Lieber Leser,

nachfolgend habe ich die Shownotizen meines Podcasts für Sie zusammengestellt. Beim Anklicken eines Balkens, wird der Inhalt für Sie sichtbar. Wenn Sie den Podcast anhören möchten, klicken Sie einfach auf den Pfeil.

Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse und bedanke mich bei Ihnen für Ihr Interesse.

Show 084: Den Magen mögen-Interview mit Friederike Ziesmer

Biografisches

Friederike Ziemer wurde 1970 in Berlin geboren. Schon früh interessierte sie sich für Bewegung und Körperwohl. So absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Sport- und Gymnastiklehrerin sowie zur Masseurin. Später bildete sie sich zur Heilpraktikerin weiter und eröffnete 2009 ihre eigene Praxis mit den Schwerpunkten:

Wingwave – für die Beruhigung der Innere Anteile.

Jin Shin Jyutsu – Körpertherapie – für Balance und Schmerzfreiheit.

Ernährungsberatung, Ernährung ist die Basis von Gesundheit

Mit Begeisterung widmete sie sich ihrer Leidenschaft, dem Kochen und Kreieren magenfreundlicher Gerichte. Dieser Schwerpunkt ist auch Bestandteil ihrer Ernährungsberatung und Körpertherapie.

Inhalt

Friederike Ziesmer betreibt ihre Kochleidenschaft so intensiv und entwickelt dabei immer mehr Rezepte für eine magenfreundliche Ernährung. Dieses anspruchsvolle Kochen führte dazu, dass Friederike ein Kochbuch mit dem Titel: „ Den Magen mögen – Liebevoll kochen und essen trotz Gastritis“ schrieb.

In diesem Buch und auch in ihrer Tätigkeit als Heilpraktikerin geht Friederike davon aus, dass der Magen neben Speisen auch Probleme, Stress und innere Konflikte verarbeiten muss. Gelingt die „Verdauung“ von all dem nicht, wird der Magen überlastet. Schließlich stellen sich Reizungen bis hin zur Gastritis ein, was mit Völlegefühl und Schmerzen verbunden ist.

Friederike ist es durch ihre vielen Kochversuchen gelungen, wohlbekömmliche basische Rezepturen zu entwickeln, die in verschiedenen Phasen der Gastritis helfen. Wichtig war ihr dabei, dass die Gerichte auch einen guten Geschmack haben. In einem 3-Phasen-Programm hilft Friederike Ziesmer mit ihren leckeren, von Ayurveda inspirierten Gericht, aus der Krise. Großen Wert legte Friederike dabei auf den Geschmack. Durch die Kombination verschiedenster Gewürze ist es ihr gelungen Speisen zu kreieren, die einfach zuzubereiten sind und den Heilungsprozess bei Magenproblemen unterstützen.

Das Buch selbst ist ausgesprochen gut gegliedert, enthält Erklärungen zu jedem Gewürz und ist dadurch eine Bereicherung in jeder Küche, weil die Rezepte generell magenfreundlich sind und prophylaktisch wirken.

Erkrankung ohne Medikamente begegnen möchte bedarf es einer konsequenten Einhaltung der Ernährungsregeln. Das gute ist, dass man mit den Rezepten von Friederike  auf den Genuss nicht zu verzichten braucht. Wichtig auch, dass die Ernährungsveränderung durch Meditation sinnvoll unterstützt werden kann.

Buchempfehlung von Friederike Ziesmer:

Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände

Tipp von Friederike Ziesmer

Das Japanische Heilströmen, vermag den Bauch zu lösen, damit er wieder verdauen kann und entlastet wird. Wie es funktioniert zeigt Euch ein Video, das ich hier mit Friederikes Website verlinke.

Der Magenstrom https://friederike-ziesmer.de/jin-shin-jyutsu/magenstrom/

 Vorbilder: Friederike hat keine bestimmte Person zum Vorbild, jedoch alle Menschen, die bereits ayurvedisches Wissen haben und weitergeben und dazu einen Austausch pflegen.

Kontaktdaten

Friederike Ziesmer

Bahnhofplatz 2 a

82319 Starnberg

Telefon: 08151 / 550 735 0

Mobile: 0174 / 216 985 6

E-Mail: kontakt@soul-cocooning.de

Internet: www.soul-cocooning.de

Show 082-083 Gesunde Essmedizin-Interview mit Alexandra Herlbauer

Biografisches

Alexandra Herlbauer ist sehr naturverbunden aufgewachsen. Dies änderte sich auch nicht nach ihrer  kaufmännischen Ausbildung. Schon früh hat sie sich mit dem Thema Vital- und Naturstoffe beschäftigt. Weiterhin stellte Sie Essenzen und Seifen her und hat diese auch Online vermarktet.

Vor 15 Jahren startete Alexandra ein für  damalige Verhältnisse noch kleines start-up in der Nahrungsergänzugnsmittelbranche. Sie lernte die orthomolekulare Medizin kennen, lernte dadurch in einer sehr spannenden und lehrreichen Zeit viel über Mikronährstoffe und deren Einsatz kennen.

In einem Zeitraum von 10 Jahren arbeitete sie irrsinnig viel und hat dabei sich selbst und ihre Bedürfnisse vernachlässigt. Sie ließ die Verantwortung für sich selbst außer Acht, hat sich wenig Zeit zum Essen genommen, sich mit Fastfood ernährt. Es gelang ihr nicht Defizite an Vitaminen und Mineralien  durch Nahrungsergänzung zu kompensieren. So erlebte sie immer öfter Phasen der Abgeschlagenheit und Müdigkeit, bis hin zur Unterzuckerung, was dazu führte, dass sie dies durch zuckerhaltige Lebensmittel kompensierte. Rechtzeitig merkte sie, dass sie sich in Richtung Diabetes II Typ, entwickelte. Aus dieser Erfahrung heraus hat Alexandra Herlbauer damit begonnen, ein breites und natürliches Spektrum an Vitalstoffmixen (pflanzliches Eiweis, Ballaststoffe, Sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien, Adapdogene…) in ihre Mahlzeiten zu mischen.

Das inspirierte sie dazu unterschiedlichste Kombinationen auszuprobieren. Der Erfolg und die wiederkehrende Energie bestätigte ihr Tun.

Dabei wollte Alexandra eine wichtige Frage klären, nämlich: Wie kann mein Körper die in den Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe optimal aufnehmen? Für die Gesundheit sind ja viele Inhaltstoffe von enormer Bedeutung und die Synergie von hochwertigen Lebensmitteln mit bioaktiven Wirkstoffen sorgt für eine optimale Aufnahme.

Inhalt

Heute ist Alexandra Herlbauer Geschäftsführerin von Joy Naturals. Die Firma stellt Nahrungsergänzungsprodukte her, die dazu dienen mit Hilfe der Nahrung bereits die Vitalstoffe aufzunehmen, die der Mensch zum Leben braucht. Grundlage dieser Stoffe bildet die von Prof. Dr. Florian Überall erforschte und weiterentwickelte EssMedizin. Sie beschreibt wie man das Jahrtausende alte ganzheitliche Wissen der Tibetischen Medizin-Tradition genutzt und mit der modernen Ernährungsweise im Westen vereint werden kann.

Der Autor der EssMedizin, Prof. Mag. Dr. Florian Überall hat die Jahrtausende alte Tradition der Typenlehre mit tibetischen Ärzten erforscht und dabei u.a. den berühmten Arzt Tendzin Chödrag, einem von 4 Leibärzten des 14. Dalai Lama kennengelernt.

Nach dem Motto: „Essen ist die beste Medizin“ zeigen Prof. Überall und seine Frau Andrea auf, welchen Einfluss unsere Ernährung auf die Gesundheit hat und wie wir die tibetische Medizinlehre für uns nutzen können. „Ernähre dich gemäß der Geschmacksrichtung, die dein Konstitutionstyp vorgibt und bleib ein Leben lang gesund!

In der Typenlehre geht es darum die Energien optimal für sich zu nutzen, indem man sie über die typgerechte Ernährung für sich ausbalanciert. Nur wer sein Ungleichgewicht kennt, kann es gut mit der Ernährung und seinem Verhalten ausgleichen.

Dabei spielt die Lehre von den sechs Geschmäcken wie süß, sauer, scharf, salzig, bitter, herb eine große Rolle. Jeder Geschmacksrichtung wird dabei eine heilsame Wirkung – auf den Körper und auf die Emotionen zugeschrieben.

In unserer heutigen modernen Welt ist es wichtig wieder ein Bewusstsein zu erlangen, wie bedeutend der natürliche Geschmack ist, ihn mit all unseren Sinnen wahr zu nehmen und daraus zu lernen, indem man auf sein Körpergefühl achtet und spürt ob man durch seine Nahrung Kraft und Energie bekommt, oder ob es mir Kraft und Energie nimmt und ich etwas verändern sollte.

Ausdruck der schlechten Ernährung und des Vitalstoffmangels  sind heute zunehmend die dadurch bedingten Probleme wie Übergewicht, Diabetes II Typ, Autoimmun-, Schilddrüsen- und Darmerkrankungen.

Wir essen zu viel und sind im Grunde unterernährt, weil es dem Körper an den wichtigen essentiellen Nährstoffen fehlt.

Stark industriell verarbeitete Lebensmittel, angereichert mit synthetischen Aromen, werden im Geschmack verändert und machen es uns schwer zu erkennen was uns wirklich guttut.  Zudem sorgen heute die unterschiedlichsten Ernährungstrends für Unsicherheit.

Die oft einseitigen Diätformen oder Trends an denen viele scheitern, können uns schnell und dauerhaft entmutigen an der Ernährungsweise etwas zu verbessern.

Dabei gilt zu beachten: Was für den einen gut ist, kann für den anderen falsch sein und sich schlimmstenfalls auch negativ auf das Befinden auswirken.

Wir müssen wieder einen Zustand erlangen, der uns zeigt: „Sich selber spüren, intuitiv die richtige Entscheidung treffen und der Erfolg stellt sich dann meist auch sehr schnell ein, wir kommen ins Gleichgewicht, wissen wieder was uns gut tut und was nicht, spüren die Energie und fühlen uns rundum einfach Wohl!

Die Firma Joy Naturals hat sehr hohe Qualitätskriterien. Sie arbeitet mit den renommiertesten Lieferanten im In- und Ausland zusammen. Alle eingesetzten Rohstoffe entsprechen höchsten Anforderungen und Qualitätsrichtlinien. Zu jedem einzelnen Rohstoff wird die Spezifikation auf Erfüllung aller nötigen Analyse - Parameter überprüft. Jede gelieferte Charge wird anhand eines Analysezertifikates kontrolliert. Verzichtet wird konsequent auf Zusatzstoffe wie Trennmittel, künstliche Süßstoffe, synthetische Aromen oder andere Hilfsstoffe. Zudem erfüllen die eingesetzten Marken-Rohstoffen und Extrakte aus wissenschaftlich fundierter und reinster Herstellung höchste Qualitätsansprüche.

Beste Qualität und Reinheit ist oberstes Gebot der Firma, deshalb werden ausschließlich biologische Rohstoffe mit entsprechendem Analysezertifikat sowie hochwertige Marken-Rohstoffe, welche eine entsprechende Analyse aufweisen, verwendet.

Die Algen werden beispielsweise in einem einzigartigen geschlossenen und weltweit patentierten System für ideale Wachstumsbedingungen produziert. Durch kontrollierte Bedingungen können Verschmutzungen aller Art völlig ausgeschlossen werden.

Wichtig ist für Alexandra, dass die hochwertigen, natürlich wertvollen Ergänzungs-Produkte, völlig naturrein im Geschmack, inspirieren und uns Impulse geben sollen, um dazu anzuregen neue Rezepte auszuprobieren.

Alexandra und ihr Team publizieren ständig neue Rezepte unter Verwendung ihrer natürlichen Produkte. Die Anwender können ihre Rezepte untereinander austauschen in einer Community, die sich inzwischen etabliert hat.

Als Beispiel für ein wertvolles Präparat nannte A. Herlbauer das Produkt: choco:MAGIC, das eine natürliche und ganzheitliche Nahrungs-Ergänzung darstellt aus Pflanzlichem Eiweiß, Ballaststoffen, natürlichen Vitaminen, einem Extrakt der tibetischen Lichtfrucht „Myrobalane“ und natürliches JOD aus einer Braunalge, auch für Kinder!

Jod, welches in choco:MAGIC aus biologischen Algen enthalten ist,  gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, da unser Körper es nicht selbst herstellen kann. Ausreichend Jod ist wichtig, damit unsere Schilddrüse Schilddrüsenhormone herstellen und optimal arbeiten kann.

Damit verbunden ist auch die intellektuelle Leistungsfähigkeit. Besonders in der Pubertät kann der Jodbedarf aufgrund der vermehrten Produktion von Schilddrüsenhormonen besonders sprunghaft ansteigen.

Alexandras Firma bietet verschiedene Produkte an, speziell auch zur Darmgesundheit und zum Immunsystem, ein Thema, das uns noch lange beschäftigen wird.

Vorbilder

„Ich nehme mir gerne starke Frauen zum Vorbild.

Elisabeth Selbert war bspw. eine der ersten Frauen, die sich für Männer und Frauengleichheit eingesetzt hat. Es war zum Großteil ihr verdienst, dass die Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung aufgenommen wurde.

Hildegard von Bingen – sie war eine besonders beeindruckende Persönlichkeit, sie hat uns wertvollste Weisheiten für unsere Naturheilkunde hinterlassen.

Ja und die Pippi Langstrumpf - als zentrale Figur einer dreibändigen schwedischen Kinderbuch-Reihe von Astrid Lindgren

Was man von der Pippi lernen kann:

Sie ist mutig, unabhängig und stark – sie lebt nach ihren eigenen Regeln – ohne dabei ihre Freunde im Stich zu lassen, wohl gemerkt.

Sie strotzt nur so vor Energie und Zuversicht, von der wir uns zu gerne eine Scheibe abschneiden: "Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut" – das sollten wir uns wohl auch viel öfter zu Herzen nehmen. Pippi geht ihren Weg, egal, was andere sagen.“

Buchtipp

Ulli Olvedi: „Hinter den Schneebergen: Sagenhafte Geschichten aus dem alten Tibet“

Ulli Olvedi gilt als profunde Kennerin des tibetischen Buddhismus und der tibetischen Kultur. Sie verbrachte immer wieder längere Zeit im Himalaya, lebte zurückgezogen in Klöstern und hat daraus die Inspiration für ihre sehr erfolgreichen Romane geschöpft.

Die Geschichten sind kurzweilig und geben auch einen Einblick in eine Zeit vor dem Buddhismus. Das ist für den Leser märchenhaft zauberisch, ab und an mit drastischen Enden und manchmal auch unverschämt vom Schalk der Tibeter geprägt.

Bisher unerfüllter Lebenswunsch

„Jeder hat besondere Wünsche, und es gibt einige Länder welche ich noch bereisen möchte. Ich versuche aber immer im hier und jetzt zu leben und das zu genießen, was mich gerade umgibt. Meine Tochter, die Natur, die Menschen, mit denen ich zu tun habe“

Kontaktdaten

JOY NATURALS GmbH

Seidenfeld 16

5303 Thalgau

Österreich

Telefon: +43 (0)6235 20 558

Mobil.: +43 (0)664 123 13 17

Webseite: www.joynaturals.at
E-Mail: info@joynaturals.at

Show 081: Gesundheit neu denken - Interview mit Dr. Angelika Keil

Biografisches
Dr. phil. Angelika Keil hat Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Anglistik und Germanistik studiert und dann in den Universitäten Jena und Chemnitz gearbeitet. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit waren Kommunikation, Soziologie, Psychologie und Literaturwissenschaft. Ihre Dissertation beschäftigte sich mit der Psychologie zwischenmenschlicher Beziehungen. Über 10 Jahre hat sie in der Erwachsenbildung gearbeitet. Krankheitsbedingt hat sie ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit beendet und ihren Wohnort in die Schweiz verlegt. Um sich von ihren Krankheiten zu heilen, hat sie die AK-Strategie® entwickelt, deren Ausgangspunkt darin besteht, mit dem Bekämpfen einer Krankheit aufzuhören und die Situation erst einmal anzunehmen, wie sie ist.
Seit 2004 begleitet Angelika Keil andere Menschen, die mit der AK-Strategie® ihre gesundheitlichen und anderen Herausforderungen meistern wollen. 2012 gründete sie das Institut für Körper, Geist und Seele und bildet seit 2013 in der AK-Strategie® Privatpersonen und Berufsleute aus. 2013 publizierte sie auch ihr Grundlagenwerk der AK-Strategie®. Es folgte 2014 die Publikation der Autobiografie „Meine Geschichte“ und 2018 der Umzug nach CH-7250 Kosters.
Auf der Website von Dr. Angelika Keil findest Du unter dem Punkt "Über mich" eine Zusammenfassung des Lebensweges von Dr. Angelika Keil.

Inhalt
Die AK-Strategie® hat 4 obligatorische Module, die im Genesungsprozess durchlaufen werden. Ein 5. Modul ist optional und ist für jene geeignet, die an eine höhere Weisheit und Kraft glauben.
Die Module der AK-Strategie® offenbart Angelika Keil im Interview.

1. Modul:

Alles annehmen, was ist. Ob körperliche Beschwerden, Gefühle, die vorhandene Hoffnungslosigkeit und all dessen, was drumherum ist. Dazu ist es erforderlich, Selbstliebe zu entwickeln, den Gefühlen Raum zu geben und Frieden mit sich und der Situation zu schliessen. Unterstützt wird dies durch eine einzige Übung, die einen neuen Energiezustand beim Menschen bewirkt.
2. Modul:

Hier geht es darum, die Ursache für das Problem, z.B. die Erkrankung oder den Konflikt, zu finden. Bei Krankheiten bietet die AK-Strategie® dafür die «Zwiesprache mit dem Unbewußten» an. Dies ist eine Technik, mit der die wahre Ursache der Erkrankung wiederum in einer einzigen Session erkannt wird. Zusätzlich wird herausgefunden, welche Therapien und Verhaltensänderungen nötig sind, um den Zustand zu verbessern.
3. Modul:

Hier geht es darum, das Selbstbild des Klienten zu verändern. Bedingung ist, dass der Klient diese Aufgabe lösen möchte. Zusätzlich wird mit Tools aus dem NLP, Hypnoprogrammieren, PSYCH-K® u.ä. die Veränderung des Selbstbildes erleichtert. Hier finden auch alle anderen Massnahmen und Therapien ihren Einsatz. Denn die AK-Strategie® ist eine integrative Methode, die mit schulmedizinischen und komplementärmedizinischen Therapien kombinierbar ist.
4. Modul:

Hier wird dem Klienten geholfen, ein positives Bild von seinem kranken Körper und dessen Selbstheilungskräften zu gewinnen. So kann er lernen, seinem Körper zu vertrauen, was eine Grundvoraussetzung für Genesung ist. Auch hier wird wie in Modul 3 mit positivem Denken, Affirmationen und positiven Kognitionen gearbeitet.
Diese vier Schritte sind obligatorisch.

Das 5. Modul hat eine Beschleunigungsfunktion und richtet sich an jene Menschen, die nicht nur an Physik und Materie glauben, sondern davon ausgehen, dass es eine höhere Weisheit und Kraft gibt. Im 5. Modul wird die höhere Weisheit um Unterstützung und Führung beim gesamten Veränderungsprozess gebeten.
Dr. phil. Angelika Keil beschreibt, dass ihre AK-Strategie® bei allen Herausforderungen des Lebens anwendbar ist.

Nach Vorbildern befragt, sagte Dr. Keil, dass sie gern mit Eckhard Tolle, den sie sehr schätzt, sprechen würde und auch mit Kurt Tepperwein, dem sie sich sehr verbunden fühlt. Nach einem unerfüllten Lebenswunsch befragt antwortete sie, dass sie keinen persönlichen Wunsch mehr hat, denn sie habe festgestellt, dass das Leben selbst am besten weiß, was sie glücklich macht. Sie hat aber einen Wunsch für die gesamte Menschheit. Nämlich, dass sie den Weltenwandel auf angenehme und leichte Art meistert. Alle Menschen sollten sich auf einen Wandel freuen, der die Liebe unter den Menschen fördern soll. Ein Buch, das Frau Dr. Keil nicht zum ersten Mal liest ist, ein Werk von Lola Jones "Alles läuft super, während ich weg bin". Darin geht es darum, sich das Leben zu erleichtern, indem man der "höheren Weisheit" die «Schwergewichte» überlässt.

Bücher von Dr. Angelika Keil
"Die 8 wichtigsten Schritte zur Zielerreichung“
Das ist ein kostenloses E-Book, das Du Dir in Angelikas Webshop herunterladen kannst.
https://tinyurl.com/yxry4m4u

«Wie du mehr Selbstliebe entwickelst»
Das ist ein kostenloses E-Book, das Du Dir in Angelikas Webshop herunterladen kannst.
https://tinyurl.com/y3ckh5cj

"Die AK-Strategie® - wie Sie mit Ihren Gedanken und Emotionen Ihre kühnsten Träume übertreffen"

«Meine Geschichte: Wie ich meine chronischen Krankheiten, Konflikte und Krisen heilte und meine kühnsten Träume übertraf. Der Geist ist stärker als die Gene und alle Materie.»

Videos von Dr. Angelika Keil
«Die 5 Schritte der AK-Strategie® bei Krankheiten»:  https://tinyurl.com/y2nosaxy

Videos, die die AK-Strategie® anhand von Fallbeispielen erklären:

https://tinyurl.com/yyloctp8

Kontakt
Institut für Körper, Geist und Seele Dr. phil. Angelika Keil
Telefon +41 81 416 35 52
Mobile +41 78 913 48 70

www.angelikakeil.ch

info@angelikakeil.ch

Show 080: Prophylaxe in der Hausarztpraxis - Interview mit Cornelia Janitzki

Cornelia Janitzki - Arztpraxis SchönebergCornelia Janitzki therapiert in ihrer Hausarztpraxis von Beginn an mit Naturheilverfahren. Grundlage dafür war ihr Studium an der Universität Witten/Herdicke, die auch in Naturheilverfahren und anthroposophischer Medizin ausbildete. Dieses Studium fand zu jener Zeit leider keine Anerkennung. Diese Anerkennung erhielt die Universität als erste deutsche Privatuniversität erst 1982 Heute ist die Uni Witten/Herdicke als  nichtstaatliche Universität sogar Mitglied der Hochschuldirektorenkonferenz und führend in der Ausbildung von Ärzten in Richtung Naturheilverfahren.

Eines der wichtigsten Ziele von Cornelia Janitzki ist die Erhaltung und Steigerung der Vitalität ihrer Patienten, verbunden mit einer verantwortungsvollen Lebensführung.

Deshalb informiert sie in ausführlichen persönlichen Gesprächen ihre Patienten über einige wichtige Faktoren:
1. Gesunde Ernährung
einschließlich eines verantwortungsvollen Umgangs mit Genussgiften wie Alkohol und Zigaretten. Hierzu gehören auch Maßnahmen zur Gewichtskontrolle sowie Aufklärung über Schlaf und positive Lebenseinstellung.
2. Bewegung als Grundlage für eine gute körperliche Verfassung
3. Unterstützung von Prozessen hin zu gesundem Altern

Zu den angebotenen Therapieverfahren gehören die Bioresonanztherapie, Hypnotherapie, physikalische Gefäßtherapie Bemer, Sexualtherapie, Akupunktur und Entspannungsverfahren. Das alles sind Verfahren, die den Weg ihrer Patienten zu einer gesunden Lebensweise unterstützen und helfen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Cornelia Janitzkis sehnlichster Wunsch ist Frieden für die Welt.

Immer wieder gern liest sie das Buch "The Secret", das ihr jedesmal  neue Erkenntnisse bereit hält.

Kontaktdaten

Cornelia Janitzki
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Eisenacher Straße 68
10823 Berlin

Tel.: 030/781 18 34

E-Mail: info@cornelia-janitzki.de

Web: https://arztpraxis-schoeneberg.de

Show: 079: Interview mit Dr. Ben Baak

"Wer im Leben etwas bewegen will, fängt am Besten bei sich selbst an!"

Das ist das Motto von Dr. Ben Baak, besser gesagt, das ist sein Programm, nachdem er selbst lebt und mit welchem er Menschen zu mehr Bewegung motivieren möchte.

Dr. Ben Baak ist promovierter Sportwissenschaftler. Mehr als 10 Jahre war er an der Deutschen Sporthochschule Köln tätig. Er hat dort unter anderem die Wirkung der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper erforscht. Nach dem frühen Tod seines Vaters hat sich das Leben von Dr. Ben Baak komplett verändert. Er engagiert sich inzwischen direkt für die Gesundheit seiner Mitmenschen. So hat er über 350 erfolgreiche Unternehmer und Persönlichkeiten dabei unterstützt, sowohl ihre Gesundheit als auch ihr persönliches Wohlbefinden und in dem Zusammenhang auch ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln. So profitierten z.B. der Coach und Speaker Bodo Schäfer und der bekannte Fußballprofi Toni Schumacher für alle drei Ebenen, nämlich Körper, Geist und Seele von seinem Know How.

Durch Auftritte in namhaften Unternehmen wie Audi, Jacobs, Sage und Bosch hat Ben Baak dafür gesorgt, dass der bisweilen stressige Berufsalltag von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist. Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit von Führungskräften und Mitarbeitern für mehr Leistungsfähigkeit und ihre Grenzen wird dabei geschärft und damit das Fundament für jeden Erfolg in Beruf und Privatleben gelegt.

Dr. Ben Baak begeistert mit inspirierenden Vorträgen über Bewegung, Ernährung und Motivation sein Publikum. Mit Hilfe des von ihm gemeinsam mit seinem Expertenteam entwickelten 3x3-Systems, das neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt, hilft er Menschen, Sport und gesunde Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Bei allem geht Ben Baak davon aus, dass Gesundheit das Fundament eines jeden Erfolgs ist. Als Speaker begeistert Dr. Ben Baak entweder in Management-Workshops im kleinen Kreis bis zu Seminaren mit mehreren tausend Teilnehmern das Publikum.  Dabei ist er sehr empathisch und stets authentisch. Durch seine ganz persönlich Art fühlen sich sowohl das Publikum, die Kunden als auch die Leserschaft verstanden. Die entwickelten Systeme sind nicht nur innovativ, sondern vor allem wirkungsvoll und im Alltag gut zu integrieren.

Darüber hinaus ist Dr. Ben Baak Autor. So verfasste er primär wissenschaftliche Texte oder verbreitete sein Wissen in persönlichen Coaching-Gesprächen. Als Autor verfasst er Bücher, die für Menschen zur Unterstützung kleiner und wirkungsvoller Veränderungen im Leben dienen. Sein letztes Buch, " Rendezvous mit dem Schweinehund"  unterstützt den Leser, Gesundheitsziele zuverlässig zu verfolgen und zu erreichen. Dr. Ben Baak begleitet den Leser mit einfühlsam vermitteltem Wissen und praktischen Umsetzungstipps zum Rendezvous mit dem eigenen Schweinehund.  Der Leser wird dabei zum Co-Autor und schreibt dabei seine Erfolgsgeschichte.

Kontaktdaten

Dr. Ben Baak
Böttcherstraße 1
28195 Bremen

Tel: +49 421 – 40892604
Email: info@benbaak.de

https://benbaak.de

Show 078: Happy Healthy Aging-Interview mit Dr. Friedrun Pitz

Dr. Friedrun Pitz - Vita

Frau Dr. Pitz begann zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester, die sie wegen Schwangerschaft und weil sie zunächst für ihre Kinder da sein wollte, nicht vollendete. Mit 32 Jahren begann sie ihr Medizinstudium, dem eine Promotion folgte. Später erfüllte sie sich den großen Traum von einer eigenen Praxis.
Dann kam der Schock: Im Dezember 2017 ertastete sie eine knotige Veränderung in der Brust. Kurz vor Weihnachten kam die niederschmetternde Diagnose: Krebs.

Ihre Schwester als Naturheilärztin mit anthroposophischer Ausrichtung riet ihr zu einer hochdosierten Misteltherapie. Frau Dr. Pitz lehnte also sowohl die Chemotherapie, als auch die Bestrahlung ab und begab mich vertrauensvoll in die Hände von erfahrenen Naturheilärzten. Weiterhin stellte sie ihre Ernährung um: Als erstes ketogene Kost, dann zusätzlich Intervallfasten. Gleichzeitig begann sie über Veränderung in ihrem Leben nachzudenken.

Meditation, Selbsthypnose, Verbindung zum Universum, um zu erkennen, was ihr die Krankheit sagen will, ein unumstößlicher Glaube an sich selbst, ihre Fähigkeiten und ihre Vorstellungskraft, das Hawaiianische Vergebungsritual Hoóponopono und tägliche positive Affirmationen bestimmten jetzt ihr Leben.

Nach 28 Jahren Tätigkeit in ihrer eigenen Zahnarztpraxis gibt Frau Dr.Pitz ihre Erfahrungen in ihren Coaching-Programmen weiter. Darin spiegeln sich ihre persönlichen Erfahrungen, jahrelange Recherchen, das Wissen aus vielen besuchten Seminaren, gelungene Selbstversuche und nicht zuletzt ihre Selbstheilung wider.

Es war schon immer ihr Anliegen, Menschen gesund, vital und glücklich zu machen.

"Mein Leben ist bis heute aufregend, spannend und voller genutzter guter Gelegenheiten. Und auch ein bisschen Schicksal" sagt sie selbst, rückblickend auf all die Situationen, die ihr Leben prägten.

Die Erfahrungen von Frau Dr. Pitz spiegeln sich in ihren Büchern wieder:

"Yduna – Erwecke die Göttin in Dir"

"Apollo – Erwecke den Gott in Dir"

Ihre exklusiven Seminare und Workshops sind für Frauen um die 50, die gesünder, glücklicher und dynamischer in die zweite Lebenshälfte gehen wollen. Das sind Frauen, die wissen und fühlen, dass das Leben erst jetzt richtig beginnt! Diese Frauen wollen mehr aus ihren Leben machen – die Welt erkunden und das Universum hilft ihnen beim Umsetzen neuer Herausforderungen.

Frau Dr. Dr. Pitz, möchte gern die Welt kennenlernen, viel reisen und dabei neues entdecken.

Sie ist von der anthroposifischen Lehre Rudolf Steiners sehr angetan und empfiehlt die Bücher:

Die Philosophie der Freiheit 

Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welt

Kontaktdaten

FRIEDRUN PITZ

Im Rausch 14
63457 Hanau

Tel. +49 06181 956223

Mob. +49 160 96780979

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Show 077: Was Darmbakterien mit COVID 19 zu tun haben

Zu unserem Immunsystem gehören einige Faktoren, die jeder für sich spezielle Aufgaben übernehmen. Im Laufe der Evolution und der eigenen körperlichen Entwicklung hat das Immunsystem immer wieder neue Varianten zur Bekämpfung von Krankheitserregern hervorgebracht. Immer, wenn ein mikrobieller Feind unseren Körper bedroht, weiß jedes System in unserem Körper, was es zu tun hat, um die Erreger zu bekämpfen. Da sind zuerst die Bakterien in der Haut oder an den Schleimhäuten die erste Barriere, die ein Eindringling überwinden muss. Wenn es den Eindringlingen jedoch gelingt, weiter einzudringen, z.B. an die Schleimhaut des Verdauungstrakts, z.B. im Mund, Darm oder Magen, sorgen Enzyme des gesunden Systems und Flimmerhärchen und Epithelzellen für einen Abtransport des Feindes. Dieses Zusammenspiel sorgt in unserem Körper für eine erfolgreiche Immunabwehr.

Jedes Jahr im Herbst haben wir es mit immer neuen Grippeerregern zu tun, die unseren Körper schwächen können, wenn wir ihn nicht gut genug auf diese Situation vorbereitet haben. In diesem Zusammenhang ist auch die gegenwärtige Infektionswelle mit dem Coronavirus zu betrachten. Da es ein neuartiges Virus ist, der aber einer bekannten Gruppe an Viren zugeordnet werden kann, steht er  im Interesse der wissenschaftlichen Forschung.

Dabei haben sich Wissenschaftler die Frage gestellt, welche Rolle die Darmflora bei Infektionen u.a. auch bei COVID-19 spielen könnte. Sie konnten vor kurzem zeigen, dass es enge Beziehungen zwischen dem Zustand des Darm-Mikrobioms und der Wahrscheinlichkeit einer Infektion gibt.

In früheren Sendungen hatte ich auch bereits des Öfteren erwähnt, dass Darmbakterien auf eine Reihe von Krankheiten wirken, was auch wissenschaftlich nachgewiesen ist. Solche Belege gibt es für Migräne, Diabetes Typ 1 und 2, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und für Depression. Ein wissenschaftlicher Artikel faßt all jene Forschungen zusammen, für die es einen engeren Bezug zwischen der Gesundheit der Lunge und den Darmbakterien gibt.

Beinahe scheint es absurd, dass es eine Beziehung zwischen dem Darm und Infektionskrankheiten gibt. Dennoch ist es gar nicht so selten, dass in Zusammenhang mit Infektionen, auch bei COVID 19 oft gastrointestinale Symptome beobachtet werden. Verdauungsbeschwerden, einschließlich Durchfall und Erbrechen treten bei etwa 50 % der betroffenen Personen auf. Hinzu kommt, dass auch ein Rezeptor, genannt ACE 2 dazu beiträgt, dass bestimmte Viren sich in der Lunge und im Darm wiederfinden lassen. Einige Autoren legen in der Zeitschrift Virus Research dar, wie das Mikrobiom das Risiko für eine Virusinfektion und auch die Schwere der Erkrankung beeinflussen kann. Das sind zurzeit nur Anhaltspunkte, die einer Bestätigung bedürfen, zeigen aber , wie bestimmte Faktoren zusammenwirken. Deshalb will ich das gern zum Verständnis erläutern.

Zum ersten Mal sprechen die Autoren von einer Darm-Lungen-Achse. Dies beschreibt einen intensiven Informationsaustausch, wie er zwischen Darmflora und Lunge stattfindet. Dabei geht es sowohl um einen Austausch von der Lunge zum Darm und umgekehrt. So gelangen Endotoxine und Metabolite, die im Darm produziert werden durch das Blut in die Lunge. Ähnlich verhält es sich mit Entzündungsprozessen in der Lunge, die den Darm beeinflussen können. Somit ist es auch möglich und wahrscheinlich, dass Viren einen Einfluss auf die Darmflora haben können. So konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden, dass Atemwegsinfekte mit einer Veränderung der Mikrobiom - Zusammensetzung einhergehen.

So betonen die Forscher ebenfalls in mehreren Studien, dass es eine Verbindung zwischen dem Auftreten eines plötzlichen akuten Atemwegssyndroms, wie es u.a. auch bei COVID-19 typisch ist, und der Darmmikrobiota, gibt.

Hinzu kommt, dass jahrzehntelange Forschungen bestätigen, dass das Mikrobiom eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Immunsystems spielt. So helfen Bakterien dem Körper dabei, „Immunzellen auf ihre pro- sowie anti-inflammatorischen Reaktionen abzustimmen. Dadurch kann die Anfälligkeit für verschiedene Erkrankungen beeinflussen werden. Andererseits bedeutet dies, dass eine optimale Zusammensetzung der Darmflora für  das Immungeschehen in der Lunge wichtig ist. So konnten die Wissenschaftler zeigen, dass keimfrei aufgezogene Mäuse, die also keine Bakterien in ihrem Darm hatten, eine reduzierte Abwehr von Krankheitserregern in der Lunge aufwiesen.

Auch die Einnahme von Antibiotika wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. So konnte gezeigt werden, dass die wiederholte Einnahme von Antibiotika mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu Lungenkrebs und anderen Krebsformen führen kann. Das unterstreicht noch einmal die enorme Bedeutung einer funktionierenden Darm-Lungen-Achse. Was den Zusammenhang zu Virusinfektionen, unter auch mit COVID 19 betrifft, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Das steht noch nicht fest.

Für das Infektionsrisiko hat auch die Ernährung eine besondere Rolle. Es hat sich gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Darmflora, einer ballaststoffreichen Ernährung und allergischen Reaktionen in der Lunge gibt. So konnte gezeigt werden, dass die Konzentration an kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs) im Blut anstieg, wenn die vorhandenen Mikroorganismen im Darm anfingen, die Ballaststoffe aus der Nahrung zu metabolisieren. Damit kann man einen schützenden Effekt vor allergischen Entzündungsreaktionen in der Lunge erreichen.

Was COVID 19 anbelangt, konnte gezeigt werden, dass Patienten mit COVID-19 eine deutlich veränderte Darmflora aufweisen. Dagegen hatten Personen, die „nur“ an einer Lungenentzündung erkrankt waren, keine veränderte Darmflora. Aus den ersten Studienergebnissen zur Untersuchung der Darmflora bei COVID 19 Patienten kann geschlussfolgert werden, so die Forscher, dass über die Darmflora, die Schwere der Erkrankung reduziert werden kann.

Die Literatur zu den bisher genannten Fakten, kannst Du in meinen Shownotizen auf meiner Website qdg.com einsehen.

Einige grundsätzliche Bemerkungen zu Thema Darm und Immunität

Wenn man sich fragt, wo sich das Immunsystem befindet, kommt man immer darauf, dass der größte Anteil im Darm angelegt ist. Mit einer Oberfläche von 300 bis 400 m2 ist es unser größtes Abwehrsystem. 80% aller Immunzellen liegen unter der Darmschleimhaut. Damit das Immunsystem über den Darm gut funktioniert, sind drei Faktoren wichtig: eine gesunde Darmschleimhaut, funktionierende Immunzellen und ein intaktes Mikrobiom.

Somit kann eine gestörte Darmflora auch das Immunsystem schwächen. Oder anders herum, ein stabiles Immunsystem hängt wesentlich mit der Funktion des Mikrobioms ab und je stabiler die Darmschleimhaut, desto weniger Chancen haben Keime in den Körperkreislauf vorzudringen.

Schädliche Einflüsse auf unsere Immunsystem haben z.B. eine fett- und zuckerreiche Ernährung, zu wenig Ballaststoffe oder auch Stress.

Für ein stabiles Immunsystem ist die Bakterienbesiedlung des Darms entscheidend. Dies jedoch ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren. So wird schon durch den Geburtsvorgang bestimmt, welche Bakterien sich im Darm ansiedeln. Weiterhin spielen Antibiotikaeinnahmen eine wichtige Rolle und wie schon erwähnt auch die Ernährung. Bei tierischer Ernährung z.B. ist der Darm weniger vielfältig besiedelt als bei pflanzlicher. In diesem Zusammenhang konnte auch festgestellt werden, dass bei Ernährungsumstellung sich auch andere, neue Bakterien im Darm ansiedeln. Beachten muss man dabei auch, dass sich bei zu viel Zucker oder Alkohol eher die „schlechten“ Keime im Darm vermehren.

Die Zusammensetzung und Funktion des Mikrobioms spielt neuen Erkenntnissen zufolge, eine Rolle bei der Entstehung von Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, Asthma, Allergien und anderen Autoimmunerkrankungen. Also kann man durch eine gezielte Veränderung der Darmflora auch die Entstehung und Behandlungen von Krankheiten beeinflussen.

So gelang es zum Beispiel durch Veränderung der Darmbesiedlung mit Bakterien ein Protein zu deaktivieren, dass für die Entwicklung von Diabetes Typ 2 und Fettleibigkeit verantwortlich ist. Damit konnte die Darmbarriere gestärkt werden, die Gewichtszunahme wurde verlangsamt, womit weniger Entzündungen und die Verlangsamung der Diabetes-Entstehung verbunden waren.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Stärkung der Darmflora, der Erhält ihrer Vielfältigkeit sehr wichtig für das Immunsystem sind. Man kann davon ausgehen, dass ein Großteil krankmachender „Angreifer“ durch die Darmflora, die Darmschleimhaut und Immunzellen unter der Darmschleimhaut abgewehrt werden konnten. Wenn jedoch die Barrierefunktion des Darms gestört ist, können die Keime aus dem Darm in den Körper eindringen, Erkrankungen hervorrufen und die allgemeine Abwehrkraft schwächen.

Wie bereits erwähnt hat pflanzliche Nahrung, die reich an kurzkettigen Fettsäuren  ist einen positiven Einfluss auf die Darmflora. Tierische Nahrung hingegen enthält nur wenig kurzkettige Fettsäuren und steht in einem engen Zusammenhang mit immunologischen Erkrankungen.

Mein Tipp ist, noch einmal die Ernährung zu überdenken. Sorge immer dafür, dass der Anteil pflanzlicher Nahrung mit viel kurzkettigen Fettsäuren, ausreichend Ballaststoffen, den Hauptteil deiner Nahrung ausmacht.

Verzichte auch auf Zucker und Alkohol, wo immer es geht. Beides ist ernährungsgeschichtlich in uns nicht vorgesehen und wir brauchen es auch nicht.

Literatur:

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Show 076: Antioxidantien zur Stärkung des Immunsystems

Ich möchte heute darauf eingehen, welche Kombinationen an Antioxidantien wichtig sind, um freie Radikale unschädlich zu machen.

Die erste Frage, die entsteht, wenn ich über dieses Thema spreche ist, ob wir denn wirklich einen Mangel an Antioxidantien haben.

In Deutschland gibt es gute Voraussetzungen, sich gesund zu ernähren. Dennoch müssen wir immer wieder feststellen, dass wir zwar keinen Mangel an Nahrungsmitteln haben und unser Körper dennoch verhungert. Weil die Nahrung in den meisten Fällen nicht die Mikronährstoffe in der Konzentration enthält, die wir benötigen. Und dieser Mangel an Vitalstoffen ist eine wesentliche Ursache für Störung des Immunsystems beim Menschen. Dabei geht es vor allem Dingen um solche Vitalstoffe wie Vitamin C und E, Zink und Selen.

Dass die Ursachen dafür in unserer Umwelt, in unserem Lebensstil und im Stress zu suchen sind, will ich nur kurz genannt haben. Hinzu kommen auch noch Zustände, die den Bedarf an Vitalstoffen erhöhen, wie zum Beispiel Krankheiten oder Leistungssport, die die Funktion der Immunabwehr deutlich einschränken. Diese Zustände bedingen sich gegenseitig und einem circulus vitiosus gleich schaukeln sie sich wechselseitig in die Höhe.

Dabei entwickelt sich ein Defizit an Mikronährstoffen und infolge dessen  erhöht sich die Anzahl an Infektionen und die Anfälligkeit für Begleiterkrankungen.

Besonders betroffen von der Schwächung des Immunsystems sind chronisch kranke Personen, und gerade auch Personen, die schon spezielle Erkrankungen des Immunsystems habe, Sportler und Menschen, die unter starkem Stress leiden sowie alte Menschen. Gezeigt hat sich, dass dieser Personenkreis ein Defizit an einzelnen Mikronährstoffen hat, womit immer wiederkehrende Infektionen einhergehen oder eine Chronifizierung entzündlicher Erkrankungen entsteht.

Es ist beschrieben, dass immungeschwächten Personen eine defizitäre Versorgung mit den Vitaminen C und E sowie den Spurenelementen Zink und Selen aufweisen. Diese Stoffe sind jedoch gute Antioxidantien, sorgen also dafür, dass ein Überschuss an freien Radikalen gebunden wird und damit die Mitochondrien wieder ihre Aufgaben zur Energieproduktion wahrnehmen können. Denn ein langandauerndes Defizit an Mikronährstoffen, senkt die Energieproduktion durch oxidativen Stress, womit weitere Konflikte in den Zellen zu erwarten sind. Insbesondere der Vitalstoffbedarf steigt damit weiter an.

Einige Fakten zu den genannten Vitaminen C und E. Sie gehören zum oxidativen System zusammen mit dem Cofaktor der Glutathionperoxidase (GPx).

So ist Vitamin E wichtig, um ungesättigte Fettsäuren vor oxidativen Prozessen zu schützen. Gemeinsam mit Vitamin C schützt Vitamin E Lipide vor einer Peroxidation, was hauptsächlich in den Zellmembranen der Fall ist. Vitamin C kann darüber hinaus oxidiertes Vitamin E regenerieren. Beide Vitamine sind damit wichtige Bestandteile des körpereigenen Abwehrsystems und gewährleisten eine normale Funktion des Immunsystems.

So wie Vitamin C und E zusammengehören, gibt es auch eine komplementäre Wirkung von Zink und Selen. Bei verschiedenen Risikogruppen, genau die, die ich bereits genannt habe, besteht eine Unterversorgung mit Selen und Zink.

Schauen wir uns etwas genauer an, wie die Unterversorgung mit Vitamin C und E sowie Zink und Selen die Funktion der Leukozyten beeinflusst.

Zunächst Vitamin C

Während einer Erkältungserkrankung sinkt verschiedenen Studien zufolge die Vitamin-C-Konzentration in den Leukozyten und auch im Plasma signifikant. Dadurch kommt es wahrscheinlich zu einer Beeinträchtigung der Fähigkeit der Leukozyten zur Phagozytose , das heißt sie sind nicht in der Lage die Krankheitserreger zu vernichten. Demnach sollte die Einnahme von Vitamin C bei Erkältung einen positiven Effekt haben. Nimmt man zum Beispiel am ersten Tag einer Erkältung 8 g Vitamin C ein, verringert sich die Erkältungsdauer deutlich im Vergleich zu einer Einnahme von nur 4 g. Das hat man schon in den 70iger Jahren des vorigen Jahrhunderts herausgefunden. Auch die Einnahme von Vitamin C in einer Menge von 3g über die ersten 5 Tage der Erkältung führt zu einer Reduktion der Krankheitsdauer.

