb so hoch wie in der deutschen Gesamtbevölkerung. Hinzu kommt die hohe Anzahl an Medikamenten, die ältere Menschen einnehmen. Dadurch wird die Vitaminmangelsituation noch verschärft.

Kommen wir zu Vitamin E.

Eine Unterversorgung an Vitamin E setzt die Immunität herab. Bedingt ist dies durch die gesteigerte Produktion von Prostaglandin E2, das sowohl die humorale als auch die zelluläre Immunität vermindert. Besonders ältere Menschen, immungeschwächte Erwachsene mit Aids, rheumatoider Arthritis oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen weisen ebenfalls erniedrigte Vitamin-E-Blutwerte auf. Wenn man also die Funktion des Immunsystems aufrecht erhalten will, ist eine erhöhte Aufnahme von Vitamin E erforderlich. Die Gabe von 400 IU Vitamin E steigert die Phagozytoserate der Zellen, das heißt, Krankheitserreger werden dadurch vernichtet. Jedoch wurde dabei auch die bakterizide Aktivität gesenkt, so dass es wichtig ist, hier einen Kompromiss in der Dosierung zu finden. Eine andere Studie mit jungen Männern hingegen zeigte, dass nach täglicher Einnahme von 300 mg Vitamin E über 3 Wochen die bakterizide Aktivität zunahm, jedoch hatte das keinen Einfluß auf die Immunantwort. Offensichtlich wird die Wirkung von Vitamin E auf das Immunsystem durch das Alter mit beeinflusst.

Generell konnte jedoch in den Studien gezeigt werden, dass Vitamin E zusätzlich zu seiner Wirkung auf die zellvermittelte Immunantwort entzündlicher Prozesse und die Akut-Phase-Reaktion günstig beeinflussen kann.

Einige Worte zu Zink

Zink hat vor allem für das Immunsystem eine große Bedeutung. Es hat jedoch auch eine Bedeutung für das Wachstum und die Entwicklung des Organismus. Unter anderem funktionieren der Energiestoffwechsel, Proteinauf- und -abbau, die Nukleinsäure-Biosynthese, der CO2-Transport und die Stabilisierung von Proteinen nicht ohne Beteiligung von Zink. Auch freie Radikale werden durch Zink abgebaut. Und letztendlich führt eine Unterversorgung mit Zink zu einer höheren Empfindlichkeit des Organismus gegenüber verschiedenen Krankheitserregern.

Die Beeinträchtigung der Immunabwehr durch Unterversorgung mit Zink erfolgt über eine geschwächte Lymphozytenreifung und Zytokinproduktion. Zinkmangel trägt auch zum Anstieg freier Radikale bei. Zinkmangel führt so dazu, dass die Makrophagen nicht mehr ausreichend Parasiten vernichten. Die Produktion von Antikörper-produzierenden Zellen, T-Helferzellen und die Aktivität natürlicher Killerzellen werden dabei vermindert. Somit reduziert sich die Abwehr gegen verschiedene Infektionskrankheiten.

Und wiederum sind es besonders ältere Menschen und Personen mit einem ohnehin geschwächten Immunsystem, wie Aids – Patienten, die unter Zinkmangel leiden und damit ein schon geschwächtes Immunsystem weiter geschwächt wird.

Eine unzureichende Versorgung mit Zink beruht zum einen auf einem erhöhten Verbrauch, einer verminderten Aufnahme oder auf einer erhöhten Ausscheidung.

Kommen wir zum letzten Spurenelement, dem Selen.

Selen ist unbedingt erforderlich, also essenziell für den Schutz der Zellen und Gewebe vor oxidativen Schäden, für die normale Funktion des Immunsystems sowie für den Schutz vor verschiedenen Tumorarten.  Die Supplementierung von Selen führt bei Tumorpatienten dazu, dass T-Lymphozyten und natürliche Killerzellen verstärkt gebildet und aktiviert werden. Die Aktivierung des Immunsystems ist vor allem im Alter abgeschwächt. Deshalb spielt auch hier die Supplementierung mit Selen eine wichtige Rolle.

Selen hat ebenfalls eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Es hemmt die Produktion freier Radikale und reaktiver Sauerstoffspezies sowie die Entzündungsmediatoren. In Anwesenheit von Vitamin E wird die Wirkung von Selen zusätzlich verstärkt. Der Vitamin-E-Spiegel wie auch der Selen-Spiegel im Blut sinken mit zunehmendem Alter (57).

Die unzureichender Selenversorgung begünstigt chronisch entzündliche Erkrankungen, die wiederum den Selenverbrauch steigern. Personen mit Störungen des Immunsystems und damit einhergehenden chronischen oder auch akuten Erkrankungen haben zumeist Selendefizite. Es zeigt sich auch, dass besonders bei Aids eine Korrelation zwischen niedrigem Selenstatus und der Schwere des Krankheitsbildes besteht.

Somit kann die Supplementierung mit Selen das Immunsystem stark stimulieren. Dabei wird auch die altersabhängige Reduktion der Immunantwort bei älteren Menschen aufgehalten.

Wie diese kurze Darstellung zeigt wirken die Vitamine C und E sowie die Spurenelemente Zink und Selen direkt auf das Immunsystem.

Deshalb ist bei Unterversorgungen, die durch unterkalorische oder einseitige Ernährung entstehen können, oder auch bei erhöhtem Bedarf infolge chronischer oder akuter Erkrankungen eine Supplementierung sinnvoll. Besonders bei immungeschwächten älteren Personen und chronisch Kranken kann man dies empfehlen. In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass Menschen mit krankheitsbedingter Immunschwäche Defizite in der Versorgung mit  Vitamine C, E sowie Zink und Selen haben. Wenn diese Defizite durch eine entsprechende Supplementierung kompensiert werden, wirkt sich das günstig auf die Immunfunktion aus.

Show 075: Die Polizei in unserem Körper


Das Immunsystem selbst ist ein kompliziertes Netzwerk, das sich durch ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen Zellen, Signalstoffen und Geweben auszeichnet.

So ist es schon interessant festzustellen, dass die körpereigene Abwehr auf unterschiedlichen Ebenen in unserem Körper abläuft. Sie beginnt faktisch schon damit, dass einige Erreger bereits im Mundraum durch Speichel und Schleimhäute abgefangen werden. Dringen die Krankheitserreger jedoch weiter in den Körper vor, stellen sich den Erregern spezialisierte Abwehrzellen entgegen und bekämpfen sie. Die Immunabwehr unterscheidet dabei eine unspezifische oder eine spezifische Abwehr.

Die unspezifische Abwehr wird durch eine Vielzahl von äußeren Barrieren gebildet, die so etwas wie einen natürlichen Schutzwall gegenüber Erregern und Fremdstoffen darstellen. Dazu zählen zum Beispiel die Haut, Schleimhäute, die Flüssigkeit der Augen, der Urin, die Magensäure und wie schon erwähnt der Speichel. Um ein Beispiel zu nennen. Die Tränenflüssigkeit und der Speichel enthalten ein Enzym, genannt Lysozym, das die Zellwand verschiedener Mikroorganismen zerstören kann und damit verhindert, dass diese weiter in den Körper gelangen.

Die unspezifische Abwehr hat jedoch noch andere Bestandteile: Dazu gehören weiter bestimmte Signalstoffe und Zellen, wie z.B. bestimmte weißen Blutkörperchen, den sogenannten Fresszellen, die sich in der Blutbahn oder im Lymphsystem befinden.

In Zusammenhang mit der unspezifischen Abwehr spricht man auch vom angeborenen Immunsystem.

Und dann haben wir es noch mit dem spezifischen Abwehrsystem zu tun. Dieses kommt zum Zuge, wenn die unspezifische Abwehr überfordert ist. Das spezifische Abwehrsystem wirkt spezifisch gegen, ich nenne das in Anführungsstrichen, „bekannte Erreger“. Die Wirkung basiert darauf, dass die Zellen dieses Abwehrsystems schon einmal Kontakt mit dem Erreger hatten und sich an ihn erinnern können. Das spezifische Immunsystem ist dadurch in der Lage, bei einem erneuten Befall mit dem gleichen Erreger schnell und effektiv zu handeln. Diese Fähigkeit vervollkommnet sich während der Entwicklung vom Kleinstkind bis in das Erwachsenenalter

Im Wesentlichen sind es zwei Zelltypen des spezifischen Immunsystems, die zur Abwehr bereitstehen. Das sind die B-Lymphozyten und die T-Lymphozyten. Beide Zellen gehören zur Gruppe der weißen Blutkörperchen, zu denen auch Zellen der unspezifischen Abwehr zählen. Noch einen Satz hierzu, weil in Zusammenhang mit dem körperlichen Abwehrsystem Antikörper eine große Rolle spielen. Diese stellen ein wichtiges Mittel im Rahmen der spezifischen Abwehr dar. Sie sind von Bedeutung für die Kommunikation zwischen den Abwehrzellen und zur Bekämpfung der Erreger.

Dank der spezifischen Abwehr erkranken wir in unserem Leben an manchen Infektionskrankheiten nur einmal, dann sind wir gegen sie immun.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass unser Immunsystem neben der Abwehr von Erregern und Fremdstoffen weitere Aufgaben hat. Das sind konkret:

  • Die Kontrolle der körpereigenen und „ungefährlichen“ Mikroorganismen im Darm
  • Die Tumorabwehr sowie die Wundheilung

Ich möchte in der heutigen Episode etwas konkreter auf die Leukozyten eingehen. Das sind die weißen Blutkörperchen, unsere Körperpolizei.

Ihre Hauptaufgabe besteht, einfach ausgedrückt darin, den Körper vor fremden Stoffen und schädlichen Substanzen zu schützen. Im Gegensatz zu den Erythrozyten sind Leukozyten kernhaltige Zellen im Blut und sie haben keinen Blutfarbstoff, daher auch der Name weiße Blutkörperchen.

Wie Du aus meinen bisherigen Aussagen gesehen hast, unterteilen sich die Leukozyten in mehrere Untergruppen je nach Aufgabe. Ich nenne hier nur die Grobeinteilung, weil alles andere schon sehr speziell ist.

Das sind die Granulozyten, die allein schon 6 Untergruppen haben, dann folgen die Lymphozyten mit den bereits erwähnten B- und T-Lymphozyten und die Monozyten. Wenn der Arzt ein Differentialblutbild von Dir erstellt, findest Du dort die gesamte Palette der Leukozyten.

Wie die anderen Blutzellen auch, werden die Leukozyten unter normalen Bedingungen im Knochenmark gebildet, von wo aus sie in den Blutstrom gelangen. Die verschiedenen Leukozyten unterscheiden sich in ihrem Aussehen und ihrer Größe. Wichtig ist, dass sie im Gegensatz zu den roten Blutzellen aktiv aus dem Blutstrom in die Zellgewebe einwandern können, wodurch die Abwehrmechanismen überhaupt erst möglich werden.

Die Aufgaben möchte ich kurz zusammenfassen: Sie sollen zuallererst körpereigene und körperfremde Strukturen erkennen, sie bilden Antikörper und sie vernichten Krankheitserreger und körpereigene Abbauprodukte. Die Vernichtung von Krankheitserregern nenn man auch Phagozytose.

Dabei haben die einzelnen Leukozyten-Subgruppen im komplexen Prozess der Immunabwehr sehr spezialisierte Aufgaben, die ich jetzt nicht näher beschreiben möchte.

Zur Beurteilung des Zustands der körperlichen Abwehr ist es wichtig die Leukozytenzahl zu bestimmen. Bei gesunden Menschen liegt dieser Wert zwischen 4.000 - 10.000 Zellen/µl. Je nachdem, wie dieser Wert von dieser Norm abweicht, unterscheidet man zwischen einer Leukopenie bei verminderter Leukozytenzahl und Leukozytose bei erhöhter Leukozytenzahl.

  1. Nourshargh S, Alon R: Leukocyte migration into inflamed tissues. Immunity. 2014 Nov 20;41(5):694-707. doi: 10.1016/j.immuni.2014.10.008. Epub 2014 Nov 20.

Für die Beurteilung eines Krankheitsgeschehens ist es wichtig auch die verschiedenen Subgruppen der Leukozyten zu untersuchen. Diese Untersuchung gibt Aufschluss darüber, was konkret im Körper los ist, hilft die Ursachen zu finden und entsprechende Therapiemöglichkeiten abzuwägen.

Deshalb einige Worte zu den Granulozyten. Sie werden ebenfalls im Knochenmark gebildet. Sie greifen Krankheitserreger an und sind erhöht bei Infektionen, Vergiftungen und Allergien. Ohne auf deren Subgruppen weiter einzugehen gilt, dass die Abwehrbereitschaft des Körpers herabgesetzt ist, wenn die Granulozytenzahl erniedrigt ist. Dann besteht erhöhte Infektgefahr.

Auch die Lymphozyten sind eine Untergruppe der Leukozyten. Dabei haben sie insbesondere die Aufgabe Fremdstoffe von Infektionserregern abzuwehren. Auch sind sie aktiv, wenn sich körpereigene Zellen verändern, z.B. wenn sich Tumorzellen bilden. Im Unterschied zu den anderen Abwehrzellen entstammen die Lymphozyten zwar aus dem Knochenmark, jedoch werden sie erst in den Lymphknoten, der Milz und anderen lymphatischen Organen differenziert. Sie gelangen danach über die Lymphgefäße ins Blut und von dort in andere Gewebe.

Da ich die B- und T- Lymphozyten bereits erwähnt hatte, hier der Unterschied zwischen beiden:

B-Lymphozyten reifen im Mukosa-assoziiertes lymphatisches Gewebe, also im Schleimhautgewebe  und in den Lymphknoten heran. Sie produzieren spezifische Antikörper gegen fremde Antigene.

T-Lymphozyten reifen im Thymus heran und erkennen direkt fremde Zellen.

Lymphozyten können sowohl erhöht als auch erniedrigt sein. Eine pathologische Erhöhung der Lymphozyten nennt man Lymphozytose, eine pathologische Verminderung Lymphopenie.

Die dritte Gruppe der Leukozyten besteht aus den Monozyten. Sie sind relativ große Zellen. Wenn sie das zirkulierende Blut verlassen, entwickeln sich aus ihnen gewebetypische Makrophagen, also Riesenfresszellen. Sie gehören zum sogenannten Mononukleär-phagozytärem System, das Teil des Immunsystems ist. Es repräsentiert damit die Gesamtheit aller Körperzellen, die zur Phagozytose, also zur Unschädlichmachung von Fremdstoffen sowie zur  Speicherung von Stoffen bzw. Partikeln befähigt sind.

Wann sind nun aber die Leukozyten erhöht und warum.

Eine erhöhte Anzahl von Leukozyten im Blut ist meistens Ausdruck einer Infektion beziehungsweise einer entzündlichen Erkrankung. Das bedeutet, dass wenn Krankheitserreger in unseren Körper eindringen, wird das Immunsystem angeregt, im Knochenmark die Bildung und Freisetzung weißer Blutkörperchen zu stimulieren. Durch diesen Prozess hat man dann genügend Zellen zur Immunabwehr zur Verfügung.

Leider gibt es auch manchmal die Situation, dass aufgrund eines DNA-defektes das Knochenmark falsche Informationen erhält und dann ungehindert weiße Blutzellen produziert, auch wenn keine Entzündung vorliegt. Das ist der Fall, wenn Ärzte von Blutkrebs sprechen, man nennt dies auch  „myeloproliferative Neoplasien“. Eine bösartige Ursache als Grund der Vermehrung der weißen Blutkörperchen wird Leukämie genannt. Hier gibt es verschiedene Untergruppen. Manche davon müssen sofort mit einer intensiven Chemotherapie im Krankenhaus behandelt werden. Ein Großteil der Leukämien hat jedoch einen chronischen Verlauf und wird ambulant behandelt oder im Fall der chronischen lymphatischen Leukämie bei fehlenden Beschwerden gar nur beobachtet.

Die vermehrte Produktion von Blutzellen begründet eine weitere Gefahr. Wenn nämlich die Zahl der Blutkörperchen eine gewisse Grenze überschreitet, kann es zu Thrombosen und Schlaganfälle kommen. Oft ist die erhöhte Zahl an Blutplättchen, also Thrombozyten, ein Hinweis auf ein Tumorgeschehen durch vermehrte Bildung von Leukozyten im Knochenmark.

Ist die Leukozytenzahl aufgrund einer Erhöhung der Granulozyten zurückzuführen, deutet dies auf eine bakterielle Entzündung hin. Es kann sich auch eine rheumatische Erkrankung dahinter verbergen. Auch Raucher können erhöhte Granulozytenwerte haben.

Die Ursache für Leukozytenzahlen unterhalb der Norm können durch einen Mangel an Vitamin B12, Folsäure oder Eisen bedingt sein, oder aber auch durch eine akute Virusinfektion. Ergibt sich keine Erklärung für die Veränderungen im weißen Blutbild durch eine andere Erkrankung, so begibt sich der Hämatologe auf die Suche nach einer Bluterkrankung.

Die Bandbreite der Veränderungen der weißen Blutkörperchen ist also sehr groß. Die Therapie kann von einer Vitamin B12-Spritze bis zu einer Chemotherapie reichen!

Die Leukozytenzahl im Blut wird bestimmt beim Verdacht auf eine Infektionskrankheit. Bakterielle Infektionen sind eine der häufigsten Ursachen für einen Anstieg der Leukozyten ("Leukozytose"). Es kommt auch vor, dass bestimmte Viruserkrankungen wie Masern oder Grippe auch zu einem Abfall der Leukozyten führen ("Leukopenie")können. Die Gründe für Veränderungen der Leukozytenzahl im Blut sind also äußerst vielfältig.

Erhöhte Leukozytenzahlen können zum Beispiel Ausdruck von Entzündungen sein. Wenn jedoch eine Therapie durchgeführt, die eine Immunsuppression zum Ziel hat, wie zum Beispiel bei Transplantationen ist die Leukozytenzahl erniedrigt. Ähnlich ist es bei Chemotherapie oder bei viralen Erkrankungen. Bei Werten unter 2000 besteht eine Infektionsgefahr.

Die Frage ist, was kann ich selbst tun, um die Veränderung der Leukozytenzahl zu verhindern. Dies ist gleichbedeutend mit der Frage, wie man das Immunsystem stärken kann.

Dazu habe ich schon einige Episoden publiziert. Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal zwei Dinge. Erstens ist es immer wichtig, seine Mitochondrien zu stärken. Das sind die Energie-Booster in unserem Körper. Sie produzieren die Energie, die wir für alle Stoffwechselvorgänge benötigen, auch für ein starkes Immunsystem. Neben guter Ernährung, Vermeidung von Stress, moderater Bewegung, kannst Du diese Prozesse durch die Einnahme von Substanzen stärken, die für die Energieproduktion enorm wichtig sind. Und das sind Coenzym Q 10, die Schlüsselsubstanz im Energiestoffwechsel, Magnesium, das an der Herstellung von über 300 Enzymen beteiligt ist, Vitamin D3, Vitamin B12, das auch wichtig ist damit die Leukozytenzahl sich nicht erniedrigt. An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, wie wichtig Vitamin C ist, um Infekte zu verhindern. Hör die dafür noch einmal die Sendung über Vitamin C an.

Bonus: Mitochondrien-Dein Energie-Booster

Das ist ein Interview, das Melanie Thormann mit mir geführt hat.

Show 074: Wechselwirkung einiger Arzneimittel mit Nahrungsergänzungsmitteln

Generell hört man ja heute in der Presse sehr oft, dass Nahrungsergänzungsmittel schaden können. Das Thema wird zur Zeit so sehr strapaziert, ich deute dies als einen Weg, Mikronährstoffe zu verunglimpfen, um Medikamente der Pharmariesen akzeptabler für die breite Masse zu machen. Wahr ist, dass Mikronährstoffe die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflussen können. Und das in beide Richtungen, also die Wirkung kann verstärkt werden, das führt dazu, dass die Dosis des Medikamentes reduziert werden kann. Das ist natürlich eine hervorragende Eigenschaft. Selten kann die Wirkung der Medikamente abgeschwächt werden und häufig kommt es dazu, dass Medikamente einen Mangel an Mikronährstoffen hervorrufen.  Hier ist das Wissen darüber sehr wichtig, weil dann entsprechend mit Mikronährstoffen supplementiert werden muss.

Kommen wir zunächst zu den Antazida. Das sind säurebindende Mittel, die wegen einer Übersäuerung des Magens eingenommen werden. Ein übersäuerter Magen führt zu Folgeerscheinungen wie Sodbrennen, saurem Aufstoßen sowie säurebedingten (peptischen) Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt. Die Therapie mit Antazida ist hier symptomatisch, weil nicht die Ursachen der vermehrten Säureproduktion behandelt werden, sondern nur ihre Auswirkungen. Die Wirkung der säurebindenden Mittel setzt schnell nach wenigen Minuten ein, hält jedoch nur zwei bis drei Stunden an. Beispiele für solche Präparate sind Magaldrat- und Hydrotalcit-haltige Präparate, die eine hohe Säurebindungskapazität haben.

Solche Präparate sollten stets in zeitlichem Abstand zur Nahrungsaufnahme eingenommen werden, da auch die Nahrung oft säurebindende Eigenschaften hat. Bewährt hat sich die Einnahme ca.2 h nach dem Essen oder unmittelbar vor dem Schlafengehen. Was ist zu beachten? Die meisten Wirkstoffe von säurebindenden Präparaten enthalten Mineralstoffe, z.B. Calciumcarbonat, Mg(OH)3,Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat, Al(OH)3, Magnesiumtrisilikat und andere.

Wenn man Säurebinder einnimmt, wird durch deren alkalischen Charakter die überschüssige Salzsäure des Magens neutralisiert. Die natriumhaltigen Verbindungen der Antazida werden vom Körper vollständig aufgenommen. Das kann bei Neigung zu Bluthochdruck zu einer zusätzlichen Zunahme des RR sorgen. Solche Patienten sollte darauf achten, keine natriumhaltigen Antazida über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Hinzu kommt, dass bei Verwendung von Natriumhydrogencarbonat Kohlensäure entsteht, was zu Blähungen führen kann. Deshalb eignen sich Aluminium- und Magnesiumverbindungen besser, um die Säure zu binden. Diese Verbindungen führen nicht zu Blähungen und Aluminium besitzt darüber hinaus eine schleimhautschützende Wirkung.

Veränderungen des Mineralhaushaltes sollten bei längerer Anwendung von säurebindenden Mitteln in jedem Fall beachtet werden. Das aufgenommene Magnesium kann zum Beispiel zu Durchfall führen.

Sollten Aluminium und Magnesiumhydroxid-haltige Antazida über einen längeren Zeitraum eingenommen werden können auch Störungen im Knochenstoffwechsel entstehen.

Bei häufiger Einnahme von Antazida empfiehlt sich die regelmäßige Supplementierung eines Multivitamin-Mineralstoff-Präparates mit Eisen, Zink, Vitamin B1, B6, B12, Vitamin D und Folsäure. Diese Supplemente sollten mindestens 2h nach Einnahme der Antazida erfolgen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Zitronensäure die Resorption von Aluminiumionen erhöht. Das könnte zu toxischen Effekten im ZNS führen. Deshalb sollte zwischen der Einnahme eines aluminiumhaltigen Antazidums und säurehaltigen Brausetabletten (z.B. Calciumzitrat) mindestens ein 2-stündiger Einnahmeabstand eingehalten werden.

Ein bekanntes Antazidum ist auch Cemitidin, enthalten in Tagamed. Dieses Präparat stört den Stoffwechsel von Vitamin D. Deshalb ist die längerfristige Einnahme von Cemitidin ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Osteoporose.

Die Gruppe der H2-Blocker stört zudem auch noch die Resorption von Zink

Generell empfiehlt sich bei häufiger Einnahme von Antazida die regelmäßige Supplementierung mit Eisen, Zink, Vitamin B6, B12, Vitamin D und Folsäure.

Manchmal ist es wegen der Einnahme anderer Arzneimittel nötig Säureblocker einzunehmen. Generell rate ich jedoch davon ab. Bei einem Reflux kann Dir auch helfen, ausreichend Wasser zu trinken. Damit wird die Säure im Magen verdünnt und die Beschwerden lassen nach. Außerdem solltest Du Deine Ernährung so umstellen, dass sie überwiegend basisch ist. Dann vermeidest Du Symptome, die dich veranlassen, Antazida einzunehmen.

Kommen wir zu einem weiteren häufig eingenommenen Arzneimittel. Das sind Statine, die von vielen Ärzten zur Senkung des Chlesterinspiegels verordnet werden. Ich mache kein Hehl daraus, dass ich diese Therapie ablehne, weil das Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht stimmt. Wenn Du dennoch nicht auf die Statine verzichten möchtest, weil dein Arzt hat sich etwas dabei gedacht hat, bedenke wenigsten, dass Statine den Spiegel der wichtigen Substanz Coenzym Q 10 senken. Das liegt daran, dass Cholesterin und Coenzym Q 10 in der Leber den gleichen Syntheseweg haben. Wenn ich also mit einem Statin die Cholesterin-Synthese bremse, geschieht das mit Q 10 auch.

Wozu brauchst Du Q 10? Coenzym Q 10 ist die Schlüsselsubstanz für die Energieproduktion in den Mitochondrien. Ohne Q 10 wird auf Dauer die Energieproduktion stark gebremst. Das ist eine Ursache für die Entstehung vieler Krankheiten. Darunter Herzerkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Hautprobleme, Stress, Burnout und vielen anderen. Schau Dir dazu noch einmal meine Sendung über Q 10 an. Da erfährst Du alles, was Du darüber wissen musst.

In Deutschland gibt es sehr viele Diabetiker. Sehr viel von Ihnen sind bereits insulinpflichtig. Das werden sie, obwohl sie schon Jahre vorher gut mit anderen Arzneimitteln, unter anderem Metformin eingestellt sind. Dennoch sei die Frage erlaubt, warum sich der Zustand verschlechtert, obwohl es Medikamente gibt. Die Antwort könnte sein, dass Metformin zwar hilft den Insulinspiegel zu regulieren, andererseits aber ein Defizit an bestimmten Mikronährstoffen entsteht, was schließlich zu einer Einschränkung der Energieproduktion führt. Wenn die Energieproduktion in den Zellen behindert ist, kommt es zur weiteren Verschlechterung der Krankheit, was sich darin ausdrückt, dass man die Dosis des Metformins solange erhöht, bis der Patient dann insulinpflichtig ist. Nun fragst Du sicherlich, welch Mikronährstoffe ein Diabetiker braucht, damit dieser Prozess gebremst wird.

Das will ich Dir gerne sagen:

Das sind die natürlicherweise im Körper vorkommenden Nahrungsergänzungsmittel: Ubiquinon Q10, Vitamin C, Vitamin B2, B6, B12, Biotin, Folsäure, Vitamin E, Magnesium, Selen und Zink.

Alles Substanzen, die durch die Einnahme von Metformin im Körper reduziert werden und dann nicht mehr für die Energieproduktion und andere Stoffwechselprozesse zur Verfügung stehen.

Speziell für die Energieproduktion wichtig sind Ubiquinon Q 10, also die reduzierte Form von Coenzym Q 10, Vitamin B2, B6, B12, Folsäure, Biotin und Selen.

Das ist also eine ziemlich große Palette an Mikronährstoffen, die man einnehmen sollte, wenn man Metformin einnimmt. Deshalb schau bitte, dass Du ein Kombipräparat hoher Qualität einnimmst, das schon einen Großteil an Präparaten in der richtigen Dosierung enthält. Du kannst diese finden indem Du nach Arznei-Ergänzungsstoffen googelst.

Eine weitere Gruppe an Arzneimitteln, die noch relativ häufig verschrieben werden, sind Antibiotika. Zum Glück ist die Tendenz abnehmend, aber in Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen haben sie nach wie vor eine große Bedeutung. Dabei muss man immer beachten, dass Antibiotika Bakterien tötende Präparate sind. Sie können für spezielle lebende Zellen schädlich sein, weil sie lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge oder die Vermehrung blockieren können. Im Wesentlichen werden Antibiotika für die Bekämpfung von Infektionen verwendet.

Einige Antibiotika kommen auch zur Tumorbehandlung zum Einsatz, weil sie auch für krebsartig veränderte körpereigene menschliche Zellen schädlich sind. Die Palette an Antibiotika ist groß, deshalb will ich auch nicht ins Detail gehen. Allen gemeinsam ist, dass sie Bakterien abtöten, leider nicht nur die schädlichen. Das heißt, auch die guten, ich setze das in Anführungsstriche, Bakterien werden reduziert.

Hinzu kommt, dass die zu bekämpfenden Krankheitserreger schlau sind und ständig neue Abwehrstrategien gegen Antibiotika entwickeln. Dadurch kann es zu Resistenzen kommen. Es gibt nur wenige Antibiotika, die nicht auf den ganzen Körper wirken. Das sind die sogenannten Lokalantibiotika, die bei oberflächlichen Infektionen auf der Haut oder den Schleimhäuten eingesetzt werden.

Ich will hoffen, dass die Zeit des offensiven Umgangs mit Antibiotika vorbei ist, denn in der Vergangenheit wurde in Zusammenhang mit der großzügigen Verordnung von Antibiotika einige Probleme hervorgerufen.

So konnte zum Beispiel festgestellt werden, dass trotz Verordnung von Antibiotika Mittelohrentzündungen bei Kindern nicht weniger, sondern mehr wurden. Studien hierzu gibt es leider nicht. Weiterhin gibt es Beobachtungen, die zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der vermehrten Antibiotikagabe und dem Syndrom der Hyperaktivität bei Kindern geben könnte. Du merkst ich drücke es vorsichtig aus, weil es keine Studien darüber gibt.

Was ist neben der Entwicklung von Resistenzen das wirkliche Problem bei Antibiotika-Verordnungen. Ich deutete schon an, dass Antibiotika nicht zwischen guten und bösen Bakterien unterscheiden können. So kommt es dazu, dass nach mehreren Antibiotika-Therapien die Darmflora gestört ist. Dann ist verschiedenen Pilzen und Hefeformen Tür und Tor geöffnet, das heißt sie siedeln sich im Darm an und vermehren sich. Sie produzieren Gifte und zerstören T-Lymphozyten, die für die körpereigene Immunabwehr benötigt werden.

Durch die Schwächung der Immunabwehr treten weitere Probleme auf. Neben Magen- Darmgeschichten kann es zu gravierenden Hormonstörungen, Allergien, Schuppenflechte oder Multiple Sklerose kommen. Aber auch die Entwicklung von Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Reizdarm und Krebsleiden werden in diesem Zusammenhang diskutiert.

Um diese Prozesse zu verhindern wurden entsprechende Probiotika entwickelt, die bei Antibiotika- Einnahme als Ergänzung eingenommen werden sollten, um die Darmflora zu schützen. Solche Präparate sind zum Beispiel Omni-BiotiC 10, Darmflora Plus, die man immer bei der Einnahme von Antibiotika zusätzlich einnehmen sollte.

Show 073: Wie gefährlich sind Arzneimittelwechselwirkungen

Angesichts der Tatsache, dass es immer mehr Menschen mit chronischen Krankheiten gibt, wächst auch die Anzahl der Menschen, die mehrere Medikamente täglich einnehmen müssen - alles ärztlich verordnet. Hinzu kommen dann noch die Präparate, die man sich selbst verordnet, mal ein Schmerzmittel zusätzlich, etwas gegen den Schnupfen oder gegen das Halsweh, wo man nicht auch noch zum Arzt gehen möchte, weil man dort schon jeden Monat ist. Das ist bei chronisch kranken Menschen die Regel.

Im Schnitt ist jeder 4. Patient von Polypharmazie betroffen, das heißt sie bekommen mehr als 3 ärztlich verordnete Wirkstoffe. Dabei ist es noch viel schlimmer. Ein Viertel aller Patienten, die ins Krankenhaus kommen, haben am Tag der Krankenhausaufnahme mehr als 5 verordnete Wirkstoffe. In der Gruppe der über 65- Jährigen Patienten sind es sogar mehr als 40 %, die mindestens 5 Wirkstoffe erhalten.

Ältere Menschen behalten den Überblick über ihre Verordnungen nur mit Hilfe ihrer Tablettenbox, die sie täglich für morgens, mittags und abends füllen. Unter den vielen Medikamenten, die einsortiert werde, befinden sich häufig Blutdrucksenker, Arzneimittel gegen hohe Cholesterinwerte, Diabetes und etliche andere Beschwerden.

Es ist dabei nicht leicht, die gegenseitigen Wechselwirkungen der Medikamente abzuschätzen. Hinzu kommt, dass auch oft der Hausarzt nicht weiß, was der Facharztkollege verordnet hat. Das ist das eine Problem, aber auch die Wechselwirkungen an sich können bei immer größer werdenden Arzneimittelarten nicht mehr überblickt werden. So kann die Wirksamkeit einzelner Medikamente durch andere verstärkt oder abgeschwächt werden. Weiterhin kann es auch zu unvorhersehbaren und bedrohlichen Effekten kommen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Experten schätzen, dass in Deutschland jedes Jahr bis zu 30.000 Menschen durch Nebenwirkungen sterben, die auf eine Multimedikation zurückzuführen sind, 10 Mal mehr als jährlich durch Unfälle im Straßenverkehr zu Tode kommen.

Vermeidbar wären viele dieser Fälle, wenn alle an der Therapie beteiligten Ärzte einen Überblick über die eingenommenen Medikamente hätten. Nur dann kann man ungünstige Arzneimittelkombinationen frühzeitig entdecken, und entsprechend reagieren. Gegenwärtig ist das jedoch noch eine Wunschvorstellung. Häufig weiß der Hausarzt nicht, was die Fachärzte verordnet haben und umgekehrt gilt das auch. Wenn der Patient nicht selbst den Überblick behält und die Ärzte informiert, sieht es schlecht aus. Doch auch den Patienten selbst, die viele Medikamente einnehmen, fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Hinzu kommt auch der nicht optimale Informationsfluss zwischen Krankenhäusern und ambulant tätigen Ärzten.

So stellt der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Christian Straub, fest: „In Jahrzehnten ist es nicht gelungen, die Versorgung über die Sektorengrenzen hinweg besser zu organisieren.“ Gravierende Informationslücken zwischen dem stationären und ambulanten Bereich gefährden Millionen von Polypharmazie-Patienten. 29 Prozent der 2900 über 65-jährigen befragten Polypharmazie-Patienten des Arzneimittelreports hatten bei der Aufnahme in ein Krankenhaus keinen bundeseinheitlichen Medikationsplan, der eigentlich Informationsverluste zwischen Ärzten verhindern soll. Seit 2016 hat jeder Patient, der mehr als drei Medikamente regelmäßig einnimmt, Anspruch auf einen solchen standardisierten Plan. 17 Prozent hatten überhaupt keine Aufstellung ihrer aktuell eingenommenen Medikamente. „Es ist unverständlich, dass die Aufnahme in ein Krankenhaus als millionenfacher Prozess so fehleranfällig ist“, sagt Straub.

Apotheker bemerken auch oft, dass ständig Medikamente kombiniert werden, die nicht zueinanderpassen. Der Leidtragende der häufigen Kompetenzstreitigkeiten ist letztlich der Patient.

Ein Beispiel dafür ist, dass Patienten Mittel gegen Bluthochdruck einnehmen und gleichzeitig über längere Zeit auch noch Ibuprofen. Warum das gefährlich ist? Weil Ibuprofen die Wirkung von einigen Blutdrucksenkern erheblich verschlechtern kann“, erklärt Christine Gitter.

Wechselwirkungen von Arzneimitteln sind Interaktionen, zu denen es kommt, wenn verschiedene Präparate gleichzeitig eingenommen werden. Die Art der Wechselwirkung ist sehr unterschiedlich. So können Wirkungen abgeschwächt oder verstärkt werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass Arzneimittel auch mit den verzehrten Lebensmitteln in Wechselwirkung treten können. Am häufigsten treten Interaktionen mit Milch oder Alkohol auf.

Wie kommt es zu den Wechselwirkungen im menschlichen Körper. Zuallererst verarbeitet der menschliche Körper die Medikamente. Dabei werden die Wirkstoffe freigesetzt. Es gibt dann verschiedene Wege, über die die Wirkstoffe verstoffwechselt werden und ihre Wirkungen entfalten.

Einige Wirkstoffe werden, bevor sie an die Wirkorte kommen in der Leber verarbeitet. Das ist der sogenannte Metabolismus des ersten Durchlaufs. Durch die vielen Enzyme, die sich in der Leber befinden, werden die Stoffe umgesetzt und dann an die Wirkorte weitergegeben.

Danach setzt der Metabolismus in den Geweben ein. Hier werden die Medikamente weiterverarbeitet, bevor sie ihre Wirkung entfalten können.

Nun kommt es dazu, dass manche Medikamente bewirken, dass in der Leber vermehrt abbauende Enzyme produziert werden. Wenn ein weiteres Medikament dazu kommt, das von den gleichen Enzymen verarbeitet wird, so wird dieses schneller abgebaut und seine Wirksamkeit verringert sich. Ein Beispiel für ein Medikament, das die Wirkung anderer Arzneimittel verringert, ist das Cortisol. Durch Cortisol werden andere Medikamente schneller verarbeitet.

Es gibt jedoch auch den anderen Fall, nämlich, dass der Abbau von Medikamenten gebremst wird. Das heißt, dann werden in der Leber verstärkt abbauende Enzyme wirksam.

Genauso, wie Medikamente zur vermehrten Produktion abbauender Enzyme führen können, können sie diese Produktion auch hemmen. Dann kann es dazu kommen, dass Medikamente nicht mehr ausreichend in der Leber abgebaut werden. Ihre Wirkung wird verstärkt. Das ist eine große Gefahr für Nebenwirkungen oder sogar Vergiftungen.  Weitere Wechselwirkungen können auch auftreten, ohne dass Enzyme in der Leber beeinflusst werden. So können zum Beispiel kalziumhaltige Lebensmittel, wie Milch oder Käse, die Aufnahme von Antibiotika im Darm verhindern, und deren Wirksamkeit damit stark reduzieren.

Beispiele:

In Deuschland gehört ASS zu den, am häufigsten eingenommenen Medikamenten. Acetylsalicaylsäure, wie der komplette Name lautet, ist ein Medikament ohne Verschreibungspflicht. deshalb ist es wichtig folgendes zu wissen.

ASS wird häufig als Blutverdünner eingesetzt, soll also die Blutgerinnung vermindern. Nimmt man dann jedoch ein Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen ein, so wird die gerinnungshemmende Wirkung von ASS aufgehoben. Deshalb empfehle ich Patienten, die längere Zeit ASS einnehmen, zur Schmerzstillung zum Beispiel ein Medikament mit dem Wirkstoff Paracetamol einzunehmen.

Auch das harmlos scheinende Johanniskraut kann Wechselwirkungen eingehen. Es ist ein frei verkäufliches pflanzliches Arzneimittel zur Stimmungsaufhellung. Allerdings kann es die Wirkung der Antibabypille hemmen. Deshalb sollten es Fauen, die mit der Pille verhüten, nicht einnehmen.

Koffeinhaltige Nahrungsmittel, wie Kaffee, grüner Tee und andere koffeinhaltige Getränke sind nicht geeignet bei Einnahme bestimmter Antibiotika, da sie den Abbau von Koffein hemmen. Dann kann es zu Herzrasen oder Schlafstörungen kommen.

Schließlich ist da noch die Grapefruit, eine Super Zitrusfrucht mit vielen positiven Eigenschaften. Jedoch enthält die Grapefruit Flavanoide. Diese können die Wirkung vieler Medikamente verstärken. Deshalb immer im Beipackzettel nachschauen, ob Wechselwirkungen mit Grapefruit bekannt sind.

Kommen wir deshalb zur Frage, wie man Medikamente am besten einnehmen sollte.

Bei Selbstmedikation hast Du auf alle Fälle den Beipackzettel. Lies ihn genau durch. Welche Medikamente oder Nahrungsmittel nicht gemeinsam mit dem gekauften Produkt eingenommen werden sollen, steht dort drin.

Bei verschriebenen Medikamenten ist es wichtig, die benötigten Informationen vom Arzt einzufordern. Dabei ist es deine Pflicht zu informieren, was Du alles einnimmst. Der Arzt kann nicht wissen, was Du dir selbst besorgt hast, und auch nicht immer ist bekannt, was Dir ein anderer Mediziner verordnet hat. Inzwischen gibt es auch Datenbanken, wo der Arzt sieht, was zusammenpasst und was nicht.

Was die Wechselwirkung zwischen Medikamenten und Lebensmittel anbelangt, so ist es sehr wichtig auf die korrekte Einnahme der Medikamente zu achten. Zum Beispiel, wenn ein Medikament „vor dem Essen“ eingenommen werden soll, so sollte zwischen Medikamenteneinnahme und Nahrungsaufnahme eine Zeitspanne von 30 bis 60 Minuten eingehalten werden.  Ebenso nach dem Essen bedeutet, nach 30 bis 60 Minuten nach der Nahrungsaufnahme.

Wenn die Medikamente in Tablettenform vorliegen, sollten sie mit ausreichend Wasser, das heißt einem großen Glas voll, eingenommen werden.

Eine weitere Sache habe ich heute ausgeblendet, das sind die Wechselwirkungen von Medikamenten mit Nahrungsergänzungsmittel. Dieses Thema werde ich in der nächsten Folge näher beleuchten.

Show 072: Demenz vorbeugen, was kann man tun?

Der Anlass für das nochmalige Aufgreifen des Themas liegt darin, dass ich neue Erkenntnisse habe bezüglich der Prävention. Außerdem stehen zwei Tests zur Früherkennung von Alzheimer Demenz direkt vor der Einführung in die neurologische Praxis. Das möchte ich gern mit Dir teilen.

Fangen wir mit den Tests zur Alzheimer Früherkennung an.

Früherkennung ist für viele Menschen wichtig, einschließlich der Ärzte, die in der Therapieverantwortung stehen. Bereits die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein frühzeitiger Start in die Therapie hilft, die Krankheit in ihrem Verlauf zu bremsen. Deshalb sind Tests für die Früherkennung wichtig.

Um die Diagnose Alzheimer Demenz stellen zu können sind gegenwärtig viele Untersuchungen erforderlich. Es reicht nicht nur zu schauen, wie vergesslich jemand ist und wie sich sein Wesen verändert. Neben Alzheimer gibt es weitere Demenzformen. Einerseits sind es sekundäre Demenzen, die im Rahmen von anderen Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Lebererkrankungen, entstehen können. Aber auch bei den neurodegenerativen Erkrankungen gibt es weitere, wie zum Beispiel die Lewy-body Demenz oder die Demenz in Zusammenhang mit der Parkinson-Erkrankung. Immer, wenn andere Erkrankungen mit im Spiel sind, kann die Diagnosestellung einfacher sein. Wie also diagnostiziert man Alzheimer. Zunächst wird die gesamte psychometrische Testbatterie durchgespielt. Das reicht von Gedächtnistests bis zur Einschätzung von Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmalen. Weiterhin wird ein Bildgebungsverfahren, z.B. CT durchgeführt. Dabei erkennt man Veränderungen des Gehirns, z.B. Schrumpfung verschiedener Bereiche, wie des Cortex und besonders der Hippocampusfraktion. Gerade, wenn der Hippocampus, das ist unsere Lernzentrale, betroffen ist, liegt der Verdacht einer Alzheimer-Erkrankung sehr nahe. Auch können sich im CT Ablagerungen zeigen, die sogenannten amyloiden Plaques. Es hat sich jedoch gezeigt, dass deren Auftreten nicht unbedingt für eine Alzheimer Erkrankung spricht.  Dazu gibt es eine Studie von David Snowdon. Daran nahmen 678 Nonnen im Alter zwischen 76 und 106 Jahren teil. Snowden testete die geistigen Fähigkeiten der Nonnen über viele Jahre und untersuchte nach deren Tod die Gehirne auf Anzeichen einer Demenz. Das Ergebnis überraschte. Einige Gehirne von Nonnen, die überaus geistig aktiv waren und über ein ausgezeichnetes Gedächtnis verfügten, wiesen Plaques auf wie bei einer schweren Alzheimer Demenz. Damit war die Lehrmeinung widerlegt, dass Plaques für die Entstehung von Alzheimer verantwortlich sind.

Weiter steht eine Liquor-Untersuchungen an, um den Verdacht zu bestätigen. Hier wird geschaut, ob bestimmte Proteine in veränderter Konzentration vorliegen, Eins dieser Proteine ist das Tau Protein, das spezifisch erhöht ist bei Alzheimer Demenz.

Ja, wenn die Demenz fortgeschritten ist, gibt es eine ganze Reihe von Untersuchungen, die die Diagnose bestätigen, wie wir gerade gesehen haben. Was die Therapien anbelangt, so hat sich gezeigt, dass es kaum Möglichkeiten gibt den Prozess der Gehirnveränderungen aufzuhalten und die Krankheit zu bremsen. Es ist also sehr wichtig, möglichst früh mit der Therapie beginnen zu können. Das kann man jedoch nur, wenn es entsprechende Marker gibt, die frühzeitig zeigen, ob ein Prozess in Richtung Alzheimer Demenz bereits begonnen hat. Und genau das habe ich jetzt erfahren. Es gibt zwei neue Bluttests, die entsprechende pathologische Veränderungen im Gehirn frühzeitig erkennen lassen.1

Veröffentlicht am 12 August 2020 Von Maria Beatriz Harouche Kategorien: Klinische Studien, Prävention, Ursachen

Der erste Test geht von der Amyloid-Plaque-Bildung aus. Dabei konnte festgestellt werde, dass Plasmakonzentrationen verschiedener Eiweißfragmente im Blut mit dem Amyloidstatus, der mit dem bildgebenden Verfahren PET bestimmt wurde, korrelliert. Es hat sich gezeigt, dass in Kombination mit dem Alter der Patienten eine genaue Diagnose der Hirnamyloidose ermöglicht wird. Dieser Test eignet sich wahrscheinlich für die Testung von Personen, die mögliche Amyloidablagerungen im Gehirn haben, die mit noch keinem bildgebenden Verfahren erkannt werden können.

Eine weitere Studie beschreibt die Entwicklung eines hochempfindlichen Tests für die frühe Bestimmung von Tau-Fibrillen. Das entwickelte Verfahren wird Blut-Immunoassay genannt. Sonst wurden die Tau-Fibrillen, speziell das p-tau-181 im Liquor gemessen. Dieser Marker ist hochspezifisch für die Entstehung der Alzheimer Demenz. Die Autoren der Studie zeigten, dass auch der p-tau181-Spiegel im Blut pathologische Veränderungen von Tau- und Amyloid-Protein vorhersagen kann. Damit kann man u.a. die Alzheimer-Krankheit mit hoher Genauigkeit von anderen neurodegenerativen Erkrankungen unterscheiden. Da sie den kognitiven Rückgang und die Atrophie des Hippocampus über einen Zeitraum von einem Jahr voraussagt, eignet sich diese Bestimmung auch als Marker für den Krankheitsverlauf.

Mit diesen zwei Tests kann das Risiko, an Alzheimer Demenz zu erkranken, abgeschätzt werden. Diese Analyse ist zudem kostengünstig und als Schnelltest eignet.

Da für die Prognose der Alzheimer Demenz frühzeitige Lebensstil-Maßnahmen erforderlich sind, bieten diese beiden Tests Sicherheit und Gewissheit darüber, wann und in welchem Ausmaß Maßnahmen zur Behandlung kognitiver Beeinträchtigungen durchgeführt werden sollten.

Als Fazit zu diesen Tests kann gesagt werden, dass sie als Screening-Instrument in der Primärversorgung und zur Diagnose-Sicherung aber auch zur  Überwachung des Krankheitsverlaufs eingesetzt werden können. Nur mit einer genauen und rechtzeitigen Diagnose kann man Ärzte und Patienten motivieren, den Lebensstil zu verändern, um eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten zu verhindern.

Das war jetzt alles doch sehr theoretisch, zeigt aber, dass man in der Therapie der Alzheimer Erkrankung große Hoffnung in die Früherkennung setzt, wobei entsprechende Screening-Tests hilfreich sind, um frühzeitig den Prozess der Alzheimer-Entwicklung beeinflussen zu können.

Es mag für die ärztliche Praxis und die Mehrheit der Menschen sehr wichtig sein, Früherkennungstests zu haben, um möglichst früh Maßnahmen einleiten zu können, die das Fortschreiten der Alzheimer Krankheit bremsen.

Jedoch möchte ich hierzu auch meine ganz private Meinung sagen, die auch Unterstützung von Ärzten und Heilpraktikern findet. Was die Alzheimer Erkrankung anbelangt, gibt es kaum Möglichkeiten einer nachhaltigen Therapie. Auch die Entwickler der Tests beschreiben, dass, wenn es ein positives Ergebnis gibt, Lebensstil-Interventionen ein wichtiger Bestandteil der Therapie sind. Angesichts dieser Tatsache frage ich mich, warum soll ich mit den Veränderungen meines Lebensstils warten, bis ich ein Testergebnis habe? Meinen Lebensstil für mehr Gesundheit und zur Vermeidung von Krankheiten, kann ich doch jederzeit beeinflussen. Wir streben alle danach, ein gesundes Leben bis ins hohe Alter führen zu können. Keiner will pflegebedürftig werden und von anderen Menschen abhängig sein. In der Folge 29 habe ich beschrieben, was dazu gehört. Nämlich als erstes die 7 Risikofaktoren positiv zu beeinflussen, die dazu führen, dass man dement werden kann. Ich erinnere Dich an die Faktoren: Das sind

  • Bluthochdruck
  • Fettleibigkeit im mittleren Alter,
  • Diabetes mellitus,
  • Depression,
  • körperliche Inaktivität,
  • Rauchen und
  • niedrige Schulbildung.

Und wie Du das tun kannst habe ich Dir auch gesagt, nämlich nach Professor Bergemann folgende Tipps zu beherzigen:

  1. Täglich für moderate Bewegung sorgen, kein Hochleistungssport, sondern etwa 10.000 Schritte täglich oder 20 bis 75 min gehen täglich. So wenig wie möglich Zeit im Sitzen verbringen sowie die mitochondrialen Funktion mit Mikronährstoffen stärken
  2. Vollwertige Ernährung mit frischen Lebensmitteln. Hin und wieder Fasten unterstützt die Mitochondrienfunktion und hilft beim Entgiften
  3. Vermeidung von Stress, insbesondere Dauerstress, Phasen der Entspannung in den Alltag integrieren
  4. Lebenslanges Lernen. Wir brauchen lebenslang Anregungen und sollten neugierig bleiben (Konrad Bayreuther, 1976)
  5. Auch die Gesellschaft spielt eine große Rolle, Menschen altern gesünder, wenn das Alter positiv besetzt ist, wie zum Beispiel in Japan
  6. Sozial benachteiligte Gruppen altern schneller, werden eher dement. Bildung ist ein wichtigerer Einflussfaktor als Geld
  7. Gemeinsam mit Freunden aktiv sein

Ich möchte noch kurz auf einen Risikofaktor eingehen, der auch für die Entstehung der Alzheimer Demenz eine entscheidende Rolle spielt. Das ist die Durchblutung im Gehirn. Es leuchtet sicher jedem ein, dass nur eine gute Durchblutung dafür sorgt, dass die Zellen im Gehirn, also auch die Nervenzellen optimal versorgt werden, damit sie Energie produzieren können. Und die Zellen müssen auch von Stoffwechselendprodukten entsorgt werden, damit keine Entzündungen entstehen können, die auch bei Alzheimer eine große Rolle spielen. Das bedeutet, wir müssen dafür sorgen, dass die Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen, den Arteriolen, Kapillaren und Venolen gut funktioniert, denn Versorgung und Entsorgung der Zellen erfolgt fast ausschließlich Kapillargebiet. Das bedeutet, dass die Mikrozirkulation funktionieren muss, wie ich es auch bei der Behandlung von Rückenschmerzen beschrieben hatte.

Show 071: Rückschmerzen, ihre Ursachen und Folgen

Für die Gesellschaft bedeuten Rückenschmerzen ebenfalls eine große Herausforderung. Sie verursachen enorme Kosten für das Gesundheitssystem und für die Unternehmen.

Dazu einige statistische Fakten:

In der Altersgruppe über 65 Jahre leiden fast 70% der Frauen und 45 % der Männer unter Rückenschmerzen. Das ist eine Angabe des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahr 2015. Allein im Jahr 2014 gab es  415.000 Krankenhausaufenthalte nur wegen Rückenschmerzen, 18 % aller Frühberentungen und 15 % aller Arbeitsunfähigkeits-Tage gehen ebenfalls zu Lasten von Rückenschmerzen. 2008 beliefen sich allein die Krankheitskosten für Patienten mit Rückenschmerzen auf knapp neun Milliarden Euro. Hinzu kommt der lange Leidensweg der Patienten. Sehr viele Patienten leiden unter chronischen Rückenschmerzen, das heißt sie leben ständig mit Schmerzen, haben einen hohen Verbrauch an Schmerzmitteln und oft kommen sie nicht mehr in den Arbeitsprozess zurück.

Unter den chronischen Erkrankungen sind Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, zu denen ja Rückenschmerzen zählen, am häufigsten anzutreffen. Allein gemessen an den AU-Tagen hatten diese Patienten im Jahr 2017 mit 22 % den größten Anteil, gefolgt von psychischen Erkrankungen

Soweit zur Statistik. Wichtig ist es in diesem Fall zu klären, warum haben denn so viele Menschen mit Rückenschmerzen zu tun.