Neben Erkältungen beeinflusst Vitamin C auch andere Infekte. So die Infektion mit Helicobacter-pylori. Dieser Effekt ist dosisabhängig. In einer Studie wurde gezeigt, dass eine fünfjährige Supplementierung mit 50 beziehungsweise 500 mg Vitamin C bei Patienten mit chronischer Gastritis zu einem milderen Krankheitsverlauf führt. Besonders ältere Menschen sind auf eine Optimierung ihrer Nährstoffzufuhr angewiesen, da sie eine verminderte Stoffwechselaktivität und Energieaufnahme haben. Besonders trifft dies auf Vitamin C zu. So ist die Plasmakonzentration an Vitamin C bei geriatrischen Patienten nur halb so hoch wie in der deutschen Gesamtbevölkerung. Hinzu kommt die hohe Anzahl an Medikamenten, die ältere Menschen einnehmen. Dadurch wird die Vitaminmangelsituation noch verschärft.

Kommen wir zu Vitamin E.

Eine Unterversorgung an Vitamin E setzt die Immunität herab. Bedingt ist dies durch die gesteigerte Produktion von Prostaglandin E2, das sowohl die humorale als auch die zelluläre Immunität vermindert. Besonders ältere Menschen, immungeschwächte Erwachsene mit Aids, rheumatoider Arthritis oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen weisen ebenfalls erniedrigte Vitamin-E-Blutwerte auf. Wenn man also die Funktion des Immunsystems aufrecht erhalten will, ist eine erhöhte Aufnahme von Vitamin E erforderlich. Die Gabe von 400 IU Vitamin E steigert die Phagozytoserate der Zellen, das heißt, Krankheitserreger werden dadurch vernichtet. Jedoch wurde dabei auch die bakterizide Aktivität gesenkt, so dass es wichtig ist, hier einen Kompromiss in der Dosierung zu finden. Eine andere Studie mit jungen Männern hingegen zeigte, dass nach täglicher Einnahme von 300 mg Vitamin E über 3 Wochen die bakterizide Aktivität zunahm, jedoch hatte das keinen Einfluß auf die Immunantwort. Offensichtlich wird die Wirkung von Vitamin E auf das Immunsystem durch das Alter mit beeinflusst.

Generell konnte jedoch in den Studien gezeigt werden, dass Vitamin E zusätzlich zu seiner Wirkung auf die zellvermittelte Immunantwort entzündlicher Prozesse und die Akut-Phase-Reaktion günstig beeinflussen kann.

Einige Worte zu Zink

Zink hat vor allem für das Immunsystem eine große Bedeutung. Es hat jedoch auch eine Bedeutung für das Wachstum und die Entwicklung des Organismus. Unter anderem funktionieren der Energiestoffwechsel, Proteinauf- und -abbau, die Nukleinsäure-Biosynthese, der CO2-Transport und die Stabilisierung von Proteinen nicht ohne Beteiligung von Zink. Auch freie Radikale werden durch Zink abgebaut. Und letztendlich führt eine Unterversorgung mit Zink zu einer höheren Empfindlichkeit des Organismus gegenüber verschiedenen Krankheitserregern.

Die Beeinträchtigung der Immunabwehr durch Unterversorgung mit Zink erfolgt über eine geschwächte Lymphozytenreifung und Zytokinproduktion. Zinkmangel trägt auch zum Anstieg freier Radikale bei. Zinkmangel führt so dazu, dass die Makrophagen nicht mehr ausreichend Parasiten vernichten. Die Produktion von Antikörper-produzierenden Zellen, T-Helferzellen und die Aktivität natürlicher Killerzellen werden dabei vermindert. Somit reduziert sich die Abwehr gegen verschiedene Infektionskrankheiten.

Und wiederum sind es besonders ältere Menschen und Personen mit einem ohnehin geschwächten Immunsystem, wie Aids – Patienten, die unter Zinkmangel leiden und damit ein schon geschwächtes Immunsystem weiter geschwächt wird.

Eine unzureichende Versorgung mit Zink beruht zum einen auf einem erhöhten Verbrauch, einer verminderten Aufnahme oder auf einer erhöhten Ausscheidung.

Kommen wir zum letzten Spurenelement, dem Selen.

Selen ist unbedingt erforderlich, also essenziell für den Schutz der Zellen und Gewebe vor oxidativen Schäden, für die normale Funktion des Immunsystems sowie für den Schutz vor verschiedenen Tumorarten.  Die Supplementierung von Selen führt bei Tumorpatienten dazu, dass T-Lymphozyten und natürliche Killerzellen verstärkt gebildet und aktiviert werden. Die Aktivierung des Immunsystems ist vor allem im Alter abgeschwächt. Deshalb spielt auch hier die Supplementierung mit Selen eine wichtige Rolle.

Selen hat ebenfalls eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Es hemmt die Produktion freier Radikale und reaktiver Sauerstoffspezies sowie die Entzündungsmediatoren. In Anwesenheit von Vitamin E wird die Wirkung von Selen zusätzlich verstärkt. Der Vitamin-E-Spiegel wie auch der Selen-Spiegel im Blut sinken mit zunehmendem Alter (57).

Die unzureichender Selenversorgung begünstigt chronisch entzündliche Erkrankungen, die wiederum den Selenverbrauch steigern. Personen mit Störungen des Immunsystems und damit einhergehenden chronischen oder auch akuten Erkrankungen haben zumeist Selendefizite. Es zeigt sich auch, dass besonders bei Aids eine Korrelation zwischen niedrigem Selenstatus und der Schwere des Krankheitsbildes besteht.

Somit kann die Supplementierung mit Selen das Immunsystem stark stimulieren. Dabei wird auch die altersabhängige Reduktion der Immunantwort bei älteren Menschen aufgehalten.

Wie diese kurze Darstellung zeigt wirken die Vitamine C und E sowie die Spurenelemente Zink und Selen direkt auf das Immunsystem.

Deshalb ist bei Unterversorgungen, die durch unterkalorische oder einseitige Ernährung entstehen können, oder auch bei erhöhtem Bedarf infolge chronischer oder akuter Erkrankungen eine Supplementierung sinnvoll. Besonders bei immungeschwächten älteren Personen und chronisch Kranken kann man dies empfehlen. In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass Menschen mit krankheitsbedingter Immunschwäche Defizite in der Versorgung mit  Vitamine C, E sowie Zink und Selen haben. Wenn diese Defizite durch eine entsprechende Supplementierung kompensiert werden, wirkt sich das günstig auf die Immunfunktion aus.

Show 075: Die Polizei in unserem Körper


Das Immunsystem selbst ist ein kompliziertes Netzwerk, das sich durch ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen Zellen, Signalstoffen und Geweben auszeichnet.

So ist es schon interessant festzustellen, dass die körpereigene Abwehr auf unterschiedlichen Ebenen in unserem Körper abläuft. Sie beginnt faktisch schon damit, dass einige Erreger bereits im Mundraum durch Speichel und Schleimhäute abgefangen werden. Dringen die Krankheitserreger jedoch weiter in den Körper vor, stellen sich den Erregern spezialisierte Abwehrzellen entgegen und bekämpfen sie. Die Immunabwehr unterscheidet dabei eine unspezifische oder eine spezifische Abwehr.

Die unspezifische Abwehr wird durch eine Vielzahl von äußeren Barrieren gebildet, die so etwas wie einen natürlichen Schutzwall gegenüber Erregern und Fremdstoffen darstellen. Dazu zählen zum Beispiel die Haut, Schleimhäute, die Flüssigkeit der Augen, der Urin, die Magensäure und wie schon erwähnt der Speichel. Um ein Beispiel zu nennen. Die Tränenflüssigkeit und der Speichel enthalten ein Enzym, genannt Lysozym, das die Zellwand verschiedener Mikroorganismen zerstören kann und damit verhindert, dass diese weiter in den Körper gelangen.

Die unspezifische Abwehr hat jedoch noch andere Bestandteile: Dazu gehören weiter bestimmte Signalstoffe und Zellen, wie z.B. bestimmte weißen Blutkörperchen, den sogenannten Fresszellen, die sich in der Blutbahn oder im Lymphsystem befinden.

In Zusammenhang mit der unspezifischen Abwehr spricht man auch vom angeborenen Immunsystem.

Und dann haben wir es noch mit dem spezifischen Abwehrsystem zu tun. Dieses kommt zum Zuge, wenn die unspezifische Abwehr überfordert ist. Das spezifische Abwehrsystem wirkt spezifisch gegen, ich nenne das in Anführungsstrichen, „bekannte Erreger“. Die Wirkung basiert darauf, dass die Zellen dieses Abwehrsystems schon einmal Kontakt mit dem Erreger hatten und sich an ihn erinnern können. Das spezifische Immunsystem ist dadurch in der Lage, bei einem erneuten Befall mit dem gleichen Erreger schnell und effektiv zu handeln. Diese Fähigkeit vervollkommnet sich während der Entwicklung vom Kleinstkind bis in das Erwachsenenalter

Im Wesentlichen sind es zwei Zelltypen des spezifischen Immunsystems, die zur Abwehr bereitstehen. Das sind die B-Lymphozyten und die T-Lymphozyten. Beide Zellen gehören zur Gruppe der weißen Blutkörperchen, zu denen auch Zellen der unspezifischen Abwehr zählen. Noch einen Satz hierzu, weil in Zusammenhang mit dem körperlichen Abwehrsystem Antikörper eine große Rolle spielen. Diese stellen ein wichtiges Mittel im Rahmen der spezifischen Abwehr dar. Sie sind von Bedeutung für die Kommunikation zwischen den Abwehrzellen und zur Bekämpfung der Erreger.

Dank der spezifischen Abwehr erkranken wir in unserem Leben an manchen Infektionskrankheiten nur einmal, dann sind wir gegen sie immun.

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass unser Immunsystem neben der Abwehr von Erregern und Fremdstoffen weitere Aufgaben hat. Das sind konkret:

  • Die Kontrolle der körpereigenen und „ungefährlichen“ Mikroorganismen im Darm
  • Die Tumorabwehr sowie die Wundheilung

Ich möchte in der heutigen Episode etwas konkreter auf die Leukozyten eingehen. Das sind die weißen Blutkörperchen, unsere Körperpolizei.

Ihre Hauptaufgabe besteht, einfach ausgedrückt darin, den Körper vor fremden Stoffen und schädlichen Substanzen zu schützen. Im Gegensatz zu den Erythrozyten sind Leukozyten kernhaltige Zellen im Blut und sie haben keinen Blutfarbstoff, daher auch der Name weiße Blutkörperchen.

Wie Du aus meinen bisherigen Aussagen gesehen hast, unterteilen sich die Leukozyten in mehrere Untergruppen je nach Aufgabe. Ich nenne hier nur die Grobeinteilung, weil alles andere schon sehr speziell ist.

Das sind die Granulozyten, die allein schon 6 Untergruppen haben, dann folgen die Lymphozyten mit den bereits erwähnten B- und T-Lymphozyten und die Monozyten. Wenn der Arzt ein Differentialblutbild von Dir erstellt, findest Du dort die gesamte Palette der Leukozyten.

Wie die anderen Blutzellen auch, werden die Leukozyten unter normalen Bedingungen im Knochenmark gebildet, von wo aus sie in den Blutstrom gelangen. Die verschiedenen Leukozyten unterscheiden sich in ihrem Aussehen und ihrer Größe. Wichtig ist, dass sie im Gegensatz zu den roten Blutzellen aktiv aus dem Blutstrom in die Zellgewebe einwandern können, wodurch die Abwehrmechanismen überhaupt erst möglich werden.

Die Aufgaben möchte ich kurz zusammenfassen: Sie sollen zuallererst körpereigene und körperfremde Strukturen erkennen, sie bilden Antikörper und sie vernichten Krankheitserreger und körpereigene Abbauprodukte. Die Vernichtung von Krankheitserregern nenn man auch Phagozytose.

Dabei haben die einzelnen Leukozyten-Subgruppen im komplexen Prozess der Immunabwehr sehr spezialisierte Aufgaben, die ich jetzt nicht näher beschreiben möchte.

Zur Beurteilung des Zustands der körperlichen Abwehr ist es wichtig die Leukozytenzahl zu bestimmen. Bei gesunden Menschen liegt dieser Wert zwischen 4.000 - 10.000 Zellen/µl. Je nachdem, wie dieser Wert von dieser Norm abweicht, unterscheidet man zwischen einer Leukopenie bei verminderter Leukozytenzahl und Leukozytose bei erhöhter Leukozytenzahl.

  1. Nourshargh S, Alon R: Leukocyte migration into inflamed tissues. Immunity. 2014 Nov 20;41(5):694-707. doi: 10.1016/j.immuni.2014.10.008. Epub 2014 Nov 20.

Für die Beurteilung eines Krankheitsgeschehens ist es wichtig auch die verschiedenen Subgruppen der Leukozyten zu untersuchen. Diese Untersuchung gibt Aufschluss darüber, was konkret im Körper los ist, hilft die Ursachen zu finden und entsprechende Therapiemöglichkeiten abzuwägen.

Deshalb einige Worte zu den Granulozyten. Sie werden ebenfalls im Knochenmark gebildet. Sie greifen Krankheitserreger an und sind erhöht bei Infektionen, Vergiftungen und Allergien. Ohne auf deren Subgruppen weiter einzugehen gilt, dass die Abwehrbereitschaft des Körpers herabgesetzt ist, wenn die Granulozytenzahl erniedrigt ist. Dann besteht erhöhte Infektgefahr.

Auch die Lymphozyten sind eine Untergruppe der Leukozyten. Dabei haben sie insbesondere die Aufgabe Fremdstoffe von Infektionserregern abzuwehren. Auch sind sie aktiv, wenn sich körpereigene Zellen verändern, z.B. wenn sich Tumorzellen bilden. Im Unterschied zu den anderen Abwehrzellen entstammen die Lymphozyten zwar aus dem Knochenmark, jedoch werden sie erst in den Lymphknoten, der Milz und anderen lymphatischen Organen differenziert. Sie gelangen danach über die Lymphgefäße ins Blut und von dort in andere Gewebe.

Da ich die B- und T- Lymphozyten bereits erwähnt hatte, hier der Unterschied zwischen beiden:

B-Lymphozyten reifen im Mukosa-assoziiertes lymphatisches Gewebe, also im Schleimhautgewebe  und in den Lymphknoten heran. Sie produzieren spezifische Antikörper gegen fremde Antigene.

T-Lymphozyten reifen im Thymus heran und erkennen direkt fremde Zellen.

Lymphozyten können sowohl erhöht als auch erniedrigt sein. Eine pathologische Erhöhung der Lymphozyten nennt man Lymphozytose, eine pathologische Verminderung Lymphopenie.

Die dritte Gruppe der Leukozyten besteht aus den Monozyten. Sie sind relativ große Zellen. Wenn sie das zirkulierende Blut verlassen, entwickeln sich aus ihnen gewebetypische Makrophagen, also Riesenfresszellen. Sie gehören zum sogenannten Mononukleär-phagozytärem System, das Teil des Immunsystems ist. Es repräsentiert damit die Gesamtheit aller Körperzellen, die zur Phagozytose, also zur Unschädlichmachung von Fremdstoffen sowie zur  Speicherung von Stoffen bzw. Partikeln befähigt sind.

Wann sind nun aber die Leukozyten erhöht und warum.

Eine erhöhte Anzahl von Leukozyten im Blut ist meistens Ausdruck einer Infektion beziehungsweise einer entzündlichen Erkrankung. Das bedeutet, dass wenn Krankheitserreger in unseren Körper eindringen, wird das Immunsystem angeregt, im Knochenmark die Bildung und Freisetzung weißer Blutkörperchen zu stimulieren. Durch diesen Prozess hat man dann genügend Zellen zur Immunabwehr zur Verfügung.

Leider gibt es auch manchmal die Situation, dass aufgrund eines DNA-defektes das Knochenmark falsche Informationen erhält und dann ungehindert weiße Blutzellen produziert, auch wenn keine Entzündung vorliegt. Das ist der Fall, wenn Ärzte von Blutkrebs sprechen, man nennt dies auch  „myeloproliferative Neoplasien“. Eine bösartige Ursache als Grund der Vermehrung der weißen Blutkörperchen wird Leukämie genannt. Hier gibt es verschiedene Untergruppen. Manche davon müssen sofort mit einer intensiven Chemotherapie im Krankenhaus behandelt werden. Ein Großteil der Leukämien hat jedoch einen chronischen Verlauf und wird ambulant behandelt oder im Fall der chronischen lymphatischen Leukämie bei fehlenden Beschwerden gar nur beobachtet.

Die vermehrte Produktion von Blutzellen begründet eine weitere Gefahr. Wenn nämlich die Zahl der Blutkörperchen eine gewisse Grenze überschreitet, kann es zu Thrombosen und Schlaganfälle kommen. Oft ist die erhöhte Zahl an Blutplättchen, also Thrombozyten, ein Hinweis auf ein Tumorgeschehen durch vermehrte Bildung von Leukozyten im Knochenmark.

Ist die Leukozytenzahl aufgrund einer Erhöhung der Granulozyten zurückzuführen, deutet dies auf eine bakterielle Entzündung hin. Es kann sich auch eine rheumatische Erkrankung dahinter verbergen. Auch Raucher können erhöhte Granulozytenwerte haben.

Die Ursache für Leukozytenzahlen unterhalb der Norm können durch einen Mangel an Vitamin B12, Folsäure oder Eisen bedingt sein, oder aber auch durch eine akute Virusinfektion. Ergibt sich keine Erklärung für die Veränderungen im weißen Blutbild durch eine andere Erkrankung, so begibt sich der Hämatologe auf die Suche nach einer Bluterkrankung.

Die Bandbreite der Veränderungen der weißen Blutkörperchen ist also sehr groß. Die Therapie kann von einer Vitamin B12-Spritze bis zu einer Chemotherapie reichen!

Die Leukozytenzahl im Blut wird bestimmt beim Verdacht auf eine Infektionskrankheit. Bakterielle Infektionen sind eine der häufigsten Ursachen für einen Anstieg der Leukozyten ("Leukozytose"). Es kommt auch vor, dass bestimmte Viruserkrankungen wie Masern oder Grippe auch zu einem Abfall der Leukozyten führen ("Leukopenie")können. Die Gründe für Veränderungen der Leukozytenzahl im Blut sind also äußerst vielfältig.

Erhöhte Leukozytenzahlen können zum Beispiel Ausdruck von Entzündungen sein. Wenn jedoch eine Therapie durchgeführt, die eine Immunsuppression zum Ziel hat, wie zum Beispiel bei Transplantationen ist die Leukozytenzahl erniedrigt. Ähnlich ist es bei Chemotherapie oder bei viralen Erkrankungen. Bei Werten unter 2000 besteht eine Infektionsgefahr.

Die Frage ist, was kann ich selbst tun, um die Veränderung der Leukozytenzahl zu verhindern. Dies ist gleichbedeutend mit der Frage, wie man das Immunsystem stärken kann.

Dazu habe ich schon einige Episoden publiziert. Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal zwei Dinge. Erstens ist es immer wichtig, seine Mitochondrien zu stärken. Das sind die Energie-Booster in unserem Körper. Sie produzieren die Energie, die wir für alle Stoffwechselvorgänge benötigen, auch für ein starkes Immunsystem. Neben guter Ernährung, Vermeidung von Stress, moderater Bewegung, kannst Du diese Prozesse durch die Einnahme von Substanzen stärken, die für die Energieproduktion enorm wichtig sind. Und das sind Coenzym Q 10, die Schlüsselsubstanz im Energiestoffwechsel, Magnesium, das an der Herstellung von über 300 Enzymen beteiligt ist, Vitamin D3, Vitamin B12, das auch wichtig ist damit die Leukozytenzahl sich nicht erniedrigt. An dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, wie wichtig Vitamin C ist, um Infekte zu verhindern. Hör die dafür noch einmal die Sendung über Vitamin C an.

Bonus: Mitochondrien-Dein Energie-Booster

Das ist ein Interview, das Melanie Thormann mit mir geführt hat.

Show 074: Wechselwirkung einiger Arzneimittel mit Nahrungsergänzungsmitteln

Generell hört man ja heute in der Presse sehr oft, dass Nahrungsergänzungsmittel schaden können. Das Thema wird zur Zeit so sehr strapaziert, ich deute dies als einen Weg, Mikronährstoffe zu verunglimpfen, um Medikamente der Pharmariesen akzeptabler für die breite Masse zu machen. Wahr ist, dass Mikronährstoffe die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflussen können. Und das in beide Richtungen, also die Wirkung kann verstärkt werden, das führt dazu, dass die Dosis des Medikamentes reduziert werden kann. Das ist natürlich eine hervorragende Eigenschaft. Selten kann die Wirkung der Medikamente abgeschwächt werden und häufig kommt es dazu, dass Medikamente einen Mangel an Mikronährstoffen hervorrufen.  Hier ist das Wissen darüber sehr wichtig, weil dann entsprechend mit Mikronährstoffen supplementiert werden muss.

Kommen wir zunächst zu den Antazida. Das sind säurebindende Mittel, die wegen einer Übersäuerung des Magens eingenommen werden. Ein übersäuerter Magen führt zu Folgeerscheinungen wie Sodbrennen, saurem Aufstoßen sowie säurebedingten (peptischen) Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt. Die Therapie mit Antazida ist hier symptomatisch, weil nicht die Ursachen der vermehrten Säureproduktion behandelt werden, sondern nur ihre Auswirkungen. Die Wirkung der säurebindenden Mittel setzt schnell nach wenigen Minuten ein, hält jedoch nur zwei bis drei Stunden an. Beispiele für solche Präparate sind Magaldrat- und Hydrotalcit-haltige Präparate, die eine hohe Säurebindungskapazität haben.

Solche Präparate sollten stets in zeitlichem Abstand zur Nahrungsaufnahme eingenommen werden, da auch die Nahrung oft säurebindende Eigenschaften hat. Bewährt hat sich die Einnahme ca.2 h nach dem Essen oder unmittelbar vor dem Schlafengehen. Was ist zu beachten? Die meisten Wirkstoffe von säurebindenden Präparaten enthalten Mineralstoffe, z.B. Calciumcarbonat, Mg(OH)3,Natriumhydrogencarbonat, Kaliumhydrogencarbonat, Al(OH)3, Magnesiumtrisilikat und andere.

Wenn man Säurebinder einnimmt, wird durch deren alkalischen Charakter die überschüssige Salzsäure des Magens neutralisiert. Die natriumhaltigen Verbindungen der Antazida werden vom Körper vollständig aufgenommen. Das kann bei Neigung zu Bluthochdruck zu einer zusätzlichen Zunahme des RR sorgen. Solche Patienten sollte darauf achten, keine natriumhaltigen Antazida über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Hinzu kommt, dass bei Verwendung von Natriumhydrogencarbonat Kohlensäure entsteht, was zu Blähungen führen kann. Deshalb eignen sich Aluminium- und Magnesiumverbindungen besser, um die Säure zu binden. Diese Verbindungen führen nicht zu Blähungen und Aluminium besitzt darüber hinaus eine schleimhautschützende Wirkung.

Veränderungen des Mineralhaushaltes sollten bei längerer Anwendung von säurebindenden Mitteln in jedem Fall beachtet werden. Das aufgenommene Magnesium kann zum Beispiel zu Durchfall führen.

Sollten Aluminium und Magnesiumhydroxid-haltige Antazida über einen längeren Zeitraum eingenommen werden können auch Störungen im Knochenstoffwechsel entstehen.

Bei häufiger Einnahme von Antazida empfiehlt sich die regelmäßige Supplementierung eines Multivitamin-Mineralstoff-Präparates mit Eisen, Zink, Vitamin B1, B6, B12, Vitamin D und Folsäure. Diese Supplemente sollten mindestens 2h nach Einnahme der Antazida erfolgen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Zitronensäure die Resorption von Aluminiumionen erhöht. Das könnte zu toxischen Effekten im ZNS führen. Deshalb sollte zwischen der Einnahme eines aluminiumhaltigen Antazidums und säurehaltigen Brausetabletten (z.B. Calciumzitrat) mindestens ein 2-stündiger Einnahmeabstand eingehalten werden.

Ein bekanntes Antazidum ist auch Cemitidin, enthalten in Tagamed. Dieses Präparat stört den Stoffwechsel von Vitamin D. Deshalb ist die längerfristige Einnahme von Cemitidin ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Osteoporose.

Die Gruppe der H2-Blocker stört zudem auch noch die Resorption von Zink

Generell empfiehlt sich bei häufiger Einnahme von Antazida die regelmäßige Supplementierung mit Eisen, Zink, Vitamin B6, B12, Vitamin D und Folsäure.

Manchmal ist es wegen der Einnahme anderer Arzneimittel nötig Säureblocker einzunehmen. Generell rate ich jedoch davon ab. Bei einem Reflux kann Dir auch helfen, ausreichend Wasser zu trinken. Damit wird die Säure im Magen verdünnt und die Beschwerden lassen nach. Außerdem solltest Du Deine Ernährung so umstellen, dass sie überwiegend basisch ist. Dann vermeidest Du Symptome, die dich veranlassen, Antazida einzunehmen.

Kommen wir zu einem weiteren häufig eingenommenen Arzneimittel. Das sind Statine, die von vielen Ärzten zur Senkung des Chlesterinspiegels verordnet werden. Ich mache kein Hehl daraus, dass ich diese Therapie ablehne, weil das Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht stimmt. Wenn Du dennoch nicht auf die Statine verzichten möchtest, weil dein Arzt hat sich etwas dabei gedacht hat, bedenke wenigsten, dass Statine den Spiegel der wichtigen Substanz Coenzym Q 10 senken. Das liegt daran, dass Cholesterin und Coenzym Q 10 in der Leber den gleichen Syntheseweg haben. Wenn ich also mit einem Statin die Cholesterin-Synthese bremse, geschieht das mit Q 10 auch.

Wozu brauchst Du Q 10? Coenzym Q 10 ist die Schlüsselsubstanz für die Energieproduktion in den Mitochondrien. Ohne Q 10 wird auf Dauer die Energieproduktion stark gebremst. Das ist eine Ursache für die Entstehung vieler Krankheiten. Darunter Herzerkrankungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Hautprobleme, Stress, Burnout und vielen anderen. Schau Dir dazu noch einmal meine Sendung über Q 10 an. Da erfährst Du alles, was Du darüber wissen musst.

In Deutschland gibt es sehr viele Diabetiker. Sehr viel von Ihnen sind bereits insulinpflichtig. Das werden sie, obwohl sie schon Jahre vorher gut mit anderen Arzneimitteln, unter anderem Metformin eingestellt sind. Dennoch sei die Frage erlaubt, warum sich der Zustand verschlechtert, obwohl es Medikamente gibt. Die Antwort könnte sein, dass Metformin zwar hilft den Insulinspiegel zu regulieren, andererseits aber ein Defizit an bestimmten Mikronährstoffen entsteht, was schließlich zu einer Einschränkung der Energieproduktion führt. Wenn die Energieproduktion in den Zellen behindert ist, kommt es zur weiteren Verschlechterung der Krankheit, was sich darin ausdrückt, dass man die Dosis des Metformins solange erhöht, bis der Patient dann insulinpflichtig ist. Nun fragst Du sicherlich, welch Mikronährstoffe ein Diabetiker braucht, damit dieser Prozess gebremst wird.

Das will ich Dir gerne sagen:

Das sind die natürlicherweise im Körper vorkommenden Nahrungsergänzungsmittel: Ubiquinon Q10, Vitamin C, Vitamin B2, B6, B12, Biotin, Folsäure, Vitamin E, Magnesium, Selen und Zink.

Alles Substanzen, die durch die Einnahme von Metformin im Körper reduziert werden und dann nicht mehr für die Energieproduktion und andere Stoffwechselprozesse zur Verfügung stehen.

Speziell für die Energieproduktion wichtig sind Ubiquinon Q 10, also die reduzierte Form von Coenzym Q 10, Vitamin B2, B6, B12, Folsäure, Biotin und Selen.

Das ist also eine ziemlich große Palette an Mikronährstoffen, die man einnehmen sollte, wenn man Metformin einnimmt. Deshalb schau bitte, dass Du ein Kombipräparat hoher Qualität einnimmst, das schon einen Großteil an Präparaten in der richtigen Dosierung enthält. Du kannst diese finden indem Du nach Arznei-Ergänzungsstoffen googelst.

Eine weitere Gruppe an Arzneimitteln, die noch relativ häufig verschrieben werden, sind Antibiotika. Zum Glück ist die Tendenz abnehmend, aber in Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen haben sie nach wie vor eine große Bedeutung. Dabei muss man immer beachten, dass Antibiotika Bakterien tötende Präparate sind. Sie können für spezielle lebende Zellen schädlich sein, weil sie lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge oder die Vermehrung blockieren können. Im Wesentlichen werden Antibiotika für die Bekämpfung von Infektionen verwendet.

Einige Antibiotika kommen auch zur Tumorbehandlung zum Einsatz, weil sie auch für krebsartig veränderte körpereigene menschliche Zellen schädlich sind. Die Palette an Antibiotika ist groß, deshalb will ich auch nicht ins Detail gehen. Allen gemeinsam ist, dass sie Bakterien abtöten, leider nicht nur die schädlichen. Das heißt, auch die guten, ich setze das in Anführungsstriche, Bakterien werden reduziert.

Hinzu kommt, dass die zu bekämpfenden Krankheitserreger schlau sind und ständig neue Abwehrstrategien gegen Antibiotika entwickeln. Dadurch kann es zu Resistenzen kommen. Es gibt nur wenige Antibiotika, die nicht auf den ganzen Körper wirken. Das sind die sogenannten Lokalantibiotika, die bei oberflächlichen Infektionen auf der Haut oder den Schleimhäuten eingesetzt werden.

Ich will hoffen, dass die Zeit des offensiven Umgangs mit Antibiotika vorbei ist, denn in der Vergangenheit wurde in Zusammenhang mit der großzügigen Verordnung von Antibiotika einige Probleme hervorgerufen.

So konnte zum Beispiel festgestellt werden, dass trotz Verordnung von Antibiotika Mittelohrentzündungen bei Kindern nicht weniger, sondern mehr wurden. Studien hierzu gibt es leider nicht. Weiterhin gibt es Beobachtungen, die zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der vermehrten Antibiotikagabe und dem Syndrom der Hyperaktivität bei Kindern geben könnte. Du merkst ich drücke es vorsichtig aus, weil es keine Studien darüber gibt.

Was ist neben der Entwicklung von Resistenzen das wirkliche Problem bei Antibiotika-Verordnungen. Ich deutete schon an, dass Antibiotika nicht zwischen guten und bösen Bakterien unterscheiden können. So kommt es dazu, dass nach mehreren Antibiotika-Therapien die Darmflora gestört ist. Dann ist verschiedenen Pilzen und Hefeformen Tür und Tor geöffnet, das heißt sie siedeln sich im Darm an und vermehren sich. Sie produzieren Gifte und zerstören T-Lymphozyten, die für die körpereigene Immunabwehr benötigt werden.

Durch die Schwächung der Immunabwehr treten weitere Probleme auf. Neben Magen- Darmgeschichten kann es zu gravierenden Hormonstörungen, Allergien, Schuppenflechte oder Multiple Sklerose kommen. Aber auch die Entwicklung von Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Reizdarm und Krebsleiden werden in diesem Zusammenhang diskutiert.

Um diese Prozesse zu verhindern wurden entsprechende Probiotika entwickelt, die bei Antibiotika- Einnahme als Ergänzung eingenommen werden sollten, um die Darmflora zu schützen. Solche Präparate sind zum Beispiel Omni-BiotiC 10, Darmflora Plus, die man immer bei der Einnahme von Antibiotika zusätzlich einnehmen sollte.

Show 073: Wie gefährlich sind Arzneimittelwechselwirkungen

Angesichts der Tatsache, dass es immer mehr Menschen mit chronischen Krankheiten gibt, wächst auch die Anzahl der Menschen, die mehrere Medikamente täglich einnehmen müssen - alles ärztlich verordnet. Hinzu kommen dann noch die Präparate, die man sich selbst verordnet, mal ein Schmerzmittel zusätzlich, etwas gegen den Schnupfen oder gegen das Halsweh, wo man nicht auch noch zum Arzt gehen möchte, weil man dort schon jeden Monat ist. Das ist bei chronisch kranken Menschen die Regel.

Im Schnitt ist jeder 4. Patient von Polypharmazie betroffen, das heißt sie bekommen mehr als 3 ärztlich verordnete Wirkstoffe. Dabei ist es noch viel schlimmer. Ein Viertel aller Patienten, die ins Krankenhaus kommen, haben am Tag der Krankenhausaufnahme mehr als 5 verordnete Wirkstoffe. In der Gruppe der über 65- Jährigen Patienten sind es sogar mehr als 40 %, die mindestens 5 Wirkstoffe erhalten.

Ältere Menschen behalten den Überblick über ihre Verordnungen nur mit Hilfe ihrer Tablettenbox, die sie täglich für morgens, mittags und abends füllen. Unter den vielen Medikamenten, die einsortiert werde, befinden sich häufig Blutdrucksenker, Arzneimittel gegen hohe Cholesterinwerte, Diabetes und etliche andere Beschwerden.

Es ist dabei nicht leicht, die gegenseitigen Wechselwirkungen der Medikamente abzuschätzen. Hinzu kommt, dass auch oft der Hausarzt nicht weiß, was der Facharztkollege verordnet hat. Das ist das eine Problem, aber auch die Wechselwirkungen an sich können bei immer größer werdenden Arzneimittelarten nicht mehr überblickt werden. So kann die Wirksamkeit einzelner Medikamente durch andere verstärkt oder abgeschwächt werden. Weiterhin kann es auch zu unvorhersehbaren und bedrohlichen Effekten kommen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können. Experten schätzen, dass in Deutschland jedes Jahr bis zu 30.000 Menschen durch Nebenwirkungen sterben, die auf eine Multimedikation zurückzuführen sind, 10 Mal mehr als jährlich durch Unfälle im Straßenverkehr zu Tode kommen.

Vermeidbar wären viele dieser Fälle, wenn alle an der Therapie beteiligten Ärzte einen Überblick über die eingenommenen Medikamente hätten. Nur dann kann man ungünstige Arzneimittelkombinationen frühzeitig entdecken, und entsprechend reagieren. Gegenwärtig ist das jedoch noch eine Wunschvorstellung. Häufig weiß der Hausarzt nicht, was die Fachärzte verordnet haben und umgekehrt gilt das auch. Wenn der Patient nicht selbst den Überblick behält und die Ärzte informiert, sieht es schlecht aus. Doch auch den Patienten selbst, die viele Medikamente einnehmen, fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Hinzu kommt auch der nicht optimale Informationsfluss zwischen Krankenhäusern und ambulant tätigen Ärzten.

So stellt der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Christian Straub, fest: „In Jahrzehnten ist es nicht gelungen, die Versorgung über die Sektorengrenzen hinweg besser zu organisieren.“ Gravierende Informationslücken zwischen dem stationären und ambulanten Bereich gefährden Millionen von Polypharmazie-Patienten. 29 Prozent der 2900 über 65-jährigen befragten Polypharmazie-Patienten des Arzneimittelreports hatten bei der Aufnahme in ein Krankenhaus keinen bundeseinheitlichen Medikationsplan, der eigentlich Informationsverluste zwischen Ärzten verhindern soll. Seit 2016 hat jeder Patient, der mehr als drei Medikamente regelmäßig einnimmt, Anspruch auf einen solchen standardisierten Plan. 17 Prozent hatten überhaupt keine Aufstellung ihrer aktuell eingenommenen Medikamente. „Es ist unverständlich, dass die Aufnahme in ein Krankenhaus als millionenfacher Prozess so fehleranfällig ist“, sagt Straub.

Apotheker bemerken auch oft, dass ständig Medikamente kombiniert werden, die nicht zueinanderpassen. Der Leidtragende der häufigen Kompetenzstreitigkeiten ist letztlich der Patient.

Ein Beispiel dafür ist, dass Patienten Mittel gegen Bluthochdruck einnehmen und gleichzeitig über längere Zeit auch noch Ibuprofen. Warum das gefährlich ist? Weil Ibuprofen die Wirkung von einigen Blutdrucksenkern erheblich verschlechtern kann“, erklärt Christine Gitter.

Wechselwirkungen von Arzneimitteln sind Interaktionen, zu denen es kommt, wenn verschiedene Präparate gleichzeitig eingenommen werden. Die Art der Wechselwirkung ist sehr unterschiedlich. So können Wirkungen abgeschwächt oder verstärkt werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass Arzneimittel auch mit den verzehrten Lebensmitteln in Wechselwirkung treten können. Am häufigsten treten Interaktionen mit Milch oder Alkohol auf.

Wie kommt es zu den Wechselwirkungen im menschlichen Körper. Zuallererst verarbeitet der menschliche Körper die Medikamente. Dabei werden die Wirkstoffe freigesetzt. Es gibt dann verschiedene Wege, über die die Wirkstoffe verstoffwechselt werden und ihre Wirkungen entfalten.

Einige Wirkstoffe werden, bevor sie an die Wirkorte kommen in der Leber verarbeitet. Das ist der sogenannte Metabolismus des ersten Durchlaufs. Durch die vielen Enzyme, die sich in der Leber befinden, werden die Stoffe umgesetzt und dann an die Wirkorte weitergegeben.

Danach setzt der Metabolismus in den Geweben ein. Hier werden die Medikamente weiterverarbeitet, bevor sie ihre Wirkung entfalten können.

Nun kommt es dazu, dass manche Medikamente bewirken, dass in der Leber vermehrt abbauende Enzyme produziert werden. Wenn ein weiteres Medikament dazu kommt, das von den gleichen Enzymen verarbeitet wird, so wird dieses schneller abgebaut und seine Wirksamkeit verringert sich. Ein Beispiel für ein Medikament, das die Wirkung anderer Arzneimittel verringert, ist das Cortisol. Durch Cortisol werden andere Medikamente schneller verarbeitet.

Es gibt jedoch auch den anderen Fall, nämlich, dass der Abbau von Medikamenten gebremst wird. Das heißt, dann werden in der Leber verstärkt abbauende Enzyme wirksam.

Genauso, wie Medikamente zur vermehrten Produktion abbauender Enzyme führen können, können sie diese Produktion auch hemmen. Dann kann es dazu kommen, dass Medikamente nicht mehr ausreichend in der Leber abgebaut werden. Ihre Wirkung wird verstärkt. Das ist eine große Gefahr für Nebenwirkungen oder sogar Vergiftungen.  Weitere Wechselwirkungen können auch auftreten, ohne dass Enzyme in der Leber beeinflusst werden. So können zum Beispiel kalziumhaltige Lebensmittel, wie Milch oder Käse, die Aufnahme von Antibiotika im Darm verhindern, und deren Wirksamkeit damit stark reduzieren.

Beispiele:

In Deuschland gehört ASS zu den, am häufigsten eingenommenen Medikamenten. Acetylsalicaylsäure, wie der komplette Name lautet, ist ein Medikament ohne Verschreibungspflicht. deshalb ist es wichtig folgendes zu wissen.

ASS wird häufig als Blutverdünner eingesetzt, soll also die Blutgerinnung vermindern. Nimmt man dann jedoch ein Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen ein, so wird die gerinnungshemmende Wirkung von ASS aufgehoben. Deshalb empfehle ich Patienten, die längere Zeit ASS einnehmen, zur Schmerzstillung zum Beispiel ein Medikament mit dem Wirkstoff Paracetamol einzunehmen.

Auch das harmlos scheinende Johanniskraut kann Wechselwirkungen eingehen. Es ist ein frei verkäufliches pflanzliches Arzneimittel zur Stimmungsaufhellung. Allerdings kann es die Wirkung der Antibabypille hemmen. Deshalb sollten es Fauen, die mit der Pille verhüten, nicht einnehmen.

Koffeinhaltige Nahrungsmittel, wie Kaffee, grüner Tee und andere koffeinhaltige Getränke sind nicht geeignet bei Einnahme bestimmter Antibiotika, da sie den Abbau von Koffein hemmen. Dann kann es zu Herzrasen oder Schlafstörungen kommen.

Schließlich ist da noch die Grapefruit, eine Super Zitrusfrucht mit vielen positiven Eigenschaften. Jedoch enthält die Grapefruit Flavanoide. Diese können die Wirkung vieler Medikamente verstärken. Deshalb immer im Beipackzettel nachschauen, ob Wechselwirkungen mit Grapefruit bekannt sind.

Kommen wir deshalb zur Frage, wie man Medikamente am besten einnehmen sollte.

Bei Selbstmedikation hast Du auf alle Fälle den Beipackzettel. Lies ihn genau durch. Welche Medikamente oder Nahrungsmittel nicht gemeinsam mit dem gekauften Produkt eingenommen werden sollen, steht dort drin.

Bei verschriebenen Medikamenten ist es wichtig, die benötigten Informationen vom Arzt einzufordern. Dabei ist es deine Pflicht zu informieren, was Du alles einnimmst. Der Arzt kann nicht wissen, was Du dir selbst besorgt hast, und auch nicht immer ist bekannt, was Dir ein anderer Mediziner verordnet hat. Inzwischen gibt es auch Datenbanken, wo der Arzt sieht, was zusammenpasst und was nicht.

Was die Wechselwirkung zwischen Medikamenten und Lebensmittel anbelangt, so ist es sehr wichtig auf die korrekte Einnahme der Medikamente zu achten. Zum Beispiel, wenn ein Medikament „vor dem Essen“ eingenommen werden soll, so sollte zwischen Medikamenteneinnahme und Nahrungsaufnahme eine Zeitspanne von 30 bis 60 Minuten eingehalten werden.  Ebenso nach dem Essen bedeutet, nach 30 bis 60 Minuten nach der Nahrungsaufnahme.

Wenn die Medikamente in Tablettenform vorliegen, sollten sie mit ausreichend Wasser, das heißt einem großen Glas voll, eingenommen werden.

Eine weitere Sache habe ich heute ausgeblendet, das sind die Wechselwirkungen von Medikamenten mit Nahrungsergänzungsmittel. Dieses Thema werde ich in der nächsten Folge näher beleuchten.

Show 072: Demenz vorbeugen, was kann man tun?

Der Anlass für das nochmalige Aufgreifen des Themas liegt darin, dass ich neue Erkenntnisse habe bezüglich der Prävention. Außerdem stehen zwei Tests zur Früherkennung von Alzheimer Demenz direkt vor der Einführung in die neurologische Praxis. Das möchte ich gern mit Dir teilen.

Fangen wir mit den Tests zur Alzheimer Früherkennung an.

Früherkennung ist für viele Menschen wichtig, einschließlich der Ärzte, die in der Therapieverantwortung stehen. Bereits die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein frühzeitiger Start in die Therapie hilft, die Krankheit in ihrem Verlauf zu bremsen. Deshalb sind Tests für die Früherkennung wichtig.

Um die Diagnose Alzheimer Demenz stellen zu können sind gegenwärtig viele Untersuchungen erforderlich. Es reicht nicht nur zu schauen, wie vergesslich jemand ist und wie sich sein Wesen verändert. Neben Alzheimer gibt es weitere Demenzformen. Einerseits sind es sekundäre Demenzen, die im Rahmen von anderen Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Lebererkrankungen, entstehen können. Aber auch bei den neurodegenerativen Erkrankungen gibt es weitere, wie zum Beispiel die Lewy-body Demenz oder die Demenz in Zusammenhang mit der Parkinson-Erkrankung. Immer, wenn andere Erkrankungen mit im Spiel sind, kann die Diagnosestellung einfacher sein. Wie also diagnostiziert man Alzheimer. Zunächst wird die gesamte psychometrische Testbatterie durchgespielt. Das reicht von Gedächtnistests bis zur Einschätzung von Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmalen. Weiterhin wird ein Bildgebungsverfahren, z.B. CT durchgeführt. Dabei erkennt man Veränderungen des Gehirns, z.B. Schrumpfung verschiedener Bereiche, wie des Cortex und besonders der Hippocampusfraktion. Gerade, wenn der Hippocampus, das ist unsere Lernzentrale, betroffen ist, liegt der Verdacht einer Alzheimer-Erkrankung sehr nahe. Auch können sich im CT Ablagerungen zeigen, die sogenannten amyloiden Plaques. Es hat sich jedoch gezeigt, dass deren Auftreten nicht unbedingt für eine Alzheimer Erkrankung spricht.  Dazu gibt es eine Studie von David Snowdon. Daran nahmen 678 Nonnen im Alter zwischen 76 und 106 Jahren teil. Snowden testete die geistigen Fähigkeiten der Nonnen über viele Jahre und untersuchte nach deren Tod die Gehirne auf Anzeichen einer Demenz. Das Ergebnis überraschte. Einige Gehirne von Nonnen, die überaus geistig aktiv waren und über ein ausgezeichnetes Gedächtnis verfügten, wiesen Plaques auf wie bei einer schweren Alzheimer Demenz. Damit war die Lehrmeinung widerlegt, dass Plaques für die Entstehung von Alzheimer verantwortlich sind.

Weiter steht eine Liquor-Untersuchungen an, um den Verdacht zu bestätigen. Hier wird geschaut, ob bestimmte Proteine in veränderter Konzentration vorliegen, Eins dieser Proteine ist das Tau Protein, das spezifisch erhöht ist bei Alzheimer Demenz.

Ja, wenn die Demenz fortgeschritten ist, gibt es eine ganze Reihe von Untersuchungen, die die Diagnose bestätigen, wie wir gerade gesehen haben. Was die Therapien anbelangt, so hat sich gezeigt, dass es kaum Möglichkeiten gibt den Prozess der Gehirnveränderungen aufzuhalten und die Krankheit zu bremsen. Es ist also sehr wichtig, möglichst früh mit der Therapie beginnen zu können. Das kann man jedoch nur, wenn es entsprechende Marker gibt, die frühzeitig zeigen, ob ein Prozess in Richtung Alzheimer Demenz bereits begonnen hat. Und genau das habe ich jetzt erfahren. Es gibt zwei neue Bluttests, die entsprechende pathologische Veränderungen im Gehirn frühzeitig erkennen lassen.1

Veröffentlicht am 12 August 2020 Von Maria Beatriz Harouche Kategorien: Klinische Studien, Prävention, Ursachen

Der erste Test geht von der Amyloid-Plaque-Bildung aus. Dabei konnte festgestellt werde, dass Plasmakonzentrationen verschiedener Eiweißfragmente im Blut mit dem Amyloidstatus, der mit dem bildgebenden Verfahren PET bestimmt wurde, korrelliert. Es hat sich gezeigt, dass in Kombination mit dem Alter der Patienten eine genaue Diagnose der Hirnamyloidose ermöglicht wird. Dieser Test eignet sich wahrscheinlich für die Testung von Personen, die mögliche Amyloidablagerungen im Gehirn haben, die mit noch keinem bildgebenden Verfahren erkannt werden können.

Eine weitere Studie beschreibt die Entwicklung eines hochempfindlichen Tests für die frühe Bestimmung von Tau-Fibrillen. Das entwickelte Verfahren wird Blut-Immunoassay genannt. Sonst wurden die Tau-Fibrillen, speziell das p-tau-181 im Liquor gemessen. Dieser Marker ist hochspezifisch für die Entstehung der Alzheimer Demenz. Die Autoren der Studie zeigten, dass auch der p-tau181-Spiegel im Blut pathologische Veränderungen von Tau- und Amyloid-Protein vorhersagen kann. Damit kann man u.a. die Alzheimer-Krankheit mit hoher Genauigkeit von anderen neurodegenerativen Erkrankungen unterscheiden. Da sie den kognitiven Rückgang und die Atrophie des Hippocampus über einen Zeitraum von einem Jahr voraussagt, eignet sich diese Bestimmung auch als Marker für den Krankheitsverlauf.

Mit diesen zwei Tests kann das Risiko, an Alzheimer Demenz zu erkranken, abgeschätzt werden. Diese Analyse ist zudem kostengünstig und als Schnelltest eignet.

Da für die Prognose der Alzheimer Demenz frühzeitige Lebensstil-Maßnahmen erforderlich sind, bieten diese beiden Tests Sicherheit und Gewissheit darüber, wann und in welchem Ausmaß Maßnahmen zur Behandlung kognitiver Beeinträchtigungen durchgeführt werden sollten.

Als Fazit zu diesen Tests kann gesagt werden, dass sie als Screening-Instrument in der Primärversorgung und zur Diagnose-Sicherung aber auch zur  Überwachung des Krankheitsverlaufs eingesetzt werden können. Nur mit einer genauen und rechtzeitigen Diagnose kann man Ärzte und Patienten motivieren, den Lebensstil zu verändern, um eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten zu verhindern.

Das war jetzt alles doch sehr theoretisch, zeigt aber, dass man in der Therapie der Alzheimer Erkrankung große Hoffnung in die Früherkennung setzt, wobei entsprechende Screening-Tests hilfreich sind, um frühzeitig den Prozess der Alzheimer-Entwicklung beeinflussen zu können.

Es mag für die ärztliche Praxis und die Mehrheit der Menschen sehr wichtig sein, Früherkennungstests zu haben, um möglichst früh Maßnahmen einleiten zu können, die das Fortschreiten der Alzheimer Krankheit bremsen.

Jedoch möchte ich hierzu auch meine ganz private Meinung sagen, die auch Unterstützung von Ärzten und Heilpraktikern findet. Was die Alzheimer Erkrankung anbelangt, gibt es kaum Möglichkeiten einer nachhaltigen Therapie. Auch die Entwickler der Tests beschreiben, dass, wenn es ein positives Ergebnis gibt, Lebensstil-Interventionen ein wichtiger Bestandteil der Therapie sind. Angesichts dieser Tatsache frage ich mich, warum soll ich mit den Veränderungen meines Lebensstils warten, bis ich ein Testergebnis habe? Meinen Lebensstil für mehr Gesundheit und zur Vermeidung von Krankheiten, kann ich doch jederzeit beeinflussen. Wir streben alle danach, ein gesundes Leben bis ins hohe Alter führen zu können. Keiner will pflegebedürftig werden und von anderen Menschen abhängig sein. In der Folge 29 habe ich beschrieben, was dazu gehört. Nämlich als erstes die 7 Risikofaktoren positiv zu beeinflussen, die dazu führen, dass man dement werden kann. Ich erinnere Dich an die Faktoren: Das sind

  • Bluthochdruck
  • Fettleibigkeit im mittleren Alter,
  • Diabetes mellitus,
  • Depression,
  • körperliche Inaktivität,
  • Rauchen und
  • niedrige Schulbildung.

Und wie Du das tun kannst habe ich Dir auch gesagt, nämlich nach Professor Bergemann folgende Tipps zu beherzigen:

  1. Täglich für moderate Bewegung sorgen, kein Hochleistungssport, sondern etwa 10.000 Schritte täglich oder 20 bis 75 min gehen täglich. So wenig wie möglich Zeit im Sitzen verbringen sowie die mitochondrialen Funktion mit Mikronährstoffen stärken
  2. Vollwertige Ernährung mit frischen Lebensmitteln. Hin und wieder Fasten unterstützt die Mitochondrienfunktion und hilft beim Entgiften
  3. Vermeidung von Stress, insbesondere Dauerstress, Phasen der Entspannung in den Alltag integrieren
  4. Lebenslanges Lernen. Wir brauchen lebenslang Anregungen und sollten neugierig bleiben (Konrad Bayreuther, 1976)
  5. Auch die Gesellschaft spielt eine große Rolle, Menschen altern gesünder, wenn das Alter positiv besetzt ist, wie zum Beispiel in Japan
  6. Sozial benachteiligte Gruppen altern schneller, werden eher dement. Bildung ist ein wichtigerer Einflussfaktor als Geld
  7. Gemeinsam mit Freunden aktiv sein

Ich möchte noch kurz auf einen Risikofaktor eingehen, der auch für die Entstehung der Alzheimer Demenz eine entscheidende Rolle spielt. Das ist die Durchblutung im Gehirn. Es leuchtet sicher jedem ein, dass nur eine gute Durchblutung dafür sorgt, dass die Zellen im Gehirn, also auch die Nervenzellen optimal versorgt werden, damit sie Energie produzieren können. Und die Zellen müssen auch von Stoffwechselendprodukten entsorgt werden, damit keine Entzündungen entstehen können, die auch bei Alzheimer eine große Rolle spielen. Das bedeutet, wir müssen dafür sorgen, dass die Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen, den Arteriolen, Kapillaren und Venolen gut funktioniert, denn Versorgung und Entsorgung der Zellen erfolgt fast ausschließlich Kapillargebiet. Das bedeutet, dass die Mikrozirkulation funktionieren muss, wie ich es auch bei der Behandlung von Rückenschmerzen beschrieben hatte.

Show 071: Rückschmerzen, ihre Ursachen und Folgen

Für die Gesellschaft bedeuten Rückenschmerzen ebenfalls eine große Herausforderung. Sie verursachen enorme Kosten für das Gesundheitssystem und für die Unternehmen.

Dazu einige statistische Fakten:

In der Altersgruppe über 65 Jahre leiden fast 70% der Frauen und 45 % der Männer unter Rückenschmerzen. Das ist eine Angabe des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahr 2015. Allein im Jahr 2014 gab es  415.000 Krankenhausaufenthalte nur wegen Rückenschmerzen, 18 % aller Frühberentungen und 15 % aller Arbeitsunfähigkeits-Tage gehen ebenfalls zu Lasten von Rückenschmerzen. 2008 beliefen sich allein die Krankheitskosten für Patienten mit Rückenschmerzen auf knapp neun Milliarden Euro. Hinzu kommt der lange Leidensweg der Patienten. Sehr viele Patienten leiden unter chronischen Rückenschmerzen, das heißt sie leben ständig mit Schmerzen, haben einen hohen Verbrauch an Schmerzmitteln und oft kommen sie nicht mehr in den Arbeitsprozess zurück.

Unter den chronischen Erkrankungen sind Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, zu denen ja Rückenschmerzen zählen, am häufigsten anzutreffen. Allein gemessen an den AU-Tagen hatten diese Patienten im Jahr 2017 mit 22 % den größten Anteil, gefolgt von psychischen Erkrankungen

Soweit zur Statistik. Wichtig ist es in diesem Fall zu klären, warum haben denn so viele Menschen mit Rückenschmerzen zu tun.

Leider muss ich hierbei zum wiederholten Mal auf unseren Lebensstil zu sprechen kommen. Unsere Arbeitswelt hat sich dahingehend verändert, dass die Mehrheit der Tätigkeiten im Sitzen ausgeführt werden. Das sind ganz besonders Büroarbeiten am PC, arbeiten am Fließband, in den Chefetagen sieht es auch nicht viel anders aus. Besprechungen, stundenlange Debatten-alles erfolgt im Sitzen. Und auch die Fahrt zur Arbeitsstelle, ob im ÖPV oder im eigenen PKW, alles im Sitzen. Zugegeben, im ÖPV ist man oft gezwungen zu stehen, das ist auch nicht gerade förderlich für einen gesunden Rücken. Ach ja, die vielen Außendienstler möchte ich auch erwähnen, die Hauptarbeit besteht im Sitzen, im Auto oder beim Kunden.

Damit nicht genug. Außerhalb der Arbeit geht es weiter. Vieles, was zu Hause abläuft, passiert im Sitzen. Und das beginnt schon im Kindesalter. Frühzeitig an sitzende Tätigkeiten gewöhnt, fällt es ihnen später sehr schwer, einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Um Rückenschmerzen vorzubeugen wurde in den letzten Jahrzehnten viel getan. Ergonomisch gut gestaltete Arbeitsplätze und Autositze sind eine wichtige Voraussetzung, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Dazu gehört auch während des Arbeitsprozesses, entspannende gymnastische Übungen in den Alltag einzubauen. Zu Hause sieht es in dieser Hinsicht nicht so gut aus. Dennoch haben wir es hier in der Hand für mehr Entlastung zu sorgen. Hier können wir selbst bestimmen, wie lange wir Zeit im Sitzen verbringen und welche Aktivitäten wir durchführen, um unseren Rücken zu entlasten.

Was ist die sogenannte Sitzkrankheit? Dieser Begriff wurde von Wissenschaftlern geprägt, die damit die negativen Auswirkungen unserer körperlichen Inaktivität auf Herz-Kreislauferkrankungen, auf einen reduzierten Stoffwechsel, Krebs und einen vorzeitigen Tod beschreiben. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet sind Rückenschmerzen noch das geringere Übel, wenn man weiß, dass durch langes Sitzen im schlimmsten Fall ein erhöhtes Sterberisiko besteht.

So bemerkt die Weltgesundheitsorganisation, dass durch Abnahme der körperlichen Aktivität das Sterberisiko um 20 bis 30 % höher ist als bei aktiven Personen.

Die direkten Gefahren für Rückeschmerzen durch eine sitzende Tätigkeit ergeben sich, weil wir beim Sitzen einen Buckel am Schreibtisch machen. Mit der Zeit sind wir dadurch weniger flexibel und unsere stabilisierende Muskulatur bildet sich zurück, weil sich beim langanhaltenden Sitzen in einer, wie wir meinen, komfortablen Sitzposition die Rückenmuskulatur verkürzt und sich verkrampft. Das führt zu Rückenschmerzen. Ein Stuhl eignet sich viel besser, um Verspannungen vorzubeugen. Aber auch, wenn wir auf einen sehr rückenfreundlichen Stuhl sitzen, bauen wir auf Dauer Muskulatur ab und ersetzen diese durch den Ansatz von Fett. Die damit verbundene Gewichtszunahme kann langfristig zu Herz-Kreislaufproblemen, Diabetes und Krebs führen. Den Muskelschwund kann man minimieren, wenn man an einem Stehpult arbeitet oder häufiger aufsteht. Dabei werden auch noch mehr Kalorien verbrannt.

Langanhaltendes Sitzen kann auch dazu führen, dass man sich müde fühlt und sich schlechter konzentrieren kann. Auch dafür ist es wichtig, öfter aufzustehen dafür zu sorgen, frische Luft einzuatmen, damit mehr Sauerstoff ins Gehirn gelangt. Das führt zu größerer Wachheit und verbessert die Leistungsfähigkeit.

Häufiges und langanhaltendes Sitzen führt zu Durchblutungs-störungen, die sich spürbar im Rücken und sichtbar in den Beinen manifestieren. Die Zahl der Menschen, die an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit erkranken, hat sich von 2000 bis 2010 um 25 % erhöht. Das sind weltweit 202 Millionen Menschen. Waren es früher vorwiegend alte Menschen, die sich damit plagten, so hat sich die pVaK inzwischen auf Menschen mittleren Alters ausgebreitet, eine negative Auswirkung unseres sitzenden Lebensstils. Wenn Durchblutungsstörungen vorhanden sind, verdreifacht sich das Herzinfarktrisiko. Auch das Risiko für Schlaganfall und viele chronische Erkrankungen steigt. Warum das so ist, liegt daran, dass Durchblutungsstörungen in den Arterien, gekoppelt mit einer Venenschwäche sich auch auf die Mikrozirkulation, das heißt auf die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen, den Arteriolen, Venolen und im Kapillargebiet auswirken. Ja, es ist sogar andersherum. Wenn die großen Gefäße Durchblutungsstörungen zeigen, dann sieht es in den kleinen Gefäßen noch viel schlimmer aus. Denn die kleinsten Gefäße werden nicht von unserem Herzen versorgt. Sie haben eine eigene Bewegung, unabhängig vom Herzen. Diese Bewegung nennt man Vasomotion. Während wir die Durchblutung durch Bewegung verbessern können, ist das in den kleinen Gefäßen nicht möglich. Wenn Du zum Beispiel Sport treibst, steigt dein Puls, oder die Herzfrequenz vielleicht von 70 auf 120 Schläge pro Minute. Wenn die Bewegung in den kleinen Gefäßen schon gestört ist und wir eine Bewegung von ca. 5 Kontraktionen in 10 Minuten haben, so bleibt diese Bewegung bei sportlicher Betätigung auf diesem Niveau, wird also nicht beeinflusst. Die normale Gefäßbewegung bei Gesunden läuft ca. 3-5 Mal pro Minute, also um den Faktor 10 schneller. Nun fragst Du dich, warum die gestörte Bewegung in den kleinsten Gefäßen so gefährlich ist.

Das will ich gerne beantworten. Unser Körper besteht aus einer Vielzahl von Zellen. In den Zellen laufen sämtliche Stoffwechselvorgänge ab, und was sehr wichtig ist, auch die Energieproduktion. Dafür ist es erforderlich, dass Nährstoffe und Sauerstoff in die Zellen gelangen müssen, um die Energie produzieren zu können. Das geht jedoch nur über die kleinen Mikrogefäße und Kapillare, in denen der Stoffaustausch stattfindet. Alles was wir an Nährstoffen und Sauerstoff, ja auch Medikamenten aufnehmen gelangt nur über das Blutgefäßsystem an den Wirkort Zelle. Dir leuchtet sicher auch ein, dass ein dickeres Gefäß von vielleicht 1 mm Durchmesser die Nährstoffe nicht direkt an die Zellen von ca. 5 Mikrometer abgeben kann. Dazu bedarf es der kleinsten Gefäße. Und wenn in diesen Gefäßen die Bewegung gestört ist, werden die Zellen schlecht versorgt. Folge ist eine behinderte Energieproduktion woraus folgt, dass mit der Zeit die Organe in ihrer Funktion eingeschränkt werden und Krankheiten entstehen. Eine weitere Folge für die gestörte Durchblutung in den Kleinstgefäßen ist, dass damit auch die Entsorgung von Stoffwechselabfallprodukten behindert ist. Das bedeutet, dass ein Teil im Körper verbleibt und Entzündungsprozesse auslöst. Das merken  wir nicht sofort, aber im Laufe der Zeit kumulieren diese Prozesse und es entstehen chronisch entzündliche Erkrankungen.

Bewegungsmangel allein ist nicht der Grund für diese Entwicklung in den Mikrogefäßen ist. Andere Faktoren, wie die Umwelt, die Aufnahme schädlicher Stoffe durch Rauchen, Drogen, Medikamente, eine ungesunde Ernährung tragen ebenfalls dazu bei.

Die Folgen von all dem sind fatal. Die Frage ist, ob man mit Medikamenten, die man gegen Durchblutungsstörungen verschrieben bekommt, die Bewegung in den kleinsten Gefäßen beeinflussen kann. Bisher leider nein. Ich weiß, dass daran geforscht wird. Die Chancen, dass es in absehbarer Zeit Medikamente für eine bessere Durchblutung in der Mikrozirkulation geben wird, sind äußerst gering. Warum ?

Überlege selbst, wenn die Bewegung in den kleinsten Gefäßen gestört ist und dadurch weniger Nährstoffe in die Zellen kommen, ist es natürlich auch nicht möglich, dass die Medikamente dahin gelangen und ihre Wirkung an den Kleinstgefäßen entfalten können. Ein anderer Grund ist, dass die Mikrogefäße keine Rezeptoren haben, an die die Medikamente binden könnten, um sie zur Bewegung zu stimulieren.

Dennoch, es gibt eine Möglichkeit, die Bewegung in den kleinsten Gefäßen zu verbessern. Das ist die Physikalische Gefäßtherapie Bemer.

Grundlage der Physikalischen Gefäßtherapie Bemer ist die Stimulation der Bewegung der kleinsten Gefäße, was man auch Vasomotion nennt, durch eine spezifische Bio-Elektro-Magnetische-Energie-Regulation. Dadurch wird die glatte Muskulatur der Mikrogefäße so angeregt werden, dass eine Gefäßbewegung erfolgt und die Mikrozirkulation verbessert wird. Damit kann der Stoffaustausch über die Kapillare zu den Zellen erfolgen.

Und schließlich wird damit die Versorgung der Zellen und Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessert. Weil Stoffwechselendprodukte und Giftstoffe leichter abgebaut und ausgeschieden werden, steigt die Immunabwehr.

Die Physikalische Gefäßtherapie Bemer wird besonders als Therapiebegleitung von Erkrankungen eingesetzt, wie bei chronisch muskuloskelettalen Erkrankungen, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus und seinen Folgeerkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen, chronischen Wundheilungsstörungen, akuten und chronischen Schmerzen, chronischer Müdigkeit, PAVK, Leiden mit eingeschränkter Lebensqualität sowohl in der akuten oder chronischen Phase als auch präventiv. Erfolge gibt es ebenso zur Verbesserung des Schlafverhaltens und zur Unterstützung von Regenerations- und Regulationsprozessen. Die Anwendung der Physikalischen Gefäßtherapie kann den Verbrauch von Medikamenten und deren Nebenwirkungen reduzieren.

Als letzten Hinweis, für alle, die viel Sport treiben. Das ist ein gutes Zeichen. Dennoch hängt deine Gesundheit mehr davon ab, wieviel Zeit Du am Tag bewegungslos verbringst. Inzwischen ist körperliche Inaktivität ein unabhängiger Faktor ein Krankheitsrisiko zu erleiden.

Das wichtige Fazit aus allem, was ich heute gesagt hatte, gilt, reduziere die Zeit, die Du im Sitzen verbringst. Das ist nicht immer möglich? Doch es geht, viele Arbeiten, die ich sitzender Weise auf einen Stuhl erledige, kann ich auch an einem Stehpult durchführen. Wenn es doch nicht gehen sollte, beuge vor, zum Beispiel indem Du dich mit der physikalischen Gefäßtherapie anfreundest. Das ist eine sehr effektive Methode, um vor Krankheiten vorzubeugen, beziehungsweise um bereits erlittene Krankheitszustände zu verbessern.

Show 070: Was verraten die Augen über unsere Gesundheit?

Was hat es mit der Augendiagnose auf sich?  Ich hatte mich als Heilpraktikerin damit auseinandergesetzt. Alles, was ich weiß, habe ich bei Frank Richter gelernt, ein Heilpraktiker-Kollege aus Berlin, den ich immer wegen seines enormen Erfahrungsschatzes bewundert habe.

Bei der Augendiagnose muss man zwischen den Möglichkeiten diagnostischer Befunde aus der Iris heraus, also der Iridologie  und den Befunden aus der Sklera und den Augenlidern unterscheiden. Die Sklera ist die Lederhaut, die das Weiße im Auge repräsentiert. An der Lederhaut kann man schon sehr viel erkennen. Ganz besonders die Gefäßsituation und die Durchblutung.

Ich nenne Dir zwei Beispiele: Sehr feine, arterielle Gefäße, die fast gerade auf die Iris zu laufen, sind ein Hinweis auf eine Allergietendenz.

Wenn man sich die Augen von Kindern betrachtet, dann ist in den meisten Fällen die Lederhaut weiß und kaum von Gefäßen durchzogen. Augen älterer Menschen zeigen dagegen häufig verschiedenste Blutgefäße in den Augen, ein Zeichen, dass die Durchblutung nicht mehr optimal ist. Diese Gefäße können geradewegs auf die Iris zulaufen, sie können geschlängelt, mäanderförmig sein. Sie bilden mitunter netzartige Strukturen aus. Die Gefäße können sehr fein oder auch millimeterdick sein. Fakt ist, das ist ein Abbild unseres Gefäßsystems und teilweise auch unserer Befindlichkeiten. Je stärker die Gefäße geschlängelt sind, desto stärker ist eine Stresssituation im Körper vorhanden. Das ist ein Hinweis darauf, dass das Blutgefäßsystem Probleme hat, die näher untersucht werden sollten. Neben der Gefäßanordnung im Auge beobachtet man auch Ablagerungen in der Bindehaut (Im Augenweiß). Das können Fettablagerungen, sogenannte Lipidhügel sein, die auch leicht schmutzig gelblich gefärbt sind. Das ist ein Hinweis auf einen gestörten Fettstoffwechsel.

Kommen wir jetzt zur eigentlichen Irisdiagnostik und zu dem, was die Augen über unsere Gesundheit verraten. Dem geübten Therapeuten verrät die Iris sehr viel über einen Menschen. Da ist zum Beispiel die Konstitution und da sind Schwachstellen, die Auskunft über Anfälligkeiten für bestimmte Erkrankungen geben. Dies wird allgemein als Disposition bezeichnet.

Die Irisdiagnostik wird in vielen Heilpraxen sehr intensiv betrieben. Einige wenige Ärzte wenden diese Methode auch an, um einen schnellen Überblick über den Zustand eines Patienten zu gewinnen. Schon die alten Ägypter und auch die Chaldäer aus Babylonien diagnostizierten anhand der Augen. Philippus Meyens beschrieb im 17. Jahrhundert in seinem Buch: „Physiognomia medica“ erstmalig eine Zuordnung von Körperorganen in der Iris. Der ungarische Arzt Ignaz von Peczely, der von 1826 bis 1911 lebte, gilt als der Neubegründer der Irisdiagnostik. Von ihm stammt die erste topografische Karte mit Zuordnungen der Organe in der Iris. Dies bildete die Grundlage für Weiterentwicklungen durch Josef Angerer, Josef Deck oder Joachim Broy. Einer der ersten Anwender der Irisdiagnostik in Deutschland war der Pastor Emmanuel Felke. Erwähnen möchte ich auch Prof. Dr. Dr. Horst Ferdinand Hergert, der sehr viel für die Weiterentwicklung der Iridologie tat.

Was ist nun aber für den Laien wichtig und interessant über die Iridologie zu wissen. Zunächst einmal etwas über die Struktur der Iris, die auch als Regenbogenhaut bekannt ist. Durch die darüber liegende Hornhaut ist die Iris gut sichtbar und der Therapeut kann sie somit sehr gut betrachten. Das geschieht mit einer Lupe, oder um auch Fotos machen zu können mit einem speziellen Mikroskop. Auch als Laie sieht man beim Betrachten der Iris bereits sehr viel. Es ist nicht nur die Farbe der Iris, es ist gerade die Struktur, bestimmte Farbgebungen und Linien, die man auch mit bloßem Auge erkennt. Mit einer Lupe sieht man auch feine helle Linien, abgegrenzte Bereiche und vieles mehr. Das zu deuten, sollte man jedoch einem erfahrenen Therapeuten überlassen. Ja sicher, das meiste, was wir über die Iridologie wissen, basiert auf jahrhundertelangen Erfahrungen und wird sehr oft als unwissenschaftlich abgetan. Ist es das wirklich?

Fakt ist, dass von allen Teilen des Körpers Nervenverbindungen zur Iris bestehen. Das hat Dr. W. Lang aus Heidelberg 1954 bewiesen. Damit sind die Irissektoren, beziehungsweise die Organfelder periphere Repräsentanten dieses Systems. Da die Sektoren Erfolgsareale zentral gelegener Zellkomplexe darstellen, muss die gesamte Iriseinteilung als Modell im ZNS enthalten sein. Zu diesem Schluss kam Dr. Lang bei seinen Forschungen. Und er zeigte in seinen Arbeiten auch, dass die Iriszeichen ihrer Entstehung nach Sympathikuszeichen sind. Das nur zu dem Thema, wie die Aussagen eines Iridologen zu bewerten sind.

Das mag nur ein Beispiel sein. Einen wesentlichen Satz vor Herrn Richter habe ich mir gemerkt: Alles, was ich im Auge sehe, ist im Körper vorhanden. Der Umkehrschluss gilt jedoch nicht. Damit ist aber auch gesagt, dass nicht alles erkannt werden kann. Dennoch gibt die Augendiagnose Hinweise auf Krankheitstendenzen, auf Schwächen im Körper, auf das Bindegewebe und den psychischen Zustand eines Menschen. Alle ermittelten Fakten, besonders, wenn es sich um Krankheitstendenzen handelt, sollten überprüft werden. So mancher Patient kann mit entsprechenden Hinweisen schon vor Auftreten entsprechender Symptome einen Arzt zur genauen Abklärung konsultieren.

Einige Worte über die Topografie der Iris.

Ich sagte schon, dass die Organe in der Iris widergespiegelt werden, ähnlich wie das bei der Reflexzonentherapie und der Ohr-Akupunktur auch der Fall ist. Es ist auch toll eingerichtet, die  Organe der rechten Seite zeigen sich im rechten Auge und die der linken Seite entsprechend im linken  Auge. Die inneren Organe, wie Magen und Darm sind topografisch in Nähe der Pupille zu finden, während außen oder peripher gelegene Organe wie die Haut, die Stirn oder die Stirnhöhlen am Rand der Iris angeordnet sind.

Die Betrachtung der Topografie der Iris mit ihrer typischen individuellen Zeichengebung lässt direkte oder indirekte Rückschlüsse auf einige Systeme des Menschen zu.

Das sind die Konstitution, das Bindegewebe, das Nervensystem, die Funktionsweise verschiedener Organe, die Stoffwechselsituation, Regelmechanismen des Körpers, das Immunsystem und die bereits erwähnte Durchblutung. Ich werde hier nicht ins Detail gehen, weil man dafür doch ein fundiertes medizinisches Wissen braucht und auch die Augendiagnose erlernt man nicht an einem Tag. Hinzu kommt, dass eine Selbstanalyse von ungeübten Personen, einfach nicht möglich ist. Neben der Konstitution, die uns durch die Geburt mitgegeben wurde, beschreibt der Iridologe die Disposition, also Hinweise auf die physische und psychische Verfassung eines Menschen, und er bestimmt die Diathesen. Diathesen beschreiben die Anfälligkeit (Prädisposition) bzw. Neigung eines Organismus für bestimmte Erkrankungen oder Krankheitszustände.

Damit zählt die Iridologie zu den Methoden der sogenannten Präventionsdiagnostik. Das bedeutet, man versucht zu erkennen, wie ein Mensch angelegt ist, wie er sich bisher verhalten hat und wie er sich weiterentwickeln wird.

Der Iridologe stellt sich während seines diagnostischen Vorgehens folgende Fragen:

Zum ersten

  1. Wie ist der Mensch strukturiert?

Das bedeutet die Ermittlung der genetischen Grundstruktur, also der Konstitution und den ererbten Anlagen. Dabei wird die Struktur des Bindegewebes ermittelt und Hinweisen auf Zellsysteme nachgegangen

Die zweite Frage ist,

  1. Wie ist der Mensch zentriert

Dabei bewertet der Therapeut die sogenannte Iriskrause, also, das was direkt um die Pupille herum angelagert ist, schaut sich den Gehirnsektor und das Nervensystem an.

Und die dritte Frage, der der Iridologe nachgeht ist

  1. Wie sauer ist ein Mensch

Der Säure-Basen-Haushalt ist von großer Bedeutung für die Gesundheit. Das kann in der Iris leicht erkannt werden. Einmal durch bestimmte Ablagerungen in der Iris oder durch besondere helle wölkchenartige Gebilde, die nur der Iridologe sieht. Und das auch nur in blauen Augen. Es können sofort Maßnahmen eingeleitet werden, den Säure-Basen-Haushalt  zu verbessern. Das ist ein großer Vorteil.

Und die letzte Frage des Iridologen beschäftigt sich damit,

  1. Wie vorgeschädigt der Mensch ist.

Entsprechende Hinweise auf Gendefekte und Vorschädigungen können gut erkannt werden. Pigmente in der Iris geben darüber hinaus Hinweise auf Enzymprobleme oder auf länger andauernde Prozesse.

Die Iris ähnelt in ihrer Struktur also einer Landkarte, auf der verschiedene Organzonen abgebildet sind. Die Iriszeichen geben Auskunft über mögliche Belastungen der Organe und über genetische Dispositionen, über die Veranlagung zu bestimmten Krankheiten sowie die Neigung des Patienten zu gewissen krankhaften Reaktionen oder Symptomen. Diese Zeichen sollten jedoch von einem verantwortungsvollen Arzt oder Heilpraktiker lediglich als Hinweiszeichen bewertet werden und im Anschluss eine schulmedizinische Absicherung erfahren.

Einige Iriszeichen möchte ich Dir noch benennen. Dazu gehören zum Beispiel Lakunen. Dabei handelt es sich um Schwächezeichen, die auf eine sich entwickelnde oder bereits aufgetretene Erkrankung hinweisen können. Weiterhin gibt es Krypten. Das sind Defektzeichen, das können Waben als Lücken sein, die auf Organschwächen oder schwere Erkrankungen hinweisen. Helle Strahlen in der Iris sind reflektorische Zeichen, die eher auf akute oder wiederkehrende Reizzustände schließen lassen.

Zu den bereits erwähnten Konstitutionen zählt zum Beispiel die lymphatische Konstitution. Das sind meist Menschen mit überwiegend blauen Augen. Diese Konstitution deutet auf eine Neigung zu Infekten mit Fieber und Lymphknotenschwellungen. Eine weitere Konstitution ist die hämatogene Konstitution, diese Menschen haben vorwiegend braune Augen mit einer Veranlagung zu Herz-Kreislauferkrankungen.

Die Irisdiagnose hat präventiv sehr viele Möglichkeiten aber auch Grenzen, die ich teilweise schon angedeutet habe.

Sie ist als alleiniges Diagnoseverfahren nicht geeignet. Die Irisdiagnose ist ein zusätzliches Verfahren, das eine schulmedizinische und naturheilkundliche Diagnostik sinnvoll ergänzen kann, weil sie  Hinweise auf eine bestimmte Krankheitsveranlagung und auf die körperliche und geistige Widerstandskraft eines Menschen geben kann. Der Vorteil der Irodologie besteht für den Patienten darin, dass er seine Schwachstellen kennen lernen kann, um Erkrankungen vorzubeugen und Erkrankungstendenzen frühzeitig beeinflussen kann.

Der Therapeut kann auf Basis der Irisdiagnose für den Patienten ein Konzept erarbeiten, das sowohl auf die individuellen Schwächen und Stärken abgestimmt ist und die Bereitschaft zur Heilung berücksichtigt. Iridologen behandeln meistens mit der klassischen Homöopathie oder der Komplexhomöopathie und sie setzen sehr gerne Schüßler-Salze ein. Mit der Augendiagnose hat der Therapeut die Möglichkeit die eigentliche, tiefere Ursache für die möglicherweise unterschiedlichen Beschwerden des Patienten zu finden und das gesamte Krankheitsgeschehen neu zu beurteilen. Ein Beispiel möchte ich Dir gern zum Schluss geben. Es gibt sehr viele Allergiker, die Ursachen dafür sind vielfältig. Sie können unter anderem auf eine schlechte Ausscheidungsmöglichkeit durch die Haut hinweisen. Oder es stecken Darmprobleme dahinter oder aber der Säure-Basen-Haushalt ist verschoben. Die Begutachtung des Zustandes der Iris zeigt dem Therapeuten die Ursache und er kann entsprechend behandeln.

Damit möchte ich meinen kleinen Exkurs in die Augendiagnose beenden. Ich konnte leider nur einen kleinen Einblick geben, weil die vielen Erfahrungswerte und Therapieprinzipien in erster Linie für den Therapeuten wichtig sind. Wenn Du für Dich mitnimmst, dass man mithilfe der Augendiagnose wichtige Hinweise für Krankheitstendenzen erhält und frühzeitig therapeutisch darauf einwirken kann, habe ich mein Ziel erreicht. In meinen Shownotizen findest Du Literaturangaben, falls Du mehr wissen möchtest und auch eine Übersicht von Therapeuten, die die Augendiagnose gut beherrschen.

Vielen Dank für Dein Interesse an diesem Thema. Ich wünsche dir eine gute Zeit und freue mich auf die nächste Woche. Bis dahin bleib gesund, schalte an und atme richtig durch, deine E.H:

 

 

Show 069: Was tun bei Hitze

10 Tipps, wie Du fit und entspannt die Hitze verträgst

Tipp 1

Bei der Hitze schwitzt man mehr als an anderen Tagen. Deshalb ist es wichtig, den Flüssigkeitshaushalt wieder zu normalisieren. Das bedeutet, mehr Wasser zu trinken als üblich. Im Schnitt gilt 30 ml pro kg Körpergewicht, bedeutet bei 70 kg 2,1 Liter. Gib 30 bis 40 % dazu. Dann sind es um die 3 l. Wenn du jedoch sehr schwitzt dann entsprechend mehr. Verzehre stilles Wasser, das bekommt uns besser. Es sollte nicht zu kalt sein, damit wir nicht gleich wieder schwitzen. Denk auch daran, dass man beim Schwitzen Mineralstoffe verliert, insbesondere Kalium und Magnesium. Ausgleichen kannst Du die Verluste durch das Trinken von Saftschorlen, Tees oder Suppen.

Gut ist es wie immer auf zuckerhaltige Getränke weitestgehend zu verzichten.

Tipp 2

Meide Alkohol und Kaffee

Alkohol entzieht dem Körper Wasser, arbeitet also mit der Sonne zusammen. Kaffee wirkt in die gleiche Richtung. Gerade ungeübte Kaffeetrinker müssen ihren Körper damit nicht unnötig strapazieren. Eiskaffee kann es durchausmal sein, um dem Körper Kühlung von innen zu verschaffen. Aber bitte nicht zu oft, wegen des hohen Zuckergehalts.

Tipp 3

Ernähre Dich der Hitze angemessen mit leichter Kost. Mehrere kleine, leichte Mahlzeiten gut über den Tag verteilt, sind besser als ein üppiges Mahl. Bevorzuge dabei Salate, Gemüsepfannen, zwischendurch etwas erfrischendes Obst, besonders Früchte mit hohem Wassergehalt. Tomaten, Gurken, Pfirsiche, Erdbeeren und Melone sind hervorragend geeignet.

Tipp 4

Halte dich an kühlen Orten auf und nutze die frühen Morgenstunden, um wichtige Arbeiten zu erledigen. Besonders mittags ist der Aufenthalt in kühlen Räumen wichtig. Freizeit und sportliche Aktivitäten besser am Morgen oder späteren Abend durchführen. Zwischendurch kann man sich auch mit einer kalten Dusche abkühlen. Ja richtig, im Büro geht das schlecht. Für diesen Fall kann man sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen oder man legt feucht kühle Kompressen auf Stirn oder Nacken.

Tipp 5

Nicht jeder kann sich bei der Hitze in kühlen Räumen aufhalten. Dann such Dir so oft es geht ein schattiges Plätzchen. Wichtig ist, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Vergiß auch nicht den Sonnenschutz. Leichte, helle Kleidung sollten selbstverständlich sein. Weiter hin ist es wichtig die aUGEN zu schützen; NATÜRLICH MIT EINER Sonnenbrille oder einem Hut mit Krempe, der auch noch die Schulterpartie schützt.

Tipp 6

Sorge dafür, dass deine Wohnung kühl bleibt. Was das betrifft, bin ich Experte. Früh ordentlich Lüften. So wie sich die Sonne zeigt, schleiße ich alle Fenster, verdunkle die Räume. Manch einer mag sagen, man muss doch auch danach lüften. Kann man machen, wenn die Zimmer nach Norden gelegen sind. Ich lüfte erst wieder, wenn die Außentemperarur niedriger als die Innentemperatur ist. Denk auch daran, dass sämtliche Geräte, die Strom verbrauchen auszuschalten sind, auch die Standby Funktion deaktivieren. All dies trägt dazu bei, die Wohnung aufzuheizen. Ich verwende nur ein Gerät – das ist mein Ventilator. Mit einem nassen Lappen versehen, kühlt er auch ein wenig.

Tipp 7:

Vermeide Bewegung. Ich deutete es an. Bewegung bei starker 0,5 l Wasser trinken belastet den Kreislauf. Deshalb muss die sportliche Trainingsstunde nicht gerade über Mittag stattfinden. Das soltest  Du unbedingt in die kühlere Tageszeit verlegen. Für den, der an der Luft arbeitet gilt: Je Stunde 0,5 l Wasser trinken

Tipp 8

Halte dich fit

An heißen Tagen gilt genau wie sonst auch, dass man sich fit halten sollte. Denn nur wer körperlich fit  ist,  ist belastbarer und hält die Hitze besser aus. In diesem Zusammenhang und gerade bei sportlichen Aktivitäten ist es enorm wichtig, ausreichend zu trinken und auf die Ernährung zu achten.

Tipp 9

Achte auch auf deine Mitmenschen

Diese Empfehlung betrifft den Umgang mit Kleinkindern und Säuglingen sowie mit älteren und kranken Menschen in deinem persönlichen Umfeld. . Wir haben für sie eine besondere Verantwortung. Oft können sich diese gefährdeten Personengruppen nicht selbst helfen. Deshalb bei Säuglingen und Kleinkindern darauf achten, sie nie dem direkten Sonnenlicht auszusetzen. Alte Menschen vergessen häufig zu trinken, weil sie kein Durstgefühl mehr haben. Anzeichen dafür ist oft eine leichte Verwirrtheit. Bitte auch darauf achten, ich weiß, das ist bekannt aber es passiert immer wieder, lasst eure kleinen Kinder oder auch ältere geschwächte Menschen nie in eurem geparkten Auto sitzen. Bei großer Hitze kann dies Lebensgefahr bedeuten. Übrigens gilt dies auch für Eure vierbeinigen Freunde.

Tipp 10

Genieß den Sommer trotzdem oder gerade weil er da ist. Fahr so oft als möglich an einen nahegelegenen See, kühl Dich ab und schwimme, was viel angenehmer ist als Laufen. Die Tage sind noch lang genug, um die Abende zu genießen. Gerade zu dieser Zeit, wo Auslandsreisen nicht die beste Idee sind, sollten wir das zu Hause sein und die Wärme annehmen und das Beste daraus machen.

Durch die Hitze sind wir stärker als sonst freien Radikalen ausgesetzt. Damit dein Körper damit fertig wird, nimm ausreichend Vitamin C ein. Denke immer daran, die Früchte haben nicht mehr den hohen Vitamin C – Gehalt wie vor 20 Jahren. Deshalb macht die Substitution Sinn. Das stärkt dabei auch noch dein Immunsystem. Das ist gegenwärtig besonders wichtig, speziell  wenn ich an die Kronenpandemie denke.

Mikrozirkulation-Vortrag Dr. Burger
Show 68: Naturmedizin aus der Sicht einer Neuralthrapeutin
Show 67: Mein zweites Leben-Interview mit Edith Salcher

Biografisches

Edith Salcher ist 52 Jahre jung, ist auf sehr kuriose Weise auf die Welt gekommen, in einem Auto. Und so entwickelte sich auch ihr Leben. Reisend ging es in den Beruf als selbständige Designerin und Bekleidungstechnikerin. In diesem Beruf hat sie sich kreativ „ausgetobt“. „Eigentlich ist es nicht wichtig, dass ich im Auto zur Welt kam, rückblickend allerdings, ist dieser Umstand doch bezeichnend für mein weiteres Leben;)  zeitweise war mein Lieblingsspruch - LEBEN HEISST UNTERWEGS SEIN“ sagt Edith über sich selbst.

Einschneidend war dann das Jahr 2009, als ein beachtlicher Hirntumor ihr Leben veränderte. Es folgten 5 Jahre Arbeitsunfähigkeit, bis dann 2018 ein weiteres einschneidendes Ereignis stattfand.

Zu wenig beachtet wurde, dass diese schlimme Krankheit dazu führte, dass das Blut dick wird. Diese Erkenntnis hatte Edith von einem Therapeuten, der sie mit Ayurveda behandelte. Sie suchte nach neuen Alternativen, weil die Behandlung zu teuer wurde.

Auf ihrer Suche stellte sie fest, dass man basisches Wasser trinken sollte. Bei Edith führte das dazu, dass sie schnell mehr Energie erlangte und leistungsfähiger wurde. Das macht viel Sinn, weil die Lebensmittel größtenteils sauer reagieren. Das Wasser, mit dem Edith sich therapierte war nicht nur basisch, sondern es war auch ionisiert, das heißt es enthält freie Elektronen. Dadurch wird das Wasser zu einem Elektronendonator. Das heißt, damit hat es antioxidative Eigenschaften.

Dieses Wasser BEDEUTET LEBEN

Deshalb ist es besonders von Nutzen für Menschen, die verschiedene gesundheitliche Beschwerden haben, und nach Alternativen suchen. Auch Menschen, die gerne hochwertiges Wasser trinken und eine gute Lebensqualität schätzen, ist dieses Wasser sehr wertvoll.

Edith hat in ihrer neuen Tätigkeit mit dem Wasser eine neue Leidenschaft gefunden. Sie fühlt sich sehr beschenkt, dass sie so viele interessante Menschen kennlernen darf, und so viele begeisternde  Geschichten erfährt.

Für Edith hat sich dadurch die persönliche Lebensqualität in vielen Bereichen sehr positiv verändert. Diese Bereiche betreffen ihre Energie, ihren inneren Frieden. Sie fühlt sich ganzer und größer. Dazu gehört auch der Umweltfaktor, der ihr sehr wichtig ist, aber auch Naturschutz und Tierschutz. Diese neue Tätigkeit gibt dem Leben einen neuen Sinn und bringt viel Freude. Edith kann ihre Stärken und Leidenschaften ausleben, was sich einfach gut anfühlt.

Ediths Leidenschaft – ionsiertes Wasser

Die im Wasser vorhandenen Elektronen sind eine Wohltat für unseren Körper. Man muss es einfach mit der Natur vergleichen. Wir Menschen fühlen uns in grünen Wäldern oder an der See sehr wohl, dort können wir Kraft tanken. Und frische Nahrungsmittel aus dem Garten bringen uns ebenfalls dieses gute Gefühl. Das liegt daran, dass wir es auch hier mit einem hohen Gehalt an freien Elektronen zu tun haben. Dieses Wasser, dass dazu auch noch basisch ist, entlastet den Körper und bringt mehr Energie.

Die positive Wirkung erklärt sich daraus, dass

  1. die vorhandenen Gifte (Schwermetalle, Uran, Pestizide, Hormone und

Medikamentenrückstände aus dem Wasser gefiltert und dadurch den Körper entlasten.

  1. Durch die kleine Molekülkette kommt das Wasser leichter in die Zelle und erfüllt einerseits den Zweck als Transportmittel und bringt Vitalstoffe verstärkt zur Zelle die Schlacken verstärkt aus der Zelle. ​
  2. Das basische Milieu entlastet unser Puffersystem
  3. Die Elektronen bauen massiv Radikale ab.

1 Glas Wasser baut ca. 1.Billiarde Radikale ab

1 Glas Wasser ist so stark in seiner antioxidativen Wirkung wie eine gesamte Packung OPC . Es ist das stärkste Antioxidans unserer Zeit.

Zur Erklärung, es ist nicht die Zelle, die altert, sondern die Zellflüssigkeit, die degeneriert, das sagte bereits Dr. Alexis Carell.

Die Entgiftung des Gewebes und das Zuführen von sauberem Wasser ist die Basis jeglicher Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Unterschiede zu Leitungswasser bestehen in der

  • Reinheit
  • Ionisierung
  • Basisch
  • Gehalt an Elektronen

Erfahrungen von Menschen, die dieses Wasser trinken zeigen, dass sich das Blut mit Sauerstoff anreichert, der Blutdruck normalisiert sich, der Blutzucker bessert sich.

Die Menschen sind entspannter. Gute Erfahrungen gibt es auch in Bezug auf Allergien. Blutverdünnende Medikamente konnten reduziert werden. Einige Menschen berichten, dass die Haare und Nägel schneller wachsen, die Haut weicher wurde und dass sie kaum noch Hornhaut haben. Edith selbst ist dadurch größer geworden.

Aber auch für all jene, das Wasserschleppen und Müll produzieren im eigenen Körper beenden möchten, die die Umwelt damit schonen möchten, für mehr Lebensqualität.

Eine weitere Gruppe, für die das Wasser interessant ist, sind Unternehmer, die Krankenstände abbauen und die Immunität ihrer Mitarbeiter stärken wollen, ist dieses Wasser wichtig. Das ionisierte Wasser bringt mehr Energie, die Menschen sind weniger müde, innerlich ruhiger und friedlicher, entgiften täglich ihren Körper.