Leider muss ich hierbei zum wiederholten Mal auf unseren Lebensstil zu sprechen kommen. Unsere Arbeitswelt hat sich dahingehend verändert, dass die Mehrheit der Tätigkeiten im Sitzen ausgeführt werden. Das sind ganz besonders Büroarbeiten am PC, arbeiten am Fließband, in den Chefetagen sieht es auch nicht viel anders aus. Besprechungen, stundenlange Debatten-alles erfolgt im Sitzen. Und auch die Fahrt zur Arbeitsstelle, ob im ÖPV oder im eigenen PKW, alles im Sitzen. Zugegeben, im ÖPV ist man oft gezwungen zu stehen, das ist auch nicht gerade förderlich für einen gesunden Rücken. Ach ja, die vielen Außendienstler möchte ich auch erwähnen, die Hauptarbeit besteht im Sitzen, im Auto oder beim Kunden.

Damit nicht genug. Außerhalb der Arbeit geht es weiter. Vieles, was zu Hause abläuft, passiert im Sitzen. Und das beginnt schon im Kindesalter. Frühzeitig an sitzende Tätigkeiten gewöhnt, fällt es ihnen später sehr schwer, einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Um Rückenschmerzen vorzubeugen wurde in den letzten Jahrzehnten viel getan. Ergonomisch gut gestaltete Arbeitsplätze und Autositze sind eine wichtige Voraussetzung, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Dazu gehört auch während des Arbeitsprozesses, entspannende gymnastische Übungen in den Alltag einzubauen. Zu Hause sieht es in dieser Hinsicht nicht so gut aus. Dennoch haben wir es hier in der Hand für mehr Entlastung zu sorgen. Hier können wir selbst bestimmen, wie lange wir Zeit im Sitzen verbringen und welche Aktivitäten wir durchführen, um unseren Rücken zu entlasten.

Was ist die sogenannte Sitzkrankheit? Dieser Begriff wurde von Wissenschaftlern geprägt, die damit die negativen Auswirkungen unserer körperlichen Inaktivität auf Herz-Kreislauferkrankungen, auf einen reduzierten Stoffwechsel, Krebs und einen vorzeitigen Tod beschreiben. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet sind Rückenschmerzen noch das geringere Übel, wenn man weiß, dass durch langes Sitzen im schlimmsten Fall ein erhöhtes Sterberisiko besteht.

So bemerkt die Weltgesundheitsorganisation, dass durch Abnahme der körperlichen Aktivität das Sterberisiko um 20 bis 30 % höher ist als bei aktiven Personen.

Die direkten Gefahren für Rückeschmerzen durch eine sitzende Tätigkeit ergeben sich, weil wir beim Sitzen einen Buckel am Schreibtisch machen. Mit der Zeit sind wir dadurch weniger flexibel und unsere stabilisierende Muskulatur bildet sich zurück, weil sich beim langanhaltenden Sitzen in einer, wie wir meinen, komfortablen Sitzposition die Rückenmuskulatur verkürzt und sich verkrampft. Das führt zu Rückenschmerzen. Ein Stuhl eignet sich viel besser, um Verspannungen vorzubeugen. Aber auch, wenn wir auf einen sehr rückenfreundlichen Stuhl sitzen, bauen wir auf Dauer Muskulatur ab und ersetzen diese durch den Ansatz von Fett. Die damit verbundene Gewichtszunahme kann langfristig zu Herz-Kreislaufproblemen, Diabetes und Krebs führen. Den Muskelschwund kann man minimieren, wenn man an einem Stehpult arbeitet oder häufiger aufsteht. Dabei werden auch noch mehr Kalorien verbrannt.

Langanhaltendes Sitzen kann auch dazu führen, dass man sich müde fühlt und sich schlechter konzentrieren kann. Auch dafür ist es wichtig, öfter aufzustehen dafür zu sorgen, frische Luft einzuatmen, damit mehr Sauerstoff ins Gehirn gelangt. Das führt zu größerer Wachheit und verbessert die Leistungsfähigkeit.

Häufiges und langanhaltendes Sitzen führt zu Durchblutungs-störungen, die sich spürbar im Rücken und sichtbar in den Beinen manifestieren. Die Zahl der Menschen, die an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit erkranken, hat sich von 2000 bis 2010 um 25 % erhöht. Das sind weltweit 202 Millionen Menschen. Waren es früher vorwiegend alte Menschen, die sich damit plagten, so hat sich die pVaK inzwischen auf Menschen mittleren Alters ausgebreitet, eine negative Auswirkung unseres sitzenden Lebensstils. Wenn Durchblutungsstörungen vorhanden sind, verdreifacht sich das Herzinfarktrisiko. Auch das Risiko für Schlaganfall und viele chronische Erkrankungen steigt. Warum das so ist, liegt daran, dass Durchblutungsstörungen in den Arterien, gekoppelt mit einer Venenschwäche sich auch auf die Mikrozirkulation, das heißt auf die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen, den Arteriolen, Venolen und im Kapillargebiet auswirken. Ja, es ist sogar andersherum. Wenn die großen Gefäße Durchblutungsstörungen zeigen, dann sieht es in den kleinen Gefäßen noch viel schlimmer aus. Denn die kleinsten Gefäße werden nicht von unserem Herzen versorgt. Sie haben eine eigene Bewegung, unabhängig vom Herzen. Diese Bewegung nennt man Vasomotion. Während wir die Durchblutung durch Bewegung verbessern können, ist das in den kleinen Gefäßen nicht möglich. Wenn Du zum Beispiel Sport treibst, steigt dein Puls, oder die Herzfrequenz vielleicht von 70 auf 120 Schläge pro Minute. Wenn die Bewegung in den kleinen Gefäßen schon gestört ist und wir eine Bewegung von ca. 5 Kontraktionen in 10 Minuten haben, so bleibt diese Bewegung bei sportlicher Betätigung auf diesem Niveau, wird also nicht beeinflusst. Die normale Gefäßbewegung bei Gesunden läuft ca. 3-5 Mal pro Minute, also um den Faktor 10 schneller. Nun fragst Du dich, warum die gestörte Bewegung in den kleinsten Gefäßen so gefährlich ist.

Das will ich gerne beantworten. Unser Körper besteht aus einer Vielzahl von Zellen. In den Zellen laufen sämtliche Stoffwechselvorgänge ab, und was sehr wichtig ist, auch die Energieproduktion. Dafür ist es erforderlich, dass Nährstoffe und Sauerstoff in die Zellen gelangen müssen, um die Energie produzieren zu können. Das geht jedoch nur über die kleinen Mikrogefäße und Kapillare, in denen der Stoffaustausch stattfindet. Alles was wir an Nährstoffen und Sauerstoff, ja auch Medikamenten aufnehmen gelangt nur über das Blutgefäßsystem an den Wirkort Zelle. Dir leuchtet sicher auch ein, dass ein dickeres Gefäß von vielleicht 1 mm Durchmesser die Nährstoffe nicht direkt an die Zellen von ca. 5 Mikrometer abgeben kann. Dazu bedarf es der kleinsten Gefäße. Und wenn in diesen Gefäßen die Bewegung gestört ist, werden die Zellen schlecht versorgt. Folge ist eine behinderte Energieproduktion woraus folgt, dass mit der Zeit die Organe in ihrer Funktion eingeschränkt werden und Krankheiten entstehen. Eine weitere Folge für die gestörte Durchblutung in den Kleinstgefäßen ist, dass damit auch die Entsorgung von Stoffwechselabfallprodukten behindert ist. Das bedeutet, dass ein Teil im Körper verbleibt und Entzündungsprozesse auslöst. Das merken  wir nicht sofort, aber im Laufe der Zeit kumulieren diese Prozesse und es entstehen chronisch entzündliche Erkrankungen.

Bewegungsmangel allein ist nicht der Grund für diese Entwicklung in den Mikrogefäßen ist. Andere Faktoren, wie die Umwelt, die Aufnahme schädlicher Stoffe durch Rauchen, Drogen, Medikamente, eine ungesunde Ernährung tragen ebenfalls dazu bei.

Die Folgen von all dem sind fatal. Die Frage ist, ob man mit Medikamenten, die man gegen Durchblutungsstörungen verschrieben bekommt, die Bewegung in den kleinsten Gefäßen beeinflussen kann. Bisher leider nein. Ich weiß, dass daran geforscht wird. Die Chancen, dass es in absehbarer Zeit Medikamente für eine bessere Durchblutung in der Mikrozirkulation geben wird, sind äußerst gering. Warum ?

Überlege selbst, wenn die Bewegung in den kleinsten Gefäßen gestört ist und dadurch weniger Nährstoffe in die Zellen kommen, ist es natürlich auch nicht möglich, dass die Medikamente dahin gelangen und ihre Wirkung an den Kleinstgefäßen entfalten können. Ein anderer Grund ist, dass die Mikrogefäße keine Rezeptoren haben, an die die Medikamente binden könnten, um sie zur Bewegung zu stimulieren.

Dennoch, es gibt eine Möglichkeit, die Bewegung in den kleinsten Gefäßen zu verbessern. Das ist die Physikalische Gefäßtherapie Bemer.

Grundlage der Physikalischen Gefäßtherapie Bemer ist die Stimulation der Bewegung der kleinsten Gefäße, was man auch Vasomotion nennt, durch eine spezifische Bio-Elektro-Magnetische-Energie-Regulation. Dadurch wird die glatte Muskulatur der Mikrogefäße so angeregt werden, dass eine Gefäßbewegung erfolgt und die Mikrozirkulation verbessert wird. Damit kann der Stoffaustausch über die Kapillare zu den Zellen erfolgen.

Und schließlich wird damit die Versorgung der Zellen und Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessert. Weil Stoffwechselendprodukte und Giftstoffe leichter abgebaut und ausgeschieden werden, steigt die Immunabwehr.

Die Physikalische Gefäßtherapie Bemer wird besonders als Therapiebegleitung von Erkrankungen eingesetzt, wie bei chronisch muskuloskelettalen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen, chronischen Wundheilungsstörungen, akuten und chronischen Schmerzen, chronischer Müdigkeit, PAVK, Leiden mit eingeschränkter Lebensqualität sowohl in der akuten oder chronischen Phase als auch präventiv. Erfolge gibt es ebenso zur Verbesserung des Schlafverhaltens und zur Unterstützung von Regenerations- und Regulationsprozessen. Die Anwendung der Physikalischen Gefäßtherapie kann den Verbrauch von Medikamenten und deren Nebenwirkungen reduzieren.

Als letzten Hinweis, für alle, die viel Sport treiben. Das ist ein gutes Zeichen. Dennoch hängt deine Gesundheit mehr davon ab, wieviel Zeit Du am Tag bewegungslos verbringst. Inzwischen ist körperliche Inaktivität ein unabhängiger Faktor ein Krankheitsrisiko zu erleiden.

Das wichtige Fazit aus allem, was ich heute gesagt hatte, gilt, reduziere die Zeit, die Du im Sitzen verbringst. Das ist nicht immer möglich? Doch es geht, viele Arbeiten, die ich sitzender Weise auf einen Stuhl erledige, kann ich auch an einem Stehpult durchführen. Wenn es doch nicht gehen sollte, beuge vor, zum Beispiel indem Du dich mit der physikalischen Gefäßtherapie anfreundest. Das ist eine sehr effektive Methode, um vor Krankheiten vorzubeugen, beziehungsweise um bereits erlittene Krankheitszustände zu verbessern.

Show 070: Was verraten die Augen über unsere Gesundheit?

Was hat es mit der Augendiagnose auf sich?  Ich hatte mich als Heilpraktikerin damit auseinandergesetzt. Alles, was ich weiß, habe ich bei Frank Richter gelernt, ein Heilpraktiker-Kollege aus Berlin, den ich immer wegen seines enormen Erfahrungsschatzes bewundert habe.

Bei der Augendiagnose muss man zwischen den Möglichkeiten diagnostischer Befunde aus der Iris heraus, also der Iridologie  und den Befunden aus der Sklera und den Augenlidern unterscheiden. Die Sklera ist die Lederhaut, die das Weiße im Auge repräsentiert. An der Lederhaut kann man schon sehr viel erkennen. Ganz besonders die Gefäßsituation und die Durchblutung.

Ich nenne Dir zwei Beispiele: Sehr feine, arterielle Gefäße, die fast gerade auf die Iris zu laufen, sind ein Hinweis auf eine Allergietendenz.

Wenn man sich die Augen von Kindern betrachtet, dann ist in den meisten Fällen die Lederhaut weiß und kaum von Gefäßen durchzogen. Augen älterer Menschen zeigen dagegen häufig verschiedenste Blutgefäße in den Augen, ein Zeichen, dass die Durchblutung nicht mehr optimal ist. Diese Gefäße können geradewegs auf die Iris zulaufen, sie können geschlängelt, mäanderförmig sein. Sie bilden mitunter netzartige Strukturen aus. Die Gefäße können sehr fein oder auch millimeterdick sein. Fakt ist, das ist ein Abbild unseres Gefäßsystems und teilweise auch unserer Befindlichkeiten. Je stärker die Gefäße geschlängelt sind, desto stärker ist eine Stresssituation im Körper vorhanden. Das ist ein Hinweis darauf, dass das Blutgefäßsystem Probleme hat, die näher untersucht werden sollten. Neben der Gefäßanordnung im Auge beobachtet man auch Ablagerungen in der Bindehaut (Im Augenweiß). Das können Fettablagerungen, sogenannte Lipidhügel sein, die auch leicht schmutzig gelblich gefärbt sind. Das ist ein Hinweis auf einen gestörten Fettstoffwechsel.

Kommen wir jetzt zur eigentlichen Irisdiagnostik und zu dem, was die Augen über unsere Gesundheit verraten. Dem geübten Therapeuten verrät die Iris sehr viel über einen Menschen. Da ist zum Beispiel die Konstitution und da sind Schwachstellen, die Auskunft über Anfälligkeiten für bestimmte Erkrankungen geben. Dies wird allgemein als Disposition bezeichnet.

Die Irisdiagnostik wird in vielen Heilpraxen sehr intensiv betrieben. Einige wenige Ärzte wenden diese Methode auch an, um einen schnellen Überblick über den Zustand eines Patienten zu gewinnen. Schon die alten Ägypter und auch die Chaldäer aus Babylonien diagnostizierten anhand der Augen. Philippus Meyens beschrieb im 17. Jahrhundert in seinem Buch: „Physiognomia medica“ erstmalig eine Zuordnung von Körperorganen in der Iris. Der ungarische Arzt Ignaz von Peczely, der von 1826 bis 1911 lebte, gilt als der Neubegründer der Irisdiagnostik. Von ihm stammt die erste topografische Karte mit Zuordnungen der Organe in der Iris. Dies bildete die Grundlage für Weiterentwicklungen durch Josef Angerer, Josef Deck oder Joachim Broy. Einer der ersten Anwender der Irisdiagnostik in Deutschland war der Pastor Emmanuel Felke. Erwähnen möchte ich auch Prof. Dr. Dr. Horst Ferdinand Hergert, der sehr viel für die Weiterentwicklung der Iridologie tat.

Was ist nun aber für den Laien wichtig und interessant über die Iridologie zu wissen. Zunächst einmal etwas über die Struktur der Iris, die auch als Regenbogenhaut bekannt ist. Durch die darüber liegende Hornhaut ist die Iris gut sichtbar und der Therapeut kann sie somit sehr gut betrachten. Das geschieht mit einer Lupe, oder um auch Fotos machen zu können mit einem speziellen Mikroskop. Auch als Laie sieht man beim Betrachten der Iris bereits sehr viel. Es ist nicht nur die Farbe der Iris, es ist gerade die Struktur, bestimmte Farbgebungen und Linien, die man auch mit bloßem Auge erkennt. Mit einer Lupe sieht man auch feine helle Linien, abgegrenzte Bereiche und vieles mehr. Das zu deuten, sollte man jedoch einem erfahrenen Therapeuten überlassen. Ja sicher, das meiste, was wir über die Iridologie wissen, basiert auf jahrhundertelangen Erfahrungen und wird sehr oft als unwissenschaftlich abgetan. Ist es das wirklich?

Fakt ist, dass von allen Teilen des Körpers Nervenverbindungen zur Iris bestehen. Das hat Dr. W. Lang aus Heidelberg 1954 bewiesen. Damit sind die Irissektoren, beziehungsweise die Organfelder periphere Repräsentanten dieses Systems. Da die Sektoren Erfolgsareale zentral gelegener Zellkomplexe darstellen, muss die gesamte Iriseinteilung als Modell im ZNS enthalten sein. Zu diesem Schluss kam Dr. Lang bei seinen Forschungen. Und er zeigte in seinen Arbeiten auch, dass die Iriszeichen ihrer Entstehung nach Sympathikuszeichen sind. Das nur zu dem Thema, wie die Aussagen eines Iridologen zu bewerten sind.

Das mag nur ein Beispiel sein. Einen wesentlichen Satz vor Herrn Richter habe ich mir gemerkt: Alles, was ich im Auge sehe, ist im Körper vorhanden. Der Umkehrschluss gilt jedoch nicht. Damit ist aber auch gesagt, dass nicht alles erkannt werden kann. Dennoch gibt die Augendiagnose Hinweise auf Krankheitstendenzen, auf Schwächen im Körper, auf das Bindegewebe und den psychischen Zustand eines Menschen. Alle ermittelten Fakten, besonders, wenn es sich um Krankheitstendenzen handelt, sollten überprüft werden. So mancher Patient kann mit entsprechenden Hinweisen schon vor Auftreten entsprechender Symptome einen Arzt zur genauen Abklärung konsultieren.

Einige Worte über die Topografie der Iris.

Ich sagte schon, dass die Organe in der Iris widergespiegelt werden, ähnlich wie das bei der Reflexzonentherapie und der Ohr-Akupunktur auch der Fall ist. Es ist auch toll eingerichtet, die  Organe der rechten Seite zeigen sich im rechten Auge und die der linken Seite entsprechend im linken  Auge. Die inneren Organe, wie Magen und Darm sind topografisch in Nähe der Pupille zu finden, während außen oder peripher gelegene Organe wie die Haut, die Stirn oder die Stirnhöhlen am Rand der Iris angeordnet sind.

Die Betrachtung der Topografie der Iris mit ihrer typischen individuellen Zeichengebung lässt direkte oder indirekte Rückschlüsse auf einige Systeme des Menschen zu.

Das sind die Konstitution, das Bindegewebe, das Nervensystem, die Funktionsweise verschiedener Organe, die Stoffwechselsituation, Regelmechanismen des Körpers, das Immunsystem und die bereits erwähnte Durchblutung. Ich werde hier nicht ins Detail gehen, weil man dafür doch ein fundiertes medizinisches Wissen braucht und auch die Augendiagnose erlernt man nicht an einem Tag. Hinzu kommt, dass eine Selbstanalyse von ungeübten Personen, einfach nicht möglich ist. Neben der Konstitution, die uns durch die Geburt mitgegeben wurde, beschreibt der Iridologe die Disposition, also Hinweise auf die physische und psychische Verfassung eines Menschen, und er bestimmt die Diathesen. Diathesen beschreiben die Anfälligkeit (Prädisposition) bzw. Neigung eines Organismus für bestimmte Erkrankungen oder Krankheitszustände.

Damit zählt die Iridologie zu den Methoden der sogenannten Präventionsdiagnostik. Das bedeutet, man versucht zu erkennen, wie ein Mensch angelegt ist, wie er sich bisher verhalten hat und wie er sich weiterentwickeln wird.

Der Iridologe stellt sich während seines diagnostischen Vorgehens folgende Fragen:

Zum ersten

  1. Wie ist der Mensch strukturiert?

Das bedeutet die Ermittlung der genetischen Grundstruktur, also der Konstitution und den ererbten Anlagen. Dabei wird die Struktur des Bindegewebes ermittelt und Hinweisen auf Zellsysteme nachgegangen

Die zweite Frage ist,

  1. Wie ist der Mensch zentriert

Dabei bewertet der Therapeut die sogenannte Iriskrause, also, das was direkt um die Pupille herum angelagert ist, schaut sich den Gehirnsektor und das Nervensystem an.

Und die dritte Frage, der der Iridologe nachgeht ist

  1. Wie sauer ist ein Mensch

Der Säure-Basen-Haushalt ist von großer Bedeutung für die Gesundheit. Das kann in der Iris leicht erkannt werden. Einmal durch bestimmte Ablagerungen in der Iris oder durch besondere helle wölkchenartige Gebilde, die nur der Iridologe sieht. Und das auch nur in blauen Augen. Es können sofort Maßnahmen eingeleitet werden, den Säure-Basen-Haushalt  zu verbessern. Das ist ein großer Vorteil.

Und die letzte Frage des Iridologen beschäftigt sich damit,

  1. Wie vorgeschädigt der Mensch ist.

Entsprechende Hinweise auf Gendefekte und Vorschädigungen können gut erkannt werden. Pigmente in der Iris geben darüber hinaus Hinweise auf Enzymprobleme oder auf länger andauernde Prozesse.

Die Iris ähnelt in ihrer Struktur also einer Landkarte, auf der verschiedene Organzonen abgebildet sind. Die Iriszeichen geben Auskunft über mögliche Belastungen der Organe und über genetische Dispositionen, über die Veranlagung zu bestimmten Krankheiten sowie die Neigung des Patienten zu gewissen krankhaften Reaktionen oder Symptomen. Diese Zeichen sollten jedoch von einem verantwortungsvollen Arzt oder Heilpraktiker lediglich als Hinweiszeichen bewertet werden und im Anschluss eine schulmedizinische Absicherung erfahren.

Einige Iriszeichen möchte ich Dir noch benennen. Dazu gehören zum Beispiel Lakunen. Dabei handelt es sich um Schwächezeichen, die auf eine sich entwickelnde oder bereits aufgetretene Erkrankung hinweisen können. Weiterhin gibt es Krypten. Das sind Defektzeichen, das können Waben als Lücken sein, die auf Organschwächen oder schwere Erkrankungen hinweisen. Helle Strahlen in der Iris sind reflektorische Zeichen, die eher auf akute oder wiederkehrende Reizzustände schließen lassen.

Zu den bereits erwähnten Konstitutionen zählt zum Beispiel die lymphatische Konstitution. Das sind meist Menschen mit überwiegend blauen Augen. Diese Konstitution deutet auf eine Neigung zu Infekten mit Fieber und Lymphknotenschwellungen. Eine weitere Konstitution ist die hämatogene Konstitution, diese Menschen haben vorwiegend braune Augen mit einer Veranlagung zu Herz-Kreislauferkrankungen.

Die Irisdiagnose hat präventiv sehr viele Möglichkeiten aber auch Grenzen, die ich teilweise schon angedeutet habe.

Sie ist als alleiniges Diagnoseverfahren nicht geeignet. Die Irisdiagnose ist ein zusätzliches Verfahren, das eine schulmedizinische und naturheilkundliche Diagnostik sinnvoll ergänzen kann, weil sie  Hinweise auf eine bestimmte Krankheitsveranlagung und auf die körperliche und geistige Widerstandskraft eines Menschen geben kann. Der Vorteil der Irodologie besteht für den Patienten darin, dass er seine Schwachstellen kennen lernen kann, um Erkrankungen vorzubeugen und Erkrankungstendenzen frühzeitig beeinflussen kann.

Der Therapeut kann auf Basis der Irisdiagnose für den Patienten ein Konzept erarbeiten, das sowohl auf die individuellen Schwächen und Stärken abgestimmt ist und die Bereitschaft zur Heilung berücksichtigt. Iridologen behandeln meistens mit der klassischen Homöopathie oder der Komplexhomöopathie und sie setzen sehr gerne Schüßler-Salze ein. Mit der Augendiagnose hat der Therapeut die Möglichkeit die eigentliche, tiefere Ursache für die möglicherweise unterschiedlichen Beschwerden des Patienten zu finden und das gesamte Krankheitsgeschehen neu zu beurteilen. Ein Beispiel möchte ich Dir gern zum Schluss geben. Es gibt sehr viele Allergiker, die Ursachen dafür sind vielfältig. Sie können unter anderem auf eine schlechte Ausscheidungsmöglichkeit durch die Haut hinweisen. Oder es stecken Darmprobleme dahinter oder aber der Säure-Basen-Haushalt ist verschoben. Die Begutachtung des Zustandes der Iris zeigt dem Therapeuten die Ursache und er kann entsprechend behandeln.

Damit möchte ich meinen kleinen Exkurs in die Augendiagnose beenden. Ich konnte leider nur einen kleinen Einblick geben, weil die vielen Erfahrungswerte und Therapieprinzipien in erster Linie für den Therapeuten wichtig sind. Wenn Du für Dich mitnimmst, dass man mithilfe der Augendiagnose wichtige Hinweise für Krankheitstendenzen erhält und frühzeitig therapeutisch darauf einwirken kann, habe ich mein Ziel erreicht. In meinen Shownotizen findest Du Literaturangaben, falls Du mehr wissen möchtest und auch eine Übersicht von Therapeuten, die die Augendiagnose gut beherrschen.

Vielen Dank für Dein Interesse an diesem Thema. Ich wünsche dir eine gute Zeit und freue mich auf die nächste Woche. Bis dahin bleib gesund, schalte an und atme richtig durch, deine E.H:

 

 

Show 069: Was tun bei Hitze

10 Tipps, wie Du fit und entspannt die Hitze verträgst

Tipp 1

Bei der Hitze schwitzt man mehr als an anderen Tagen. Deshalb ist es wichtig, den Flüssigkeitshaushalt wieder zu normalisieren. Das bedeutet, mehr Wasser zu trinken als üblich. Im Schnitt gilt 30 ml pro kg Körpergewicht, bedeutet bei 70 kg 2,1 Liter. Gib 30 bis 40 % dazu. Dann sind es um die 3 l. Wenn du jedoch sehr schwitzt dann entsprechend mehr. Verzehre stilles Wasser, das bekommt uns besser. Es sollte nicht zu kalt sein, damit wir nicht gleich wieder schwitzen. Denk auch daran, dass man beim Schwitzen Mineralstoffe verliert, insbesondere Kalium und Magnesium. Ausgleichen kannst Du die Verluste durch das Trinken von Saftschorlen, Tees oder Suppen.

Gut ist es wie immer auf zuckerhaltige Getränke weitestgehend zu verzichten.

Tipp 2

Meide Alkohol und Kaffee

Alkohol entzieht dem Körper Wasser, arbeitet also mit der Sonne zusammen. Kaffee wirkt in die gleiche Richtung. Gerade ungeübte Kaffeetrinker müssen ihren Körper damit nicht unnötig strapazieren. Eiskaffee kann es durchausmal sein, um dem Körper Kühlung von innen zu verschaffen. Aber bitte nicht zu oft, wegen des hohen Zuckergehalts.

Tipp 3

Ernähre Dich der Hitze angemessen mit leichter Kost. Mehrere kleine, leichte Mahlzeiten gut über den Tag verteilt, sind besser als ein üppiges Mahl. Bevorzuge dabei Salate, Gemüsepfannen, zwischendurch etwas erfrischendes Obst, besonders Früchte mit hohem Wassergehalt. Tomaten, Gurken, Pfirsiche, Erdbeeren und Melone sind hervorragend geeignet.

Tipp 4

Halte dich an kühlen Orten auf und nutze die frühen Morgenstunden, um wichtige Arbeiten zu erledigen. Besonders mittags ist der Aufenthalt in kühlen Räumen wichtig. Freizeit und sportliche Aktivitäten besser am Morgen oder späteren Abend durchführen. Zwischendurch kann man sich auch mit einer kalten Dusche abkühlen. Ja richtig, im Büro geht das schlecht. Für diesen Fall kann man sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen oder man legt feucht kühle Kompressen auf Stirn oder Nacken.

Tipp 5

Nicht jeder kann sich bei der Hitze in kühlen Räumen aufhalten. Dann such Dir so oft es geht ein schattiges Plätzchen. Wichtig ist, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Vergiß auch nicht den Sonnenschutz. Leichte, helle Kleidung sollten selbstverständlich sein. Weiter hin ist es wichtig die aUGEN zu schützen; NATÜRLICH MIT EINER Sonnenbrille oder einem Hut mit Krempe, der auch noch die Schulterpartie schützt.

Tipp 6

Sorge dafür, dass deine Wohnung kühl bleibt. Was das betrifft, bin ich Experte. Früh ordentlich Lüften. So wie sich die Sonne zeigt, schleiße ich alle Fenster, verdunkle die Räume. Manch einer mag sagen, man muss doch auch danach lüften. Kann man machen, wenn die Zimmer nach Norden gelegen sind. Ich lüfte erst wieder, wenn die Außentemperarur niedriger als die Innentemperatur ist. Denk auch daran, dass sämtliche Geräte, die Strom verbrauchen auszuschalten sind, auch die Standby Funktion deaktivieren. All dies trägt dazu bei, die Wohnung aufzuheizen. Ich verwende nur ein Gerät – das ist mein Ventilator. Mit einem nassen Lappen versehen, kühlt er auch ein wenig.

Tipp 7:

Vermeide Bewegung. Ich deutete es an. Bewegung bei starker 0,5 l Wasser trinken belastet den Kreislauf. Deshalb muss die sportliche Trainingsstunde nicht gerade über Mittag stattfinden. Das soltest  Du unbedingt in die kühlere Tageszeit verlegen. Für den, der an der Luft arbeitet gilt: Je Stunde 0,5 l Wasser trinken

Tipp 8

Halte dich fit

An heißen Tagen gilt genau wie sonst auch, dass man sich fit halten sollte. Denn nur wer körperlich fit  ist,  ist belastbarer und hält die Hitze besser aus. In diesem Zusammenhang und gerade bei sportlichen Aktivitäten ist es enorm wichtig, ausreichend zu trinken und auf die Ernährung zu achten.

Tipp 9

Achte auch auf deine Mitmenschen

Diese Empfehlung betrifft den Umgang mit Kleinkindern und Säuglingen sowie mit älteren und kranken Menschen in deinem persönlichen Umfeld. . Wir haben für sie eine besondere Verantwortung. Oft können sich diese gefährdeten Personengruppen nicht selbst helfen. Deshalb bei Säuglingen und Kleinkindern darauf achten, sie nie dem direkten Sonnenlicht auszusetzen. Alte Menschen vergessen häufig zu trinken, weil sie kein Durstgefühl mehr haben. Anzeichen dafür ist oft eine leichte Verwirrtheit. Bitte auch darauf achten, ich weiß, das ist bekannt aber es passiert immer wieder, lasst eure kleinen Kinder oder auch ältere geschwächte Menschen nie in eurem geparkten Auto sitzen. Bei großer Hitze kann dies Lebensgefahr bedeuten. Übrigens gilt dies auch für Eure vierbeinigen Freunde.

Tipp 10

Genieß den Sommer trotzdem oder gerade weil er da ist. Fahr so oft als möglich an einen nahegelegenen See, kühl Dich ab und schwimme, was viel angenehmer ist als Laufen. Die Tage sind noch lang genug, um die Abende zu genießen. Gerade zu dieser Zeit, wo Auslandsreisen nicht die beste Idee sind, sollten wir das zu Hause sein und die Wärme annehmen und das Beste daraus machen.

Durch die Hitze sind wir stärker als sonst freien Radikalen ausgesetzt. Damit dein Körper damit fertig wird, nimm ausreichend Vitamin C ein. Denke immer daran, die Früchte haben nicht mehr den hohen Vitamin C – Gehalt wie vor 20 Jahren. Deshalb macht die Substitution Sinn. Das stärkt dabei auch noch dein Immunsystem. Das ist gegenwärtig besonders wichtig, speziell  wenn ich an die Kronenpandemie denke.

Mikrozirkulation-Vortrag Dr. Burger
Show 68: Naturmedizin aus der Sicht einer Neuralthrapeutin
Show 67: Mein zweites Leben-Interview mit Edith Salcher

Biografisches

Edith Salcher ist 52 Jahre jung, ist auf sehr kuriose Weise auf die Welt gekommen, in einem Auto. Und so entwickelte sich auch ihr Leben. Reisend ging es in den Beruf als selbständige Designerin und Bekleidungstechnikerin. In diesem Beruf hat sie sich kreativ „ausgetobt“. „Eigentlich ist es nicht wichtig, dass ich im Auto zur Welt kam, rückblickend allerdings, ist dieser Umstand doch bezeichnend für mein weiteres Leben;)  zeitweise war mein Lieblingsspruch - LEBEN HEISST UNTERWEGS SEIN“ sagt Edith über sich selbst.

Einschneidend war dann das Jahr 2009, als ein beachtlicher Hirntumor ihr Leben veränderte. Es folgten 5 Jahre Arbeitsunfähigkeit, bis dann 2018 ein weiteres einschneidendes Ereignis stattfand.

Zu wenig beachtet wurde, dass diese schlimme Krankheit dazu führte, dass das Blut dick wird. Diese Erkenntnis hatte Edith von einem Therapeuten, der sie mit Ayurveda behandelte. Sie suchte nach neuen Alternativen, weil die Behandlung zu teuer wurde.

Auf ihrer Suche stellte sie fest, dass man basisches Wasser trinken sollte. Bei Edith führte das dazu, dass sie schnell mehr Energie erlangte und leistungsfähiger wurde. Das macht viel Sinn, weil die Lebensmittel größtenteils sauer reagieren. Das Wasser, mit dem Edith sich therapierte war nicht nur basisch, sondern es war auch ionisiert, das heißt es enthält freie Elektronen. Dadurch wird das Wasser zu einem Elektronendonator. Das heißt, damit hat es antioxidative Eigenschaften.

Dieses Wasser BEDEUTET LEBEN

Deshalb ist es besonders von Nutzen für Menschen, die verschiedene gesundheitliche Beschwerden haben, und nach Alternativen suchen. Auch Menschen, die gerne hochwertiges Wasser trinken und eine gute Lebensqualität schätzen, ist dieses Wasser sehr wertvoll.

Edith hat in ihrer neuen Tätigkeit mit dem Wasser eine neue Leidenschaft gefunden. Sie fühlt sich sehr beschenkt, dass sie so viele interessante Menschen kennlernen darf, und so viele begeisternde  Geschichten erfährt.

Für Edith hat sich dadurch die persönliche Lebensqualität in vielen Bereichen sehr positiv verändert. Diese Bereiche betreffen ihre Energie, ihren inneren Frieden. Sie fühlt sich ganzer und größer. Dazu gehört auch der Umweltfaktor, der ihr sehr wichtig ist, aber auch Naturschutz und Tierschutz. Diese neue Tätigkeit gibt dem Leben einen neuen Sinn und bringt viel Freude. Edith kann ihre Stärken und Leidenschaften ausleben, was sich einfach gut anfühlt.

Ediths Leidenschaft – ionsiertes Wasser

Die im Wasser vorhandenen Elektronen sind eine Wohltat für unseren Körper. Man muss es einfach mit der Natur vergleichen. Wir Menschen fühlen uns in grünen Wäldern oder an der See sehr wohl, dort können wir Kraft tanken. Und frische Nahrungsmittel aus dem Garten bringen uns ebenfalls dieses gute Gefühl. Das liegt daran, dass wir es auch hier mit einem hohen Gehalt an freien Elektronen zu tun haben. Dieses Wasser, dass dazu auch noch basisch ist, entlastet den Körper und bringt mehr Energie.

Die positive Wirkung erklärt sich daraus, dass

  1. die vorhandenen Gifte (Schwermetalle, Uran, Pestizide, Hormone und

Medikamentenrückstände aus dem Wasser gefiltert und dadurch den Körper entlasten.

  1. Durch die kleine Molekülkette kommt das Wasser leichter in die Zelle und erfüllt einerseits den Zweck als Transportmittel und bringt Vitalstoffe verstärkt zur Zelle die Schlacken verstärkt aus der Zelle. ​
  2. Das basische Milieu entlastet unser Puffersystem
  3. Die Elektronen bauen massiv Radikale ab.

1 Glas Wasser baut ca. 1.Billiarde Radikale ab

1 Glas Wasser ist so stark in seiner antioxidativen Wirkung wie eine gesamte Packung OPC . Es ist das stärkste Antioxidans unserer Zeit.

Zur Erklärung, es ist nicht die Zelle, die altert, sondern die Zellflüssigkeit, die degeneriert, das sagte bereits Dr. Alexis Carell.

Die Entgiftung des Gewebes und das Zuführen von sauberem Wasser ist die Basis jeglicher Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Unterschiede zu Leitungswasser bestehen in der

  • Reinheit
  • Ionisierung
  • Basisch
  • Gehalt an Elektronen

Erfahrungen von Menschen, die dieses Wasser trinken zeigen, dass sich das Blut mit Sauerstoff anreichert, der Blutdruck normalisiert sich, der Blutzucker bessert sich.

Die Menschen sind entspannter. Gute Erfahrungen gibt es auch in Bezug auf Allergien. Blutverdünnende Medikamente konnten reduziert werden. Einige Menschen berichten, dass die Haare und Nägel schneller wachsen, die Haut weicher wurde und dass sie kaum noch Hornhaut haben. Edith selbst ist dadurch größer geworden.

Aber auch für all jene, das Wasserschleppen und Müll produzieren im eigenen Körper beenden möchten, die die Umwelt damit schonen möchten, für mehr Lebensqualität.

Eine weitere Gruppe, für die das Wasser interessant ist, sind Unternehmer, die Krankenstände abbauen und die Immunität ihrer Mitarbeiter stärken wollen, ist dieses Wasser wichtig. Das ionisierte Wasser bringt mehr Energie, die Menschen sind weniger müde, innerlich ruhiger und friedlicher, entgiften täglich ihren Körper.

Tipps für ein gesundes Leben von Edith Salcher

  • Eine positive Einstellung hilft unglaublich
  • weil wir zu über 70% aus Wasser bestehen, sollten wir es in ausreichender Menge und Qualität trinken, täglich 2-3 Liter Wasser, dazu eine gesunde und vitalstoffreiche Ernährung sowie ausreichend Bewegung ​

Kurze Fragen-schnelle Antworten

- Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen jetzigen Weg

dass sich meine Gesundheit durch das Wasser so stark verbessert hatte

- Mit wem würdest Du gern mal ein Kamingespräch führen und über welches Thema würdest Du

mit dieser Person sprechen

mit Hr. Dipl Ing. Rasmus Gaupp - Dr. Masaru Emoto  über Wasser Erfahrungen

- Vervollständige den Satz: Gesundheit bedeutet für mich.......

das Leben viel facettenreicher genießen zu können - gestalten - Freude

- Vervollständige den Satz: Erfolg bedeutet für mich.........

wenn sich das Leben leicht anfühlt - im Fluss sein

- Welches Buch liest Du aktuell/hast Du als letztes gelesen, worum geht es und kannst Du es

empfehlen?

„Der Weg zurück in die Jugend“ von Sang Whang

- Was ist Dein größter bisher unerfüllter Lebenswunsch? 

mit einem großen lustigen Wohnmobil durch die Lande ziehen

Kontaktdaten

https://www.facebook.com/edithsalcher2020/

https://edithionisiert.sanuslife.com/deu/products/ecaia-ionizer

Edith stellt das Buch gern als E-Book zur Verfügung.

Show 66: Wie vermeide ich, dass toxische Metalle meine Darmfunktion beeinträchtigen

Woher kommen die schädlichen Schwermetalle. Teilweise kommen sie aus der Luft, z.B. durch Einatmen von Zigarettenrauch, oder aus Nahrungsmitteln, die mit Schwermetallen belastet sind, z.B. Fisch oder Pilze. Im Darm kommt es durch die aufgenommenen toxischen Metalle mit den Mineralstoffen zu Wechselwirkungen. Das heißt, die Resorption von Kalzium wird durch Blei aus Trinkwasserleitungen gehemmt. Durch Nickel und Cadmium-Belastung im Darm wird die Zink- und Magnesiumresorption gehemmt. Und schließlich wird durch Quecksilber, das wir mit Seefisch aufnehmen oder aus Amalgamfüllungen stammt, die Resorption von Selen gestört. Andere Belastungen können durch verunreinigte Ayurvedamedikamente oder Algenpräparate entstehen. Weiterhin muss man berücksichtigen, dass auch Überdosierungen mancher Mineralstoffe die intestinale Zufuhr andere Mineralstoffe hemmen kann. So zum Beispiel führt die Überdosierung des sonst harmlosen Zinks zur Hemmung der intestinalen Zufuhr von Selen und Kupfer. Auf diese Art kann eine Überdosierung von Zink zu einer Histaminintoleranz führen, weil Kupfer Zentralatom des Histaminabbauenzyms Diaminooxidase, auch DAO genannt, ist.
Weitere Probleme entstehen, wenn die Darmschleimhaut geschädigt ist, oder gar schon ein Leaky gut vorliegt. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Aufnahme von toxischen Stoffen, womit ebenfalls die Resorption wichtiger Mikronährstoffe und Vitamine behindert wird. Chronische Darmentzündungen sind verantwortlich für eine verminderte Resorption von Magnesium, Selen, und Zink. Charakteristisch ist bei chronischen Darmentzündungen unter anderem Kalziummangel. Dieser ist häufig auf die Meidung von Milchprodukten zurückzuführen, was durch einen sekundären Laktasemangel begründet sein könnte.
Es gibt noch eine andere Seite: Die Ursache von Darmentzündungen oder Leaky gut liegt weiterhin darin begründet, dass wir ein Defizit an Mineralstoffen haben. Also, es bedingt sich wechselseitig. Darmentzündungen führen zu Mineralstoffdefiziten, die dann wiederum die Entzündung verstärken. So steigert zum Beispiel Zinkmangel die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Die Supplementierung von Zink kann deshalb bei Patienten mit Leaky hilfreich sein. Wichtig ist es auch, auf eine ausreichende Selenversorgung zu achten. Damit werden Darmgewebszellen vor oxidativem Stress geschützt und eine weitere Gewebsschädigung vermieden. Schließlich fördert Kalzium die Ausdifferenzierung von Darmepithelzellen und ist damit auch daran beteiligt, eine intakte Darmschleimhaut zu bilden.
Toxische Metalle sind nicht nur schädlich, weil sie lokale Immunreaktionen hervorrufen, sondern auch noch dosisabhängig toxische Wirkungen hervorrufen. Für die Gesundheit wichtig sind dabei die schädigenden Wirkungen von oxidativem Stress, der durch die toxischen Metalle ausgelöst wird, oder die Belastung von Nahrungsmitteln mit giftigen Metallen. Diese leiten chemische Reaktionen ein, welche die Entstehung freier Sauerstoffradikale fördern. Diese wiederum können sowohl zelluläre Moleküle als auch Strukturen der Darmschleimhaut zerstören. Unter anderem wird durch diese Prozesse verhindert, dass vor allem die wichtigen B-Vitamine über die geschädigte Darmschleimhaut nur noch vermindert aufgenommen werden. B-Vitamine sind jedoch an vielen antioxidativen Stoffwechselprozessen beteiligt. Darüber hinaus bewirken toxische Metalle, dass die antioxidativen Schutzmechanismen gehemmt werden und auch DNA-Reparaturmechanismen können inaktiviert werden. Das alles führt dazu, dass vermehrt freie Radikale entstehen, in deren Folge die Barrierefunktion des Darmepithels geschwächt wird. Damit können immunogene und toxische Fremdstoffe vermehrt in die Blutbahn gelangen. Dadurch werden auch andere Organe den toxischen Stoffen ausgesetzt.

Show 65: Zu viele Gase im Bauch?

Vielleicht kennst Du das auch, nach einem üppigen oder auch ungewohnten Essen, fühlst Du dich, als hättest Du einen Luftballon im Bauch. Diese Ansammlung von übermäßig vielen Gasen im Magen-Darm-Trakt bezeichnet man als Meteorismus oder auch als Blähungen. Zugegeben, das ist ein Thema, über das man nicht gerne spricht. Blähungen sind für viele Menschen eine große Belastung und dennoch oft ein Tabu-Thema. Meistens sind Blähungen harmlos, es gibt jedoch auch Krankheiten, die mit Blähungen einhergehen und deshalb sollte man schon darüber sprechen.

Die Beschwerden, wie das Gefühl, aufgebläht zu sein, Rumoren im Darm verbunden mit starken Bauchschmerzen, entstehen durch die Ansammlung von Gasen im Darm verbunden mit der Ansammlung vom flüssigem und festen Darminhalt. Begünstigt wird die Ansammlung der Gase im Verdauungstrakt durch hastiges Essen. Wenn wir in einem normalen Tempo Nahrung aufnehmen, gelangen mit jedem Bissen zwei bis 3 Milliliter Luft in den Magen. Hastiges Essen bewirkt einen enormen Anstieg der aufgenommen Luftmenge.

Zu Blähungen kommt außerdem, wenn sich während der Verdauung zu viele Gase im Darm bilden. Wird ihr Abfluss verhindert, können schon recht kleine Gasmengen unangenehm oder schmerzhaft sein. Neben falschen Ernährungsgewohnheiten zählen zu den möglichen Ursachen auch eine Verengung im Darm oder ein ungewöhnlich gewundener und langer Dickdarm.

Die während des Verdauungsvorgangs entstehenden Gase entweichen im Normalfall über die Darmwand oder werden abgeatmet. Kohlendioxid, Methan und Wasserstoff sind die häufigsten Gase, mit denen wir es zu tun haben. Diese entweichen weitestgehend auch über den Anus. Die Zersetzung von Nahrungsresten im Darm durch die Darmbakterien kann auch zur Bildung von schwefelhaltigen Gasen führen, die einen unangenehmen Geruch haben. Der Geruch verstärkt sich nach Aufnahme einer eiweißreichen Nahrung. Es leuchtet ein, dass bei einem üppigen Essen wesentlich mehr Gase produziert werden, insbesondere dann, wenn beim Essen sehr viel Kohlenhydrate aufgenommen werden, womit die Gasbildung verstärkt wird und es zu Blähungen kommt. Bekannt ist Dir sicher auch, dass manche Lebensmittel, wie zum Beispiel Kohl, Hülsenfrüchte oder auch frisches Brot Blähungen begünstigen. Auch der Genuss von Obst, ich nenne als Beispiel Pflaumen, Kirschen, Äpfel und Birnen führt zu Blähungen, weil sie Sorbit enthalten. Also auch wenn man Sorbit anstelle von  Zucker verwendet, können Blähungen auftreten

Kohlensäurehaltige Getränke können ebenfalls zu Blähungen führen. Günstig hierbei ist, dass das meiste Gas durch Aufstoßen wieder abgegeben wird. Eine weitere Quelle für die Entstehung eines Blähbauchs ist die plötzliche Umstellung der Ernährung zum Beispiel mit vermehrter Aufnahme von Vollkornprodukten. Bis der Darm sich darauf umstellt, kann einige Zeit vergehen. Erste Hilfe hierbei ist langsames und gründliches Kauen, was die Ballaststoffe verträglicher macht.

Blähungen können auch Hinweis auf ernste Erkrankungen wie das Reizdarm-Syndrom, Störungen der Galle oder der Bauchspeicheldrüse oder Allergien sein. Was Allergien anbelangt, so können dafür bestimmte Nahrungsmittel verantwortlich sein. Auf Nüsse, Milch und Obst reagieren manche Menschen allergisch. Das führt nicht nur zu Durchfall, Juckreiz, Ekzemen oder Schwellungen im Mund, sondern auch zu Blähungen.

Auch mangelnde Bewegung führt zu Darmträgheit, womit Blähungen ebenfalls gefördert werden.

Bei Schwangeren führt die vermehrte Produktion des Hormons Progesteron dazu, dass das Muskelgewebe der Organe entspannt wird. Damit wird auch der Darm träger und die Gasbildung nimmt zu.

Verschiedene Medikamente können ebenfalls Blähungen verursachen. Das sind unter anderem Abführmittel, Schmerzmittel, Diabetes-Medikamente sowie Antibiotika. Eine besondere Rolle spielen Antibiotika. Sie zerstören die Darmflora, womit es zu langanhaltenden Blähungen kommen kann.

Auch seelische Belastungen, Stress und Angst belasten die Verdauung und verstärken Flatulenzen.

Manche Krankheiten können mit verstärkten Blähungen verbunden sein. Ich möchte sie kurz aufzählen: Das sind Reizdarmsyndrom, hier ist die gestörte Darmmotorik für Blähungen verantwortlich. Auch Stress kann das Reizdarmsyndrom begünstigen.

Auch bei den schwerwiegenden Erkrankungen wir Darmkrebs und Leberzirrhose kommt es zu chronischen oder starken Blähungen.

Was sollte man tun, wenn Blähungen und die damit verbundenen Beschwerden belastend sind.

Es gibt gute Möglichkeiten, dies in den Griff zu bekommen. In erster Linie sollte man seine Ernährungsgewohnheiten ändern. Wichtig ist es blähende Speisen wie Hülsenfrüchte oder Kohl, rohes Gemüse oder zu viele Vollkornprodukte zu vermeiden oder zu reduzieren Die Nahrungsaufnahme sollte langsam und bewusst erfolgen, ordentliches Kauen gehört auch dazu. Medikamentöse Maßnahmen kann man durchführen, wenn das allein nicht hilft.

Ich tendiere hier jedoch zu natürlichen Mitteln. Heilpflanzen wie Anis, Kümmel oder Fenchel sind sehr hilfreich. Sie sorgen in Tropfenform, als ätherisches Öl oder als Teemischung für eine rasche Linderung der Beschwerden. Andere pflanzliche Wirkstoffe, wirken entkrampfend und entblähend. Dazu zählen Pfefferminze und Kamille, aber auch Wermut, gelber Enzian, Ingwer und Majoran. Sollten Gallenprobleme die Blähungen hervorrufen, hilft Artischockenextrakt.

Liegt jedoch ein Mangel an Verdauungssäften vor und es werden dadurch Blähungen produziert, hilft die Einnahme der  entsprechenden Enzympräparate.

Wie kann man aber Blähungen vermeiden?

Natürlich erst einmal durch den Verzicht auf stark blähende Lebensmittel. Dazu gehört auch ausreichend Bewegung, weil damit die Darmtätigkeit unterstützt wird. Hilfreich ist es auch schon bei der Zubereitung der Mahlzeiten verdauungsfördernde und entblähende Kräuter und Gewürze zu verwenden. Welche das sind, fasse ich noch einmal zusammen: Anis, Kümmel, Fenchel, Ingwer, Koriander, Kurkuma und Majoran.

Es versteht sich von selbst, beim Essen haben Stress und Hektik nichts zu suchen

Altbewährte Hausmittel bei Völlegefühl und Bauchkrämpfen sind z.B. eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen. Noch intensiver wirkt feuchte Wärme. Dazu legt man ein feuchtes Tuch zwischen Wärmflasche und Bauch. Möglich sind auch Kartoffelwickel. Dazu kocht man Pellkartoffeln, zerstampft sie und legt sie auf ein Tuch. Diese warme, nicht zu heiße Masse wird auf den Bauch gelegt und mit einem weiteren Tuch fixiert. Hilfreich kann auch eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn mit speziellen Ölen sein, die Bauchkrämpfe lindert und für den Abgang von Blähungen sorgt. Ja und auch kohlesäurehaltige Getränke sollten nur in Maßen konsumiert werden, um den Verdauungstrakt nicht unnötig mit Gasen zu belasten.

Sollten Menschen neben ständigen Blähungen noch Erbrechen, Bauchschmerzen und Veränderungen im Stuhlgang dazukommen, ist es wichtig einen Arzt zu konsultieren. Abklären lassen sollte man die Ursachen von Flatulenzen, wenn sie nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten oder über einen längeren Zeitraum bestehen.

Show 64: Welche Rolle spielt der Darm bei Stress

Zusammenfassung

Der Darm ist mit zig Milliarden von Bakterien besiedelt. Diese spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Verdauung sondern auch für das Immunsystem und die Synthese verschiedener Neurotransmitter. Neuere Forschungen untersuchen die Darm-Hirn Achse und beziehen dabei die Psyche mit ein, So werden Probiotika entwickelt, die speziell auf die Stärkung des Darmmilieus wirken und damit neurophysiologische Prozesse unterstützen.

Inhalt

Der Darm ist unser größtes Körperorgan, nicht nur deshalb hat er eine so große Bedeutung, wenn es darum geht, gesund zu bleiben. Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen Darm und Gehirn? Das ist wichtig für das Verständnis vieler körperlicher Probleme.

Im Darm haben wir einen intensiven Kontakt mit fremden Stoffen, die wir über die Nahrung aufnehmen.  Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Darm gerade dort eine leistungsstarke Schutzbarriere an der Darmwand gegen Fremdstoffe besitzt. Dafür besitzt der Darm aktive Bakterien, von denen wir im Darm 10 mal mehr haben, als Zellen im ganzen Körper. Diese kleinen Lebewesen benötigen wir für eine ordentliche Verdauung und für sehr viele Stoffwechselvorgänge, die mithilfe von zig Milliarden Mikroorganismen gesteuert werden. Der Darm produziert eine ganze Reihe lebensnotwendiger Vitamine, Enzyme und Aminosäuren. Alle schädlichen Stoffe, die mit der Nahrung in den Darm gelangen, werden von ihm neutralisiert, d.h. unschädlich gemacht. Und was er nicht schafft, bearbeitet dann die Leber weiter.

Die Bedeutung des Darms beschrieb u.a. schon der russische Nobelpreisträger Dr. Ilja Metchnikoff mit dem Satz: „Der Tod sitzt im Darm“. Er stellte fest, dass Menschen, die Probiotika (also milchsaure Produkte) verzehrten, besonders gesund und widerstandsfähig waren, was sich auch in deren Lebensalter ausdrückte.

Der Darm beherbergt, und das ist enorm wichtig, das effektivste körpereigene Abwehrsystem, was man sich nur vorstellen kann. Er bildet Immunzellen, die den Körper von Giftstoffen, einschließlich fremder Bakterien und Viren, freihalten. Die Bildung von Immunzellen im Darm ist jedoch nur möglich, wenn er ausreichend gesunde Bakterien hat. Diese müssen den Nahrungsbrei so verarbeiten, dafür sorgen, dass keine Fäulnis- oder Gärungsprozesse entstehen.

Die Darmbakterien sitzen in den Schleimhäuten der Darmwände und sie benötigen ein saures Milieu, um effektiv ihre Arbeit verrichten zu können. Einen Begriff gilt es noch zu klären, das ist der Begriff der Darmflora. Die Darmflora ist die Gesamtheit aller im Darm enthaltenen Bakterien und Mikroorganismen. Ein weiterer Begriff ist das Mikrobiom. Im engeren Sinne versteht man darunter die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die ein vielzelliges Lebewesen, wie auch den Menschen, natürlicherweise besiedeln. Das heißt es das Mikrobiom schließt auch die Mikroorganismen außerhalb des Darms mit ein.

Was die Funktion der Darmbakterien anbelangt, so helfen sie nicht nur bei der Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung und unterstützen das Immunsystem, sie stehen auch in einem engem Verbindung mit der eigenen Stimmung sowie der Produktion von wichtigen Neurotransmittern im Gehirn. Wegen der Vielzahl seiner Funktionen  wird der Darm auch als „Superorgan“ bezeichnet. Nun ist es auch kein Geheimnis, dass es sehr viele Arten von Darmbakterien gibt. Die Zusammensetzung des Mikrobioms ist von Mensch zu Mensch sehr individuell, so individuell wie ein genetischer Fingerabdruck.  Die Ursache ist der doch sehr individuelle Lebensstil der Menschen, ebenso genetische Faktoren. Man weiß, dass ungefähr die Hälfte  der Darmbakterien im Menschen gleich ist, die andere Hälfte unterliegt individuellen Besonderheiten.

In unserem Darm können wir zwei große Gruppen von Bakterien unterscheiden. Das sind einerseits die schlechten Darmbakterien, sogenannte Koli- oder Fäulnisbakterien. Sie sind für Darmbeschwerden, unter anderem auch Durchfall verantwortlich. Andererseits bezeichnet man die guten Bakterien als Pro-Kulturen, zu denen z. B. Laktobakterien und Bifidobakterien zählen.  Diese Bakterien sorgen mit einer guten Darmflora dafür, dass die Verdauung funktioniert und der Mensch wertvolle Nährstoffe und Vitamine aus der Nahrung aufnehmen kann. Wichtig ist, dass die guten und schlechten Bakterien  in einem bestimmten Verhältnis zueinanderstehen, bei dem die Pro-Kulturen den größeren Anteil haben. Andernfalls kippt das System und dann gibt es nicht nur Verdauungsbeschwerden, sondern es kann sich eine ganze Kaskade von gesundheitlichen Problemen entwickeln. Auch solche Probleme wie Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall und Müdigkeit, wo man die Ursache nie im Darm vermuten würde. Somit ist eine gute Darmflora mit einer angemessenen Vielzahl von Bakterien und einem guten Verhältnis zwischen guten und schlechten Bakterien wichtig, um fit und leistungsfähig zu bleiben.

Was hat es nun mit der Darm-Hirn-Achse auf sich?

Eine wichtige Frage, die es dabei zu klären gilt, ist die Frage nach der Art der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn. Diese Beziehung ist wechselseitig. Das heißt wir sprechen von der Darm-Gehirn-Darm-Kommunikation. Diese läuft über die sogenannte gut-brain-Axis, die Darm-Hirn-Achse, ab. Dabei spielen verschiedenen Nervenverbindungen eine Rolle, nämlich einmal die Verbindungen im Rückenmark und auch über den Vagus Nerv, der an Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt ist. Der Vagus-Nerv hat eine direkte Verbindung zwischen den Mikroorganismen im Darm und dem zentralen Nervensystem. Auch das die Darmwand durchziehende Geflecht von Nervenzellen ist an der Kommunikation mit dem Mikrobiom beteiligt. In diesem Teil des Nervensystems werden die von den Mikroorganismen synthetisierten Neurotransmitter durch entsprechende chemische Sensoren wahrgenommen und können so mit dem Vagus-Nerv und weiteren Gehirnstrukturen interagieren.

Zwischen Darm und Gehirn gibt es durch Hormone eine weitere Möglichkeit zur Kommunikation. Das sind zum Beispiel GABA-Gammaaminobuttersäure, verschiedene Neuropeptide und Dopamin. Dazu gehören auch Kurzkettige Fettsäuren und Tryptophan.

Forschungen in Irland haben gezeigt2 , dass Mikroben der Darmflora das Gehirn und die Stimmung beeinflussen können. Sie konnten zeigen, dass Darmbakterien wichtige Bausteine für Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und GABA sind. Diese spielen alle eine wichtige Rolle für die Stimmung.  Das lässt den Schluss zu, dass eine gestörte Darmflora die Produktion bzw. die Umwandlung in die wichtigen Neurotransmitter negativ beeinflusst. In der Folge kann Stress entstehen, weil der Neurotransmitters GABA reduziert ist. GABA wirkt vor allem gegen die Symptome von Stress und sorgt für einen erholsamen Schlaf. Dieser Neurotransmitter kann nur durch Darmbakterien richtig synthetisiert werden. Er sorgt im engeren Sinne für Entspannung.

Ein weiterer wichtiger Neurotransmitter ist Serotonin. Er ist in erster Linie für unsere Stimmung verantwortlich. Voraussetzung für die Serotoninsynthese ist Tryptophan. An der Tryptophansynthese ist das Darmbakterium Bifidobacterium infantis beteiligt. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass über 95 % des Tryptophans im Darm produziert werden und nicht im Gehirn.

Durch diese Erkenntnis ist man dazu übergegangen zu erforschen, wie man die Darmflora zielgerichtet beeinflussen kann. Inzwischen konnte gezeigt werden, dass lebende Bakterienstämme, aus  Bifidobacterium, Streptokokkus, Lactococcus und Laktobazillen die Stimmung positiv beeinflussen können. Verschiedene Firmen haben diesbezüglich entsprechende Probiotika entwickelt mit denen zum Beispiel Stress gut beeinflusst wird. Die Tryptophansynthese im Darm ist Voraussetzung für die Synthese von Serotonin im Gehirn, denn Serotonin kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden, wohl aber Tryptophan. Ein Großteil von Serotonin wird im Darm direkt synthetisiert und steht dann für viele Funktionen außerhalb des Gehirns zur Verfügung. So kann Serotonin an Rezeptoren auf der Oberfläche verschiedener Zellen im Körper binden. Auf diese Art kann das Serotonin viele unterschiedliche Prozesse steuern.  Über das zentrale Nervensystem beeinflusst Serotonin die Regulation von Körpertemperatur, Appetit, Emotionen, das zentrale Belohnungssystem, Stimmung und Antrieb. Auch die Bewusstseinslage, der Schlaf-Wach-Rhythmus und die Bewertung von Schmerzen, werden über Serotonin reguliert. Vielfältige Aufgaben gibt es unabhängig von Gehirn. Das betrifft unter anderem die Weitstellung der Blutgefäße, der Bronchien und des Darms wenn es notwendig ist z.B. in Gefahrensituationen. Durch die Stimulierung der Blutplättchen (Thrombozyten) spielt Serotonin auch eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung.

Kommen wir jetzt zur Wechselbeziehung zwischen Darm und Stress. Vielleicht kennst Du es ja selbst. In Stressphasen reagiert dein Körper eventuell mit Verdauungsbeschwerden, Heißhungerattacken oder gar auch Appetitlosigkeit. Die Ursache ist darin begründet, dass während einer Stressphase vermehrt Adrenalin und das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet werden. Damit verbunden ist eine Erhöhung der Atem- und Herzfrequenz, womit die Energiereserven in deinem Körper verbraucht werden. Diese Energie wird dem Magen-Darm-Trakt in diesem Fall entzogen. Alle Tätigkeiten, die hier sonst  stattfinden, werden reduziert. Und es kann dann zu Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall führen. Jeder Darm reagiert anders. Die Ursachen dafür sind jedoch noch nicht geklärt.

Die vermehrte Freisetzung von Stresshormonen kann eventuell eine Veränderung der Zusammensetzung der Darmbakterien initiieren. So könnte zum Beispiel Noradrenalin die Kommunikation zwischen den verschiedenen Bakterien beeinflussen, was zu einer Veränderung der Aktivität der Bakterien führen kann. [4]

Ich sprach von Wechselbeziehung zwischen Darm und Gehirn. Da entsteht natürlich auch die Frage, ob die Darmbakterien selbst die Psyche beeinflussen können. So kann zum Beispiel eine veränderte Zusammensetzung des Darmmikrobioms zu einer Verschiebung des Gleichgewichts zwischen den guten und schlechten Darmbakterien führen. Dabei sterben die guten Darmbakterien ab, womit  Verdauungsbeschwerden auftreten. Somit ist aber keine vollständige und ausreichende Resorption von wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren oder Spurenelementen mehr gegeben. Damit können wichtige Neurotransmitter nicht mehr hergestellt werden und es kommt zu Veränderungen im Gehirn und in der Psyche.

Noch einen Aspekt gilt es zu berücksichtigen. Unter hohem Leistungsdruck und Stress entwickeln viele Menschen Verdauungsbeschwerden bis hin zu Bauchkrämpfen und Konzentrationsstörungen. Oft steht mit derartigen Beschwerden ein löchriger Darm, auch leaky gut genannt, in Zusammenhang. Damit sind durch verschiedene schädigende Faktoren Funktionsveränderungen im Darm selbst verbunden. Die Ursache für den löchrigen Darm ist eine Minderdurchblutung ausgelöst durch Stress und starker körperlicher Aktivität, was man sehr häufig bei Sportlern beobachtet. Der Darm kann infolge seiner Löchrigkeit austrocknen, was zu Rissen in der Darmschleimhaut führt. Damit aber gelangen Schädlinge und Keime in die Blutbahn oder auch in die Lymphgefäße.  Jetzt kommt es zu einer Schwellung der Darmwand, womit einerseits die Nährstoffe eine längere Transportzeit benötigen und sie andererseits durch die Darmschleimhaut nicht ausreichend resorbiert werden. Wenn durch einen löchrigen Darm vermehrt schädliche Stoffe in den Blutkreislauf gelangen, ist auch die Leber in ihrer Entgiftungsleistung überfordert.

In der Konsequenz  benötigt der Körper viel mehr Energie und Personen, die davon betroffen sind, haben massive Leistungseinschränkungen zu verzeichnen. Sie sind ständig müde und abgeschlagen.

Für die Leistungsfähigkeit deines Körpers ist der Darm enorm wichtig. Wichtig für einen gut funktionierenden Darm ist die kurzkettige Fettsäure Butyrat, die von bestimmten Darmbakterien gebildet werden kann. Butyrat ist eine Energiequelle für unsere Darmzellen.  Sie können die Resistent des Darmepithels erhöhen und damit zu einer besseren Darmbarriere führen.

Um eine gute Darmflora zu erhalten sollte man zwei Dinge beachten:

Erstens betrifft es die Ernährung mit frischen Lebensmitteln wie Gemüse, welche die sogenannten Prä-Kulturen enthalten. Dazu zählen auch solche Lebensmittel wie Chicoree,  Artischocken,  Schwarzwurzel,  Zwiebel, Lauch, Spargel, Weizenkleie, Knoblauch, Pastinake und Bananen. Deren Lebensmittelbestandteile werden nicht sofort vom Körper weiterverwertet, sondern bleiben zunächst im Darm und dienen als Nahrung für die Darmflora bzw. die sogenannten Probiotika. Nicht zu verwechseln! Probiotika sind nämlich eben diese aktiven Bakterienstämme , die du mit der richtigen Ernährung pflegst. Das ist auch schon der zweite nützliche Tipp für eine gesunde Darmflora. Milchprodukte wie Joghurt enthalten die Bakterienstämme, die du durch den Verzehr einfach in deinem Darm vermehrst. Achte immer darauf, frische Lebensmittel zu verzehren.

Schlecht für den Darm und sein Mikrobiom sind Kristallzucker und hochverarbeitete Kohlenhydrate. Diese beeinflussen das Verhältnis der Darmbakterien negativ. Kohlenhydrate sind nicht generell abzulehnen, sondern es kommt auf die Art und Weise ihrer Verarbeitung an. Deshalb sollten Kohlenhydrate stets in ihrer natürlichen Form verwendet werden, wie z. B. Kartoffeln, Süßkartoffeln und Wurzelgemüse.

Literatur

[1] Lyte, M. (2013) Plos I Pathogens. Microbial Endocrinology in the Microbiome-Gut-Brain Axis: How Bacterial Production and Utilization of Neurochemicals Influence Behavior. Vol. 9. Issue 11: e1003726 [http://journals.plos.org/plospathogens/article?id=10.1371/journal.ppat.1003726]

[2] Cryan, J.; Dinan, T. G. (2012) Nature Reviews Neuroscience. Mind-altering microorganisms: the impact of the gut microbiota on brain and behaviour. Vol. 13, pp. 701-712 [http://www.nature.com/nrn/journal/v13/n10/full/nrn3346.html]

[3] Tillisch, K.; Labus, J. et al. (2014) Gastroenterology. Consumption of Fermented Milk Product With Probiotic Modulates Brain Activity. Vol. 144. Issue 7. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3839572/]

[4] Wang, H.; Lee, I.-S. et al. (2016) Journal of Neurogastroenterology and Motility. Effect of Probiotics on Central Nervous System Functions in Animals and Humans: A Systematic Review. Vol. 22. Issue 4, pp. 589-605. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5056568/]

Show 063: Wie man Dauerstress vermeidet

Was kommt in Stressphasen als Nervennahrung in Frage. Was ist gut für Situationen, in denen wir mit dem Stress hadern.
Es sollte möglichst energiereich sein, den Magen nicht sehr belasten aber ausreichend Kalorien haben und schnell dazu führen, dass unsere Zellen wieder mehr Energie produzieren. Verkehrt wäre es in dieser Situation so richtige Kalorienbomben zu sich zu nehmen, wie ein Stück Kuchen oder Torte mit hohem Zuckergehalt, die auch noch den Insulinspiegel erhöhen.
Welche Lebensmittel können wir verzehren? Bedingung sollte sein, dass sie unsere Nerven stärken und dabei möglichst den Blutzuckerspiegel konstant halten.

Alles hängt davon ab, aus welchen Makro- und Mikronährstoffen die Lebensmittel zusammengesetzt sind. Wenn das Ziel darin besteht, die Leistungsfähigkeit zu steigern, bedeutet es immer, die Energieproduktion zu steigern. Wenn man schon zum Frühstück beachtet, welche Lebensmittel langanhaltend für viel Energie sorgen, dann fällt es, salopp gesagt, dem Stress schwer, bei uns anzukommen. Welche Nährstoffe brauchen wir unbedingt, um eine hohe Leistungsfähigkeit zu erhalten?
Das fängt schon bei den Makronährstoffen an. Wir benötigen hochwertige Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate mit ausreichend Ballaststoffen, ungesättigte Fettsäuren. Auch ausreichend Wasser gehört unbedingt dazu, weil ohne Wasser kein Transport, kein Auflösen , kurz kein Stoffwechsel möglich ist. Hinzu kommen die Mikronährstoffe, die wir unbedingt benötigen, damit aus den Makronährstoffen effektiv Energie produziert werden kann. Das sind Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren.

Das wichtigste Mineral, das wir zur Energieproduktion benötigen ist Magnesium. Das habe ich in diesem Podcast immer wieder betont. Gleichzeitig ist Magnesium das Anti-Stress- Mineral schlechthin. Jedoch ist Magnesium nicht das einzige Mineral, was wir benötigen. Calcium und Kalium gehören ebenfalls dazu. Sie sind wichtig für eine regelrechte Weiterleitung und Freisetzung von Nervenimpulsen und für eine ausgeglichene Herzfunktion. Für starke Nerven, oder besser für einen guten Nervenstoffwechsel sorgen die B-Vitamine. Insbesondere die B-Vitamine B1, B2, B6 und B12, wobei Vitamin B 12 für die Energieproduktion in den Zellen essentiell ist. Hinzu kommen die Vitamine C und E. Beides sind hervorragende Radikalenfänger, die insbesondere vor zellschädigenden Sauerstoffverbindungen schützen und damit indirekt einen Beitrag zu Energieproduktion leisten. Auch die Spurenelemente Zink und Kupfer schützen die Zellen vor dem oxidativen Stress.
Das Glückshormon Serotonin sollte auch noch dabei sein. Dieses Hormon kann unser Körper selbst herstellen. Dafür benötigt er als Ausgangsstoff die Aminosäure Tryptophan sowie die Vitamine B6 und B12.
Viele eiweißreiche Lebensmittel enthalten Tryptophan. Es gelangt jedoch nur über das Blut ins Gehirn, wenn man gleichzeitig Kohlenhydrate konsumiert, die zu einer Insulinausschüttung führen.
Einige gesunde eiweißhaltige Lebensmittel sind: Fleisch, Fisch, Quark, Eier und Käse, versteht aus biologischem Anbau. Dazu kommen Eiweiße pflanzlichen Ursprungs, die zum Beispiel in Haferflocken, Mandeln, Broccoli und vielen anderen enthalten sind.

Kommen wir konkret zu den Lebensmitteln, die Körper und Geist optimal gegen den Alltagsstress unterstützen.
Das sind zunächst** **Nüsse, Kerne und Samen****. Nüsse sind als besonders wertvoll anzusehen, weil sie große Mengen B-Vitamine z.B. B1, Magnesium, Kalium und Vitamin E enthalten. Sie sind der ideale Snack für zwischendurch auch für unterwegs. Kerne und Samen, wie zum Beispiel Leinsamen oder Kürbiskerne sind ebenfalls reich an B-Vitaminen, Magnesium und anderen Mikronährstoffen. Sie eignen sich hervorragend als Toppings für Müsli und Salate.
In grünem Gemüse wie Spinat, Broccoli, Grünkohl sind ebenfalls viele Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium, B-Vitamine, Kalium Vitamin C und Eisen enthalten. Wenn man zum Beispiel konzentrierter arbeiten möchte ist die Versorgung mit Eisen sehr wichtig, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen.
Ein hervorragendes Nahrunsgmittel in Bezug auf Stress ist die Banane. Neben Vitamin B&, Magnesium und Kalium enthält sie Tryptophan. Wie ich es bereits sagte, ist Tryptophan die Ausgangssubstanz für das Glückshormon Serotonin
Über die positiven Eigenschaften von dunkler Schokolade muss ich hier glaube ich, nichts mehr sagen, ist sie doch mit ihren Inhaltsstoffen hervorragend geeignet in Stressphasen zu Besserung zu führen. Auch hier ist es Tryptophan, was uns glücklicher machen kann.
Eine Portion Haferflocken zum Frühstück sind ein wunderbares Mittel, um einen stressigen Tag aushalten zu können. Vitamin B1 und B6 sowie Tryptophan, das zur Bildung von Serotonin beiträgt, stärken unsere Nerven und machen glücklich. Die komplexen langkettigen Kohlenhydrate schützen außerdem vor Heißhungerattacken. In Bezug auf Stressentstehung ist dies ein weiterer wichtiger Faktor.
Da Gehirn und Nerven aus rund 50 % Fett bestehen, macht es Sinn Fette für starke Nerven zu verzehren. Gemeint sind selbstverständlich gesunde fette mit einem hohen Anteil an Omega 3- Fettsäuren. Das sind die Fischsorten Lachs, Thunfisch und Hering, die besonders viel davon enthalten. Omega 3- Fettsäuren dämpfen bei Stress das Stresshormon Adrenalin und wirken somit beruhigend.
Auch Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Linsen, Kichererbsen können gegen Stress resistent machen. Das gilt jedoch nicht bei einem einmaligen Verzehr. Diese Lebensmittel enthalten große Mengen an Kalium und auch ausreichend Magnesium, Zink und Eisen. Außerdem sind sie hervorragende Quellen für die wertvollen B-Vitamine.

Show 061: Welche Nahrungsmittel können in Stressphasen helfen?

Wenn Du gerade mal wieder eine Situation erlebst, in der Du nicht weißt, wo Dir der Kopf steht, was Du zuerst machen sollst, bist Du sicher auch geneigt Dir schnell Hilfe zu suchen. Diese besteht meistens darin, schnell etwas zu essen, einen Kaffee oder Softdrink zu sich zu nehmen, Raucher greifen zur Zigarette, ja, auch Alkohol spielt manchmal eine Rolle. Wir machen das nicht, um schnell mal eine kleine Pause einzulegen. Nein. Unter Stress spürt unser Körper, dass ihm Energie fehlt. Ursache dafür ist, dass wir unter Stress Hormone freisetzen, wie Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin. Diese sorgen dafür, dass die Zellen nicht mehr ausreichend Energie produzieren. Eigentlich ist das eine Schutzreaktion, die uns zwingt, aktiv zu werden. Aktiv in dem Sinne, dass wir uns eine Pause gönnen, um uns auszuruhen. Dann verbrauchen wir weniger Energie. Oder aber wir flüchten vor der Arbeit, die uns in dieser Phase belastet und machen etwas anderes, weniger anstrengendes. Leider ist das, wenn man im Beruf steht, Termine hat und fertig werden muss, einfach nicht möglich, sich auszuruhen oder wegzulaufen. Nebenbei gesagt, obwohl es besser wäre. Wir wollen also fertig werden und wir kompensieren unser Leistungstief durch Nahrungsaufnahme, um wieder Energie zu erhalten. Oft genehmigen wir uns jetzt etwas Süßes, ein Schokoriegel wäre gut, Kekse, die geradeso im Büro herumstehen, manchmal gibt es auch Obst, z.B. Banane, was gerade da ist. Für einen Moment fühlen wir uns gestärkt und weiter geht es mit der wichtigen Tätigkeit.

Ist das alles richtig, was wir in diesem Moment machen? Über Schokolade habe ich in der letzten Episode gesprochen. Dunkle Schokolade wirkt sich positiv auf unser Nervensystem aus, sorgt für die Freisetzung von Glückshormonen und gibt gleichzeitig Energie. In jedem Fall wird dabei auch Cortisol reduziert und der Stress reduziert.

Was kommt denn noch alles als Nervennahrung in Frage. Was ist gut für Situationen, in denen wir mit dem Stress hadern.

Es sollte möglichst energiereich sein, den Magen nicht sehr belasten aber ausreichend Kalorien haben und schnell dazu führen, dass unsere Zellen wieder mehr Energie produzieren. Verkehrt wäre es in dieser Situation so richtige Kalorienbomben zu sich zu nehmen, wie ein Stück Kuchen oder Torte mit hohem Zuckergehalt, die auch noch den Insulinspiegel erhöhen.

Welche Lebensmittel können wir verzehren? Bedingung sollte sein, dass sie unsere Nerven stärken und dabei möglichst den Blutzuckerspiegel konstant halten.

Ich möchte noch einmal auf die Grundlagen eingehen, damit Du verstehst, warum bestimmte Lebensmittel gut sind, um Stress zu vermeiden und andere eben nicht. Alles hängt davon ab, aus welchen Makro- und Mikronährstoffen die Lebensmittel zusammengesetzt sind. Wenn das Ziel darin besteht, die Leistungsfähigkeit zu steigern, bedeutet es immer, die Energieproduktion zu steigern. Wenn man schon zum Frühstück beachtet, welche Lebensmittel langanhaltend für viel Energie sorgen, dann fällt es salopp gesagt dem Stress schwer, bei uns anzukommen. Welche Nährstoffe brauchen wir unbedingt, um eine hohe Leistungsfähigkeit zu erhalten?

Das fängt schon bei den Makronährstoffen an. Wir benötigen hochwertige Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate mit ausreichend Ballaststoffen, ungesättigte Fettsäuren. An dieser Stell möchte ich auch unbedingt Wasser zu den Nahrungsmitteln zählen, weil ohne Wasser kein Transport, kein Auflösen , kurz kein Stoffwechsel möglich ist. Hinzu kommen die Mikronährstoffe, die wir unbedingt benötigen damit aus den Makronährstoffen effektiv Energie produziert werden kann. Das sind selbstverständlich Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren. Welche das sind, will ich Dir jetzt sagen.

Das wichtigste Mineral, das wir zur Energieproduktion benötigen ist Magnesium. Das habe ich in diesem Podcast immer wieder betont. Gleichzeitig ist Magnesium das Anti-Stress- Mineral schlechthin. Jedoch ist Magnesium nicht das einzige Mineral, was wir benötigen. Calcium und Kalium gehören ebenfalls dazu. Sie sind wichtig für eine regelrechte Weiterleitung und Freisetzung von Nervenimpulsen und für eine ausgeglichene Herzfunktion. Für starke Nerven, oder besser für einen guten Nervenstoffwechsel sorgen die B-Vitamine. Insbesondere die B-Vitamine B1, B2, B6 und B12 möchte ich erwähnen, wobei Vitamin B 12 für die Energieproduktion in den Zellen essentiell ist. Hinzu kommen die Vitamin C und E. Beides sind hervorragende Radikalenfänger, die insbesondere vor zellschädigenden Sauerstoffverbindungen schützen und damit indirekt einen Beitrag zu Energieproduktion leisten. Auch die Spurenelemente Zink und Kupfer schützen die Zellen vor dem oxidativen Stress.

Ein Hormon möchte ich noch unbedingt erwähnen, dass für einen Gemütsausgleich gerade in Stress-Phasen sorgt. Das ist das Glückshormon Serotonin. Dieses Hormon kann unser Körper selbst herstellen. Dafür benötigt er als Ausgangsstoff die Aminosäure Tryptophan sowie die Vitamine B6 und B12.

Viele eiweißreiche Lebensmittel enthalten Tryptophan. Es gelangt jedoch nur über das Blut ins Gehirn, wenn man gleichzeitig Kohlenhydrate konsumiert, die zu einer Insulinausschüttung führen.

Einige gesunde eiweißhaltige Lebensmittel sind: Fleisch, Fisch, Quark, Eier und Käse, versteht aus biologischem Anbau. Dazu kommen Eiweiße pflanzlichen Ursprungs, die zum Beispiel in Haferflocken, Mandeln, Broccoli und vielen anderen enthalten sind.

Kommen wir konkret zu den Lebensmitteln, die Körper und Geist optimal gegen den Alltagsstress unterstützen.

Das sind zunächst Nüsse, Kerne und Samen. Nüsse sind als besonders wertvoll anzusehen, weil sie große Mengen B-Vitamine  z.B. B1, Magnesium, Kalium und Vitamin E enthalten. Sie sind der ideale Snack für zwischendurch auch für unterwegs. Kerne und Samen, wie zum Beispiel Leinsamen oder Kürbiskerne sind ebenfalls reich an B-Vitaminen, Magnesium und anderen Mikronährstoffen. Sie eignen sich hervorragend als Toppings für Müsli und Salate.

In grünem Gemüse wie Spinat, Broccoli, Grünkohl sind ebenfalls viele Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium, B-Vitamine, Kalium Vitamin C und Eisen enthalten. Wenn man zum Beispiel konzentrierter arbeiten möchte ist die Versorgung mit Eisen sehr wichtig, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen.

Ein hervorragendes Nahrunsgmittel in Bezug auf Stress ist die Banane. Neben Vitamin B&, Magnesium und Kalium enthält sie Tryptophan. Wie ich es bereits sagte, ist Tryptophan die Ausgangssubstanz für das Glückshormon Serotonin

Über die positiven Eigenschaften von dunkler Schokolade muss ich hier glaube ich, nichts mehr sagen, ist sie doch mit ihren Inhaltsstoffen hervorragend geeignet in Stressphasen zu Besserung zu führen. Auch hier ist es Tryptophan, was uns glücklicher machen kann.

Eine Portion Haferflocken zum Frühstück sind ein wunderbares Mittel, um einen stressigen Tag aushalten zu können. Vitamin B1 und B6 sowie Tryptophan, das zur Bildung von Serotonin beiträgt, stärken unsere Nerven und machen glücklich.  Die komplexen langkettigen Kohlenhydrate schützen außerdem vor Heißhungerattacken. In Bezug auf Stressentstehung ist dies ein weiterer wichtiger Faktor.

Da Gehirn und Nerven aus rund 50 % Fett bestehen, macht es Sinn Fette für starke Nerven zu verzehren. Gemeint sind selbstverständlich gesunde fette mit einem hohen Anteil an Omega 3- Fettsäuren. Das sind die Fischsorten Lachs, Thunfisch und Hering, die besonders viel davon enthalten. Omega 3- Fettsäuren dämpfen bei Stress das Stresshormon Adrenalin und wirken somit beruhigend.

Auch Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Linsen, Kichererbsen können gegen Stress resistent machen. Das gilt jedoch nicht bei einem einmaligen Verzehr. Diese Lebensmittel enthalten große Mengen an Kalium und auch ausreichend Magnesium, Zink und Eisen. Außerdem sind sie hervorragende Quellen für die wertvollen B-Vitamine.

Über Fleisch als Quelle für hochwertiges Eiweiß hatte ich bereits gesprochen. Aber auch Eisen, Magnesium und B-Vitamine sind in Fleisch enthalten. Wertvoll ist in dieser Beziehung Rindfleisch, weil es beispielsweise viel Vitamin B6 enthält. Vitamin B6 ist bekannt, dass es die Nerven kräftigt und den Menschen stressresistenter macht. Vitamin B6 Mangel löst bekanntlich oft Erschöpfungszustände aus. Schweinefleisch hingegen punktet vor allem mit viel Vitamin B 3 (Niacin) und Vitamin B12, die für die Energieproduktion notwendig sind.

Ja, das waren die wichtigsten Lebensmittel für einen stressresistenten Alltag. Damit gelingt es auch die Ernährung abwechslungsreich und gesund zu gestalten. Mit diesen genannten Lebensmitteln als Basis deiner Ernährung kannst Du die die Voraussetzung schaffen, stressige Situationen im täglichen Leben gut zu managen. Du kannst konzentrierter arbeiten, du kannst gelassen deinen Tag strukturieren und schonst deine Nerven.

Ganz wichtig ist dabei, auch für den Notfall, also wenn Du trotz allem stressige Phasen überstehen musst, Nervennahrung parat zu haben. Dafür eignen sich besonders Nüsse und dunkle Schokolade mit einem Kakaogehalt über 70 %.

Diese Sendung hat sich vorwiegend mit Lebensmitteln beschäftigt, die eine wichtige Voraussetzung für ein stressreduziertes Leben sind. Du wirst aber verstehen, dass es Situationen gibt, wo das allein nicht hilft. Deshalb habe ich immer auch nur von Stressphasen gesprochen. Ganz anders sieht es aus, wenn Menschen in Stresssituationen geraten, die langanhaltend sind, die wie ein circulus vitiosus immer präsent sind und sich mit der Zeit verschlimmern. Das war heute nicht Gegenstand der Episode. In einer der nächsten Sendungen werde ich darauf eingehen, wie man Dauerstress vermeiden kann. Schwieriger wird es natürlich, Dauerstress, wenn er einmal da ist wieder zurück zu fahren. Das ist eine riesige Herausforderung, weil hier lebensverändernde Maßnahmen berücksichtigt werden müssen, ebenso müssen die physiologischen Verhältnisse repariert werden. Das ist ein langer schmerzhafter Prozess, insbesondere dann, wenn der Stress schon zu Krankheiten geführt hat. Es ist also wesentlich besser, dafür zu sorgen, dass Stress erst gar nicht zu Dauerstress wird. Das kann man durch die Ernährung gut beeinflussen.

Show 060: Schokolade macht glücklich und hilft bei Stress?

Diesen Satz begegnet man immer öfter. Man fragt sich dann: Stimmt das? Oder ist es nur ein Spruch, der unser schlechtes Gewissen beruhigt, wenn wir doch mal zu viel Schokolade oder andere Süßigkeiten verzehrt haben?

Zunächst ein kleiner Rückblick in die Geschichte. Woher kommt Schokolade, welche Inhaltsstoffe hat sie?

Nun, dass der Hauptinhalt Kakao ist, ist allseits bekannt und neben Kaffee ist Kakao in Deutschland das beliebteste Getränk zum Frühstück.

Nachgewiesen ist der Anbau von Kakaobäumen bereits 1000 v.Chr. bei den Olmeken und um ca. 600 n. Chr. bei den Maya. Aus den Samen stellten sie ein rituelles Getränk her. Dabei wurden die gerösteten und gemahlenen Bohnen vermischt mit Wasser getrunken. Der Geschmack hatte eher die Tendenz ungenießbar, weshalb man später  immer mehr Gewürze wie Vanille und Pfeffer hinzu gab. Erstmals wurde Kakao von den Azteken in Mexiko ca. 14. Bis 16. Jahrhundert zu Schokolade verarbeitet. Die Kakaopflanze hat den Namen Theobroma (Griechisch), was so viel wie „Nahrung der Götter“ bedeutet.  Also schon damals war Kakao sehr begehrt und man schrieb ihm göttliche Eigenschaften zu.

Mit der Entdeckung Amerikas kam Kakao im 15. Jahrhundert durch die spanischen Eroberer nach Europa. Und bereits 200 Jahre später war Kakao in ganz Europa verbreitet. Durch Zugabe von Honig und später Rohrzucker wurde das Getränk mit der Zeit immer beliebter. Jedoch erst mit der Pressung und Weiterverarbeitung des Pulvers im 19. Jhd. wurde Kakao auch breiten Massen zugänglich. Um 1804 wurde in Halle die erste Schokoladenfabrik in Deutschland gegründet. Sie ist heute noch als Halloren Schokoladenfabrik bekannt. Wenige Jahre später wurden in Köln durch den Bäcker Stollwerck & Söhne und in Bremen von Hachez weitere Schokoladenfabriken gegründet. Fast zeitgleich vollzog sich in der Schweiz eine ähnliche Entwicklung. Nestle entwickelte die erste Rezeptur für Schweizer Milchschokolade, Lindt entwickelte die spezielle Rührtechnik und dann kamen auch noch Tobler und Sprüngli  ins Schokoladengeschäft. Heute ist Kakao mit einem Jahresverbrauch von 4.5 Mio Tonnen ein wichtiger Rohstoff im Weltmarkt.

Kakao ist heute ein Lebensmittel und damit fester Bestandteil unserer Nahrung. Die daraus hergestellte Schokolade ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Das beweisen viele Untersuchungen, auf die ich dann noch eingehen werde. Grob umrissen hat Schokolade Bedeutung beim Umgang mit Stress. Sie enthält Polyphenole und Flavonoide, beides sind Antioxidantien, die unsere Zellen vor schädlichen Stoffen schützen können. Außerdem soll Schokolade die Hirnaktivität und das Erinnerungsvermögen verbessern. Diese Eigenschaften werden der Kakaobohne zugeschrieben.  Deshalb will ich etwas genauer auf die Inhaltsstoffe eingehen. Und das sind etwa 300 wirksame Substanzen, die die Kakaobohne zu einem wertvollen komplexen Lebensmittel machen.

Kakao enthält etliche Mineralstoffe, die ja bekanntlich unentbehrlich für unsere Körperfunktion sind. Die Kakaobohne enthält große Mengen Magnesium, Kalzium und Eisen. Mehr Magnesium als in der Kakaobohne findest Du kaum in anderen Lebensmitteln. In meinen Sendungen über Magnesium habe ich Dir gezeigt, dass Magnesium das wichtigste Anti-Stress-Mineral ist. Es stärkt das Herz, fördert die Durchblutung und hilft bei der Energieproduktion. Auch Kalzium und Eisen sind sehr wichtige Mineralien für unseren Körper, sowohl für die Blutbildung als auch für den Knochen- und Nervenstoffwechsel verantwortlich. An dieser Stelle ein kleiner Tipp. Wenn Du möchtest, dass das Eisen aus der Schokolade gut von deinem Körper aufgenommen wird, solltest Du es gemeinsam mit Vitamin C verzehren.

Die Inhaltsstoffe im Kakao, wie sekundäre Pflanzenstoffe, sorgen auch noch selbst dafür, dass die Aufnahme der Mineralien im Kakao gesteigert wird. Sekundäre Pflanzenstoffe sind ausreichend im Kakao enthalten. Dazu zählen Polyphenole, wie Flavonoide, und Aminosäuren, die unter anderem als Neurotransmitter, also Botenstoffe für den Nervenstoffwechsel dienen. Viele sekundäre Pflanzenstoffe haben antioxidative Eigenschaften. Diese wirken teils als Radikalenfänger und sorgen dafür, dass bestimmte Stoffe nicht oxidiert werden und ihre Wirksamkeit für den Stoffwechsel entfalten können. Und das ist in Bezug auf Stressentwicklung sehr wichtig. Warum? Weil verstärkte Oxidationsprozesse dazu führen, dass unsere Zellen Stress bekommen, sogenannten oxidativen Stress, der zusammen mit Stickoxiden aus der Umwelt nitrosativen Stress hervorruft. Diese Prozesse führen zu entzündlichen Prozessen im Körper, dabei wird psychischer Stress ausgelöst, die Alterung wird beschleunigt, das kann bis zur Entstehung von Krebs führen. Antioxidatien sorgen dafür, dass die Energieproduktion stabil bleibt, bestimmte Stoffe, die wir aufnehmen, behalten ihre Wirksamkeit, und auch Fettablagerungen in den Gefäßen werden verhindert. Hier möchte ich einen weiteren Hinweis geben. Willst Du die gesunde Wirkung des Kakaos voll ausnutzen, ist es wichtig, die Bohne ohne Milch zu genießen, weil sie die Antioxidantien blockiert.

Ich erwähnte bereits auch Aminosäuren, die im Kakao enthalten sind. Da sind die Aminosäuren Dopamin, Serotonin und dessen Vorstufe Tryptophan sowie Phenylethylamin, die das Wohlbefinden steigern, ja sogar Glücksgefühle hervorrufen können. Hinzu kommen Endorphine, die das noch verstärken. Ein kleines Aber an dieser Stelle: Die genannten Wirkstoffe sind vor allem im rohen Kakao enthalten, weniger in der Schokolade (milch). Deshalb ist es ratsam Kakao-Nibs, also gebrochene Bohnenstückchen und -bohnen zu verzehren, die man zum Beispiel als Zugabe zu Müsli verwendet. Diese Kakaonibs machen viel glücklicher als Schokolade!

Eine weitere Gruppe gesunder Bestandteile in der Kakaobohne sind, wie bereits erwähnt,  Polyphenole (Flavonoide) Kakao enthält mehr Flavonoiden, als jedes anderen Lebensmittel. Flavonoide haben hervorragende Eigenschaften. Sie wirken blutdrucksenkend und sorgen für ein geringeres Risiko an Alzheimer zu erkranken. Und, sie haben im Stoffwechsel eine Funktion, die der Bildung von unliebsamen Fettpölsterchen entgegengewirkt.

Ja, auch ungesättigte Fettsäuren enthält die Kakaobohne. Vielleicht kennst Du die besonders wertvolle Kakaobutter, weil, sie viele einfach ungesättigte Fettsäuren enthält,  die für eine gesunde Herzfunktion sorgen und den Spiegel des HDL, das erwünschte oder sog. gute Cholesterin, erhöhen. Dazu enthält die Kakaobohne als ungesättigte Fettsäure das Anandamid. Diese Substanz ist in ihrer Wirkung dem Cannabinoid (Cannabis) ähnlich. Sie wirkt entspannend und stimmungsaufhellend.

Einige Worte zu dem eingangs erwähnten Theobromin. Diese Substanz ist eng verwandt mit dem Koffein und hat ebenso eine aufputschende, wenn auch mildere Wirkung. Die Substanz wirkt gefäßerweiternd und herzstimulierend, ist bei starker Dosierung aber auch verantwortlich für Schweißausbrüche, Herzrasen und Kopfschmerzen. Sie wirkt zudem stimmungsaufhellend und hustenreizmildernd. Empfindliche Menschen sollten Kakao, ähnlich wie Kaffee, eher morgens und nicht in zu großen Mengen genießen. Rohkakao zu genießen ist besser als die klassische Tafel Schokolade oder industriell gefertigte Pralinen. Aber wie setzt du den gesunden Kakaogenuss nun in die Tat um? In vielen Bioläden und Reformhäusern gibt es rohen Kakao inzwischen als ganze Bohnen, Nibs, Pulver und in fertigen Produkten wie Rohkostriegeln.

Kommen wir zu den glücklich machenden Eigenschaften der Schokolade. Manche sagen sogar, dass Schokolade wie eine Droge wirkt. Sie regt sehr effektiv unsere Geschmacksknospen an, dieses Gefühl lässt uns immer wieder nach Schokolade verlangen.

Die positiven Inhaltsstoffe habe ich schon beschrieben. Es gibt noch einen anderen Aspekt. Dir ist auch bekannt, dass Schokolade ausreichend Mengen Kalorien hat. Das ist durch den hohen Fett- und Zuckeranteil bedingt. Diese Eigenschaft hat aber auch ihr Gutes. Schokolade hat eine lange Haltbarkeit, sie nimmt kein großes Volumen ein. Dadurch ist sie geeignet für größere Wandertouren, spielte in den Kriegen eine Rolle bei der Versorgung der Soldaten, aber auch bei Expeditionen zur Erforschung unserer Welt. Und dann macht sie auch noch eine gute Stimmung. Dazu gibt es auch eine neuere Studie. Diese Studie wurde erstmal im April 2014 in der renommierten kardiologischen Fachzeitschrift «Journal of the American College of Cardiology (JACC)» publiziert.

Wie sah die Studie  aus.

Es sollte gezeigt werden, dass dunkle Schokolade hilft, Stress abzubauen. Um das zu beweisen wurde ein  fingiertes Vorstellungsgespräch durchgeführt. Dazu wurden zwei Gruppen von jeweils Probanden, junge Männer) durchgeführt. Die eine Hälfte hatte 2 Stunden vor dem Gespräch eine halbe Tafel schwarzer Schokolade mit einem Anteil an Flavonoiden verzehrt. Die zweite Gruppe erhielt eine Schokolade ohne Flavonoide. Der Stresstest, das Vorstellungsgespräch fand vor einem Gremium von Zwei Prüfenden in weißen Kitteln statt. Der Test dauerte insgesamt 10 Minuten und löst stets eine akute körperliche Stressreaktion aus, wobei Stresshormone ausgeschüttet werden.

Das Ergebnis sah wie folgt aus: Die Probanden, die vorher echte dunkle Schokolade mit vielen Flavonoiden gegessen hatte, zeigte einen schwächeren Anstieg der Nebennieren-Stresshormone Kortisol und Adrenalin, als die Placebo-Gruppe die die Schokolade ohne Flavonoide gegessen hatten. Insgesamt kann man sagen, dass je höher die Flavonoid-Spiegel im Blut der Probanden war, desto geringer war der Stresshormonanstieg.

Das ist ein hervorragendes Resultat, wenn man bedenkt, dass Stress nicht nur bestimmte Reaktionen verändern kann, wie in dem Vorstellungsgespräch. Stress, insbesondere Dauerstress führ auch zu vielen Erkrankungen. Dazu gehören auch Herz- Kreislauferkrankungen, als die häufigste Todesursache in den Industrieländern. So kann auch der Verzehr von dunkler Schokolade vor Herzerkrankungen schützen kann.

Einen Hinweis möchte ich noch für die Kalorienbewußten unter Euch geben.

Dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil (mind. 70% besser 80%) hat die besten Auswirkungen auf die Psyche. Diese Schokolade enthält auch weniger Zucker und mehr Fett als andere Schokoladen. Damit hält sie den Insulinspiegel konstant. Und dann erlebt man noch, dass man nach einigen wenigen Stücken Schokolade genug hat, weil die in der Schokolade enthaltenen Bitterstoffe dem Gehirn melden-es reicht. Das ist auch der Grund weshalb trotz ähnlichem Kaloriengehalt der verschiedenen Schokoladen, dunkle Schokolade kaum zu einer Gewichtserhöhung beiträgt.

Einen wichtigen Fakt will ich Dir noch mitteilen. Kakao gibt es in verschiedenen Sorten. Man unterscheidet schwach und stark entölte Kakao-Sorten. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihres Fett- und Kaloriengehalts, aber auch hinsichtlich der enthaltenen Mikronährstoffe Insgesamt ist die stark entölte Variante des Kakaos besser einzuschätzen. Sie enthält weniger Fett und hat einen höheren Gehalt an Mikronährstoffen.

Zusammenfassend kann ich Dir also sagen, dass Schokolade mit einem hohen Anteil an Kakao Deine Stimmung bessert, Stress reduziert und vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen kann. Bedingt durch die Bitterstoffe bekommt dabei das Gehirn angezeigt, wann Du mit dem Verzehr aufhören sollst. Damit kannst Du auch dein Körpergewicht trotz Schokoladengenuss konstant halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Show 059: Stress und Burnout in der Arbeitswelt

Stress ist ein Zustand, den wir immer wieder erleben können. Oft wird er als etwas Negatives betrachtet. Es entsteht in uns ein Gefühl, als hätten wir unser Leben nicht mehr unter Kontrolle. Dieser  Zustand kann uns in unseren Aktivitäten hemmen, so dass der Gestaltungsspielraum immer kleiner wird. Jeder Mensch kennt diesen Zustand, ja ich behaupte sogar, dass wir immer Stress haben, besonders wenn man von der Definition ausgeht.  Die Frage jedoch ist, ob wir am Stress verzweifeln oder ob er uns zu neuen Leistungen befähigt. Letzteres ist der Zustand von positivem Stress, der immer wieder dazu beiträgt, dass wir die eigene Leistung abrufen können. Diesen Stress brauchen wir sogar, um unser Leben effektiv, glücklich und erfolgreich gestalten zu können. Durch ihn erhalten wir die Energie, die uns aktiv werden lässt.

Anders ist es dagegen, wenn wir uns überfordert fühlen. Dann empfinden wir den Stress als negativ und wir werden versuchen, ihn zu vermeiden. Eins sollten wir jedoch wissen, eine Situation, die Du vielleicht negativ empfindest, ist für einen anderen Menschen eher motivierend. Die Art und Weise, wie wir mit Stress umgehen, hängt sehr davon ab, wie wir als Individuum mit all unseren Erbanlagen, unserer Persönlichkeit, dem Charakter und auch unserer Lebenserfahrung geprägt wurden. Das Gute daran ist, so unterschiedlich wir auch Stress bewerten sollten, wie können lernen, mit Stress umzugehen.

So unterscheidet Urs Bärtschi zum Beispiel 4 Persönlichkeitstypen im Umgang mit Stress. Da ist zum einen der Geschäftige, der unermüdlich beschäftigt ist. Er ist rastlos und fleißig.Was ihm zum Verhängnis wird, ist seine ständige Überforderung. Durch sein rastloses Tun fühlt sich dieser Mensch wichtig. Ständig aktiv zu sein gibt ihm Sicherheit. Er hat Angst zu versagen und auch vor Tatenlosigkeit, weil sein Leben dann leer ist. Solche Typen trifft man überall. Ich hatte sie auch im Außendienst kennengelernt. Diese Menschen arbeiten bis in die Nacht, sie schaffen dabei nicht mehr als jene Menschen, die auch mal abschalten, aber sie gelten als fleißig und verlässlich. Diese Typen werden von ihren Chefs in ihrem TUN bestärkt, weil sie leistungsorientiert sind, ein hohes Verantwortungsbewusstsein haben, sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren und immer mehr als 100% Leistung abliefern.

Da diese Menschen sich ständig überfordern riskieren sie einen Raubbau an ihrer Gesundheit. Sie merken es leider erst Jahre später, sind anfällig für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ein gänzlich anderer Typ ist dagegen, wie Bärtschi ihn bezeichnet, der Konsequente, jemand, der nie zufrieden ist. Diesen Stresstypen erkennt man daran, dass er alles unter Kontrolle hat. Er ist ordnungsliebend, arbeitet äußerst methodisch und mag keinerlei Abweichungen. Der konsequente Typ ist nie 100% ig zufrieden mit seiner Leistung und der Leistung seiner Kollegen. Für ihn gibt es immer eine noch bessere Lösung. Die Vorzüge der Konsequenten sind ihre Gewissenhaftigkeit, ihre planbaren Handlungen und eine gute Zeiteinteilung. Ihr Nachteil: sie können ihre Mitmenschen unter Druck setzen, weil sie nie so richtig zufrieden sind. Vieles wird oft überarbeitet. Das raubt den Menschen Energie. Der konsequente Typ fühlt sich nur sicher, wenn er alles unter Kontrolle hat, er mag kein Chaos. Er will sein Leben beherrschen. Dabei läuft er Gefahr Unzufriedenheit und ein Zwangsverhalten zu entwickeln. Oft reagiert er mit Wut.

Ein weiterer Typ in Bezug auf den Umgang mit Stress ist der sogenannte Freundliche, der  niemals nein sagen kann. Diesen Typen kennst Du mit Sicherheit auch.

Immer hilfsbereit, verständnisvoll und freundlich sind seine wichtigsten Charakterzüge. Da dieser Typ nach Außen Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, wird er von den Mitmenschen immer und immer wieder gebeten zu helfen.  Für diese Menschen ist es kein Problem, unbezahlte Überstunden zu leisten. Und andere Menschen haben kein schlechtes Gewissen, ihn immer wieder um Gefälligkeiten zu bitten. Beim Freundlichen herrscht die Angst vor, dass man ihn nicht mehr mag, wenn er weniger engagiert ist, weniger hilft. Sollte der Freundliche unter Dauerstress geraten, reagiert er mit Rückzug, es können sich psychosomatische Beschwerden einstellen. Dieser Typ Mensch unterdrückt negative Gefühle. Gegenüber ihren Mitmenschen sind sie immer freundlich und geduldig. Sie erheben wenig Ansprüche. Bei ihnen wirkt sich negativ für die Gesundheit aus, dass sie kaum in der Lage sind abzuschalten. Sie fressen viel Probleme in sich hinein und schleppen Arbeitsprobleme mit nach Hause.

Der letzte Typ nach Bärtschi ist der sogenannte Gemütliche. Das ist der, dem alles über den Kopf wächst. Im Prinzip ist er ein toller Typ, bescheiden und vorsichtig im Verhalten, stets etwas abwartend. Dadurch lässt er viele Dinge schleifen, bis sie ihm über den Kopf wachsen. Mit Stresssituationen können diese Menschen gut umgehen, weil sie sehr selbstbestimmt sind. Diese Menschen können auch gut entspannen und abschalten. Dazu kommt, dass sie mit sich zufrieden sind, d.h. sie müssen sich um ihre Gesundheit wenig Sorgen machen. Schaut man in diese Menschen hinein, so fühlen sie sich jedoch überfordert und gehetzt. Dieser innere Stress führt bei diesen Menschen oft dazu, die Tätigkeit oder die Firma zu wechseln, was bei Mitmenschen oft nicht nachvollzogen werden kann

Jetzt, wo Du weißt, wie die unterschiedlichen Menschen auf Stress reagieren und Du vielleicht auch selbst einordnen kannst, zu welchem Typ Du zählst, will ich gern darstellen, wie man am besten mit Stress umgeht. Da Stress nicht nur eine psychische Komponente hat, sondern auch eine körperliche, ist es sehr wichtig zu lernen, mit Stress umzugehen. Denn Stress ist der Auslöser vieler Krankheiten. Der richtige Umgang mit Stress oder Stressvermeidung sind damit als Prävention für die Erhaltung der Gesundheit zu betrachten.

Ich will mich heute auf den Stress im Berufsalltag konzentrieren, wohlwissend, dass Stress in allen Lebensbereichen entstehen kann und auch Begleiter vieler Krankheiten ist. Dabei müssen wir aber noch einmal unterscheiden zwischen einer Stresssituation, die nur zeitweilig in Zusammenhang mit Überforderung am Arbeitsplatz entsteht und permanentem Stress, der zunächst immer wieder auftritt und dann zum Dauerzustand wird. Dauerstress kann zu totaler Erschöpfung führen, weil die Energiereserven aufgebraucht werden und durch das Vorhandensein hoher Konzentrationen an Stresshormonen weniger Energie in den Mitochondrien produziert wird. In dieser Situation fühlt man sich nicht nur erschöpft, sondern auch hilflos. Begleitend kommen noch Gefühle wie Distanziertheit und Unglücklichsein hinzu. Kurz, man fühlt sich ausgebrannt, leer. Man hat Burnout. Dieser Zustand ist umso schlimmer, je mehr man an die Grenzen seiner eigenen Belastbarkeit angekommen ist. Das Gute ist, dass man das ändern kann, wenn man rechtzeitig damit beginnt. Zuvor nur noch ein Satz, der entscheidend für die Entstehung von Stress ist. Wichtig ist, dass das vegetative Nervensystem in Balance ist. Wir müssen ein Gleichgewicht anstreben in dem Sinne, dass Dinge, die uns belasten, zum Beispiel Überforderung durch die Arbeit, durch entsprechende Maßnahmen entspannt werden. Welche das sind versuche ich nachfolgend darzustellen.

Oft wird Stress gleichgesetzt mit Burnout. Und manchmal auch Burnout mit Depression. Das ist nicht richtig. Für Burnout und Depression kann permanenter Stress ein Auslöser sein. Doch während Burnout eine Situation beschreibt, bei dem Menschen durch andauernden beruflichen und/oder privaten Stress derart belastet sind, dass sie in einen Zustand physischer und emotionaler Erschöpfung mit deutlich reduzierter Leistungsfähigkeit kommen, ist eine Depression ist eine krankhafte psychische Störung, die durch die Hauptsymptome gedrückte Stimmung, Interesselosigkeit beziehungsweise Freudlosigkeit und Antriebsstörung (Abulie) gekennzeichnet ist.