Tipps für ein gesundes Leben von Edith Salcher

  • Eine positive Einstellung hilft unglaublich
  • weil wir zu über 70% aus Wasser bestehen, sollten wir es in ausreichender Menge und Qualität trinken, täglich 2-3 Liter Wasser, dazu eine gesunde und vitalstoffreiche Ernährung sowie ausreichend Bewegung ​

Kurze Fragen-schnelle Antworten

- Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen jetzigen Weg

dass sich meine Gesundheit durch das Wasser so stark verbessert hatte

- Mit wem würdest Du gern mal ein Kamingespräch führen und über welches Thema würdest Du

mit dieser Person sprechen

mit Hr. Dipl Ing. Rasmus Gaupp - Dr. Masaru Emoto  über Wasser Erfahrungen

- Vervollständige den Satz: Gesundheit bedeutet für mich.......

das Leben viel facettenreicher genießen zu können - gestalten - Freude

- Vervollständige den Satz: Erfolg bedeutet für mich.........

wenn sich das Leben leicht anfühlt - im Fluss sein

- Welches Buch liest Du aktuell/hast Du als letztes gelesen, worum geht es und kannst Du es

empfehlen?

„Der Weg zurück in die Jugend“ von Sang Whang

- Was ist Dein größter bisher unerfüllter Lebenswunsch? 

mit einem großen lustigen Wohnmobil durch die Lande ziehen

Kontaktdaten

https://www.facebook.com/edithsalcher2020/

https://edithionisiert.sanuslife.com/deu/products/ecaia-ionizer

Edith stellt das Buch gern als E-Book zur Verfügung.

Show 66: Wie vermeide ich, dass toxische Metalle meine Darmfunktion beeinträchtigen

Woher kommen die schädlichen Schwermetalle. Teilweise kommen sie aus der Luft, z.B. durch Einatmen von Zigarettenrauch, oder aus Nahrungsmitteln, die mit Schwermetallen belastet sind, z.B. Fisch oder Pilze. Im Darm kommt es durch die aufgenommenen toxischen Metalle mit den Mineralstoffen zu Wechselwirkungen. Das heißt, die Resorption von Kalzium wird durch Blei aus Trinkwasserleitungen gehemmt. Durch Nickel und Cadmium-Belastung im Darm wird die Zink- und Magnesiumresorption gehemmt. Und schließlich wird durch Quecksilber, das wir mit Seefisch aufnehmen oder aus Amalgamfüllungen stammt, die Resorption von Selen gestört. Andere Belastungen können durch verunreinigte Ayurvedamedikamente oder Algenpräparate entstehen. Weiterhin muss man berücksichtigen, dass auch Überdosierungen mancher Mineralstoffe die intestinale Zufuhr andere Mineralstoffe hemmen kann. So zum Beispiel führt die Überdosierung des sonst harmlosen Zinks zur Hemmung der intestinalen Zufuhr von Selen und Kupfer. Auf diese Art kann eine Überdosierung von Zink zu einer Histaminintoleranz führen, weil Kupfer Zentralatom des Histaminabbauenzyms Diaminooxidase, auch DAO genannt, ist.
Weitere Probleme entstehen, wenn die Darmschleimhaut geschädigt ist, oder gar schon ein Leaky gut vorliegt. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Aufnahme von toxischen Stoffen, womit ebenfalls die Resorption wichtiger Mikronährstoffe und Vitamine behindert wird. Chronische Darmentzündungen sind verantwortlich für eine verminderte Resorption von Magnesium, Selen, und Zink. Charakteristisch ist bei chronischen Darmentzündungen unter anderem Kalziummangel. Dieser ist häufig auf die Meidung von Milchprodukten zurückzuführen, was durch einen sekundären Laktasemangel begründet sein könnte.
Es gibt noch eine andere Seite: Die Ursache von Darmentzündungen oder Leaky gut liegt weiterhin darin begründet, dass wir ein Defizit an Mineralstoffen haben. Also, es bedingt sich wechselseitig. Darmentzündungen führen zu Mineralstoffdefiziten, die dann wiederum die Entzündung verstärken. So steigert zum Beispiel Zinkmangel die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut. Die Supplementierung von Zink kann deshalb bei Patienten mit Leaky hilfreich sein. Wichtig ist es auch, auf eine ausreichende Selenversorgung zu achten. Damit werden Darmgewebszellen vor oxidativem Stress geschützt und eine weitere Gewebsschädigung vermieden. Schließlich fördert Kalzium die Ausdifferenzierung von Darmepithelzellen und ist damit auch daran beteiligt, eine intakte Darmschleimhaut zu bilden.
Toxische Metalle sind nicht nur schädlich, weil sie lokale Immunreaktionen hervorrufen, sondern auch noch dosisabhängig toxische Wirkungen hervorrufen. Für die Gesundheit wichtig sind dabei die schädigenden Wirkungen von oxidativem Stress, der durch die toxischen Metalle ausgelöst wird, oder die Belastung von Nahrungsmitteln mit giftigen Metallen. Diese leiten chemische Reaktionen ein, welche die Entstehung freier Sauerstoffradikale fördern. Diese wiederum können sowohl zelluläre Moleküle als auch Strukturen der Darmschleimhaut zerstören. Unter anderem wird durch diese Prozesse verhindert, dass vor allem die wichtigen B-Vitamine über die geschädigte Darmschleimhaut nur noch vermindert aufgenommen werden. B-Vitamine sind jedoch an vielen antioxidativen Stoffwechselprozessen beteiligt. Darüber hinaus bewirken toxische Metalle, dass die antioxidativen Schutzmechanismen gehemmt werden und auch DNA-Reparaturmechanismen können inaktiviert werden. Das alles führt dazu, dass vermehrt freie Radikale entstehen, in deren Folge die Barrierefunktion des Darmepithels geschwächt wird. Damit können immunogene und toxische Fremdstoffe vermehrt in die Blutbahn gelangen. Dadurch werden auch andere Organe den toxischen Stoffen ausgesetzt.

Show 65: Zu viele Gase im Bauch?

Vielleicht kennst Du das auch, nach einem üppigen oder auch ungewohnten Essen, fühlst Du dich, als hättest Du einen Luftballon im Bauch. Diese Ansammlung von übermäßig vielen Gasen im Magen-Darm-Trakt bezeichnet man als Meteorismus oder auch als Blähungen. Zugegeben, das ist ein Thema, über das man nicht gerne spricht. Blähungen sind für viele Menschen eine große Belastung und dennoch oft ein Tabu-Thema. Meistens sind Blähungen harmlos, es gibt jedoch auch Krankheiten, die mit Blähungen einhergehen und deshalb sollte man schon darüber sprechen.

Die Beschwerden, wie das Gefühl, aufgebläht zu sein, Rumoren im Darm verbunden mit starken Bauchschmerzen, entstehen durch die Ansammlung von Gasen im Darm verbunden mit der Ansammlung vom flüssigem und festen Darminhalt. Begünstigt wird die Ansammlung der Gase im Verdauungstrakt durch hastiges Essen. Wenn wir in einem normalen Tempo Nahrung aufnehmen, gelangen mit jedem Bissen zwei bis 3 Milliliter Luft in den Magen. Hastiges Essen bewirkt einen enormen Anstieg der aufgenommen Luftmenge.

Zu Blähungen kommt außerdem, wenn sich während der Verdauung zu viele Gase im Darm bilden. Wird ihr Abfluss verhindert, können schon recht kleine Gasmengen unangenehm oder schmerzhaft sein. Neben falschen Ernährungsgewohnheiten zählen zu den möglichen Ursachen auch eine Verengung im Darm oder ein ungewöhnlich gewundener und langer Dickdarm.

Die während des Verdauungsvorgangs entstehenden Gase entweichen im Normalfall über die Darmwand oder werden abgeatmet. Kohlendioxid, Methan und Wasserstoff sind die häufigsten Gase, mit denen wir es zu tun haben. Diese entweichen weitestgehend auch über den Anus. Die Zersetzung von Nahrungsresten im Darm durch die Darmbakterien kann auch zur Bildung von schwefelhaltigen Gasen führen, die einen unangenehmen Geruch haben. Der Geruch verstärkt sich nach Aufnahme einer eiweißreichen Nahrung. Es leuchtet ein, dass bei einem üppigen Essen wesentlich mehr Gase produziert werden, insbesondere dann, wenn beim Essen sehr viel Kohlenhydrate aufgenommen werden, womit die Gasbildung verstärkt wird und es zu Blähungen kommt. Bekannt ist Dir sicher auch, dass manche Lebensmittel, wie zum Beispiel Kohl, Hülsenfrüchte oder auch frisches Brot Blähungen begünstigen. Auch der Genuss von Obst, ich nenne als Beispiel Pflaumen, Kirschen, Äpfel und Birnen führt zu Blähungen, weil sie Sorbit enthalten. Also auch wenn man Sorbit anstelle von  Zucker verwendet, können Blähungen auftreten

Kohlensäurehaltige Getränke können ebenfalls zu Blähungen führen. Günstig hierbei ist, dass das meiste Gas durch Aufstoßen wieder abgegeben wird. Eine weitere Quelle für die Entstehung eines Blähbauchs ist die plötzliche Umstellung der Ernährung zum Beispiel mit vermehrter Aufnahme von Vollkornprodukten. Bis der Darm sich darauf umstellt, kann einige Zeit vergehen. Erste Hilfe hierbei ist langsames und gründliches Kauen, was die Ballaststoffe verträglicher macht.

Blähungen können auch Hinweis auf ernste Erkrankungen wie das Reizdarm-Syndrom, Störungen der Galle oder der Bauchspeicheldrüse oder Allergien sein. Was Allergien anbelangt, so können dafür bestimmte Nahrungsmittel verantwortlich sein. Auf Nüsse, Milch und Obst reagieren manche Menschen allergisch. Das führt nicht nur zu Durchfall, Juckreiz, Ekzemen oder Schwellungen im Mund, sondern auch zu Blähungen.

Auch mangelnde Bewegung führt zu Darmträgheit, womit Blähungen ebenfalls gefördert werden.

Bei Schwangeren führt die vermehrte Produktion des Hormons Progesteron dazu, dass das Muskelgewebe der Organe entspannt wird. Damit wird auch der Darm träger und die Gasbildung nimmt zu.

Verschiedene Medikamente können ebenfalls Blähungen verursachen. Das sind unter anderem Abführmittel, Schmerzmittel, Diabetes-Medikamente sowie Antibiotika. Eine besondere Rolle spielen Antibiotika. Sie zerstören die Darmflora, womit es zu langanhaltenden Blähungen kommen kann.

Auch seelische Belastungen, Stress und Angst belasten die Verdauung und verstärken Flatulenzen.

Manche Krankheiten können mit verstärkten Blähungen verbunden sein. Ich möchte sie kurz aufzählen: Das sind Reizdarmsyndrom, hier ist die gestörte Darmmotorik für Blähungen verantwortlich. Auch Stress kann das Reizdarmsyndrom begünstigen.

Auch bei den schwerwiegenden Erkrankungen wir Darmkrebs und Leberzirrhose kommt es zu chronischen oder starken Blähungen.

Was sollte man tun, wenn Blähungen und die damit verbundenen Beschwerden belastend sind.

Es gibt gute Möglichkeiten, dies in den Griff zu bekommen. In erster Linie sollte man seine Ernährungsgewohnheiten ändern. Wichtig ist es blähende Speisen wie Hülsenfrüchte oder Kohl, rohes Gemüse oder zu viele Vollkornprodukte zu vermeiden oder zu reduzieren Die Nahrungsaufnahme sollte langsam und bewusst erfolgen, ordentliches Kauen gehört auch dazu. Medikamentöse Maßnahmen kann man durchführen, wenn das allein nicht hilft.

Ich tendiere hier jedoch zu natürlichen Mitteln. Heilpflanzen wie Anis, Kümmel oder Fenchel sind sehr hilfreich. Sie sorgen in Tropfenform, als ätherisches Öl oder als Teemischung für eine rasche Linderung der Beschwerden. Andere pflanzliche Wirkstoffe, wirken entkrampfend und entblähend. Dazu zählen Pfefferminze und Kamille, aber auch Wermut, gelber Enzian, Ingwer und Majoran. Sollten Gallenprobleme die Blähungen hervorrufen, hilft Artischockenextrakt.

Liegt jedoch ein Mangel an Verdauungssäften vor und es werden dadurch Blähungen produziert, hilft die Einnahme der  entsprechenden Enzympräparate.

Wie kann man aber Blähungen vermeiden?

Natürlich erst einmal durch den Verzicht auf stark blähende Lebensmittel. Dazu gehört auch ausreichend Bewegung, weil damit die Darmtätigkeit unterstützt wird. Hilfreich ist es auch schon bei der Zubereitung der Mahlzeiten verdauungsfördernde und entblähende Kräuter und Gewürze zu verwenden. Welche das sind, fasse ich noch einmal zusammen: Anis, Kümmel, Fenchel, Ingwer, Koriander, Kurkuma und Majoran.

Es versteht sich von selbst, beim Essen haben Stress und Hektik nichts zu suchen

Altbewährte Hausmittel bei Völlegefühl und Bauchkrämpfen sind z.B. eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen. Noch intensiver wirkt feuchte Wärme. Dazu legt man ein feuchtes Tuch zwischen Wärmflasche und Bauch. Möglich sind auch Kartoffelwickel. Dazu kocht man Pellkartoffeln, zerstampft sie und legt sie auf ein Tuch. Diese warme, nicht zu heiße Masse wird auf den Bauch gelegt und mit einem weiteren Tuch fixiert. Hilfreich kann auch eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn mit speziellen Ölen sein, die Bauchkrämpfe lindert und für den Abgang von Blähungen sorgt. Ja und auch kohlesäurehaltige Getränke sollten nur in Maßen konsumiert werden, um den Verdauungstrakt nicht unnötig mit Gasen zu belasten.

Sollten Menschen neben ständigen Blähungen noch Erbrechen, Bauchschmerzen und Veränderungen im Stuhlgang dazukommen, ist es wichtig einen Arzt zu konsultieren. Abklären lassen sollte man die Ursachen von Flatulenzen, wenn sie nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten oder über einen längeren Zeitraum bestehen.

Show 64: Welche Rolle spielt der Darm bei Stress

Zusammenfassung

Der Darm ist mit zig Milliarden von Bakterien besiedelt. Diese spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Verdauung sondern auch für das Immunsystem und die Synthese verschiedener Neurotransmitter. Neuere Forschungen untersuchen die Darm-Hirn Achse und beziehen dabei die Psyche mit ein, So werden Probiotika entwickelt, die speziell auf die Stärkung des Darmmilieus wirken und damit neurophysiologische Prozesse unterstützen.

Inhalt

Der Darm ist unser größtes Körperorgan, nicht nur deshalb hat er eine so große Bedeutung, wenn es darum geht, gesund zu bleiben. Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen Darm und Gehirn? Das ist wichtig für das Verständnis vieler körperlicher Probleme.

Im Darm haben wir einen intensiven Kontakt mit fremden Stoffen, die wir über die Nahrung aufnehmen.  Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Darm gerade dort eine leistungsstarke Schutzbarriere an der Darmwand gegen Fremdstoffe besitzt. Dafür besitzt der Darm aktive Bakterien, von denen wir im Darm 10 mal mehr haben, als Zellen im ganzen Körper. Diese kleinen Lebewesen benötigen wir für eine ordentliche Verdauung und für sehr viele Stoffwechselvorgänge, die mithilfe von zig Milliarden Mikroorganismen gesteuert werden. Der Darm produziert eine ganze Reihe lebensnotwendiger Vitamine, Enzyme und Aminosäuren. Alle schädlichen Stoffe, die mit der Nahrung in den Darm gelangen, werden von ihm neutralisiert, d.h. unschädlich gemacht. Und was er nicht schafft, bearbeitet dann die Leber weiter.

Die Bedeutung des Darms beschrieb u.a. schon der russische Nobelpreisträger Dr. Ilja Metchnikoff mit dem Satz: „Der Tod sitzt im Darm“. Er stellte fest, dass Menschen, die Probiotika (also milchsaure Produkte) verzehrten, besonders gesund und widerstandsfähig waren, was sich auch in deren Lebensalter ausdrückte.

Der Darm beherbergt, und das ist enorm wichtig, das effektivste körpereigene Abwehrsystem, was man sich nur vorstellen kann. Er bildet Immunzellen, die den Körper von Giftstoffen, einschließlich fremder Bakterien und Viren, freihalten. Die Bildung von Immunzellen im Darm ist jedoch nur möglich, wenn er ausreichend gesunde Bakterien hat. Diese müssen den Nahrungsbrei so verarbeiten, dafür sorgen, dass keine Fäulnis- oder Gärungsprozesse entstehen.

Die Darmbakterien sitzen in den Schleimhäuten der Darmwände und sie benötigen ein saures Milieu, um effektiv ihre Arbeit verrichten zu können. Einen Begriff gilt es noch zu klären, das ist der Begriff der Darmflora. Die Darmflora ist die Gesamtheit aller im Darm enthaltenen Bakterien und Mikroorganismen. Ein weiterer Begriff ist das Mikrobiom. Im engeren Sinne versteht man darunter die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die ein vielzelliges Lebewesen, wie auch den Menschen, natürlicherweise besiedeln. Das heißt es das Mikrobiom schließt auch die Mikroorganismen außerhalb des Darms mit ein.

Was die Funktion der Darmbakterien anbelangt, so helfen sie nicht nur bei der Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung und unterstützen das Immunsystem, sie stehen auch in einem engem Verbindung mit der eigenen Stimmung sowie der Produktion von wichtigen Neurotransmittern im Gehirn. Wegen der Vielzahl seiner Funktionen  wird der Darm auch als „Superorgan“ bezeichnet. Nun ist es auch kein Geheimnis, dass es sehr viele Arten von Darmbakterien gibt. Die Zusammensetzung des Mikrobioms ist von Mensch zu Mensch sehr individuell, so individuell wie ein genetischer Fingerabdruck.  Die Ursache ist der doch sehr individuelle Lebensstil der Menschen, ebenso genetische Faktoren. Man weiß, dass ungefähr die Hälfte  der Darmbakterien im Menschen gleich ist, die andere Hälfte unterliegt individuellen Besonderheiten.

In unserem Darm können wir zwei große Gruppen von Bakterien unterscheiden. Das sind einerseits die schlechten Darmbakterien, sogenannte Koli- oder Fäulnisbakterien. Sie sind für Darmbeschwerden, unter anderem auch Durchfall verantwortlich. Andererseits bezeichnet man die guten Bakterien als Pro-Kulturen, zu denen z. B. Laktobakterien und Bifidobakterien zählen.  Diese Bakterien sorgen mit einer guten Darmflora dafür, dass die Verdauung funktioniert und der Mensch wertvolle Nährstoffe und Vitamine aus der Nahrung aufnehmen kann. Wichtig ist, dass die guten und schlechten Bakterien  in einem bestimmten Verhältnis zueinanderstehen, bei dem die Pro-Kulturen den größeren Anteil haben. Andernfalls kippt das System und dann gibt es nicht nur Verdauungsbeschwerden, sondern es kann sich eine ganze Kaskade von gesundheitlichen Problemen entwickeln. Auch solche Probleme wie Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall und Müdigkeit, wo man die Ursache nie im Darm vermuten würde. Somit ist eine gute Darmflora mit einer angemessenen Vielzahl von Bakterien und einem guten Verhältnis zwischen guten und schlechten Bakterien wichtig, um fit und leistungsfähig zu bleiben.

Was hat es nun mit der Darm-Hirn-Achse auf sich?

Eine wichtige Frage, die es dabei zu klären gilt, ist die Frage nach der Art der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn. Diese Beziehung ist wechselseitig. Das heißt wir sprechen von der Darm-Gehirn-Darm-Kommunikation. Diese läuft über die sogenannte gut-brain-Axis, die Darm-Hirn-Achse, ab. Dabei spielen verschiedenen Nervenverbindungen eine Rolle, nämlich einmal die Verbindungen im Rückenmark und auch über den Vagus Nerv, der an Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt ist. Der Vagus-Nerv hat eine direkte Verbindung zwischen den Mikroorganismen im Darm und dem zentralen Nervensystem. Auch das die Darmwand durchziehende Geflecht von Nervenzellen ist an der Kommunikation mit dem Mikrobiom beteiligt. In diesem Teil des Nervensystems werden die von den Mikroorganismen synthetisierten Neurotransmitter durch entsprechende chemische Sensoren wahrgenommen und können so mit dem Vagus-Nerv und weiteren Gehirnstrukturen interagieren.

Zwischen Darm und Gehirn gibt es durch Hormone eine weitere Möglichkeit zur Kommunikation. Das sind zum Beispiel GABA-Gammaaminobuttersäure, verschiedene Neuropeptide und Dopamin. Dazu gehören auch Kurzkettige Fettsäuren und Tryptophan.

Forschungen in Irland haben gezeigt2 , dass Mikroben der Darmflora das Gehirn und die Stimmung beeinflussen können. Sie konnten zeigen, dass Darmbakterien wichtige Bausteine für Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und GABA sind. Diese spielen alle eine wichtige Rolle für die Stimmung.  Das lässt den Schluss zu, dass eine gestörte Darmflora die Produktion bzw. die Umwandlung in die wichtigen Neurotransmitter negativ beeinflusst. In der Folge kann Stress entstehen, weil der Neurotransmitters GABA reduziert ist. GABA wirkt vor allem gegen die Symptome von Stress und sorgt für einen erholsamen Schlaf. Dieser Neurotransmitter kann nur durch Darmbakterien richtig synthetisiert werden. Er sorgt im engeren Sinne für Entspannung.

Ein weiterer wichtiger Neurotransmitter ist Serotonin. Er ist in erster Linie für unsere Stimmung verantwortlich. Voraussetzung für die Serotoninsynthese ist Tryptophan. An der Tryptophansynthese ist das Darmbakterium Bifidobacterium infantis beteiligt. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass über 95 % des Tryptophans im Darm produziert werden und nicht im Gehirn.

Durch diese Erkenntnis ist man dazu übergegangen zu erforschen, wie man die Darmflora zielgerichtet beeinflussen kann. Inzwischen konnte gezeigt werden, dass lebende Bakterienstämme, aus  Bifidobacterium, Streptokokkus, Lactococcus und Laktobazillen die Stimmung positiv beeinflussen können. Verschiedene Firmen haben diesbezüglich entsprechende Probiotika entwickelt mit denen zum Beispiel Stress gut beeinflusst wird. Die Tryptophansynthese im Darm ist Voraussetzung für die Synthese von Serotonin im Gehirn, denn Serotonin kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden, wohl aber Tryptophan. Ein Großteil von Serotonin wird im Darm direkt synthetisiert und steht dann für viele Funktionen außerhalb des Gehirns zur Verfügung. So kann Serotonin an Rezeptoren auf der Oberfläche verschiedener Zellen im Körper binden. Auf diese Art kann das Serotonin viele unterschiedliche Prozesse steuern.  Über das zentrale Nervensystem beeinflusst Serotonin die Regulation von Körpertemperatur, Appetit, Emotionen, das zentrale Belohnungssystem, Stimmung und Antrieb. Auch die Bewusstseinslage, der Schlaf-Wach-Rhythmus und die Bewertung von Schmerzen, werden über Serotonin reguliert. Vielfältige Aufgaben gibt es unabhängig von Gehirn. Das betrifft unter anderem die Weitstellung der Blutgefäße, der Bronchien und des Darms wenn es notwendig ist z.B. in Gefahrensituationen. Durch die Stimulierung der Blutplättchen (Thrombozyten) spielt Serotonin auch eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung.

Kommen wir jetzt zur Wechselbeziehung zwischen Darm und Stress. Vielleicht kennst Du es ja selbst. In Stressphasen reagiert dein Körper eventuell mit Verdauungsbeschwerden, Heißhungerattacken oder gar auch Appetitlosigkeit. Die Ursache ist darin begründet, dass während einer Stressphase vermehrt Adrenalin und das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet werden. Damit verbunden ist eine Erhöhung der Atem- und Herzfrequenz, womit die Energiereserven in deinem Körper verbraucht werden. Diese Energie wird dem Magen-Darm-Trakt in diesem Fall entzogen. Alle Tätigkeiten, die hier sonst  stattfinden, werden reduziert. Und es kann dann zu Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall führen. Jeder Darm reagiert anders. Die Ursachen dafür sind jedoch noch nicht geklärt.

Die vermehrte Freisetzung von Stresshormonen kann eventuell eine Veränderung der Zusammensetzung der Darmbakterien initiieren. So könnte zum Beispiel Noradrenalin die Kommunikation zwischen den verschiedenen Bakterien beeinflussen, was zu einer Veränderung der Aktivität der Bakterien führen kann. [4]

Ich sprach von Wechselbeziehung zwischen Darm und Gehirn. Da entsteht natürlich auch die Frage, ob die Darmbakterien selbst die Psyche beeinflussen können. So kann zum Beispiel eine veränderte Zusammensetzung des Darmmikrobioms zu einer Verschiebung des Gleichgewichts zwischen den guten und schlechten Darmbakterien führen. Dabei sterben die guten Darmbakterien ab, womit  Verdauungsbeschwerden auftreten. Somit ist aber keine vollständige und ausreichende Resorption von wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren oder Spurenelementen mehr gegeben. Damit können wichtige Neurotransmitter nicht mehr hergestellt werden und es kommt zu Veränderungen im Gehirn und in der Psyche.

Noch einen Aspekt gilt es zu berücksichtigen. Unter hohem Leistungsdruck und Stress entwickeln viele Menschen Verdauungsbeschwerden bis hin zu Bauchkrämpfen und Konzentrationsstörungen. Oft steht mit derartigen Beschwerden ein löchriger Darm, auch leaky gut genannt, in Zusammenhang. Damit sind durch verschiedene schädigende Faktoren Funktionsveränderungen im Darm selbst verbunden. Die Ursache für den löchrigen Darm ist eine Minderdurchblutung ausgelöst durch Stress und starker körperlicher Aktivität, was man sehr häufig bei Sportlern beobachtet. Der Darm kann infolge seiner Löchrigkeit austrocknen, was zu Rissen in der Darmschleimhaut führt. Damit aber gelangen Schädlinge und Keime in die Blutbahn oder auch in die Lymphgefäße.  Jetzt kommt es zu einer Schwellung der Darmwand, womit einerseits die Nährstoffe eine längere Transportzeit benötigen und sie andererseits durch die Darmschleimhaut nicht ausreichend resorbiert werden. Wenn durch einen löchrigen Darm vermehrt schädliche Stoffe in den Blutkreislauf gelangen, ist auch die Leber in ihrer Entgiftungsleistung überfordert.

In der Konsequenz  benötigt der Körper viel mehr Energie und Personen, die davon betroffen sind, haben massive Leistungseinschränkungen zu verzeichnen. Sie sind ständig müde und abgeschlagen.

Für die Leistungsfähigkeit deines Körpers ist der Darm enorm wichtig. Wichtig für einen gut funktionierenden Darm ist die kurzkettige Fettsäure Butyrat, die von bestimmten Darmbakterien gebildet werden kann. Butyrat ist eine Energiequelle für unsere Darmzellen.  Sie können die Resistent des Darmepithels erhöhen und damit zu einer besseren Darmbarriere führen.

Um eine gute Darmflora zu erhalten sollte man zwei Dinge beachten:

Erstens betrifft es die Ernährung mit frischen Lebensmitteln wie Gemüse, welche die sogenannten Prä-Kulturen enthalten. Dazu zählen auch solche Lebensmittel wie Chicoree,  Artischocken,  Schwarzwurzel,  Zwiebel, Lauch, Spargel, Weizenkleie, Knoblauch, Pastinake und Bananen. Deren Lebensmittelbestandteile werden nicht sofort vom Körper weiterverwertet, sondern bleiben zunächst im Darm und dienen als Nahrung für die Darmflora bzw. die sogenannten Probiotika. Nicht zu verwechseln! Probiotika sind nämlich eben diese aktiven Bakterienstämme , die du mit der richtigen Ernährung pflegst. Das ist auch schon der zweite nützliche Tipp für eine gesunde Darmflora. Milchprodukte wie Joghurt enthalten die Bakterienstämme, die du durch den Verzehr einfach in deinem Darm vermehrst. Achte immer darauf, frische Lebensmittel zu verzehren.

Schlecht für den Darm und sein Mikrobiom sind Kristallzucker und hochverarbeitete Kohlenhydrate. Diese beeinflussen das Verhältnis der Darmbakterien negativ. Kohlenhydrate sind nicht generell abzulehnen, sondern es kommt auf die Art und Weise ihrer Verarbeitung an. Deshalb sollten Kohlenhydrate stets in ihrer natürlichen Form verwendet werden, wie z. B. Kartoffeln, Süßkartoffeln und Wurzelgemüse.

Literatur

[1] Lyte, M. (2013) Plos I Pathogens. Microbial Endocrinology in the Microbiome-Gut-Brain Axis: How Bacterial Production and Utilization of Neurochemicals Influence Behavior. Vol. 9. Issue 11: e1003726 [http://journals.plos.org/plospathogens/article?id=10.1371/journal.ppat.1003726]

[2] Cryan, J.; Dinan, T. G. (2012) Nature Reviews Neuroscience. Mind-altering microorganisms: the impact of the gut microbiota on brain and behaviour. Vol. 13, pp. 701-712 [http://www.nature.com/nrn/journal/v13/n10/full/nrn3346.html]

[3] Tillisch, K.; Labus, J. et al. (2014) Gastroenterology. Consumption of Fermented Milk Product With Probiotic Modulates Brain Activity. Vol. 144. Issue 7. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3839572/]

[4] Wang, H.; Lee, I.-S. et al. (2016) Journal of Neurogastroenterology and Motility. Effect of Probiotics on Central Nervous System Functions in Animals and Humans: A Systematic Review. Vol. 22. Issue 4, pp. 589-605. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5056568/]

Show 063: Wie man Dauerstress vermeidet

Was kommt in Stressphasen als Nervennahrung in Frage. Was ist gut für Situationen, in denen wir mit dem Stress hadern.
Es sollte möglichst energiereich sein, den Magen nicht sehr belasten aber ausreichend Kalorien haben und schnell dazu führen, dass unsere Zellen wieder mehr Energie produzieren. Verkehrt wäre es in dieser Situation so richtige Kalorienbomben zu sich zu nehmen, wie ein Stück Kuchen oder Torte mit hohem Zuckergehalt, die auch noch den Insulinspiegel erhöhen.
Welche Lebensmittel können wir verzehren? Bedingung sollte sein, dass sie unsere Nerven stärken und dabei möglichst den Blutzuckerspiegel konstant halten.

Alles hängt davon ab, aus welchen Makro- und Mikronährstoffen die Lebensmittel zusammengesetzt sind. Wenn das Ziel darin besteht, die Leistungsfähigkeit zu steigern, bedeutet es immer, die Energieproduktion zu steigern. Wenn man schon zum Frühstück beachtet, welche Lebensmittel langanhaltend für viel Energie sorgen, dann fällt es, salopp gesagt, dem Stress schwer, bei uns anzukommen. Welche Nährstoffe brauchen wir unbedingt, um eine hohe Leistungsfähigkeit zu erhalten?
Das fängt schon bei den Makronährstoffen an. Wir benötigen hochwertige Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate mit ausreichend Ballaststoffen, ungesättigte Fettsäuren. Auch ausreichend Wasser gehört unbedingt dazu, weil ohne Wasser kein Transport, kein Auflösen , kurz kein Stoffwechsel möglich ist. Hinzu kommen die Mikronährstoffe, die wir unbedingt benötigen, damit aus den Makronährstoffen effektiv Energie produziert werden kann. Das sind Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren.

Das wichtigste Mineral, das wir zur Energieproduktion benötigen ist Magnesium. Das habe ich in diesem Podcast immer wieder betont. Gleichzeitig ist Magnesium das Anti-Stress- Mineral schlechthin. Jedoch ist Magnesium nicht das einzige Mineral, was wir benötigen. Calcium und Kalium gehören ebenfalls dazu. Sie sind wichtig für eine regelrechte Weiterleitung und Freisetzung von Nervenimpulsen und für eine ausgeglichene Herzfunktion. Für starke Nerven, oder besser für einen guten Nervenstoffwechsel sorgen die B-Vitamine. Insbesondere die B-Vitamine B1, B2, B6 und B12, wobei Vitamin B 12 für die Energieproduktion in den Zellen essentiell ist. Hinzu kommen die Vitamine C und E. Beides sind hervorragende Radikalenfänger, die insbesondere vor zellschädigenden Sauerstoffverbindungen schützen und damit indirekt einen Beitrag zu Energieproduktion leisten. Auch die Spurenelemente Zink und Kupfer schützen die Zellen vor dem oxidativen Stress.
Das Glückshormon Serotonin sollte auch noch dabei sein. Dieses Hormon kann unser Körper selbst herstellen. Dafür benötigt er als Ausgangsstoff die Aminosäure Tryptophan sowie die Vitamine B6 und B12.
Viele eiweißreiche Lebensmittel enthalten Tryptophan. Es gelangt jedoch nur über das Blut ins Gehirn, wenn man gleichzeitig Kohlenhydrate konsumiert, die zu einer Insulinausschüttung führen.
Einige gesunde eiweißhaltige Lebensmittel sind: Fleisch, Fisch, Quark, Eier und Käse, versteht aus biologischem Anbau. Dazu kommen Eiweiße pflanzlichen Ursprungs, die zum Beispiel in Haferflocken, Mandeln, Broccoli und vielen anderen enthalten sind.

Kommen wir konkret zu den Lebensmitteln, die Körper und Geist optimal gegen den Alltagsstress unterstützen.
Das sind zunächst** **Nüsse, Kerne und Samen****. Nüsse sind als besonders wertvoll anzusehen, weil sie große Mengen B-Vitamine z.B. B1, Magnesium, Kalium und Vitamin E enthalten. Sie sind der ideale Snack für zwischendurch auch für unterwegs. Kerne und Samen, wie zum Beispiel Leinsamen oder Kürbiskerne sind ebenfalls reich an B-Vitaminen, Magnesium und anderen Mikronährstoffen. Sie eignen sich hervorragend als Toppings für Müsli und Salate.
In grünem Gemüse wie Spinat, Broccoli, Grünkohl sind ebenfalls viele Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium, B-Vitamine, Kalium Vitamin C und Eisen enthalten. Wenn man zum Beispiel konzentrierter arbeiten möchte ist die Versorgung mit Eisen sehr wichtig, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen.
Ein hervorragendes Nahrunsgmittel in Bezug auf Stress ist die Banane. Neben Vitamin B&, Magnesium und Kalium enthält sie Tryptophan. Wie ich es bereits sagte, ist Tryptophan die Ausgangssubstanz für das Glückshormon Serotonin
Über die positiven Eigenschaften von dunkler Schokolade muss ich hier glaube ich, nichts mehr sagen, ist sie doch mit ihren Inhaltsstoffen hervorragend geeignet in Stressphasen zu Besserung zu führen. Auch hier ist es Tryptophan, was uns glücklicher machen kann.
Eine Portion Haferflocken zum Frühstück sind ein wunderbares Mittel, um einen stressigen Tag aushalten zu können. Vitamin B1 und B6 sowie Tryptophan, das zur Bildung von Serotonin beiträgt, stärken unsere Nerven und machen glücklich. Die komplexen langkettigen Kohlenhydrate schützen außerdem vor Heißhungerattacken. In Bezug auf Stressentstehung ist dies ein weiterer wichtiger Faktor.
Da Gehirn und Nerven aus rund 50 % Fett bestehen, macht es Sinn Fette für starke Nerven zu verzehren. Gemeint sind selbstverständlich gesunde fette mit einem hohen Anteil an Omega 3- Fettsäuren. Das sind die Fischsorten Lachs, Thunfisch und Hering, die besonders viel davon enthalten. Omega 3- Fettsäuren dämpfen bei Stress das Stresshormon Adrenalin und wirken somit beruhigend.
Auch Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Linsen, Kichererbsen können gegen Stress resistent machen. Das gilt jedoch nicht bei einem einmaligen Verzehr. Diese Lebensmittel enthalten große Mengen an Kalium und auch ausreichend Magnesium, Zink und Eisen. Außerdem sind sie hervorragende Quellen für die wertvollen B-Vitamine.

Show 061: Welche Nahrungsmittel können in Stressphasen helfen?

Wenn Du gerade mal wieder eine Situation erlebst, in der Du nicht weißt, wo Dir der Kopf steht, was Du zuerst machen sollst, bist Du sicher auch geneigt Dir schnell Hilfe zu suchen. Diese besteht meistens darin, schnell etwas zu essen, einen Kaffee oder Softdrink zu sich zu nehmen, Raucher greifen zur Zigarette, ja, auch Alkohol spielt manchmal eine Rolle. Wir machen das nicht, um schnell mal eine kleine Pause einzulegen. Nein. Unter Stress spürt unser Körper, dass ihm Energie fehlt. Ursache dafür ist, dass wir unter Stress Hormone freisetzen, wie Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin. Diese sorgen dafür, dass die Zellen nicht mehr ausreichend Energie produzieren. Eigentlich ist das eine Schutzreaktion, die uns zwingt, aktiv zu werden. Aktiv in dem Sinne, dass wir uns eine Pause gönnen, um uns auszuruhen. Dann verbrauchen wir weniger Energie. Oder aber wir flüchten vor der Arbeit, die uns in dieser Phase belastet und machen etwas anderes, weniger anstrengendes. Leider ist das, wenn man im Beruf steht, Termine hat und fertig werden muss, einfach nicht möglich, sich auszuruhen oder wegzulaufen. Nebenbei gesagt, obwohl es besser wäre. Wir wollen also fertig werden und wir kompensieren unser Leistungstief durch Nahrungsaufnahme, um wieder Energie zu erhalten. Oft genehmigen wir uns jetzt etwas Süßes, ein Schokoriegel wäre gut, Kekse, die geradeso im Büro herumstehen, manchmal gibt es auch Obst, z.B. Banane, was gerade da ist. Für einen Moment fühlen wir uns gestärkt und weiter geht es mit der wichtigen Tätigkeit.

Ist das alles richtig, was wir in diesem Moment machen? Über Schokolade habe ich in der letzten Episode gesprochen. Dunkle Schokolade wirkt sich positiv auf unser Nervensystem aus, sorgt für die Freisetzung von Glückshormonen und gibt gleichzeitig Energie. In jedem Fall wird dabei auch Cortisol reduziert und der Stress reduziert.

Was kommt denn noch alles als Nervennahrung in Frage. Was ist gut für Situationen, in denen wir mit dem Stress hadern.

Es sollte möglichst energiereich sein, den Magen nicht sehr belasten aber ausreichend Kalorien haben und schnell dazu führen, dass unsere Zellen wieder mehr Energie produzieren. Verkehrt wäre es in dieser Situation so richtige Kalorienbomben zu sich zu nehmen, wie ein Stück Kuchen oder Torte mit hohem Zuckergehalt, die auch noch den Insulinspiegel erhöhen.

Welche Lebensmittel können wir verzehren? Bedingung sollte sein, dass sie unsere Nerven stärken und dabei möglichst den Blutzuckerspiegel konstant halten.

Ich möchte noch einmal auf die Grundlagen eingehen, damit Du verstehst, warum bestimmte Lebensmittel gut sind, um Stress zu vermeiden und andere eben nicht. Alles hängt davon ab, aus welchen Makro- und Mikronährstoffen die Lebensmittel zusammengesetzt sind. Wenn das Ziel darin besteht, die Leistungsfähigkeit zu steigern, bedeutet es immer, die Energieproduktion zu steigern. Wenn man schon zum Frühstück beachtet, welche Lebensmittel langanhaltend für viel Energie sorgen, dann fällt es salopp gesagt dem Stress schwer, bei uns anzukommen. Welche Nährstoffe brauchen wir unbedingt, um eine hohe Leistungsfähigkeit zu erhalten?

Das fängt schon bei den Makronährstoffen an. Wir benötigen hochwertige Eiweiße, komplexe Kohlenhydrate mit ausreichend Ballaststoffen, ungesättigte Fettsäuren. An dieser Stell möchte ich auch unbedingt Wasser zu den Nahrungsmitteln zählen, weil ohne Wasser kein Transport, kein Auflösen , kurz kein Stoffwechsel möglich ist. Hinzu kommen die Mikronährstoffe, die wir unbedingt benötigen damit aus den Makronährstoffen effektiv Energie produziert werden kann. Das sind selbstverständlich Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren. Welche das sind, will ich Dir jetzt sagen.

Das wichtigste Mineral, das wir zur Energieproduktion benötigen ist Magnesium. Das habe ich in diesem Podcast immer wieder betont. Gleichzeitig ist Magnesium das Anti-Stress- Mineral schlechthin. Jedoch ist Magnesium nicht das einzige Mineral, was wir benötigen. Calcium und Kalium gehören ebenfalls dazu. Sie sind wichtig für eine regelrechte Weiterleitung und Freisetzung von Nervenimpulsen und für eine ausgeglichene Herzfunktion. Für starke Nerven, oder besser für einen guten Nervenstoffwechsel sorgen die B-Vitamine. Insbesondere die B-Vitamine B1, B2, B6 und B12 möchte ich erwähnen, wobei Vitamin B 12 für die Energieproduktion in den Zellen essentiell ist. Hinzu kommen die Vitamin C und E. Beides sind hervorragende Radikalenfänger, die insbesondere vor zellschädigenden Sauerstoffverbindungen schützen und damit indirekt einen Beitrag zu Energieproduktion leisten. Auch die Spurenelemente Zink und Kupfer schützen die Zellen vor dem oxidativen Stress.

Ein Hormon möchte ich noch unbedingt erwähnen, dass für einen Gemütsausgleich gerade in Stress-Phasen sorgt. Das ist das Glückshormon Serotonin. Dieses Hormon kann unser Körper selbst herstellen. Dafür benötigt er als Ausgangsstoff die Aminosäure Tryptophan sowie die Vitamine B6 und B12.

Viele eiweißreiche Lebensmittel enthalten Tryptophan. Es gelangt jedoch nur über das Blut ins Gehirn, wenn man gleichzeitig Kohlenhydrate konsumiert, die zu einer Insulinausschüttung führen.

Einige gesunde eiweißhaltige Lebensmittel sind: Fleisch, Fisch, Quark, Eier und Käse, versteht aus biologischem Anbau. Dazu kommen Eiweiße pflanzlichen Ursprungs, die zum Beispiel in Haferflocken, Mandeln, Broccoli und vielen anderen enthalten sind.

Kommen wir konkret zu den Lebensmitteln, die Körper und Geist optimal gegen den Alltagsstress unterstützen.

Das sind zunächst Nüsse, Kerne und Samen. Nüsse sind als besonders wertvoll anzusehen, weil sie große Mengen B-Vitamine  z.B. B1, Magnesium, Kalium und Vitamin E enthalten. Sie sind der ideale Snack für zwischendurch auch für unterwegs. Kerne und Samen, wie zum Beispiel Leinsamen oder Kürbiskerne sind ebenfalls reich an B-Vitaminen, Magnesium und anderen Mikronährstoffen. Sie eignen sich hervorragend als Toppings für Müsli und Salate.

In grünem Gemüse wie Spinat, Broccoli, Grünkohl sind ebenfalls viele Mikronährstoffe wie Calcium, Magnesium, B-Vitamine, Kalium Vitamin C und Eisen enthalten. Wenn man zum Beispiel konzentrierter arbeiten möchte ist die Versorgung mit Eisen sehr wichtig, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen.

Ein hervorragendes Nahrunsgmittel in Bezug auf Stress ist die Banane. Neben Vitamin B&, Magnesium und Kalium enthält sie Tryptophan. Wie ich es bereits sagte, ist Tryptophan die Ausgangssubstanz für das Glückshormon Serotonin

Über die positiven Eigenschaften von dunkler Schokolade muss ich hier glaube ich, nichts mehr sagen, ist sie doch mit ihren Inhaltsstoffen hervorragend geeignet in Stressphasen zu Besserung zu führen. Auch hier ist es Tryptophan, was uns glücklicher machen kann.

Eine Portion Haferflocken zum Frühstück sind ein wunderbares Mittel, um einen stressigen Tag aushalten zu können. Vitamin B1 und B6 sowie Tryptophan, das zur Bildung von Serotonin beiträgt, stärken unsere Nerven und machen glücklich.  Die komplexen langkettigen Kohlenhydrate schützen außerdem vor Heißhungerattacken. In Bezug auf Stressentstehung ist dies ein weiterer wichtiger Faktor.

Da Gehirn und Nerven aus rund 50 % Fett bestehen, macht es Sinn Fette für starke Nerven zu verzehren. Gemeint sind selbstverständlich gesunde fette mit einem hohen Anteil an Omega 3- Fettsäuren. Das sind die Fischsorten Lachs, Thunfisch und Hering, die besonders viel davon enthalten. Omega 3- Fettsäuren dämpfen bei Stress das Stresshormon Adrenalin und wirken somit beruhigend.

Auch Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Linsen, Kichererbsen können gegen Stress resistent machen. Das gilt jedoch nicht bei einem einmaligen Verzehr. Diese Lebensmittel enthalten große Mengen an Kalium und auch ausreichend Magnesium, Zink und Eisen. Außerdem sind sie hervorragende Quellen für die wertvollen B-Vitamine.

Über Fleisch als Quelle für hochwertiges Eiweiß hatte ich bereits gesprochen. Aber auch Eisen, Magnesium und B-Vitamine sind in Fleisch enthalten. Wertvoll ist in dieser Beziehung Rindfleisch, weil es beispielsweise viel Vitamin B6 enthält. Vitamin B6 ist bekannt, dass es die Nerven kräftigt und den Menschen stressresistenter macht. Vitamin B6 Mangel löst bekanntlich oft Erschöpfungszustände aus. Schweinefleisch hingegen punktet vor allem mit viel Vitamin B 3 (Niacin) und Vitamin B12, die für die Energieproduktion notwendig sind.