Depression ist keine Traurigkeit, sondern ein Zustand, in dem die Empfindung aller Gefühle reduziert ist. Betroffene beschreiben dies auch mit einem "Gefühl der Gefühllosigkeit". (Doccheck Flexicon)

Manchmal wird Burnout auch als eine Vorstufe einer Depression betrachtet. Dazu gibt es jedoch keine Studien und deshalb lasse ich es bei diesem Satz. Eines ist noch wichtig, Burnout ist 2019 von der WHO als Krankheit anerkannt und wegen der Zunahme der Fälle von Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom oder Anpassungsstörungen erhält sie immer mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit.

Der Begriff Burnout wurde vom Psychoanalytiker Herbert Freudenberger geprägt. Dabei war ihm aufgefallen, dass es gerade Menschen in „helfenden Berufen“ sind, die durch ihre sehr hohe Arbeitsbelastung und durch ihr hohes persönliches Engagement psychische Probleme bekommen. Sie werden häufiger krankgeschrieben, weil sie erschöpft und damit nicht mehr leistungsfähig sind. Du erinnerst Dich vielleicht, was ich über den Freundlichen in Bezug auf sein Stressverhalten gesagt habe. Das trifft genau auf die Menschen mit Burnout zu. Nehmen wir beispielsweise Ärzte. Sie gehören zur Gruppe der helfenden Berufe. Sie sind engagiert und das beginnt schon im Studium. Schon während der Praktika im Krankenhaus sind sie bereit Überstunden zu leisten, sie werden dafür von ihrem Mentor gelobt, ja und der liefert Ihnen auch ein positives Beispiel. Sind sie dann im Beruf, setzt es sich fort. Irgendwann kommen sie aber an ihre Grenze. Damit sie das alles durchhalten, unterstützen sie ihre Leistungsfähigkeit mit Stimulantien. Es ist gar nicht so selten, dass Ärzte auch abhängig werden davon. Leider fällt die Abhängigkeit nicht so schnell auf, weil sie ja an der Quelle sind. Doch irgendwann stellt sich permanente Erschöpfung ein oder sogar schlimmere Krankheiten.

In der Gegenwart kommen durch die Veränderungen in der Arbeitswelt immer mehr Berufsgruppen hinzu, die der Gefahr unterliegen, ein Burnout zu bekommen. Ich bin in der vorigen Sendung auf den Kommunikationsstress eingegangen. Ja auch das ist eine Quelle für die Erkrankung mit Burnout. Gerade deshalb ist es wichtig, die Tipps zu beherzigen, die ich Dir gegeben hatte. Trotz allem, was von Dir abverlangt wird, solltest Du immer daran denken, dass Du selbst für Deine Gesundheit verantwortlich bist. Wenn sich andere verantwortlich fühlen, ist es oft schon zu spät. Deshalb wiederhole ich auch gern den Satz: Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Und wenn Du hilfsbereit sein möchtest, kannst Du es nur, wenn Du selbst fit bist.

Laut einer Analyse von Statista sieht es mit dem Burnout so aus, dass mit 308,3 Arbeitsunfähigkeitstagen je 1.000 Mitglieder der AOK im Jahr 2018 die meisten Burn-out-Krankheitstage auf Führungskräfte im Verkauf zu verzeichnen waren. Zusammen mit Berufen im Dialogmarketing und in der Altenpflege gehören die Verkäufer zum wiederholten Male zu den Burn-out anfälligsten Berufsgruppen.

Dabei sind zwischenmenschliche Extremsituationen im Berufsalltag, eine hohe Position in der Firma mit viel Verantwortung und Entscheidungsgewalt  sowie eine hoher zeitlicher und inhaltlicher Arbeitsaufwand Faktoren, die ein Burnout ganz objektiv begünstigen. Hinzu kommen extrem hohe Leistungsanforderungen und für überwiegend Frauen auch noch die Doppelbelastung durch Familie und Beruf, die ein Burnout auslösen können. Das sind nur die objektiven Faktoren, die Burnout begünstigen. Auch persönlichkeitsbezogene Faktoren tragen in entscheidendem Maße zur Entwicklung von Burnout bei. Personen, die zu Burnout tendieren sind hochmotiviert, engagiert und extrem leistungsbereit. Von ihrem Persönlichkeitsprofil ausgehend sind sie Perfektionisten, sehr harmoniebedürftig und haben hohe Ideale.

Wenn man so, salopp gesagt, strukturiert ist, führen oft permanente Stress- und Belastungssituationen zu einem Burnout. Der Experte auf dem Gebiet Burnout, Prof. Dr. Faust, schätzt die Ursachen speziell im Bereich Karriere so ein:

„Wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft. Die meisten Mitarbeitenden finden das in Ordnung, genauso wie berechtigte Kritik, solange sie Gestaltungsspielraum und Anerkennung sowie Sicherheit haben. Man hat jedoch den Eindruck, dass der verantwortungsvolle Umgang mit den Mitarbeitenden langsam verloren geht. Es wird immer wieder vergessen, verdrängt oder mutwillig zur Seite geschoben, weil die Arbeitgeber egoistische Interessen haben.“

Ein Burnout entsteht nicht plötzlich, sondern verläuft in mehreren Phasen bis zu dem Zeitpunkt, wo das Maß übervoll ist.

Burnout beginnt in der Regel immer mit einem erhöhten Leistungseinsatz. Der Betroffene ist hoch motiviert, hat viele Ideen, die er umsetzen möchte, merkt nach einer bestimmten Zeit, dass ihm die Zeit fehlt, das zu realisieren. Um sein Ziel zu erreichen, wird jetzt Zeit aus dem privaten Bereich genutzt. Das heißt, weniger Aktivitäten mit der Familie, mit Freunden, persönliche Interessen werden zurückgestellt. Und noch eins kommt hinzu. Persönliche Phasen der Regeneration werden geopfert. In der nächsten Phase werden dann Interessen außerhalb des Berufs immer mehr vernachlässigt. Es kommt zum Schlafentzug, alles dreht sich nur noch um die betriebliche Aufgabe, keine Erholungsphasen. Der Körper erschöpft immer mehr.  In dieser Phase kommt es zum verstärkten Verzehr von Alkohol, Stimulantien und Drogen, sofern zugänglich, werden konsumiert. Jedoch wird die Leistungsfähigkeit dabei nicht gesteigert. Auf Kritik reagieren die Menschen mit Verständnislosigkeit. Der subjektiv empfundene Zeitmangel und die zunehmende Konfrontation mit dem Umfeld (Familie, Freunde) führen zum selbst gewollten Rückzug. Dadurch wird das soziale Leben weiter belastet, was zu einer zunehmenden Resignation und Aggressivität führt. Trotzdem arbeitet die Person weiter nach dem Motto: Mehr Einsatz-mehr Leistung. Jetzt kommt es zu körperlichen Symptomen, massiven Schlafstörungen bis hin zu Erkrankungen des vegetativen Nervensystems. Äußerlich wird das Burnout jetzt sichtbar. Sinkende Leistungsfähigkeit, lustlose und fehlerhafte Arbeitsweise und wachsende Kritikunfähigkeit sind markante Symptome und alarmierende Signale für die Kollegen. Was folgt ist ein körperlicher und seelischer Zusammenbruch des betreffenden Menschen, ein völliges Ausgebranntsein. Die Person selbst nimmt wahr, dass sie von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Es gibt keine sozialen Kontakte mehr, sie sehen keinen Sinn mehr in ihrer Arbeit und ihrem Dasein. Am Ende steht die komplette Arbeitsunfähigkeit.

So sieht es aus, wenn man nicht rechtzeitig etwas für sich tut. Deshalb möchte ich Dir einige Tipps mit auf den Weg geben, damit Dir das nicht passiert. Dabei sind es gar nicht so starke Veränderungen, die Du in dein Leben integrieren solltest, aber sie bewahren Dich vor einem Burnout. Und gewährleisten Dir eine hohe Leistungsfähigkeit.

https://www.gesund.at/psyche/burnout-vorbeugen/ Stand 06.06.2020

Tipp 1: Baue eine Distanz zur Arbeit auf

Nicht nur unser Lebensstil hat sich in den letzten Jahren gewaltig geändert, sondern auch die Arbeitsbedingungen. Ständige Erreichbarkeit hat dazu geführt, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben oft nicht vorhanden sind. Deshalb sorge dafür, dass die Arbeit nicht dein Privatleben blockiert, schalte dein Handy ab, beantworte nicht sofort eine E-Mail, und lerne es, Aufgaben zu delegieren. Pausen während der Arbeit gehören dazu und auch das Vermeiden von Unterbrechungen während wichtiger Arbeiten.

Tipp 2: Lege, falls Du ihn hast, Deinen Perfektionismus ab.

Niemand kann ständig Höchstleistungen vollbringen, niemand ist perfekt und Fehler gehören zum Leben. Wichtig ist nur, daraus zu lernen.

Tipp 3: Lerne es, Nein zu sagen

Nein zu sagen bedeutet Grenzen zu ziehen. Du kannst nicht alles allein machen. Du darfst andere nicht ständig über deine Zeit verfügen lassen. Das bringt dich in Bedrängnis und du zahlst dafür einen hohen Preis. Nein sagen können ist wichtig für deinen Selbstschutz. Du selbst bist am wichtigsten! Deshalb höre zuerst auf deine Bedürfnisse und nicht auf die der anderen.

Tipp 4: Erhole Dich täglich

Sorge täglich dafür, dass Du einen Ausgleich zur Arbeit hast. Mache dabei das, was Dir gefällt. Das kann einfach Entspannung sein, treffen mit den Freunden, Sport oder Wandern. Wichtig ist, täglich etwas für dich ganz persönlich zu tun.

Tipp 5: Erlerne Entspannungstechniken

Da gibt es sehr viele Möglichkeiten, die man unter Umständen auch in seinen Arbeitsalltag integrieren kann. Das können autogenes Training, progressive Muskelrelaxion nach Jacobsen, Meditation, Tai-Chi oder Qigong sein.

Tipp 6: Treibe Ausdauersport

Es ist das beste Mittel, um Stress abzubauen, weil sich dadurch einerseits das Stresshormonsystem normalisiert. Andererseits bewirkt Bewegung, dass Stress-Symptome erst gar nicht entstehen. Ich empfehle Dir 3 mal pro Woche  eine halbe Stunde Ausdauersport. Pass dabei auf, nicht in Leistungsdruck zu kommen, weil Du dich damit neuem Stress aussetzt.

Tipp 7: Mach Dir jeden Tag eine Freude

Es muss nichts Großes sein, sondern einfach etwas, was dich in eine freudige Stimmung versetzt. Das kann dein Hobby sein, treffen mit Freunden, ein angenehmes Telefonat, Musik hören….Oft sind es die kleinen Dinge, die uns eine angenehme Atmosphäre schenken.

Tipp 8: Steigere deinen Selbstwert

Führe ein Erfolgstagebuch. Schreib Dir auf, was du heute geschafft hast. Freue dich an deinen Ergebnissen und sei dankbar für jeden noch so kleinen Erfolg. Das steigert deinen Selbstwert.

Wenn Du diese Tipps in dein Leben einbaust, gelingt es Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit Burnout zu vermeiden. Das sind Dinge, die keinen großen Aufwand erfordern aber eine sehr große Wirkung haben. DU bist ein wertvoller Mensch und deine Familie, Freunde und Kollegen sind froh, mit Dir viel erleben zu dürfen. Vergeude Deine Zeit nicht nur für die Arbeit, auch wenn sie dir sehr viel Freude bereitet. Lebe. Dazu bist Du auf dieser Welt.

Show 058: Kommunikationsstress

Bekanntlich kann man Stress als einen Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt, definieren. Der Begriff wurde 1936 von Hans Selye geprägt, der zwischen Eustress als einer notwendigen und positiv erlebten Aktivierung des Organismus und Distress als belastend und eine schädlich wirkende Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen unterschied. Stress kann durch eine Vielzahl körperlicher und seelischer Reize (Stressoren) ausgelöst werden. Zu den Reizen gehören Lärm, Verletzungen, Infektionen, Probleme in der Partnerschaft, Überforderung im Beruf, Verlust eines geliebten Menschen u.a. Unabhängig von der Art der einwirkenden Stressoren kommt es nach Selye zu körperlichen Anpassungsreaktionen infolge der Stressreaktion. Wir können heute leider feststellen, dass wir immer mehr Stressfaktoren erleben, die uns teils verzweifeln, teils krank werden lassen. Einer dieser Stressoren, der besonders stark ansteigt, ist der Kommunikationsstress.

Die Kommunikation zwischen Menschen  hat sich in all den Jahren ihrer Existenz vollzogen über die Nutzung von Trommelsignalen in Afrika, mit der Entwicklung des ersten Kurierdienstes  500 bis 550 vor Christi bis hin zur Entwicklung der Telegrafie durch Alfred Morse und des ersten Mobiltelefons im Jahr 1971. Weitere bahnbrechen Entwicklungen sind diesen Entwicklungen gefolgt.

Bei all der positiven Entwicklung, was die technische Seite der Kommunikation anbelangt, ist die eigentliche Kommunikation zwischen Menschen, das persönliche Gespräch, der Gefahr ausgesetzt, eine immer kleinere Rolle zu spielen. Vorherrschend ist heute die Weitergabe von Informationen mit Hilfe von E-Mails, SMS, Tweets, WhatsApp oder Telegram-Nachrichten. Hinzu kommen die sozialen Medien wie Facebook, Xing, LinkedIn und neuere, wie Tik Tok. Dazu einige Zahlen. dazu. So nutzen in der Gegenwart monatlich

2,5 Mrd. Menschen Facebook

Jeweils 2,0 Mrd. Menschen Youtube und/oder WhatsApp

1 Mrd. Personen Instagram. Weitere 330 Mio Leute nutzen Twitter, 675 Mio LinkedIn und

640 Millionen TikTok. Letztere werden überwiegend von jungen Menschen genutzt.

Die Aufzählung ist nicht komplett, zeigt aber sehr eindrucksvoll, wo heute ein Großteil des sozialen Lebens stattfindet.

Und so beginnt bei vielen Menschen schon der Morgen damit, erst einmal zu schauen, was es Neues in den sozialen Medien gibt. Es folgt ein Check darüber, was in der Welt passiert und sich bei den Freunden ereignet hat. Oft folgt ein aktives Telefonat, oder Du bekommst selbst einen Anruf. Das alles geschieht schon zwischen Aufstehen und Frühstück.

So bist Du schon mal allseitig informiert. Was Dir noch an Informationen fehlt, holst Du dir aus dem Internet, Deinem Digitalradio oder Du schaust deine E-Mails und WhatsApps durch. Ist schon toll, immer allseitig informiert zu sein, Dir entgeht kaum etwas, es sei denn, Du schaltest einfach mal alles aus. Machst Du das wirklich? Oder ist der Reiz , informiert zu sein, größer? Diese Frage kannst Du nur selbst beantworten.

Jedoch ist es tatsächlich so, dass wir uns doch immer häufiger die Frage stellen (sollten), ist sie nun ein Fluch oder Segen, diese Online Kommunikation?

Ich selbst betrachte das Internet als eine wirklich tolle Einrichtung. Es gibt dank der günstigen Technik und der Verfügbarkeit der Anschlüsse kaum noch einen Haushalt ohne Internetzugang. Dank der Technik wie Smartphon und Tablets können wir uns ortsunabhängig vernetzen und arbeiten. Wir können mit Menschen aus aller Welt Kontakt haben und uns austauschen. Der Nutzen für die Arbeitswelt ist immens, ja, durch das Internet wurde sie so weit revolutioniert, dass sie nicht nur ökonomischer, sondern auch flexibler geworden ist. Oder könnten wir heute Homeoffice betreiben, wenn es das alles nicht gäbe. Auch Studenten, Schüler, Lehrer profitieren davon. Online Learning ist in und hat gewährleistet, dass der Lehrbetrieb trotz Einschränkungen weitergehen konnte.  Ich behaupte sogar, dass in der jetzigen Krise noch viel mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen wären, wenn es das Internet nicht geben würde. Der Nutzen liegt also auf der Hand.

Und dann spreche ich hier heute über Kommunikationsstress? Ja, das ist mir wichtig, weil wir uns bei all den positiven Errungenschaften auch fragen müssen, wann das ständige Online zum Fluch für uns wird.

Auch dazu einige Zahlen: Inzwischen sprechen wir in Deutschland davon, dass ca. 1%  der Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 60 Jahren onlinesüchtig ist, weitere 2,5 Mio Menschen werden als anfällig für eine Internetsucht eingestuft. Das alles sind Angaben einer Studie der Uni Lübeck und Greifswald.

Da fragt man sich natürlich, nach welchen Kriterien das einschätzt wurde.

Ein Kriterium ist mit Sicherheit die verbrachte Zeit im Internet. Aber das ist es nicht allein. Auch, ob man  dadurch seine Freunde, Familie und die Arbeit vernachlässigt, lassen einschätzen, ob man suchtgefährdet ist. Kommt es dann auch noch dazu, dass sich das Ess- und Schlafverhalten stark verändern, dass man die Nahrungsaufnahme vergisst oder nur nebenbei etwas zu sich nimmt, dann ist die Sucht schon ziemlich fortgeschritten. Dabei haben die Betroffenen einen starken inneren Drang, ins Internet zu gehen, es ist Ihnen egal, ob damit ein Nutzen verbunden ist.

Für eine Internetsucht gibt es verschiedene Indizien. Die will ich Dir gern benennen, damit Du selbst prüfen kannst, inwiefern Du selbst oder Deine Lieben schon von Internetsucht betroffen sind.

Die erste Frage ist, ob Du Deine ersten E-Mails und Social Media Nachrichten des Tages bereits vor dem Frühstück und die letztes unmittelbar vor dem Schlafengehen checkst. Bist Du ständig online mit deinem Mobilgerät, auch wenn Du nicht zuhause bist? Du solltest dich auch fragen, wie oft Dich das Internet daran hindert Aktivitäten in der Natur oder mit anderen Menschen zu verbringen.

Bleibt bei Dir vielleicht wichtige Arbeit liegen, weil Du zunächst deine Nachrichten ansehen musst und keine Zeit für andere Sachen hast.

Oder kannst Du dir nicht vorstellen, einen ganzen Tag ohne Internetaktivität zu verbringen. Bist Du eventuell schon unruhig, wenn Du nicht online bist.

Wenn Du viele dieser Fragen mit “Ja” beantwortet hast, empfehle ich Dir, einen genaueren Test durchzuführen, dessen Link ich Dir hier angebe.

https://www.onlinesucht-ambulanz.de/selbsttest

Einige Tipps zur Verhaltensänderung möchte ich Dir trotzdem schon jetzt geben. Der erste Schritt sollte sein, Dich selbst zu beobachten. Schau, zu welchen Zeiten Du surfst? Sprichst Du in der Mittagspause mit deinen Kollegen oder bist du auf facebook aktiv, schaust Du noch einmal bei youtube vorbei oder gehst Du gleich an die Erledigung deiner Aufgaben. Finde die Auslöser für deine unnötigen online Aktivitäten heraus.

In einem zweiten Schritt solltest DU deine Gewohnheiten durch neue ersetzen. Was möchtest Du tun, anstatt im Internet zu surfen? Es sollten Dinge sein, die Du in nur 5 Minuten umsetzen kannst. Die neue Tätigkeit solltest du mögen, manchmal ist es gut sich einen Cappucino zu holen, statt ohne Notwendigkeit Online zu gehen. Vielleicht könntest Du lernen zu meditieren, was Dir auch noch beim Stressabbau hilft, oder mach ein paar Bewegungen am Arbeitsplatz, die dich anregen effektiver zu arbeiten. Schau selbst, was für Dich am besten ist. Such dir den Killer für deine Online-Gewohnheiten.

Und das ist sehr wichtig: Sei konsequent, das bedeutet, dass Du deinen Gewohnheitskiller konsequent einsetzen solltest, um deine Suchtgefahr zu bannen. Lass Dir auch von Kollegen helfen, die dich an deine Vorsätze erinnern, wenn Du gefährdet bist, rückfällig zu werden.

Nachdem ich jetzt die Suchtgefahren durch die permanenten Online Aktivität angesprochen hatte, möchte ich doch endlich auf den eigentlichen Kommunikationsstress eingehen. Wobei die Online – Sucht schon ein spätes Stadium von Kommunikationsstress ist. (Prävention und Gesundheit im Kanton Zürich Nr. 35 2014)

Fakt ist, dass alle neuen Medien, die via Internet und Telekommunikationsnetzen uns Menschen ständig sehr viele Nutzungsoptionen eröffnen, zu einem Stressfaktor im Alltag geworden sind. In welcher Form Kommunikationsstress auftritt und welche Bedingungen dazu führen, möchte ich gern darstellen.

Eine Bedingung, die zum Stress führt, ist die ständige Erreichbarkeit. Durch diesen Faktor fällt es schwer, die verschiedenen Lebensräume voneinander abzugrenzen. Die Kommunikationserwartungen sind gänzlich anders geworden. Arbeit und Freizeit sind nicht mehr klar voneinander abgegrenzt. Viele Menschen erleben einen Zwang, auf eine erhaltene Nachricht sofort zu reagieren. Das betrifft junge Menschen, Jugendliche genauso wie ältere Erwachsene. Oft, und das betrifft Jugendliche noch stärker als Erwachsene, ist man unkonzentriert, weil die Gedanken ständig darum kreisen, was es Neues geben könnte. Die Aufmerksamkeit für die eigentliche Aufgabe wird verringert. Weil man nicht alles mitbekommt, entstehen Missverständnisse. Das ist ein extra – Faktor für den entstehenden Stress. Entgehen kann man diesem Stress, indem man seine digitale Erreichbarkeit entsprechend managet.

Wir müssen davon wegkommen unsere digitalen Kommunikationsgeräte sowohl privat als auch dienstlich zu nutzen. Besitzt Du ein Diensthandy, schaff Dir eins für den privaten Bereich an, damit Du das nicht ständig vermischt. So gut es ist, Du musst Unterschiede machen. Das private Handy nur für private Notfälle während der Arbeitszeit nutzen, und das auch so in der Familie kommunizieren. Und umgekehrt, wenn Du auch Dein Diensthandy zu Hause abhörst, nur für Notfälle. Die Kollegen müssen angewiesen sein, in welcher Zeit sie dich dienstlich anrufen dürfen. In der Regel hat es in der Freizeit keine Dienstanrufe zu geben.

Anders ist es natürlich im Home – Office. Während deiner festgelegten Arbeitszeit bist Du dienstlich erreichbar. Jedoch gelten auch hier Arbeitszeiten, die durch den Betrieb festgelegt sein müssen. Auch wenn sich durch Homeoffice Familie und Beruf gut miteinander verbinden lassen, Arbeitszeitgesetze gelten auch hier.  Übertriebener Ehrgeiz kann diesbezüglich schnell zu Stress mit der Folge von gesundheitlichen Problemen führen.

Ein Dilemma besteht darin, dass Online-Dienste permanent und überall vorhanden sind. Besonders die Entwicklung von neuen internetfähigen Geräten hat dies ermöglicht.

So ist der Internetkonsum seit 1971 gemäß einer repräsentativen ARD-ZDF-Onlinestudie von 76 auf 169 Minuten pro Tag wegen der Zunahme internetfähiger mobiler Geräte angestiegen. Bedingt durch die ständige Erreichbarkeit gibt es auch eine gesteigerte Erwartungshaltung, dass E-Mail-Anfragen schneller, möglichst innerhalb eines Tages, beantwortet werden. So gaben in einer umfassenden deutschen Stress-Studie 33% der befragten Erwerbstätigen an, dass sie unter Informationsüberlastung leiden. Das hat Konsequenzen für die Gesundheit der Erwerbstätigen. Inzwischen haben größere Betriebe, wie zum Beispiel der VW-Konzern dafür gesorgt, dass die Erreichbarkeit der Mitarbeiter nach Feierabend und an den Wochenenden eingeschränkt ist. Bei anderen Firmen werden E-Mails während Abwesenheitszeiten automatisch gelöscht.

Das ist jedoch nur bei wenigen Firmen der Fall, bei den meisten Firmen setzt man auf Eigenverantwortung des Managements. Auch die Schulen haben dahingehend gewirkt, Handyverbote auszusprechen, um die Konzentration der Schüler zu fördern. Der bessere Weg wäre jedoch, um die Handynutzung an Schulen einzuschränken, den Umgang mit dem Internet zu erlernen.

Um besser mit der ständigen Erreichbarkeit umzugehen, werden unter anderem Offline-Days ausgerufen, oder aber manche Feriengebiete bieten einen sogenannten Offline Urlaub an, um dem digitalen Stress zu entgehen.

Schauen wir uns an, wie es in den sozialen Medien aussieht.

Hier gilt es zwei Sachen zu unterscheiden., das sind zum einen private Nutzer und zum anderen gewerbliche Nutzer. Was die private Nutzung anbelangt, so werden Menschen animiert, ihre digitalen Selbstdarstellungen stetig zu pflegen  und zu überwachen. Das kann man besonders auf Facebook und Instagram beobachten. Das eigene Online – Profil wird mit Auftritten anderer Menschen verglichen. Dabei zählt die Anzahl der Freunde, der Follower und der Likes. Ja, auch wer sich wie oft mit bestimmten Menschen trifft, alles spielt eine Rolle. Hierbei gibt es eine Gefahr. Man kann in eine Facebook-Depression verfallen, weil wie immer das Leben der anderen viel interessanter ist. Nur Menschen, die sehr aktiv sind, häufig posten, haben das Gefühl sozial integriert zu sein. Viele Menschen, gerade Jugendliche, prüfen immer wieder, was über sie veröffentlicht wird und ob die Aussagen dazu beitragen ihr Selbstbildnis zu bestätigen. Was die gewerbliche Nutzung anbelangt, ist es auch nicht einfacher. Hier geht es darum mit Hilfe von Social-Media Reichweite zu erzielen, um seine Angebote gut darstellen zu können. Dabei kann man beobachten, dass bestimmte Menschen täglich posten, oft auch sehr private Details, dass Live Auftritte immer mehr zunehmen. Alles von, in diesem Fall Facebook, gefördert. Es ist für die Reichweite und für FB vorteilhaft, wenn die Menschen lange in den sozialen Medien verweilen.

Auch dabei unterliegen die Nutzer der Gefahr zu vergleichen, mit dem Vergleich zu verzweifeln, und es besteht auch hier die Angst, abhängig zu werden. Da Facebook die lange Verweildauer in diesem Netzwerk unterstützt, werden die Nutzer dadurch ebenfalls einer Suchtgefahr ausgesetzt.

Was kann man aber präventiv tun?

Das gute ist, wenn man weiß, wie die die sozialen Medien arbeiten, was ihnen selbst wichtig ist. Deshalb sollten Menschen, die in den sozialen Medien sehr aktiv sind, ein hohes Maß an sozialer Kompetenz haben, um mit den zweifellos vorhandenen Stressfaktoren gut umgehen zu können.

Der Weg besteht darin, einen bewußten Umgang mit Social Media zu lernen. Man muss selbst entscheiden, wieviel Zeit man in diesen Medien verbringen will. Hier gilt genauso wie in allen digitalen Medien, eine ausgewählte Kommunikation zu betreiben, bewusst Phasen der Nichtnutzung und Nichterreichbarkeit zu planen und Erholung von den Medien gepaart mit Fokussierung der Aufmerksamkeit und Förderung der Kreativität zuzulassen.

Das ist sicher nicht so einfach, da sich die Nutzungsoptionen in Social-Media-Kanälen sehr schnell verändern, immer wieder neue Möglichkeiten hinzu kommen und sich noch keine optimalen Nutzungsregelungen etabliert haben.

Wenn man das alles unter dem Aspekt der Gesunderhaltung und Suchtprävention betrachtet, gibt es hier ebenfalls einen hohen Lernbedarf der Fachpersonen für die psychologische Lebensberatung und Medienbeurteilung. Siehe dazu:

Sarah Genner, lic. phil. Forschungsschwerpunkt Medienpsychologie sarah.genner@zhaw.ch

Prof. Dr. phil. Daniel Süss Leiter Abt. Studium & Forschung daniel.suess@zhaw.ch

Beide: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Departement Angewandte Psychologie

Pfingstweidstr. 96, Postfach 707

8037 Zürich

www.psychologie.zhaw.ch

Fakt ist jedoch, dass die Nutzung der digitalen Medien weiter zunehmen wird und noch mehr Menschen, immer öfter von der Nutzung Gebrauch machen werden. So kann man gesundheitlichen Risiken und der Suchgefahr nur durch eigene Verhaltensmaßnahmen entgegenwirken.

Deshalb möchte ich zum Schluß noch einige Tipps geben.

Kommen wird zuerst zur mobilen Nutzung des Handy. Vermeide es, das Handy im Straßenverkehr zu nutzen. Nachweislich haben nicht nur Autounfälle, sondern auch Unfälle mit und durch Fussgänger, die ihr Handy im Straßenverkehr benutzen, zugenommen.

50 % der Smartphone-Nutzer benutzen auch die Weckfunktion. Davon möchte ich abraten. Liegt das Handy in deiner Nähe während des Schlafs, wirst Du es auch in Wachphasen benutzen, das verschlechtert dein Schlafverhalten zunehmend. Nutze stattdessen lieber einen Wecker, um das zu verhindern.

Schließe ab und zu deine E-Mail-Programme während Du am PC arbeitest, um nicht ständig abgelenkt zu werden. Mach auch konsequent E-Mail Urlaub, um nicht ständig für die Firma außerhalb der Arbeitszeit tätig zu sein.

Es gilt, konsequenten E-Mail Urlaub zu machen.. Und das muss auch klar in der Firma kommuniziert werden. Auch wenn die beruflichen Mails auf dem Smartphone verfügbar wären gilt, Keine Arbeitsmails im Urlaub.

Show 057: Magnesium - Update

Neben Kalium ist Magnesium das zweithäufigste Kation innerhalb der menschlichen Zellen. Außerhalb der Zellen befindet sich nur 1 % des gesamten Magnesiums. 50 bis 70 % des Magnesiums befinden sich in den Knochenzellen.

Magnesium ist Aktivator von ca. 300 Enzymsystemen im Körper. Besondere Bedeutung hat es für die Übertragung von Phosphaten. Das ist insofern wichtig, da die Übertragung von Phosphaten für die ATP-Produktion in den Mitochondrien große Bedeutung hat. Ohne Magnesium wäre die Produktion von ATP, also Adenosintriphosphat nicht möglich. Das heißt, ohne Magnesium ist überhaupt nicht an eine Energieproduktion in unserem Körper zu denken.

Das ist aber nur ein Gesichtspunkt in der Betrachtung von Magnesium und seinen Funktionen im menschlichen Körper.

Sehr oft wird unterschätzt, dass es sehr viele Menschen gibt, die unter Magnesiummangel leiden und es nicht wissen. Darüber hatte ich ausführlich in der 20. Episode dieses Podcast berichtet und entsprechende Fallbeispiele vorgestellt. Hör es Dir noch einmal an, wenn Du es nicht mehr weißt oder noch nicht gehört hast. Dabei möchte ich auch gleich noch einmal auf die Seite magnesiumhilfe.de verweisen, wo Du sehr viele Fälle kennenlernst mit Erkrankungen, bei denen Du nie einen Magnesiummangel vermutet hättest.

Kommen wir jetzt zu dem, warum Magnesium so wichtig für uns ist. Der tägliche Bedarf an Magnesium beträgt für den Menschen 300 bis 400 mg Mg. Es ist lebensnotwendig und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Bei einer ausgewogenen gesunden Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorngetreide und Nüssen kann man seinen Magnesiumbedarf in der Regel decken. In der modernen Lebensweise ist Getreide die Hauptquelle für Magnesium. Wegen der industriellen Fertigung enthält es jedoch deutlich weniger Magnesium als früher. So hat man ermittelt, dass die moderne Landwirtschaft zu bis zu 75 % Magnesiumeinbußen im Getreide geführt hat. Außerdem wird Magnesium bevorzugt in Form von Auszugsmehlen verzehrt. Jedoch befindet sich das Magnesium im Getreidekorn. Somit sind Weißmehlprodukte verständlicherweise magnesiumarm.

Dazu kommt, dass es individuelle Situationen gibt, in denen der Magnesiumbedarf erhöht ist.

Worin äußern sich Symptome eines Magnesiummangels?

Häufigste Symptome bei Magnesiummangel sind  Muskelschmerzen, Wadenkrämpfe, Lidflattern oder Augenzucken. Wer aber denkt zum Beispiel bei Verstopfung bzw. Obstipation an Magnesium? Dass Magnesiummangel für viele menschliche Leiden verantwortlich ist, wurde bereits auf einem Ärztekongress 1936 in den USA hervorgehoben.

Auch heute passiert es sehr oft, dass Menschen, die unter Magnesiummangel leiden, zum Beispiel bei Klinikeinweisungen nicht weiter mit Magnesium versorgt werden. Die Ursache liegt darin, dass der gemessene Serumwert in Ordnung ist. Wichtig ist jedoch der Magnesiumwert in der Zelle, wenn man den Patienten gerecht werden will.

Was aber sind die Ursachen, die zu einem Magnesiummangel führen?

Diese sind leider so vielfältig, so dass ich mich nur auf einige beschränken will.

Dafür gibt es zunächst einmal genetische Ursachen, wie es auch in den Fallberichten auf magnesiumhilfe.de zum Ausdruck kommt. Manche Menschen können nur eine begrenzte Menge an Magnesium über die Darmschleimhaut aufnehmen. Andere wiederum scheiden über die Nieren vermehrt Magnesium aus. Davon betroffen ist etwa ein Prozent der Menschen. Weiterhin haben Personen, deren Darmschleimhaut geschädigt ist, Probleme Magnesium aus der Nahrung aufzunehmen. Außerdem enthält die Nahrung wegen der industriellen Fertigung in der Landwirtschaft nur noch wenig Magnesium. Dazu kommt, dass es „Magnesiumfresser“ gibt, die den Magnesiumspiegel in den Zellen senken. Das sind Alkohol und Stress. Auch Medikamente können zu einem Magnesiummangel beitragen bzw. einen Mehrbedarf hervorrufen.

Dazu gehören zum Beispiel die sogenannten Protonenpumpenhemmer. Sie hemmen bekanntlich die Bildung von Magensäure, wobei die Resorption von Magnesium, aber auch Zink und Vitamin B12 beeinträchtigt werde. Dadurch kommt es zu einem Magnesiummangel.

Wer Entwässerungsmittel, sog. Wassertabletten, einnimmt scheidet vermehrt Magnesium über die Nieren aus. Ähnliches beobachtet man bei häufigem Gebrauch von Abführmitteln, die zu Magnesium-Verlusten über den Darm führen.

Da Insulin die Ausscheidung von Magnesium über die Nieren erhöht, leiden Diabetiker oft an Magnesiummangel. Dies wiederum führt zu einer schlechteren Blutzuckerverwertung.

Um nicht die ganze Palette aufzuführen, auch die Einnahme von Cortisonpräparaten und Antibiotika können zu einem Magnesiummangel führen. Insbesondere bei der Anwendung von Cortisonpräparaten ist unbedingt auf die Substitution mit Mg zu achten, da sowohl Cortison als auch Magnesiummangel die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen.

Ebenso können Frauen, die Kontrazeptiva einnehmen von Magnesiummangel betroffen sein, weil Östrogene den Magnesiumspiegel im Blut senken. Gleiches ist bei Frauen, die mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden, der Fall.

Bestimmte Menschen gehören zu einer Risikogruppe für Magnesiummangel. Das sind Sportler, weil sie Magnesium ausschwitzen. Gleiches trifft auf häufige Saunagänger zu. Auch kann man Schwangere und stillende Frauen zu der Risikogruppe zählen, ebenso wie die bereits erwähnten Diabetiker, Personen mit Burnout oder intensiver geistiger Tätigkeit und ältere Menschen.

Professor Dr. Fehlinger, ein Pionier der Magnesiumforschung aus der neurologischen Klinik der Charite‘ zeigte, dass erhöhte Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, innere Unruhe, Depressionen, Ohrensausen, Ängste und Panikattacken eng mit einem Magnesiummangel zusammenhängen.

Wadenkrämpfe habe ich schon erwähnt, aber auch das Zittern der Hände und Beine, Schwindel und Schluckbeschwerden können ihre Ursache im Magnesiummangel haben. Schlimmere Symptome sind Herz-Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Atemstörungen, Luftnot, verschiedenste Schmerzen, nervöse Magen-Darmbeschwerden, Verstärkung von Allergien, Menstruationsbeschwerden, erhöhte Krampfbereitschaft und beschleunigtes Altern. Das alles können Symptome eines Magnesiummangels sein.

Die klassische Medizin hat jedoch für all diese Symptome auch entsprechende Arzneimittel parat:

Zum Beispiel:

Patienten mit erhöhtem Blutdruck erhalten Bludrucksenker, Diabetiker bekommen Antidiabetika, bei Schmerzen gibt es Paracetamol, bei Sodbrennen Säureblocker. Ist dem Patienten auf Dauer damit geholfen. Dabei muss man sich fragen, ob die Ursachen bei der Therapie eine Rolle spielen und auch, ob die Arzneimittel doch dazu beitragen den Magnesiummangel zu verstärken.

Natürlich ist es nicht einfach, sofort einen Magnesiummangel zu erkennen. Dazu sind auch die Symptome zu vielfältig und auch unspezifisch.

Jedoch kann man eins tun. So schlägt Professor Dr. Karl Hecht vor, eine Magnesiumsalztherapie als Basistherapie zu jeder Mehrfacherkrankung durchzuführen. Sollten sich allein dadurch die Symptome verbessern, kann man viele Arzneimittel einsparen. Dabei kann man nur gewinnen, denn viele Medikamente verstärken mitunter die Symptome und behindern den Heilungsprozess.

Wie viel Magnesium braucht man wirklich, und in welcher Form sollte man es einnehmen? Im Allgemeinen geht man davon aus, dass zur Deckung des täglichen Bedarfs an Magnesium 300 bis 400 mg aufgenommen werden sollten. Sofern kein Mangel besteht, kann der Bedarf über die Ernährung gedeckt werden. Oft ist es aber so, dass ein Mangel nicht nachgewiesen ist. Es gibt kein objektives Kriterium dafür.

Einige Angaben macht die magnesiumhilfe.de. Für Patienten mit schwerwiegenden Symptomen, jahrelangen Leiden, verbunden mit Anfällen, was auf etwa 0.1 % der Bevölkerung zutrifft, werden 900-1200 mg täglich empfohlen.

Hohe zusätzliche Mengen im Bereich von 600 bis 300 mg täglich benötigt etwa 1 % der Bevölkerung. Das sind meist Personen mit bestimmten Grunderkrankungen.

Etwa 10 % der Bevölkerung benötigen eine zusätzliche Menge von 300 bis 600 mg Magnesium täglich. Diese Patienten haben meist leichtere gesundheitliche Einschränkungen.

Zur Beseitigung des Mangnesiummangels hat sich eine ganze Reihe von Magnesiumverbindungen bewährt. Dazu gehören Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiumcitrat, Magnesiumorota, Magnesiummalat und Magnesiumglycinat.

Was sollte man bei der Vielfalt einnehmen?

Eine Wirkung haben all diese Präparate. Ich habe viel Jahre Eine Kombination aus Magnesiumcitrat und Magnesiumoxid eingenommen. Die Wirkung und Verträglichkeit war sehr gut. Dabei wird Magnesiumcitrat, das zwar nur 8-15 % reines Magnesium enthält, sehr gut vom Körper resorbiert und bioverfügbar. Verschiedene andere Magnesiumpräparate haben einen höheren Gehalt an Magnesium, teilweise bis 60 % je nach Verbindung. Hinzu kommt, dass die zeitliche Aufnahme von Magnesium im Darm unterschiedlich ist. Wenn auch die Bioverfügbarkeit von Mg Citrat in einem kurzen zeitlichen Intervall von einem Tag hervorragend ist, so ist für die langfristige Erhöhung des Magnesiumspiegels ein Präparat wie Magnesiumoxid besser einzuschätzen. Somit macht es Sinn, genauso wie ich es lange Zeit selbst getan habe, ein Kombinationspräparat einzunehmen.

Inzwischen gibt es Magnesiumpräparate, die mehr als zwei Komponenten enthalten. So zum Beispiel die Kombination Magnesiumcitrat, Magnesiummalat, Magnesiumbisglycitat und Magnesiumoxid.  Oder die Kombination Magnesiumcitrat (42%), Magnesiumhydroxid (21%) und Magnesiumcarbonat (19%). Diese Kombinationspräparate haben eine Depotwirkung. Sie wirken auf unterschiedliche Bereiche des Körpers ein, weshalb eine Kombination Sinn macht.

MAGNESIUM FÜR DEINE GESUNDHEIT

Magnesium ist ein sehr wichtiges essentielles Mineral. Von einer Magnesiumeinnahme, profitieren nicht nur Sportler, sondern jeder der einer gesteigerten körperlichen Belastung oder Stress ausgesetzt ist, Medikamente einnimmt, welche die Magnesiumresorption hemmen können und jeder, der über die Nahrung nicht genügend Magnesium zu sich nimmt.

Für Sportler hat Magnesium Bedeutung, weil es zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt, die normale Muskelfunktion unterstützt und zum Elektrolytgleichgewicht beiträgt.

Weiterhin fördert  Magnesium die normale Funktion des Nervensystems sowie die Eiweißsynthese.

Magnesium beeinflusst die normale psychische Funktion, trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei und hat eine Funktion in der Zellteilung

Magnesium erfüllt lebenswichtige Funktionen im Körper. Es ist wichtig für die Muskelkontraktion, für die Kommunikation zwischen den Nervenzellen und zwischen Nerven- und Muskelzellen sowie für die Herztätigkeit. Auch ist der Mineralstoff am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt. Des Weiteren ist er für den Fett- und Kohlenhydrat­stoffwechsel von großer Bedeutung.

Fehlt Magnesium im Körper, macht sich das an verschiedenen Symptomen bemerkbar. Es kommt zu Krämpfen und zu einer Überreizung der Muskeln, was sich durch Kribbeln und Taubheitsgefühle bemerkbar macht. Weiterhin kann die Körpertemperatur sinken und Müdigkeit auftreten. Langfristige Folgen eines Magnesiummangels sind die Verkalkung von Blutgefäßen und Nieren. Auch wird ein Zusammenhang zwischen einem Magnesiummangel und Störungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Angina pectoris ("Brustenge") diskutiert. Nicht nur deshalb hat Magnesium eine große Bedeutung in der Kardiologie. Hier besteht der Nutzen einer Magnesiumtherapie darin, den transmembranen Ionentransport über die Ionenpumpen von Natrium, Kalzium und Kalium zu kontrollieren.

Und schließlich ist Magnesium das wichtigste Antistressmineral. Das ist dadurch begründet, dass bei  ständigem Stress der Körper mehr Magnesium verliert. Das liegt an dem erhöhten Cortisolspiegel im Blut, der dazu führt, dass über die Nieren mehr Magnesium ausgeschieden wird. Deshalb haben Menschen mit viel Stress einen erhöhten Bedarf an Magnesium

Ein weiters Problem besteht darin, dass viele Menschen unter Stress zu einer ungesunden Lebensweise tendieren. Hier bleibt auch die Versorgung mit Magnesium auf der Strecke. Und der dabei ausgelöste Mangel an Magnesium führt zur weiteren Freisetzung von Stresshormonen. Und hier schließt sich der Teufelskreis.

Fazit: Gerade unter Stress ist die zusätzliche Einnahme von Magnesium notwendig.

Show 056: Wie kann ich meinen Stoffwechsel aktivieren?

Der Stoffwechsel der Ausdruck aller biochemischen Vorgänge, die in unseren Zellen ablaufen. Das betrifft Prozesse der Zersetzung der aufgenommenen Nahrung in ihre Nährstoffe, der Energiebereitstellung genau, dann, wenn der Körper sie braucht, und auch den Abtransport von  Abfallstoffen aus dem Organismus. Für all diese Prozesse nutzt der Körper die zugeführten Nährstoffe, manchmal greift er auch auf  Reserven zurück.

Der Stoffwechsel ist also nicht gleichzusetzen mit Verdauung. Sie geht dem Stoffwechsel voraus. Hinzufügen will ich noch, dass es unterschiedliche Stoffwechselprozesse gibt, also nicht nur den einen Stoffwechsel. So unterscheiden wir den Zuckerstoffwechsel, den Eiweißstoffwechsel, Fettstoffwechsel, Energiestoffwechsel, ….

Für die Stoffwechselprozesse werden verschiedene Hormone und Enzyme benötigt. Das wichtigste Organ für den Stoffwechsel ist die Leber. Aber auch die anderen Organe, wie zum Beispiel Schilddrüse und Bauspeicheldrüse beeinflussen den Stoffwechsel entscheidend. Eine Unterfunktion der Schilddrüse führt zur Verlangsamung des Stoffwechsels.

Wichtig ist ein guter Stoffwechsel für die Energiebereitstellung. Es gilt, dass ein guter Stoffwechsel zu mehr Energie führt.  Auch sind Menschen mit einem guten Stoffwechsel gute Futterverwerter, d.h. was sie zu sich nehmen, wandeln sie in Energie um. Und schließlich kann man auch nur mit einem gut funktionierenden Stoffwechsel sein Gewicht halten.

Das alles sollte Grund genug sein, sich damit zu beschäftigen, wie man seinen Stoffwechsel aktiviert.

Was kann man also tun?

Als erstes ist es wichtig, ausreichend reines Wasser zu trinken. Es genügt nicht, nur Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wasser ist Lösungsmittel für viele Substanzen und zudem für ihren Transport verantwortlich. Ersetzt man zum Beispiel zuckerhaltige Getränke durch Wasser, so nimmt man gleichzeitig weniger Kalorien auf. Wenn man Wasser etwa eine halbe Stunde vor dem Essen trinkt, isst man auch weniger, weil man sich satter fühlt. Entsprechend einer Untersuchung der Berliner Charité wird der Energieverbrauch um 24% für die nächste Stunde erhöht, wenn man einen halben Liter Wasser trinkt. Somit sorgt schon das regelmäßige Trinken von Wasser und ich empfehle Dir 2l täglich für einen effektiveren Stoffwechsel.

Es hat sich auch gezeigt, dass auch grüner Tee und Kaffee den Stoffwechsel ankurbeln. So hilft grüner Tee im Körper dabei Fett in freie Fettsäuren umzuwandeln. Damit wird also die Fettverbrennung angeregt.

Weiterhin ist für einen guten Stoffwechsel auch entscheidend, welche Nahrungsmittel in mehr Energie bei der Verdauung benötigen. So benötigt der Körper am meisten Energie, um Eiweiße zu verdauen. Damit können Eiweiße den Stoffwechsel um ca. 20 % steigern. Kohlenhydrate mit niedriger Nährstoffdichte regen die Stoffwechsel viel weniger an. Und Fette nur sehr wenig. Hinzu kommt, dass Proteine besser sättigen und dem Abbau von Muskelmasse entgegenwirken. Bedenken solltest Du auch, dass Kohlenhydrate zwar wichtig sind, wenn sie ballaststoffreich sind. Ernährungsgeschichtlich spielen sie kaum eine Rolle, weil unser Körper über Glykolyse aus Fetten Glukose herstellen kann oder aus Proteinen über Ketonkörper.

Eine Steigerung des Stoffwechsels kann man auch durch scharfe Gewürze erreichen. So enthalten z.B. Chilischoten Capsaicin, was wahre Wunder in der Fettverbrennung bewirkt.

Jedoch benötigt man viel mehr von dieser Substanz, als wir es durch das Würzen aufnehmen könnten. Es gibt jedoch Extrakte mit Capsaicin, die man sehr gut zur Leberentgiftung und als Fettburner einsetzen kann. Im Übrigen kann auch die Aminosäure Tyrosin den Stoffwechsel anregen, da sie zur Leistungssteigerung beiträgt.

Ein weiteres einfaches Mittel, das den Stoffwechsel anregen kann, ist Kokosnussöl. Es enthält mehr mittelkettige Fettsäuren als viele andere Öle. Und mittelkettige Öle können den Stoffwechsel stärker anregen als langkettige. Wenn Du jetzt öfter Kokosnussöl verwenden willst, solltest Du dennoch nicht übertreiben, weil der Anteil an gesättigten Fettsäuren darin 90 % beträgt. Jedoch in Maßen verwendet erzielt man günstige Voraussetzungen für einen guten Stoffwechsel.

Und natürlich spielt auch der Sport eine große Rolle, wenn es darum geht den Stoffwechsel anzukurbeln. Durch Bewegung erhöhen wir unseren Grundumsatz und mit steigender Muskelmasse wird der Energieverbrauch erhöht. Dabei ist sowohl ein leichtes Krafttraining und moderate Bewegung zu empfehlen. 30 bis 60 Minuten pro Tag sind günstig in Bezug auf Wohlbefinden und Stoffwechsel.

Wer seinen Stoffwechsel besonders aktivieren möchte, sollte ein hochintensives Intervalltraining wählen. Dabei wechselt das Training mit höchster Intensität mit erholsamen Phasen. Dabei nimmt man ab, weil der Stoffwechsel noch nach dem Training auf hohem Niveau ist.

Zu all den bisher genannten Maßnahmen kommt nun auch noch der Schlaf. Hast Du schon einmal gemerkt, dass Du nach dem Schlafen weniger wiegst als davor. Dann hast Du einen gesunden Schlaf, bei dem die ersten drei Stunden ungestört und tief waren. Gestörter Schlaf kann das Gegenteil bewirken und zu Übergewicht führen. Ein schlechtes Schlafverhalten erhöht auch den Blutzuckerspiegel und die Insulinresistenz. Diabetes kann in der Folge entstehen.

Auch kann schlechter Schlaf das Sättigungshormon Leptin verringern und das Hormon Ghrelin anregen. Und wer Hunger hat steht nachts auf. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man für einen gesunden Schlaf sorgt. Hör dir gern noch einmal meine Sendung über den Schlaf an, da habe ich zusammengefasst, was Du tun kannst, um deinen Schlaf positive zu beeinflussen.

Aber das ist noch nicht alles. Der Stoffwechsel kann auch mit der Hilfe von Vitalstoffen angeregt werden. So sind Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Fettsäuren an lebenswichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt, sie können aber auch als geheime Schlankmacher wirken. Welche Stoffe dafür besonders in Frage kommen will ich Dir jetzt verraten.

Da wäre als erstes das Spurenelement Zink. Bekannt ist Zink dadurch, dass es das Immunsystem günstig beeinflusst, bei der Wundheilung hilft und auch für schöne Haut und Haare sorgt. Auch ist Zink wichtig für die Zellteilung. Und was den Stoffwechsel anbelangt, kann Zink auf natürliche Art den Insulinspiegel senken und damit Heißhungerattacken verhindern. Somit erweist sich dieser Vitalstoff als wahrer Kalorienkiller. Zink wird hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Besonders viel davon ist in Linsen, Sesam, Emmentaler, rotes Fleisch und Haferflocken enthalten

Von den Vitaminen sind es gerade die B-Vitamine, die die Fettverbrennung ankurbeln. So fördert B6 die Umwandlung unserer aufgenommenen Nahrung in Energie. Damit wird der Kalorienverbrauch gesteigert und die Leistungsfähigkeit verbessert. Nahrungsmittel, die B6 enthalten sind Fleisch, Bananen , Kartoffeln, Vollkorn- und Milchprodukte.

Ein weiterer Stoff, der hilft den Stoffwechsel anzuregen ist das Mineral Kalzium. Zum einen verhindert Kalzium die Fettaufnahme im Darm, zum anderen sorgt es dafür, dass Fett abgebaut wird. Durch Kalzium werden auch die Muskeln angeregt, so dass die Kalorienverbrennung auf Hochtouren läuft. Auch Kalzium können wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Bevorzugt sind da Milchprodukte, wie Käse oder Quark, aber auch Mandeln und Grünes Gemüse, die viel Kalzium enthalten.

Auch der Gegenspieler von Kalzium, das Magnesium spielt im Stoffwechsel eine große Rolle, besonders im Fettstoffwechsel. Die ist begründet dadurch, dass Magnesium Bestandteil vieler Enzyme ist, die für einen guten Fettstoffwechsel sorgen. Darüber hinaus trägt Magnesium dazu bei, das Stresshormon Cortisol zu reduzieren. Stress aber ist sehr hinderlich, wenn es um die Fettverbrennung geht. Magnesium findet man in Nüssen, Mandeln, Vollkornprodukten, Bananen , Himbeeren und vielen anderen Obstsorten.

Kommen wir zum letzten wichtigen Vitalstoff, der den Stoffwechsel in Schwung bringt. Das ist das essentielle Spurenelement Chrom. Chrom ist wichtig, weil es eine ausgleichende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hat. Damit gelingt es, den Insulinspiegel niedrig zu halten, was sich positiv auf den Stoffwechsel auswirkt. Besonders gut wirkt Chrom in Zusammenhang mit einer gesunden Ernährung. Wenn man nämlich zu viel Zucker oder Weißmehlprodukte verzehrt, kann Chrom alleine  den Blutzuckerspiegel nicht regulieren. Die zusätzliche Einnahme von Chrom schützt vor Heißhungerattacken und beeinflusst das Hungergefühl. Damit bewirkt Chrom, dass wir nur bis zur Sättigungsgrenze essen und nicht darüber hinaus. Chrom ist auch in Vollkornprodukten, Nüssen, weißen Bohnen, Fleisch und Kresse enthalten.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du nicht ausreichend Vitalstoffe aufnimmst, die den Stoffwechsel ankurbeln, solltest Du überprüfen lassen, ob Du es mit der Nahrung schaffst. Wenn das nicht der Fall ist, rate ich Dir, die entsprechenden Vitalstoffe einzunehmen. Beispiele für Bezugsquellen von qualitativ hochwertigen Vitalstoffen sind:

Produkte von Forever living

Produkte von MSE-Pharma

Produkte von Deltastar Nutriens

Show 055: Zeckenalarm-Wie gefährlich sind Zecken


Wir haben Frühling, das Wetter ist weitestgehend sehr angenehm. Und gerade in der Gegenwart, wo es heißt Abstand halten, Maske tragen und Vorsicht im Umgang mit Risikogruppen gibt es sehr viele Menschen, die aus der Stadt in einen nahe gelegenen Wald oder einen ruhigen Park flüchten, um ein relativ normales Leben für ein paar Stunden genießen zu können.

Doch gerade im Frühling, wenn es noch nicht sehr heiß ist, und ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, gibt es eine Gefahr für Mensch und Tier, der man sich nicht immer entziehen kann.

Ich rede von der Zecke, einem Spinnentier, die überall dort lebt, wo schattige und feuchte Bedingungen vorherrschen. Am meisten bevorzugen Zecken Tierpfade, Wegränder und Waldlichtungen. Auch Wiesen und Gegenden in der Nähe von Gewässern oder Gärten und Stadtparks sind inzwischen angenehme Lebensräume für Zecken. Zecken sind als kleine Blutsauger bekannt, die ziemlich wetterfühlig sind und sich bei einer hohen Luftfeuchtigkeit richtig wohl fühlen. Wenn der Winter vorbei ist, werden die Zecken schon ab einer Temperatur von 7 Grad Celsius aktiv am Boden.

Was machen die Zecken aber, wenn es sehr trocken ist, wie der letzte Sommer? In dieser Zeit überleben sie sehr gut an Orten mit Buchen und Eichen, weil das Laub dieser Bäume langsam verrottet und daher einen guten Feuchtigkeitsspender für Zecken bilden. In der Regel überwintern sie auch im Laub. Beheimatet ist die Zecke ebenso in Höhen von über 1000 m. Wenn es nicht gerade trocken ist oder Winter findet man die aktive Zecke auf den Spitzen von Gräsern, mitunter auch bis zu einer Höhe von bis zu 1,20 bis 1,50 m.

In diesem Sinne ist die Zecke schon ein relativ robustes Tier. Das müssen sie auch sein, denn während ihres Lebenszyklus, der je nach Zeckenart zwischen 3 bis 15 Jahren beträgt, sind sie abhängig von mehreren Blutmalzeiten. Und diese holen sie  von uns Menschen und Tieren.

Im Wesentlichen durchlaufen die Zecken während ihrer Entwicklung bis zur Geschlechtsreife drei Stadien. Es beginnt mit dem Ei-stadium, dem sich das Larvenstadium und schließlich das Nymphenstadium anschließen. Die Lederzecke durchläuft sogar mehrere Nymphenstadien.

Die häufigste Zeckenart in Deutschland ist der gemeine Holzbock. Seine Entwicklung vom Ei zur erwachsenen Zecke dauert zwischen 2 und 6 Jahren. Ein Zeckenweibchen legt 2 bis 3 Tausend Eier bevorzugt im Laubstreu ab. Ganz schön viel. Dazu musst Du wissen, dass es 1000 Eier braucht, damit wenigstens eine erwachsene Zecke heranwachsen kann. Aus den Eiern schlüpfen etwa 0,5 mm große Larven. Diese besitzen jeweils 6 Beine. Diese Zeckenlarve braucht, um sich weiter entwickeln zu können eine Blutmahlzeit. Diese bekommt sie indem sie Mäuse, Eichhörnchen oder Igel befällt. Wenn sich die Zeckenlarven am Blut ihrer Wirtstiere gelabt haben, fallen sie von ihm ab. Und nach ca. 8 Wochen haben sie sich zur inzwischen 8-beinigen Nymphe entwickelt.

In diesem Entwicklungsstadium haben die Zecken für den Menschen durchaus ein Gefahren-  Potential. Denn jetzt brauchen die Nymphen eine Blutmahlzeit. Und zu den Spendern gehört neben Vögeln, Reptilien, Hasen und Igeln auch der Mensch. Nach dieser Blutmahlzeit häutet sich die Nymphe. Sie wird zur erwachsenen Zecke. In diesem Stadium bildet sich auch das Geschlecht der Zecke heraus. Die Weibchen sind jetzt auf eine weitere Blutmahlzeit angewiesen, um genug Energie für die Eierproduktion zu haben. Und während die Weibchen Blut saugen, werden sie von den Männchen, einem oder mehreren, begattet. Nach diesem Akt verlässt das Weibchen den Wirt nach etwa 8-10 Tagen zur Eiablage. Danach beginnt der Lebenszyklus der Zecken von vorne.

Ja, das Leben der Zecken ist schon interessant. Sie können also nur überleben und ihre Art erhalten, wenn sie ausreichend Blutmahlzeiten erhalten. Und dazu brauchen sie einen Spender, wie schon gesagt, das können Tiere oder Menschen sein.

Jetzt muss ich wohl doch dazu kommen, warum die Zecken denn nun für den Menschen gefährlich sind. Ich muss ehrlich gestehen, das habe ich mir auch nie vorstellen können. Ich bin schließlich in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen. Unsere Siedlung war von riesigen Wäldern umgeben. Es gab große Wiesen und sumpfiges Land. Für uns Kinder und Jugendlich war es ein Paradies. Wir spielten oft im Wald, gingen Blaubeeren sammeln und suchten Pilze. Wir hatten dieses Paradies vor der Haustür. Ihr könnt mir glauben, wir hatten sehr oft einen Holzbock mit nach Hause gebracht. Unsere Mutti suchte unsere Körper nach den Zecken ab und entfernte sie. Manchmal hat es Tage gedauert, bis wir sie entdeckt hatten. Oft waren es gerade die kleinen Tierchen, also die Nymphen nur 1-2 mm groß, die teilweise ganz unter der Haut waren und wie ein kleiner Leberfleck aussahen. Aber außer, dass wir sie als Fremdkörper empfunden haben, sind uns die Holzböcke nie gefährlich geworden. Das heißt wir wurden in der Folge unserer Wirtsrolle für die Zecken nie krank. Ich vermute, dass es die wirklich gute Umwelt war, die dazu beigetragen hat, dass unsere Mecklenburger Zecken keine Krankheitserreger hatten, die uns gefährlich werden konnten.

Dennoch gab es in den letzten 20, 30 Jahren immer wieder Berichte über schwere Infektionen mit dem Virus des Genus Flavivirus oder dem Bakterium Borrelia burgdorferi. Das sind die Auslöser für FSME, also der Frühsommer-Meningoenzephalitis bzwder Borreliose.

Bevor ich über Schutzmaßnahmen spreche, will ich kurz darstellen, wie die Zecken in  oder auf unseren Körper gelangen.

Die Zecken fallen nicht von einem Baum auf Deinen Körper und springen Dich auch nicht an. Das siehst Du schon an meiner Beschreibung über den Lebensraum der Zecken. Wenn Du also an Gräsern vorbeigehst, lässt sich die Zecke durch ihre Krallen an den Vorderbeinen abstreifen und hält sich dann am Wirt, eventuell an deinen Beinen fest. Sie stechen sich dann in ihr Opfer hinein. Das kann einige Zeit dauern, bis die Zecke den für sich günstigsten Ort zum Stechen gefunden hat. Wenn sie den gefunden hat, ritz sie Deine Haut an und versenkt ihren Stechrüssel im Gewebe. Der Stechrüssel ist mit Wiederhaken versehen. Jetzt beginnt die Zecke mit dem Blutsaugen und damit das Blut nicht gerinnt, gibt die Zecke über ihren Speichel entsprechende Substanzen ins Blut ab. Das dabei entstehende Gemisch aus Speichel und Blut saugt die Zecke immer wieder ab.

Anders als bei einer Stechmücke bleibt die Zecke durch ihre Wiederhaken am Stechrüssel solange an deinem Körper bis Du sie entdeckst oder bis sie sich mit Blut vollgesaugt hat. Das kann schon mal 6 bis 10 Tage dauern. Außerdem spürst Du den Zeckenbiss nicht, weil sich im Speichel der Zecke eine schmerzstillende Substanz befindet.

Die Zecke muss selbst nicht krank sein, aber sie kann Krankheitserreger von Wirtstieren aufnehmen, indem sie diese durch den Saugakt von ihrem Wirt übernimmt. Damit ausgerüstet wird die Zecke zu einer Gefahr für die Menschen, weil sie bei ihrer Blutmahlzeit die Krankheitserreger an den Menschen überträgt. Neben Borreliose und FSME können auch andere Infektionskrankheiten übertragen werden, wie zum Beispiel die Babesiose oder die Anaplamose. Dabei wird die Babesiose durch Parasiten und die Anaplasmose durch Bakterien übertragen.

Wie kann man sich nun schützen?

Es gibt reichlich Möglichkeiten. Die einen betreffen den Schutz, bevor man in den Wald oder in die Natur geht. Weil die Zecken sich hauptsächlich in Beinhöhe aufhalten, macht es Sinn, lange Hosen zu tragen, die am Fußgelenk eng zusammengehalten werden. Man kann die Hosenbeine auch in die Socken stecken. Ja, ich weiß, das wird im Sommer kaum einer tun. Diese Empfehlung gebe ich gern für die Pilzsucher unter uns, die doch längere Zeit im Wald unterwegs sind. Weiterhin empfiehlt es sich, helle Kleidung zu tragen, weil man so die Zecken besser erkennen kann.

Die erste Regel nach einem Aufenthalt in Gebieten mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass hier Zecken mit Krankheitserregern sind, besteht darin, dass man seinen Körper danach absucht und die Zecken sofort entfernt. Besonders wichtig dabei ist, auch unter den Achseln, im Intimbereich und am Kopf zu suchen. Das ist notwendig, damit eventuell vorhandene Krankheitserreger durch die Blutmahlzeit der Zecken nicht oder nur in geringem Maße in Deinen Körper gelangen. Es gibt auch zeckenabwehrende Mittel, die aber keinen sicheren Schutz bieten.

Für Risikogruppen oder Menschen, die in Risikogebieten  wohnen, ist eine Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis zu empfehlen. In jedem Fall würde ich hierfür einen Arzt konsultieren.

Wie entfernt man eine Zecke richtig. Das ist gar nicht so einfach wegen der Wiederhaken am Zeckenrüssel. Wichtig ist, möglichst hautnah die Zecke zu entfernen, entweder mit einer Zeckenpinzette oder Zeckenkarte. Wie das genau geht kannst Du unter zecken.de nachlesen. Hat man keine Geräte zur Hand, geht es auch mit den Fingernägeln von Daumen und Zeigefinger. Wichtig dabei ist, den Zeckenkörper nicht zu quetschen, weil dabei die Krankheitserreger freigesetzt werden. Manchmal passiert es, dass beim Entfernen der Zecke noch etwas in der Haut verbleibt. Das ist nicht, wie Du vielleicht glaubst, der Kopf der Zecke, sondern ein Teil des Saugrüssels. Hiervon geht in der Regel keine Gefahr für den Betroffenen aus. Du musst auch nichts weiter unternehmen, weil der Körper dieses Teil nach einiger Zeit auf natürliche Art abstößt.

Wann wird es aber nun gefährlich. Nach Entfernen der Zecke, solltest Du einige Wochen lang die Einstichstelle beobachten. Es können Veränderungen auftreten. Handelt es sich dabei um eine wachsende Hautrötung, die immer weiter nach außen wandert, die sogenannte Wanderröte, deutet das auf eine Erkrankung an Lyme-Borreliose. In diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen, der Dich dann entsprechend behandelt. Sollte in zeitlicher Nähe zum Zeckenbiss Fieber auftreten, ist ebenso umgehend ein Arzt zu konsultieren, es könnte sich um FSME handeln.

Show 054: Frühlingszeit-Zeit für die Bikinifigur

Inhalt

Im Frühling begutachten wir uns gern im Spiegel. Oft sind es sehr skeptische Blicke zu uns selbst. Und wir fragen uns, sah unser Körper vor einem halben Jahr auch schon so aus? Runder Bauch, schlaffe Oberarme, Cellulite an den Oberschenkeln, oje und dann auch noch das Gewicht? Das ist also die Zeit, wo viele Menschen daran denken abzunehmen. Irgendwann wollen die Frauen wieder eine schöne Bikinifigur haben, ja auch die Männer wollen am Strand einen guten Body mit Badehose präsentieren. Ganz davon abgesehen, dass gerade im Frühling viele Menschen sehr Körper bewusst sind, es gibt ohnehin sehr viele, zu viele Menschen mit Übergewicht oder gar Adipositas. Das alles sind gute Gründe, um sich diesem Thema noch einmal zu widmen.

Bei der Beurteilung, ob jemand übergewichtig ist, gehen sehr viele Mediziner vom Body Mass Index, dem BMI, aus. Dabei devidiert man sein Körpergewicht durch das Quadrat seiner Körpergröße. Vom BMI ausgehend entspricht ein Wert von 18,5 bis 24,9 dem Normalgewicht. Allerdings ist der BMI als Mass für das Normalgewicht umstritten. Es gibt zum Beispiel muskulöse Menschen, die einen sehr hohen BMI haben und dennoch kein Übergewicht haben. Muskelmasse wiegt einfach mehr als Fett, wenn man das gleiche Volumen zugrunde legt.

Deshalb sollte man seinen Körper als Ganzes sehen. Problemzonen zu betrachten, ist sicher wichtig, weil man dabei sehr schnell sieht, dass es oft gar nicht ums Gewicht geht, sondern um die Figur.  Und dann kommt auch noch ins Spiel, dass man attraktiv aussehen möchte.

In diesem Sinne ist es wichtig zu unterscheiden zwischen dem Gewicht, der Figur und der Attraktivität. Und gleich vorweg genommen, was die Attraktivität eines Menschen anbelangt, ist diese stark von der Ausstrahlung der betreffenden Person abhängig, davon, wie sie sich gibt, wie sie sich bewegt, wie sie dies einsetzt, um im wahrsten Sinne des Wortes zu strahlen. In diesem Zusammenhang zählt auch, welches Selbstbild die Person von sich selbst hat, was sie von sich selber denkt und welches Körperbewußtsein sie durch Bewegung und andere Massnahmen, wie Yoga oder Quigong, erreicht hat, um selbstbewußt durchs Leben zu gehen. Unbedingt gehören auch positive Gedanken dazu.

Wir wollen zuerst in Betracht ziehen, dass zum Abnehmen erst einmal die Akzeptanz des eigenen Körpers gehört. Man kann eine Person nicht nur auf ihr Gewicht und die damit verbundene äußere Erscheinung reduzieren. Zumal viele übergewichtige Menschen über eine tolle Ausstrahlung verfügen und eine Attraktivität besitzen, die von einem positiven Körpergefühl zeugen. Dennoch ist es wichtig an Maßnahmen zu denken, die dazu führen das Körpergewicht zu reduzieren. Hiermit verbunden sind gesundheitliche Aspekte, die früher oder später bei den übergewichtigen Menschen zu Problemen führen können.  Solche Probleme beginnen beim Gelenksystem, Bewegungseinschränkungen, Wasseransammlung im Gewebe, gestörte Entgiftungsleistung von Darm und Leber…..bis hin zu Entzündungen, Herzkreislaufbeschwerden, der Gefahr an Diabetes zu erkranken und und und….

Heute zählt Fettleibigkeit zu den größten medizinischen Herausforderungen der Menschheit. 2014 waren rund 13 % der Weltbevölkerung adipös, Tendenz steigend. In Deutschland sind etwa 25 % der Erwachsenen adipös, ebenfalls mit steigender Tendenz. Das hat enorme Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme der Länder, weil sich die Behandlungskosten der Folgeerkrankungen adipöser Menschen extrem nach oben entwickelt haben.

Die Korrekturmechanismen für adipöse Menschen gestalten sich äußerst kompliziert.  Es ist nicht so einfach, abzunehmen, weil die Mechanismen sehr individuell sind. Es spielt nicht nur eine Rolle, wieviel wir essen, sondern auch was wir essen. Wie schwer ist es, ungesunde Gewohnheiten abzulegen, wie reguliert unser Organismus das Gewicht und welche Bedeutung hat es, nicht nur das Gewicht zu betrachten, sondern eine gesunde Körpermasse anzustreben.

Wenn man abnehmen möchte spielt es schon eine Rolle, wieviel Kalorien ich täglich zu mir nehme, wie die Nahrung zusammensetzt ist, welchen glykämischen Index die Nahrungsmittel haben und wie hoch mein Grundumsatz ausfällt.

Zunächst möchte ich kurz die Begriffe glykämischer Index und Grundumsatz erklären. Der glykämische Index ist ein Mass , das die blutzuckersteigernde Wirkung von Kohlenhydraten bzw. Lebensmittel angibt. Demnach ist ein niedriger glykämischer Index als positiv einzuschätzen, gerade auch, wenn man an Diabetiker denkt. Wer sich nach dem glykämischen Index ernähren möchte, kann entsprechende Tabellen nutzen, die diesen Wert für verschiedene Lebensmittel angeben. In meinen Shownotizen auf meiner Website qdg.com habe ich einen Link dafür angegeben.

Der Grundumsatz ist der Kalorienverbrauch unseres Körpers, der durch Erhaltung der Lebensfunktionen entsteht, etwa Aufrechterhaltung der Körpertemperatur oder Atmung. Er ist abhängig von Größe, Gewicht, Geschlecht und Alter. Er entspricht also dem minimalen Energiebedarf unseres Körpers ohne irgendeine geistige oder körperliche Tätigkeit.

Im Übrigen, da ich gerade körperliche Tätigkeit genannt habe, es hat sich herausgestellt, dass körperliche Bewegung zwar wichtig ist für unser Wohlbefinden und um die Stoffwechselprozesse zu optimieren, jedoch ist körperliche Bewegung beim Abnehmen nicht das wichtigste. Einen stärkeren Einfluss auf die Reduktion des Körpergewichts hat die Menge der aufgenommenen Nahrung aber auch was man verzehrt.

Dabei muss man sich auch davon trennen zu glauben, dass es eine universelle Methode zum Abnehmen gibt. Wichtig ist es, individuell vorzugehen und jedem Menschen ein auf ihn zugeschnittenen Plan für die Gewichtsreduktion an die Hand zu geben.

Zuallererst gilt, um abzunehmen sollten wir es einrichten, dass unser Körper mehr Energie verbraucht, als er über die Nahrung aufnimmt.  Anders gesagt, verbrenne mehr Kalorien, als du verzehrst. War man sich sehr lange Zeit darüber einig, dass es relativ egal ist, wie man dies erreicht, sieht das die Wissenschaft inzwischen doch etwas anders. Warum? Weil diese Ansicht außer Acht lässt, dass die menschliche Physiologie und Psychologie sehr komplex sind. So können zwei Menschen die identischen Nahrungsmittel in identischen Mengen aufnehmen, unterschiedliche Effekte beim Abnehmen erzielen.  Bei jedem von ihnen wird Nahrung in chemische Energie umgewandelt bis die energiereiche Verbindung ATP entsteht.  Dabei wird die Nahrung aufgespalten und unter Nutzung von Sauerstoff verbrannt. Was nicht sofort benötigt wird, wird in der Leber gespeichert, entweder als Polysaccharid oder Fett. Was die Leber nicht schafft aufzunehmen, wird im Fettdepot eingelagert. Bei der Verstoffwechselung der Nahrung entsteht Kohlendioxid, das abgeatmet wird, und Abfallprodukte, die über den Harn und den Stuhl ausgeschieden werden. Inzwischen ist bekannt, dass all diese Prozess sehr individuell ablaufen und auch bei ein und derselben Person nicht immer gleich sind.

Dennoch zeigten viele Forschungsarbeiten, dass wir einen bestimmten Bedarf an Kalorien haben, um gesund und fit zu bleiben und alles, was über diese Energiemenge hinausgeht, führt zu einer raschen Gewichtszunahme. Dabei ist dies unabhängig davon, wieviel Sport wir treiben. Durchschnittlich benötigt ein normalgewichtiger Mann 2500 kcal pro Tag und eine Frau etwa 2000 kcal. Dass Männer mehr benötigen ist dadurch bedingt, dass sie durchschnittlich größer sind und mehr Muskelmasse besitzen.

Eins ist dabei wichtig, der Energiebedarf reduziert sich nicht, wenn man eine bewegungsarme Lebensweise bevorzugt.

So gestaltet es sich ziemlich schwierig, sein Gewicht zu halten, weil auch die Verlockungen des Alltags, besonders der Süßwarenangebote hinzukommen. So hat man berechnet, dass zum Beispiel zwei Kekse täglich ausreichen, um binnen 10 Jahren 30 kg zuzunehmen.

Der erste Hauptsatz der Thermodynamik gilt leider auch in biologischen Systemen. Das bedeutet tatsächlich, dass man sein Körpergewicht nur stabilisieren kann, wenn die Gesamtenergie, die wir aufnehmen, gleich der Summe der Energiemenge ist, die das System verbraucht oder speichert. Dabei ist aber unberücksichtigt, wie effizient der Körper aus verschiedenen Lebensmittel Energie gewinnt.

Die Energiemenge der verschiedenen Nahrungsbestandteile wird heute mit den sogenannten Atwater-Faktoren bestimmt. Das bedeutet, dass der Körper aus einem Gramm Eiweiß beziehungsweise Kohlenhydrat etwa vier Kilokalorien gewinnt – und aus einem Gramm Fett zirka neun Kilokalorien. Da wir uns jedoch nicht nur von reinen Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten ernähren, gilt es darüber hinaus zu berücksichtigen, welche Beschaffenheit die Nahrung hat und wie die Nahrungsmittel zusammengesetzt sind. Das aber bestimmt, wie effektiv der Organismus die Nahrungsmittel verwertet und verdaut.

Dafür zwei Beispiele:

  1. Es ist ein großer Unterschied, ob ich Mandeln in Form von Mandelbutter oder als rohe Mandeln zu mir nehme. Weil rohe Mandeln schwerer zu verdauen sind als Mandelbutter liefern sie bei gleicher Verzehr-Menge ungefähr nur ein Drittel der Energie wie Mandelbutter (David Baer, USA)
  2. Ebenso kann man beobachten, dass Vollkornprodukte mit doppelt soviel Ballaststoffen weniger Energie liefern als normale Vollkornprodukte, weil das Mehr an Kalorien mit dem Stuhl ausgeschieden wird.

Somit können wir sagen, dass Kalorie nicht gleich Kalorie ist. Hierbei ist die Art des Nahrungsmittels entscheidend, und wie sie verdaut werden und wie effizient der Stoffwechsel verläuft. In diesem Sinne kann man vielleicht verstehen, warum es manchen Menschen schwerer fällt, ihr Gewicht konstant zu halten.

Es ist also nicht die Energiebalance allein, die über unser Gewicht entscheidet.

Dass Bewegung unser Körpergewicht nicht so stark beeinflusst, wie immer angenommen wurde, ist inzwischen bekannt. Das ist nicht verwunderlich angesichts der Tatsache, dass den größten Energiebedarf Gehirn, Herz und Nieren haben, nicht aber die Skelettmuskeln. Krafttraining kann zwar das Körpergewicht beeinflussen, aber auch nicht im entscheidenden Masse.

Erwähnen möchte ich noch, dass es naturgemäß älteren Menschen schwerer fällt abzunehmen, da sich ihr Stoffwechsel verändert hat und sie generell weniger Energie benötigen.

Wenn man Abnehmen will, muss man auch berücksichtigen, dass sich während der Abnehmphase der Grundumsatz wegen des kleiner werdenden Körpergewichts verringert. Somit erlebt man, dass sich der ganze Prozess der Gewichtsreduktion verlangsamt. Weiterhin sinkt dabei auch die Stoffwechselintensität. Das ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass Diäten oft nicht funktionieren. Andererseits bedeutet das, dafür zu sorgen, dass der Stoffwechsel angeregt wird. Sehr oft stellt man fest, dass Abnehmwillige zu wenig essen, ihren Stoffwechsel dabei verlangsamen und den gewünschten Erfolg nicht erreichen.

Ein weiterer Punkt ist das bei der Gewichtsreduktion vorhandene Hungergefühl. Um dem zu begegnen, muss man seine Nahrungsmittel entsprechend auswählen.

Wir sollten dafür sorgen, dass Appetit und Hunger während des Abnehmens nicht auftreten. So hat sich vielfach erwiesen, dass eine protein- oder ballaststoffreiche Mahlzeit gut sättigt und Hungergefühle kaum auftreten. Ganz allgemein kommen dafür Lebensmittel mit einem niedrigem glykämischem Index (GI) infrage, weil sie den Blutzuckerspiegel nur wenig ansteigen lassen. Beispielsweise kann man ein Frühstück aus gezuckerten Cornflakes mit einem hohen Glykämischen Index durch ein Frühstück aus Haferbrei oder Rührei mit niedrigem glykämischen Index ersetzen. In der Folge ist man länger satt und man nimmt kaum zusätzlich Nahrung in den Stunden nach dem Frühstück auf.

Zusammengefasst bedeutet das folgendes:

Wir müssen mehr Nahrung zu uns nehmen, die Hunger und Appetit zügeln, um sich nicht mit zusätzlichen Snacks vom Ziel abbringen zu lassen. Zu solchen Appetitzüglern zähen Spinat, Chili, Ingwer, Zitrone, Limette, Grapefruit, Tomaten, Eiweiß, Pfefferminze und Haferflocken, um nur einige zunennen.

Weiterhin brauchen wir Stoffe, die den Stoffwechsel anregen, um eine effiziente Verdauung zu gewährleisten. Das geht teilweise ziemlich einfach, zum Beispiel durch Trinken von kaltem Wasser, weil der Körper zusätzlich Energie benötigt, um es zu erwärmen. Grüner Tee ist auch sehr gut, um den Stoffwechsel anzuregen. Ebenso wie scharfe Gewürze und eine proteinreiche Nahrung. Günstig ist auch Kokosnussöl, weil seine mittelkettigen Fette, den Stoffwechsel stärker anregen als langkettige Fette.

Wichtig ist es, Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index zu verzehren. Ich nenne nur einige. Haferkekse, Mais, Vollkornbrot, Salzkartoffeln, Erbsen, Möhren, Pfirsiche, Äpfel, Joghurt und Erdnüsse.  In den Shownotizen erhältst Du einen Link, wo Du dich gut informieren kannst

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist wichtig, um die genannten Faktoren positiv zu beeinflussen.

Selbst bevorzuge ich eine Ernährung, die sich aus 20 % ballaststoffreichen Kohlenhydraten, 30 -40 % Eiweißen und 40-50 % Fett zusammensetzt. Dabei handelt es sich um hochwertige Fette mit einem hohen Anteil an Omega 3- Fettsäuren.

Show 053: Immunsystem stärken mit Vitamin D3

Seit einigen Jahren spielt Vitamin D3 in vielen medizinischen Betrachtungen eine große Rolle. Es ist ähnlich wie Coenzym Q 10 eine Schlüsselsubstanz in der mitochondrialen Medizin, ja ich möchte behaupten, Vitamin D3 hat ebenfalls eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Es bietet Schutz vor einer Vielzahl an Erkrankungen, von Osteoporose, Atemwegserkrankungen, und Alzheimer bis hin zu chronischen Entzündungen und Krebs.

Wir sprechen häufig von Vitamin D, meinen jedoch Vitamin D3. Aber von der Definition ausgehend ist Vitamin D3 gar kein Vitamin. Denn Vitamine können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen warden. Jedoch wird Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht in der Haut aus Cholesterin gebildet. Ohne Sonnenschutzmassnahmen könnten wir 90 % unseres täglichen Bedarfs selbst bilden. Jedoch meiden wir die Sonne wegen dem bestehenden Hautkrebsrisiko, der größte Teil unseres Körpers ist mit Kleidung bedeckt und wir halten uns im Vergleich zu Naturvölkern nur wenig im Freien auf. Hinzu kommt, dass wir in den Ländern, die nördlich des 35. Breitengrades liegen, wie Deutschland, in den Monaten Oktober bis März kaum eine Chance haben Vitamin D3 zu bilden, weil die Sonne einfach nicht hoch genug steht. Wie konsumieren ausserdem nicht genügend Lebensmittel, die den Vitamin D-Spiegel anheben könnten. Wenn wir täglich Seefisch verzehren würden, wie die Eskimos, hätten wir diese als zusätzliche Vitamin D-Quelle.

Vitamin D ist also kein normales Vitamin, einerseits. Andererseits hat Vitamin D auch hormonelle Wirkungen. So gibt es in unserem Körper kaum eine Zelle, die keinen Vitamin D-Rezeptor hat. Nach neuesten Erkenntnissen ist Vitamin D nicht nur für die Knochengesundheit wichtig, nein, es beeinflusst die Stoffwechselfunktion vieler Gewebe und Organe.

Eine ganz besonders wichtige Rolle spielt Vitamin D im Immunsystem des Körpers. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen der angeborene allgemeinen Immunabwehr und der spezifischen erworbenen Abwehr.

Ein bedeutender Hinweis auf den Zusammenhang zwischen Vitamin D3 und dem Immunsystem ergibt sich bereits daraus, dass, wie bereits erwähnt, jede Immunzelle an ihrer Oberfläche Rezeptoren für Vitamin D besitzt. Vitamin D spielt dabei gewissermaßen den Kommunikator zwischen den Immunzellen, um im Bedarfsfall schnell eine breite Immunabwehr zu aktivieren.

Wenn wir das angeborene Immunsystem betrachten, so reagiert es mit einer schnellen Abwehr gegen eindringende Krankheitserreger wie z.B. Bakterien, die sich in Wunden oder Schleimhäute ansiedeln.  Die Immunantwort ist dabei gegen viele Keime wirksam, das heißt sie ist relativ unspezifisch. Diese Art Abwehrreaktionn ist meist local ausgerichtet und bedarf keiner langen Anlaufphase. So werden Bakterien in Wunden innerhalb von Stunden erkannt und bekämpft. Zu den Bestandteilen des angeborenen Immunsystems gehören die Haut und Schleimhäute als äußere Barrieren und verschiedene weiße Blutkörperchen (Leukozyten). Hinzu kommen verschiedene Stoffe im Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Mit ihrer Hilfe können Bakterien und Viren, die in den Körper eingedrungen sind, durch sogenannte Fresszellen eliminiert warden. Unterstützend greift hier auch das erworbene Immunsyste ein. Dazu gehören Makrophagen im Gewebe und neutrophile Granulozyten in Blut und Gewebe.

Die Rolle von Vitamin D in diesem Prozess ist noch gar nicht solange bekannt. Forscher hatten  herausfanden, dass Vitamin D 3 für die Reifung der Makrophagen notwendig ist. Wenn zum Beispiel das Immunsystem angegriffen wird, aktiviert Vitamin D3 diese Fresszellen. Bakterielle Angreifer werden dabei durch das Entsorgungssystem der Zellen abgebaut und ausgeschieden.[1]Vitamin D3 bindet dabei an die Vitamin D-Rezeptoren an der Zelloberfläche. Durch diese Bindung werden die Immunzellen aktiviert.

Die Aktivierung von Immunzellen durch Vitamin D erfolgt durch die Bindung von Vitamin D an die Vitamin-D-Rezeptoren (VDR) an der Zelloberfläche der Makrophagen. Durch die Bindung werden diese von der Zelle aufgenommen. Der Komplex aus Vitamin D und und seinem Rezeptor ist in der Lage, bestimmte Gene (DNA) der Immunzelle zu regulieren. Vitamin D3 spielt eine zentrale Rolle bei der Aktivierung von weißen Blutkörperchen der angeborenen Immunantwort.

Im Unterschied zum angeborenen Immunsystem wirkt die erworbene Immunabwehr wie ein Langzeitgedächtnis. Sowie zum Beispiel ein Angeifer erkannt wird, werden spezifische Antikörper gebildet. Diese merken sich die Antigene, das können z.B. Viren sein. Da die Spezifität der Immunabwehr höher ist, verläuft die erstmalige Immunantwort öfter langsamer. Das heißt sie braucht ein paar Tage, bis sie effizient arbeitet. Das gute ist jedoch, dass dieser Erreger dann im Immun-Gedächtnis gespeichert wird. Ein weiterer Angriff gestaltet sich dann meist harmlos.

Zur erworbenen Immunabwehr gehören spezielle weiße Blutkörperchen, sogenannte B-Lymphozyten und T-Lymphozyten, lösliche Eiweißkörper im Blut, und spezifische Botenstoffe, sogenannte Zytokyne, in Blut und Gewebe, die das Immunsystem aktivieren. B-Lymphozyten sind für die spezielle Antikörper Produktion zuständig, und T-Lymphozyten für die Zerstörung und Entsorgung der Krankheitserreger.

Die Rolle von Vitamin D3 im erworbenen Immunsystem besteht in der Regulierung seiner verschiedenen Bestandteile. So aktiviert Vitamin D bestimmte T-Gedächtnis Zellen und T-Helfer Zellen. Beide tragen damit maßgeblich zum Immun-Gedächtnis bei.

Vitamin D3 sorgt ebenso dafür, dass bestimmte Faktoren, die Entzündungen unterstützen, gedrosselt werden, um das Immunsystem zu entlasten. Andererseit unterstützt Vitamin D solche Zytokyne, die Entzündungen aktiv bekämpfen, indem sie weiter aktiviert werden.[3]

Somit kann man feststellen, dass Vitamin D eine ganzheitlich Wirkung auf das Immunsystem ausübt und viele Aspekte der Immunabwehr bei Angriff eines Krankheitserregers reguliert. Das unterstreicht die enorme Bedeutung des Vitamin D Spiegels auf das Immunsystem. Einerseits unterstützt eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin D beide wichtigen Teile des Immunsystems. Andererseits bedeutet ein Vitamin D Mangel, dass die Immunabwehr geschwächt wird. Dann haben wir es mit einem schwererem und längerem Krankheitsverlauf sowie einer höheren Behandlungsnotwendigkeit zu tun.

Somit komme nicht nur ich zu der Aussage, dass Vitamin D zur optimalen Funktion des Immunsystems absolut notwendig ist. Eine letzte Frage gilt es noch zu klären. Wie hoch sollte mein Vitamin-D3 Spiegel sein, damit mein Immunsystem optimal funktioniert. Ich sage hier bewußt nicht, wieviel Du einnehmen sollst. Das hängt wirklich von Deinem Ausgangswert ab. Bei einem Wert von 20 bis 35 ng/ml hast Du bereits eine Unterversorgung. Anzustreben ist ein Wert zwischen 40 und 60, wobei die Tendenz bei neuesten Untersuchungen zu höheren Werten besser eingeschätzt wird. Inzwischen gibt es die Bestimmung von Vitamin D3 mit nur einem Bluttropfen. Diesen Test kann man sogar allein durchführen und dann zu einem Labor einsenden. In meinen Shownotizen habe ich entsprechende Bezugsquellen für den Test hinterlegt. Ebenso eine Normwertetabelle, die Dir zeigt, wo Du liegst.

Übrigens können sich auch medizinische Laien sehr gut vorstellen, dass Vitamin D3 gut furs Immunsystem ist. Bekanntermaßen beginnt die Grippesaison im Herbst und endet im Frühjahr. Das ist aber genau die Zeit, in der unser Körper die geringste Menge an Vitamin D3 synthetisiert. In dieser Zeit kann nur über die Gesichthaut Vitamin D3 gebildet warden. Hinzu kommt, dass der Anteil des für die Bildung des Vitamin D3 nötigen uktravioletten Lichts besonders gering ist und die Sonnenscheindauer extram kurz.

Show 052: Immunsystem stärken mit Vitamin C

Gemäß einem Zitat von Harald Krebs ist Vitamin C der meist unterschätzte Wirkstoff der Medizin. Seit seiner Entdeckung liegen weltweit über 6000 Studien vor, die beweisen, welche Wirksamkeit Vitamin C entfalten kann und, einer Wunderwaffe gleich, gegen eine Vielzahl von Erkrankungen hilfreich ist. Thomas E. Levy zeigt in seinem Buch „Heilung des Unheilbaren“, dass Vitamin C in kürzester Zeit Hepatitis ausheilen kann. Weiterhin ist bewiesen, dass es erfolgreich bei Kinderlähmung angewendet werden kann. Außerdem ist Vitamin C ein hervorragendes Entgiftungsmittel bei Schwermetallbelastungen im menschlichen Organismus. Eine weitere Rolle spielt Vitamin C in der Krebstherapie. Als nebenwirkungsfreies Naturprodukt kann Ascorbinsäure zahlreiche Infektionskrankheiten abwehren oder rückgängig machen. Hierzu einige konkrete Beispiele:

In seinem Buch „Das Vitamin-Programm“ schreibt Linus Pauling, übrigens 2-facher Nobelpreisträger;

Vor 13 Jahren besuchte mich ein junger Arzt und sagte: Dr. Pauling, Sie haben mir das Leben gerettet. Ich litt an einer chronischen Hepatitis und wäre daran gestorben, aber dann hörte ich von Ihrer Therapie mit hohen Vitamin – C –Dosen, und sie hat mich geheilt.

Linus Pauling: Das Vitamin Programm, 1992

Abram Hoffer beschrieb in seinem Büchlein „ Orthomolecular Treatment for Schizophrenia“ die Heilung von Schizophrenie nur allein durch die Gabe hoher  Dosen Vitamin C (10g täglich) und Vitamin B3 (3g täglich). Dies ist ihm bereits 1954 gelungen.

Linus Pauling beschrieb einen ähnlichen Fall einer Patientin, die bereits über 6 Jahre an Schizophrenie gelitten hatte, ja sogar einen Suizid begehen wollte. Sie hörte jedoch von der Heilung durch Vitamine und therapierte sich ebenfalls mit Viatmin C.

Sie war sehr dankbar für die neu gewonnene Lebensqualität.

Die Ärztin Prof. Blaurock-Busch heilte mit Vitamin C Patienten mit Gürtelrose innerhalb von 3 Tagen. Dabei bekamen die Patienten lediglich 10g Vitamin C intravenös verabreicht.

Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag, 1995

Ein letztes Beispiel ist die Anwendung von Vitamin C bei Asthma. Strunz schreibt dazu: 9 Studien zu Asthma und Vitamin C zeigen die Verhinderung von Asthmaanfällen, wenn täglich 1-2 g zusätzliches Vitamin C dauerhaft eingenommen werden.

Strunz/Jopp: Die Vitaminrevolution, Gräfe und Unzer, 2003

In meiner Naturheilpraxis hatte ich jeweils im Herbst und im Frühjahr Vitamin C-Infusionen durchgeführt mit dem Ziel, das Immunsystem zu stärken.

Du fragst, warum wird denn Vitamin C bei all den positiven Studien und Erfahrungsberichten nicht großflächig angewendet? Die Antwort liegt im wirtschaftlichen Bereich. Die Pharmaindustrie weiß, dass eine breite Anwendung von Vitamin C tausende Medikamente überflüssig machen würde.

Die zweite Frage ist, warum Vitamin C bei so vielen Erkrankungen hilfreich sein kann? Dazu möchte ich Dir folgendes sagen:

Chemisch gehört Ascorbinsäure oder Vitamin C zu den Kohlenhydraten, nach seiner Funktion ist es eine Säure und physiologisch gehört es zu den Vitaminen. Vitamine sind für den Menschen essentiell, d.h. lebensnotwendig. Die meisten Tiere können Vitamin C selbst synthetisieren. Jedoch hat der Mensch, genau wie einige andere Lebewesen, zu denen die Primaten, Meerschweinchen, Fledermäuse, die Regenbogenforelle, gewisse Vögel und Insekten zählen, durch eine Genmutation die Fähigkeit verloren, Ascorbinsäure herzustellen. Deshalb muss Vitamin C immer mit der Nahrung zugeführt werden.

Chemisch stellt Ascorbinsäure ein Redoxsystem dar, das leicht und reversibel oxidiert werden kann. Damit kann Vitamin C bei enzymatischen Hydroxylierungen aktiv werden. Viele enzymatische Prozesse können dadurch beeinflusst werden, wie die Adrenalin und Corticosteroidsynthese, die Kollagensynthese und der Cholesterinabbau. Eine weitere wichtige Rolle hat Ascorbinsäure bei der Reifung der Erythrozyten, den roten Blutkörperchen. Diese aber sind für den Transport von Sauerstoff in unserem Körper verantwortlich. Ohne diese Funktion können wir keine Energie herstellen. Weiterhin ist Ascorbinsäure an der Eisenverwertung und Eisenresorption beteiligt. Nachgewiesen ist auch der überaus günstige Einfluss von Vitamin C auf die Immunmodulation. Und damit sind wir bei der in der Gegenwart so wichtigen Eigenschaft von Vitamin C. Mit Vitamin C ist es möglich, die Abwehrmechanismen zu steigern, weil es regulierend in viele Stoffwechselvorgänge eingreift. Durch seine chemische Struktur ist Ascorbinsäure enorm wichtig für die Abwehr freier Radikale, die in Zusammenhang mit oxidativem Stress entstehen. Wenn man weiß, dass freie Radikale maßgeblich an der Entstehung von oxidativem Stress in den Zellen beteiligt sind und dieser Stress darüber entscheidet, wie die Immunantwort auf verschiedene Einflüsse aussieht, kann man sich vielleicht vorstellen, dass Substanzen, die den Körper vor der Wirkung der freien Radikale schützen, auch auf die Immunität direkt Einfluss haben können.

 

Darüberhinaus steigert Vitamin C die Immunität des Körpers durch folgende Faktoren:

Da Ascorbinsäure an der Biosynthese von Proteinen und der Bildung von Hormonen beteiligt ist,  erfüllt es damit eine wichtige Funktion im Energiestoffwechsel. Das ist insofern wichtig, weil man gerade zur Abwehr körperfremder Stoffe viel Energie benötigt.

Weitere Funktionen in Hiblick auf die Stärkung des Immunsystems sind folgende:

Vitamin C ist an der Entgiftung und Senkung der Schwermetallbelastung beteiligt. Auch diese Funktion führt dazu, dass mehr Energie für andere Körperprozesse, u.a. der Abwehr zur Verfügung steht.

  • Vitamin C ist ein direkter Aktivator für das Immunsystems. Mit seinen antioxidativen Eigenschaften schützt Vitamin C die Mitochondrien vor der Belastung mit freien Radikalen
  • Durch Vitamin C wird der menschliche Alterungsprozess beeinflußt und die Vitamine A, E und B werden geschützt. Das sind auch Antioxidantien, die in unterschiedlichen Prozessen, a benötigt werden.

Einige Worte zu den freien Radikalen. Sie entstehen in vielen Stoffwechselprozessen und spielen dort eine positive Rolle. Kritisch ist es erst dann, wenn das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien gestört ist. Das passiert zum Beispiel durch Umwelteinflüsse, Krankheitserreger, Schwermetallbelastung u.v.a. Ein Überschuß an freien Radikale kann den Alterungsprozess im menschlichen Organismus beschleunigen, weil sie die Eiweißstoffe im Bindegewebe vernetzen und die Funktionsabläufe in den menschlichen Zellen, auch in den Mitochondrien, stören. Der Organismus wird dadurch zur Produktion von Cholesterin angeregt und gleichzeitig kommt es zur vorzeitigen Alterung der Erythrozyten. Dabei wird das Immunsystem zunehmend erschöpft. Freie Radikale bewirken andererseits auch Fehlreaktionen des Immunsystems, was zu chronischen Entzündungen, Allergien, Krebserkrankungen, rheumatischen Erkrankungen oder Dermatosen führen kann. Über eine ausreichende Versorgung mit wasserlöslichen Vitaminen und Substanzen (Ascorbinsäure, Bilirubin) sowie fettlöslichen Stoffen (Coenzym Q10, Beta Carotin, Vitamin E) ist gewährleistet, dass die antioxidative Schutzfunktion greift. Schon sehr alte Studien belegen, dass ältere Menschen einen höheren Bedarf an Vitamin C haben als jüngere. Als Durchschnittswert gilt, dass über 60-Jährige ca. 50 % mehr Vitamin C benötigen. Gleiches trifft für Raucher zu. Wenn also ältere Menschen schon einen höheren Bedarf an Vitamin C schon allein wegen des Alters haben und dazu auch noch die Thymusdrüse bei alten Menschen kaum noch Wirkung für das Immunsystem hat, ist die logische Konsequenz die Einnahme von Vitamin C in höheren Dosen. Und ich sprechen hier von Mengen im Bereich von einigen Gramm.

Die Menge an Vitamin C, die unsere Körper benötigt, hängt weiterhin von der Stressbelastung ab und auch davon, welche Medikamente jemand einnimmt.

Antibaby-Pille, Antibiotika, Schmerzmittel u.a.. bewirken einen höheren Bedarf an Vitamin C. Dies ist auch bei Sportlern, Rauchern und Menschen mit häufigem Alkoholgenuss der Fall.

Vitamin C kann bis zu einer Menge von einigen Gramm selbst eingenommen werden. Besonders in Belastungssituationen, wie bei Erkältungen, bei geschwächtem Immunsystem, Allergien, bei einer hohen Belastung durch freie Radikale kann die maximale Menge bei Selbstmedikation einige Gramm betragen.

Da Vitamin C eine Säure ist, sollte die max. Einnahmemenge von der Magenverträglichkeit abhängig gemacht werden. Die günstigste Variante ist ein Präparat mit verzögerter Freisetzung bzw. ein Präparat, das über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Die Einnahme sollte generell nach dem Essen, am besten abends erfolgen. Natürlich gibt es ausreichend Lebensmittel, die Vitamin C enthalten. Jedoch ist es bedingt durch die Lagerung schon so, dass der Vitamin C-gehalt starkt sinkt. Deshalb solltest Du gerade in Belastungssituationen und bei Gefahr durch ansteckende Krankheiten, wie es gegenwärtig durch Covit 19 gegeben ist auf Vitamin C-Präparate zurückgreifen. Ich selbst habe meine Dosis auf 5g täglich erhöht und fühle mich sehr fit.

Beachten muss man, dass Vitamin C in Lebensmitteln beim Zubereiten, sprich Kochen, leicht zerstört werden kann. Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass Vitamin C kaum überdosiert warden kann. Es wird nicht im Körper gespeichert und alles, was zu viel ist, wird über die Nieren ausgeschieden. Geschichten über die Bildung von Nierensteinen gibt es, sind aber nicht haltbar: So sagt Harald Krebs: Nach den vorliegenden Ergebnissen über die Anwendung von Viatmin C in oraler und parenteraler Form auch im Megadosenbereich (30, 100g täglich) zu urteilen, gibt es keine Anhaltspunkte für gesundheitsschädigende Nebenwirkungen der Vitamin C-Hochdosistherapie

Show 051: Vitamin B 12 für mehr Energie

Zusammenfassung

Vitamin B12 ist mit den anderen Mitgliedern der Vitamin B - Familie eine wichtige Substanz in vielen Stoffwechselprozessen. Viele von Ihnen zum Beispiel B1, B2, B3 und B6 sind auch im Mitochondrien-Stoffwechsel für die Energie-Produktion notwendig. Die besondere Bedeutung von Vitamin B12 für die Energieversorgung des menschlichen Körpers soll in dieser Episode dargestellt werden.

Inhalt

Bekanntlich erfolgt die Energieproduktion in den Mitochondrien, hier  wird Energie in Form von Adenosintriphosphat, kurz ATP hergestellt. Die Zelle benötigt diese Energie unbedingt für Stoffwechselprozesse, aber auch, um sich zu schützen, gegen Angriffe von außen, das können z.B. freie Radikale sein. Die Zelle benötigt die Energie weiterhin auch dafür, um sich zu regenerieren bzw. sich zu reparieren. Die Mitochondrien sind hochspezialisierte Zellorganellen, die allein nicht lebensfähig sind. In Zellen, die einen hohen Energiebedarf haben, wie z.B. Herzmuskelzellen oder Hirnzellen sind besonders viele Mitochondrien enthalten. Mitochondrien besitzen eine eigene DNA. Sie vermehren sich durch Wachstum und Sprossung. Dabei wird die Menge der Mitochondrien dem Bedarf in der Zelle angepasst. Durch oxidative Phosphorylierung, werden in der Atmungskette Zucker und Fettsäuren mit L-Carnitin zu den Metaboliten (NADH oder FADH) umgebaut und mit dem Sauerstoff zu ATP verbrannt. Damit dieser Prozess gut ablaufen kann, benötigen die Mitochondrien zusätzlich eine ganze Reihe von Vitaminen, Mineralien sowie Aminosäuren. Zu den benötigten B-Vitaminen gehören B1, B2, B3 und B 12. Diese aufgeführten Mikronährstoffe kann der Körper nicht selbst produzieren. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Weitere Mikronährstoffe, die zur Energieproduktion in den Mitochondrien benötigt werden, sind:

Calcium, Magnesium, CoenzymQu10 (Q10), Vitamin D, Chrom, Eisen, Kupfer, Selen und Zink sowie die Aminosäuren Carnitin, Glutamin, Kreatin und Taurin. Dies ergänze ich nur der Vollständigkeit halber.

Aufgaben von Vitamin B12 für die Energieproduktion

Der chemische Name von Vitamin B12 ist Cobalamin. Dieser Name deutet zugleich darauf hin, dass das Molekül Cobalamin ein Kobaltatom in dieser Komplexverbindung enthält. Wir können drei Formen von Cobalamin unterscheiden, die jeweils eine unterschiedliche Bedeutung im Zellstoffwechsel haben.

Das sind Adenosylcobalamin, Methylcobalamin und Hydroxocobalamin.

Methylcobalamin enthält eine Methylgruppe. Methylgruppen sind wichtig für Methylierungen. Sie werden für regenerative und epigenetische Prozesse, benötigt sowie für den (Wieder)-Aufbau von Zellmembranen. Bedeutung haben diese Reaktionen ebenso im Hormonhaushalt sowie bei der Ausbildung und Umwandlung von Neurotransmittern, also Botenstoffen im Nervenstoffwechsel. Außerdem spielen Methylierungen eine wichtige in metabolischen Abläufen.

So wirkt das Methylcobalamin speziell im Zellplasma als Teil eines Methylierungszyklus, in welchem ein universeller Methylgeber hergestellt wird, der für eine ganze Reihe von zentralen körperlichen Prozessen zur Energiegewinnung gebraucht wird. Andererseits regeneriert Methylcobalamin auf diesem Weg auch die Folsäure, damit diese ihre Rolle bei der Zellteilung und Blutbildung erfüllen kann.

Das Adenosylcobalamin wirkt direkt in den Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zellen. Es ist Teil des sogenannten Citratzyklus. Das ist der wichtigste Stoffwechselkreislauf zur Energiegewinnung. Und schließlich kommt das Hydroxocobalamin. Diese Verbindung ist selbst kein aktives Coenzym. Es ist jedoch ein ausgezeichneter Radikalfänger und hilft in Entgiftungsprozessen. Somit schützt das Hydroxocobalamin vor Energieverlust z.B. durch Umweltbelastungen.

Wie erfolgt die Energiebereitstellung durch Vitamin B12 mit seinen 3 Coenzymen?

Vitamin B12 ist in Form des Methylcobalamins wichtig für die Blutproduktion. Ein starker Vitamin B12-Mangel führt damit zu Blutarmut. Das aber bedeutet, dass die Sauerstoffversorgung nicht optimal läuft und damit ist die Energieproduktion des Körpers reduziert. Menschen mit Blutarmut, deren Ursache B12-Mangel ist, haben sehr wenig Energie und chronische Schwäche stellt sich ein. Die Leistungsfähigkeit der betroffenen Personen ist eingeschränkt.

Des Weiteren ist Vitamin B12 in Form von Methylcobalamin an der Produktion von Kreatin, Carnitin und Coenzym Q10 beteiligt. Das aber sind Stoffe, die ebenfalls für die Energieproduktion benötigt werden.

Auch Vitamin B12 in Form Adenosylcobalamin ist wichtig für die Energieproduktion in den Mitochondrien. Es ist ein wichtiger Helfer im Citrat-Zyklus, dem zentralen Zyklus zur Energiegewinnung in den Mitochondrien. Bei einem Mangel an B12 können Fette und Ketone nur noch eingeschränkt zu Energie gewandelt werden. Hinzu kommt, dass sich dann die schädliche Methylmalonsäure, ein Stoff der beim Abbau von B12 entsteht, in den Mitochondrien anreichert. Dadurch aber wird die Verwertung von Glucose und Glutaminsäure für die Energieproduktion stark beeinträchtigt.

Bedeutung hat Vitamin B12 auch für die Entgiftung. Es ist selbst ein starkes Antioxidans und entgiftet zahlreiche chemische Substanzen. So hilft Vitamin B12 oxidativen Stress zu vermeiden, womit die Zellfunktion und Energieproduktion gewährleistet wird. Ein Mangel an Vitamin B12 kann ebenfalls zu einem Mangel an Glutathion führen. Glutathion ist jedoch enorm wichtig, weil es das wichtigste Antioxidans des Menschen ist. Bei Glutathionmangel entsteht oxidativer Stress in den Mitochondrien und Du kannst Dir schon denken, das Energieniveau wird dadurch in stark negativer Weise beeinträchtigt.

Ursachen für Viatmin B12 - Mangel

Zu den wichtigsten Auslösern eines B12 Mangels zählen folgende.