Ja, das waren die wichtigsten Lebensmittel für einen stressresistenten Alltag. Damit gelingt es auch die Ernährung abwechslungsreich und gesund zu gestalten. Mit diesen genannten Lebensmitteln als Basis deiner Ernährung kannst Du die die Voraussetzung schaffen, stressige Situationen im täglichen Leben gut zu managen. Du kannst konzentrierter arbeiten, du kannst gelassen deinen Tag strukturieren und schonst deine Nerven.

Ganz wichtig ist dabei, auch für den Notfall, also wenn Du trotz allem stressige Phasen überstehen musst, Nervennahrung parat zu haben. Dafür eignen sich besonders Nüsse und dunkle Schokolade mit einem Kakaogehalt über 70 %.

Diese Sendung hat sich vorwiegend mit Lebensmitteln beschäftigt, die eine wichtige Voraussetzung für ein stressreduziertes Leben sind. Du wirst aber verstehen, dass es Situationen gibt, wo das allein nicht hilft. Deshalb habe ich immer auch nur von Stressphasen gesprochen. Ganz anders sieht es aus, wenn Menschen in Stresssituationen geraten, die langanhaltend sind, die wie ein circulus vitiosus immer präsent sind und sich mit der Zeit verschlimmern. Das war heute nicht Gegenstand der Episode. In einer der nächsten Sendungen werde ich darauf eingehen, wie man Dauerstress vermeiden kann. Schwieriger wird es natürlich, Dauerstress, wenn er einmal da ist wieder zurück zu fahren. Das ist eine riesige Herausforderung, weil hier lebensverändernde Maßnahmen berücksichtigt werden müssen, ebenso müssen die physiologischen Verhältnisse repariert werden. Das ist ein langer schmerzhafter Prozess, insbesondere dann, wenn der Stress schon zu Krankheiten geführt hat. Es ist also wesentlich besser, dafür zu sorgen, dass Stress erst gar nicht zu Dauerstress wird. Das kann man durch die Ernährung gut beeinflussen.

Show 060: Schokolade macht glücklich und hilft bei Stress?

Diesen Satz begegnet man immer öfter. Man fragt sich dann: Stimmt das? Oder ist es nur ein Spruch, der unser schlechtes Gewissen beruhigt, wenn wir doch mal zu viel Schokolade oder andere Süßigkeiten verzehrt haben?

Zunächst ein kleiner Rückblick in die Geschichte. Woher kommt Schokolade, welche Inhaltsstoffe hat sie?

Nun, dass der Hauptinhalt Kakao ist, ist allseits bekannt und neben Kaffee ist Kakao in Deutschland das beliebteste Getränk zum Frühstück.

Nachgewiesen ist der Anbau von Kakaobäumen bereits 1000 v.Chr. bei den Olmeken und um ca. 600 n. Chr. bei den Maya. Aus den Samen stellten sie ein rituelles Getränk her. Dabei wurden die gerösteten und gemahlenen Bohnen vermischt mit Wasser getrunken. Der Geschmack hatte eher die Tendenz ungenießbar, weshalb man später  immer mehr Gewürze wie Vanille und Pfeffer hinzu gab. Erstmals wurde Kakao von den Azteken in Mexiko ca. 14. Bis 16. Jahrhundert zu Schokolade verarbeitet. Die Kakaopflanze hat den Namen Theobroma (Griechisch), was so viel wie „Nahrung der Götter“ bedeutet.  Also schon damals war Kakao sehr begehrt und man schrieb ihm göttliche Eigenschaften zu.

Mit der Entdeckung Amerikas kam Kakao im 15. Jahrhundert durch die spanischen Eroberer nach Europa. Und bereits 200 Jahre später war Kakao in ganz Europa verbreitet. Durch Zugabe von Honig und später Rohrzucker wurde das Getränk mit der Zeit immer beliebter. Jedoch erst mit der Pressung und Weiterverarbeitung des Pulvers im 19. Jhd. wurde Kakao auch breiten Massen zugänglich. Um 1804 wurde in Halle die erste Schokoladenfabrik in Deutschland gegründet. Sie ist heute noch als Halloren Schokoladenfabrik bekannt. Wenige Jahre später wurden in Köln durch den Bäcker Stollwerck & Söhne und in Bremen von Hachez weitere Schokoladenfabriken gegründet. Fast zeitgleich vollzog sich in der Schweiz eine ähnliche Entwicklung. Nestle entwickelte die erste Rezeptur für Schweizer Milchschokolade, Lindt entwickelte die spezielle Rührtechnik und dann kamen auch noch Tobler und Sprüngli  ins Schokoladengeschäft. Heute ist Kakao mit einem Jahresverbrauch von 4.5 Mio Tonnen ein wichtiger Rohstoff im Weltmarkt.

Kakao ist heute ein Lebensmittel und damit fester Bestandteil unserer Nahrung. Die daraus hergestellte Schokolade ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Das beweisen viele Untersuchungen, auf die ich dann noch eingehen werde. Grob umrissen hat Schokolade Bedeutung beim Umgang mit Stress. Sie enthält Polyphenole und Flavonoide, beides sind Antioxidantien, die unsere Zellen vor schädlichen Stoffen schützen können. Außerdem soll Schokolade die Hirnaktivität und das Erinnerungsvermögen verbessern. Diese Eigenschaften werden der Kakaobohne zugeschrieben.  Deshalb will ich etwas genauer auf die Inhaltsstoffe eingehen. Und das sind etwa 300 wirksame Substanzen, die die Kakaobohne zu einem wertvollen komplexen Lebensmittel machen.

Kakao enthält etliche Mineralstoffe, die ja bekanntlich unentbehrlich für unsere Körperfunktion sind. Die Kakaobohne enthält große Mengen Magnesium, Kalzium und Eisen. Mehr Magnesium als in der Kakaobohne findest Du kaum in anderen Lebensmitteln. In meinen Sendungen über Magnesium habe ich Dir gezeigt, dass Magnesium das wichtigste Anti-Stress-Mineral ist. Es stärkt das Herz, fördert die Durchblutung und hilft bei der Energieproduktion. Auch Kalzium und Eisen sind sehr wichtige Mineralien für unseren Körper, sowohl für die Blutbildung als auch für den Knochen- und Nervenstoffwechsel verantwortlich. An dieser Stelle ein kleiner Tipp. Wenn Du möchtest, dass das Eisen aus der Schokolade gut von deinem Körper aufgenommen wird, solltest Du es gemeinsam mit Vitamin C verzehren.

Die Inhaltsstoffe im Kakao, wie sekundäre Pflanzenstoffe, sorgen auch noch selbst dafür, dass die Aufnahme der Mineralien im Kakao gesteigert wird. Sekundäre Pflanzenstoffe sind ausreichend im Kakao enthalten. Dazu zählen Polyphenole, wie Flavonoide, und Aminosäuren, die unter anderem als Neurotransmitter, also Botenstoffe für den Nervenstoffwechsel dienen. Viele sekundäre Pflanzenstoffe haben antioxidative Eigenschaften. Diese wirken teils als Radikalenfänger und sorgen dafür, dass bestimmte Stoffe nicht oxidiert werden und ihre Wirksamkeit für den Stoffwechsel entfalten können. Und das ist in Bezug auf Stressentwicklung sehr wichtig. Warum? Weil verstärkte Oxidationsprozesse dazu führen, dass unsere Zellen Stress bekommen, sogenannten oxidativen Stress, der zusammen mit Stickoxiden aus der Umwelt nitrosativen Stress hervorruft. Diese Prozesse führen zu entzündlichen Prozessen im Körper, dabei wird psychischer Stress ausgelöst, die Alterung wird beschleunigt, das kann bis zur Entstehung von Krebs führen. Antioxidatien sorgen dafür, dass die Energieproduktion stabil bleibt, bestimmte Stoffe, die wir aufnehmen, behalten ihre Wirksamkeit, und auch Fettablagerungen in den Gefäßen werden verhindert. Hier möchte ich einen weiteren Hinweis geben. Willst Du die gesunde Wirkung des Kakaos voll ausnutzen, ist es wichtig, die Bohne ohne Milch zu genießen, weil sie die Antioxidantien blockiert.

Ich erwähnte bereits auch Aminosäuren, die im Kakao enthalten sind. Da sind die Aminosäuren Dopamin, Serotonin und dessen Vorstufe Tryptophan sowie Phenylethylamin, die das Wohlbefinden steigern, ja sogar Glücksgefühle hervorrufen können. Hinzu kommen Endorphine, die das noch verstärken. Ein kleines Aber an dieser Stelle: Die genannten Wirkstoffe sind vor allem im rohen Kakao enthalten, weniger in der Schokolade (milch). Deshalb ist es ratsam Kakao-Nibs, also gebrochene Bohnenstückchen und -bohnen zu verzehren, die man zum Beispiel als Zugabe zu Müsli verwendet. Diese Kakaonibs machen viel glücklicher als Schokolade!

Eine weitere Gruppe gesunder Bestandteile in der Kakaobohne sind, wie bereits erwähnt,  Polyphenole (Flavonoide) Kakao enthält mehr Flavonoiden, als jedes anderen Lebensmittel. Flavonoide haben hervorragende Eigenschaften. Sie wirken blutdrucksenkend und sorgen für ein geringeres Risiko an Alzheimer zu erkranken. Und, sie haben im Stoffwechsel eine Funktion, die der Bildung von unliebsamen Fettpölsterchen entgegengewirkt.

Ja, auch ungesättigte Fettsäuren enthält die Kakaobohne. Vielleicht kennst Du die besonders wertvolle Kakaobutter, weil, sie viele einfach ungesättigte Fettsäuren enthält,  die für eine gesunde Herzfunktion sorgen und den Spiegel des HDL, das erwünschte oder sog. gute Cholesterin, erhöhen. Dazu enthält die Kakaobohne als ungesättigte Fettsäure das Anandamid. Diese Substanz ist in ihrer Wirkung dem Cannabinoid (Cannabis) ähnlich. Sie wirkt entspannend und stimmungsaufhellend.

Einige Worte zu dem eingangs erwähnten Theobromin. Diese Substanz ist eng verwandt mit dem Koffein und hat ebenso eine aufputschende, wenn auch mildere Wirkung. Die Substanz wirkt gefäßerweiternd und herzstimulierend, ist bei starker Dosierung aber auch verantwortlich für Schweißausbrüche, Herzrasen und Kopfschmerzen. Sie wirkt zudem stimmungsaufhellend und hustenreizmildernd. Empfindliche Menschen sollten Kakao, ähnlich wie Kaffee, eher morgens und nicht in zu großen Mengen genießen. Rohkakao zu genießen ist besser als die klassische Tafel Schokolade oder industriell gefertigte Pralinen. Aber wie setzt du den gesunden Kakaogenuss nun in die Tat um? In vielen Bioläden und Reformhäusern gibt es rohen Kakao inzwischen als ganze Bohnen, Nibs, Pulver und in fertigen Produkten wie Rohkostriegeln.

Kommen wir zu den glücklich machenden Eigenschaften der Schokolade. Manche sagen sogar, dass Schokolade wie eine Droge wirkt. Sie regt sehr effektiv unsere Geschmacksknospen an, dieses Gefühl lässt uns immer wieder nach Schokolade verlangen.

Die positiven Inhaltsstoffe habe ich schon beschrieben. Es gibt noch einen anderen Aspekt. Dir ist auch bekannt, dass Schokolade ausreichend Mengen Kalorien hat. Das ist durch den hohen Fett- und Zuckeranteil bedingt. Diese Eigenschaft hat aber auch ihr Gutes. Schokolade hat eine lange Haltbarkeit, sie nimmt kein großes Volumen ein. Dadurch ist sie geeignet für größere Wandertouren, spielte in den Kriegen eine Rolle bei der Versorgung der Soldaten, aber auch bei Expeditionen zur Erforschung unserer Welt. Und dann macht sie auch noch eine gute Stimmung. Dazu gibt es auch eine neuere Studie. Diese Studie wurde erstmal im April 2014 in der renommierten kardiologischen Fachzeitschrift «Journal of the American College of Cardiology (JACC)» publiziert.

Wie sah die Studie  aus.

Es sollte gezeigt werden, dass dunkle Schokolade hilft, Stress abzubauen. Um das zu beweisen wurde ein  fingiertes Vorstellungsgespräch durchgeführt. Dazu wurden zwei Gruppen von jeweils Probanden, junge Männer) durchgeführt. Die eine Hälfte hatte 2 Stunden vor dem Gespräch eine halbe Tafel schwarzer Schokolade mit einem Anteil an Flavonoiden verzehrt. Die zweite Gruppe erhielt eine Schokolade ohne Flavonoide. Der Stresstest, das Vorstellungsgespräch fand vor einem Gremium von Zwei Prüfenden in weißen Kitteln statt. Der Test dauerte insgesamt 10 Minuten und löst stets eine akute körperliche Stressreaktion aus, wobei Stresshormone ausgeschüttet werden.

Das Ergebnis sah wie folgt aus: Die Probanden, die vorher echte dunkle Schokolade mit vielen Flavonoiden gegessen hatte, zeigte einen schwächeren Anstieg der Nebennieren-Stresshormone Kortisol und Adrenalin, als die Placebo-Gruppe die die Schokolade ohne Flavonoide gegessen hatten. Insgesamt kann man sagen, dass je höher die Flavonoid-Spiegel im Blut der Probanden war, desto geringer war der Stresshormonanstieg.

Das ist ein hervorragendes Resultat, wenn man bedenkt, dass Stress nicht nur bestimmte Reaktionen verändern kann, wie in dem Vorstellungsgespräch. Stress, insbesondere Dauerstress führ auch zu vielen Erkrankungen. Dazu gehören auch Herz- Kreislauferkrankungen, als die häufigste Todesursache in den Industrieländern. So kann auch der Verzehr von dunkler Schokolade vor Herzerkrankungen schützen kann.

Einen Hinweis möchte ich noch für die Kalorienbewußten unter Euch geben.

Dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil (mind. 70% besser 80%) hat die besten Auswirkungen auf die Psyche. Diese Schokolade enthält auch weniger Zucker und mehr Fett als andere Schokoladen. Damit hält sie den Insulinspiegel konstant. Und dann erlebt man noch, dass man nach einigen wenigen Stücken Schokolade genug hat, weil die in der Schokolade enthaltenen Bitterstoffe dem Gehirn melden-es reicht. Das ist auch der Grund weshalb trotz ähnlichem Kaloriengehalt der verschiedenen Schokoladen, dunkle Schokolade kaum zu einer Gewichtserhöhung beiträgt.

Einen wichtigen Fakt will ich Dir noch mitteilen. Kakao gibt es in verschiedenen Sorten. Man unterscheidet schwach und stark entölte Kakao-Sorten. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihres Fett- und Kaloriengehalts, aber auch hinsichtlich der enthaltenen Mikronährstoffe Insgesamt ist die stark entölte Variante des Kakaos besser einzuschätzen. Sie enthält weniger Fett und hat einen höheren Gehalt an Mikronährstoffen.

Zusammenfassend kann ich Dir also sagen, dass Schokolade mit einem hohen Anteil an Kakao Deine Stimmung bessert, Stress reduziert und vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen kann. Bedingt durch die Bitterstoffe bekommt dabei das Gehirn angezeigt, wann Du mit dem Verzehr aufhören sollst. Damit kannst Du auch dein Körpergewicht trotz Schokoladengenuss konstant halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Show 059: Stress und Burnout in der Arbeitswelt

Stress ist ein Zustand, den wir immer wieder erleben können. Oft wird er als etwas Negatives betrachtet. Es entsteht in uns ein Gefühl, als hätten wir unser Leben nicht mehr unter Kontrolle. Dieser  Zustand kann uns in unseren Aktivitäten hemmen, so dass der Gestaltungsspielraum immer kleiner wird. Jeder Mensch kennt diesen Zustand, ja ich behaupte sogar, dass wir immer Stress haben, besonders wenn man von der Definition ausgeht.  Die Frage jedoch ist, ob wir am Stress verzweifeln oder ob er uns zu neuen Leistungen befähigt. Letzteres ist der Zustand von positivem Stress, der immer wieder dazu beiträgt, dass wir die eigene Leistung abrufen können. Diesen Stress brauchen wir sogar, um unser Leben effektiv, glücklich und erfolgreich gestalten zu können. Durch ihn erhalten wir die Energie, die uns aktiv werden lässt.

Anders ist es dagegen, wenn wir uns überfordert fühlen. Dann empfinden wir den Stress als negativ und wir werden versuchen, ihn zu vermeiden. Eins sollten wir jedoch wissen, eine Situation, die Du vielleicht negativ empfindest, ist für einen anderen Menschen eher motivierend. Die Art und Weise, wie wir mit Stress umgehen, hängt sehr davon ab, wie wir als Individuum mit all unseren Erbanlagen, unserer Persönlichkeit, dem Charakter und auch unserer Lebenserfahrung geprägt wurden. Das Gute daran ist, so unterschiedlich wir auch Stress bewerten sollten, wie können lernen, mit Stress umzugehen.

So unterscheidet Urs Bärtschi zum Beispiel 4 Persönlichkeitstypen im Umgang mit Stress. Da ist zum einen der Geschäftige, der unermüdlich beschäftigt ist. Er ist rastlos und fleißig.Was ihm zum Verhängnis wird, ist seine ständige Überforderung. Durch sein rastloses Tun fühlt sich dieser Mensch wichtig. Ständig aktiv zu sein gibt ihm Sicherheit. Er hat Angst zu versagen und auch vor Tatenlosigkeit, weil sein Leben dann leer ist. Solche Typen trifft man überall. Ich hatte sie auch im Außendienst kennengelernt. Diese Menschen arbeiten bis in die Nacht, sie schaffen dabei nicht mehr als jene Menschen, die auch mal abschalten, aber sie gelten als fleißig und verlässlich. Diese Typen werden von ihren Chefs in ihrem TUN bestärkt, weil sie leistungsorientiert sind, ein hohes Verantwortungsbewusstsein haben, sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren und immer mehr als 100% Leistung abliefern.

Da diese Menschen sich ständig überfordern riskieren sie einen Raubbau an ihrer Gesundheit. Sie merken es leider erst Jahre später, sind anfällig für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ein gänzlich anderer Typ ist dagegen, wie Bärtschi ihn bezeichnet, der Konsequente, jemand, der nie zufrieden ist. Diesen Stresstypen erkennt man daran, dass er alles unter Kontrolle hat. Er ist ordnungsliebend, arbeitet äußerst methodisch und mag keinerlei Abweichungen. Der konsequente Typ ist nie 100% ig zufrieden mit seiner Leistung und der Leistung seiner Kollegen. Für ihn gibt es immer eine noch bessere Lösung. Die Vorzüge der Konsequenten sind ihre Gewissenhaftigkeit, ihre planbaren Handlungen und eine gute Zeiteinteilung. Ihr Nachteil: sie können ihre Mitmenschen unter Druck setzen, weil sie nie so richtig zufrieden sind. Vieles wird oft überarbeitet. Das raubt den Menschen Energie. Der konsequente Typ fühlt sich nur sicher, wenn er alles unter Kontrolle hat, er mag kein Chaos. Er will sein Leben beherrschen. Dabei läuft er Gefahr Unzufriedenheit und ein Zwangsverhalten zu entwickeln. Oft reagiert er mit Wut.

Ein weiterer Typ in Bezug auf den Umgang mit Stress ist der sogenannte Freundliche, der  niemals nein sagen kann. Diesen Typen kennst Du mit Sicherheit auch.

Immer hilfsbereit, verständnisvoll und freundlich sind seine wichtigsten Charakterzüge. Da dieser Typ nach Außen Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt, wird er von den Mitmenschen immer und immer wieder gebeten zu helfen.  Für diese Menschen ist es kein Problem, unbezahlte Überstunden zu leisten. Und andere Menschen haben kein schlechtes Gewissen, ihn immer wieder um Gefälligkeiten zu bitten. Beim Freundlichen herrscht die Angst vor, dass man ihn nicht mehr mag, wenn er weniger engagiert ist, weniger hilft. Sollte der Freundliche unter Dauerstress geraten, reagiert er mit Rückzug, es können sich psychosomatische Beschwerden einstellen. Dieser Typ Mensch unterdrückt negative Gefühle. Gegenüber ihren Mitmenschen sind sie immer freundlich und geduldig. Sie erheben wenig Ansprüche. Bei ihnen wirkt sich negativ für die Gesundheit aus, dass sie kaum in der Lage sind abzuschalten. Sie fressen viel Probleme in sich hinein und schleppen Arbeitsprobleme mit nach Hause.

Der letzte Typ nach Bärtschi ist der sogenannte Gemütliche. Das ist der, dem alles über den Kopf wächst. Im Prinzip ist er ein toller Typ, bescheiden und vorsichtig im Verhalten, stets etwas abwartend. Dadurch lässt er viele Dinge schleifen, bis sie ihm über den Kopf wachsen. Mit Stresssituationen können diese Menschen gut umgehen, weil sie sehr selbstbestimmt sind. Diese Menschen können auch gut entspannen und abschalten. Dazu kommt, dass sie mit sich zufrieden sind, d.h. sie müssen sich um ihre Gesundheit wenig Sorgen machen. Schaut man in diese Menschen hinein, so fühlen sie sich jedoch überfordert und gehetzt. Dieser innere Stress führt bei diesen Menschen oft dazu, die Tätigkeit oder die Firma zu wechseln, was bei Mitmenschen oft nicht nachvollzogen werden kann

Jetzt, wo Du weißt, wie die unterschiedlichen Menschen auf Stress reagieren und Du vielleicht auch selbst einordnen kannst, zu welchem Typ Du zählst, will ich gern darstellen, wie man am besten mit Stress umgeht. Da Stress nicht nur eine psychische Komponente hat, sondern auch eine körperliche, ist es sehr wichtig zu lernen, mit Stress umzugehen. Denn Stress ist der Auslöser vieler Krankheiten. Der richtige Umgang mit Stress oder Stressvermeidung sind damit als Prävention für die Erhaltung der Gesundheit zu betrachten.

Ich will mich heute auf den Stress im Berufsalltag konzentrieren, wohlwissend, dass Stress in allen Lebensbereichen entstehen kann und auch Begleiter vieler Krankheiten ist. Dabei müssen wir aber noch einmal unterscheiden zwischen einer Stresssituation, die nur zeitweilig in Zusammenhang mit Überforderung am Arbeitsplatz entsteht und permanentem Stress, der zunächst immer wieder auftritt und dann zum Dauerzustand wird. Dauerstress kann zu totaler Erschöpfung führen, weil die Energiereserven aufgebraucht werden und durch das Vorhandensein hoher Konzentrationen an Stresshormonen weniger Energie in den Mitochondrien produziert wird. In dieser Situation fühlt man sich nicht nur erschöpft, sondern auch hilflos. Begleitend kommen noch Gefühle wie Distanziertheit und Unglücklichsein hinzu. Kurz, man fühlt sich ausgebrannt, leer. Man hat Burnout. Dieser Zustand ist umso schlimmer, je mehr man an die Grenzen seiner eigenen Belastbarkeit angekommen ist. Das Gute ist, dass man das ändern kann, wenn man rechtzeitig damit beginnt. Zuvor nur noch ein Satz, der entscheidend für die Entstehung von Stress ist. Wichtig ist, dass das vegetative Nervensystem in Balance ist. Wir müssen ein Gleichgewicht anstreben in dem Sinne, dass Dinge, die uns belasten, zum Beispiel Überforderung durch die Arbeit, durch entsprechende Maßnahmen entspannt werden. Welche das sind versuche ich nachfolgend darzustellen.

Oft wird Stress gleichgesetzt mit Burnout. Und manchmal auch Burnout mit Depression. Das ist nicht richtig. Für Burnout und Depression kann permanenter Stress ein Auslöser sein. Doch während Burnout eine Situation beschreibt, bei dem Menschen durch andauernden beruflichen und/oder privaten Stress derart belastet sind, dass sie in einen Zustand physischer und emotionaler Erschöpfung mit deutlich reduzierter Leistungsfähigkeit kommen, ist eine Depression ist eine krankhafte psychische Störung, die durch die Hauptsymptome gedrückte Stimmung, Interesselosigkeit beziehungsweise Freudlosigkeit und Antriebsstörung (Abulie) gekennzeichnet ist.

Depression ist keine Traurigkeit, sondern ein Zustand, in dem die Empfindung aller Gefühle reduziert ist. Betroffene beschreiben dies auch mit einem "Gefühl der Gefühllosigkeit". (Doccheck Flexicon)

Manchmal wird Burnout auch als eine Vorstufe einer Depression betrachtet. Dazu gibt es jedoch keine Studien und deshalb lasse ich es bei diesem Satz. Eines ist noch wichtig, Burnout ist 2019 von der WHO als Krankheit anerkannt und wegen der Zunahme der Fälle von Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom oder Anpassungsstörungen erhält sie immer mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit.

Der Begriff Burnout wurde vom Psychoanalytiker Herbert Freudenberger geprägt. Dabei war ihm aufgefallen, dass es gerade Menschen in „helfenden Berufen“ sind, die durch ihre sehr hohe Arbeitsbelastung und durch ihr hohes persönliches Engagement psychische Probleme bekommen. Sie werden häufiger krankgeschrieben, weil sie erschöpft und damit nicht mehr leistungsfähig sind. Du erinnerst Dich vielleicht, was ich über den Freundlichen in Bezug auf sein Stressverhalten gesagt habe. Das trifft genau auf die Menschen mit Burnout zu. Nehmen wir beispielsweise Ärzte. Sie gehören zur Gruppe der helfenden Berufe. Sie sind engagiert und das beginnt schon im Studium. Schon während der Praktika im Krankenhaus sind sie bereit Überstunden zu leisten, sie werden dafür von ihrem Mentor gelobt, ja und der liefert Ihnen auch ein positives Beispiel. Sind sie dann im Beruf, setzt es sich fort. Irgendwann kommen sie aber an ihre Grenze. Damit sie das alles durchhalten, unterstützen sie ihre Leistungsfähigkeit mit Stimulantien. Es ist gar nicht so selten, dass Ärzte auch abhängig werden davon. Leider fällt die Abhängigkeit nicht so schnell auf, weil sie ja an der Quelle sind. Doch irgendwann stellt sich permanente Erschöpfung ein oder sogar schlimmere Krankheiten.

In der Gegenwart kommen durch die Veränderungen in der Arbeitswelt immer mehr Berufsgruppen hinzu, die der Gefahr unterliegen, ein Burnout zu bekommen. Ich bin in der vorigen Sendung auf den Kommunikationsstress eingegangen. Ja auch das ist eine Quelle für die Erkrankung mit Burnout. Gerade deshalb ist es wichtig, die Tipps zu beherzigen, die ich Dir gegeben hatte. Trotz allem, was von Dir abverlangt wird, solltest Du immer daran denken, dass Du selbst für Deine Gesundheit verantwortlich bist. Wenn sich andere verantwortlich fühlen, ist es oft schon zu spät. Deshalb wiederhole ich auch gern den Satz: Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Und wenn Du hilfsbereit sein möchtest, kannst Du es nur, wenn Du selbst fit bist.

Laut einer Analyse von Statista sieht es mit dem Burnout so aus, dass mit 308,3 Arbeitsunfähigkeitstagen je 1.000 Mitglieder der AOK im Jahr 2018 die meisten Burn-out-Krankheitstage auf Führungskräfte im Verkauf zu verzeichnen waren. Zusammen mit Berufen im Dialogmarketing und in der Altenpflege gehören die Verkäufer zum wiederholten Male zu den Burn-out anfälligsten Berufsgruppen.

Dabei sind zwischenmenschliche Extremsituationen im Berufsalltag, eine hohe Position in der Firma mit viel Verantwortung und Entscheidungsgewalt  sowie eine hoher zeitlicher und inhaltlicher Arbeitsaufwand Faktoren, die ein Burnout ganz objektiv begünstigen. Hinzu kommen extrem hohe Leistungsanforderungen und für überwiegend Frauen auch noch die Doppelbelastung durch Familie und Beruf, die ein Burnout auslösen können. Das sind nur die objektiven Faktoren, die Burnout begünstigen. Auch persönlichkeitsbezogene Faktoren tragen in entscheidendem Maße zur Entwicklung von Burnout bei. Personen, die zu Burnout tendieren sind hochmotiviert, engagiert und extrem leistungsbereit. Von ihrem Persönlichkeitsprofil ausgehend sind sie Perfektionisten, sehr harmoniebedürftig und haben hohe Ideale.

Wenn man so, salopp gesagt, strukturiert ist, führen oft permanente Stress- und Belastungssituationen zu einem Burnout. Der Experte auf dem Gebiet Burnout, Prof. Dr. Faust, schätzt die Ursachen speziell im Bereich Karriere so ein:

„Wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft. Die meisten Mitarbeitenden finden das in Ordnung, genauso wie berechtigte Kritik, solange sie Gestaltungsspielraum und Anerkennung sowie Sicherheit haben. Man hat jedoch den Eindruck, dass der verantwortungsvolle Umgang mit den Mitarbeitenden langsam verloren geht. Es wird immer wieder vergessen, verdrängt oder mutwillig zur Seite geschoben, weil die Arbeitgeber egoistische Interessen haben.“

Ein Burnout entsteht nicht plötzlich, sondern verläuft in mehreren Phasen bis zu dem Zeitpunkt, wo das Maß übervoll ist.

Burnout beginnt in der Regel immer mit einem erhöhten Leistungseinsatz. Der Betroffene ist hoch motiviert, hat viele Ideen, die er umsetzen möchte, merkt nach einer bestimmten Zeit, dass ihm die Zeit fehlt, das zu realisieren. Um sein Ziel zu erreichen, wird jetzt Zeit aus dem privaten Bereich genutzt. Das heißt, weniger Aktivitäten mit der Familie, mit Freunden, persönliche Interessen werden zurückgestellt. Und noch eins kommt hinzu. Persönliche Phasen der Regeneration werden geopfert. In der nächsten Phase werden dann Interessen außerhalb des Berufs immer mehr vernachlässigt. Es kommt zum Schlafentzug, alles dreht sich nur noch um die betriebliche Aufgabe, keine Erholungsphasen. Der Körper erschöpft immer mehr.  In dieser Phase kommt es zum verstärkten Verzehr von Alkohol, Stimulantien und Drogen, sofern zugänglich, werden konsumiert. Jedoch wird die Leistungsfähigkeit dabei nicht gesteigert. Auf Kritik reagieren die Menschen mit Verständnislosigkeit. Der subjektiv empfundene Zeitmangel und die zunehmende Konfrontation mit dem Umfeld (Familie, Freunde) führen zum selbst gewollten Rückzug. Dadurch wird das soziale Leben weiter belastet, was zu einer zunehmenden Resignation und Aggressivität führt. Trotzdem arbeitet die Person weiter nach dem Motto: Mehr Einsatz-mehr Leistung. Jetzt kommt es zu körperlichen Symptomen, massiven Schlafstörungen bis hin zu Erkrankungen des vegetativen Nervensystems. Äußerlich wird das Burnout jetzt sichtbar. Sinkende Leistungsfähigkeit, lustlose und fehlerhafte Arbeitsweise und wachsende Kritikunfähigkeit sind markante Symptome und alarmierende Signale für die Kollegen. Was folgt ist ein körperlicher und seelischer Zusammenbruch des betreffenden Menschen, ein völliges Ausgebranntsein. Die Person selbst nimmt wahr, dass sie von der Aussenwelt abgeschnitten ist. Es gibt keine sozialen Kontakte mehr, sie sehen keinen Sinn mehr in ihrer Arbeit und ihrem Dasein. Am Ende steht die komplette Arbeitsunfähigkeit.

So sieht es aus, wenn man nicht rechtzeitig etwas für sich tut. Deshalb möchte ich Dir einige Tipps mit auf den Weg geben, damit Dir das nicht passiert. Dabei sind es gar nicht so starke Veränderungen, die Du in dein Leben integrieren solltest, aber sie bewahren Dich vor einem Burnout. Und gewährleisten Dir eine hohe Leistungsfähigkeit.

https://www.gesund.at/psyche/burnout-vorbeugen/ Stand 06.06.2020

Tipp 1: Baue eine Distanz zur Arbeit auf

Nicht nur unser Lebensstil hat sich in den letzten Jahren gewaltig geändert, sondern auch die Arbeitsbedingungen. Ständige Erreichbarkeit hat dazu geführt, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben oft nicht vorhanden sind. Deshalb sorge dafür, dass die Arbeit nicht dein Privatleben blockiert, schalte dein Handy ab, beantworte nicht sofort eine E-Mail, und lerne es, Aufgaben zu delegieren. Pausen während der Arbeit gehören dazu und auch das Vermeiden von Unterbrechungen während wichtiger Arbeiten.

Tipp 2: Lege, falls Du ihn hast, Deinen Perfektionismus ab.

Niemand kann ständig Höchstleistungen vollbringen, niemand ist perfekt und Fehler gehören zum Leben. Wichtig ist nur, daraus zu lernen.

Tipp 3: Lerne es, Nein zu sagen

Nein zu sagen bedeutet Grenzen zu ziehen. Du kannst nicht alles allein machen. Du darfst andere nicht ständig über deine Zeit verfügen lassen. Das bringt dich in Bedrängnis und du zahlst dafür einen hohen Preis. Nein sagen können ist wichtig für deinen Selbstschutz. Du selbst bist am wichtigsten! Deshalb höre zuerst auf deine Bedürfnisse und nicht auf die der anderen.

Tipp 4: Erhole Dich täglich

Sorge täglich dafür, dass Du einen Ausgleich zur Arbeit hast. Mache dabei das, was Dir gefällt. Das kann einfach Entspannung sein, treffen mit den Freunden, Sport oder Wandern. Wichtig ist, täglich etwas für dich ganz persönlich zu tun.

Tipp 5: Erlerne Entspannungstechniken

Da gibt es sehr viele Möglichkeiten, die man unter Umständen auch in seinen Arbeitsalltag integrieren kann. Das können autogenes Training, progressive Muskelrelaxion nach Jacobsen, Meditation, Tai-Chi oder Qigong sein.

Tipp 6: Treibe Ausdauersport

Es ist das beste Mittel, um Stress abzubauen, weil sich dadurch einerseits das Stresshormonsystem normalisiert. Andererseits bewirkt Bewegung, dass Stress-Symptome erst gar nicht entstehen. Ich empfehle Dir 3 mal pro Woche  eine halbe Stunde Ausdauersport. Pass dabei auf, nicht in Leistungsdruck zu kommen, weil Du dich damit neuem Stress aussetzt.

Tipp 7: Mach Dir jeden Tag eine Freude

Es muss nichts Großes sein, sondern einfach etwas, was dich in eine freudige Stimmung versetzt. Das kann dein Hobby sein, treffen mit Freunden, ein angenehmes Telefonat, Musik hören….Oft sind es die kleinen Dinge, die uns eine angenehme Atmosphäre schenken.

Tipp 8: Steigere deinen Selbstwert

Führe ein Erfolgstagebuch. Schreib Dir auf, was du heute geschafft hast. Freue dich an deinen Ergebnissen und sei dankbar für jeden noch so kleinen Erfolg. Das steigert deinen Selbstwert.

Wenn Du diese Tipps in dein Leben einbaust, gelingt es Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit Burnout zu vermeiden. Das sind Dinge, die keinen großen Aufwand erfordern aber eine sehr große Wirkung haben. DU bist ein wertvoller Mensch und deine Familie, Freunde und Kollegen sind froh, mit Dir viel erleben zu dürfen. Vergeude Deine Zeit nicht nur für die Arbeit, auch wenn sie dir sehr viel Freude bereitet. Lebe. Dazu bist Du auf dieser Welt.

Show 058: Kommunikationsstress

Bekanntlich kann man Stress als einen Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt, definieren. Der Begriff wurde 1936 von Hans Selye geprägt, der zwischen Eustress als einer notwendigen und positiv erlebten Aktivierung des Organismus und Distress als belastend und eine schädlich wirkende Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen unterschied. Stress kann durch eine Vielzahl körperlicher und seelischer Reize (Stressoren) ausgelöst werden. Zu den Reizen gehören Lärm, Verletzungen, Infektionen, Probleme in der Partnerschaft, Überforderung im Beruf, Verlust eines geliebten Menschen u.a. Unabhängig von der Art der einwirkenden Stressoren kommt es nach Selye zu körperlichen Anpassungsreaktionen infolge der Stressreaktion. Wir können heute leider feststellen, dass wir immer mehr Stressfaktoren erleben, die uns teils verzweifeln, teils krank werden lassen. Einer dieser Stressoren, der besonders stark ansteigt, ist der Kommunikationsstress.

Die Kommunikation zwischen Menschen  hat sich in all den Jahren ihrer Existenz vollzogen über die Nutzung von Trommelsignalen in Afrika, mit der Entwicklung des ersten Kurierdienstes  500 bis 550 vor Christi bis hin zur Entwicklung der Telegrafie durch Alfred Morse und des ersten Mobiltelefons im Jahr 1971. Weitere bahnbrechen Entwicklungen sind diesen Entwicklungen gefolgt.

Bei all der positiven Entwicklung, was die technische Seite der Kommunikation anbelangt, ist die eigentliche Kommunikation zwischen Menschen, das persönliche Gespräch, der Gefahr ausgesetzt, eine immer kleinere Rolle zu spielen. Vorherrschend ist heute die Weitergabe von Informationen mit Hilfe von E-Mails, SMS, Tweets, WhatsApp oder Telegram-Nachrichten. Hinzu kommen die sozialen Medien wie Facebook, Xing, LinkedIn und neuere, wie Tik Tok. Dazu einige Zahlen. dazu. So nutzen in der Gegenwart monatlich

2,5 Mrd. Menschen Facebook

Jeweils 2,0 Mrd. Menschen Youtube und/oder WhatsApp

1 Mrd. Personen Instagram. Weitere 330 Mio Leute nutzen Twitter, 675 Mio LinkedIn und

640 Millionen TikTok. Letztere werden überwiegend von jungen Menschen genutzt.

Die Aufzählung ist nicht komplett, zeigt aber sehr eindrucksvoll, wo heute ein Großteil des sozialen Lebens stattfindet.

Und so beginnt bei vielen Menschen schon der Morgen damit, erst einmal zu schauen, was es Neues in den sozialen Medien gibt. Es folgt ein Check darüber, was in der Welt passiert und sich bei den Freunden ereignet hat. Oft folgt ein aktives Telefonat, oder Du bekommst selbst einen Anruf. Das alles geschieht schon zwischen Aufstehen und Frühstück.

So bist Du schon mal allseitig informiert. Was Dir noch an Informationen fehlt, holst Du dir aus dem Internet, Deinem Digitalradio oder Du schaust deine E-Mails und WhatsApps durch. Ist schon toll, immer allseitig informiert zu sein, Dir entgeht kaum etwas, es sei denn, Du schaltest einfach mal alles aus. Machst Du das wirklich? Oder ist der Reiz , informiert zu sein, größer? Diese Frage kannst Du nur selbst beantworten.

Jedoch ist es tatsächlich so, dass wir uns doch immer häufiger die Frage stellen (sollten), ist sie nun ein Fluch oder Segen, diese Online Kommunikation?

Ich selbst betrachte das Internet als eine wirklich tolle Einrichtung. Es gibt dank der günstigen Technik und der Verfügbarkeit der Anschlüsse kaum noch einen Haushalt ohne Internetzugang. Dank der Technik wie Smartphon und Tablets können wir uns ortsunabhängig vernetzen und arbeiten. Wir können mit Menschen aus aller Welt Kontakt haben und uns austauschen. Der Nutzen für die Arbeitswelt ist immens, ja, durch das Internet wurde sie so weit revolutioniert, dass sie nicht nur ökonomischer, sondern auch flexibler geworden ist. Oder könnten wir heute Homeoffice betreiben, wenn es das alles nicht gäbe. Auch Studenten, Schüler, Lehrer profitieren davon. Online Learning ist in und hat gewährleistet, dass der Lehrbetrieb trotz Einschränkungen weitergehen konnte.  Ich behaupte sogar, dass in der jetzigen Krise noch viel mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen wären, wenn es das Internet nicht geben würde. Der Nutzen liegt also auf der Hand.

Und dann spreche ich hier heute über Kommunikationsstress? Ja, das ist mir wichtig, weil wir uns bei all den positiven Errungenschaften auch fragen müssen, wann das ständige Online zum Fluch für uns wird.

Auch dazu einige Zahlen: Inzwischen sprechen wir in Deutschland davon, dass ca. 1%  der Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 60 Jahren onlinesüchtig ist, weitere 2,5 Mio Menschen werden als anfällig für eine Internetsucht eingestuft. Das alles sind Angaben einer Studie der Uni Lübeck und Greifswald.

Da fragt man sich natürlich, nach welchen Kriterien das einschätzt wurde.

Ein Kriterium ist mit Sicherheit die verbrachte Zeit im Internet. Aber das ist es nicht allein. Auch, ob man  dadurch seine Freunde, Familie und die Arbeit vernachlässigt, lassen einschätzen, ob man suchtgefährdet ist. Kommt es dann auch noch dazu, dass sich das Ess- und Schlafverhalten stark verändern, dass man die Nahrungsaufnahme vergisst oder nur nebenbei etwas zu sich nimmt, dann ist die Sucht schon ziemlich fortgeschritten. Dabei haben die Betroffenen einen starken inneren Drang, ins Internet zu gehen, es ist Ihnen egal, ob damit ein Nutzen verbunden ist.

Für eine Internetsucht gibt es verschiedene Indizien. Die will ich Dir gern benennen, damit Du selbst prüfen kannst, inwiefern Du selbst oder Deine Lieben schon von Internetsucht betroffen sind.

Die erste Frage ist, ob Du Deine ersten E-Mails und Social Media Nachrichten des Tages bereits vor dem Frühstück und die letztes unmittelbar vor dem Schlafengehen checkst. Bist Du ständig online mit deinem Mobilgerät, auch wenn Du nicht zuhause bist? Du solltest dich auch fragen, wie oft Dich das Internet daran hindert Aktivitäten in der Natur oder mit anderen Menschen zu verbringen.

Bleibt bei Dir vielleicht wichtige Arbeit liegen, weil Du zunächst deine Nachrichten ansehen musst und keine Zeit für andere Sachen hast.

Oder kannst Du dir nicht vorstellen, einen ganzen Tag ohne Internetaktivität zu verbringen. Bist Du eventuell schon unruhig, wenn Du nicht online bist.

Wenn Du viele dieser Fragen mit “Ja” beantwortet hast, empfehle ich Dir, einen genaueren Test durchzuführen, dessen Link ich Dir hier angebe.

https://www.onlinesucht-ambulanz.de/selbsttest

Einige Tipps zur Verhaltensänderung möchte ich Dir trotzdem schon jetzt geben. Der erste Schritt sollte sein, Dich selbst zu beobachten. Schau, zu welchen Zeiten Du surfst? Sprichst Du in der Mittagspause mit deinen Kollegen oder bist du auf facebook aktiv, schaust Du noch einmal bei youtube vorbei oder gehst Du gleich an die Erledigung deiner Aufgaben. Finde die Auslöser für deine unnötigen online Aktivitäten heraus.

In einem zweiten Schritt solltest DU deine Gewohnheiten durch neue ersetzen. Was möchtest Du tun, anstatt im Internet zu surfen? Es sollten Dinge sein, die Du in nur 5 Minuten umsetzen kannst. Die neue Tätigkeit solltest du mögen, manchmal ist es gut sich einen Cappucino zu holen, statt ohne Notwendigkeit Online zu gehen. Vielleicht könntest Du lernen zu meditieren, was Dir auch noch beim Stressabbau hilft, oder mach ein paar Bewegungen am Arbeitsplatz, die dich anregen effektiver zu arbeiten. Schau selbst, was für Dich am besten ist. Such dir den Killer für deine Online-Gewohnheiten.

Und das ist sehr wichtig: Sei konsequent, das bedeutet, dass Du deinen Gewohnheitskiller konsequent einsetzen solltest, um deine Suchtgefahr zu bannen. Lass Dir auch von Kollegen helfen, die dich an deine Vorsätze erinnern, wenn Du gefährdet bist, rückfällig zu werden.

Nachdem ich jetzt die Suchtgefahren durch die permanenten Online Aktivität angesprochen hatte, möchte ich doch endlich auf den eigentlichen Kommunikationsstress eingehen. Wobei die Online – Sucht schon ein spätes Stadium von Kommunikationsstress ist. (Prävention und Gesundheit im Kanton Zürich Nr. 35 2014)

Fakt ist, dass alle neuen Medien, die via Internet und Telekommunikationsnetzen uns Menschen ständig sehr viele Nutzungsoptionen eröffnen, zu einem Stressfaktor im Alltag geworden sind. In welcher Form Kommunikationsstress auftritt und welche Bedingungen dazu führen, möchte ich gern darstellen.

Eine Bedingung, die zum Stress führt, ist die ständige Erreichbarkeit. Durch diesen Faktor fällt es schwer, die verschiedenen Lebensräume voneinander abzugrenzen. Die Kommunikationserwartungen sind gänzlich anders geworden. Arbeit und Freizeit sind nicht mehr klar voneinander abgegrenzt. Viele Menschen erleben einen Zwang, auf eine erhaltene Nachricht sofort zu reagieren. Das betrifft junge Menschen, Jugendliche genauso wie ältere Erwachsene. Oft, und das betrifft Jugendliche noch stärker als Erwachsene, ist man unkonzentriert, weil die Gedanken ständig darum kreisen, was es Neues geben könnte. Die Aufmerksamkeit für die eigentliche Aufgabe wird verringert. Weil man nicht alles mitbekommt, entstehen Missverständnisse. Das ist ein extra – Faktor für den entstehenden Stress. Entgehen kann man diesem Stress, indem man seine digitale Erreichbarkeit entsprechend managet.

Wir müssen davon wegkommen unsere digitalen Kommunikationsgeräte sowohl privat als auch dienstlich zu nutzen. Besitzt Du ein Diensthandy, schaff Dir eins für den privaten Bereich an, damit Du das nicht ständig vermischt. So gut es ist, Du musst Unterschiede machen. Das private Handy nur für private Notfälle während der Arbeitszeit nutzen, und das auch so in der Familie kommunizieren. Und umgekehrt, wenn Du auch Dein Diensthandy zu Hause abhörst, nur für Notfälle. Die Kollegen müssen angewiesen sein, in welcher Zeit sie dich dienstlich anrufen dürfen. In der Regel hat es in der Freizeit keine Dienstanrufe zu geben.

Anders ist es natürlich im Home – Office. Während deiner festgelegten Arbeitszeit bist Du dienstlich erreichbar. Jedoch gelten auch hier Arbeitszeiten, die durch den Betrieb festgelegt sein müssen. Auch wenn sich durch Homeoffice Familie und Beruf gut miteinander verbinden lassen, Arbeitszeitgesetze gelten auch hier.  Übertriebener Ehrgeiz kann diesbezüglich schnell zu Stress mit der Folge von gesundheitlichen Problemen führen.

Ein Dilemma besteht darin, dass Online-Dienste permanent und überall vorhanden sind. Besonders die Entwicklung von neuen internetfähigen Geräten hat dies ermöglicht.

So ist der Internetkonsum seit 1971 gemäß einer repräsentativen ARD-ZDF-Onlinestudie von 76 auf 169 Minuten pro Tag wegen der Zunahme internetfähiger mobiler Geräte angestiegen. Bedingt durch die ständige Erreichbarkeit gibt es auch eine gesteigerte Erwartungshaltung, dass E-Mail-Anfragen schneller, möglichst innerhalb eines Tages, beantwortet werden. So gaben in einer umfassenden deutschen Stress-Studie 33% der befragten Erwerbstätigen an, dass sie unter Informationsüberlastung leiden. Das hat Konsequenzen für die Gesundheit der Erwerbstätigen. Inzwischen haben größere Betriebe, wie zum Beispiel der VW-Konzern dafür gesorgt, dass die Erreichbarkeit der Mitarbeiter nach Feierabend und an den Wochenenden eingeschränkt ist. Bei anderen Firmen werden E-Mails während Abwesenheitszeiten automatisch gelöscht.

Das ist jedoch nur bei wenigen Firmen der Fall, bei den meisten Firmen setzt man auf Eigenverantwortung des Managements. Auch die Schulen haben dahingehend gewirkt, Handyverbote auszusprechen, um die Konzentration der Schüler zu fördern. Der bessere Weg wäre jedoch, um die Handynutzung an Schulen einzuschränken, den Umgang mit dem Internet zu erlernen.

Um besser mit der ständigen Erreichbarkeit umzugehen, werden unter anderem Offline-Days ausgerufen, oder aber manche Feriengebiete bieten einen sogenannten Offline Urlaub an, um dem digitalen Stress zu entgehen.

Schauen wir uns an, wie es in den sozialen Medien aussieht.

Hier gilt es zwei Sachen zu unterscheiden., das sind zum einen private Nutzer und zum anderen gewerbliche Nutzer. Was die private Nutzung anbelangt, so werden Menschen animiert, ihre digitalen Selbstdarstellungen stetig zu pflegen  und zu überwachen. Das kann man besonders auf Facebook und Instagram beobachten. Das eigene Online – Profil wird mit Auftritten anderer Menschen verglichen. Dabei zählt die Anzahl der Freunde, der Follower und der Likes. Ja, auch wer sich wie oft mit bestimmten Menschen trifft, alles spielt eine Rolle. Hierbei gibt es eine Gefahr. Man kann in eine Facebook-Depression verfallen, weil wie immer das Leben der anderen viel interessanter ist. Nur Menschen, die sehr aktiv sind, häufig posten, haben das Gefühl sozial integriert zu sein. Viele Menschen, gerade Jugendliche, prüfen immer wieder, was über sie veröffentlicht wird und ob die Aussagen dazu beitragen ihr Selbstbildnis zu bestätigen. Was die gewerbliche Nutzung anbelangt, ist es auch nicht einfacher. Hier geht es darum mit Hilfe von Social-Media Reichweite zu erzielen, um seine Angebote gut darstellen zu können. Dabei kann man beobachten, dass bestimmte Menschen täglich posten, oft auch sehr private Details, dass Live Auftritte immer mehr zunehmen. Alles von, in diesem Fall Facebook, gefördert. Es ist für die Reichweite und für FB vorteilhaft, wenn die Menschen lange in den sozialen Medien verweilen.

Auch dabei unterliegen die Nutzer der Gefahr zu vergleichen, mit dem Vergleich zu verzweifeln, und es besteht auch hier die Angst, abhängig zu werden. Da Facebook die lange Verweildauer in diesem Netzwerk unterstützt, werden die Nutzer dadurch ebenfalls einer Suchtgefahr ausgesetzt.

Was kann man aber präventiv tun?

Das gute ist, wenn man weiß, wie die die sozialen Medien arbeiten, was ihnen selbst wichtig ist. Deshalb sollten Menschen, die in den sozialen Medien sehr aktiv sind, ein hohes Maß an sozialer Kompetenz haben, um mit den zweifellos vorhandenen Stressfaktoren gut umgehen zu können.

Der Weg besteht darin, einen bewußten Umgang mit Social Media zu lernen. Man muss selbst entscheiden, wieviel Zeit man in diesen Medien verbringen will. Hier gilt genauso wie in allen digitalen Medien, eine ausgewählte Kommunikation zu betreiben, bewusst Phasen der Nichtnutzung und Nichterreichbarkeit zu planen und Erholung von den Medien gepaart mit Fokussierung der Aufmerksamkeit und Förderung der Kreativität zuzulassen.

Das ist sicher nicht so einfach, da sich die Nutzungsoptionen in Social-Media-Kanälen sehr schnell verändern, immer wieder neue Möglichkeiten hinzu kommen und sich noch keine optimalen Nutzungsregelungen etabliert haben.

Wenn man das alles unter dem Aspekt der Gesunderhaltung und Suchtprävention betrachtet, gibt es hier ebenfalls einen hohen Lernbedarf der Fachpersonen für die psychologische Lebensberatung und Medienbeurteilung. Siehe dazu:

Sarah Genner, lic. phil. Forschungsschwerpunkt Medienpsychologie sarah.genner@zhaw.ch

Prof. Dr. phil. Daniel Süss Leiter Abt. Studium & Forschung daniel.suess@zhaw.ch

Beide: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Departement Angewandte Psychologie

Pfingstweidstr. 96, Postfach 707

8037 Zürich

www.psychologie.zhaw.ch

Fakt ist jedoch, dass die Nutzung der digitalen Medien weiter zunehmen wird und noch mehr Menschen, immer öfter von der Nutzung Gebrauch machen werden. So kann man gesundheitlichen Risiken und der Suchgefahr nur durch eigene Verhaltensmaßnahmen entgegenwirken.

Deshalb möchte ich zum Schluß noch einige Tipps geben.

Kommen wird zuerst zur mobilen Nutzung des Handy. Vermeide es, das Handy im Straßenverkehr zu nutzen. Nachweislich haben nicht nur Autounfälle, sondern auch Unfälle mit und durch Fussgänger, die ihr Handy im Straßenverkehr benutzen, zugenommen.

50 % der Smartphone-Nutzer benutzen auch die Weckfunktion. Davon möchte ich abraten. Liegt das Handy in deiner Nähe während des Schlafs, wirst Du es auch in Wachphasen benutzen, das verschlechtert dein Schlafverhalten zunehmend. Nutze stattdessen lieber einen Wecker, um das zu verhindern.

Schließe ab und zu deine E-Mail-Programme während Du am PC arbeitest, um nicht ständig abgelenkt zu werden. Mach auch konsequent E-Mail Urlaub, um nicht ständig für die Firma außerhalb der Arbeitszeit tätig zu sein.

Es gilt, konsequenten E-Mail Urlaub zu machen.. Und das muss auch klar in der Firma kommuniziert werden. Auch wenn die beruflichen Mails auf dem Smartphone verfügbar wären gilt, Keine Arbeitsmails im Urlaub.

Show 057: Magnesium - Update

Neben Kalium ist Magnesium das zweithäufigste Kation innerhalb der menschlichen Zellen. Außerhalb der Zellen befindet sich nur 1 % des gesamten Magnesiums. 50 bis 70 % des Magnesiums befinden sich in den Knochenzellen.

Magnesium ist Aktivator von ca. 300 Enzymsystemen im Körper. Besondere Bedeutung hat es für die Übertragung von Phosphaten. Das ist insofern wichtig, da die Übertragung von Phosphaten für die ATP-Produktion in den Mitochondrien große Bedeutung hat. Ohne Magnesium wäre die Produktion von ATP, also Adenosintriphosphat nicht möglich. Das heißt, ohne Magnesium ist überhaupt nicht an eine Energieproduktion in unserem Körper zu denken.

Das ist aber nur ein Gesichtspunkt in der Betrachtung von Magnesium und seinen Funktionen im menschlichen Körper.

Sehr oft wird unterschätzt, dass es sehr viele Menschen gibt, die unter Magnesiummangel leiden und es nicht wissen. Darüber hatte ich ausführlich in der 20. Episode dieses Podcast berichtet und entsprechende Fallbeispiele vorgestellt. Hör es Dir noch einmal an, wenn Du es nicht mehr weißt oder noch nicht gehört hast. Dabei möchte ich auch gleich noch einmal auf die Seite magnesiumhilfe.de verweisen, wo Du sehr viele Fälle kennenlernst mit Erkrankungen, bei denen Du nie einen Magnesiummangel vermutet hättest.

Kommen wir jetzt zu dem, warum Magnesium so wichtig für uns ist. Der tägliche Bedarf an Magnesium beträgt für den Menschen 300 bis 400 mg Mg. Es ist lebensnotwendig und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Bei einer ausgewogenen gesunden Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorngetreide und Nüssen kann man seinen Magnesiumbedarf in der Regel decken. In der modernen Lebensweise ist Getreide die Hauptquelle für Magnesium. Wegen der industriellen Fertigung enthält es jedoch deutlich weniger Magnesium als früher. So hat man ermittelt, dass die moderne Landwirtschaft zu bis zu 75 % Magnesiumeinbußen im Getreide geführt hat. Außerdem wird Magnesium bevorzugt in Form von Auszugsmehlen verzehrt. Jedoch befindet sich das Magnesium im Getreidekorn. Somit sind Weißmehlprodukte verständlicherweise magnesiumarm.

Dazu kommt, dass es individuelle Situationen gibt, in denen der Magnesiumbedarf erhöht ist.

Worin äußern sich Symptome eines Magnesiummangels?

Häufigste Symptome bei Magnesiummangel sind  Muskelschmerzen, Wadenkrämpfe, Lidflattern oder Augenzucken. Wer aber denkt zum Beispiel bei Verstopfung bzw. Obstipation an Magnesium? Dass Magnesiummangel für viele menschliche Leiden verantwortlich ist, wurde bereits auf einem Ärztekongress 1936 in den USA hervorgehoben.

Auch heute passiert es sehr oft, dass Menschen, die unter Magnesiummangel leiden, zum Beispiel bei Klinikeinweisungen nicht weiter mit Magnesium versorgt werden. Die Ursache liegt darin, dass der gemessene Serumwert in Ordnung ist. Wichtig ist jedoch der Magnesiumwert in der Zelle, wenn man den Patienten gerecht werden will.

Was aber sind die Ursachen, die zu einem Magnesiummangel führen?

Diese sind leider so vielfältig, so dass ich mich nur auf einige beschränken will.

Dafür gibt es zunächst einmal genetische Ursachen, wie es auch in den Fallberichten auf magnesiumhilfe.de zum Ausdruck kommt. Manche Menschen können nur eine begrenzte Menge an Magnesium über die Darmschleimhaut aufnehmen. Andere wiederum scheiden über die Nieren vermehrt Magnesium aus. Davon betroffen ist etwa ein Prozent der Menschen. Weiterhin haben Personen, deren Darmschleimhaut geschädigt ist, Probleme Magnesium aus der Nahrung aufzunehmen. Außerdem enthält die Nahrung wegen der industriellen Fertigung in der Landwirtschaft nur noch wenig Magnesium. Dazu kommt, dass es „Magnesiumfresser“ gibt, die den Magnesiumspiegel in den Zellen senken. Das sind Alkohol und Stress. Auch Medikamente können zu einem Magnesiummangel beitragen bzw. einen Mehrbedarf hervorrufen.

Dazu gehören zum Beispiel die sogenannten Protonenpumpenhemmer. Sie hemmen bekanntlich die Bildung von Magensäure, wobei die Resorption von Magnesium, aber auch Zink und Vitamin B12 beeinträchtigt werde. Dadurch kommt es zu einem Magnesiummangel.

Wer Entwässerungsmittel, sog. Wassertabletten, einnimmt scheidet vermehrt Magnesium über die Nieren aus. Ähnliches beobachtet man bei häufigem Gebrauch von Abführmitteln, die zu Magnesium-Verlusten über den Darm führen.

Da Insulin die Ausscheidung von Magnesium über die Nieren erhöht, leiden Diabetiker oft an Magnesiummangel. Dies wiederum führt zu einer schlechteren Blutzuckerverwertung.

Um nicht die ganze Palette aufzuführen, auch die Einnahme von Cortisonpräparaten und Antibiotika können zu einem Magnesiummangel führen. Insbesondere bei der Anwendung von Cortisonpräparaten ist unbedingt auf die Substitution mit Mg zu achten, da sowohl Cortison als auch Magnesiummangel die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen.

Ebenso können Frauen, die Kontrazeptiva einnehmen von Magnesiummangel betroffen sein, weil Östrogene den Magnesiumspiegel im Blut senken. Gleiches ist bei Frauen, die mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden, der Fall.

Bestimmte Menschen gehören zu einer Risikogruppe für Magnesiummangel. Das sind Sportler, weil sie Magnesium ausschwitzen. Gleiches trifft auf häufige Saunagänger zu. Auch kann man Schwangere und stillende Frauen zu der Risikogruppe zählen, ebenso wie die bereits erwähnten Diabetiker, Personen mit Burnout oder intensiver geistiger Tätigkeit und ältere Menschen.

Professor Dr. Fehlinger, ein Pionier der Magnesiumforschung aus der neurologischen Klinik der Charite‘ zeigte, dass erhöhte Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, innere Unruhe, Depressionen, Ohrensausen, Ängste und Panikattacken eng mit einem Magnesiummangel zusammenhängen.

Wadenkrämpfe habe ich schon erwähnt, aber auch das Zittern der Hände und Beine, Schwindel und Schluckbeschwerden können ihre Ursache im Magnesiummangel haben. Schlimmere Symptome sind Herz-Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Atemstörungen, Luftnot, verschiedenste Schmerzen, nervöse Magen-Darmbeschwerden, Verstärkung von Allergien, Menstruationsbeschwerden, erhöhte Krampfbereitschaft und beschleunigtes Altern. Das alles können Symptome eines Magnesiummangels sein.

Die klassische Medizin hat jedoch für all diese Symptome auch entsprechende Arzneimittel parat:

Zum Beispiel:

Patienten mit erhöhtem Blutdruck erhalten Bludrucksenker, Diabetiker bekommen Antidiabetika, bei Schmerzen gibt es Paracetamol, bei Sodbrennen Säureblocker. Ist dem Patienten auf Dauer damit geholfen. Dabei muss man sich fragen, ob die Ursachen bei der Therapie eine Rolle spielen und auch, ob die Arzneimittel doch dazu beitragen den Magnesiummangel zu verstärken.

Natürlich ist es nicht einfach, sofort einen Magnesiummangel zu erkennen. Dazu sind auch die Symptome zu vielfältig und auch unspezifisch.

Jedoch kann man eins tun. So schlägt Professor Dr. Karl Hecht vor, eine Magnesiumsalztherapie als Basistherapie zu jeder Mehrfacherkrankung durchzuführen. Sollten sich allein dadurch die Symptome verbessern, kann man viele Arzneimittel einsparen. Dabei kann man nur gewinnen, denn viele Medikamente verstärken mitunter die Symptome und behindern den Heilungsprozess.

Wie viel Magnesium braucht man wirklich, und in welcher Form sollte man es einnehmen? Im Allgemeinen geht man davon aus, dass zur Deckung des täglichen Bedarfs an Magnesium 300 bis 400 mg aufgenommen werden sollten. Sofern kein Mangel besteht, kann der Bedarf über die Ernährung gedeckt werden. Oft ist es aber so, dass ein Mangel nicht nachgewiesen ist. Es gibt kein objektives Kriterium dafür.

Einige Angaben macht die magnesiumhilfe.de. Für Patienten mit schwerwiegenden Symptomen, jahrelangen Leiden, verbunden mit Anfällen, was auf etwa 0.1 % der Bevölkerung zutrifft, werden 900-1200 mg täglich empfohlen.

Hohe zusätzliche Mengen im Bereich von 600 bis 300 mg täglich benötigt etwa 1 % der Bevölkerung. Das sind meist Personen mit bestimmten Grunderkrankungen.

Etwa 10 % der Bevölkerung benötigen eine zusätzliche Menge von 300 bis 600 mg Magnesium täglich. Diese Patienten haben meist leichtere gesundheitliche Einschränkungen.

Zur Beseitigung des Mangnesiummangels hat sich eine ganze Reihe von Magnesiumverbindungen bewährt. Dazu gehören Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiumcitrat, Magnesiumorota, Magnesiummalat und Magnesiumglycinat.

Was sollte man bei der Vielfalt einnehmen?

Eine Wirkung haben all diese Präparate. Ich habe viel Jahre Eine Kombination aus Magnesiumcitrat und Magnesiumoxid eingenommen. Die Wirkung und Verträglichkeit war sehr gut. Dabei wird Magnesiumcitrat, das zwar nur 8-15 % reines Magnesium enthält, sehr gut vom Körper resorbiert und bioverfügbar. Verschiedene andere Magnesiumpräparate haben einen höheren Gehalt an Magnesium, teilweise bis 60 % je nach Verbindung. Hinzu kommt, dass die zeitliche Aufnahme von Magnesium im Darm unterschiedlich ist. Wenn auch die Bioverfügbarkeit von Mg Citrat in einem kurzen zeitlichen Intervall von einem Tag hervorragend ist, so ist für die langfristige Erhöhung des Magnesiumspiegels ein Präparat wie Magnesiumoxid besser einzuschätzen. Somit macht es Sinn, genauso wie ich es lange Zeit selbst getan habe, ein Kombinationspräparat einzunehmen.

Inzwischen gibt es Magnesiumpräparate, die mehr als zwei Komponenten enthalten. So zum Beispiel die Kombination Magnesiumcitrat, Magnesiummalat, Magnesiumbisglycitat und Magnesiumoxid.  Oder die Kombination Magnesiumcitrat (42%), Magnesiumhydroxid (21%) und Magnesiumcarbonat (19%). Diese Kombinationspräparate haben eine Depotwirkung. Sie wirken auf unterschiedliche Bereiche des Körpers ein, weshalb eine Kombination Sinn macht.

MAGNESIUM FÜR DEINE GESUNDHEIT

Magnesium ist ein sehr wichtiges essentielles Mineral. Von einer Magnesiumeinnahme, profitieren nicht nur Sportler, sondern jeder der einer gesteigerten körperlichen Belastung oder Stress ausgesetzt ist, Medikamente einnimmt, welche die Magnesiumresorption hemmen können und jeder, der über die Nahrung nicht genügend Magnesium zu sich nimmt.

Für Sportler hat Magnesium Bedeutung, weil es zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt, die normale Muskelfunktion unterstützt und zum Elektrolytgleichgewicht beiträgt.

Weiterhin fördert  Magnesium die normale Funktion des Nervensystems sowie die Eiweißsynthese.

Magnesium beeinflusst die normale psychische Funktion, trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei und hat eine Funktion in der Zellteilung

Magnesium erfüllt lebenswichtige Funktionen im Körper. Es ist wichtig für die Muskelkontraktion, für die Kommunikation zwischen den Nervenzellen und zwischen Nerven- und Muskelzellen sowie für die Herztätigkeit. Auch ist der Mineralstoff am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt. Des Weiteren ist er für den Fett- und Kohlenhydrat­stoffwechsel von großer Bedeutung.

Fehlt Magnesium im Körper, macht sich das an verschiedenen Symptomen bemerkbar. Es kommt zu Krämpfen und zu einer Überreizung der Muskeln, was sich durch Kribbeln und Taubheitsgefühle bemerkbar macht. Weiterhin kann die Körpertemperatur sinken und Müdigkeit auftreten. Langfristige Folgen eines Magnesiummangels sind die Verkalkung von Blutgefäßen und Nieren. Auch wird ein Zusammenhang zwischen einem Magnesiummangel und Störungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Angina pectoris ("Brustenge") diskutiert. Nicht nur deshalb hat Magnesium eine große Bedeutung in der Kardiologie. Hier besteht der Nutzen einer Magnesiumtherapie darin, den transmembranen Ionentransport über die Ionenpumpen von Natrium, Kalzium und Kalium zu kontrollieren.

Und schließlich ist Magnesium das wichtigste Antistressmineral. Das ist dadurch begründet, dass bei  ständigem Stress der Körper mehr Magnesium verliert. Das liegt an dem erhöhten Cortisolspiegel im Blut, der dazu führt, dass über die Nieren mehr Magnesium ausgeschieden wird. Deshalb haben Menschen mit viel Stress einen erhöhten Bedarf an Magnesium

Ein weiters Problem besteht darin, dass viele Menschen unter Stress zu einer ungesunden Lebensweise tendieren. Hier bleibt auch die Versorgung mit Magnesium auf der Strecke. Und der dabei ausgelöste Mangel an Magnesium führt zur weiteren Freisetzung von Stresshormonen. Und hier schließt sich der Teufelskreis.

Fazit: Gerade unter Stress ist die zusätzliche Einnahme von Magnesium notwendig.

Show 056: Wie kann ich meinen Stoffwechsel aktivieren?

Der Stoffwechsel der Ausdruck aller biochemischen Vorgänge, die in unseren Zellen ablaufen. Das betrifft Prozesse der Zersetzung der aufgenommenen Nahrung in ihre Nährstoffe, der Energiebereitstellung genau, dann, wenn der Körper sie braucht, und auch den Abtransport von  Abfallstoffen aus dem Organismus. Für all diese Prozesse nutzt der Körper die zugeführten Nährstoffe, manchmal greift er auch auf  Reserven zurück.

Der Stoffwechsel ist also nicht gleichzusetzen mit Verdauung. Sie geht dem Stoffwechsel voraus. Hinzufügen will ich noch, dass es unterschiedliche Stoffwechselprozesse gibt, also nicht nur den einen Stoffwechsel. So unterscheiden wir den Zuckerstoffwechsel, den Eiweißstoffwechsel, Fettstoffwechsel, Energiestoffwechsel, ….

Für die Stoffwechselprozesse werden verschiedene Hormone und Enzyme benötigt. Das wichtigste Organ für den Stoffwechsel ist die Leber. Aber auch die anderen Organe, wie zum Beispiel Schilddrüse und Bauspeicheldrüse beeinflussen den Stoffwechsel entscheidend. Eine Unterfunktion der Schilddrüse führt zur Verlangsamung des Stoffwechsels.

Wichtig ist ein guter Stoffwechsel für die Energiebereitstellung. Es gilt, dass ein guter Stoffwechsel zu mehr Energie führt.  Auch sind Menschen mit einem guten Stoffwechsel gute Futterverwerter, d.h. was sie zu sich nehmen, wandeln sie in Energie um. Und schließlich kann man auch nur mit einem gut funktionierenden Stoffwechsel sein Gewicht halten.

Das alles sollte Grund genug sein, sich damit zu beschäftigen, wie man seinen Stoffwechsel aktiviert.

Was kann man also tun?

Als erstes ist es wichtig, ausreichend reines Wasser zu trinken. Es genügt nicht, nur Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wasser ist Lösungsmittel für viele Substanzen und zudem für ihren Transport verantwortlich. Ersetzt man zum Beispiel zuckerhaltige Getränke durch Wasser, so nimmt man gleichzeitig weniger Kalorien auf. Wenn man Wasser etwa eine halbe Stunde vor dem Essen trinkt, isst man auch weniger, weil man sich satter fühlt. Entsprechend einer Untersuchung der Berliner Charité wird der Energieverbrauch um 24% für die nächste Stunde erhöht, wenn man einen halben Liter Wasser trinkt. Somit sorgt schon das regelmäßige Trinken von Wasser und ich empfehle Dir 2l täglich für einen effektiveren Stoffwechsel.

Es hat sich auch gezeigt, dass auch grüner Tee und Kaffee den Stoffwechsel ankurbeln. So hilft grüner Tee im Körper dabei Fett in freie Fettsäuren umzuwandeln. Damit wird also die Fettverbrennung angeregt.

Weiterhin ist für einen guten Stoffwechsel auch entscheidend, welche Nahrungsmittel in mehr Energie bei der Verdauung benötigen. So benötigt der Körper am meisten Energie, um Eiweiße zu verdauen. Damit können Eiweiße den Stoffwechsel um ca. 20 % steigern. Kohlenhydrate mit niedriger Nährstoffdichte regen die Stoffwechsel viel weniger an. Und Fette nur sehr wenig. Hinzu kommt, dass Proteine besser sättigen und dem Abbau von Muskelmasse entgegenwirken. Bedenken solltest Du auch, dass Kohlenhydrate zwar wichtig sind, wenn sie ballaststoffreich sind. Ernährungsgeschichtlich spielen sie kaum eine Rolle, weil unser Körper über Glykolyse aus Fetten Glukose herstellen kann oder aus Proteinen über Ketonkörper.

Eine Steigerung des Stoffwechsels kann man auch durch scharfe Gewürze erreichen. So enthalten z.B. Chilischoten Capsaicin, was wahre Wunder in der Fettverbrennung bewirkt.

Jedoch benötigt man viel mehr von dieser Substanz, als wir es durch das Würzen aufnehmen könnten. Es gibt jedoch Extrakte mit Capsaicin, die man sehr gut zur Leberentgiftung und als Fettburner einsetzen kann. Im Übrigen kann auch die Aminosäure Tyrosin den Stoffwechsel anregen, da sie zur Leistungssteigerung beiträgt.

Ein weiteres einfaches Mittel, das den Stoffwechsel anregen kann, ist Kokosnussöl. Es enthält mehr mittelkettige Fettsäuren als viele andere Öle. Und mittelkettige Öle können den Stoffwechsel stärker anregen als langkettige. Wenn Du jetzt öfter Kokosnussöl verwenden willst, solltest Du dennoch nicht übertreiben, weil der Anteil an gesättigten Fettsäuren darin 90 % beträgt. Jedoch in Maßen verwendet erzielt man günstige Voraussetzungen für einen guten Stoffwechsel.

Und natürlich spielt auch der Sport eine große Rolle, wenn es darum geht den Stoffwechsel anzukurbeln. Durch Bewegung erhöhen wir unseren Grundumsatz und mit steigender Muskelmasse wird der Energieverbrauch erhöht. Dabei ist sowohl ein leichtes Krafttraining und moderate Bewegung zu empfehlen. 30 bis 60 Minuten pro Tag sind günstig in Bezug auf Wohlbefinden und Stoffwechsel.

Wer seinen Stoffwechsel besonders aktivieren möchte, sollte ein hochintensives Intervalltraining wählen. Dabei wechselt das Training mit höchster Intensität mit erholsamen Phasen. Dabei nimmt man ab, weil der Stoffwechsel noch nach dem Training auf hohem Niveau ist.

Zu all den bisher genannten Maßnahmen kommt nun auch noch der Schlaf. Hast Du schon einmal gemerkt, dass Du nach dem Schlafen weniger wiegst als davor. Dann hast Du einen gesunden Schlaf, bei dem die ersten drei Stunden ungestört und tief waren. Gestörter Schlaf kann das Gegenteil bewirken und zu Übergewicht führen. Ein schlechtes Schlafverhalten erhöht auch den Blutzuckerspiegel und die Insulinresistenz. Diabetes kann in der Folge entstehen.

Auch kann schlechter Schlaf das Sättigungshormon Leptin verringern und das Hormon Ghrelin anregen. Und wer Hunger hat steht nachts auf. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man für einen gesunden Schlaf sorgt. Hör dir gern noch einmal meine Sendung über den Schlaf an, da habe ich zusammengefasst, was Du tun kannst, um deinen Schlaf positive zu beeinflussen.

Aber das ist noch nicht alles. Der Stoffwechsel kann auch mit der Hilfe von Vitalstoffen angeregt werden. So sind Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Fettsäuren an lebenswichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt, sie können aber auch als geheime Schlankmacher wirken. Welche Stoffe dafür besonders in Frage kommen will ich Dir jetzt verraten.

Da wäre als erstes das Spurenelement Zink. Bekannt ist Zink dadurch, dass es das Immunsystem günstig beeinflusst, bei der Wundheilung hilft und auch für schöne Haut und Haare sorgt. Auch ist Zink wichtig für die Zellteilung. Und was den Stoffwechsel anbelangt, kann Zink auf natürliche Art den Insulinspiegel senken und damit Heißhungerattacken verhindern. Somit erweist sich dieser Vitalstoff als wahrer Kalorienkiller. Zink wird hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Besonders viel davon ist in Linsen, Sesam, Emmentaler, rotes Fleisch und Haferflocken enthalten

Von den Vitaminen sind es gerade die B-Vitamine, die die Fettverbrennung ankurbeln. So fördert B6 die Umwandlung unserer aufgenommenen Nahrung in Energie. Damit wird der Kalorienverbrauch gesteigert und die Leistungsfähigkeit verbessert. Nahrungsmittel, die B6 enthalten sind Fleisch, Bananen , Kartoffeln, Vollkorn- und Milchprodukte.

Ein weiterer Stoff, der hilft den Stoffwechsel anzuregen ist das Mineral Kalzium. Zum einen verhindert Kalzium die Fettaufnahme im Darm, zum anderen sorgt es dafür, dass Fett abgebaut wird. Durch Kalzium werden auch die Muskeln angeregt, so dass die Kalorienverbrennung auf Hochtouren läuft. Auch Kalzium können wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Bevorzugt sind da Milchprodukte, wie Käse oder Quark, aber auch Mandeln und Grünes Gemüse, die viel Kalzium enthalten.

Auch der Gegenspieler von Kalzium, das Magnesium spielt im Stoffwechsel eine große Rolle, besonders im Fettstoffwechsel. Die ist begründet dadurch, dass Magnesium Bestandteil vieler Enzyme ist, die für einen guten Fettstoffwechsel sorgen. Darüber hinaus trägt Magnesium dazu bei, das Stresshormon Cortisol zu reduzieren. Stress aber ist sehr hinderlich, wenn es um die Fettverbrennung geht. Magnesium findet man in Nüssen, Mandeln, Vollkornprodukten, Bananen , Himbeeren und vielen anderen Obstsorten.

Kommen wir zum letzten wichtigen Vitalstoff, der den Stoffwechsel in Schwung bringt. Das ist das essentielle Spurenelement Chrom. Chrom ist wichtig, weil es eine ausgleichende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hat. Damit gelingt es, den Insulinspiegel niedrig zu halten, was sich positiv auf den Stoffwechsel auswirkt. Besonders gut wirkt Chrom in Zusammenhang mit einer gesunden Ernährung. Wenn man nämlich zu viel Zucker oder Weißmehlprodukte verzehrt, kann Chrom alleine  den Blutzuckerspiegel nicht regulieren. Die zusätzliche Einnahme von Chrom schützt vor Heißhungerattacken und beeinflusst das Hungergefühl. Damit bewirkt Chrom, dass wir nur bis zur Sättigungsgrenze essen und nicht darüber hinaus. Chrom ist auch in Vollkornprodukten, Nüssen, weißen Bohnen, Fleisch und Kresse enthalten.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du nicht ausreichend Vitalstoffe aufnimmst, die den Stoffwechsel ankurbeln, solltest Du überprüfen lassen, ob Du es mit der Nahrung schaffst. Wenn das nicht der Fall ist, rate ich Dir, die entsprechenden Vitalstoffe einzunehmen. Beispiele für Bezugsquellen von qualitativ hochwertigen Vitalstoffen sind:

Produkte von Forever living

Produkte von MSE-Pharma

Produkte von Deltastar Nutriens

Show 055: Zeckenalarm-Wie gefährlich sind Zecken


Wir haben Frühling, das Wetter ist weitestgehend sehr angenehm. Und gerade in der Gegenwart, wo es heißt Abstand halten, Maske tragen und Vorsicht im Umgang mit Risikogruppen gibt es sehr viele Menschen, die aus der Stadt in einen nahe gelegenen Wald oder einen ruhigen Park flüchten, um ein relativ normales Leben für ein paar Stunden genießen zu können.

Doch gerade im Frühling, wenn es noch nicht sehr heiß ist, und ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, gibt es eine Gefahr für Mensch und Tier, der man sich nicht immer entziehen kann.

Ich rede von der Zecke, einem Spinnentier, die überall dort lebt, wo schattige und feuchte Bedingungen vorherrschen. Am meisten bevorzugen Zecken Tierpfade, Wegränder und Waldlichtungen. Auch Wiesen und Gegenden in der Nähe von Gewässern oder Gärten und Stadtparks sind inzwischen angenehme Lebensräume für Zecken. Zecken sind als kleine Blutsauger bekannt, die ziemlich wetterfühlig sind und sich bei einer hohen Luftfeuchtigkeit richtig wohl fühlen. Wenn der Winter vorbei ist, werden die Zecken schon ab einer Temperatur von 7 Grad Celsius aktiv am Boden.

Was machen die Zecken aber, wenn es sehr trocken ist, wie der letzte Sommer? In dieser Zeit überleben sie sehr gut an Orten mit Buchen und Eichen, weil das Laub dieser Bäume langsam verrottet und daher einen guten Feuchtigkeitsspender für Zecken bilden. In der Regel überwintern sie auch im Laub. Beheimatet ist die Zecke ebenso in Höhen von über 1000 m. Wenn es nicht gerade trocken ist oder Winter findet man die aktive Zecke auf den Spitzen von Gräsern, mitunter auch bis zu einer Höhe von bis zu 1,20 bis 1,50 m.

In diesem Sinne ist die Zecke schon ein relativ robustes Tier. Das müssen sie auch sein, denn während ihres Lebenszyklus, der je nach Zeckenart zwischen 3 bis 15 Jahren beträgt, sind sie abhängig von mehreren Blutmalzeiten. Und diese holen sie  von uns Menschen und Tieren.

Im Wesentlichen durchlaufen die Zecken während ihrer Entwicklung bis zur Geschlechtsreife drei Stadien. Es beginnt mit dem Ei-stadium, dem sich das Larvenstadium und schließlich das Nymphenstadium anschließen. Die Lederzecke durchläuft sogar mehrere Nymphenstadien.

Die häufigste Zeckenart in Deutschland ist der gemeine Holzbock. Seine Entwicklung vom Ei zur erwachsenen Zecke dauert zwischen 2 und 6 Jahren. Ein Zeckenweibchen legt 2 bis 3 Tausend Eier bevorzugt im Laubstreu ab. Ganz schön viel. Dazu musst Du wissen, dass es 1000 Eier braucht, damit wenigstens eine erwachsene Zecke heranwachsen kann. Aus den Eiern schlüpfen etwa 0,5 mm große Larven. Diese besitzen jeweils 6 Beine. Diese Zeckenlarve braucht, um sich weiter entwickeln zu können eine Blutmahlzeit. Diese bekommt sie indem sie Mäuse, Eichhörnchen oder Igel befällt. Wenn sich die Zeckenlarven am Blut ihrer Wirtstiere gelabt haben, fallen sie von ihm ab. Und nach ca. 8 Wochen haben sie sich zur inzwischen 8-beinigen Nymphe entwickelt.

In diesem Entwicklungsstadium haben die Zecken für den Menschen durchaus ein Gefahren-  Potential. Denn jetzt brauchen die Nymphen eine Blutmahlzeit. Und zu den Spendern gehört neben Vögeln, Reptilien, Hasen und Igeln auch der Mensch. Nach dieser Blutmahlzeit häutet sich die Nymphe. Sie wird zur erwachsenen Zecke. In diesem Stadium bildet sich auch das Geschlecht der Zecke heraus. Die Weibchen sind jetzt auf eine weitere Blutmahlzeit angewiesen, um genug Energie für die Eierproduktion zu haben. Und während die Weibchen Blut saugen, werden sie von den Männchen, einem oder mehreren, begattet. Nach diesem Akt verlässt das Weibchen den Wirt nach etwa 8-10 Tagen zur Eiablage. Danach beginnt der Lebenszyklus der Zecken von vorne.

Ja, das Leben der Zecken ist schon interessant. Sie können also nur überleben und ihre Art erhalten, wenn sie ausreichend Blutmahlzeiten erhalten. Und dazu brauchen sie einen Spender, wie schon gesagt, das können Tiere oder Menschen sein.

Jetzt muss ich wohl doch dazu kommen, warum die Zecken denn nun für den Menschen gefährlich sind. Ich muss ehrlich gestehen, das habe ich mir auch nie vorstellen können. Ich bin schließlich in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen. Unsere Siedlung war von riesigen Wäldern umgeben. Es gab große Wiesen und sumpfiges Land. Für uns Kinder und Jugendlich war es ein Paradies. Wir spielten oft im Wald, gingen Blaubeeren sammeln und suchten Pilze. Wir hatten dieses Paradies vor der Haustür. Ihr könnt mir glauben, wir hatten sehr oft einen Holzbock mit nach Hause gebracht. Unsere Mutti suchte unsere Körper nach den Zecken ab und entfernte sie. Manchmal hat es Tage gedauert, bis wir sie entdeckt hatten. Oft waren es gerade die kleinen Tierchen, also die Nymphen nur 1-2 mm groß, die teilweise ganz unter der Haut waren und wie ein kleiner Leberfleck aussahen. Aber außer, dass wir sie als Fremdkörper empfunden haben, sind uns die Holzböcke nie gefährlich geworden. Das heißt wir wurden in der Folge unserer Wirtsrolle für die Zecken nie krank. Ich vermute, dass es die wirklich gute Umwelt war, die dazu beigetragen hat, dass unsere Mecklenburger Zecken keine Krankheitserreger hatten, die uns gefährlich werden konnten.

Dennoch gab es in den letzten 20, 30 Jahren immer wieder Berichte über schwere Infektionen mit dem Virus des Genus Flavivirus oder dem Bakterium Borrelia burgdorferi. Das sind die Auslöser für FSME, also der Frühsommer-Meningoenzephalitis bzwder Borreliose.

Bevor ich über Schutzmaßnahmen spreche, will ich kurz darstellen, wie die Zecken in  oder auf unseren Körper gelangen.

Die Zecken fallen nicht von einem Baum auf Deinen Körper und springen Dich auch nicht an. Das siehst Du schon an meiner Beschreibung über den Lebensraum der Zecken. Wenn Du also an Gräsern vorbeigehst, lässt sich die Zecke durch ihre Krallen an den Vorderbeinen abstreifen und hält sich dann am Wirt, eventuell an deinen Beinen fest. Sie stechen sich dann in ihr Opfer hinein. Das kann einige Zeit dauern, bis die Zecke den für sich günstigsten Ort zum Stechen gefunden hat. Wenn sie den gefunden hat, ritz sie Deine Haut an und versenkt ihren Stechrüssel im Gewebe. Der Stechrüssel ist mit Wiederhaken versehen. Jetzt beginnt die Zecke mit dem Blutsaugen und damit das Blut nicht gerinnt, gibt die Zecke über ihren Speichel entsprechende Substanzen ins Blut ab. Das dabei entstehende Gemisch aus Speichel und Blut saugt die Zecke immer wieder ab.

Anders als bei einer Stechmücke bleibt die Zecke durch ihre Wiederhaken am Stechrüssel solange an deinem Körper bis Du sie entdeckst oder bis sie sich mit Blut vollgesaugt hat. Das kann schon mal 6 bis 10 Tage dauern. Außerdem spürst Du den Zeckenbiss nicht, weil sich im Speichel der Zecke eine schmerzstillende Substanz befindet.

Die Zecke muss selbst nicht krank sein, aber sie kann Krankheitserreger von Wirtstieren aufnehmen, indem sie diese durch den Saugakt von ihrem Wirt übernimmt. Damit ausgerüstet wird die Zecke zu einer Gefahr für die Menschen, weil sie bei ihrer Blutmahlzeit die Krankheitserreger an den Menschen überträgt. Neben Borreliose und FSME können auch andere Infektionskrankheiten übertragen werden, wie zum Beispiel die Babesiose oder die Anaplamose. Dabei wird die Babesiose durch Parasiten und die Anaplasmose durch Bakterien übertragen.

Wie kann man sich nun schützen?

Es gibt reichlich Möglichkeiten. Die einen betreffen den Schutz, bevor man in den Wald oder in die Natur geht. Weil die Zecken sich hauptsächlich in Beinhöhe aufhalten, macht es Sinn, lange Hosen zu tragen, die am Fußgelenk eng zusammengehalten werden. Man kann die Hosenbeine auch in die Socken stecken. Ja, ich weiß, das wird im Sommer kaum einer tun. Diese Empfehlung gebe ich gern für die Pilzsucher unter uns, die doch längere Zeit im Wald unterwegs sind. Weiterhin empfiehlt es sich, helle Kleidung zu tragen, weil man so die Zecken besser erkennen kann.

Die erste Regel nach einem Aufenthalt in Gebieten mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass hier Zecken mit Krankheitserregern sind, besteht darin, dass man seinen Körper danach absucht und die Zecken sofort entfernt. Besonders wichtig dabei ist, auch unter den Achseln, im Intimbereich und am Kopf zu suchen. Das ist notwendig, damit eventuell vorhandene Krankheitserreger durch die Blutmahlzeit der Zecken nicht oder nur in geringem Maße in Deinen Körper gelangen. Es gibt auch zeckenabwehrende Mittel, die aber keinen sicheren Schutz bieten.

Für Risikogruppen oder Menschen, die in Risikogebieten  wohnen, ist eine Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis zu empfehlen. In jedem Fall würde ich hierfür einen Arzt konsultieren.

Wie entfernt man eine Zecke richtig. Das ist gar nicht so einfach wegen der Wiederhaken am Zeckenrüssel. Wichtig ist, möglichst hautnah die Zecke zu entfernen, entweder mit einer Zeckenpinzette oder Zeckenkarte. Wie das genau geht kannst Du unter zecken.de nachlesen. Hat man keine Geräte zur Hand, geht es auch mit den Fingernägeln von Daumen und Zeigefinger. Wichtig dabei ist, den Zeckenkörper nicht zu quetschen, weil dabei die Krankheitserreger freigesetzt werden. Manchmal passiert es, dass beim Entfernen der Zecke noch etwas in der Haut verbleibt. Das ist nicht, wie Du vielleicht glaubst, der Kopf der Zecke, sondern ein Teil des Saugrüssels. Hiervon geht in der Regel keine Gefahr für den Betroffenen aus. Du musst auch nichts weiter unternehmen, weil der Körper dieses Teil nach einiger Zeit auf natürliche Art abstößt.

Wann wird es aber nun gefährlich. Nach Entfernen der Zecke, solltest Du einige Wochen lang die Einstichstelle beobachten. Es können Veränderungen auftreten. Handelt es sich dabei um eine wachsende Hautrötung, die immer weiter nach außen wandert, die sogenannte Wanderröte, deutet das auf eine Erkrankung an Lyme-Borreliose. In diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen, der Dich dann entsprechend behandelt. Sollte in zeitlicher Nähe zum Zeckenbiss Fieber auftreten, ist ebenso umgehend ein Arzt zu konsultieren, es könnte sich um FSME handeln.

Show 054: Frühlingszeit-Zeit für die Bikinifigur

Inhalt

Im Frühling begutachten wir uns gern im Spiegel. Oft sind es sehr skeptische Blicke zu uns selbst. Und wir fragen uns, sah unser Körper vor einem halben Jahr auch schon so aus? Runder Bauch, schlaffe Oberarme, Cellulite an den Oberschenkeln, oje und dann auch noch das Gewicht? Das ist also die Zeit, wo viele Menschen daran denken abzunehmen. Irgendwann wollen die Frauen wieder eine schöne Bikinifigur haben, ja auch die Männer wollen am Strand einen guten Body mit Badehose präsentieren. Ganz davon abgesehen, dass gerade im Frühling viele Menschen sehr Körper bewusst sind, es gibt ohnehin sehr viele, zu viele Menschen mit Übergewicht oder gar Adipositas. Das alles sind gute Gründe, um sich diesem Thema noch einmal zu widmen.

Bei der Beurteilung, ob jemand übergewichtig ist, gehen sehr viele Mediziner vom Body Mass Index, dem BMI, aus. Dabei devidiert man sein Körpergewicht durch das Quadrat seiner Körpergröße. Vom BMI ausgehend entspricht ein Wert von 18,5 bis 24,9 dem Normalgewicht. Allerdings ist der BMI als Mass für das Normalgewicht umstritten. Es gibt zum Beispiel muskulöse Menschen, die einen sehr hohen BMI haben und dennoch kein Übergewicht haben. Muskelmasse wiegt einfach mehr als Fett, wenn man das gleiche Volumen zugrunde legt.

Deshalb sollte man seinen Körper als Ganzes sehen. Problemzonen zu betrachten, ist sicher wichtig, weil man dabei sehr schnell sieht, dass es oft gar nicht ums Gewicht geht, sondern um die Figur.  Und dann kommt auch noch ins Spiel, dass man attraktiv aussehen möchte.

In diesem Sinne ist es wichtig zu unterscheiden zwischen dem Gewicht, der Figur und der Attraktivität. Und gleich vorweg genommen, was die Attraktivität eines Menschen anbelangt, ist diese stark von der Ausstrahlung der betreffenden Person abhängig, davon, wie sie sich gibt, wie sie sich bewegt, wie sie dies einsetzt, um im wahrsten Sinne des Wortes zu strahlen. In diesem Zusammenhang zählt auch, welches Selbstbild die Person von sich selbst hat, was sie von sich selber denkt und welches Körperbewußtsein sie durch Bewegung und andere Massnahmen, wie Yoga oder Quigong, erreicht hat, um selbstbewußt durchs Leben zu gehen. Unbedingt gehören auch positive Gedanken dazu.