Bei streng veganer oder vegetarischer Ernährung sowie bei Magersucht wird sehr wenig B12 aufgenommen. Personen, die einen Mangel des sogenannten Intrinsic Factor haben, der für die Aufnahme von Vitamin B12 notwendig ist, haben ebenfalls B12 -Mangel. Das kann zum Beispiel bei Entfernung des Magens oder bei chronisch atrophischer Gastritis, einer Form von Magenschleimhautentzündung, entstehen. Weiterhin kann die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm, z.B. durch chronisch-Entzündungen oder Teilentfernung des Darms reduziert sein. Bei chronischen Nieren- oder Lebererkrankungen oder auch bei Befall mit dem Fischbandwurm ist mit einem erhöhten Verbrauch von Vitamin B12 zu rechnen. Die Einnahme von Medikamenten wie Omeprazol, das oft bei Sodbrennen oder Magengeschwür eingenommen wird, führt zu einem Abbau von B12, ebenso das Diabetes-Mittel Metformin.

Ein Mangel entsteht in der Regel nicht sofort, weil Vitamin B12 in der Leber gespeichert wird. Es können Jahre vergehen, bis sich ein Mangel manifestiert. Mangelsymptome treten schneller auf, wenn Menschen auf tierische Lebensmittel verzichten. Besonders gefährlich ist dies, wenn es schwangere Frauen machen und nicht substituierten.

Neben Schwangeren und stillenden Müttern zählen auch Alkoholiker, und ältere Menschen zur Risikogruppe, einen B 12-Mangel zu erleiden.

Symptome eines B 12-Mangels treten meist auch erst nach einigen Jahren des Mangels auf. Die Leber eines gesunden Menschen hat so viel Vitamin B12 gespeichert, dass damit der Bedarf von 3 Jahren gedeckt werden könnte.

Die Symptome eines Vitamin B12 – Mangels lassen sich aus der Funktion dieses Vitamins ableiten. Auffallend ist eine chronische Müdigkeit und Energielosigkeit. Weitere Symptome sind durch die Beeinträchtigung des Nervensystems feststellbar. So kommt es zu Missempfindungen wie Kribbeln an Händen, Füßen und Gliedmaßen („Ameisenlaufen“), weiterhin machen sich Gefühlsstörungen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar. Bei Fortschreiten des Mangels kann es zu Gangunsicherheiten und sogar zu Lähmungen kommen. Das kann man sehr oft bei Diabetikern und Alkoholikern beobachten. Auch Appetitlosigkeit und unerklärliche Gewichtsabnahme können auf einen B 12-Mangel hinweisen. Da Vitamin 12 im Neurotransmitter – Haushalt also im Stoffwechsel der neuronalen Botenstoffe eingreift, kann ein Vitamin B 12-Mangel in bestimmten Situationen  Einfluss auf eine nachlassende geistige Fähigkeiten bis hin zu demenzähnlichen Verwirrungen und Depressionen haben.

Bei einigen Menschen führt Vitamin B12-Mangel zu einer besonderen Form der Blutarmut, einer Vitamin-B12-Mangelanämie. Wegen der verminderten Anzahl an Blutplättchen (Thrombozyten) kommt es dabei zu einer erhöhter Blutungsneigung. Man kann auch eine erhöhte Infektanfälligkeit und Abwehrschwäche als Folge einer zu geringen Bildung von weißen Blutkörperchen beobachten.

Da bei Vitamin B12 Mangel die Schleimhäute leicht verletzbar sind, kann man auch eine glatte rote Zunge bzw. Zungenbrennen beobachten. Letzteres sieht man häufig bei Alkoholikern als Zeichen eines B-12 -Mangels.

Show 050: Gesunde Kopfhaut-gesundes Haar

  1. Biografisches

Dr. Stefan Scheibel ist ein wichtiges Mitglied der vitOrgan-Familie. Er ist Jahrgang 1960 und promovierter Chemiker. Er ist verheiratet, hat 3 Kinder und einen Hund. Weil er mehr Kontakt mit Menschen wollte, begann er Anfang der 90 iger Jahre bei der Fa. Staufen-Pharma GmbH zuerst als Pharmareferent, später als Regionalleiter  zu arbeiten. Erst danach begann er seine Tätigkeit bei vitOrgan Arzneimittel GmbH. Er besitzt ein einzigartiges Wissen im Bereich der Biomolekularen vitOrgan -Therapie. In der Firma ist Dr. Scheibel Schulungsleiter, Referent, verantwortlich für die medizinische Beratung. Er betreut die Arbeitsgebiete homöopathische Arzneimittel, / Injektionstherapie und Haarwasser bei Alopezie.

  1. Speziell zum Haarausfall

Speziell zum Haarausfall wird und wurde sehr viel geforscht. Es gibt sehr viele Konzepte, die auch mehr oder weniger gut wirken. Die einen gehen es von der Seite der Versorgung der Haarwurzel mit Nährstoffen an, andere favorisieren die hormonelle Ebene und wieder andere meinen, dass die Durchblutung angeregt werden muss.

Die Ursachen für Haarausfall können physischer und psychischer Stress, hormonelle Veränderungen, erbliche Vorbelastung, eine ungesunde Lebensweise oder Chemikalien in Hairstyling-Produkten sein. Dadurch können Schäden in der Kopfhaut entstehen und der Wachstumszyklus der Haare kann gestört werden.

Das vitOrgan Präparat gegen Haarausfall, NeyHair Vital-Haarwasser unterscheidet sich von anderen Produkten gegen Haarausfall durch seine spezielle Zubereitung. Durchs eine einzigartige Wirkstoffkombination aus hochwertigen Pflanzenextrakten, B-Vitaminen und dem biomolekularen vitOrgan-Komplex H wird die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht gebracht, weil die Lebensdauer der Haarfollikel gestärkt wird. Aber noch mehr. Sogenannte „schlafende“ Haarwurzeln können reaktiviert werden. Leider sind es nicht alle Haarwurzeln die reaktiviert werden können. Wenn die inaktive Phase der Haarwurzeln länger als 8 Jahre beträgt, so können sie nicht mehr aktiviert werden. Die im Vital-Haarwasser enthaltenen B-Vitamine dienen der Regeneration der Kopfhaut (B5) bzw. der Optimierung des Aminosäurestoffwechsels im Haarwurzelbereich. Die Pflanzenextrakte beruhigen die Kopfhaut und versorgen den Haarboden, wodurch dem Haarausfall vorgebeugt wird. Die biomolekularen Organextrakte schließlich regenerieren die Zellen und steigern die Zellteilung bei geschwächter Haut- und Haarstruktur.

Das bestehende Behandlungskonzept von vitOrgan gab es zunächst auf Injektionsbasis. Die neue Darreichungsform als Haarwasser beruht auf der Nutzung von Zytokinen als wirksame Substanzen.

(Zur Erklärung: Zytokine sind Proteine, die vor allem die Proliferation/Vermehrung von Gewebe und Differenzierung der Zielzelleneinleiten oder regulieren).

Das NeyHair Haarwasser ist mit anderen Therapievarianten gut kombinierbar. Dabei sind synergistische Effekte zu erwarten.

Die Therapie mit NeyHair unterstützt die Behandlung von lokalem und diffusen Haarausfall bei Männern und Frauen. Entsprechend dem Haarwachstumszyklus sollte die Behandlung mindesten über 3 Monate durchgeführt werden. Als zusätzlichen Tipp für, Menschen mit Haarausfall empfiehlt Herr Dr. Scheibel zusätzlich das Immunsystem zu unterstützen bzw. vorhandene Schwächen im Körper zu stärken.

  1. Zusatzinformationen in Kürze
  • Dr. Scheibels Wechsel von der Forschung in den Kontakt mit Anwendern zunächst für fast 30 Jahre in der Pharmaberatung war entscheidend für seine gesamte Tätigkeit.
  • Er würde gern mit dem ägyptischen Pharao Amenophis IV, der eine Kulturrevolution im ägyptischen Reich ca. 1300 Jahre v.Chr. einleitete, ein Kamingespräch führen und über dessen Reformen und Ansichten sprechen.
  • Gesundheit bedeutet für Dr. Scheibel, nur mit altersbedingten Einschränkungen leben zu können.
  • Erfolg bedeutet für ihn, nicht Statussymbole zu sammeln, sondern mit dem täglich Erreichten zufrieden zu sein.
  • Er liest gerne Science Fiktion-Literatur, gegenwärtig von Schätzing, Limit

Der größte bisher unerfüllte Lebenswunsch von Herrn Dr. Scheibel ist eine Reise nach Ägypten, um den Spuren von Amenophis IV zu folgen, was mit seinem früheren Wunsch, Archäologie zu studieren zu tun hat.

  • Als Tipp für alle Zuhörer betont Herr Dr. Scheibel: „Nicht aus allem ein Problem machen, das behoben werden muss, sondern sich mit dem Problem arrangieren.“
  1. Kontaktdaten

E-Mail-Adresse: drscheibel@vitorgan.de

Telefonnummer: 0711-44812-38

Website www.vitorgan.de

Show 049: Immunsystem stärken durch Thymus Peptide

  1. Biografisches
  • 1978 Approbation in Medizin
  • anschließend Ausbildung im Fachbereich allgemeine Chirurgie, u. a. an der Universitätsklinik in Bonn.
  • Medizinische Interessen­-Schwerpunkte: Immuntherapie und Transplantationsimmunologie.
  • Es folgten Tätigkeiten am Institut für Histologie an der Medizinischen Hochschule Hannover bei Prof. von Mayersbach, sowie am Sloan Kettering Institute for Cancer Research in New York bei Prof. Oettgen.
  • Spezialist auf dem Gebiet der Biomolekularen Therapie und den Methoden der autologen Immunotherapie bei der vitOrgan Arzneimittel­gruppe.
  • Seit August 2007 ist Dr. med. Theurer „Sachkundige Person“ nach §14 AMG.
  1. Vision

Das Unternehmen vitOrgan Arzneimittel GmbH stellt einzigartige Organextrakte auf der Basis der Biomolekularen vitOrgan-Therapie (BvT) her. Die Palette umfasst an die 100 organhomöopathische Arzneimittel, die auf physiologischer Ebene erkrankte Organe und Zelldefekte durch die individuelle Zufuhr von Biomolekülen gesunder Zellen regulieren. Diese Therapien weiter zu entwickeln und vielen Anwendern zur Verfügung zu stellen ist das Ziel von Herr Dr. Karl Georg Theurer. Dabei bildet die Entwicklung der Immuntherapie den wesentlichen Inhalt der Tätigkeit von Dr. Theurer,

  1. Die Immuntherapie auf Basis von biomolekularen Organextrakten

Ein starkes Immunsystem ist die Voraussetzung unseres Körpers um mit Krankheitskeimen, Bakterien, Pilzen, Viren und anderen Erregern fertig zu werden. Viele Bereiche arbeiten in der immunologischen Abwehr zusammen. Besonders wichtig dabei sind das Knochenmark, die Milz, die Lymphknoten, die weißen Blutkörperchen und ganz besonders die Thymusdrüse. Die Thymusdrüse ist sozusagen die Schule des Immunsystems. Hier erfolgt die Differenzierung, Ausreifung und Ausschwemmung von T-Lymphozyten und damit die erfolgreiche Abwehr von Krankheitserregern. Auch die Ausbildung der Immuntoleranz gegenüber körpereigenem Gewebe für den Schutz vor Autoimmunkrankheiten findet in der Thymusdrüse statt. Weiterhin wird die Blutbildung im Knochenmark gesteuert. Und schließlich findet dort die Sekretion von Peptiden, Zytokinen, Wachstumsfaktoren u.a. für die Koordination der körpereigenen Immunabwehr statt.

Die Thymusdrüse verändert sich im Laufe des Lebens. Sie ist eine Drüse der Jugend. Während der Pubertät hat die Thymusdrüse ihre Maximale Größe. Mit Erreichen der Geschlechtsreife beginnt die Rückbildung der Thymusdrüse, bis sie im fortgeschrittenen Alter ihre Aktivität weitestgehend einstellt. Das kann man auch jetzt während der Corona-Epidemie beobachten, wo sich die Krankheit besonders kritisch für ältere Menschen erweist.

Typische Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem sind

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Wundheilungsstörungen
  • Erhöhte Tumorneigung
  • Verlängerte Krankheitsdauer

So kann die Stärkung der Thymusdrüse im höheren Lebensalter das Risiko für Infektionskrankheiten, Abwehrschwäche sowie Tumorleiden reduzieren. Dafür entsprechende Präparate zu entwickeln und den Menschen zur Verfügung zu stellen, ist ein wichtiges Ziel der Fa. Vitorgan mit Dr. Theurer an der Spitze. Mit dem Thymuspräparat Neyvit Nr. 29 gibt es eine magensaftresistente Tablette aus speziell aufbereitetem Thymusextrakt in Kombination mit Vitamin D und Selen. Dieses Nahrungsergänzungsmittel trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Es ist für alle Altersstufen geeignet sowohl zur Akutbehandlung, als auch zur Langzeitanwendung. Möglich ist es, das Präparat auch mit einer regulativen Behandlung mittels Biomolekularer vitOrgan-Therapie zu ergänzen.

Bezogen auf die heutige Situation erwähnte Herr Dr. Theurer, dass der Arzt Dr. Richard Schrader Corona-Patienten mit Infusionen von biomolekularen Organoextrakten, Vitamin C und Thymuspeptiden sehr gute Ergebnisse erzielt hat.

Die Anwendung von Thymuspeptiden empfiehlt Herr Dr. Theurer für ältere Menschen und Menschen, die bereits Symptome eines geschwächten Immunsystems haben.

Generell sind die Produkte von vitOrgan, die aus Tierprodukten hergestellt werden, sicher in der Anwendung. Es sind apothekenpflichtige Substanzen, die hohen Prüfungen standhalten.

  1. Interessante Zusatzinformationen
  • Der Lebensweg von Herrn Dr. Theurer ging von der Ausbildung in Chirurgie über die Transplantationschirurgie hin zu einem Entwickler von Substanzen aus Organoextrakten. Die Naturheilkunde ist für ihn sehr wichtig in Bezug auf die Stärkung von Selbstheilungskräften im Kontrast zur symptomorientierten klassischen Medizin. Das war auch der Grund für seinen Lebensweg.
  • In einem Kamingespräch würde Dr. Theurer gern mit Menschen sprechen über die Welt von Morgen, was es für Entwicklungen geben könnte und wie die Menschen sich dabei entwickeln
  • Gesundheit bedeutet für ihn ALLES, in der Hinsicht, dass ohne Gesundheit keine Entwicklung möglich ist.
  • Erfolg bezeichnet Karl Georg Theurer als ein befriedigendes Gefühl über das Erreichte.
  • Er liest viele wissenschaftliche Abhandlungen und sehr gerne Science Fiktion Romane und vergleicht die Geschichten mit der technischen Entwicklung in der Gegenwart.
  • In seiner Freizeit segelt Dr. Theurer sehr gern, aber auch Laufen und andere sportliche Betätigungen betreibt er sehr gerne.
  • Sein größter Lebenswunsch besteht darin, ein hohes Alter bei bester Gesundheit zu erreichen.

Für alle Zuhörer wünscht Dr. Karl Georg Theurer, dass sie gesund bleiben. Dazu gehört es, gesund zu leben mit gesunder Ernährung und Sport.

  1. Kontaktdaten von Dr. Theurer

Website: vitorgan.de

Firma: vitOrgan Arzneimittel GmbH

Brunnwiesenstraße 21

73760 Ostfildern

E-Mail: info@vitorgan.de

Tel: +49 711 44 81 2-0

Fax: +49 711 44 81 2-41

Show 048: Ein ganzheitliches Präventionsprogramm

Zusammenfassung

Stress führt früher oder später zu Defiziten an Mikronährstoffen, Energiemangel in den Zellen, Krankheiten, die dadurch bedingt sind, und zu, und das ist entscheidend, einer Schwächung unseres Immunsystems. Dann sind Infektionen durch kleinste Parasiten, Bakterien oder Viren nur noch eine Frage der Zeit. Und wenn wir es mit solch starken Vertretern wie dem Coronavirus zu tun haben ist die Situation noch viel schlimmer einzuschätzen. Heute sage ich Dir, wie ich es schaffe gesund zu bleiben und das ohne großen Aufwand.

Ich habe mein Therapiekonzept in der Zwischenzeit vervollkommnet und will Dich gern daran teilhaben lassen, wie ich Gesundheit heute bewerte, was ich selbst für mich regelmäßig tue, ohne dass es vollkommen ist. Ich möchte Dir einfach sagen, was wichtig ist und wie Du ein Leben bei guter Gesundheit führen kannst, dass Dir Sicherheit gibt und Dich vor vielen äußeren Faktoren schützt. Verhehlen möchte ich dabei nicht, dass man vor Krankheiten nicht 100%ig geschützt ist. Jedoch reduzierst Du die Wahrscheinlichkeit, dass Du betroffen sein wirst und selbst, wenn es Dich erwischen sollte, ist der Krankheitsverlauf gemildert und Du kannst schneller regenerieren.

Beginnen möchte ich mit der Umwelt, weil sie der Ausgangspunkt für viele Herausforderungen ist, die wir in der Gegenwart haben. Global betrachtet, werden die Grünflächen auf der Erde immer mehr reduziert, weil zu viel abgeholzt wird. Die Folgen sind ein gestörter Wasserhaushalt und sinkende Süßwasserkapazität. Industrieabgase, landwirtschaftliche Abfälle, Überdüngung der Böden kommen hinzu. Ein weiteres Thema ist der moderne Lebensstil, gekennzeichnet durch die starke Zunahme an PKWs, LKWs Hochseeschiffen, die zur weiteren Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden führen. Kurz, es ist vieles im Argen und es bleibt nur der Weg, uns selbst zu schützen, Vorsorge zu treffen. Das bedeutet, wir selbst müssen dafür Sorge tragen, Stress zu reduzieren, die Energieproduktion in den Zellen zu gewährleisten und unser Immunsystem zu stärken.

Inhalt

Ich habe für mich ein ganzheitliches Therapieprogramm entwickelt, das auf 4 Säulen steht. Die einzelnen Programmteile beeinflussen sich gegenseitig. Man kann sie nicht losgelöst voneinander betrachten:

Das sind die Säulen:

  1. Lebensstilveränderungen
  2. Entgiftungsprozesse
  3. Energieproduktion
  4. Mikrozirkulation

Die Reihenfolge bedeutet keine Wertung. Alle Punkte sind gleich wichtig. Und deshalb empfehle ich Dir, jeden einzelnen Programmpunkt für Dich zu überdenken und herauszufiltern, was für Dich wichtig ist. Apropos, was für Dich wichtig ist, betrifft nicht nur Deine körperliche Gesundheit. Auch die mentale und finanzielle Gesundheit, auf die ich nicht speziell eingehen werden, gehören unbedingt dazu.

Zu den Lebensstilveränderungen gehört, wie wir uns in der Umwelt verhalten. Beeinträchtigungen der Umwelt durch Schadstoffe und Reduzierung der natürlichen Ressourcen berühren unser Leben direkt. Alle wollen weniger Schadstoffe in der Luft, im Wasser und im Boden. Da sollte  auch jeder seinen Beitrag leisten.. Ein paar Stichworte sind vielleicht Energie sparen, Mülltrennung, überhaupt sparsamer Umgang mit allen Ressourcen. Mir ist schon klar, dass größere Impulse von der Politik ausgehen müssen, dennoch die Initiative des Einzelnen in der Summe ist auch sehr viel Wert.

Lebensstilveränderung bedeutet auch, seinen Stresspegel auf ein Minimum zu halten. Das ist angesichts der modernen Arbeitswelt und der enorm kurzen Kommunikationswege gar nicht so einfach. Als erste Maßnahme gehört für mich ein sorgsamer Umgang mit den digitalen Medien dazu. Dort wo sie uns helfen, Zeit zu sparen, ist alles erlaubt, aber wenn die digitalen Medien zu einem Zeiträuber werden, kommen wir an unsere Belastungsgrenzen.

Zum Lebensstil gehört auch, Bewegung in den Arbeitsalltag einzubauen. Wir sitzen heute viel zu viel, wir sind zu wenig an der frischen Luft und zu oft arbeiten wir bei künstlichem Licht. Das bringt unseren Biorhythmus durcheinander und ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Entwicklung von Stress.

Auch bitte ich zu bedenken, dass der heutige Umgang mit Tattoos und Piercings nicht gerade gesundheitsfördernd ist. Dadurch kommen Schwermetalle in unseren Körper, die nur schwer zu eliminieren sind.

Das sind alles Faktoren, die man zum größten Teil selbst beeinflussen kann. Man muss es nur wollen. Oft sind Stressprobleme durch die Arbeit nicht zu vermeiden. Aber wenn man für sich und seine Familie mehr Zeit haben will, um ein stressfreies Leben zu führen, sollte man darüber nachdenken, ob Deine gegenwärtige Arbeit das richtige für Dich ist, egal ob gut oder schlecht bezahlt. Es gibt inzwischen sehr viele Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt mit weniger Stress bei höherem Einkommen zu verdienen.

Kommen wir zur zweiten Säule, den Entgiftungsprozessen. Als ich die hohe Schadstoffbelastung durch die Umwelt führt zu einer hohen Schadstoffbelastung im menschlichen Körper. Wir wundern uns oft, dass es uns nicht gut geht, dass wir müde sind und unsere Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Das ist auch durch die hohe Schadstoffbelastung in unserem Körper begründet. Deshalb sind Entgiftungsprozesse so wichtig. Dabei soll die Kapazität unserer Entgiftungsorgane wie der Leber, des Darms, der Nieren, der Lunge und der Haut verbessert werden. Ja auch der Säure-Basen-Haushalt muss im Lot sein. Die Art des Entgiftungsprozesses hängt dabei sehr vom Grad der Schadstoffbelastung und der Schadstoffe ab, die es zu entgiften gilt. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass halbjährliche Körperreinigungskuren zum Beispielmit Aloe vera Produkten, oder Fasten – Kuren sehr viel Wohlbefinden erzeugen. Deshalb rate ich Dir, ähnliche Rituale in dein Leben zu integrieren. Viele Promis machen es uns vor. Und es kostet nicht viel und hat eine riesige Wirkung. Melde Dich bei mir, wenn Du wissen möchtest, wie das genau durchgeführt wird.

Die Umweltschadstoffe und unser Lebensstil führen bei chronischem Stress zu Energiedefiziten in den Zellen. Dies wirkt sich auf die Funktion der Organe aus, führt oft szu Krankheiten. Das hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel, die Energieproduktion und schließlich auf die Gesundheit. Die Energieproduktion wird ebenso durch Stress, insbesondere chronischen Stress mit all seinen Folgeerscheinungen eingeschränkt, weil einfach die Cortisolproduktion verändert ist, anfangs erhöht, dann erniedrigt. Damit kommt es leider auch dazu, dass das Immunsystem geschwächt wird. Durch die genannten Faktoren ist die Energieproduktion eingeschränkt, weil die notwendigen Stoffe dafür nicht mehr oder nur reduziert zur Verfügung stehen. Was bleibt zu tun. Salopp gesagt, die individuellen Noxen (Alkohol, Zigaretten) meiden, Stress reduzieren und, um die Energieproduktion anzuregen, die fehlenden Substanzen einnehmen. Weiter geht es noch darum, das Defizit an Mikronährstoffen auszugleichen, welche die Energieproduktion einschränkt. In der Regel sind das Coenzym Q 10, Magnesium, Vitamin D3 und B12 sowie L-Carnithin und Omega-3-Fettsäuren. Oft fehlen auch noch andere Stoffe. Dann haben wir es aber bereits mit einem Krankheitsgeschehen ernsterer Art zu tun. In diesem Fall empfehle ich, einen Arzt oder Heilpraktiker, der sich mit Mitochondrien-Medizin auskennt, zu konsultieren.

Zum Schluss möchte ich das Problem der eingeschränkten Mikrozirkulation ansprechen. Die Mikrozirkulation, beschreibt die Blutzirkulation in den Endstrombahnen und bildet das mikrovaskuläre Netzwerk aus Arteriolen, Venolen und Kapillaren, den kleinsten Gefäßen des Körpers mit einem Durchmesser kleiner 300 μm. Das mikrovaskuläre Netzwerk ist die Verbindung zwischen Blut und Gewebe. Hier erfolgt die Versorgung der Gewebezellen, der Gasaustausch, der Abtransport von Stoffwechselprodukten, der Wärmeaustausch sowie die Regulierung immunologischer und hämostaseologischer Prozesse. Die Mikrozirkulation ist damit der funktionell wichtigste Teil des Blutkreislaufs und hat mit 74 Prozent den höchsten Anteil am Gefäßsystem.

Die Mikrozirkulation ist bei den meisten Menschen gestört. Stoffe, die man aufnimmt, kommen dann einfach nicht an ihren Wirkort. Der Stoffaustausch ist behindert. Das bedeutet aber auch, dass die Entsorgung von Stoffwechselabfällen nicht funktioniert. Ich wiederhole noch einmal, die aufgenommenen Stoffe, die wir zur Energieproduktion brauchen, kommen nicht in die Zellen und die Abfälle können nicht entsorgt werden. Wir haben also eine doppelte Verschlechterung des Zustandes erreicht.

Leider gibt es kein Medikament, das man dafür einsetzen könnte, diese wirken nur für die Durchblutung in den großen Gefäßen. Verbessern kann man die Mikrozirkulation durch die Physikalische Gefäßtherapie, die über eine Bio-elektro- magnetische Energie Regulation, dafür sorgt, dass die kleinen Gefäße stimuliert werden, um den Stoffaustausch zu ermöglichen. Damit ist es möglich, den gesamten Körper oder nur gezielt einzelne Körperstellen zu behandeln. Diese Therapie ist kompatibel mit allen anderen Therapieverfahren. Sie ist nebenwirkungsfrei. Von welcher Medizin kann man das schon behaupten. Für den Fall, dass Du mehr wissen möchtest habe ich eine Information über die technische Realisierung ich auf meiner Website qdg.com für dich hinterlegt.

Das war mein Programm, das gewährleistet, dass ich fit bin, ein stabiles Immunsystem habe und von Krankheiten verschont bin.

Wir haben es selbst in der Hand, unsere Gesundheit zu erhalten. Das fängt an mit gesunder Ernährung, sportlicher Betätigung, Aufenthalt in der Natur und Vermeidung von Stressfaktoren. Weiter geht es darum, ständig zu prüfen, ob die physiologischen Verhältnisse in unserem Körper stimmen. Das ist sehr wichtig für die Energieproduktion. Und schließlich spielt bei all dem die Mikrozirkulation eine große Rolle, denn sie sorgt für einen optimalen Stoffwechsel und ein starkes Immunsystem.

Show 047: Wie Stress den Stoffwechsel beeinflusst

Zusammenfassung

Unter chronischem Stress kommt es dazu, dass sich der Stoffwechsel verändert. Zunächst werden die Nebennieren stark belastet, damit werden in der Folge das Nervensystem und das Immunsystem beeinflusst. Diese Veränderungen sind laufen zunächst unbemerkt ab, weil zu Beginn der Stressphase Dopamin ausgeschüttet wird. Das ist eine Belohnungssubstanz, die entsprechende Kräfte weckt, die den Eindruck einer hohen Leistungsbereitschaft geben. Wie die einzelnen Prozesse sich gegenseitig beeinflussen und wie man gegensteuern kann, sind Gegenstand dieser Episode.

Inhalt

Um die Warnsignale besser erkennen zu könne, gehe ich zunächst auf die drei Phasen, durch die der Stress gekennzeichnet ist, ein.

Auf akuten Stress reagiert unser Körper damit, dass die Nebennieren verstärkt Adrenalin produzieren. Das ist der beginn der Alarmreaktion. Durch den Anstieg des Adrenalins steigt der Blutdruck, der Körper stellt vermehrt Zucker für das Gehirn und die Muskeln zur Verfügung, so dass wir schnell auf diesen Stressreiz reagieren können. Funktionen, die der Körper nicht benötigt, um mit dem Stress fertig zu werden, wie essen und schlafen werden unterdrückt. Unter dem Eindruck, als würde eine große Bedrohung bevorstehen, wird sehr viel Energie verbraucht. Deshalb sollte diese Phase auch nicht zu lange dauern. Für den Fall, dass die Alarmreaktion doch länger dauern sollte, ist es wichtig auf einen stabilen Blutzucker zu achten, was bedeutet, dass man Nahrung zu sich nehmen sollte, auch wenn einem nicht danach ist.

Nach dieser ersten alarmierenden Phase kommt es bei andauerndem Stress dazu, dass der Körper in die Widerstandsphase eintritt. Dies passiert genau dann, wenn dem Körper keine Erholungsphase gegönnt wird. Gekennzeichnet ist diese Phase dadurch, dass jetzt in der Nebennierenrinde große Mengen des Stresshormons Cortisol gebildet werden. Dabei werden die Energiereserven des Körpers aufgebraucht und das Immunsystem geschwächt. Der Körper hat sich darauf eingestellt, dass der Kampf gegen den Stress die höchste Priorität hat.

Wenn der Körper nicht mehr fähig ist, gegen die stressauslösenden Faktoren zu kämpfen, tritt er unweigerlich in die Erschöpfungsphase ein. Dabei brechen einige Regulierungsmechanismen zusammen. Davon betroffen ist das Immunsystem. Man merkt es daran, dass man eventuell schneller einen Infekt bekommt. Weiter betroffen sind das Nervensystem und das hormonelle System. Dabei treten auch Nährstoffverluste auf, weil der Körper durch den hohen Energiebedarf alle Reserven ausgeschöpft hat. Somit ist es auch erklärlich, dass der Körper für viele Krankheiten anfällig wird, auch für Stoffwechselerkrankungen.

Unter Stress reagiert der Körper wir mit Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schwitzen, innerer Unruhe, Appetitveränderungen, Darmproblemen, Gewichtsverlust oder -zunahme sowie häufigen Infektionen. Dazu kommen solche mentalen Symptome wie Erschöpfung, als ganz markantes Zeichen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Panikattacken, Depressionen und leider auch vermehrter Verzehr von Süßwaren und Stimulantien.

Zu Beginn der Stressreaktion wird die Produktion von Cortisol hochgefahren. Im Verlauf ermüden die Nebennieren, in deren Folge die Cortisolproduktion wieder abnimmt. Die Cortisolproduktion ist eng mit der Arbeit der Schilddrüse verbunden. Das heißt, die Schilddrüsenhormone T3 und T4 werden beeinflußt. Hier wird zu Beginn, also, wenn vermehrt Cortisol gebildet wird, die Schilddrüsenfunktion erhöht. Dies kann zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führen. Chronischer Stress führt schließlich dazu, dass die Schilddrüse zu wenig des Hormons T3 herstellt. Gewichtsabnahme ist in diesem Fall schwer. Das heißt, Personen mit Dauerstress können wesentlich schlechter ihr Körpergewicht kontrollieren. Weiterhin ist bei chronischem Stress die Regulation des Blutzuckers erschwert, der gesamte Stoffwechsel bekommt Probleme bis hin zur Produktion der Sexualhormone und auch das Herz-Kreislaufsystem ist betroffen.

Eine weitere Folge von Stress und der Nebennierenschwäche ist die Bildung freier Radikale, hervorgerufen durch oxidativen Stress. Unter Stress ist es deshalb besonders wichtig für eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien, wie Vitamin C, Selen oder Coenzym Q 10 zu sorgen.

Wie kommt es nun aber, dass auch die Sexualhormone unter Stress nicht mehr im Gleichgewicht sind?

Auch hier ist Cortisol der Ausgangspunkt. Das Stresshormon Cortisol und die Sexualhormone Östrogen, Progesteron und Testosteron sind sogenannte Steroidhormone. Sie werden alle aus demselben Grundstoff, nämlich dem Cholesterin gebildet. Jedes der genannten Hormone ist eine Vorstufe für die Bildung des anderen. Durch die starke Freisetzung von Cortisol während der Stressreaktion werden die Kettenreaktionen für die Bildung der Sexualhormone beeinflusst, wodurch es zu einem Ungleichgewicht zwischen ihnen kommt. Frauen sind hiervon häufiger betroffen als Männer. Das liegt darin begründet, dass die Verhältnisse bei der Frau durch Monatszyklus und Schwangerschaften komplizierter sind.

Unter Stress kakonsumieren die Betroffenen verstärkt Alkohol. Begründet ist dies dadurch, dass Alkohol eine exzellente Energiequelle ist. Jedoch, das ist keine Lösung. Die durch den Stress ausgelösten Probleme wie erhöhter Blutzucker, Nebennierenschwäche sowie andere Stoffwechselprobleme und auch die eingeschränkte Gewichtskontrolle werden durch den Verzehr von Alkohol nicht gelöst, sondern führen zu neuen Problemen.

Magnesium ist in Bezug auf die Stressreaktion für den Energieumsatz wichtig, weil es bei der Energieproduktion in den Mitochondrien benötigt wird. Magnesium hat auch an sehr vielen anderen Prozessen einen großen Anteil, so im Nervensystem, bei der Blutzuckerregulation, bei der Knochenbildung, der Herzfunktion und auch bei der Hormonproduktion. Durch Magnesium werden über 300 Enzymreaktionen unterstützt. Typische Symptome bei Magnesiummangel sind eine Überforderung des Nervensystems, Betroffene klagen über innere Unruhe, Zittern, Muskelkrämpfe und Schlafproblemen. Hinzu kommen Verstopfung, Reizdarm, Bluthochdruck aber auch schwankender Blutzucker und Störungen des Sexualhaushalts. Vieles davon ist durch Stress ausgelöst. Deshalb ist es gerade auch unter Stress wichtig, für ausreichend Magnesium, dem Anti-Stress-Mineral zu sorgen. Gleiches gilt auch für das Coenzym Q 10. Unter Stress steigt der Bedarf an dieser Schlüsselsubstanz bei der Energieproduktion stark an. Dabei geht es nicht nur um den Schutz vor freien Radikalen, sondern generell um die Versorgung des Körpers mit ausreichend Energie unter Stress.

  1. ausreichende Versorgung mit Vitamin C, Magnesium und Coenzym Q 10 zu achten.
  2. Blutzucker stabil halten
  3. Keinen Alkohol und wenig Süßwaren.
  4. Ausreichend Schlaf
  5. Regelmäßige Pausen während der Arbeit
  6. Regelmäßig Sport treiben
  7. Auf Signale für erhöhten Stress achten (Das sind – eine gefühlte Überforderung, schon bei simplen Aufgaben, Konzentrationsstörungen, Heißhunger auf süße und salzige Nahrungsmittel, Neigung zu niedrigem Blutdruck, Neigung zu Ängsten und Niedergeschlagenheit sowie Erschöpfung, die durch Schlaf nicht gebessert wird)
Show 046: Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Gehirnfunktion

Demenz ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Deshalb gibt es immer wieder Untersuchungen über neue Wirkstoffe, um die Demenz zu vermeiden. Solch ein Wirkstoff der in der letzten Zeit Objekt von Studien wurde ist Pyrrolochinolinchinon(PQQ), das man in vielen Lebensmittel, u.a. Petersilie, Gemüse und Natto, das sind fermentierte Sojabohnen, findet. Herausgekommen ist dabei, dass PQQ einige Gehirnfunktionen auf hohem Niveau bessert. Das sind Aufmerksamkeit sowie Unterscheidungs- und Verarbeitungsfähigkeiten. Weiterhin konnten die Forscher erkennen, dass die Einnahme von PQQ das unmittelbare Gedächtnis sowie das räumliche Bewußtsein verbessert.

Show 045: Kurkuma und seine Wirkungen

Zusammenfassung

Der Hauptwirkstoff in Kurkuma ist Curcumin. Bekannt sind seine entzündungshemmende, schmerzstillende und krebshemmende Wirkung. Curcumin leitet Schwermetalle aus dem Körper und hemmt den Knochenabbau. Dazu sind positive Wirkungen von Kurkuma bei Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und bei Alzheimer Demenz bekannt.

Inhalt

Kurkuma hat sehr viele andere Wirkstoffe, die die komplexe Wirkung von Kurkuma ermöglichen. Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff in der Kurkuma Pflanze. Dieser Stoff wird wegen seiner intensiven Farbe auch als Lebensmittelzusatz verwendet. Die Bezeichnung dafür ist E100.

Curcumin ist nur eines der 4 verschiedenen curcuminähnlichen Stoffe. Dazu gehört auch das Cyclocurcumin, das Bisdemethoxycurcumin und das Demethoxycurcumin. Übrigens ist für die gelbe Färbung keins davon verantwortlich. Die Gelbfärbung verursacht Diferuloylmethan.

Curcuma enthält etwa 10% Fett, 8% pflanzliches Protein und 65% Kohlenhydrate. Zu den Inhaltsstoffen zählt erstaunlicher Weise auch Magnesium, etwa 190 mg auf 100g Kurkuma. Auch ist Kurkuma eine respektable Kalziumquelle mit etwa 180 mg auf 100g Kurkuma. Von Interesse sind weiter die ätherischen Öle mit einem Gehalt von 5 bis 7 %. Diese wirken antimikrobiell, antineoplastisch (also gegen Tumore), antiarthritisch und entzündungshemmend. Die ätherischen Öle können darüber hinaus die Herztätigkeit steigern.

Weitere wichtige Stoffe in Kurkuma sind Ferulasäure, Kaffeesäure und Kaffesäurederivate. Übrigens schützt Kaffesäure vor Magenkrebs und den krebserregenden Nitrosaminen. Polysaccharide und Stärke komplettieren die in Kurkuma enthaltenen Stoffe.

Einige Worte zur Ferulasäure. Ihre Anwendungen sind sehr vielfältig, weil sie viele positive Eigenschaften hat. So wirkt Ferulasäure antioxidativ und verlangsamt den Alterungsprozess. Sie wirkt entzündungshemmend, schützt die Haut vor schädlichen Sonnenstrahlen und Luftverschmutzung. Damit nicht genug. Ferulasäure schützt vor freien Radikalen, sie lindert auf der Haut entzündete Stellen. Man kann damit Akne behandeln und Pigmentflecken aufhellen. Schon eine geringe Konzentration dieser Säure bringen auf der Haut gute Effekte, weil sie die Kollagen- und Elastinproduktion anregt.

In den letzten 100 Jahren wurde versucht aus dem Kurkuma Curcumin mit 95 % iger Reinheit zu gewinnen. Leider mussten die Wissenschaftler dabei feststellen, dass die Wirkung mit zunehmender Reinheit abgenommen hatte. Es stelle sich nämlich heraus, dass die Bioverfügbarkeit nicht mehr gegeben war. Deshalb haben Wissenschaftler versucht, die Bioverfügbarkeit von Curcumin wieder zu erhöhen. Dies gelang schließlich mit der sogenannten PNS-Technologie.

PNS bedeutet Polar-Nonpolar-Sandwich. Dadurch können polare wasserlösliche Stoffe mit nichtpolaren fettlöslichen Stoffen, wie Curcumin vereinigt werden. Auf diese Art konnte man 45-50% reines Curcumin gewinnen (das sind 25mal mehr als im reinen Kurkuma enthalten ist), das mit ca. 200 Substanzen vereinigt wurde.  So hat man ein Produkt mit einem hohen Anteil an Curcumin erhalten, das zudem eine hohe Bioverfügbarkeit hat. Du solltest Dir den Namen Cureit merken, das zählt zu den besten Curcumin-Präparaten weltweit.

Was immer aufhorchen lässt ist der Fakt, dass Kurkuma gegen Krebs helfen kann. So gibt es über 3000 Studien, die sich mit der Wirkung von Curcumin bei Krebs beschäftigen. In die Untersuchungen wurden fast alle Krebsarten einbezogen. Immerhin führte die gute Studienlage dazu, dass die deutsche Gesellschaft für Onkologie Curcuma zur Begleitung der Krebstherapie empfiehlt.

Die Studienergebnisse zeigten, dass Curcumin mit seinen antioxidativen Eigenschaften die Krebsentstehung hemmt. Außerdem verhindert Curcumin die Mutation vorbelasteter Zellen zu Krebszellen. Auch wird das Immunsystem stimuliert, die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen wird gehemmt und die Entwicklung von Blutgefäßen im Tumorgewebe verhindert.

Allgemein unterstützt Curcumin sowohl die Chemo- als auch die Strahlentherapie. So kommt es während einer Chemotherapie öfter vor, dass Krebszellen Resistenzen entwickeln. Dann muss ein anderer Wirkstoff gesucht werden, weil der bisher verwendete keine Heilwirkung mehr bzw. kaum noch Wirkung hat. Curcumin kann diese Resistenzenbildung verhindern. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2010 hat bei einigen Chemotherapeutika positive Wechselwirkungen gefunden.

Entzündungsprozesse im Gehirn spielen eine bestimmte Rolle bei der Entstehung von Demenz. Hier kommt aber Curcumin ins Spiel, denn die Stoffe haben hervorragende antioxidative Eigenschaften und verhindern auch im  Gehirn Oxidations- und Entzündungsprozesse. Dazu muss Curcumin die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass dies für Curcumin möglich ist und so zeigte eine Studie der Universität in Los Angeles, dass Curcumin die Plaquebildung im Gehirn verhindern kann.

Nicht verwundern wird dich sicher der Fakt, dass Curcuma bei Verdauungsbeschwerden hilft. So stimulieren die in Kurkuma enthaltenen Wirkstoffe die Bildung von Magen- und Gallensaft, womit besonders die Fettverdauung angeregt wird. So können Völlegefühl, starke Blähungen und Druck im Bauch behandelt werden.

Da Curcumin eine hervorragende entzündungshemmende Wirkung hat, hilft es selbstverständlich bei Beschwerden, die mit Entzündungen verbunden sind. Dazu gehören Arthritis, Arthrose, Rheuma. Zu den genannten Erkrankungen gibt es einige positive Studien, die u.a. belegen, dass Curcumin sogar wirksamer als nichtsteroidale Entzündungshemmer ist.

Interessant war ebenso die Durchführung einer Studie Patienten mit gestörter Glukosetoleranz. Dabei stellte sich heraus, dass Curcuma den Ausbruch von Diabetes Typ 2 verhindern kann.

Schöne Haut, Haare und Nägel sind nicht nur ein Zeichen für das Körperliche Wohlbefinden, sondern dokumentieren auch Gesundheit. Gerade, was die Haut anbelangt hat Kurkuma viele positive Wirkungen. Curkuma fördert die Hautdurchblutung, wirkt antibakteriell und abschwellend. Der hohe Anteil an Antioxidantien in Kurkuma schützt effektiv vor Faltenbildung und vor vorzeitiger Hautalterung. Auch Haut, die zu Entzündungen neigt, profitiert von Kurkuma.

In welcher Form sollte man Kurkuma einnehmen?

Will man Kurkuma zur Behandlung von Krankheiten einsetzen, ist es ratsam den Wirkstoff Curcumin in Kapselform einzunehmen, weil viel höhere Dosen nötig sind. Der von mir sehr geschätzte Dr. Löffler aus Berlin bezeichnet das Curcumin von Aurea Biolabs als das Produkt mit der überzeugendsten Bioverfügbarkeit. Das Produkt Cureit ist seiner Meinung nach das effektivste Curcumin auf dem Gesundheitsmarkt. Wenn Du eine Anwendung anstrebst, achte darauf, das richtige Produkt zu nehmen, wenn Du eine reale Wirkung erzielen möchtest.

Literatur

https://www.kurkuma-wurzel.info/

Show 044: Musik und Gesundheit

Zusammenfassung

Es gibt kaum einen Menschen, der Musik nicht mag. Sicher sind dabei die Interessen sehr vielfältig. Das Hören von Musik hat jedoch viele positive Eigenschaften. Sie ist hervorragend geeignet zur Freizeitgestaltung und befriedigt dabei künstlerische Bedürfnisse. Das gelingt aber nur, wenn man auch das hört, was einem persönlich gefällt. Musik kann darüber hinaus die Konzentration fördern und der Entspannung dienen.

Die Verbesserung der Konzentration und Aufnahmefähigkeit sowie die Möglichkeiten zur Entspannung sind Grund genug, sich mit den Einflüssen von Musik auf die Gesundheit zu beschäftigen.

Inhalt

Genutzt wird Entspannungsmusik in psychiatrischen Kliniken und Altenheimen, um ein angenehmes Klima zur Entspannung zu schaffen. Durch die Konzentration auf Musik, steigert sich auch die Aufmerksamkeit und andere Probleme, wie zum Beispiel Angst treten dabei in den Hintergrund.

Durch Musik, insbesondere gemeinsames Singen und Musizieren, werden die Geselligkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert. Das sind Soziale Bedürfnisse, die uns Stärke geben und Geborgenheit. Dabei ist es egal, ob man in einem Chor singt, oder beim Wandern ein Lied angestimmt wird. Das Gemeinschaftsgefühl wird auch durch die Hymnen der Länder oder zu bestimmten Anlässen gefördert

Singen ist für unsere Kehle und Stimmbänder aber auch für die Lunge mechanische Arbeit. Die Stimmbänder werden gekräftigt. Man lernt durch den Gesang Atemtechniken, die uns zu einer kraftvollen Stimme verhelfen. Selbst unsere Sprache oder das Sprechen selbst wird davon positiv beeinflusst. Das ist die eine Seite. Der Gesang hat aber auch eine weitere positive Eigenschaft. Er hilft feinste Partikel von den Stimmbändern durch den kräftigen Atemzug zu beseitigen. Er hat also auch eine reinigende Wirkung.

Neben dem Gesang gibt es natürlich auch noch die Instrumentalmusik. Ein Instrument zu beherrschen, egal wie gut, vermittelt dem Spielenden ein sehr tolles Gefühl. Die hohe Kunst ist natürlich eine Kapelle, im einfachsten Fall ein Fanfarenzug oder ganz professionell ein Sinfonieorchester oder eine Bigband. Wer das professionell betreibt, hat in der Regel sein Hobby zum Beruf gemacht. Das ist eine der höchsten Formen der Bedürfnisbefriedigung und vermittelt den Künstlern nicht nur das Gefühl persönlichen Glücks, sondern auch für die Hörer höchsten Genuss, Zufriedenheit, Entspannung und die Erfahrung eines Gemeinschaftserlebnisses, das sehr nachhaltig den weiteren Alltag beeinflussen kann. Bei Konzerten von Andre Rieu mit seinem Orchester wird gelacht, getanzt, ein Gefühl der Glückseligkeit vermittelt. Und die Künstler? Sie haben genau den gleichen Spaß. Da springt ein Funke über. Das ist Glück und Freude, das entspannt und begeistert. Dabei kann man sehr gut Kraft tanken.

Auch die Kombination von Musik und Sport bringt für die Gesundheit zusätzliche Effekte. Beim Joggen, zum Beispiel, Musik zu hören, kann beflügeln, hilft den richtigen Rhythmus beizubehalten und verstärkt durchaus Trainingseffekte. Auch in den Pausen zwischen Wettkämpfen hören Sportler gern Musik, um sich abzulenken und sich besser auf ihren eigenen Wettkampf konzentrieren zu können.

Was sagt nun die Wissenschaft über die Musik in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Gesundheit.

Musik kennen alle Kulturen auf der Erde, ja sie ist für den Menschen lebensnotwendig. Sie wirkt über Emotionen, hat spirituelle und soziale Faktoren. Musik kann auch manipulieren, zum Beispiel in der Werbung oder im Film.

Es gibt heute Studien, die das Ziel verfolgen, das Stressniveau über die Musik zu senken. Dabei wird eine sogenannte Gehirnmusik geschaffen, die es vermag mit Hilfe von Frequenz, Amplitude und Dauer von musikalischen Klängen das Gehirn aus einem gestressten Zustand in einen Zustand der Entspannung zu bringen. Mit dieser Musik, die von unseren eigenen Gehirnwellen geschaffen wird, kann man Schlaflosigkeit, Erschöpfung und auch Kopfschmerzen behandeln.

Interessanterweise hat sich bei der Studie gezeigt, dass entspannende Musikstücke denen von Chopin ähneln, während Aufmerksamkeit durch Musik entsteht, die Mozart ähnlich ist. Wenn man das Gehirn genauer betrachtet, stellt man fest:

  1.    Musik hilft, Stress zu reduzieren

Musik mit einem langsamen Tempo, leisen Tönen und ohne Text hat auf uns eine beruhigende Wirkung. Dabei wird das Stressniveau gesenkt und wir sind weniger nervös oder aufgeregt. So gibt es Musik, die den Cortisolspiegel im Blut senkt. Das sind insbesondere meditative Musikstücke. Die gleiche Art Musik hilft auch, Schlaflosigkeit zu bekämpfen.

Meditationsmusik wird dabei auch als „Sprache des Herzens“ bezeichnet und ist von unschätzbarem Wert. Diese Musik wirkt durch ihre Schwingungen unmittelbar auf den Menschen. Sie beeinflusst nachweislich Atem, Herzschlag, Blutdruck und die Gehirnwellen positiv. Es gibt aber auch die schnelle, rhythmische Meditationsmusik. Diese wirkt eher vitalisierend und regt den Kreislauf an.

Meditationsmusik gilt es dabei von Entspannungsmusik zu unterscheiden. Entspannungsmusik ist Musik, die im Hintergrund einen ruhigen Klang und eine entspannende Wohlfühlwirkung entfaltet. Sie wird überall dort eingesetzt, wo man Entspannung anstrebt. z. B. bei Meditationen, Massagen, Wellness-Behandlungen oder im privaten Bereich in der Freizeit.

Weniger Stress bedeutet eine bessere Energieproduktion in den Mitochondrien, weil viel weniger freie Radikale eine Angriffsfläche finden und das Zusammenspiel( um bei der Musik zu bleiben) der aufgenommenen Mikronährstoffe klappt .

  1. Musik aktiviert die Belohnungskreisläufe des Gehirns

Das Belohnungssystem des Menschen dient entwicklungsgeschichtlich gesehen zu dem System, das hilft, unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen. Es ist inzwischen erwiesen, dass Musik über das limbische System den Belohnungskreislauf ebenso in Gang bringt, wie andere Reize.

  1. Musik steigert die Konzentrationsfähigkeit und die Wachheit des Gehirns

Wissenschaftlich belegt ist, dass Musk die Konzentrationsfähigkeit steigert. So hat die Universität Standford in einer Studie gefunden, dass uns die Musik dabei hilft aufmerksamer zu sein. Als besonders nützlich für das Gehirn wurde dabei Musik des Komponisten William Boyce (1711-1779) im Barockstil bewertet. Hör doch mal rein in die Symphonie Nr. 5 in D Major, variiere die Lautstärke und beobachte, welche Gefühle diese Musik bei Dir weckt.

  1. Weiterhin hat Musk auch einen großen Einfluss auf unsere Gefühle und unseren Gemütszustand.

So konnte in einer Studie festgestellt werden, dass das Hören von klassischer Musik und New-Age-Musik die Erschöpfung, Traurigkeit und Anspannung verringert. Eine Erklärung ist an dieser Stelle nötig. New Age Musik wird manchmal mit Meditationsmusik gleichgesetzt. Im weiteren Sinne kann man darunter jede Form melodischer elektronischer Musik verstehen. Zu ihnen gehören solche bekannten Künstler wie Jean Michel Jarre, Vangelis und die Band Tangerine Dream. Die Band Tangerine Dream bekam in den 1990-iger Jahren sogar eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „New Age“.

Wenn man sich mit Musik und Gefühlen beschäftigt, so gilt hier zuallererst, dass nur Musik einen positiven Gefühlszustand bewirken kann, die uns gefällt. Das ist unabhängig von dem Musikgenre. Dies trifft jedoch nicht auf Grunge-Musik zu. Durch diese Musik werden eher Feindlichkeit und Anspannung gefördert und gleichzeitig Entspannung, Motivation und geistige Klarheit reduziert.  Sehr positive Auswirkungen auf das Gehirn hat die sogenannte Designermusik. Es konnte gezeigt werden, dass durch diese Musik Motivation, Entspannung und auch eine gewisse Klarheit im Denken begünstigt wurden, Anspannung, Traurigkeit und Feindseligkeit wurde stark gedämpft.

  1.    Musik hilft, unsere kognitiven Leistungen zu verbessern

So hat man Untersuchungen durchgeführt, bei der Personen die 4 Jahreszeiten von Vivaldi zu hören bekamen. Dabei konnte festgestellt werden, dass beim Anhören des Satzes Der Frühling die Aufmerksamkeit stark zunahm. Das zeigten zerebrale Messungen. Beim Anhören des Satzes der Herbst verschlechterten sich die Punktzahlen der kognitiven Tests. Weiterhin wurde beobachtet, dass Der Frühling auch Gehirnzonen aktivierte, die für unsere Gefühle zuständig sind. Eine Begründung dafür könnte sein, dass diese Musik auch häufig in der Werbung genutzt wird. Der Wiedererkennungswert scheint mit dafür verantwortlich zu sein.

  1. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Musik und visueller Wahrnehmung

So konnte zum Beispiel in einer Studie der Universität Groningen festgestellt werden, dass man beim Hören trauriger Musik eher geneigt ist Gesichtsausdrücke anderer Personen als traurig zu interpretieren. Im Gegensatz dazu scheinen die Gesichtsausdrücke beim Hören fröhlicher Musik auch fröhlicher. Somit hat Musik nicht nur einen Einfluss auf unseren Gemütszustand, sondern verändert auch die Wahrnehmung.