Wir wollen zuerst in Betracht ziehen, dass zum Abnehmen erst einmal die Akzeptanz des eigenen Körpers gehört. Man kann eine Person nicht nur auf ihr Gewicht und die damit verbundene äußere Erscheinung reduzieren. Zumal viele übergewichtige Menschen über eine tolle Ausstrahlung verfügen und eine Attraktivität besitzen, die von einem positiven Körpergefühl zeugen. Dennoch ist es wichtig an Maßnahmen zu denken, die dazu führen das Körpergewicht zu reduzieren. Hiermit verbunden sind gesundheitliche Aspekte, die früher oder später bei den übergewichtigen Menschen zu Problemen führen können.  Solche Probleme beginnen beim Gelenksystem, Bewegungseinschränkungen, Wasseransammlung im Gewebe, gestörte Entgiftungsleistung von Darm und Leber…..bis hin zu Entzündungen, Herzkreislaufbeschwerden, der Gefahr an Diabetes zu erkranken und und und….

Heute zählt Fettleibigkeit zu den größten medizinischen Herausforderungen der Menschheit. 2014 waren rund 13 % der Weltbevölkerung adipös, Tendenz steigend. In Deutschland sind etwa 25 % der Erwachsenen adipös, ebenfalls mit steigender Tendenz. Das hat enorme Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme der Länder, weil sich die Behandlungskosten der Folgeerkrankungen adipöser Menschen extrem nach oben entwickelt haben.

Die Korrekturmechanismen für adipöse Menschen gestalten sich äußerst kompliziert.  Es ist nicht so einfach, abzunehmen, weil die Mechanismen sehr individuell sind. Es spielt nicht nur eine Rolle, wieviel wir essen, sondern auch was wir essen. Wie schwer ist es, ungesunde Gewohnheiten abzulegen, wie reguliert unser Organismus das Gewicht und welche Bedeutung hat es, nicht nur das Gewicht zu betrachten, sondern eine gesunde Körpermasse anzustreben.

Wenn man abnehmen möchte spielt es schon eine Rolle, wieviel Kalorien ich täglich zu mir nehme, wie die Nahrung zusammensetzt ist, welchen glykämischen Index die Nahrungsmittel haben und wie hoch mein Grundumsatz ausfällt.

Zunächst möchte ich kurz die Begriffe glykämischer Index und Grundumsatz erklären. Der glykämische Index ist ein Mass , das die blutzuckersteigernde Wirkung von Kohlenhydraten bzw. Lebensmittel angibt. Demnach ist ein niedriger glykämischer Index als positiv einzuschätzen, gerade auch, wenn man an Diabetiker denkt. Wer sich nach dem glykämischen Index ernähren möchte, kann entsprechende Tabellen nutzen, die diesen Wert für verschiedene Lebensmittel angeben. In meinen Shownotizen auf meiner Website qdg.com habe ich einen Link dafür angegeben.

Der Grundumsatz ist der Kalorienverbrauch unseres Körpers, der durch Erhaltung der Lebensfunktionen entsteht, etwa Aufrechterhaltung der Körpertemperatur oder Atmung. Er ist abhängig von Größe, Gewicht, Geschlecht und Alter. Er entspricht also dem minimalen Energiebedarf unseres Körpers ohne irgendeine geistige oder körperliche Tätigkeit.

Im Übrigen, da ich gerade körperliche Tätigkeit genannt habe, es hat sich herausgestellt, dass körperliche Bewegung zwar wichtig ist für unser Wohlbefinden und um die Stoffwechselprozesse zu optimieren, jedoch ist körperliche Bewegung beim Abnehmen nicht das wichtigste. Einen stärkeren Einfluss auf die Reduktion des Körpergewichts hat die Menge der aufgenommenen Nahrung aber auch was man verzehrt.

Dabei muss man sich auch davon trennen zu glauben, dass es eine universelle Methode zum Abnehmen gibt. Wichtig ist es, individuell vorzugehen und jedem Menschen ein auf ihn zugeschnittenen Plan für die Gewichtsreduktion an die Hand zu geben.

Zuallererst gilt, um abzunehmen sollten wir es einrichten, dass unser Körper mehr Energie verbraucht, als er über die Nahrung aufnimmt.  Anders gesagt, verbrenne mehr Kalorien, als du verzehrst. War man sich sehr lange Zeit darüber einig, dass es relativ egal ist, wie man dies erreicht, sieht das die Wissenschaft inzwischen doch etwas anders. Warum? Weil diese Ansicht außer Acht lässt, dass die menschliche Physiologie und Psychologie sehr komplex sind. So können zwei Menschen die identischen Nahrungsmittel in identischen Mengen aufnehmen, unterschiedliche Effekte beim Abnehmen erzielen.  Bei jedem von ihnen wird Nahrung in chemische Energie umgewandelt bis die energiereiche Verbindung ATP entsteht.  Dabei wird die Nahrung aufgespalten und unter Nutzung von Sauerstoff verbrannt. Was nicht sofort benötigt wird, wird in der Leber gespeichert, entweder als Polysaccharid oder Fett. Was die Leber nicht schafft aufzunehmen, wird im Fettdepot eingelagert. Bei der Verstoffwechselung der Nahrung entsteht Kohlendioxid, das abgeatmet wird, und Abfallprodukte, die über den Harn und den Stuhl ausgeschieden werden. Inzwischen ist bekannt, dass all diese Prozess sehr individuell ablaufen und auch bei ein und derselben Person nicht immer gleich sind.

Dennoch zeigten viele Forschungsarbeiten, dass wir einen bestimmten Bedarf an Kalorien haben, um gesund und fit zu bleiben und alles, was über diese Energiemenge hinausgeht, führt zu einer raschen Gewichtszunahme. Dabei ist dies unabhängig davon, wieviel Sport wir treiben. Durchschnittlich benötigt ein normalgewichtiger Mann 2500 kcal pro Tag und eine Frau etwa 2000 kcal. Dass Männer mehr benötigen ist dadurch bedingt, dass sie durchschnittlich größer sind und mehr Muskelmasse besitzen.

Eins ist dabei wichtig, der Energiebedarf reduziert sich nicht, wenn man eine bewegungsarme Lebensweise bevorzugt.

So gestaltet es sich ziemlich schwierig, sein Gewicht zu halten, weil auch die Verlockungen des Alltags, besonders der Süßwarenangebote hinzukommen. So hat man berechnet, dass zum Beispiel zwei Kekse täglich ausreichen, um binnen 10 Jahren 30 kg zuzunehmen.

Der erste Hauptsatz der Thermodynamik gilt leider auch in biologischen Systemen. Das bedeutet tatsächlich, dass man sein Körpergewicht nur stabilisieren kann, wenn die Gesamtenergie, die wir aufnehmen, gleich der Summe der Energiemenge ist, die das System verbraucht oder speichert. Dabei ist aber unberücksichtigt, wie effizient der Körper aus verschiedenen Lebensmittel Energie gewinnt.

Die Energiemenge der verschiedenen Nahrungsbestandteile wird heute mit den sogenannten Atwater-Faktoren bestimmt. Das bedeutet, dass der Körper aus einem Gramm Eiweiß beziehungsweise Kohlenhydrat etwa vier Kilokalorien gewinnt – und aus einem Gramm Fett zirka neun Kilokalorien. Da wir uns jedoch nicht nur von reinen Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten ernähren, gilt es darüber hinaus zu berücksichtigen, welche Beschaffenheit die Nahrung hat und wie die Nahrungsmittel zusammengesetzt sind. Das aber bestimmt, wie effektiv der Organismus die Nahrungsmittel verwertet und verdaut.

Dafür zwei Beispiele:

  1. Es ist ein großer Unterschied, ob ich Mandeln in Form von Mandelbutter oder als rohe Mandeln zu mir nehme. Weil rohe Mandeln schwerer zu verdauen sind als Mandelbutter liefern sie bei gleicher Verzehr-Menge ungefähr nur ein Drittel der Energie wie Mandelbutter (David Baer, USA)
  2. Ebenso kann man beobachten, dass Vollkornprodukte mit doppelt soviel Ballaststoffen weniger Energie liefern als normale Vollkornprodukte, weil das Mehr an Kalorien mit dem Stuhl ausgeschieden wird.

Somit können wir sagen, dass Kalorie nicht gleich Kalorie ist. Hierbei ist die Art des Nahrungsmittels entscheidend, und wie sie verdaut werden und wie effizient der Stoffwechsel verläuft. In diesem Sinne kann man vielleicht verstehen, warum es manchen Menschen schwerer fällt, ihr Gewicht konstant zu halten.

Es ist also nicht die Energiebalance allein, die über unser Gewicht entscheidet.

Dass Bewegung unser Körpergewicht nicht so stark beeinflusst, wie immer angenommen wurde, ist inzwischen bekannt. Das ist nicht verwunderlich angesichts der Tatsache, dass den größten Energiebedarf Gehirn, Herz und Nieren haben, nicht aber die Skelettmuskeln. Krafttraining kann zwar das Körpergewicht beeinflussen, aber auch nicht im entscheidenden Masse.

Erwähnen möchte ich noch, dass es naturgemäß älteren Menschen schwerer fällt abzunehmen, da sich ihr Stoffwechsel verändert hat und sie generell weniger Energie benötigen.

Wenn man Abnehmen will, muss man auch berücksichtigen, dass sich während der Abnehmphase der Grundumsatz wegen des kleiner werdenden Körpergewichts verringert. Somit erlebt man, dass sich der ganze Prozess der Gewichtsreduktion verlangsamt. Weiterhin sinkt dabei auch die Stoffwechselintensität. Das ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass Diäten oft nicht funktionieren. Andererseits bedeutet das, dafür zu sorgen, dass der Stoffwechsel angeregt wird. Sehr oft stellt man fest, dass Abnehmwillige zu wenig essen, ihren Stoffwechsel dabei verlangsamen und den gewünschten Erfolg nicht erreichen.

Ein weiterer Punkt ist das bei der Gewichtsreduktion vorhandene Hungergefühl. Um dem zu begegnen, muss man seine Nahrungsmittel entsprechend auswählen.

Wir sollten dafür sorgen, dass Appetit und Hunger während des Abnehmens nicht auftreten. So hat sich vielfach erwiesen, dass eine protein- oder ballaststoffreiche Mahlzeit gut sättigt und Hungergefühle kaum auftreten. Ganz allgemein kommen dafür Lebensmittel mit einem niedrigem glykämischem Index (GI) infrage, weil sie den Blutzuckerspiegel nur wenig ansteigen lassen. Beispielsweise kann man ein Frühstück aus gezuckerten Cornflakes mit einem hohen Glykämischen Index durch ein Frühstück aus Haferbrei oder Rührei mit niedrigem glykämischen Index ersetzen. In der Folge ist man länger satt und man nimmt kaum zusätzlich Nahrung in den Stunden nach dem Frühstück auf.

Zusammengefasst bedeutet das folgendes:

Wir müssen mehr Nahrung zu uns nehmen, die Hunger und Appetit zügeln, um sich nicht mit zusätzlichen Snacks vom Ziel abbringen zu lassen. Zu solchen Appetitzüglern zähen Spinat, Chili, Ingwer, Zitrone, Limette, Grapefruit, Tomaten, Eiweiß, Pfefferminze und Haferflocken, um nur einige zunennen.

Weiterhin brauchen wir Stoffe, die den Stoffwechsel anregen, um eine effiziente Verdauung zu gewährleisten. Das geht teilweise ziemlich einfach, zum Beispiel durch Trinken von kaltem Wasser, weil der Körper zusätzlich Energie benötigt, um es zu erwärmen. Grüner Tee ist auch sehr gut, um den Stoffwechsel anzuregen. Ebenso wie scharfe Gewürze und eine proteinreiche Nahrung. Günstig ist auch Kokosnussöl, weil seine mittelkettigen Fette, den Stoffwechsel stärker anregen als langkettige Fette.

Wichtig ist es, Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index zu verzehren. Ich nenne nur einige. Haferkekse, Mais, Vollkornbrot, Salzkartoffeln, Erbsen, Möhren, Pfirsiche, Äpfel, Joghurt und Erdnüsse.  In den Shownotizen erhältst Du einen Link, wo Du dich gut informieren kannst

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist wichtig, um die genannten Faktoren positiv zu beeinflussen.

Selbst bevorzuge ich eine Ernährung, die sich aus 20 % ballaststoffreichen Kohlenhydraten, 30 -40 % Eiweißen und 40-50 % Fett zusammensetzt. Dabei handelt es sich um hochwertige Fette mit einem hohen Anteil an Omega 3- Fettsäuren.

Show 053: Immunsystem stärken mit Vitamin D3

Seit einigen Jahren spielt Vitamin D3 in vielen medizinischen Betrachtungen eine große Rolle. Es ist ähnlich wie Coenzym Q 10 eine Schlüsselsubstanz in der mitochondrialen Medizin, ja ich möchte behaupten, Vitamin D3 hat ebenfalls eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Es bietet Schutz vor einer Vielzahl an Erkrankungen, von Osteoporose, Atemwegserkrankungen, und Alzheimer bis hin zu chronischen Entzündungen und Krebs.

Wir sprechen häufig von Vitamin D, meinen jedoch Vitamin D3. Aber von der Definition ausgehend ist Vitamin D3 gar kein Vitamin. Denn Vitamine können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen warden. Jedoch wird Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht in der Haut aus Cholesterin gebildet. Ohne Sonnenschutzmassnahmen könnten wir 90 % unseres täglichen Bedarfs selbst bilden. Jedoch meiden wir die Sonne wegen dem bestehenden Hautkrebsrisiko, der größte Teil unseres Körpers ist mit Kleidung bedeckt und wir halten uns im Vergleich zu Naturvölkern nur wenig im Freien auf. Hinzu kommt, dass wir in den Ländern, die nördlich des 35. Breitengrades liegen, wie Deutschland, in den Monaten Oktober bis März kaum eine Chance haben Vitamin D3 zu bilden, weil die Sonne einfach nicht hoch genug steht. Wie konsumieren ausserdem nicht genügend Lebensmittel, die den Vitamin D-Spiegel anheben könnten. Wenn wir täglich Seefisch verzehren würden, wie die Eskimos, hätten wir diese als zusätzliche Vitamin D-Quelle.

Vitamin D ist also kein normales Vitamin, einerseits. Andererseits hat Vitamin D auch hormonelle Wirkungen. So gibt es in unserem Körper kaum eine Zelle, die keinen Vitamin D-Rezeptor hat. Nach neuesten Erkenntnissen ist Vitamin D nicht nur für die Knochengesundheit wichtig, nein, es beeinflusst die Stoffwechselfunktion vieler Gewebe und Organe.

Eine ganz besonders wichtige Rolle spielt Vitamin D im Immunsystem des Körpers. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen der angeborene allgemeinen Immunabwehr und der spezifischen erworbenen Abwehr.

Ein bedeutender Hinweis auf den Zusammenhang zwischen Vitamin D3 und dem Immunsystem ergibt sich bereits daraus, dass, wie bereits erwähnt, jede Immunzelle an ihrer Oberfläche Rezeptoren für Vitamin D besitzt. Vitamin D spielt dabei gewissermaßen den Kommunikator zwischen den Immunzellen, um im Bedarfsfall schnell eine breite Immunabwehr zu aktivieren.

Wenn wir das angeborene Immunsystem betrachten, so reagiert es mit einer schnellen Abwehr gegen eindringende Krankheitserreger wie z.B. Bakterien, die sich in Wunden oder Schleimhäute ansiedeln.  Die Immunantwort ist dabei gegen viele Keime wirksam, das heißt sie ist relativ unspezifisch. Diese Art Abwehrreaktionn ist meist local ausgerichtet und bedarf keiner langen Anlaufphase. So werden Bakterien in Wunden innerhalb von Stunden erkannt und bekämpft. Zu den Bestandteilen des angeborenen Immunsystems gehören die Haut und Schleimhäute als äußere Barrieren und verschiedene weiße Blutkörperchen (Leukozyten). Hinzu kommen verschiedene Stoffe im Blut und anderen Körperflüssigkeiten. Mit ihrer Hilfe können Bakterien und Viren, die in den Körper eingedrungen sind, durch sogenannte Fresszellen eliminiert warden. Unterstützend greift hier auch das erworbene Immunsyste ein. Dazu gehören Makrophagen im Gewebe und neutrophile Granulozyten in Blut und Gewebe.

Die Rolle von Vitamin D in diesem Prozess ist noch gar nicht solange bekannt. Forscher hatten  herausfanden, dass Vitamin D 3 für die Reifung der Makrophagen notwendig ist. Wenn zum Beispiel das Immunsystem angegriffen wird, aktiviert Vitamin D3 diese Fresszellen. Bakterielle Angreifer werden dabei durch das Entsorgungssystem der Zellen abgebaut und ausgeschieden.[1]Vitamin D3 bindet dabei an die Vitamin D-Rezeptoren an der Zelloberfläche. Durch diese Bindung werden die Immunzellen aktiviert.

Die Aktivierung von Immunzellen durch Vitamin D erfolgt durch die Bindung von Vitamin D an die Vitamin-D-Rezeptoren (VDR) an der Zelloberfläche der Makrophagen. Durch die Bindung werden diese von der Zelle aufgenommen. Der Komplex aus Vitamin D und und seinem Rezeptor ist in der Lage, bestimmte Gene (DNA) der Immunzelle zu regulieren. Vitamin D3 spielt eine zentrale Rolle bei der Aktivierung von weißen Blutkörperchen der angeborenen Immunantwort.

Im Unterschied zum angeborenen Immunsystem wirkt die erworbene Immunabwehr wie ein Langzeitgedächtnis. Sowie zum Beispiel ein Angeifer erkannt wird, werden spezifische Antikörper gebildet. Diese merken sich die Antigene, das können z.B. Viren sein. Da die Spezifität der Immunabwehr höher ist, verläuft die erstmalige Immunantwort öfter langsamer. Das heißt sie braucht ein paar Tage, bis sie effizient arbeitet. Das gute ist jedoch, dass dieser Erreger dann im Immun-Gedächtnis gespeichert wird. Ein weiterer Angriff gestaltet sich dann meist harmlos.

Zur erworbenen Immunabwehr gehören spezielle weiße Blutkörperchen, sogenannte B-Lymphozyten und T-Lymphozyten, lösliche Eiweißkörper im Blut, und spezifische Botenstoffe, sogenannte Zytokyne, in Blut und Gewebe, die das Immunsystem aktivieren. B-Lymphozyten sind für die spezielle Antikörper Produktion zuständig, und T-Lymphozyten für die Zerstörung und Entsorgung der Krankheitserreger.

Die Rolle von Vitamin D3 im erworbenen Immunsystem besteht in der Regulierung seiner verschiedenen Bestandteile. So aktiviert Vitamin D bestimmte T-Gedächtnis Zellen und T-Helfer Zellen. Beide tragen damit maßgeblich zum Immun-Gedächtnis bei.

Vitamin D3 sorgt ebenso dafür, dass bestimmte Faktoren, die Entzündungen unterstützen, gedrosselt werden, um das Immunsystem zu entlasten. Andererseit unterstützt Vitamin D solche Zytokyne, die Entzündungen aktiv bekämpfen, indem sie weiter aktiviert werden.[3]

Somit kann man feststellen, dass Vitamin D eine ganzheitlich Wirkung auf das Immunsystem ausübt und viele Aspekte der Immunabwehr bei Angriff eines Krankheitserregers reguliert. Das unterstreicht die enorme Bedeutung des Vitamin D Spiegels auf das Immunsystem. Einerseits unterstützt eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin D beide wichtigen Teile des Immunsystems. Andererseits bedeutet ein Vitamin D Mangel, dass die Immunabwehr geschwächt wird. Dann haben wir es mit einem schwererem und längerem Krankheitsverlauf sowie einer höheren Behandlungsnotwendigkeit zu tun.

Somit komme nicht nur ich zu der Aussage, dass Vitamin D zur optimalen Funktion des Immunsystems absolut notwendig ist. Eine letzte Frage gilt es noch zu klären. Wie hoch sollte mein Vitamin-D3 Spiegel sein, damit mein Immunsystem optimal funktioniert. Ich sage hier bewußt nicht, wieviel Du einnehmen sollst. Das hängt wirklich von Deinem Ausgangswert ab. Bei einem Wert von 20 bis 35 ng/ml hast Du bereits eine Unterversorgung. Anzustreben ist ein Wert zwischen 40 und 60, wobei die Tendenz bei neuesten Untersuchungen zu höheren Werten besser eingeschätzt wird. Inzwischen gibt es die Bestimmung von Vitamin D3 mit nur einem Bluttropfen. Diesen Test kann man sogar allein durchführen und dann zu einem Labor einsenden. In meinen Shownotizen habe ich entsprechende Bezugsquellen für den Test hinterlegt. Ebenso eine Normwertetabelle, die Dir zeigt, wo Du liegst.

Übrigens können sich auch medizinische Laien sehr gut vorstellen, dass Vitamin D3 gut furs Immunsystem ist. Bekanntermaßen beginnt die Grippesaison im Herbst und endet im Frühjahr. Das ist aber genau die Zeit, in der unser Körper die geringste Menge an Vitamin D3 synthetisiert. In dieser Zeit kann nur über die Gesichthaut Vitamin D3 gebildet warden. Hinzu kommt, dass der Anteil des für die Bildung des Vitamin D3 nötigen uktravioletten Lichts besonders gering ist und die Sonnenscheindauer extram kurz.

Show 052: Immunsystem stärken mit Vitamin C

Gemäß einem Zitat von Harald Krebs ist Vitamin C der meist unterschätzte Wirkstoff der Medizin. Seit seiner Entdeckung liegen weltweit über 6000 Studien vor, die beweisen, welche Wirksamkeit Vitamin C entfalten kann und, einer Wunderwaffe gleich, gegen eine Vielzahl von Erkrankungen hilfreich ist. Thomas E. Levy zeigt in seinem Buch „Heilung des Unheilbaren“, dass Vitamin C in kürzester Zeit Hepatitis ausheilen kann. Weiterhin ist bewiesen, dass es erfolgreich bei Kinderlähmung angewendet werden kann. Außerdem ist Vitamin C ein hervorragendes Entgiftungsmittel bei Schwermetallbelastungen im menschlichen Organismus. Eine weitere Rolle spielt Vitamin C in der Krebstherapie. Als nebenwirkungsfreies Naturprodukt kann Ascorbinsäure zahlreiche Infektionskrankheiten abwehren oder rückgängig machen. Hierzu einige konkrete Beispiele:

In seinem Buch „Das Vitamin-Programm“ schreibt Linus Pauling, übrigens 2-facher Nobelpreisträger;

Vor 13 Jahren besuchte mich ein junger Arzt und sagte: Dr. Pauling, Sie haben mir das Leben gerettet. Ich litt an einer chronischen Hepatitis und wäre daran gestorben, aber dann hörte ich von Ihrer Therapie mit hohen Vitamin – C –Dosen, und sie hat mich geheilt.

Linus Pauling: Das Vitamin Programm, 1992

Abram Hoffer beschrieb in seinem Büchlein „ Orthomolecular Treatment for Schizophrenia“ die Heilung von Schizophrenie nur allein durch die Gabe hoher  Dosen Vitamin C (10g täglich) und Vitamin B3 (3g täglich). Dies ist ihm bereits 1954 gelungen.

Linus Pauling beschrieb einen ähnlichen Fall einer Patientin, die bereits über 6 Jahre an Schizophrenie gelitten hatte, ja sogar einen Suizid begehen wollte. Sie hörte jedoch von der Heilung durch Vitamine und therapierte sich ebenfalls mit Viatmin C.

Sie war sehr dankbar für die neu gewonnene Lebensqualität.

Die Ärztin Prof. Blaurock-Busch heilte mit Vitamin C Patienten mit Gürtelrose innerhalb von 3 Tagen. Dabei bekamen die Patienten lediglich 10g Vitamin C intravenös verabreicht.

Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag, 1995

Ein letztes Beispiel ist die Anwendung von Vitamin C bei Asthma. Strunz schreibt dazu: 9 Studien zu Asthma und Vitamin C zeigen die Verhinderung von Asthmaanfällen, wenn täglich 1-2 g zusätzliches Vitamin C dauerhaft eingenommen werden.

Strunz/Jopp: Die Vitaminrevolution, Gräfe und Unzer, 2003

In meiner Naturheilpraxis hatte ich jeweils im Herbst und im Frühjahr Vitamin C-Infusionen durchgeführt mit dem Ziel, das Immunsystem zu stärken.

Du fragst, warum wird denn Vitamin C bei all den positiven Studien und Erfahrungsberichten nicht großflächig angewendet? Die Antwort liegt im wirtschaftlichen Bereich. Die Pharmaindustrie weiß, dass eine breite Anwendung von Vitamin C tausende Medikamente überflüssig machen würde.

Die zweite Frage ist, warum Vitamin C bei so vielen Erkrankungen hilfreich sein kann? Dazu möchte ich Dir folgendes sagen:

Chemisch gehört Ascorbinsäure oder Vitamin C zu den Kohlenhydraten, nach seiner Funktion ist es eine Säure und physiologisch gehört es zu den Vitaminen. Vitamine sind für den Menschen essentiell, d.h. lebensnotwendig. Die meisten Tiere können Vitamin C selbst synthetisieren. Jedoch hat der Mensch, genau wie einige andere Lebewesen, zu denen die Primaten, Meerschweinchen, Fledermäuse, die Regenbogenforelle, gewisse Vögel und Insekten zählen, durch eine Genmutation die Fähigkeit verloren, Ascorbinsäure herzustellen. Deshalb muss Vitamin C immer mit der Nahrung zugeführt werden.

Chemisch stellt Ascorbinsäure ein Redoxsystem dar, das leicht und reversibel oxidiert werden kann. Damit kann Vitamin C bei enzymatischen Hydroxylierungen aktiv werden. Viele enzymatische Prozesse können dadurch beeinflusst werden, wie die Adrenalin und Corticosteroidsynthese, die Kollagensynthese und der Cholesterinabbau. Eine weitere wichtige Rolle hat Ascorbinsäure bei der Reifung der Erythrozyten, den roten Blutkörperchen. Diese aber sind für den Transport von Sauerstoff in unserem Körper verantwortlich. Ohne diese Funktion können wir keine Energie herstellen. Weiterhin ist Ascorbinsäure an der Eisenverwertung und Eisenresorption beteiligt. Nachgewiesen ist auch der überaus günstige Einfluss von Vitamin C auf die Immunmodulation. Und damit sind wir bei der in der Gegenwart so wichtigen Eigenschaft von Vitamin C. Mit Vitamin C ist es möglich, die Abwehrmechanismen zu steigern, weil es regulierend in viele Stoffwechselvorgänge eingreift. Durch seine chemische Struktur ist Ascorbinsäure enorm wichtig für die Abwehr freier Radikale, die in Zusammenhang mit oxidativem Stress entstehen. Wenn man weiß, dass freie Radikale maßgeblich an der Entstehung von oxidativem Stress in den Zellen beteiligt sind und dieser Stress darüber entscheidet, wie die Immunantwort auf verschiedene Einflüsse aussieht, kann man sich vielleicht vorstellen, dass Substanzen, die den Körper vor der Wirkung der freien Radikale schützen, auch auf die Immunität direkt Einfluss haben können.

 

Darüberhinaus steigert Vitamin C die Immunität des Körpers durch folgende Faktoren:

Da Ascorbinsäure an der Biosynthese von Proteinen und der Bildung von Hormonen beteiligt ist,  erfüllt es damit eine wichtige Funktion im Energiestoffwechsel. Das ist insofern wichtig, weil man gerade zur Abwehr körperfremder Stoffe viel Energie benötigt.

Weitere Funktionen in Hiblick auf die Stärkung des Immunsystems sind folgende:

Vitamin C ist an der Entgiftung und Senkung der Schwermetallbelastung beteiligt. Auch diese Funktion führt dazu, dass mehr Energie für andere Körperprozesse, u.a. der Abwehr zur Verfügung steht.

  • Vitamin C ist ein direkter Aktivator für das Immunsystems. Mit seinen antioxidativen Eigenschaften schützt Vitamin C die Mitochondrien vor der Belastung mit freien Radikalen
  • Durch Vitamin C wird der menschliche Alterungsprozess beeinflußt und die Vitamine A, E und B werden geschützt. Das sind auch Antioxidantien, die in unterschiedlichen Prozessen, a benötigt werden.

Einige Worte zu den freien Radikalen. Sie entstehen in vielen Stoffwechselprozessen und spielen dort eine positive Rolle. Kritisch ist es erst dann, wenn das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien gestört ist. Das passiert zum Beispiel durch Umwelteinflüsse, Krankheitserreger, Schwermetallbelastung u.v.a. Ein Überschuß an freien Radikale kann den Alterungsprozess im menschlichen Organismus beschleunigen, weil sie die Eiweißstoffe im Bindegewebe vernetzen und die Funktionsabläufe in den menschlichen Zellen, auch in den Mitochondrien, stören. Der Organismus wird dadurch zur Produktion von Cholesterin angeregt und gleichzeitig kommt es zur vorzeitigen Alterung der Erythrozyten. Dabei wird das Immunsystem zunehmend erschöpft. Freie Radikale bewirken andererseits auch Fehlreaktionen des Immunsystems, was zu chronischen Entzündungen, Allergien, Krebserkrankungen, rheumatischen Erkrankungen oder Dermatosen führen kann. Über eine ausreichende Versorgung mit wasserlöslichen Vitaminen und Substanzen (Ascorbinsäure, Bilirubin) sowie fettlöslichen Stoffen (Coenzym Q10, Beta Carotin, Vitamin E) ist gewährleistet, dass die antioxidative Schutzfunktion greift. Schon sehr alte Studien belegen, dass ältere Menschen einen höheren Bedarf an Vitamin C haben als jüngere. Als Durchschnittswert gilt, dass über 60-Jährige ca. 50 % mehr Vitamin C benötigen. Gleiches trifft für Raucher zu. Wenn also ältere Menschen schon einen höheren Bedarf an Vitamin C schon allein wegen des Alters haben und dazu auch noch die Thymusdrüse bei alten Menschen kaum noch Wirkung für das Immunsystem hat, ist die logische Konsequenz die Einnahme von Vitamin C in höheren Dosen. Und ich sprechen hier von Mengen im Bereich von einigen Gramm.

Die Menge an Vitamin C, die unsere Körper benötigt, hängt weiterhin von der Stressbelastung ab und auch davon, welche Medikamente jemand einnimmt.

Antibaby-Pille, Antibiotika, Schmerzmittel u.a.. bewirken einen höheren Bedarf an Vitamin C. Dies ist auch bei Sportlern, Rauchern und Menschen mit häufigem Alkoholgenuss der Fall.

Vitamin C kann bis zu einer Menge von einigen Gramm selbst eingenommen werden. Besonders in Belastungssituationen, wie bei Erkältungen, bei geschwächtem Immunsystem, Allergien, bei einer hohen Belastung durch freie Radikale kann die maximale Menge bei Selbstmedikation einige Gramm betragen.

Da Vitamin C eine Säure ist, sollte die max. Einnahmemenge von der Magenverträglichkeit abhängig gemacht werden. Die günstigste Variante ist ein Präparat mit verzögerter Freisetzung bzw. ein Präparat, das über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Die Einnahme sollte generell nach dem Essen, am besten abends erfolgen. Natürlich gibt es ausreichend Lebensmittel, die Vitamin C enthalten. Jedoch ist es bedingt durch die Lagerung schon so, dass der Vitamin C-gehalt starkt sinkt. Deshalb solltest Du gerade in Belastungssituationen und bei Gefahr durch ansteckende Krankheiten, wie es gegenwärtig durch Covit 19 gegeben ist auf Vitamin C-Präparate zurückgreifen. Ich selbst habe meine Dosis auf 5g täglich erhöht und fühle mich sehr fit.

Beachten muss man, dass Vitamin C in Lebensmitteln beim Zubereiten, sprich Kochen, leicht zerstört werden kann. Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass Vitamin C kaum überdosiert warden kann. Es wird nicht im Körper gespeichert und alles, was zu viel ist, wird über die Nieren ausgeschieden. Geschichten über die Bildung von Nierensteinen gibt es, sind aber nicht haltbar: So sagt Harald Krebs: Nach den vorliegenden Ergebnissen über die Anwendung von Viatmin C in oraler und parenteraler Form auch im Megadosenbereich (30, 100g täglich) zu urteilen, gibt es keine Anhaltspunkte für gesundheitsschädigende Nebenwirkungen der Vitamin C-Hochdosistherapie

Show 051: Vitamin B 12 für mehr Energie

Zusammenfassung

Vitamin B12 ist mit den anderen Mitgliedern der Vitamin B - Familie eine wichtige Substanz in vielen Stoffwechselprozessen. Viele von Ihnen zum Beispiel B1, B2, B3 und B6 sind auch im Mitochondrien-Stoffwechsel für die Energie-Produktion notwendig. Die besondere Bedeutung von Vitamin B12 für die Energieversorgung des menschlichen Körpers soll in dieser Episode dargestellt werden.

Inhalt

Bekanntlich erfolgt die Energieproduktion in den Mitochondrien, hier  wird Energie in Form von Adenosintriphosphat, kurz ATP hergestellt. Die Zelle benötigt diese Energie unbedingt für Stoffwechselprozesse, aber auch, um sich zu schützen, gegen Angriffe von außen, das können z.B. freie Radikale sein. Die Zelle benötigt die Energie weiterhin auch dafür, um sich zu regenerieren bzw. sich zu reparieren. Die Mitochondrien sind hochspezialisierte Zellorganellen, die allein nicht lebensfähig sind. In Zellen, die einen hohen Energiebedarf haben, wie z.B. Herzmuskelzellen oder Hirnzellen sind besonders viele Mitochondrien enthalten. Mitochondrien besitzen eine eigene DNA. Sie vermehren sich durch Wachstum und Sprossung. Dabei wird die Menge der Mitochondrien dem Bedarf in der Zelle angepasst. Durch oxidative Phosphorylierung, werden in der Atmungskette Zucker und Fettsäuren mit L-Carnitin zu den Metaboliten (NADH oder FADH) umgebaut und mit dem Sauerstoff zu ATP verbrannt. Damit dieser Prozess gut ablaufen kann, benötigen die Mitochondrien zusätzlich eine ganze Reihe von Vitaminen, Mineralien sowie Aminosäuren. Zu den benötigten B-Vitaminen gehören B1, B2, B3 und B 12. Diese aufgeführten Mikronährstoffe kann der Körper nicht selbst produzieren. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Weitere Mikronährstoffe, die zur Energieproduktion in den Mitochondrien benötigt werden, sind:

Calcium, Magnesium, CoenzymQu10 (Q10), Vitamin D, Chrom, Eisen, Kupfer, Selen und Zink sowie die Aminosäuren Carnitin, Glutamin, Kreatin und Taurin. Dies ergänze ich nur der Vollständigkeit halber.

Aufgaben von Vitamin B12 für die Energieproduktion

Der chemische Name von Vitamin B12 ist Cobalamin. Dieser Name deutet zugleich darauf hin, dass das Molekül Cobalamin ein Kobaltatom in dieser Komplexverbindung enthält. Wir können drei Formen von Cobalamin unterscheiden, die jeweils eine unterschiedliche Bedeutung im Zellstoffwechsel haben.

Das sind Adenosylcobalamin, Methylcobalamin und Hydroxocobalamin.

Methylcobalamin enthält eine Methylgruppe. Methylgruppen sind wichtig für Methylierungen. Sie werden für regenerative und epigenetische Prozesse, benötigt sowie für den (Wieder)-Aufbau von Zellmembranen. Bedeutung haben diese Reaktionen ebenso im Hormonhaushalt sowie bei der Ausbildung und Umwandlung von Neurotransmittern, also Botenstoffen im Nervenstoffwechsel. Außerdem spielen Methylierungen eine wichtige in metabolischen Abläufen.

So wirkt das Methylcobalamin speziell im Zellplasma als Teil eines Methylierungszyklus, in welchem ein universeller Methylgeber hergestellt wird, der für eine ganze Reihe von zentralen körperlichen Prozessen zur Energiegewinnung gebraucht wird. Andererseits regeneriert Methylcobalamin auf diesem Weg auch die Folsäure, damit diese ihre Rolle bei der Zellteilung und Blutbildung erfüllen kann.

Das Adenosylcobalamin wirkt direkt in den Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zellen. Es ist Teil des sogenannten Citratzyklus. Das ist der wichtigste Stoffwechselkreislauf zur Energiegewinnung. Und schließlich kommt das Hydroxocobalamin. Diese Verbindung ist selbst kein aktives Coenzym. Es ist jedoch ein ausgezeichneter Radikalfänger und hilft in Entgiftungsprozessen. Somit schützt das Hydroxocobalamin vor Energieverlust z.B. durch Umweltbelastungen.

Wie erfolgt die Energiebereitstellung durch Vitamin B12 mit seinen 3 Coenzymen?

Vitamin B12 ist in Form des Methylcobalamins wichtig für die Blutproduktion. Ein starker Vitamin B12-Mangel führt damit zu Blutarmut. Das aber bedeutet, dass die Sauerstoffversorgung nicht optimal läuft und damit ist die Energieproduktion des Körpers reduziert. Menschen mit Blutarmut, deren Ursache B12-Mangel ist, haben sehr wenig Energie und chronische Schwäche stellt sich ein. Die Leistungsfähigkeit der betroffenen Personen ist eingeschränkt.

Des Weiteren ist Vitamin B12 in Form von Methylcobalamin an der Produktion von Kreatin, Carnitin und Coenzym Q10 beteiligt. Das aber sind Stoffe, die ebenfalls für die Energieproduktion benötigt werden.

Auch Vitamin B12 in Form Adenosylcobalamin ist wichtig für die Energieproduktion in den Mitochondrien. Es ist ein wichtiger Helfer im Citrat-Zyklus, dem zentralen Zyklus zur Energiegewinnung in den Mitochondrien. Bei einem Mangel an B12 können Fette und Ketone nur noch eingeschränkt zu Energie gewandelt werden. Hinzu kommt, dass sich dann die schädliche Methylmalonsäure, ein Stoff der beim Abbau von B12 entsteht, in den Mitochondrien anreichert. Dadurch aber wird die Verwertung von Glucose und Glutaminsäure für die Energieproduktion stark beeinträchtigt.

Bedeutung hat Vitamin B12 auch für die Entgiftung. Es ist selbst ein starkes Antioxidans und entgiftet zahlreiche chemische Substanzen. So hilft Vitamin B12 oxidativen Stress zu vermeiden, womit die Zellfunktion und Energieproduktion gewährleistet wird. Ein Mangel an Vitamin B12 kann ebenfalls zu einem Mangel an Glutathion führen. Glutathion ist jedoch enorm wichtig, weil es das wichtigste Antioxidans des Menschen ist. Bei Glutathionmangel entsteht oxidativer Stress in den Mitochondrien und Du kannst Dir schon denken, das Energieniveau wird dadurch in stark negativer Weise beeinträchtigt.

Ursachen für Viatmin B12 - Mangel

Zu den wichtigsten Auslösern eines B12 Mangels zählen folgende.

Bei streng veganer oder vegetarischer Ernährung sowie bei Magersucht wird sehr wenig B12 aufgenommen. Personen, die einen Mangel des sogenannten Intrinsic Factor haben, der für die Aufnahme von Vitamin B12 notwendig ist, haben ebenfalls B12 -Mangel. Das kann zum Beispiel bei Entfernung des Magens oder bei chronisch atrophischer Gastritis, einer Form von Magenschleimhautentzündung, entstehen. Weiterhin kann die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm, z.B. durch chronisch-Entzündungen oder Teilentfernung des Darms reduziert sein. Bei chronischen Nieren- oder Lebererkrankungen oder auch bei Befall mit dem Fischbandwurm ist mit einem erhöhten Verbrauch von Vitamin B12 zu rechnen. Die Einnahme von Medikamenten wie Omeprazol, das oft bei Sodbrennen oder Magengeschwür eingenommen wird, führt zu einem Abbau von B12, ebenso das Diabetes-Mittel Metformin.

Ein Mangel entsteht in der Regel nicht sofort, weil Vitamin B12 in der Leber gespeichert wird. Es können Jahre vergehen, bis sich ein Mangel manifestiert. Mangelsymptome treten schneller auf, wenn Menschen auf tierische Lebensmittel verzichten. Besonders gefährlich ist dies, wenn es schwangere Frauen machen und nicht substituierten.

Neben Schwangeren und stillenden Müttern zählen auch Alkoholiker, und ältere Menschen zur Risikogruppe, einen B 12-Mangel zu erleiden.

Symptome eines B 12-Mangels treten meist auch erst nach einigen Jahren des Mangels auf. Die Leber eines gesunden Menschen hat so viel Vitamin B12 gespeichert, dass damit der Bedarf von 3 Jahren gedeckt werden könnte.

Die Symptome eines Vitamin B12 – Mangels lassen sich aus der Funktion dieses Vitamins ableiten. Auffallend ist eine chronische Müdigkeit und Energielosigkeit. Weitere Symptome sind durch die Beeinträchtigung des Nervensystems feststellbar. So kommt es zu Missempfindungen wie Kribbeln an Händen, Füßen und Gliedmaßen („Ameisenlaufen“), weiterhin machen sich Gefühlsstörungen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar. Bei Fortschreiten des Mangels kann es zu Gangunsicherheiten und sogar zu Lähmungen kommen. Das kann man sehr oft bei Diabetikern und Alkoholikern beobachten. Auch Appetitlosigkeit und unerklärliche Gewichtsabnahme können auf einen B 12-Mangel hinweisen. Da Vitamin 12 im Neurotransmitter – Haushalt also im Stoffwechsel der neuronalen Botenstoffe eingreift, kann ein Vitamin B 12-Mangel in bestimmten Situationen  Einfluss auf eine nachlassende geistige Fähigkeiten bis hin zu demenzähnlichen Verwirrungen und Depressionen haben.

Bei einigen Menschen führt Vitamin B12-Mangel zu einer besonderen Form der Blutarmut, einer Vitamin-B12-Mangelanämie. Wegen der verminderten Anzahl an Blutplättchen (Thrombozyten) kommt es dabei zu einer erhöhter Blutungsneigung. Man kann auch eine erhöhte Infektanfälligkeit und Abwehrschwäche als Folge einer zu geringen Bildung von weißen Blutkörperchen beobachten.

Da bei Vitamin B12 Mangel die Schleimhäute leicht verletzbar sind, kann man auch eine glatte rote Zunge bzw. Zungenbrennen beobachten. Letzteres sieht man häufig bei Alkoholikern als Zeichen eines B-12 -Mangels.

Show 050: Gesunde Kopfhaut-gesundes Haar

  1. Biografisches

Dr. Stefan Scheibel ist ein wichtiges Mitglied der vitOrgan-Familie. Er ist Jahrgang 1960 und promovierter Chemiker. Er ist verheiratet, hat 3 Kinder und einen Hund. Weil er mehr Kontakt mit Menschen wollte, begann er Anfang der 90 iger Jahre bei der Fa. Staufen-Pharma GmbH zuerst als Pharmareferent, später als Regionalleiter  zu arbeiten. Erst danach begann er seine Tätigkeit bei vitOrgan Arzneimittel GmbH. Er besitzt ein einzigartiges Wissen im Bereich der Biomolekularen vitOrgan -Therapie. In der Firma ist Dr. Scheibel Schulungsleiter, Referent, verantwortlich für die medizinische Beratung. Er betreut die Arbeitsgebiete homöopathische Arzneimittel, / Injektionstherapie und Haarwasser bei Alopezie.

  1. Speziell zum Haarausfall

Speziell zum Haarausfall wird und wurde sehr viel geforscht. Es gibt sehr viele Konzepte, die auch mehr oder weniger gut wirken. Die einen gehen es von der Seite der Versorgung der Haarwurzel mit Nährstoffen an, andere favorisieren die hormonelle Ebene und wieder andere meinen, dass die Durchblutung angeregt werden muss.

Die Ursachen für Haarausfall können physischer und psychischer Stress, hormonelle Veränderungen, erbliche Vorbelastung, eine ungesunde Lebensweise oder Chemikalien in Hairstyling-Produkten sein. Dadurch können Schäden in der Kopfhaut entstehen und der Wachstumszyklus der Haare kann gestört werden.

Das vitOrgan Präparat gegen Haarausfall, NeyHair Vital-Haarwasser unterscheidet sich von anderen Produkten gegen Haarausfall durch seine spezielle Zubereitung. Durchs eine einzigartige Wirkstoffkombination aus hochwertigen Pflanzenextrakten, B-Vitaminen und dem biomolekularen vitOrgan-Komplex H wird die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht gebracht, weil die Lebensdauer der Haarfollikel gestärkt wird. Aber noch mehr. Sogenannte „schlafende“ Haarwurzeln können reaktiviert werden. Leider sind es nicht alle Haarwurzeln die reaktiviert werden können. Wenn die inaktive Phase der Haarwurzeln länger als 8 Jahre beträgt, so können sie nicht mehr aktiviert werden. Die im Vital-Haarwasser enthaltenen B-Vitamine dienen der Regeneration der Kopfhaut (B5) bzw. der Optimierung des Aminosäurestoffwechsels im Haarwurzelbereich. Die Pflanzenextrakte beruhigen die Kopfhaut und versorgen den Haarboden, wodurch dem Haarausfall vorgebeugt wird. Die biomolekularen Organextrakte schließlich regenerieren die Zellen und steigern die Zellteilung bei geschwächter Haut- und Haarstruktur.

Das bestehende Behandlungskonzept von vitOrgan gab es zunächst auf Injektionsbasis. Die neue Darreichungsform als Haarwasser beruht auf der Nutzung von Zytokinen als wirksame Substanzen.