Worin offenbart sich nun der Nutzen der Musik für die Gesundheit? Das sind Stressreduktion, verbesserte Entspannung, Konzentration und Wachheit. Musik kann aber auch Heilungsprozesse unterstützen. Das liegt daran, dass Musik in der Lage ist, die Fähigkeit unseres Gehirns zur Anpassung anzuregen. Das nennt man Unterstützung der Neuroplastizität. Wegen der guten Neuroplastizität können gesunde Regionen des Gehirns Aufgaben der gestörten Regionen übernehmen. Das bewusste Hören von Musik kann diesen Effekt gut unterstützen.

Musizieren regt weiterhin die Hirnaktivität an

Dafür ist gerade Musizieren bestens geeignet, denn Untersuchungen haben gezeigt: Durch das Zusammenspiel von Bewegen, Hören und Planen wird die Hirnaktivität bei Menschen, die ein Instrument spielen, besonders angeregt und beschäftigt gleich mehrere Hirnregionen gleichzeitig. Interessant ist an dieser Stelle auch die sogenannte Sonifikationstherapie. Mittels Sensoren an Armen oder Beinen werden dabei Bewegungen vertont. Dies soll Patienten effektiv unterstützen, bestimmte Abläufe neu zu erlernen. Bei einem Sprachverlust, auch als Aphasie bezeichnet, kann Musik helfen. Durch Singen kann der Zugriff auf die Sprache wieder Stück für Stück ermöglicht werden.

Darüber hinaus ist die Musiktherapie heute in der Medizin eine anerkannte Heilmethode. Sie hilft bei der Wiederherstellung psychischer und körperlicher Gesundheit. So wird mithilfe der Musiktherapie bei Schlaganfall- und Parkinson-Patienten die Grobmotorik und Mobilität gefördert. Gute Erfahrungen gibt es für die Musiktherapie bei Patienten mit Essstörungen, Angststörungen, Somatisierungsstörungen und bei Menschen, die unter Depressionen leiden. Therapeutische Erfolge zeigt der Einsatz von Musik auch bei Bluthochdruck. In der Musiktherapie spielt die Musik der Komponisten Bach, Händel und Mozart immer wieder eine große Rolle. Und es ist immer wieder Instrumentalmusik, die ruhig ohne abrupte Wechsel ist, die sehr wirkungsvoll speziell für die Senkung des Blutdrucks große Bedeutung hat.

Auch das Erlernen eines Musikinstruments hat bei der Heilung von Krankheiten Bedeutung. Es werden Koordination und Emotionen gefördert, Glücksgefühle entstehen und die Patienten werden entspannter. Musizieren fördert die Gesundheit und Lebensfreude.

Die Wissenschaft wird weitere Erkenntnisse gewinnen, dieses Medium zur Förderung unserer kognitiven Fähigkeiten, für schnellere Genesung bei verschiedenen Krankheiten und zur Entspannung zu nutzen. Musik bleibt bei Heilungsprozessen nebenwirkungsfrei und wird zudem gern gehört.

Literaturempfehlungen/Links

FOCUS Magazin | Nr. 26 (2013)

https://www.br.de/themen/wissen/musik-forhschung-hirnforschung-100.html

https://blog.cognifit.com/de/musik-und-gehirn/

Show 043: Die Bedeutung kleinster Gefäße für eine gesunde Durchblutung

Zusammenfassung Unser Blutkreislauf besteht aus einem weit verzweigten Netz an Blutgefäßen und Kapillaren. Unser Herz pumpt durch dieses Gefäßsystem zwischen 4 und 6 Liter Blut. Damit werden alle Organe erreicht und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.  Gleichzeitig werden über dieses Blutsystem Stoffwechsel und Abbauprodukte abtransportiert. So fließt das sauerstoffreiche Blut zunächst vom Herzen weg durch alle Arterien. Die Arterien verzweigen sich zuerst in die kleineren Arteriolen und dann in die kleinsten Gefäße, die Kapillaren. Diese grenzen direkt an die Venolen, die weiter in die Venen münden. Diese werden in ihrem Durchmesser immer größer und transportieren sauerstoffarmes Blut über die obere und untere Hohlvene zurück zum Herzen. Interessant und wichtig für das Verständnis der Mikrozirkulation ist der Fakt, dass fast 75 % des Blutkreislaufs in den feinsten Blutgefäßen, den Arteriolen, Kapillaren und Venolen, abläuft. Inhalt Die Kapillaren bilden eine netzartige Struktur, das sogenannte Kapillargebiet. In den Kapillaren erfolgt der Stoff- und Gasaustausch zwischen Blut und dem umliegenden Gewebe. Wenn das Blut über die Arteriolen in das Kapillargebiet kommt, wird es dort verteilt. Die Kapillaren haben im Gegensatz zu den anderen Blutgefäßen eine dünne Gefäßwand, die durchlässig ist für bestimmte Stoffe. Das macht den Stoffaustausch zwischen Blut und dem Gewebe erst möglich. Für das allgemeine Verständnis der Verhältnisse im Kapillargebiet, ist es wichtig zu berücksichtigen, dass die Arteriolen stark an der Regulierung des Blutflusses beteiligt sind. Das passiert dadurch, dass durch Kontraktion und Relaxation, also Zusammenziehen und Entspannen, der Gefäßmuskulatur die Weitstellung der Gefäße verändert wird. Das bestimmt schließlich die Höhe des Blutdrucks und die Strömungsgeschwindigkeit im Kapillargebiet. Muss zum Beispiel bei Vorliegen einer höheren Belastung die Blutversorgung gesteigert werden, so ist es wichtig, dass Blutdruck und Strömungsgeschwindigkeit im Kapillargebiet niedrig sind. Welche Bedeutung hat nun aber die Mikrozirkulation? Zuerst ist es für unsere Gesundheit wichtig, dass der Blutfluss störungsfrei ist. Das trifft ganz besonders auch auf die Mikrozirkulation zu. Sollte diese in einem bestimmten Abschnitt nicht zuverlässig funktionieren, so ist der Stoffaustausch zwischen Blut und dem Gewebe gestört. Damit aber werden die umliegenden Zellen nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Aber schlimmer noch, auch die Stoffwechsel- und Abbauprodukte werden nicht ordnungsgemäß abtransportiert. Dadurch wird die Funktion der betroffenen Körperzellen beeinträchtig und in deren Folge auch der Zustand der Organsysteme. Die Funktion der Körperzellen und deren Beeinträchtigung betreffen natürlich auch die Mitochondrien in den entsprechenden Zellen und ihre Energieproduktion. Für die Mitochondrien ist es enorm wichtig, dass genügend Sauerstoff für die Energieproduktion über das Kapillarnetz ankommt und auch die Entsorgung der Stoffwechselprodukte stattfindet. Ab einem bestimmten Alter, meistens um das 40. Lebensjahr spürt man erste Verschleißerscheinungen an den Gefäßen. Dabei verhärtet das Gewebe. Gefäßerkrankungen bezeichnet man auch als Angiopathie. Meistens werden darunter Schädigungen der Arterien und Arteriolen verstanden. Wenn die kleinsten Gefäße betroffen sind, spricht man von Mikroangiopathie Auch können viele Erkrankungen direkt oder indirekt zu Gefäßschädigungen und zu Durchblutungsstörungen in den kleinsten Gefäßen führen. So zum Beispiel bei Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen aber auch bei Herz-Kreislauferkrankungen. Ja und leider ist es auch so, dass bestimmte Nebenwirkungen von Medikamenten zu derartigen Störungen führen können. Es ist bekannt, dass die Folgen von Durchblutungsstörungen oder Arteriosklerose enorm sind, gerade wenn man an Herzinfarkt und Schlaganfall denkt. Weniger bekannt ist allerdings, welche Auswirkungen ein gestörter Blutfluss in den kleinsten Gefäßen hat. Deshalb kommen auch viele Menschen gar nicht auf die Idee, dass ihre Beschwerden auf eine gestörte Mikrozirkulation zurückzuführen sind. Hinzu kommt, dass die Veränderungen im Kapillarnetz längere Zeit unbemerkt bleiben. Alles beginnt meistens damit, dass man sich schlapp und antriebslos fühlt. Ist nämlich die Mikrozirkulation gestört, ist auch der Stoffaustausch gestört und somit kommen weniger benötigte Substanzen in die Mitochondrien, um Energie zu produzieren. Das Ergebnis ist Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Weitere Folgen davon sind, dass auch die Muskulatur nach körperlicher Anstrengung schlechter regeneriert. Das Immunsystem wird geschwächt und damit steigt die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten und auch Heilungsprozesse verlangsamen sich. Schließlich führt diese Situation dazu, dass akute chronische Erkrankungen auftreten und betroffene Gewebe und Organe ihre Funktion verlieren. Mit welchen Folgen kann man also rechnen, wenn die Mikrozirkulation gestört ist? Permanenter Energiemangel in den Zellen führt zu einer Schwächung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Die nachfolgende Schwächung des Immunsystems bewirkt, dass die Anfälligkeit für Infekte steigt. Welche Gewebe und Organe Einschränkungen erhalten, hängt davon ab, welches Gewebe durch die eingeschränkte Mikrozirkulation betroffen ist. Fakt ist jedoch, dass dadurch zum Beispiel bei bestehenden Erkrankungen eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs droht. Durch die Verlangsamung der Regenerations- und Heilungsprozesse können anhaltende Wundheilungsstörungen auftreten. Man fragt sich zwar, wie es zusammenhängt, aber durch die schlechte Energiesituation sinkt auch die Belastungsgrenze für jede Form von Stress, was wiederum negative Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit hat. Im Folgenden möchte ich einige Erkrankungen und Beeinträchtigungen schildern, die mit einer gestörten Mikrozirkulation zusammenhängen. Als erste Erkrankung möchte ich Diabetes mellitus nennen. Davon sind in Deutschland über 7 Millionen Menschen betroffen. Hauptursache von Diabetes mellitus Typ 2 sind ungesunde Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu massiven Schäden an den Blutgefäßen. Wenn die größeren Gefäße betroffen sind, drohen Schlaganfall und Herzinfarkt. Auch die Schäden an den Mikrogefäßen haben für die Betroffenen verheerende Folgen. Am meisten gefürchtet sind Langzeitfolgen der diabetischen Mikroangiopathie an den Augen, Nieren und Nerven. Die Fachbegriffe dafür sind diabetische Retinopathie, diabetische Nephropathie oder diabetische Neuropathie bekannt. Dabei ist die diabetische Retinopathie in den meisten Industrieländern Hauptursache für Erblindung im mittleren Lebensalter. Durch Diabetes werden die feinsten Mikrogefäße so arg geschädigt, dass die Augen nicht mehr mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden können. Auch dies ist ein schleichender Prozess. Kritisch ist bereits, wenn die Patienten zunächst nur noch verschwommen sehen können. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu enormen Sehstörungen bis hin zur Erblindung. Ähnlich verhält es sich mit Nierenschädigungen. Diese erleiden etwa 20 bis 40 Prozent der Diabetiker. Bei einem anhaltend hohen Blutzuckerspiegel werden die Mikrogefäße in den Nieren geschädigt. Da die Nieren Gifte und Abfallstoffe aus dem Blut filtern und diese über den Harn ausscheiden, ist dies bei gestörter Filterleistung infolge der Mikroangiopathie nicht mehr möglich. Die Filterleistung der Nieren nimmt ab, was unbehandelt zu chronischem Nierenversagen führt. Meistens werden diese Menschen dialysepflichtig. Nervenschädigungen infolge eines hohen Blutzuckerspiegels betreffen etwa 30 % der Patienten. Durch die Schäden an den Mikrogefäßen ist auch die Sauerstoffversorgung der Nervenzellen gestört. Als Folge treten Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und brennende Schmerzen auf, bevorzugt an Händen und Füßen auf. Davon betroffen ist auch der Tast- und Temperatursinn. Da auch die Schmerzwahrnehmung nachlässt kann sich das diabetische Fußsyndrom entwickeln. Ursache ist die gestörte Mikrozirkulation, weil Wunden nicht frühzeitig erkannt werden und die Heilung schlecht verläuft. Eine gestörte Mikrozirkulation kann auch ohne Diabetes zu Wundheilungsstörungen führen. Der Grund dafür ist, dass das beschädigte Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden kann. Besonders gefährlich sind Wundheilungsstörungen wie schon dargestellt für Diabetiker, aber auch für Menschen, die sich schlecht bewegen können und sehr lange liegen müssen. Die Erkrankung der Blutgefäße führt hier zum Dekubitus Auch die periphere arterielle Verschlusskrankheit, die gekennzeichnet ist durch eine Erkrankung der größeren Blutgefäße, führt durch die zusätzliche gestörte Mikrozirkulation zu weiteren Schäden. Durch die erwähnte Störung kann die Mikrozirkulation im Muskelgewebe die Versorgung der Zellen nicht mehr aufrechterhalten. Damit reicht die Sauerstoffversorgung für die Muskulatur nicht mehr aus. So ist zum Beispiel das beanspruchte Bein unterversorgt, es ist kraftlos und schmerzt. Was kann man aber tun, um die Gesundheit seines Gefäßsystems zu verbessern. Natürlich ist es erst einmal wichtig die Ursachen für die Störungen zu beseitigen Die gestörte Mikrozirkulation anzuregen, ist das  eine – ebenso wichtig ist es, den Ursachen der Störung entgegenzuwirken. Neben der konsequenten Behandlung der Grunderkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte) sollten Patienten ihren Lebensstil und ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken und schädliche Einflüsse möglichst ausschalten. Dazu gehört unbedingt der Verzicht auf Rauchen und Alkohol sowie ggf. der Abbau von Übergewicht. Wer sich dann ausgewogen ernährt, regelmäßig bewegt und versucht, Stress abzubauen, trägt viel zum Schutz seiner Gefäße und zum Gesamterfolg der Behandlung bei. Die meisten Menschen haben, sei es altersbedingt oder durch Krankheiten verursacht, Mikrozirkulationsstörungen. Übrigens trifft das auf Tiere genauso zu. Deshalb macht es auch Sinn über eine gezielte Beeinflussung der Mikrozirkulation nachzudenken und diese zu fördern. Ziel ist es dabei die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen anzuregen, um den Stoffaustausch zwischen Blut und Zellen zu steigern. Gesunden Menschen gelingt dies über regelmäßige sportliche Aktivitäten. Auch können alternative Therapien wie Yoga und Qigong hierbei unterstützend wirken Für große Gefäße gibt es im Krankheitsfall entsprechende Medikamente, die über Nervenreize die Weit- und Engstellung der Gefäße steuern können. Jedoch ist die Situation in den Mikrogefäßen gänzlich anders. Mikrogefäße haben keine Rezeptoren, die periodische Gefäßwandbewegungen steuern können. Deshalb ist es notwendig, über lokale mechanische Reize die Kleinstgefäße, also Arteriolen, Kapillaren und Venolen, inden entsprechenden Körperanschnitten anzuregen. Hier kommt die Physikalische Gefäßtherapie ins Spiel. Dies bedeutet die Durchführung einer biorhythmischen Stimulation der Gefäße mit einem speziellen Medizingerät. Hier werden in einer genau vorausbestimmten zeitlichen Abfolge Impulse gesendet und ein magnetisches Feld erzeugt. Mit dessen Hilfe gelingt es, die Muskelzellen in den Gefäßwänden der Mikrogefäße zu Kontraktion zu stimulieren. Damit gelangt mehr Blut ins Kapillargebiet und der Stoffaustausch wird angeregt. Mit dieser Therapie, konnten viele Menschen ihren allgemeinen Gesundheitszustand verbessern, ihr Wohlbefinden steigern und ihre Leistungsfähigkeit erhöhen. Somit wird diese Therapie als Begleitung von Erkrankungen wie Diabetes mellitus, bei Wundheilungsstörungen, bei der arteriellen Verschlusskrankheit von Schulmedizinern eingesetzt. Erfolge gibt es außerdem in der Schmerztherapie, zur Verbesserung des Schlafverhaltens und auch ganz allgemein zur Unterstützung von Regenerations- und Regulationsprozessen. Inzwischen gibt es viele Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten, die diese physikalische Gefäßtherapie als individuelle Gesundheitsleistung anbieten. Bei Dir entsteht jetzt vielleicht die Frage, ob diese Therapie auch etwas für Dich ist. Unabhängig von Krankheiten ist unser Kapillarsystem bedingt durch die Umweltbedingungen und in deren Folge durch veränderte Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensstilbedingungen, übermäßig beansprucht. Schon allein das Älterwerden bedingt damit eine Störung im Kapillarsystem. Somit ist es sinnvoll, schon frühzeitig etwas für die Aufrechterhaltung der Durchblutungsbedingungen im Kapillarsystem zu tun. Jede entscheidet selbst über seine Gesundheit und hat es selbst in der Hand, an den Stellschrauben zu drehen. Wichtig ist es nur, diese Entscheidung überhaupt zutreffen.

Show 042: Gesundheit-Freiheit-Chance Interview mit Irene Sänger

Gesundheit-Freiheit-Chance Interview mit der Gesundheitsbotschafterin Irene Sänger

  1. Biografisches

Irene Sänger hat 20 Jahre auf einem Schiff gearbeitet und hatte beruflich nichts mit Gesundheit zu tun. Seit Beginn ihres Arbeitslebens ist sie selbständig. Sie ist Unternehmerin und als solche unternimmt sie alles, Ihre Ziele zu erreichen. Durch eine schwere Krankheit hat sich Irenes Leben von Grund auf verändert. Sie lernte während ihrer Genesung die einzigartigen Fähigkeiten der BEMER-Technologie kennen und seitdem ist sie nach vielen Ausbildungen Gesundheitsbotschafterin, Medizinprodukteberaterin und Coach.

  1. Vision

Körperliche und finanzielle Freiheit, Prävention für die Zukunft, die kommenden Lebensjahre aktiv zu sein, mit Freude im Leben stehen, ein Teil der Gesellschaft zu sein, Mehrwert für sich und ihr Umfeld geben zu können. Das sind ihre Vision und zugleich auch ihre Leidenschaft.

  1. Inhalte ihres Berufs

Zu den Schwerpunkten von Irenes Tätigkeit als Gesundheitscoach gehört die

  • Vermittlung von Wissen über die Anwendung der BEMER-Technologie,
  • die Schulung von Mitarbeitern und Kunden
  • Sie sieht es als ihre Aufgabe an, Menschen zu „coachen“, zu begleiten, eine richtige und gute Entscheidung für sich selbst zu treffen, damit diese in die finanzielle gesundheitliche Freiheit gelangen bzw. diese erhalten können.
  • Sie verspürt eine große Dankbarkeit dafür, langfristig Mehrwert zu schaffen und vor allen Dingen zu duplizieren
  1. Impulsgeber für Ihr Handeln

Irenes Einstellung zu den Herausforderungen des Lebens ist dadurch geprägt, dass sie bei allem Klarheit möchte. Dafür sind Entscheidungen sehr wichtig. Andere Menschen zu befähigen, Entscheidungen für sich selbst, Ihr Leben und ihrem Tun zu treffen ist ein wesentlicher Antrieb für sie. Irene schafft es, Menschen von der BEMER-Therapie zu überzeugen. Dabei geht sie stets von den Bedürfnissen der Menschen aus und stellt insbesondere die Frage nach den Zielen und dem Willen, eine Lebensveränderung mitzumachen. Nur wer bereit ist, Gesundheit zum wichtigsten Faktor im Leben zu machen, kommt auch zu positiven Handlungen. Natürlich ist es eine Voraussetzung die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, man muss sie wertschätzen. Wissen allein reicht schließlich nicht aus, man muss es anwenden und das angewandte Wissen ist schließlich der Schlüssel für die Umsetzung.

  1. BEMER-Technologie-was kann sie

Die BEMER-Therapie ist eine lindernde Maßnahme für Beschwerden, die durch eine gestörte Mikrozirkulation hervorgerufen werden. Dabei sind die kleinsten Gefäße betroffen, zum Beispiel präkapilläre arterielle Blutgefässe (< 100 μm). Damit wird eine verbesserte Blutverteilung im kapillaren Netz der Mikrozirkulation erreicht. So haben wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Menschen entscheidend von einer funktionierenden Mikrozirkulation abhängen. Bei allen höheren Lebensformen werden die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, die Entsorgung von „Abfallprodukten“, lebenswichtige Informationen über Hormone und Botenstoffe, die Immunabwehr und vieles mehr über die Durch­blutung reguliert. Jedoch hängt die  Leistungs- und Funktionsfähigkeit jeder einzelnen Körperzelle, der Muskeln, Gelenke, Organe, Drüsen, des Immunsystems usw., von einer optimalen Ver- und Entsorgung über die Mikrozirkulation ab. Die Physikalische Gefäßtherapie ist keine krankheitsspezifische Therapie. Durch die verbesserte Mikrozirkulation, die eine verbesserte Ver- und Entsorgung der Körperzellen gewährleistet, können diese wieder vermehrt Energie produzieren und bereitstellen und somit ihre Aufgaben (Produktion) wieder verbessert aufnehmen. Damit ist der Körper wieder in der Lage, seine Regelkreisläufe zu aktivieren. Somit hilft der Körper sich selbst und kann die Heilung vorantreiben. Die Bemer-Technologie ist nachweisbar, patentiert, effektiv und nachhaltig. Resultate, die durch eine Optimierung der Zellver- und – entsorgung erzielt werden, kann man zusammenfassen:

  • erhöhte Leistungsfähigkeit
  • optimierte Sauerstoffausschöpfung und Lebensqualität

Die Technologie ist sowohl für die private als auch für eine Nutzung im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements vorgesehen.

  1. Erreichbarkeit

Irene Sänger Gesundheitsbotschafterin international für Mensch und Tier www.health-ambassador  /  info@health-ambassador.com www.saenger.bemergroup.com  / irene.saenger@bemermail.com Telefon: 0170 89 66 227

  1. Ein praktischer Tipp von Irene Sänger

Das wichtigste ist, selbst die Initiative zu ergreifen und Entscheidungen zu treffen. Sonst treffen andere Entscheidungen. Und das setzt nie die Energie frei, die man zur Umsetzung benötigt, die einem helfen, seine Chancen zu nutzen, durch ein gesundes Leben frei zu werden und sein Leben bewusst zu gestalten. Wir leben jetzt und haben mit unseren Entscheidungen die Chance auch die Zukunft erfolgreich zu gestalten.

  1. Schnellfragerunde
  2. Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen jetzigen Weg
  • Ein Gesundheitsvortrag am 13.Juni 2013:
  • Mit wem würdest Du gern ein Kamingespräch führen und über was würdest Du mit ihr sprechen
  • Mit Lady Gaga, die, aus einfachen Verhältnissen kommend, ihren Traum gelebt hat, Sängerin und Schauspielerin wurde und ein Weltstar ist. Imponierend das Dranbleiben und das soziale Engagement für die Umwelt. Ich würde mit ihr über ihren einzigartigen Weg sprechen und mich mit ihr austauschen.
  • Vervollständige den Satz: Gesundheit bedeutet für mich: Freiheit
  • Vervollständige den Satz: Erfolg bedeutet für mich: auch Freiheit
  • Welches Buch liest Du aktuell/hast Du als letztes gelesen, worum geht es und kannst Du es empfehlen?

Ich lese immer wieder das Buch von Bodo Schäfer: „36 Gesetze des Erfolgs“. Hier gibt es 36 Aussagen zu verschiedenen Themen. Das wichtigste Thema für Irene sind Entscheidungen, weil jeder Entscheidungen für sich selbst, sein Leben treffen sollte. Entscheidungen sind das wichtigste im Leben.

  • Was ist Dein größter bisher unerfüllter Lebenswunsch?

Irenes Vision ist ein internationales Mädcheninstitut, in welchem Mädchen auf den Weg in die eine Selbstständigkeit geführt werden, damit sie bereits ab 18 ein selbstbestimmtes Leben in  Freiheit führen können. Diese Mädchen aus allen Nationen zu begleiten ist ein großer Wunsch von Irene.

  • Welchen „letzten Tipp“ möchtest Du unseren Hörern mit auf den Weg geben?

Macht alles aus Liebe, das ist der Ursprung für alles, achtet auf euch selbst, hört in Euch hinein und setzt Eure Vision um.                  

Show 041: Wie Ernährung und Stress zusammenhängen

Wie Ernährung und Stress zusammenhängen Unsere Nahrung besteht aus  Makronährstoffen, zu denen Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate gehören sowie Mikronährstoffen, die Spurenelementen, Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen darstellen. Die Nahrungsaufnahme hat bekanntermaßen den Zweck, aus seinen Bestandteilen Energie zu gewinnen. Damit dies funktioniert werden zwei weitere wichtige Lebensmittel benötigt. Das eine ist der Sauerstoff, den wir mit der Luft einatmen, damit unsere Organe damit versorgt werden können und um den Stoffwechsel überhaupt erst möglich zu machen. Das andere Lebensmittel ist Wasser, welches der Körper zum Transport und als Lösungsmittel benötigt.  Aus den aufgeführten Stoffen wird die Energie produziert, die der Körper für die Organfunktionen benötigt, mit dem Ziel seine Leistungsfähigkeit zu erhalten oder gar zu steigern. Nur dann ist es auch möglich Stress in unserem Körper zu kontrollieren. Die Makronährstoffe liefern die Energie auf zwei Wegen. Der erste Weg ist die Glykolyse, das heißt die Verwertung von Glukose (man kann auch Zucker sagen). Die Glykolyse läuft in jeder Zelle unseres Körpers und in den Mitochondrien ab. Bei der Glykolyse werden im Zytosyl der Zellen ohne Beteiligung von Sauerstoff 2 Moleküle ATP1 und in den Mitochondrien, hier  unter Verbrauch von Sauerstoff 34 Moleküle ATP aus jeweils einem Molekül Glukose hergestellt. Dabei ist ATP die energiereiche Verbindung, die gewährleistet, dass der Organismus funktioniert. Der zweite Weg zur Energiegewinnung ist die Verwertung der aufgenommenen Fette durch ẞ-Oxidation. Dieser Prozess läuft ebenfalls in den Mitochondrien unter Beteiligung von Sauerstoff ab. Dabei werden aus einem Molekül Fett(säure) sogar 600 Moleküle ATP gewonnen, fast 20mal mehr als aus einem Glukosemolekül. Für den Körper ist es also viel ökonomischer, die Energie aus Fetten zu gewinnen als aus Glukose. Ist das nicht verrückt, Fett liefert weitaus mehr Energie als Kohlenhydrate. Werden wir deshalb  oft dazu angehalten, nicht so viel Fett zu verzehren. Wir sollten weniger Fett zu uns nehmen, damit wir nicht so viel Energie produzieren. Ist das aber wirklich so? Damit die Energieproduktion im Rahmen der Atmungskette in den Mitochondrien ablaufen kann, benötigen wir zusätzlich eine Reihe von Mikronährstoffen. Das sind die Mineralien, Schwefel, Eisen, Magnesium und Kalzium, die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12, Biotin, Folsäure, D3, die Spurenelemente Selen und Mangan, sowie das wichtige Coenzym Q10, α-Liponsäure und Omega-3-Fettsäuren. Von den genannten Stoffen sind drei von besonderer Wichtigkeit. Das sind: Coenzym Q10, das eine Schlüsselrolle in der Atmungskette der Mitochondrien hat. Es gilt: Ohne Q10 keine Energie Weiterhin hat Vitamin B12 eine besondere Bedeutung. Es ist der  wichtigste Gegenspieler von NO-Stickstoffmonoxid, das für den nitrosativen Stress in den Zellen verantwortlich ist und die Mitochondrien schädigt. Und schließlich kommt dem Vitamin D3 eine besondere Rolle zu, da es mit seiner entzündungshemmenden Wirkung das Immunsystem stärkt. Es gibt kaum eine Zelle ohne Vitamin D-Rezeptor. Die Ernährung hat damit eine sehr große Bedeutung für die Energiebereitstellung. Warum ist das so wichtig? Wenn Menschen unter Stress leiden, benötigen sie in der Regel mehr Energie. Man spürt das und meistens greifen sie dann zu Nahrungsmitteln, wie Schokolade und andere Süßwaren. Also Nahrungsmittel, die wenig Energie liefern und auch nicht genügend Mikronährstoffe enthalten. So kommt es schließlich bei Dauerstress dazu, dass die Mitochondrien nicht mehr in der Lage sind, ausreichend Energie zu produzieren. Durch den entstehenden Stress in den Mitochondrien, dadurch verursacht, dass viele, zu viele freie Radikale gebildet werden, sterben Mitochondrien ab. In der Folge wird das Energiedefizit noch größer und die Menschen werden krank. Deshalb ist es auch so wichtig zu wissen, welche Bedeutung die einzelnen Nahrungsbestandteile für  den Menschen haben. Nur so kann man richtige Maßnahmen für eine gesunde Ernährung ableiten und Stress vermeiden. Welche Nahrungsbestandteile sind denn für den Menschen wichtig? Unbedingt brauchen wir Fette, Eiweiße und Mikronährstoffe. Verzichten können wir auf Kohlenhydrate. Das scheint paradox, gerade Kohlenhydrate benötigt der Mensch nicht, aber die energiereichen Fette? Warum ist das so? Kohlenhydrate sind genetisch in uns nicht vorgesehen! Zum einen enthalten die Nahrungsmittel der Natur  Kohlenhydrate nur in geringen Mengen. Zu den Nahrungsmitteln der Natur gehören Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Kräuter, Salate, Hülsenfrüchte, Früchte,  Beeren, Nüsse, Pilze sowie Milch, Käse und Wasser. Außerdem kann unser Körper Glukose nur begrenzt speichern, nämlich etwa 300g in den Muskeln und 150g in der Leber, wobei die Leberzellen nur Fruktose als Kohlenhydrat akzeptieren.  Alles, was an Kohlenhydraten nicht direkt verwertet werden kann, wird als Fett gespeichert. Außerdem kann unser Körper Glukose selbst herstellen, nämlich aus Eiweißen durch Glukoneogenese und aus Fettsäuren über Ketonkörper. Das aber sind die essentiellen Nahrungsmittel, die wir unbedingt benötigen. Aus diesem Grund hat sich eine Methode zur Ernährung besonders bewährt.  Das ist die LOGI-Methode. Sie ist die Grundlage für eine gesunde Lebensweise und eine Möglichkeit zur Gewichtsreduktion. LOGI-Kost bedeutet dabei „Low Glycemic and Insulinemic Diet”, also eine Ernährungsform, die Blutzucker und Insulinspiegel niedrig halten soll, indem die Kohlenhydratmenge reduziert wird. Die LOGI®-Methode ist demnach eine Rückkehr zu der uns genetisch vorgegebenen Ernährungsweise: Im Prinzip bedeutet diese Methode, das Verhältnis der Makronährstoffe so zu gestalten, dass die Nahrung einen Anteil von 40 - 50 % Fett, 20-30 % Eiweiß und nur 20-30% Kohlenhydrate hat. Der Name LOGI steht nicht umsonst für Low Glycemic and Insulinemic Diet.  Damit wird eine Ernährungsform beschrieben, die darauf ausgerichtet ist, den Blutzucker- und den Insulinspiegel niedrig zu halten. Entwickelt wurde diese Ernährungsform von Nikolai Worm. Typische Methode von Worm ist die reduzierte Kohlenhydratzufuhr. Angestrebt wird die Aufnahme von Nahrungsmitteln mit niedrigem Glykämischen Index. Dieser beschreibt die Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Gleichzeitig soll damit die Insulinausschüttung reduziert werden. Das gute an der LOGI-Methode ist, dass es keinen strikten Ernährungsplan gibt. Was jedoch sollte man nach der LOGI-Methode essen? Stärkefreies Obst und Gemüse können täglich je nach Belieben verzehrt werden. Auf sehr süße Früchte sollte weitestgehend verzichtet werden, da sie viel Zucker enthalten. Insgesamt wären 3 Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst ausreichend. Eiweißhaltige Nahrung sollte wenig Fett enthalten. Deshalb bieten sich mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Michprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte an. Eine wichtige Rolle spielen hochwertige Fette, wie Oliven-, Raps- oder Kokosöl. Getreideprodukte sollten nur als Vollkornvariante verzehrt werden, Kartoffeln am besten als Pell-oder Ofenkartoffel, da hier die Ballaststoffe zu Ungunsten der Stärkebildung erhalten bleiben. Sehr gut beschreibt der Internist Dr. Bodo Kuklinski, wie er die LOGI-Kost seinen Patienten erklärt. Zitat: „Die Grundregeln sind dabei:

  • Verzehr möglichst frischer, unverarbeiteter Lebensmittel, idealerweise aus kontrolliert biologischer Erzeugung - darunter Gemüse (als Eintopf, Wok-Gericht, Gemüsepfanne), Wildkräuter wie Brennnessel und Löwenzahn (wegen des Chlorophyllgehaltes), Eier, Fisch
  • ... - abgestimmt auf die individuelle Verträglichkeit
  • Meiden nitrathaltiger Lebensmittel wie Blattsalate aus konventionellem Anbau und Fleischwaren mit Nitritpökelsalz
  • Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr auf 150 bis 200 g pro Tag in komplexer Form, keine süßen Speisen
  • Erhöhung der Zufuhr an Fetten mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Milchfett, Fisch, Nüsse, Mandeln und Brotaufstriche daraus, Oliven- und Rapsöl - bei schwereren Formen von Diabetes kann die Kalorienzufuhr sogar über 50-60% aus Fett bestehen, versteht sich aus hochwertigen Fetten
  • Kürzere Abstände zwischen den Mahlzeiten, kurz vor der Nachtruhe und evtl. auch nachts bei Erwachen ein (fetthaltiges) "Spätstück" . Das kann auch ein Stück Vollkornbrot mit Butter sein.

Die Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr bezeichnet Kuklinski als "Kernstück bei der Therapie NO-induzierter Stoffwechselstörungen", da Kohlenhydrate - insbesondere solche mit hoher glykämischer Last - energetisch nicht verwertet werden können und den nitrosativen Stress und die Störungen der mitochondrialen Energiegewinnung verstärken. Fette dagegen "entkoppeln die oxidative Phosphorylierung (...), Ketone können bei kohlenhydratarmer Kost vom Hirn energetisch verwertet werden" und "entfalten lang anhaltende Sättigungseffekte" (Kuklinski). Es gibt noch einen wichtigen Punkt in Bezug auf die Ernährung, der Stress zu  vermeiden hilft. Damit die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe in unserem Körper optimal wirken können, ist es wichtig, dass die Zellen, Gewebe und Organe in der Lage sind diese auch aufzunehmen. Jahrelange Fehlernährung hat die Kapazität der Entgiftungsorgane wie Leber und Darm geschwächt. Deshalb ist es wichtig begleitend zur Ernährungsumstellung oder besser davor den Körper von Schadstoffen zu befreien. Dazu gibt es verschiedene Alternativen, die mehr oder weniger lange dauern. Bei meinen Patienten habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Körperreinigungsprogramm Clean 9 gemacht. Wie der Name sagt, es dauert nur 9 Tage, um den Körper zu reinigen. Danach haben die Menschen wieder Energie, und das nur, weil sie ihre Zellen gereinigt haben und in dieser Zeit alle Makro und Mikronährstoffe erhalten haben, die sie zur Produktion von Energie benötigen. Um den Stress von unserem Körper abzuwenden, beziehungsweise erst gar nicht entstehen zu lassen, möchte ich gern noch einmal darauf eingehen, welche Mikronährstoffe besonders wichtig sind, wenn es um dieses Thema geht. In diesem Zusammenhang werde ich kurz schildern, warum bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und andere Antioxidantien für die Stressvermeidung wichtig sind. Kommen wir zunächst zu den B-Vitaminen1. Bekanntlich ist der Vitaminbedarf bei Stress besonders hoch. Das liegt daran, dass die Zellen danach streben, die ausgeschütteten Stresshormone herunter zu regulieren. Das klappt nur mit einer ausreichenden Menge an Vitaminen. Zu den Vitaminen, die Stresshormone bekämpfen, gehören B-Vitamine, Vitamin C und Vitamin D. B-Vitamine, besonders B1, B2, B6, B12 und Folsäure helfen bei der Umwandlung der aufgenommenen Nahrung in Energie und haben eine wichtige Funktion im Zellstoffwechsel. Das wurde auch durch Studien belegt2. So wandelt Vitamin B1 Glukose in Energie um, was in Stresszeiten sehr wichtig ist. Außerdem hilft das Vitamin B1 unter Stress die Stimmung zu stabilisieren sowie Gedächtnis und Konzentration zu verbessern. B1 ist meistens das erste Vitamin, das in eine Mangelsituation kommt. Deshalb muss es regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Quellen dafür sind: Haferflocken, Reis, Nüsse und Saaten. Vitamin B3, auch Niacin genannt, unterstützt die Funktionen des Nerven- und Verdauungssystems. Niacin hilft unter anderem auch, Energie aus Kohlenhydraten freizusetzen. Damit wird der Blutzucker reguliert, wir können dann ausgeglichener auf  Stress reagieren. Zudem  unterstützt Vitamin B 3 die normale Funktion des Nervensystems. Gute Quellen für Niacin sind: vor allem Pilze wie Pfifferlinge, Champignons und Steinpilze. Vitamin B5, das ist Pantothensäure erhöht die Aktivität des Immunsystems und hilft dem Körper ebenfalls mit stressigen Bedingungen fertig zu werden. Die Vitamine B6 und B9 (Folat) haben im Zusammenspiel mit Vitamin B12 einen indirekten Einfluss auf die Bildung des Glückshormons Serotonin und anderen Neurotransmittern. Diese unterstützen uns, auch in Zeiten hoher Belastung noch ein Lächeln übrig zu haben.  Folatmangel kann zum Beispiel auch zu Kopfschmerzen oder Migräne führen. Das ist verursacht durch die bei Vitamin B9-Mangel entstehenden hohen Konzentrationen an Homocystein.  Nahrungsmittel, in denen viel Vitamin B6 enthalten ist, sind z.B. Hafer, Leinsamen und Hirse. Folat findet man z.B. in Kichererbsen, Grünkohl. Ein Mangel an Vitamin B12  äußert sich durch solche Symptome wie leichte Ermüdung bis hin zu schwerer Erschöpfung. Es gibt kaum Nahrungsmittel, die B12 enthalten. Gerade Veganer sollten deshalb immer an eine Supplementierung von Vitamin B12 denken. Ein weiteres wichtiges Vitamin bei Stress ist Vitamin C. Dass Vitamin C die Immunabwehr stärkt ist bekannt. So verliert der Körper in nur 15 Minuten Stress 300 mg Vitamin C. Somit ist es auch kein Wunder, dass man in Stressphasen anfälliger für Infekte ist. Die Anfälligkeit, aber auch Müdigkeit oder Gelenkschmerzen können ihre Ursache im oxidativen Stress haben. Dieser entsteht,  wenn das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen (ROS – Reactive Oxygen Species) und Antioxidantien über einen längeren Zeitraum gestört ist. Die schädigenden Sauerstoffradikale können dann nicht  mehr neutralisiert werden. Hier kommt Vitamin C ins Spiel. Als wasserlösliches Antioxidans kann es das Gleichgewicht zu den freien Radikalen wieder herstellen. Allerdings reicht in den meisten Fällen eine entsprechende Vitamin C – Versorgung mit Nahrungsmittel allein nicht mehr aus, so dass supplementiert werden muss. Dabei ist es oft sinnvoll, Vitamin C zu infundieren, weil dabei der Magen-Darm-Trakt umgangen wird. Das nächste Vitamin, das ich in Zusammenhang mit Stress ansprechen möchte, ist Vitamin D. Das Fehlen des Vitamin D3 beeinträchtigt unter anderem die Funktionsweise der Schilddrüse. Bei bereits bestehender Schilddrüsenunterfunktion, wird durch den Vitamin-D-Mangel innere Unruhe bei den Betroffenen ausgelöst. Auch ist oft Nervosität ein erstes Anzeichen für einen Mangel an Vitamin D3. Die Ursache der der Nervosität bei Vitamin-D-Mangel liegt im Sympathikus, der für unsere Aktivierung verantwortlich ist. Im Fall einer Belastung wird zum Beispiel das Hormon Adrenalin freigesetzt. Herrscht Dauerstress vor, wird der Sympathikus hochreguliert und  Stresshormone werden langfristig gebildet. Das sind Adrenalin, Cortisol und Noradrenalin. Letztendlich bewirkt die permanente Stresswirkung eine Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte. Zudem werden die Ressourcen des Sympathikus noch mehr erschöpft. Vitamin D Mangel beschleunigt diesen Prozess. Einen nicht unwesentlichen Einfluss hat unter Stress auch die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren. So zeigen verschiedene Studien, dass eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren einen positiven Effekt auf psychische und neurologische Erkrankungen hat, auch solche, die mit Stress in Verbindung stehen. So schlussfolgerten die Wissenschaftler Rutkofsky, Khan, Sahito und Kumar in ihrer Übersichtsarbeit von 2017, dass Omega-3-Fettsäuren eindeutige positive Auswirkungen auf die Behandlung von Depressionen und bipolaren Störungen haben und eine Supplementierung mit Omega-3 insbesondere als unterstützende Therapie geeignet ist. Diese Krankheiten sind aber eindeutig mit Stress verbunden, so dass es Sinn macht auch über eine ausreichende Versorgung mit O3FS nachzudenken. Sinnvoll ist dies auch aus dem Grund weil O3FS in Verbindung mit L-Carnitin für die Energieproduktion in den Mitochondrien wichtig sind.  Unser wichtigstes Mineral in Bezug auf Stress ist Magnesium. Das hat mehrere Gründe. Bei einer  Mangelversorgung, wird Magnesium aus den Knochen freigesetzt. Damit will der Körper die Reizüberleitung zwischen Nerven- und Muskelzellen aufrechterhalten. Jedoch regen die Stresshormone die Zellen an, mehr Magnesium in die Blutbahn auszuschütten im Austausch mit Kalzium, das beim Stressstoffwechsel benötigt wird. Folge ist, dass zu viel Magnesium in die Blutbahn gelangt. Jetzt werden die Nieren aktiv und das überschüssige Magnesium  wird ausgeschieden. Unter Dauerstress, kann dies zu einem Magnesiummangel führen. Magnesiummangel wird auf diese Art zu einer Begleiterscheinung eines Burnouts . Andere Mangelzeichen von Magnesium  sind Krämpfe. Aber Magnesium dämpft die Erregung in den Nervenbahnen. Sind die Magnesiumspeicher  ausreichend gefüllt kann man innere Unruhe, Nervosität und Stress besser standhalten. Unter  Magnesiummangel sinkt jedoch die Stressresistenz. Folge sind erhöhte Reizbarkeit, Überempfindlichkeit und Ängstlichkeit. Somit ist Magnesium ein „Puffer” bei Stressreaktionen des Körpers. Quellen für Magnesium sind  Mandeln, Hülsenfrüchten, Bananen, Tomaten, Vollkorngetreide und Salat.  Lebensmittel mit der höchsten Magnesiumkonzentration sind Kürbiskerne und Kakao. Bei Stress ist auch eine ausreichende Versorgung mit Zink wichtig, weil Zink die Immunabwehr stärkt!  Zink ist in Meeresfrüchten, Fleisch, Nüssen und Hülsenfrüchten in größeren Mengen enthalten, ebenso in Hartkäse oder Eiern.   Eine letzte Substanz möchte ich in Bezug auf Stress. Sie ist so wichtig und dennoch kennt sie kaum jemand, es sei denn, man hat eine medizinische Ausbildung. Ich spreche von Glutathion. Das ist ein schwefelhaltiger Stoff, der gerade bei der Energieproduktion in den Mitochondrien benötigt wird. Es ist eine körpereigene Substanz, die in der Leber, den Nieren und im Darm gebildet wird und auch mit der Nahrung aufgenommen wird.  Auch die Lungengewebsflüssigkeit enthält Glutathion. Die besten Nahrungsquellen sind Fleisch, Fisch und Gefügel, die frisch zubereitet sind. Die Aufgabe von Glutathion besteht darin, die über die Nahrung aufgenommenen Gifte zu neutralisieren. Gleiches passiert in der Lungengewebsflüssigkeit. Eingeatmete toxische Stoffe werden hier unschädlich gemacht. Glutathion verstärkt auch die Wirkung spezieller Immunzellen für die Abwehrkette des Körpers. Immer, wenn der oxidative Stress zunimmt, z.B. bei Krankheit, durch die Umwelt oder nur allein durch das steigende Lebensalter, wird Glutathion schneller verbraucht, als es in der Leber produziert werden kann. Verbraucht wird Glutathion, weil es bei Stress seine Wirkung als Antioxidans entfalten muss. Es fängt freie Radikale ab und sorgt zudem für die Regenerierung von Vitamin C und Vitamin E, womit die antioxidative Wirkung noch verstärkt wird.  Damit ist Dir jetzt auch diese Substanz ein Begriff. Damit habe ich Dir auch die wichtigsten Stoffe genannt, die wir benötigen, gegen Stress gewappnet zu sein. Hier haben wir es mit einem Zirkulus vitiosi zu tun. Einerseits bewirkt ein Mangel eines oder mehrerer Stoffe die Entstehung von Stress in den Zellen und wenn dort das Fass überläuft im gesamten Körper. Andererseits trägt der Stress zu einem höheren Verbrauch an stresshemmenden Substanzen und damit zu einem Mangel. Wir haben es aber selbst in der Hand, etwas dagegen zu tun. Bei Stress ist es wichtig zu überprüfen, welche Substanzen in einen Mangelzustand gekommen sind und wir entsprechend für eine zusätzliche Aufnahme sorgen müssen. Mit einer nährstoffreichen Ernährung kann man schon sehr viel dazu beitragen, Stress zu verhindern. Literatur 1. https://ogaenics.com/b-vitamine-gegen-stress/ 2. Deutsche Gesundheits Nachrichten | Veröffentlicht: 02.10.14, 12:22 3.https://www.vitamindmangel.net/nervositaet-durch-d3-mangel.html 4. https://spitzen-praevention.com/2019/09/17/weniger-stress-und-  psychische-erkrankungen-durch-omega-3-fettsaeuren/

Show 040: Faltenfrei mit Vitaminen und Aminosäuren

Zusammenfassung

Gerade die Betrachtung des Gesichts offenbart uns eine ganze Menge. Ist der Mensch gepflegt, hat er schöne Haut, ist die Hautoberfläche trocken, von Makeup überdeckt oder strahlt die Haut, weil sie gut durchfeuchtet ist, gepflegt ist und kein Makeup benötigt. Man kann im Gesicht lesen, ob dieser Mensch glücklich ist und viel lacht oder ob er Sorgen hat, viel grübelt oder gar krank ist? Die Menge der Falten und andere Hautveränderungen aber auch die Stellen, an denen sie auftreten, geben uns hierüber Auskunft.

Inhalt

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie umhüllt unseren gesamten Körper, ist halbdurchlässig und nimmt eine Fläche von ca. 1,6 Quadratmetern ein. Sie ist einerseits ein Schutzorgan, das unseren Körper vor äußeren Einflüssen schont und dient auch als Aussscheidungsorgan. Die Haut hat eine wichtige Funktion für unsere Gesundheit und ist nicht nur Aushängeschild für unsere Person. Sie kann das innere Milieu des Körpers sehr gut wiederspiegeln. Wenn Leber, Niere, Dickdarm und Lunge nicht mehr gut entgiften, entgiftet der Körper über die Haut. Dabei kommt es zu Ausschlägen, Akne, verstärkte Schweißbildung bis hin zu Schuppenflechte und Ekzemen. Alles Zeichen für eine Überlastung des Körpers mit Giftstoffen.

Mehr über den Aufbau und die Funktion der Haut kannst Du unter dem Link erfahren.

Neben krankhaften Veränderungen werden Hautfalten stets als ein Zeichen der Alterung verstanden. An der Entstehung von Falten sind verschiedene Faktoren beteiligt:

Da ist zum einen die mechanische Belastung der Haut durch zum Beispiel Einfluss von äußeren Faktoren, wie Wind, Staubpartikel, intensive Beanspruchung durch die Arbeit. Weiterhin kommt es bei der Hautalterung zu degenerativen Veränderungen der Fasertextur. Auch ein mangelnder Hautturgor, gemeint ist eine Erschlaffung der Haut mit Verlust des Spannungszustandes der Haut, ist für die Entstehung von Falten verantwortlich. Hintergrund dafür ist ein gestörter Flüssigkeitshaushalt, der teilweise bis zur Exsikkose führen kann. Charakteristisch für diesen Zustand sind stehende Hautfalten.  Außerdem kann eine Volumenvermehrung oder -verminderung in Gewebeschichten, die sich unter der Haut befinden zu Falten führen. Beispiel dafür sind Bauchfalten bei Adipositas oder eingefallene Wangen, wie man sie bei AIDS-Patienten beobachten kann. Die Natur hat natürlich auch physiologische Hautfalten an unserem Körper vorgesehen, damit die Beweglichkeit unserer Gelenke ohne Hautspannungen erfolgen kann. Diese befinden sich in der Nähe fast aller Gelenke.

Falten können durch mimische Beanspruchung entstehen, wie das zum Beispiel bei Lachfalten am Augenrand oder Stirnfalten durch angestrengtes Gucken der Fall ist, auch Nasolabialfalten gehören dazu. Andere Falten im Gesicht entstehen durch die Schwerkraft, einfach, weil Fettgewebe sich im Laufe der Jahre nach unten bewegt. Durch die Verschiebung der Haut können Falten entstehen. Natürlich haben viele Falten im Gesicht keine Bedeutung für die Gesundheit. Es fragt sich nur, warum hat der eine so viele Falten und der andere nicht. Warum sind die Zeichen des Älterwerdens bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt und was kann man tun, um die Entstehung dieser Zeichen zu verzögern.

Die Schönheitsindustrie hat gerade für die Beseitigung von Gesichtsfalten sehr viel entwickelt. Ab Ende der 90 iger Jahre begann auch in Deutschland ein Boom, zugegeben nicht in solchem Tempo wie in Amerika, aber viele Menschen wollten schnell und nebenwirkungsfrei ihre Falten wegspritzen lassen. Damals standen Unterspritzungen mit Kollagen und Frischzellen im Vordergrund. Da diese Substanzen wegen BSE nicht verwendet werden durften, begann parallel mit dem Siegeszug von Botox für alle mimischen Falten, die Entwicklung von Fillersubstanzen, die Therapie mit Eigenfett, die Lasertherapie wurde eingeführt. Auch das Facelifting wurde so weiterentwickelt, dass ein wirklich optisch perfektes Aussehen erzielt werden kann. Insgesamt muss man aber feststellen, dass Operationen immer ein gewisses Gesundheitsrisiko bedeuten. Das betrifft sowohl die Narkose und oft sind Patienten mit dem gewünschten Ergebnis unzufrieden. Aus diesem Grund erfreuen sich injizierbare Filler zunehmend als schnelle, nicht-chirurgische Option zur Reduktion von Falten und zum Ausgleich von Volumenverlusten der Haut. Nach mehr als 20 Jahren der Anwendung dieser Verfahren zur Hautverjüngung in einem größeren Maßstab entsteht die Frage, wie hoch das Risiko solcher Behandlungen in Abhängigkeit von den eingesetzten Materialien einzuschätzen ist. Eine große Querschnittsanalyse im JAMA Facial Plastic Surgery hat diese Frage in den USA.

Hier konnte festgestellt werden, dass die aufgetretenen Komplikationen zum einen von der Auswahl des Fillermaterials und auch von den Injektionsstellen abhängt. Schwellungen und Infektionen wurden als häufigste Komplikationen ermittelt. Weiterhin treten Schmerzen und Hautnekrosen auf. Was die Injektionsstellen anbelangt, traten die meisten Komplikationen im Bereich der Nasolabialfalten auf. Es wurde auch festgestellt, dass die Patientenaufklärung oft mangelhaft war, womit auch Rechtsstreitigkeiten verbunden waren.

Richtig betrachtet ist schöne Haut in erster Linie ein Ausdruck von guter Gesundheit sowie psychischer Harmonie. Zur Gesundheit gehört eine gute Balance des vegetativen Nervensystems, eine optimale Versorgung des Körpers mit Mikronährstoffen sowie ein guter Umgang mit Stress.

Zwei wesentliche Komponenten, nämlich Vitaminen und Aminosäuren sind für eine gesunde Haut besonders wichtig. Sie tragen auch dazu bei, Zeichen des Älterwerdens zu minimieren und die Haut schön erscheinen zu lassen.

Welche Schönheitsvitamine gehören dazu?

Da ist zunächst das Vitamin C, hauptsächlich verantwortlich für straffe Haut. Vitamin C festigt das Bindegewebe, indem es die Kollagenbildung fördert und den Feuchtigkeitshaushalt der Haut reguliert. Es schützt vor freien Radikalen.  Durch diese wird die Funktion der Haut beeinträchtigt und der Alterungsprozess der Haut wird beschleunigt. Besonders viel Vitamin C ist in Zitrusfrüchten, Beeren, Petersilie, Paprika und Blattgemüse enthalten. Übrigens, wer für seine Haut etwas Gutes tun möchte, es gibt ein Vitamin C Serum für die Haut, womit Du die Straffheit erhöhen kannst.

Ein weiteres wichtiges Vitamin für die Haut ist Vitamin A. Es ist ein wahres Schönheitsvitamin. Vitamin A regt die Neubildung von Zellen an, spendet Feuchtigkeit und hält wie Vitamin C schädliche UV-Strahlen ab. Wenn Vitamin A fehlt, so führt dies zu schuppiger, trockener und einer dickeren Haut. Die besten Lieferanten von Beta-Carotin, dem Provitamin A, sind gelbe und orange Obst- und Gemüsesorten.

Weiterhin benötigt man für eine schöne Haut B-Vitamine und dies insbesondere zur Zellerneuerung. B-Vitamine wirken aber auch auf den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Für die Haut sind besonders Vitamin B5 und B7, das auch als Vitamin H oder Biotin bekannt ist. Besonders letzteres stärkt Haare und Nägel, weil es für die Bildung von Keratin (Hornstoff) sehr wichtig ist. Obst- und Gemüsesorten wie Avocado, Himbeeren, Tomaten oder Blumenkohl sowie Nüsse sind geeignete Quellen für dieses Vitamin.

Für ein junges Aussehen der Haut sorgt Vitamin E. Es unterstützt die Regeneration der Hautzellen und erhöht den Kollagen-Gehalt der Haut. Damit wird die Haut straffer und sieht frischer aus. Ohne Vitamin E altert die Haut schneller und es bilden sich Falten.

Natürlich ist für eine gesunde Haut auch das Sonnenvitamin D notwendig. Fast 80 % der Menschen in unseren Breiten haben einen Vitamin D Mangel, der nur durch Substitution ausgeglichen werden kann.

Damit die Haut ausreichend Vitamin D bilden kann, sollten auf alle Fälle, die anderen Mikronährstoffe nicht vernachlässigt werden. Zu lange Sonnenbäder sind zu vermeiden, denn sie können einen Sonnenbrand auslösen, der wiederum das Risiko für die Bildung von Hautkrebs erhöht.

Auch Mineralien und Spurenelemente sind wichtig für die Haut.

So sorgt Eisen für ein geschmeidiges Hautbild, glänzende Haare und feste Fingernägel. Selen ist wichtig für die Entgiftung, es sorgt für eine schöne Haut. Zur Unterstützung von Heilungsprozessen und der Immunabwehr ist Zink wichtig und Jod unterstützt die Vitalität der Haut. Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung von Kieselsäure. Das darin gebundene Silizium kräftigt das Bindegewebe, die Haut und Haare.

Die meisten Vitamine und Mineralien kann man mit der Nahrung zu sich nehmen.

Welche Aminosäuren sind für die Haut wichtig?

Kreatin

Kreatin unterstützt die Hautfunktionen und regt die Kollagenproduktion an. Es stellt den Zellen Energie zur Verfügung, womit der Aufbau des Bindegewebes sowie der Hautstoffwechsel und die Zellerneuerung unterstützt werden. Bereits ab dem 25igsten Lebensjahr nimmt die Anzahl stützender Fasern im Gewebe – Kollagen und Elastin – ab. Es kommt zu dem Zeitpunkt, ab dem mehr Zellen abgebaut als produziert werden. Das Gleichgewicht ist gestört. Dank UV-Strahlen, freien Radikalen und aggressiven Sauerstoffverbindungen werden die Zellen zusätzlich geschädigt.  Dadurch wird das Bindegewebe schwächer, die Hautelastizität gestört und es kommt zur Fältchenbildung. Aufgabe von Kreatin, die aus den Aminosäuren Arginin und Carnitin gebildet werden, besteht darin, mehr Proteine wie Kollagen und Elastin zu produzieren und damit die Hautfunktionen zu unterstützen.

Kreatin kann geschädigtes Erbgut in den Zellen reparieren, schützt die Zellen vor schädigenden Substanzen und ist in der Lage, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen. Dadurch wird sie dichter, straffer und sieht frischer aus und Fältchen verflachen.

Glutamin

Glutamin ist in der Lage, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren und ermöglicht dadurch, dass die Haut gestrafft wird. Durch ungesunde Ernährung, wie übermäßiger Fleischgenuss, Kaffee, Nikotin und anderen kommt es zu einer Übersäuerung, der Säure-Basen-Haushalt gerät damit aus dem Gleichgewicht und Zellen und Gewebe werden zerstört. Für die Regulation des Säure-Basen-Haushalts und eine feste Haut ist Glutamin sehr wichtig. Glutamin ist aber auch wichtig für eine feste Haut. Mit zunehmendem Alter kann der Körper nicht mehr ausreichend Glutamin bilden. Wenn zu wenig Glutamin zur Verfügung steht, holt sich der Körper das nötige Eiweiß aus der Muskelmasse und wandelt es in Glutamin und Energie um. Dadurch gehen Muskelproteine verloren, Muskelstränge werden dünner, die gesamte Haut erschlafft. Mit Glutamin kann dieser Prozess aufgehalten werden.

Carnitin

L-Carnitin ist wichtig für die Erhaltung der Hautelastizität und Straffheit. Es wird besonders bei der Umwandlung von Fett in Energie benötigt. Durch Carnitin wird gewährleistet, dass der Transport der Fettsäuren in den Zellen verbessert wird. Diese können dann für die Energiegewinnung verwertet werden. In Kombination mit Bewegung wird dieser Prozess intensiviert. Weniger Fett bedeutet für unseren Körper straffere Haut mit höherer Elastizität. Schöne straffe Haut ist jedoch ohne gesunde Ernährung und Bewegung nicht denkbar.

Es gibt auch Methoden, mit denen man die Haut, gemeint ist die Gesichtshaut, zusätzlich straffen kann. Dazu gehören solche Maßnahmen wie Gesichts-YogaGesichtsgymnastik, Massagen und ähnliches. Wenn es gelingt, die Gesichtsmuskeln zu stärken, hat man weniger mimische Falten. Das kann man zusätzlich zur Versorgung der Haut mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren durch eine bewusste Ernährung erreichen.

Literaturempfehlungen/Links

  1. Müller, D.M., Seim, H., Kiess, W., Löster, H. & Richter, T. (2002) Effects of Oral l-Carnitine Supplementation on In Vivo Die Haut straffen und das Wohlbefinden verbessern: Das kann Ernährung leisten
  2. Studie: Gesichtsyoga polstert Hohlwangen und Hängebacken – und verjüngt um rund 3 Jahre  Gesichts-Yoga: Muskeltraining für ein strahlendes Aussehen

3. Christa Gugler: Gesichtsmuskeltraining: Die natürliche Lifting-Revolution. Straffer - strahlender und sichtbar jünger  

 4.   Natürliches Vitamin C-Serum für die Haut

Show 039: Wie bringe ich meinen Darm in Ordnung

Zusammenfassung Die Bedeutung eines gut funktionierenden Darms ist schon seit mehr als 4000 Jahren bekannt. Er ist das Zentrum des Wohlbefindens. Diese uralte Erkenntnis wird heute immer wieder durch die wissenschaftliche Forschung bestätigt. Fragt sich, welche Vorgänge im Darm sind es, die die Bedeutung dieses Organs unterstreichen? Inhalt Gerade im Darm gibt es einen intensiven Kontakt mit fremden Stoffen, die wir über die Nahrung aufnehmen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass der Darm eine leistungsstarke Schutzbarriere an der Darmwand gegen Fremdstoffe besitzt. Das macht er durch aktive Bakterien, von denen wir im Darm 10 mal mehr haben, als Zellen im ganzen Körper. Diese kleinen Lebewesen benötigen wir für eine ordentliche Verdauung. Der Darm produziert eine ganze Reihe lebensnotwendiger Vitamine, Enzyme und Aminosäuren. Alle schädlichen Stoffe, die mit der Nahrung in den Darm gelangen, werden von ihm neutralisiert, d.h. unschädlich gemacht. Der russische Nobelpreisträger Dr. Ilja Metchnikoff unterstrich: „Der Tod sitzt im Darm“. Er war es, der feststellte, dass Menschen, die Probiotika (milchsaure Produkte) verzehrten, besonders gesund und widerstandsfähig waren, was sich auch in deren Lebensalter ausdrückte. Der Darm beherbergt das effektivste körpereigene Abwehrsystem, was man sich nur vorstellen kann. So bildet der Darm Immunzellen, die den Körper von Giftstoffen, einschließlich fremder Bakterien und Viren, frei halten. Diese kann der Darm aber nur bilden, wenn er ausreichend gesunde Bakterien hat. Warum ist eine gesunde Darmflora so wichtig? Nur eine gesunde Darmflora kann es gewährleisten, dass der Nahrungsbrei schnell verarbeitet wird und ihm dabei die lebenswichtigen Nährstoffe entzogen werden. Mit einer gesunden Darmflora gelingt es, die Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen und uns damit vital  und aktiv werden lassen. Im Darm werden verschiedene Aminosäuren und essentielle Fettsäuren produziert, die wir nicht über die Nahrung erhalten können. Ohne gesunde Darmflora ist auch dies nicht möglich. Und schließlich benötigen wir eine intakte Darmflora zur Reinigung des Darms selbst. Mit den vielen aktiven Darmbaktereien gelingt es, die Darmzotten von faulenden und gärenden Resten zu befreien. Für eine gute Darmgesundheit gilt genauso wie für den Erhalt eines gesunden Körpers: Die Verdauung muss ohne Abführmittel funktioniert. Deshalb sollte man schon bei der Ernährung darauf achten. Verzehr von viel Gemüse, Reis und Kartoffeln, wenig Zucker und Meidung von schlechten  Fetten sowie der Verzicht auf Konservierungsmitteln in der Nahrung gehören unbedingt dazu. Aber auch Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Wasser zu trinken, das Vermeiden der unnötigen Einnahme von Medikamenten. Vermeide weiterhin Stress und Hektik. Der Darm ist bekanntlich unser größtes Körperorgan und, was viel wichtiger ist, er ist das Zentrum unserer Wohlbefindens. Dabei haben die vielen Billonen Darmbakterien sehr viele Aufgaben zu erfüllen. Ich fasse sie kurz zusammen: Das sind die  Aufspaltung der Nahrung sowie die Produktion lebenswichtiger Vitamine, Enzyme und Aminosären. Sie produzieren 80% der Immunzellen und Eiweißstoffe, die Viren und Bakterien töten können. Diese Zellen nennt man auch Immunglobuline. Die Darmbakterien wehren Krankheitserreger  und Giftstoffe ab und schließlich sorgen sie dafür, dass die schlechten Nahrungsbestandteile ausgeschieden werden. Was aber, wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät? Das passiert unter anderem dann, wenn der Körper ständigen körperlichen und seelischen Stresssituationen ausgesetzt ist. Sie können Entzündungen auslösen. Hinzu kommen falsche Ernährungsgewohnheiten, zu wenig bewegung sowie die Einnahme von Medikamenten, wie Antibiotika. Wie der Name schon sagt, Antibiotika zerstören nicht nur fremde Bakterien sondern auch einen Teil unserer guten Darmbakterien. Wenn dann die Darmflora gestört ist, kommt es zu Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen als erste Symptome. Auch können sich chronisch – entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulzerosa oder Reizdarm-Syndrom entwickeln, Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten können entstehen und damit steiegen letztendliche auch die psychischen Belastungen für unseren Körper insgesamt. Was ist in diesen Fällen zu tun? Bei der Bedeutung, die Darm für uns hat, ist es unbedingt notwendig, ihm auch eine besondere Pflege zu teil werden zu lassen. Die Stichworte hierfür sind Darmsanierung und Entschlacken. Das alles soll auf eine natürliche aber auch effiziente Weise geschehen. Natürlich heißt in diesem Zusammenhang: in mehreren Schritten und in der Zeit, die der Darm zur Sanierung benötigt. Der Prozess der Darmreinigung sollte in vier Stufen erfolgen:

  1. Der Darm muss von seinen faulenden und gärenden Resten befreit werden. Dies entspricht einer Reinigung, die auch dazu beitragen soll, den pH-Wert in Ordnung zu bringen
  2. In einem zweiten Schritt ist es wichtig zu entsäuern
  3. Dann müssen die Schleimhäute regeneriert werden und
  4. Schließlich muss die Darmflora wieder aufgebaut werden

Schritt 1 kann man durch die Einnahme hochwertiger fermentierter Kräuterextrakte, angereichert mit Darmsymbionten durchführen. Solche Mittel sind Microsan, Casa Sana und simple clean. Zum Entsäuern bieten sich auch einige Produkte an, jedoch kann man mit einer basischen Ernährung schon viel erreichen. Als Produkt nenne ich Dir metacare Basic 3 Für die Ausbildung einer guten Darmschleimhaut ist die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen besonders wichtig. Dazu gehören die Vitamine D, E, C und B-Vitamine, Sowie die Mineralien Zink, Kupfer, Molybdän und Selen und dazu die Aminosäuren L-Glutamin und Taurin. Günstig wirkt sich auch die Einnahme von friffonia-Extrakt aus. Ein sehr wichtiger Punkt ist eine gesunde Darmflora. Dabei gilt es zu beachten, dass der Verzehr von Joghurt gut sein kann, aber nur wenn er Probiotika enthält, die noch nicht aktiviert sind. Joghurt aus dem Kühlregal kann dies nicht leisten. Besser ist die Einnahme von Probiotika in Kapseln oder solchen, die kurz vor der Einnahme in Wasser aktiviert werden. Hier gilt auch, dass es so viele verschiedene Bakterienstämme gibt, die wichtig sind, aber nicht alle benötigt jeder Mensch. Deshalb rate ich zu einer labormedizinischen Untersuchung der Darmflora. Dann wird genau bestimmt, welche Darmbakterien DU benötigst.

Show 038: Leberreinigung

Zusammenfassung Die Leber ist bekanntlich unser größtes und effektivstes Entgifungsorgan. Jedoch ist sie in großer Gefahr wegen der modernen Ernährungsweise gekoppelt an den modernen Lebensstil. Symptome wie Müdigkeit (Schmerz der Leber), Rückenschmerzen, hoher Cholesterinspiegel, Völlegefühl, erhöhte Infektanfälligkeit und manchmal auch eine juckende Haut sind Zeichen, dass die Entgiftungs-Kapazität der Leber sich erschöpft. Allein daraus lässt sich ableiten, dass die Leber kontinuierlich einer Reinigung unterzogen werden muss. Inhalt Warum eine Leberreinigung von Zeit zu Zeit anzuraten ist, geht aus der Fülle der Aufgaben hervor, die die Leber hat:

  1. Die Leber baut Cholesterin in Gallensäuren um, die für die Fettverdauung wichtig sind, sie reguliert den Cholesterinspiegel und unterstützt die Fettverdauung und Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A; D; K; E)
  2. Eine ordentlich funktionierende Leber entscheidet, ob Fett zu Energie verbrannt wird, oder ob es im Fettdepot landet, sie entscheidet also indirekt über unser Körpergewicht.
  3. In der Leber werden zahlreiche Hormone und Enzyme hergestellt. Von den Enzymen sind die bekanntesten gamma GT, alkalische Phospatase, GLDH, GOT und GPT, alles Werte die beim Check up mitbestimmt werden, Was die Enzyme betrifft, kann man sagen dass die Funktion vieler Organe, Augen, Herz, Keimdrüsen, Gelenke, Nieren ohne diese Funktion beeinträchtigt werden.
  4. Fast alles, was wir in unser Körper an Nahrung und Getränken, Medikamenten u.a. lassen geht über die Pfortader in die, und die entstehenden Gifte werden dort entsorgt.
  5. Die ordentliche Funktion der Leber entscheidet auch darüber, ob wir im Körper Stress bekommen, oder ob bei Stress die Entgiftung nicht mehr richtig abläuft. Der Müll verbleibt dann im Körper und richtet weitere Schäden an.
  6. Wenn Schädlinge in Form von Bakterien, Parasiten oder Viren in unseren Körper gelangen und die Leber keine Kapazität hat diese zu bekämpfen, leidet der gesamte Organismus

Wenn die Leber krank ist, können die einströmenden Gifte nicht neutralisiert werden, Das Blut ist dann mit den Giften überlastet, kann nicht mehr genügend Sauerstoff zu den Organen transportieren und auch die Gifte können nicht entsorgt werden. Die Schlacken und Gifte lagern sich hauptsächlich im Bindegewebe an. Man nennt dies auch Fasziengewebe. Dieses Bindegewebe erweist sich jetzt als großes Hindernis bei der Versorgung der Zellen  mit Nährstoffen und verhindert den Abtransport von nicht mehr benötigten Stoffwechselprodukten. Schließlich entstehen weitere  Krankheiten aller Art. Es gibt von all dem einen positiven Effekt und das ist der Fakt, dass die Leber zum einen eine riesige Entgiftungskapazität hat und dass sie über eine super Regenerationsfähigkeit verfügt. Das aber sollten wir uns zu Nutze machen! Wie? Indem wir die Regenerationsfähigkeit durch eine Leberreinigung fördern. Der Vorteil liegt auf der Hand, die Verdauung wird gefördert, die Gifte werden abtransportiert und viele gesundheitliche Probleme wie Kopf- und Rückenschmerzen werden verschwinden. Wenn ich von Leberreinigung spreche, so meine ich damit einen langfristigen Prozess, der sich je nach Zustand über mehrere Wochen bis zu einigen Monaten erstrecken kann.  Was ich darstellen möchte ist ein Prozess, den man in eigener Regie durchführen kann und der auf lange Sicht mehr Erfolg bringt, weil man dabei auch einige liebgewonnene Gewohnheiten abbaut. Nach einer Reinigung ist die Leber wieder in der Lage, wieder ihre Aufgaben, wie Enzym- und Hormonproduktion zu erledigen, den Stoffwechsel zu kontrollieren und damit Prozesse in Gang zu setzen, die zur Heilung führen. Schritte zur Leberreinigung:

  1. Durchführung einer basischen Ernährung, mit Basenüberschuss
  2. Der zweite Schritt ist eine Darmreinigung
  3. Wichtige Hilfsmittel sind: Probiotika, Bitterstoffe, Curcumin, Mariendistelextrakt, Artischockenextrakt, Capsaicin aus der Chilischote und die Verwendung Leber reinigender Lebensmittel
  4. Eine weitere Möglichkeit ist die Anwendung der Aminosäuren Ornithin und Aspartat.

Das alles sind die Zutaten für ein längerfristiges Programm, es können auch einzelne Bestandteile genutzt werden, wenn die Leber nicht allzu stark belastet war.

  1. Herstellung des Säure-Basen-Haushalts durch basenüberschüssige Ernährung

Was bedeutet das? In erster Linie, auf Lebensmittel zu verzichten, die nicht basisch sind. Dazu gehören Fleischprodukte, Alkohol und alkoholhaltige Getränke, Zucker und Süßwaren, Kohlensäurehaltige Getränke u.a. Stark basisch wirken zum Beispiel: Spinat, Karotten, Sellerie, dunkle Blattsalate (z.B. Rucola), Brechbohnen, Blumenkohl, Wirsing, frische Erbsen, Tomaten, Gurken, rote Rüben, weiße Bohnen und Bananen. Die meisten Obstsorten hingegen wirken schwach bis mittel basisch.(1) Gut ist es, die basischen Lebensmittel durch leberreinigende und leberaktivierende Lebensmittel zu unterstützen.

  1. Leberreinigung in Kombination mit einer Darmreinigung

Warum macht das Sinn? Bevor die Entgiftung in der Leber stattfinden kann , gelangt die aufgenommene Nahrung in den Darm und erst von dort über die Pfortader in die Leber. Also ist es nur zu logisch, die Darmreinigung mit einzubeziehen. Dabei gilt, dass bei gestörtem Verdauungssystem durch Aufnahme belasteter Nahrungsmittel und Getränke, die Darmflora gestört wird, womit die Darmschleimhäute nicht mehr geschützt sind und sich reduzieren. Das öffnet Tür und Tor für die Ansiedlung  von Pilzen und Bakterien. Die Gifte dieser Spezies gelangen schließlich in die Leber und reduzieren ihre Entgiftungskapazität. Eine Darmreinigung lässt sich auf vielen Wegen durch führen. Ganzheitlich betrachtet besteht die Darmreinigung aus 3 Schritten: Verwendung von Flohsamenschalenpulver, Bentonit oder Zeolith, die man auch als Mittel  gegen Sodbrennen, Blähungen, Kopfschmerzen im Haushalt haben sollte und schließlich die Verwendung von Probiotika um die Darmflora in Ordnung zu bringen. Eine weitere Methode ist die Anwendung von Microsan zu den Mahlzeiten womit eine akzeptable Darmreinigung bereits nach 4 Wochen erreicht werden kann. Dazu mehr in der nächsten Episode.

  1. Leberreinigung mit Probiotika

Hier gilt, was dem Darm hilft, hilft auch der Leber. Inzwischen gibt es speziell auf die Bedürfnisse derLeber abgestimmte Probiotika zum Beisspiel von der Fa. Allergosan OmniBiotik Hepox, womit sowohl eine Leberreinigung als auch eine Erhöhung der Leberkapazität einher geht. So wird z.B. die Rückbildung einer Fettleber schon nach 30 Tagen erreicht.

  1. Leberreinigung mit Bitterstoffen

Hier kommen jetzt viele lang bekannte Hausmittel ins Spiel, die nicht nur einen positiven Einfluss  auf die Entgiftungskapazität der Leber haben, sondern die Verdauung im Allgemeinen und speziell die Funktion der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse positiv unterstützen. Damit wird der gesamte Stoffwechsel angeregt und viele Verdauungsbeschwerden verschwinden dabei. Gute Bitterstoffe sind Löwenzahnextrakt, Bitterbasenpulver, alkoholfreie Kräuterelixiere. Am besten nimmt man Bitterstoffe 15 bis 30 Minuten vor einer Mahlzeit ein.  Leberreinigung mit Curcumin Curcumin ist als Wirksubstanz in Kurkuma enthalten. Es ist ein starkes Antioxidans, wirkt entzündungshemmend und immunstimulierend und regt die Gallensaftproduktion an.  Dazu ist Curcumin in der Lage geschädigte Leberzellen zu regenerieren. Eine besonders gute Wirkung erreicht man, wenn man einen Tee aus Kurkuma bereitet und ihn mit Pfeffer mischt. Diese Mischung gibt es auch in Kapselform. Der Name lautet: Curcuperin.

  1. Leberreinigung mit Mariendistel

Mariendistel enthält den Wirkstoff Silymarin. Dieser Stoff stabilisiert die Membran der Leberzellen, damit lebertoxische Substanzen nicht eindringen können. Silymarin hilft auch gegen Knollenblätterpilzvergiftung. Dieser leberschützende Stoff verbessert desweiteren die Leberdurchblutung. Beim Kauf von Mariendistelpräparaten bitte darauf achten, dass in einer Kapsel min. 70 mg Silymarin sind. Bei ernsteren Problemen sollten täglich etwa 200 bis 400 mg Silymarin eingenommen werden.

  1. Artischockenextrakt für die Leber

Die Artischocke ist eine ganz typische Leberpflanze. Dabei ist besonders ein Extrakt aus den Blätter hervorragend für die Entgiftung der Leber. Die Wirkung besteht einmal darin, dass der Gallenfluss verbessert wird und zum anderen die Giftbelastung reduziert wird, weil die Artischocke selbst entgiftend wirkt, d.h. sie kann Gifte binden. Für die Leberentgiftung eignet sich sehr gut Frischpflanzenpresssaft  oder die Artischocke in Kapselform.

  1. Capsaicin aus der Chilischote zur Leberreinigung

Der scharfe Geschmack der Chilischote wird durch Capsaicin verursacht. Diese Substanz ist ein excellenter Reiniger für die Leber und nicht nur für sie. Capsaicin schützt die Leber vor Giftstoffen und anderen Schadstoffen. Es sorgt für eine schnelle Regeneration der Leber. E s ist in seiner Wirkung so phänomenal, dass es die Bildung von Fibrosen, d.h. einer Vernarbung von Lebergewebe, stoppen kann und damit die Gefahr von Leberzirrhose und Leberkrebs reduziert.(2)

  1. Spezielle Lebensmittel zum Schutz der Leber

Es gibt eine ganze Reihe von Lebensmittel, die die Leber  bei der Entgiftung unterstützen. Dazu gehört Knoblauch, Zwiebeln, grünes Blattgemüse, Avocado, Walnüsse, Rettich, Radischen, Broccoli-Sprossen, Avocados und auch verschiedene Teesorten, wie Grüner Tee, reichhaltig an Antioxidantien, Leber-Kräutertee, mit Wirkstoffen aus Schafgarbenblättern, Fenchelfrüchten, Süssholzwurzel, Löwenzahnblättern und für den Geschmack etwas Ingwer, Lemongras oder Pfefferminzblätter. Dieses Tees sind basisch, womit man neben der Leberreinigung, die Nieren und das Blut reinigt sowie sich mit Basen versorgt. Am besten geht man bei der Leberreinigung folgendermaßen vor Die ersten vier Wochen

  1. Einnahme eines Probiotikums z.B OmniBoitic Hetox
  2. Bitterstoffe nach eigener Wahl
  3. Täglich Tee mit Leberkräutern trinken
  4. Sprossen für die Leber in die Nahrung integrieren
  5. Curcumin und Capsaicin täglich einnehmen

Ab Woche 5

  1. Punkt 1-4 der ersten 4 Wochen beibehalten
  2. Curcumin und Capsaicin weglassen
  3. Mariendistelextrakt mit 200 bis 400 mg Silymarin einnehmen
  4. Artischockenextrakt einnehmen

Alles wird bis zu Woche 10 fortgeführt. Im Anschluss selbst entscheiden, was gut tut und evtl. die Behandlung fortführen. Für ein Kurzprogramm eignen sich überdies spezielle Leberkräutermischungen wie z. B. Leberschutz- und Leber-Detox-Kapseln, die für all jene ideal sind, die keine Zeit für ein ganzheitliches Leberreinigungsprogramm haben. Leberregeneration mit Ornithin Aspartat Bei schleichenden Vergiftungen werden als häufigstes folgende Beschwerden angegeben: Müdigkeit, Antriebsarmut, launenhafte oder unerklärliche depressive Verstimmung. Auch haben wir es heute immer häufiger mit umweltbedingten Vergiftungen zu tun. Wenn diese fortschreiten, kommt es zur sogenannten multiplen Chemikalien Sensitivität, Kurz MCS-Syndrom genannt. Dabei treten weitere Symptome auf wie psychotischen Zustände, Schlafstörungen, Lähmungen, Durchfall, Übelkeit, Muskelzucken, Nervenschäden oder auch Schleimhautentzündungen. Gerade jetzt ist eine schnelle und effektive Leberentgiftung notwendig. Diese sollte einhergehen mit Entschlackung, Entlastung de Immunsystems und einer Aktivierung des Stoffwechsels. Hierfür bietet sich ein mehrtägiges Infusionsprogramm an, das  von der Ärztegesellschaft für Gesundheitsmedizin und Prävention vor vielen Jahren entwickelt wurde. Das ist gleichbedeutend mit einer biologischen Entgiftungskur, in deren Mittelpunkt die Aminosäuren Ornithin Aspartat stehen. Hierfür benötigt man jedoch die Hilfe eines Arztes oder Heilpraktikers. Bei dieser Kur werden ausschließlich biogene Substanzen verwendet und was man erreicht ist folgendes:

  • der Leberzellstoffwechsel wird aktiviert,
  • die Giftausscheidung wird beschleunigen,
  • die körperliche Leistungsfähigkeit steigert sich,
  • die Hirnleistung bessert sich,
  • das Immunsystem wird entlastet.

Bei der  biologischen Leberentgiftung wird zunächst der Darm von Fäulnisprodukten und Toxinen befreit. Die mit der Nahrung aufgenommen wurden. Dazu nutzt man Lactulose, die es frei in der Apotheke zu kaufen gibt. Im weiteren Prozess bekommt man eine Infusion aus Ornithin-Aspartat. Diese Aminosäuren

  • steigern die Ammoniakentgiftung,
  • stimulieren die Entgiftungsleistung der Leberzellen,
  • erhöhen den Energiestoffwechsel im gesamten Körper,
  • wirken anabol auf Muskulatur und Skelett durch aktivierte Syntheseleistung der Leber,
  • verbessern die Hirnleistung.

Dazu nimmt man einige wichtige Substanzen ein: Selen, weil es ein guter Radikalenfänger ist und  Schwermetalle bindet und sie aus dem Körper eliminiert. Zink unterstützt die Entgiftung in der Leber durch Beteiligung an der Synthese von über 200 Enzymen VitaminC Ist ebenfalls ein hervorragendes Antioxidans und unterstützt die Entgiftung auf vielfaltige Weise B-Vitamine sind für viele Stoffwechselprozesse zur Entgiftung und für Syntheseleistung unentbehrlich. Bereits  nach wenigen Tagen der intensiven Entgiftung spüren die Betroffenen eine Steigerung ihres Wohlbefindens. Die oft beklagte Müdigkeit verschwindet und die die körperliche Leistungsfähigkeit wird deutlich erhöht. Diese Art der intensiven biologischen Entgiftung ist besonders anzuraten für Personen:

  • bei einer Fettleber, nachgewiesen beim Arzt, wobei 70 % der Menschen eine Fettleber haben
  • bei erhöhten Leberwerten (das findet man nicht nur bei Alkoholikern, sondern auch bei Diabetikern, nach langen schweren Krankheiten, wie z.B. Hepatitis, Krebserkrankungen  u.a.
  • nach Chemotherapie und bei dauerhafter Einnahme von Medikamenten
  • z.B. belasten Paracetamol und Anti-Epileptika die Leber stark
  • bei allgemeiner Leistungsschwäche
  • nach Operationen wegen der Vollnarkosen
  • aber natürlich auch bei häufigem Alkoholgenuss oder gelegentlichen Alkoholexzessen und Drogenkonsum
  • bei zunehmender Müdigkeit, sowie Merk- und Konzentrationsstörungen, wo man noch nicht den Verdacht einer geminderten Leberleistung hat.

Literatur

  1. https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/basische-lebensmittel-was-koennen-basische-lebensmittel-181936.
  2. htmlhttps://www.zentrum-der-gesundheit.de/capsaicin-schuetzt-die-leber-ia.html
Show 037: Mitochondriale Medizin bei Herzerkrankungen

Zusammenfassung Herzerkrankungen kann man vorbeugen. Dabei kann man davon ausgehen, dass die Zellen des Herzmuskels im Vergleich zu anderen Organen viel mehr Mitochondrien haben, die bekanntlich die Energie produzieren, die das Herz braucht, um arbeiten zu können. Die Energieproduktion ist jedoch daran gekoppelt, wie wir uns ernähren. Die Frage dabei ist, ob wir mit der Nahrung die essentiellen Mikronährstoffe aufnehmen, die für eine gute Herzfunktion notwendig sind. In dieser Episode erfährst Du, welche Mikronährstoffe es sind und warum wir sie benötigen. Inhalt Der permanent vorhandene Stress bedingt durch unseren Lebensstil ist  immer auch eine Ursache für das Auftreten von Herzerkrankungen.  Dabei spricht man von Herzerkrankungen immer dann, wenn sich Krankheiten am Herzen manifestieren oder aber ihren Ursprung selbst am Herzen haben. Beispiele dafür sind die koronare Herzerkrankung, Herzklappenfehler und Herzrhythmusstörungen. Allen Herzerkrankungen gemeinsam ist, dass Sie irgendwann in eine Herzschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt, münden. Dabei ist die Leistungsfähigkeit des Herzens stark eingeschränkt. Es wird dann nicht  mehr ausreichend Blut durch den Körper gepumpt. Folge der gestörten Durchblutung des Herzens sind eine Minderversorgung der Körperzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff. Andererseits ist natürlich auch der Abtransport von Stoffwechselprodukten aus den Geweben und Zellen erschwert. Dadurch entsteht in den Geweben und Zellen ein bioenergetisches Defizit. In der Folge führt dieser Energiemangel zu Funktionsstörungen in anderen Geweben und Organen. Chronische Erschöpfungszustände sind dabei nicht selten. Herzmuskelzellen haben einen sehr hohen Energiebedarf. Deshalb  verfügen sie etwa über 2000 bis 4000 Mitochondrien und haben im Vergleich zu anderen Zellen einen enorm hohen Gehalt an Ubiquinon Q10. Energiemangel tritt bereits dann auf, wenn ca. 40% der Mitochondrien geschädigt sind. Weitere Schäden führen zu chronischen Erkrankungen. Wie sollte man Vorsorge betreiben? In erster Linie vermeide Übergewicht oder reduziere Dein Gewicht. Dabei hilft dir eine ausgewogene und bewusste Ernährung, zum Beispiel nach der LOGI-Kost-Diät. Weiterhin ist es wichtig, den Körper ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Selbstverständlich sollte auf Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss verzichtet werden. Hinzu kommt, täglich für Bewegung zu sorgen, ausreichend Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stresssituationen. Ziel von alldem ist, dass die Mitochondrien in ihrer Funktion unterstützt werden. Um den Schutz der mitochondrialen Funktion zu gewährleisten sollte man zusätzlich zur Nahrung Mikronährstoffe einnehmen. Zuerst möchte ich unbedingt Coenzym Q 10 mit seinen beiden Formen Ubiquinol und Ubiquinon erwähnen. Es ist die Schlüsselsubstanz für die Energiegewinnung in den Mitochondrien und lebenswichtig für unseren Körper. Q 10 ist ein fettlösliches Antioxidans, schützt die Mitochondrien vor freien Radikalen. Weitere Funktionen hat Coenzym Q10 für die Zellmembran. Es hält sie fluide und funktionsfähig. Weiterhin ist Q 10 am Stoff- und Informationsaustausch zwischen den Zellen beteiligt. Eine weitere wichtige Substanz zur Unterstützung der Energieproduktion in den Mitochondrien des Herzens ist L-Carnitin. Der menschliche Körper ist in der Lage, diesen Stoff in Leber, Niere und Gehirn selbst zu bilden.  In Bezug auf das Herz hat L-Carnitin eine essentielle Funktion im Fettstoffwechsel. L – Carnitin ist die Substanz, die als einzige langkettige Fettsäuren durch die innere Mitochondrienmembran transportieren kann. Dies ist insofern wichtig, weil langkettige Fettsäuren die eigentlichen Energieträger der Fette sind. Fette werden in den Mitochondrien oxidiert und dabei zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut. Ohne Carnitin können Fette in den Mitochondrien nicht verwertet werden. Die Verstoffwechselung von Fetten ist sehr energieeffizient und dafür braucht manL- Carnitin. Für eine gute Herzfunktion ist auch Magnesium unentbehrlich. Nicht nur, weil es Bestandteil von mehr als 300 Enzymen ist, neben Q 10, Vitamin B3 und Vitamin B2 spielt Magnesium eine Zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Mitochondrien. Dort aktiviert es bestimmte Enzyme für die Atmungskette, wobei mind. 85 % der Energie in den Zellen gewonnen werden. Außerdem ist Magnesium am Muskel-, Nerven-, Hormon- und Eiweißstoffwechsel beteiligt. So reduziert Magnesium im Hormonstoffwechsel unter anderem die Freisetzung von Stresshormonen und kann so die Stressreaktion im Organismus dämpfen. Dies hat natürlich auch eine enorme Bedeutung für die Herzgesundheit. Magnesiummangel kann zu Übererregbarkeit, Gereiztheit, Nervosität und höherer Stressanfälligkeit führen. Weitere wichtige Substanzen, die für ein gesundes Herz notwendig sind, sind Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B3, Vitamin C, Vitamin D3, Glutathion, Mangan, Selen und Zink. Warum wir diese Stoffe brauchen will ich kurz erläutern.

  1. Omega-3-Fettsäuren sind Bausteine verschiedener Membranen, wie der Zellmembran, der Mitochondrienmembran und auch der Membran der roten Blutkörperchen. Außerdem spielen sie als Ausgangsstoff für die Bildung von Gewebshormonen bei der Signalübertragung eine wichtige Rolle. Omega-3-Fettsäuren spielen auch bei der Zusammensetzung der Blutfette eine große Rolle. Sie können die Fließeigenschaften des Blutes sowie die Durchblutung selbst beeinflussen. Damit haben sie einen Einfluss auf den Blutdruck sowie das Herz-Kreislaufsystem. Weiter Funktionen der Omega-3-FS sind die Beeinflussung des Immunsystems, des Hautstoffwechsels sowie der Hirn-und Gedächtnisfunktion.
  2. Vitamin B3, auch Niacinamid genannt, ist als Coenzymbaustein von Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid und Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid-Phosphat an vielen enzymatischen Reaktionen des Stoffwechsels und im Energiestoffwechsel der Mitochondrien aktiv. Es ist weiterhin an der Abwehr freier Radikale beteiligt und wirkt mit bei der Regeneration von Q 10 in seine aktive Form.
  3. Vitamin C ist ebenso wichtig, ist es doch einsehr guter Radikalenfänger für wasserlösliche Substanzen. Neben der Abwehr freier Radikale und seiner Bedeutung zur Stärkung des Immunsystems ist Vitamin C an der Bildung des Kollagens beteiligt. Es ist Cofaktor bei der Bildung von Gehirnhormonen und Botenstoffen(Neurotransmittern). Aber auch Entgiftungsvorgänge werden durch Vitamin C unterstützt.
  4. Das bedeutendste D-Vitamin ist D3. Es ist nicht nur ein Vitamin, sondern auch ein Prohormon. Neben seinen Funktionen im Knochenstoffwechsel, zur Kalziumaufnahme und Zellteilung trägt Vitamin D 3 zu einer normalen Funktion des Immunsystems und bei Entzündungsprozessen bei. Als Antioxidans werden die Mitochondrien durch Vitamin D3 vor freien Radikalen geschützt.
  5. Glutathion ist eines der wichtigsten Antioxidation im Körper. 10-15 % der Gesamtmenge befinden sich in den Mitochondrien. Hier ist die Anwesenheit besonders wichtig, weil durch den Prozess der Energiegewinnung sehr viel freie Radikale entstehen. Glutathion sorgt gemeinsam mit dem körpereigenen Enzym Glutathion-Peroxidase für de Entgiftung von Wasserstoffperoxid durch Umwandlung zu Wasser. Es sorgt darüber hinaus für die Entgiftung von Schadstoffen, unterstützt das Immunsystem und die Sauerstoffversorgung der Zellen. Damit Glutathion seine Wirkung voll entfalten kann ist eine ausreichende Konzentration der Spurenelemente Selen, Zink und Mangan sowie der Vitamine B12, C, E und Folsäure notwendig.
  6. Mangan erfüllt als essentielles, d.h. lebensnotwendiges, Spurenelement als Bestandteil diverser Enzyme viele Funktionen. Als Bestandteil des Enzyms Superoxiddismutase schützt es die Mitochondrien vor der schädlichen Wirkung freier Sauerstoffradikale.
  7. Selen ist als Cofaktor vieler sogenannter Selenoproteine im Körper ein essentielles Spurenelement. Als Bestandteil verschiedener antioxidativer Enzyme macht Selen freie Radikale unschädlich. Auch wirkt es in enzymatischer Form mit, um Ubiquinon zu Ubiquinol zu regenerieren. Selen kann Schwermetalle so binden, damit diese Verbindungen ausgeschieden werden können. Eine normale Schilddrüsenfunktion gibt es nicht ohne Selen.
  8. Zink ist ebenfalls ein essentielles Spurenelement, das in Form von Enzymen an über 200 Reaktionen im Körper beteiligt ist. Das sind der Stoffwechsel, der Aufbau der Erbsubstanz, die Hormonsynthese sowie verschiedene Immunfunktionen. Auch ist Zink an der Abwehr freier Sauerstoffradikale beteiligt und aktiviert Coenzym Q10.

Zur Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz gibt es mehrere Studien, in denen die zusätzliche Gabe von Coenzym Q 10 zu einer verbesserten Herzfunktion führte. So zeigten die Autoren Langsjoen bereits 2008 in einer Studie mit schwer herzinsuffizienten Patienten,  dass die Supplementierung mit 3 x 100 mg Ubiquinon zu einer deutlichen Verbesserung des Zustandes der Patienten führte. Es gab weniger(fast 50 %) ungeplante Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzinsuffizienz und weniger tödliche Herzinfarkte( 21 vs 39). Dabei zeigte sich die Gabe von Q 10 bei Patienten mit Herzinsuffizienz als sicher. Es verbesserten sich sowohl die Symptome als auch die Menge schwerwiegender unerwünschter Ereignisse. Weiter zeigte Yamagami , dass bei Patienten mit leichtem Bluthochdruck der Blutdruck gesenkt wurde. Außerdem kann Q 10 die Wirkung blutdrucksenkender Mittel verstärken. Hiermit ist eine Dosisreduktion verbunden. Weitere Bespiele belegen, dass Q 10 unbedingt eingenommen werden muss, um Nebenwirkungen von Statinen, das sind blutfettsenkende Arzneimittel, zu vermeiden. Statine senken den Q 10 Spiegel, weil sie in die Cholesterinsynthese eingreifen und Q 10 und Cholesterin den gleichen Syntheseweg haben. Auch bei Herzoperationen führt die Gabe von Q 10 davor und danach zu einem hohen therapeutischen Gewinn, weil dadurch die Herzfunktion und die postoperative Genesung positiv beeinflusst wurden. Zum Schluss möchte ich Dir ein konstruiertes Beispiel über die Verordnung von Medikamenten bei Herz-Kreislauferkrankungen aus dem Buch von Bodo Kuklinski „Mitochondrien“ bringen, das dir zeigt, wie heute therapiert wird und was daran nicht gut ist. Kuklinski konstruiert einen 50 – jährigen Patienten, der Diabetiker ist, dazu Bluthochdruck und erhöhte Blutfette hat. Hinzu kommen Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, Potenzschwierigkeiten sowie Wirbelsäulen- und Gelenkschmerzen. Nach den Regeln der evidenzbasierten Medizin, würde dieser Patient folgende Medikamente bekommen: Statine zur Cholesterinsenkung, Blutdrucksenker z.B. Enalapril, ß-Blocker, Langzeitnitrate für die koronare Herzerkrankung, Protonenpumpenhemmer, damit der Magen auch alles gut verträgt, ASS als Gerinnungshemmer, Fibrate zur Reduzierung der Trigliceride, die bei Diabetikern oft erhöht sind, Potenzmittel, Metformin wegen des Diabetes, und weitere. Ich zähle nicht alles auf, aber ich will Dir unbedingt sagen, was diese Verordnungen zur Folge haben, nachzulesen bei Kuklinski, Gröber und anderen Autoren. Fast alle genannten AM bewirken eine Steigerung der Synthese von Stickstoffmonoxidradikalen. Dazu gehören die Statine, die Blutdrucksenker, die BetaBlocker, die Langzeitnitrate. Darüber hinaus bewirken Protonenpumpenhemmer, Fibrate und Metformin eine Schädigung der Mitochondrien mit Entgleisung des Energiestoffwechsels. Unter Betablockertherapie steigt das Risiko für Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Außerdem wird die Blut-Hirn-Schranke gestört. Unter Protonenpumpenhemmern auf Dauer entsteht Vitamin B12, Zink und Magnesiummangel. Bei dieser Aufzählung will ich es belassen. Ich kenne nur sehr wenig Ärzte, die ihre Patienten über diese Art von Nebenwirkungen aufklären. Was also sollte man tun? Statine werden nur in Ausnahmefällen benötigt. Bei den meisten Menschen bekommt man die Hypercholesterinämie mit einer LOGI-Kost-Diät in den Griff, auch Triglyceride werden dadurch positiv beeinflusst. Wichtig ist an dieser Stelle auch, die fehlenden bzw., den Mangel an Mikronährstoffen zu beheben. Das sind in unserem Beispiel, Zink, Coenzym Q 10, Magnesium und Vitamin B12. Für den Fall, dass Du bereits Streßsymptome hast, sind meine Empfehlungen sehr wichtig. Um ganz sicher zu gehen kannst Du bei einem Arzt oder Heilpraktiker Deinen Mikronährstoffstatus bzw. die mitochondrialen Marker bestimmen lassen und rechtzeitig vorbeugen.

Show 036: Mehr Zeit zum Leben durch weniger Schlaf

Zusammenfassung Schlaf ist wichtig, um den Körper zu entspannen und zu regenerieren. Interessant ist dabei die Frage danach, wieviel Schlaf der Mensch tatsächlich benötigt. Sind es obligatorisch 7 bis 8 Stunden oder ist es möglich, ohne Schaden zu nehmen, die Schlafzeit zu verkürzen, um mehr Zeit zum Leben zu gewinnen? Inhalt Extrem lange Wachphasen führen zu Problemen, wie es die Selbstversuche von Gardner und Wright zeigten. Jedoch der Wunsch, sein Leben effektiver gestalten zu wollen, bleibt. Es gibt aber auch Fakten, die belegen, dass der Mensch mit weniger Schlaf auskommen kann. So schliefen die Deutschen noch vor hundert Jahren im Schnitt eine Stunde länger als jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Dagegen steht die Aussage von Ingo Fietze (Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité) , dass Hochleistung ohne ausreichenden Schlaf nicht möglich sein. Dass Schlaf nicht nur der Erholung dient, sondern auch der Verarbeitung von Tagesgeschehnissen, sieht man ganz besonders in der REM-Schlafphase. Hier zeichnet sich gerade das Gehirn durch eine hohe Aktivität aus. Weiterhin ist der Schlaf an eine innere Uhr gekoppelt. Diese arbeitet fast synchron mit der Erdrotation. Schon bei Einzellern kann man diesen zirkadianen Rhythmus finden. Unser Schlafbedürfnis ist besonders um Mitternacht und um die Mittagszeit am größten. Wenn man diesem Schlafbedürfnis nicht nachgibt, zahlt man einen hohen Preis dafür. Heute weiß man, dass am Schlaf der gesamte Organismus beteiligt ist.  Das betrifft die Botenstoffe wie Acetylcholin, Aminobuttersäure, Histamin, Melatonin oder Noradrenalin, die den Schlaf hemmen oder fördern können, genauso wie das Hormon Cortisol. Was die Dauer des Schlafs betraf, fand der kalifornische Psychiater Dan Kripke in seiner Untersuchung an Krebspatienten heraus, dass bei Patienten, die 7 bis 8 Stunden schliefen, die Sterblichkeitsrate am geringsten war. Bei Langschläfern stiegt die Sterblichkeitsrate um das 1,5 bis 2-fache und bei Kurzschläfern sogar um das 2,5-fache. Dies spricht nicht gerade dafür, die persönliche Schlafzeit zu verkürzen zu können. Dennoch gibt es einige Tatsachen, die es ermöglichen sollten, auch mit weniger Schlaf fit und leistungsfähig zu sein. Dies sind im Einzelnen:

  1. Das Stresshormon Cortisol wird zum Beispiel in der Nacht produziert und erreicht in den frühen Morgenstunden zwischen 7 und 8 Uhr sein Maximum. Wird in der Nacht nicht genug produziert, kann man am Tag schlechter Stress verarbeiten. Das heißt, Nachtschlaf ist sehr wichtig.
  2. Gegen 14 Uhr haben wir einen Tiefpunkt unserer Leistungsfähigkeit erreicht, Cortisol durchläuft gerade ein Minimum. Wir würden gern schlafen, aber unserer Arbeitszeit verhindert dies. Übrigens haben sich noch unsere Großeltern nach dem Mittagessen ein Nickerchen gegönnt. Du wirst mir sicher zustimmen, dass diese Generation viel ausgeglichener ist, als wir es heute sind.
  3. Ein japanisches Forscherteam stellte fest, dass die höchste Lebenserwartung Personen hatten, die zwischen 6,5 und 7,5 Stunden schliefen. Bei einer Schlafdauer von acht Stunden stieg das Mortalitätsrisiko deutlich. Bei einer Schlafdauer von unter 4,5 Stunden pro Nacht stieg das Mortalitätsrisiko ebenfalls an.
  4. Weiterhin ist bekannt, dass wir drei Stunden nach dem Aufstehen ein Leistungshoch haben. Das zweite Hoch haben wir erst 9 Stunden später, dazwischen liegt das bereits erwähnte Mittagstief. Warum also nicht über Mittag ein Nickerchen halten, wie es unsere Großeltern taten? In weiten Teilen Europas ist dies verpönt, aber nicht in Spanien, wo die Menschen regelmäßig Siesta halten. Oder in China und Japan: Hier gibt es auch in der Firma während der Arbeitszeit einen Anspruch auf Mittagsschlaf.
  5. Eine andere Wahrheit ist, dass wir besonders tief um Mitternacht schlafen, gerade zu der Zeit, wo die Sonne am tiefsten steht. Die beste Erholung bietet der Schlaf 3 Stunden vor bis 3 Stunden nach Mitternacht.
  6. Wenn man andererseits ständig spät ins Bett geht, leidet man unter chronischer Müdigkeit. Besonders, wenn man zwischen 23 Uhr und 1 Uhr nachts nicht schläft, schadet das unserer Lebenskraft, oder besser gesagt dem vegetativen Nervensystem.

Das bisher Gesagte sollte uns anregen, darüber nachzudenken, wie wir effektiv mit dem Schlaf umgehen. Die Lösung heißt Power Napping , das auch als Turboschlaf bezeichnet wird. Energie gewinnen durch ein Nickerchen, Toll für alle, die leistungsfähiger sein wollen und es auch müssen. Gemeint ist hiermit ein kurzer Schlaf, der es ermöglicht, dass Körper und Geist sich schnell erholen. Wie kann man diesen Turboschlaf erlernen? Es ist nötig, einige Regeln zu beachten, wie zum Beispiel, was ist die richtige Tageszeit, wie komm man am besten in die Schlafphase, was ist der richtige Ort, wie wacht man am effektivsten auf und einiges mehr. So kann es gelingen:

  1. Die beste Zeit für das Power Napping ist die Zeit, wo unser Körper ein Leistungstief hat. Speziell gegen Mittag verlangt der Körper nach einer Regenerationsphase. Nach 16 Uhr macht es keinen Sinn, weil die Zeit zum Nachtschlaf zu kurz ist.
  2. Schnelles Einschlafen kann man lernen! Bekanntlich wirkt Kaffee oder schwarzer Tee erst 30 Minuten nach dem Trinken. Deshalb 10 Minuten vor dem Schlaf Kaffee trinken und dann mit der richtigen Technik einschlafen. Wenn der Kaffee seine munter machende Wirkung entfacht, wacht man wieder auf. Aufwachen kann man auch mit dem berühmten Schlüsseltrick. Der funktioniert so. Man nimm ein Schlüsselbund in die Hand und schläft damit ein. Der Schlüssel fällt genau am Übergang vom Leicht- zum Tiefschlaf aus der Hand. Das entstehende Geräusch sorgt dafür, dass man aufwacht. Ähnlich funktioniert auch ein sogenannter Schlafphasen-Wecker. Eine Uhr, die die Schlafphasen überwacht. Der link befindet sich bei Litaraturempfehlungen.
  3. Wichtig ist die Wahl der richtigen Umgebung. Es sollte dunkel sein, damit die Zirbeldrüse genügend vom Schlafhormon Melatonin produzieren kann. Das kann bei Tageslicht durch eine Schlafmaske, oder in einem abgedunkelten Raum geschehen. Der Raum sollte nicht zu warm sein und Störgeräusche sollten vermieden werden. Während des PowerNaps muss man bequem liegen, Sofa oder bequemer Sessel sind sehr empfehlenswert. Wer im Aussendienst ist kann auch im Auto seinen Turboschlaf durchführen.
  4. Wie gelangt man schnell in den Schlaf. Dunkelheit ist das eine, aber man muss auch verstehen in die Entspannungsphase zu kommen. Einige Übungen aus der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson sind dafür hilfreich.

Am besten zunächst tief einatmen, dann einige Zeit ohne Atmung den Druck in der Lunge spüren und danach langsam ausatmen. Das ist sehr entspannend, auch für zwischendurch, wenn man sich zum Beispiel aufgeregt hatte. Die Entspannung der Muskeln führt auch zur mentalen Entspannung.

  1. Jetzt kommen wir zum Aufwachen. Ich hatte bereits den Trick mit dem Kaffee, den Schlüsseltrick und den Schlafphasenwecker erwähnt. Als Hilfsmittel kann auch ein Wecker genommen werden, der nach 20 Minuten klingelt und den Schlaf beendet. Jetzt ist es wichtig auch gleich aufzustehen. Der Wecker verhindert, dass man in die Tiefschlafphase gelangt. Selbst wenn es am Anfang nicht gelingt einzuschlafen, man kann sich durch den Wecker an diesen Rhythmus gewöhnen.
  2. Danach ist es wichtig, schnell wieder in die Gänge zu kommen. Den Kreislauf durch Bewegung anregen, sich strecken und das Gesicht mit kaltem Wasser abspülen und dann ein Glas Wasser trinken gehören dazu.
  3. Damit die Melatonin-Produktion eingestellt wird, muss man für viel Tageslicht sorgen.
  4. Nur Übung macht den Meister. Es ist gut, wenn das PowerNap zu täglichen Ritual in der Mittagspause wird. Es wird gelingen, weil man zu dieser Zeit eh in einem Leistungstief bist ist.

Inzwischen ist es eine unbestrittene Tatsache, dass man mit dem PowerNapping eine sehr gute Wirkung für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erzielen kann. Es heißt also, clever zu sein und diese Methode für sich und die Steigerung der Leistungsbereitschaft zu nutzen. Der Power-Schlaf bringt nicht nur eine Tiefenentspannung und Energie, auch die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert. Im Übrigen kann eine Kurzschlafphase von 10 bis 20 Minuten den normalen Nachtschlafzyklus um 1,5 h verkürzen. Literaturempfehlungen/Links https://www.carstenbruns.de/power-napping-mehr-zeit-durch-polyphasischen-schlaf/   http://www.medizinfo.de/kopfundseele/schlafen/schhormone.htm   Link 0: http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/schlafforschung-jedem-sein-zweites-leben-1814826-p3.html Link 1: https://mentalpower.ch/anleitung-turboschlaf-powernap-lp/ Link 2: https://www.snoozeproject.de/power-nap http://amzn.to/2k1Kszm Philips HF3505/01 Wake-up Light LED, Aufwachen mit Licht, 2 natürlichen Wecktöne, weiß aXbo Single White Schlafphasenwecker M3             http://amzn.to/2jniYjW