(Zur Erklärung: Zytokine sind Proteine, die vor allem die Proliferation/Vermehrung von Gewebe und Differenzierung der Zielzelleneinleiten oder regulieren).

Das NeyHair Haarwasser ist mit anderen Therapievarianten gut kombinierbar. Dabei sind synergistische Effekte zu erwarten.

Die Therapie mit NeyHair unterstützt die Behandlung von lokalem und diffusen Haarausfall bei Männern und Frauen. Entsprechend dem Haarwachstumszyklus sollte die Behandlung mindesten über 3 Monate durchgeführt werden. Als zusätzlichen Tipp für, Menschen mit Haarausfall empfiehlt Herr Dr. Scheibel zusätzlich das Immunsystem zu unterstützen bzw. vorhandene Schwächen im Körper zu stärken.

  1. Zusatzinformationen in Kürze
  • Dr. Scheibels Wechsel von der Forschung in den Kontakt mit Anwendern zunächst für fast 30 Jahre in der Pharmaberatung war entscheidend für seine gesamte Tätigkeit.
  • Er würde gern mit dem ägyptischen Pharao Amenophis IV, der eine Kulturrevolution im ägyptischen Reich ca. 1300 Jahre v.Chr. einleitete, ein Kamingespräch führen und über dessen Reformen und Ansichten sprechen.
  • Gesundheit bedeutet für Dr. Scheibel, nur mit altersbedingten Einschränkungen leben zu können.
  • Erfolg bedeutet für ihn, nicht Statussymbole zu sammeln, sondern mit dem täglich Erreichten zufrieden zu sein.
  • Er liest gerne Science Fiktion-Literatur, gegenwärtig von Schätzing, Limit

Der größte bisher unerfüllte Lebenswunsch von Herrn Dr. Scheibel ist eine Reise nach Ägypten, um den Spuren von Amenophis IV zu folgen, was mit seinem früheren Wunsch, Archäologie zu studieren zu tun hat.

  • Als Tipp für alle Zuhörer betont Herr Dr. Scheibel: „Nicht aus allem ein Problem machen, das behoben werden muss, sondern sich mit dem Problem arrangieren.“
  1. Kontaktdaten

E-Mail-Adresse: drscheibel@vitorgan.de

Telefonnummer: 0711-44812-38

Website www.vitorgan.de

Show 049: Immunsystem stärken durch Thymus Peptide

  1. Biografisches
  • 1978 Approbation in Medizin
  • anschließend Ausbildung im Fachbereich allgemeine Chirurgie, u. a. an der Universitätsklinik in Bonn.
  • Medizinische Interessen­-Schwerpunkte: Immuntherapie und Transplantationsimmunologie.
  • Es folgten Tätigkeiten am Institut für Histologie an der Medizinischen Hochschule Hannover bei Prof. von Mayersbach, sowie am Sloan Kettering Institute for Cancer Research in New York bei Prof. Oettgen.
  • Spezialist auf dem Gebiet der Biomolekularen Therapie und den Methoden der autologen Immunotherapie bei der vitOrgan Arzneimittel­gruppe.
  • Seit August 2007 ist Dr. med. Theurer „Sachkundige Person“ nach §14 AMG.
  1. Vision

Das Unternehmen vitOrgan Arzneimittel GmbH stellt einzigartige Organextrakte auf der Basis der Biomolekularen vitOrgan-Therapie (BvT) her. Die Palette umfasst an die 100 organhomöopathische Arzneimittel, die auf physiologischer Ebene erkrankte Organe und Zelldefekte durch die individuelle Zufuhr von Biomolekülen gesunder Zellen regulieren. Diese Therapien weiter zu entwickeln und vielen Anwendern zur Verfügung zu stellen ist das Ziel von Herr Dr. Karl Georg Theurer. Dabei bildet die Entwicklung der Immuntherapie den wesentlichen Inhalt der Tätigkeit von Dr. Theurer,

  1. Die Immuntherapie auf Basis von biomolekularen Organextrakten

Ein starkes Immunsystem ist die Voraussetzung unseres Körpers um mit Krankheitskeimen, Bakterien, Pilzen, Viren und anderen Erregern fertig zu werden. Viele Bereiche arbeiten in der immunologischen Abwehr zusammen. Besonders wichtig dabei sind das Knochenmark, die Milz, die Lymphknoten, die weißen Blutkörperchen und ganz besonders die Thymusdrüse. Die Thymusdrüse ist sozusagen die Schule des Immunsystems. Hier erfolgt die Differenzierung, Ausreifung und Ausschwemmung von T-Lymphozyten und damit die erfolgreiche Abwehr von Krankheitserregern. Auch die Ausbildung der Immuntoleranz gegenüber körpereigenem Gewebe für den Schutz vor Autoimmunkrankheiten findet in der Thymusdrüse statt. Weiterhin wird die Blutbildung im Knochenmark gesteuert. Und schließlich findet dort die Sekretion von Peptiden, Zytokinen, Wachstumsfaktoren u.a. für die Koordination der körpereigenen Immunabwehr statt.

Die Thymusdrüse verändert sich im Laufe des Lebens. Sie ist eine Drüse der Jugend. Während der Pubertät hat die Thymusdrüse ihre Maximale Größe. Mit Erreichen der Geschlechtsreife beginnt die Rückbildung der Thymusdrüse, bis sie im fortgeschrittenen Alter ihre Aktivität weitestgehend einstellt. Das kann man auch jetzt während der Corona-Epidemie beobachten, wo sich die Krankheit besonders kritisch für ältere Menschen erweist.

Typische Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem sind

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Wundheilungsstörungen
  • Erhöhte Tumorneigung
  • Verlängerte Krankheitsdauer

So kann die Stärkung der Thymusdrüse im höheren Lebensalter das Risiko für Infektionskrankheiten, Abwehrschwäche sowie Tumorleiden reduzieren. Dafür entsprechende Präparate zu entwickeln und den Menschen zur Verfügung zu stellen, ist ein wichtiges Ziel der Fa. Vitorgan mit Dr. Theurer an der Spitze. Mit dem Thymuspräparat Neyvit Nr. 29 gibt es eine magensaftresistente Tablette aus speziell aufbereitetem Thymusextrakt in Kombination mit Vitamin D und Selen. Dieses Nahrungsergänzungsmittel trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Es ist für alle Altersstufen geeignet sowohl zur Akutbehandlung, als auch zur Langzeitanwendung. Möglich ist es, das Präparat auch mit einer regulativen Behandlung mittels Biomolekularer vitOrgan-Therapie zu ergänzen.

Bezogen auf die heutige Situation erwähnte Herr Dr. Theurer, dass der Arzt Dr. Richard Schrader Corona-Patienten mit Infusionen von biomolekularen Organoextrakten, Vitamin C und Thymuspeptiden sehr gute Ergebnisse erzielt hat.

Die Anwendung von Thymuspeptiden empfiehlt Herr Dr. Theurer für ältere Menschen und Menschen, die bereits Symptome eines geschwächten Immunsystems haben.

Generell sind die Produkte von vitOrgan, die aus Tierprodukten hergestellt werden, sicher in der Anwendung. Es sind apothekenpflichtige Substanzen, die hohen Prüfungen standhalten.

  1. Interessante Zusatzinformationen
  • Der Lebensweg von Herrn Dr. Theurer ging von der Ausbildung in Chirurgie über die Transplantationschirurgie hin zu einem Entwickler von Substanzen aus Organoextrakten. Die Naturheilkunde ist für ihn sehr wichtig in Bezug auf die Stärkung von Selbstheilungskräften im Kontrast zur symptomorientierten klassischen Medizin. Das war auch der Grund für seinen Lebensweg.
  • In einem Kamingespräch würde Dr. Theurer gern mit Menschen sprechen über die Welt von Morgen, was es für Entwicklungen geben könnte und wie die Menschen sich dabei entwickeln
  • Gesundheit bedeutet für ihn ALLES, in der Hinsicht, dass ohne Gesundheit keine Entwicklung möglich ist.
  • Erfolg bezeichnet Karl Georg Theurer als ein befriedigendes Gefühl über das Erreichte.
  • Er liest viele wissenschaftliche Abhandlungen und sehr gerne Science Fiktion Romane und vergleicht die Geschichten mit der technischen Entwicklung in der Gegenwart.
  • In seiner Freizeit segelt Dr. Theurer sehr gern, aber auch Laufen und andere sportliche Betätigungen betreibt er sehr gerne.
  • Sein größter Lebenswunsch besteht darin, ein hohes Alter bei bester Gesundheit zu erreichen.

Für alle Zuhörer wünscht Dr. Karl Georg Theurer, dass sie gesund bleiben. Dazu gehört es, gesund zu leben mit gesunder Ernährung und Sport.

  1. Kontaktdaten von Dr. Theurer

Website: vitorgan.de

Firma: vitOrgan Arzneimittel GmbH

Brunnwiesenstraße 21

73760 Ostfildern

E-Mail: info@vitorgan.de

Tel: +49 711 44 81 2-0

Fax: +49 711 44 81 2-41

Show 048: Ein ganzheitliches Präventionsprogramm

Zusammenfassung

Stress führt früher oder später zu Defiziten an Mikronährstoffen, Energiemangel in den Zellen, Krankheiten, die dadurch bedingt sind, und zu, und das ist entscheidend, einer Schwächung unseres Immunsystems. Dann sind Infektionen durch kleinste Parasiten, Bakterien oder Viren nur noch eine Frage der Zeit. Und wenn wir es mit solch starken Vertretern wie dem Coronavirus zu tun haben ist die Situation noch viel schlimmer einzuschätzen. Heute sage ich Dir, wie ich es schaffe gesund zu bleiben und das ohne großen Aufwand.

Ich habe mein Therapiekonzept in der Zwischenzeit vervollkommnet und will Dich gern daran teilhaben lassen, wie ich Gesundheit heute bewerte, was ich selbst für mich regelmäßig tue, ohne dass es vollkommen ist. Ich möchte Dir einfach sagen, was wichtig ist und wie Du ein Leben bei guter Gesundheit führen kannst, dass Dir Sicherheit gibt und Dich vor vielen äußeren Faktoren schützt. Verhehlen möchte ich dabei nicht, dass man vor Krankheiten nicht 100%ig geschützt ist. Jedoch reduzierst Du die Wahrscheinlichkeit, dass Du betroffen sein wirst und selbst, wenn es Dich erwischen sollte, ist der Krankheitsverlauf gemildert und Du kannst schneller regenerieren.

Beginnen möchte ich mit der Umwelt, weil sie der Ausgangspunkt für viele Herausforderungen ist, die wir in der Gegenwart haben. Global betrachtet, werden die Grünflächen auf der Erde immer mehr reduziert, weil zu viel abgeholzt wird. Die Folgen sind ein gestörter Wasserhaushalt und sinkende Süßwasserkapazität. Industrieabgase, landwirtschaftliche Abfälle, Überdüngung der Böden kommen hinzu. Ein weiteres Thema ist der moderne Lebensstil, gekennzeichnet durch die starke Zunahme an PKWs, LKWs Hochseeschiffen, die zur weiteren Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden führen. Kurz, es ist vieles im Argen und es bleibt nur der Weg, uns selbst zu schützen, Vorsorge zu treffen. Das bedeutet, wir selbst müssen dafür Sorge tragen, Stress zu reduzieren, die Energieproduktion in den Zellen zu gewährleisten und unser Immunsystem zu stärken.

Inhalt

Ich habe für mich ein ganzheitliches Therapieprogramm entwickelt, das auf 4 Säulen steht. Die einzelnen Programmteile beeinflussen sich gegenseitig. Man kann sie nicht losgelöst voneinander betrachten:

Das sind die Säulen:

  1. Lebensstilveränderungen
  2. Entgiftungsprozesse
  3. Energieproduktion
  4. Mikrozirkulation

Die Reihenfolge bedeutet keine Wertung. Alle Punkte sind gleich wichtig. Und deshalb empfehle ich Dir, jeden einzelnen Programmpunkt für Dich zu überdenken und herauszufiltern, was für Dich wichtig ist. Apropos, was für Dich wichtig ist, betrifft nicht nur Deine körperliche Gesundheit. Auch die mentale und finanzielle Gesundheit, auf die ich nicht speziell eingehen werden, gehören unbedingt dazu.

Zu den Lebensstilveränderungen gehört, wie wir uns in der Umwelt verhalten. Beeinträchtigungen der Umwelt durch Schadstoffe und Reduzierung der natürlichen Ressourcen berühren unser Leben direkt. Alle wollen weniger Schadstoffe in der Luft, im Wasser und im Boden. Da sollte  auch jeder seinen Beitrag leisten.. Ein paar Stichworte sind vielleicht Energie sparen, Mülltrennung, überhaupt sparsamer Umgang mit allen Ressourcen. Mir ist schon klar, dass größere Impulse von der Politik ausgehen müssen, dennoch die Initiative des Einzelnen in der Summe ist auch sehr viel Wert.

Lebensstilveränderung bedeutet auch, seinen Stresspegel auf ein Minimum zu halten. Das ist angesichts der modernen Arbeitswelt und der enorm kurzen Kommunikationswege gar nicht so einfach. Als erste Maßnahme gehört für mich ein sorgsamer Umgang mit den digitalen Medien dazu. Dort wo sie uns helfen, Zeit zu sparen, ist alles erlaubt, aber wenn die digitalen Medien zu einem Zeiträuber werden, kommen wir an unsere Belastungsgrenzen.

Zum Lebensstil gehört auch, Bewegung in den Arbeitsalltag einzubauen. Wir sitzen heute viel zu viel, wir sind zu wenig an der frischen Luft und zu oft arbeiten wir bei künstlichem Licht. Das bringt unseren Biorhythmus durcheinander und ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Entwicklung von Stress.

Auch bitte ich zu bedenken, dass der heutige Umgang mit Tattoos und Piercings nicht gerade gesundheitsfördernd ist. Dadurch kommen Schwermetalle in unseren Körper, die nur schwer zu eliminieren sind.

Das sind alles Faktoren, die man zum größten Teil selbst beeinflussen kann. Man muss es nur wollen. Oft sind Stressprobleme durch die Arbeit nicht zu vermeiden. Aber wenn man für sich und seine Familie mehr Zeit haben will, um ein stressfreies Leben zu führen, sollte man darüber nachdenken, ob Deine gegenwärtige Arbeit das richtige für Dich ist, egal ob gut oder schlecht bezahlt. Es gibt inzwischen sehr viele Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt mit weniger Stress bei höherem Einkommen zu verdienen.

Kommen wir zur zweiten Säule, den Entgiftungsprozessen. Als ich die hohe Schadstoffbelastung durch die Umwelt führt zu einer hohen Schadstoffbelastung im menschlichen Körper. Wir wundern uns oft, dass es uns nicht gut geht, dass wir müde sind und unsere Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Das ist auch durch die hohe Schadstoffbelastung in unserem Körper begründet. Deshalb sind Entgiftungsprozesse so wichtig. Dabei soll die Kapazität unserer Entgiftungsorgane wie der Leber, des Darms, der Nieren, der Lunge und der Haut verbessert werden. Ja auch der Säure-Basen-Haushalt muss im Lot sein. Die Art des Entgiftungsprozesses hängt dabei sehr vom Grad der Schadstoffbelastung und der Schadstoffe ab, die es zu entgiften gilt. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass halbjährliche Körperreinigungskuren zum Beispielmit Aloe vera Produkten, oder Fasten – Kuren sehr viel Wohlbefinden erzeugen. Deshalb rate ich Dir, ähnliche Rituale in dein Leben zu integrieren. Viele Promis machen es uns vor. Und es kostet nicht viel und hat eine riesige Wirkung. Melde Dich bei mir, wenn Du wissen möchtest, wie das genau durchgeführt wird.

Die Umweltschadstoffe und unser Lebensstil führen bei chronischem Stress zu Energiedefiziten in den Zellen. Dies wirkt sich auf die Funktion der Organe aus, führt oft szu Krankheiten. Das hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel, die Energieproduktion und schließlich auf die Gesundheit. Die Energieproduktion wird ebenso durch Stress, insbesondere chronischen Stress mit all seinen Folgeerscheinungen eingeschränkt, weil einfach die Cortisolproduktion verändert ist, anfangs erhöht, dann erniedrigt. Damit kommt es leider auch dazu, dass das Immunsystem geschwächt wird. Durch die genannten Faktoren ist die Energieproduktion eingeschränkt, weil die notwendigen Stoffe dafür nicht mehr oder nur reduziert zur Verfügung stehen. Was bleibt zu tun. Salopp gesagt, die individuellen Noxen (Alkohol, Zigaretten) meiden, Stress reduzieren und, um die Energieproduktion anzuregen, die fehlenden Substanzen einnehmen. Weiter geht es noch darum, das Defizit an Mikronährstoffen auszugleichen, welche die Energieproduktion einschränkt. In der Regel sind das Coenzym Q 10, Magnesium, Vitamin D3 und B12 sowie L-Carnithin und Omega-3-Fettsäuren. Oft fehlen auch noch andere Stoffe. Dann haben wir es aber bereits mit einem Krankheitsgeschehen ernsterer Art zu tun. In diesem Fall empfehle ich, einen Arzt oder Heilpraktiker, der sich mit Mitochondrien-Medizin auskennt, zu konsultieren.

Zum Schluss möchte ich das Problem der eingeschränkten Mikrozirkulation ansprechen. Die Mikrozirkulation, beschreibt die Blutzirkulation in den Endstrombahnen und bildet das mikrovaskuläre Netzwerk aus Arteriolen, Venolen und Kapillaren, den kleinsten Gefäßen des Körpers mit einem Durchmesser kleiner 300 μm. Das mikrovaskuläre Netzwerk ist die Verbindung zwischen Blut und Gewebe. Hier erfolgt die Versorgung der Gewebezellen, der Gasaustausch, der Abtransport von Stoffwechselprodukten, der Wärmeaustausch sowie die Regulierung immunologischer und hämostaseologischer Prozesse. Die Mikrozirkulation ist damit der funktionell wichtigste Teil des Blutkreislaufs und hat mit 74 Prozent den höchsten Anteil am Gefäßsystem.

Die Mikrozirkulation ist bei den meisten Menschen gestört. Stoffe, die man aufnimmt, kommen dann einfach nicht an ihren Wirkort. Der Stoffaustausch ist behindert. Das bedeutet aber auch, dass die Entsorgung von Stoffwechselabfällen nicht funktioniert. Ich wiederhole noch einmal, die aufgenommenen Stoffe, die wir zur Energieproduktion brauchen, kommen nicht in die Zellen und die Abfälle können nicht entsorgt werden. Wir haben also eine doppelte Verschlechterung des Zustandes erreicht.

Leider gibt es kein Medikament, das man dafür einsetzen könnte, diese wirken nur für die Durchblutung in den großen Gefäßen. Verbessern kann man die Mikrozirkulation durch die Physikalische Gefäßtherapie, die über eine Bio-elektro- magnetische Energie Regulation, dafür sorgt, dass die kleinen Gefäße stimuliert werden, um den Stoffaustausch zu ermöglichen. Damit ist es möglich, den gesamten Körper oder nur gezielt einzelne Körperstellen zu behandeln. Diese Therapie ist kompatibel mit allen anderen Therapieverfahren. Sie ist nebenwirkungsfrei. Von welcher Medizin kann man das schon behaupten. Für den Fall, dass Du mehr wissen möchtest habe ich eine Information über die technische Realisierung ich auf meiner Website qdg.com für dich hinterlegt.

Das war mein Programm, das gewährleistet, dass ich fit bin, ein stabiles Immunsystem habe und von Krankheiten verschont bin.

Wir haben es selbst in der Hand, unsere Gesundheit zu erhalten. Das fängt an mit gesunder Ernährung, sportlicher Betätigung, Aufenthalt in der Natur und Vermeidung von Stressfaktoren. Weiter geht es darum, ständig zu prüfen, ob die physiologischen Verhältnisse in unserem Körper stimmen. Das ist sehr wichtig für die Energieproduktion. Und schließlich spielt bei all dem die Mikrozirkulation eine große Rolle, denn sie sorgt für einen optimalen Stoffwechsel und ein starkes Immunsystem.

Show 047: Wie Stress den Stoffwechsel beeinflusst

Zusammenfassung

Unter chronischem Stress kommt es dazu, dass sich der Stoffwechsel verändert. Zunächst werden die Nebennieren stark belastet, damit werden in der Folge das Nervensystem und das Immunsystem beeinflusst. Diese Veränderungen sind laufen zunächst unbemerkt ab, weil zu Beginn der Stressphase Dopamin ausgeschüttet wird. Das ist eine Belohnungssubstanz, die entsprechende Kräfte weckt, die den Eindruck einer hohen Leistungsbereitschaft geben. Wie die einzelnen Prozesse sich gegenseitig beeinflussen und wie man gegensteuern kann, sind Gegenstand dieser Episode.

Inhalt

Um die Warnsignale besser erkennen zu könne, gehe ich zunächst auf die drei Phasen, durch die der Stress gekennzeichnet ist, ein.

Auf akuten Stress reagiert unser Körper damit, dass die Nebennieren verstärkt Adrenalin produzieren. Das ist der beginn der Alarmreaktion. Durch den Anstieg des Adrenalins steigt der Blutdruck, der Körper stellt vermehrt Zucker für das Gehirn und die Muskeln zur Verfügung, so dass wir schnell auf diesen Stressreiz reagieren können. Funktionen, die der Körper nicht benötigt, um mit dem Stress fertig zu werden, wie essen und schlafen werden unterdrückt. Unter dem Eindruck, als würde eine große Bedrohung bevorstehen, wird sehr viel Energie verbraucht. Deshalb sollte diese Phase auch nicht zu lange dauern. Für den Fall, dass die Alarmreaktion doch länger dauern sollte, ist es wichtig auf einen stabilen Blutzucker zu achten, was bedeutet, dass man Nahrung zu sich nehmen sollte, auch wenn einem nicht danach ist.

Nach dieser ersten alarmierenden Phase kommt es bei andauerndem Stress dazu, dass der Körper in die Widerstandsphase eintritt. Dies passiert genau dann, wenn dem Körper keine Erholungsphase gegönnt wird. Gekennzeichnet ist diese Phase dadurch, dass jetzt in der Nebennierenrinde große Mengen des Stresshormons Cortisol gebildet werden. Dabei werden die Energiereserven des Körpers aufgebraucht und das Immunsystem geschwächt. Der Körper hat sich darauf eingestellt, dass der Kampf gegen den Stress die höchste Priorität hat.

Wenn der Körper nicht mehr fähig ist, gegen die stressauslösenden Faktoren zu kämpfen, tritt er unweigerlich in die Erschöpfungsphase ein. Dabei brechen einige Regulierungsmechanismen zusammen. Davon betroffen ist das Immunsystem. Man merkt es daran, dass man eventuell schneller einen Infekt bekommt. Weiter betroffen sind das Nervensystem und das hormonelle System. Dabei treten auch Nährstoffverluste auf, weil der Körper durch den hohen Energiebedarf alle Reserven ausgeschöpft hat. Somit ist es auch erklärlich, dass der Körper für viele Krankheiten anfällig wird, auch für Stoffwechselerkrankungen.

Unter Stress reagiert der Körper wir mit Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schwitzen, innerer Unruhe, Appetitveränderungen, Darmproblemen, Gewichtsverlust oder -zunahme sowie häufigen Infektionen. Dazu kommen solche mentalen Symptome wie Erschöpfung, als ganz markantes Zeichen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Panikattacken, Depressionen und leider auch vermehrter Verzehr von Süßwaren und Stimulantien.

Zu Beginn der Stressreaktion wird die Produktion von Cortisol hochgefahren. Im Verlauf ermüden die Nebennieren, in deren Folge die Cortisolproduktion wieder abnimmt. Die Cortisolproduktion ist eng mit der Arbeit der Schilddrüse verbunden. Das heißt, die Schilddrüsenhormone T3 und T4 werden beeinflußt. Hier wird zu Beginn, also, wenn vermehrt Cortisol gebildet wird, die Schilddrüsenfunktion erhöht. Dies kann zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führen. Chronischer Stress führt schließlich dazu, dass die Schilddrüse zu wenig des Hormons T3 herstellt. Gewichtsabnahme ist in diesem Fall schwer. Das heißt, Personen mit Dauerstress können wesentlich schlechter ihr Körpergewicht kontrollieren. Weiterhin ist bei chronischem Stress die Regulation des Blutzuckers erschwert, der gesamte Stoffwechsel bekommt Probleme bis hin zur Produktion der Sexualhormone und auch das Herz-Kreislaufsystem ist betroffen.

Eine weitere Folge von Stress und der Nebennierenschwäche ist die Bildung freier Radikale, hervorgerufen durch oxidativen Stress. Unter Stress ist es deshalb besonders wichtig für eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien, wie Vitamin C, Selen oder Coenzym Q 10 zu sorgen.

Wie kommt es nun aber, dass auch die Sexualhormone unter Stress nicht mehr im Gleichgewicht sind?

Auch hier ist Cortisol der Ausgangspunkt. Das Stresshormon Cortisol und die Sexualhormone Östrogen, Progesteron und Testosteron sind sogenannte Steroidhormone. Sie werden alle aus demselben Grundstoff, nämlich dem Cholesterin gebildet. Jedes der genannten Hormone ist eine Vorstufe für die Bildung des anderen. Durch die starke Freisetzung von Cortisol während der Stressreaktion werden die Kettenreaktionen für die Bildung der Sexualhormone beeinflusst, wodurch es zu einem Ungleichgewicht zwischen ihnen kommt. Frauen sind hiervon häufiger betroffen als Männer. Das liegt darin begründet, dass die Verhältnisse bei der Frau durch Monatszyklus und Schwangerschaften komplizierter sind.

Unter Stress kakonsumieren die Betroffenen verstärkt Alkohol. Begründet ist dies dadurch, dass Alkohol eine exzellente Energiequelle ist. Jedoch, das ist keine Lösung. Die durch den Stress ausgelösten Probleme wie erhöhter Blutzucker, Nebennierenschwäche sowie andere Stoffwechselprobleme und auch die eingeschränkte Gewichtskontrolle werden durch den Verzehr von Alkohol nicht gelöst, sondern führen zu neuen Problemen.

Magnesium ist in Bezug auf die Stressreaktion für den Energieumsatz wichtig, weil es bei der Energieproduktion in den Mitochondrien benötigt wird. Magnesium hat auch an sehr vielen anderen Prozessen einen großen Anteil, so im Nervensystem, bei der Blutzuckerregulation, bei der Knochenbildung, der Herzfunktion und auch bei der Hormonproduktion. Durch Magnesium werden über 300 Enzymreaktionen unterstützt. Typische Symptome bei Magnesiummangel sind eine Überforderung des Nervensystems, Betroffene klagen über innere Unruhe, Zittern, Muskelkrämpfe und Schlafproblemen. Hinzu kommen Verstopfung, Reizdarm, Bluthochdruck aber auch schwankender Blutzucker und Störungen des Sexualhaushalts. Vieles davon ist durch Stress ausgelöst. Deshalb ist es gerade auch unter Stress wichtig, für ausreichend Magnesium, dem Anti-Stress-Mineral zu sorgen. Gleiches gilt auch für das Coenzym Q 10. Unter Stress steigt der Bedarf an dieser Schlüsselsubstanz bei der Energieproduktion stark an. Dabei geht es nicht nur um den Schutz vor freien Radikalen, sondern generell um die Versorgung des Körpers mit ausreichend Energie unter Stress.

  1. ausreichende Versorgung mit Vitamin C, Magnesium und Coenzym Q 10 zu achten.
  2. Blutzucker stabil halten
  3. Keinen Alkohol und wenig Süßwaren.
  4. Ausreichend Schlaf
  5. Regelmäßige Pausen während der Arbeit
  6. Regelmäßig Sport treiben
  7. Auf Signale für erhöhten Stress achten (Das sind – eine gefühlte Überforderung, schon bei simplen Aufgaben, Konzentrationsstörungen, Heißhunger auf süße und salzige Nahrungsmittel, Neigung zu niedrigem Blutdruck, Neigung zu Ängsten und Niedergeschlagenheit sowie Erschöpfung, die durch Schlaf nicht gebessert wird)
Show 046: Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Gehirnfunktion

Demenz ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Deshalb gibt es immer wieder Untersuchungen über neue Wirkstoffe, um die Demenz zu vermeiden. Solch ein Wirkstoff der in der letzten Zeit Objekt von Studien wurde ist Pyrrolochinolinchinon(PQQ), das man in vielen Lebensmittel, u.a. Petersilie, Gemüse und Natto, das sind fermentierte Sojabohnen, findet. Herausgekommen ist dabei, dass PQQ einige Gehirnfunktionen auf hohem Niveau bessert. Das sind Aufmerksamkeit sowie Unterscheidungs- und Verarbeitungsfähigkeiten. Weiterhin konnten die Forscher erkennen, dass die Einnahme von PQQ das unmittelbare Gedächtnis sowie das räumliche Bewußtsein verbessert.

Show 045: Kurkuma und seine Wirkungen

Zusammenfassung

Der Hauptwirkstoff in Kurkuma ist Curcumin. Bekannt sind seine entzündungshemmende, schmerzstillende und krebshemmende Wirkung. Curcumin leitet Schwermetalle aus dem Körper und hemmt den Knochenabbau. Dazu sind positive Wirkungen von Kurkuma bei Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und bei Alzheimer Demenz bekannt.

Inhalt

Kurkuma hat sehr viele andere Wirkstoffe, die die komplexe Wirkung von Kurkuma ermöglichen. Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff in der Kurkuma Pflanze. Dieser Stoff wird wegen seiner intensiven Farbe auch als Lebensmittelzusatz verwendet. Die Bezeichnung dafür ist E100.

Curcumin ist nur eines der 4 verschiedenen curcuminähnlichen Stoffe. Dazu gehört auch das Cyclocurcumin, das Bisdemethoxycurcumin und das Demethoxycurcumin. Übrigens ist für die gelbe Färbung keins davon verantwortlich. Die Gelbfärbung verursacht Diferuloylmethan.

Curcuma enthält etwa 10% Fett, 8% pflanzliches Protein und 65% Kohlenhydrate. Zu den Inhaltsstoffen zählt erstaunlicher Weise auch Magnesium, etwa 190 mg auf 100g Kurkuma. Auch ist Kurkuma eine respektable Kalziumquelle mit etwa 180 mg auf 100g Kurkuma. Von Interesse sind weiter die ätherischen Öle mit einem Gehalt von 5 bis 7 %. Diese wirken antimikrobiell, antineoplastisch (also gegen Tumore), antiarthritisch und entzündungshemmend. Die ätherischen Öle können darüber hinaus die Herztätigkeit steigern.

Weitere wichtige Stoffe in Kurkuma sind Ferulasäure, Kaffeesäure und Kaffesäurederivate. Übrigens schützt Kaffesäure vor Magenkrebs und den krebserregenden Nitrosaminen. Polysaccharide und Stärke komplettieren die in Kurkuma enthaltenen Stoffe.

Einige Worte zur Ferulasäure. Ihre Anwendungen sind sehr vielfältig, weil sie viele positive Eigenschaften hat. So wirkt Ferulasäure antioxidativ und verlangsamt den Alterungsprozess. Sie wirkt entzündungshemmend, schützt die Haut vor schädlichen Sonnenstrahlen und Luftverschmutzung. Damit nicht genug. Ferulasäure schützt vor freien Radikalen, sie lindert auf der Haut entzündete Stellen. Man kann damit Akne behandeln und Pigmentflecken aufhellen. Schon eine geringe Konzentration dieser Säure bringen auf der Haut gute Effekte, weil sie die Kollagen- und Elastinproduktion anregt.

In den letzten 100 Jahren wurde versucht aus dem Kurkuma Curcumin mit 95 % iger Reinheit zu gewinnen. Leider mussten die Wissenschaftler dabei feststellen, dass die Wirkung mit zunehmender Reinheit abgenommen hatte. Es stelle sich nämlich heraus, dass die Bioverfügbarkeit nicht mehr gegeben war. Deshalb haben Wissenschaftler versucht, die Bioverfügbarkeit von Curcumin wieder zu erhöhen. Dies gelang schließlich mit der sogenannten PNS-Technologie.

PNS bedeutet Polar-Nonpolar-Sandwich. Dadurch können polare wasserlösliche Stoffe mit nichtpolaren fettlöslichen Stoffen, wie Curcumin vereinigt werden. Auf diese Art konnte man 45-50% reines Curcumin gewinnen (das sind 25mal mehr als im reinen Kurkuma enthalten ist), das mit ca. 200 Substanzen vereinigt wurde.  So hat man ein Produkt mit einem hohen Anteil an Curcumin erhalten, das zudem eine hohe Bioverfügbarkeit hat. Du solltest Dir den Namen Cureit merken, das zählt zu den besten Curcumin-Präparaten weltweit.

Was immer aufhorchen lässt ist der Fakt, dass Kurkuma gegen Krebs helfen kann. So gibt es über 3000 Studien, die sich mit der Wirkung von Curcumin bei Krebs beschäftigen. In die Untersuchungen wurden fast alle Krebsarten einbezogen. Immerhin führte die gute Studienlage dazu, dass die deutsche Gesellschaft für Onkologie Curcuma zur Begleitung der Krebstherapie empfiehlt.

Die Studienergebnisse zeigten, dass Curcumin mit seinen antioxidativen Eigenschaften die Krebsentstehung hemmt. Außerdem verhindert Curcumin die Mutation vorbelasteter Zellen zu Krebszellen. Auch wird das Immunsystem stimuliert, die Entstehung und Ausbreitung von Metastasen wird gehemmt und die Entwicklung von Blutgefäßen im Tumorgewebe verhindert.

Allgemein unterstützt Curcumin sowohl die Chemo- als auch die Strahlentherapie. So kommt es während einer Chemotherapie öfter vor, dass Krebszellen Resistenzen entwickeln. Dann muss ein anderer Wirkstoff gesucht werden, weil der bisher verwendete keine Heilwirkung mehr bzw. kaum noch Wirkung hat. Curcumin kann diese Resistenzenbildung verhindern. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2010 hat bei einigen Chemotherapeutika positive Wechselwirkungen gefunden.

Entzündungsprozesse im Gehirn spielen eine bestimmte Rolle bei der Entstehung von Demenz. Hier kommt aber Curcumin ins Spiel, denn die Stoffe haben hervorragende antioxidative Eigenschaften und verhindern auch im  Gehirn Oxidations- und Entzündungsprozesse. Dazu muss Curcumin die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass dies für Curcumin möglich ist und so zeigte eine Studie der Universität in Los Angeles, dass Curcumin die Plaquebildung im Gehirn verhindern kann.

Nicht verwundern wird dich sicher der Fakt, dass Curcuma bei Verdauungsbeschwerden hilft. So stimulieren die in Kurkuma enthaltenen Wirkstoffe die Bildung von Magen- und Gallensaft, womit besonders die Fettverdauung angeregt wird. So können Völlegefühl, starke Blähungen und Druck im Bauch behandelt werden.

Da Curcumin eine hervorragende entzündungshemmende Wirkung hat, hilft es selbstverständlich bei Beschwerden, die mit Entzündungen verbunden sind. Dazu gehören Arthritis, Arthrose, Rheuma. Zu den genannten Erkrankungen gibt es einige positive Studien, die u.a. belegen, dass Curcumin sogar wirksamer als nichtsteroidale Entzündungshemmer ist.

Interessant war ebenso die Durchführung einer Studie Patienten mit gestörter Glukosetoleranz. Dabei stellte sich heraus, dass Curcuma den Ausbruch von Diabetes Typ 2 verhindern kann.

Schöne Haut, Haare und Nägel sind nicht nur ein Zeichen für das Körperliche Wohlbefinden, sondern dokumentieren auch Gesundheit. Gerade, was die Haut anbelangt hat Kurkuma viele positive Wirkungen. Curkuma fördert die Hautdurchblutung, wirkt antibakteriell und abschwellend. Der hohe Anteil an Antioxidantien in Kurkuma schützt effektiv vor Faltenbildung und vor vorzeitiger Hautalterung. Auch Haut, die zu Entzündungen neigt, profitiert von Kurkuma.

In welcher Form sollte man Kurkuma einnehmen?

Will man Kurkuma zur Behandlung von Krankheiten einsetzen, ist es ratsam den Wirkstoff Curcumin in Kapselform einzunehmen, weil viel höhere Dosen nötig sind. Der von mir sehr geschätzte Dr. Löffler aus Berlin bezeichnet das Curcumin von Aurea Biolabs als das Produkt mit der überzeugendsten Bioverfügbarkeit. Das Produkt Cureit ist seiner Meinung nach das effektivste Curcumin auf dem Gesundheitsmarkt. Wenn Du eine Anwendung anstrebst, achte darauf, das richtige Produkt zu nehmen, wenn Du eine reale Wirkung erzielen möchtest.

Literatur

https://www.kurkuma-wurzel.info/

Show 044: Musik und Gesundheit

Zusammenfassung

Es gibt kaum einen Menschen, der Musik nicht mag. Sicher sind dabei die Interessen sehr vielfältig. Das Hören von Musik hat jedoch viele positive Eigenschaften. Sie ist hervorragend geeignet zur Freizeitgestaltung und befriedigt dabei künstlerische Bedürfnisse. Das gelingt aber nur, wenn man auch das hört, was einem persönlich gefällt. Musik kann darüber hinaus die Konzentration fördern und der Entspannung dienen.

Die Verbesserung der Konzentration und Aufnahmefähigkeit sowie die Möglichkeiten zur Entspannung sind Grund genug, sich mit den Einflüssen von Musik auf die Gesundheit zu beschäftigen.

Inhalt

Genutzt wird Entspannungsmusik in psychiatrischen Kliniken und Altenheimen, um ein angenehmes Klima zur Entspannung zu schaffen. Durch die Konzentration auf Musik, steigert sich auch die Aufmerksamkeit und andere Probleme, wie zum Beispiel Angst treten dabei in den Hintergrund.

Durch Musik, insbesondere gemeinsames Singen und Musizieren, werden die Geselligkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert. Das sind Soziale Bedürfnisse, die uns Stärke geben und Geborgenheit. Dabei ist es egal, ob man in einem Chor singt, oder beim Wandern ein Lied angestimmt wird. Das Gemeinschaftsgefühl wird auch durch die Hymnen der Länder oder zu bestimmten Anlässen gefördert

Singen ist für unsere Kehle und Stimmbänder aber auch für die Lunge mechanische Arbeit. Die Stimmbänder werden gekräftigt. Man lernt durch den Gesang Atemtechniken, die uns zu einer kraftvollen Stimme verhelfen. Selbst unsere Sprache oder das Sprechen selbst wird davon positiv beeinflusst. Das ist die eine Seite. Der Gesang hat aber auch eine weitere positive Eigenschaft. Er hilft feinste Partikel von den Stimmbändern durch den kräftigen Atemzug zu beseitigen. Er hat also auch eine reinigende Wirkung.

Neben dem Gesang gibt es natürlich auch noch die Instrumentalmusik. Ein Instrument zu beherrschen, egal wie gut, vermittelt dem Spielenden ein sehr tolles Gefühl. Die hohe Kunst ist natürlich eine Kapelle, im einfachsten Fall ein Fanfarenzug oder ganz professionell ein Sinfonieorchester oder eine Bigband. Wer das professionell betreibt, hat in der Regel sein Hobby zum Beruf gemacht. Das ist eine der höchsten Formen der Bedürfnisbefriedigung und vermittelt den Künstlern nicht nur das Gefühl persönlichen Glücks, sondern auch für die Hörer höchsten Genuss, Zufriedenheit, Entspannung und die Erfahrung eines Gemeinschaftserlebnisses, das sehr nachhaltig den weiteren Alltag beeinflussen kann. Bei Konzerten von Andre Rieu mit seinem Orchester wird gelacht, getanzt, ein Gefühl der Glückseligkeit vermittelt. Und die Künstler? Sie haben genau den gleichen Spaß. Da springt ein Funke über. Das ist Glück und Freude, das entspannt und begeistert. Dabei kann man sehr gut Kraft tanken.

Auch die Kombination von Musik und Sport bringt für die Gesundheit zusätzliche Effekte. Beim Joggen, zum Beispiel, Musik zu hören, kann beflügeln, hilft den richtigen Rhythmus beizubehalten und verstärkt durchaus Trainingseffekte. Auch in den Pausen zwischen Wettkämpfen hören Sportler gern Musik, um sich abzulenken und sich besser auf ihren eigenen Wettkampf konzentrieren zu können.

Was sagt nun die Wissenschaft über die Musik in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Gesundheit.

Musik kennen alle Kulturen auf der Erde, ja sie ist für den Menschen lebensnotwendig. Sie wirkt über Emotionen, hat spirituelle und soziale Faktoren. Musik kann auch manipulieren, zum Beispiel in der Werbung oder im Film.

Es gibt heute Studien, die das Ziel verfolgen, das Stressniveau über die Musik zu senken. Dabei wird eine sogenannte Gehirnmusik geschaffen, die es vermag mit Hilfe von Frequenz, Amplitude und Dauer von musikalischen Klängen das Gehirn aus einem gestressten Zustand in einen Zustand der Entspannung zu bringen. Mit dieser Musik, die von unseren eigenen Gehirnwellen geschaffen wird, kann man Schlaflosigkeit, Erschöpfung und auch Kopfschmerzen behandeln.

Interessanterweise hat sich bei der Studie gezeigt, dass entspannende Musikstücke denen von Chopin ähneln, während Aufmerksamkeit durch Musik entsteht, die Mozart ähnlich ist. Wenn man das Gehirn genauer betrachtet, stellt man fest:

  1.    Musik hilft, Stress zu reduzieren

Musik mit einem langsamen Tempo, leisen Tönen und ohne Text hat auf uns eine beruhigende Wirkung. Dabei wird das Stressniveau gesenkt und wir sind weniger nervös oder aufgeregt. So gibt es Musik, die den Cortisolspiegel im Blut senkt. Das sind insbesondere meditative Musikstücke. Die gleiche Art Musik hilft auch, Schlaflosigkeit zu bekämpfen.

Meditationsmusik wird dabei auch als „Sprache des Herzens“ bezeichnet und ist von unschätzbarem Wert. Diese Musik wirkt durch ihre Schwingungen unmittelbar auf den Menschen. Sie beeinflusst nachweislich Atem, Herzschlag, Blutdruck und die Gehirnwellen positiv. Es gibt aber auch die schnelle, rhythmische Meditationsmusik. Diese wirkt eher vitalisierend und regt den Kreislauf an.

Meditationsmusik gilt es dabei von Entspannungsmusik zu unterscheiden. Entspannungsmusik ist Musik, die im Hintergrund einen ruhigen Klang und eine entspannende Wohlfühlwirkung entfaltet. Sie wird überall dort eingesetzt, wo man Entspannung anstrebt. z. B. bei Meditationen, Massagen, Wellness-Behandlungen oder im privaten Bereich in der Freizeit.

Weniger Stress bedeutet eine bessere Energieproduktion in den Mitochondrien, weil viel weniger freie Radikale eine Angriffsfläche finden und das Zusammenspiel( um bei der Musik zu bleiben) der aufgenommenen Mikronährstoffe klappt .

  1. Musik aktiviert die Belohnungskreisläufe des Gehirns

Das Belohnungssystem des Menschen dient entwicklungsgeschichtlich gesehen zu dem System, das hilft, unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen. Es ist inzwischen erwiesen, dass Musik über das limbische System den Belohnungskreislauf ebenso in Gang bringt, wie andere Reize.

  1. Musik steigert die Konzentrationsfähigkeit und die Wachheit des Gehirns

Wissenschaftlich belegt ist, dass Musk die Konzentrationsfähigkeit steigert. So hat die Universität Standford in einer Studie gefunden, dass uns die Musik dabei hilft aufmerksamer zu sein. Als besonders nützlich für das Gehirn wurde dabei Musik des Komponisten William Boyce (1711-1779) im Barockstil bewertet. Hör doch mal rein in die Symphonie Nr. 5 in D Major, variiere die Lautstärke und beobachte, welche Gefühle diese Musik bei Dir weckt.

  1. Weiterhin hat Musk auch einen großen Einfluss auf unsere Gefühle und unseren Gemütszustand.

So konnte in einer Studie festgestellt werden, dass das Hören von klassischer Musik und New-Age-Musik die Erschöpfung, Traurigkeit und Anspannung verringert. Eine Erklärung ist an dieser Stelle nötig. New Age Musik wird manchmal mit Meditationsmusik gleichgesetzt. Im weiteren Sinne kann man darunter jede Form melodischer elektronischer Musik verstehen. Zu ihnen gehören solche bekannten Künstler wie Jean Michel Jarre, Vangelis und die Band Tangerine Dream. Die Band Tangerine Dream bekam in den 1990-iger Jahren sogar eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „New Age“.

Wenn man sich mit Musik und Gefühlen beschäftigt, so gilt hier zuallererst, dass nur Musik einen positiven Gefühlszustand bewirken kann, die uns gefällt. Das ist unabhängig von dem Musikgenre. Dies trifft jedoch nicht auf Grunge-Musik zu. Durch diese Musik werden eher Feindlichkeit und Anspannung gefördert und gleichzeitig Entspannung, Motivation und geistige Klarheit reduziert.  Sehr positive Auswirkungen auf das Gehirn hat die sogenannte Designermusik. Es konnte gezeigt werden, dass durch diese Musik Motivation, Entspannung und auch eine gewisse Klarheit im Denken begünstigt wurden, Anspannung, Traurigkeit und Feindseligkeit wurde stark gedämpft.

  1.    Musik hilft, unsere kognitiven Leistungen zu verbessern

So hat man Untersuchungen durchgeführt, bei der Personen die 4 Jahreszeiten von Vivaldi zu hören bekamen. Dabei konnte festgestellt werden, dass beim Anhören des Satzes Der Frühling die Aufmerksamkeit stark zunahm. Das zeigten zerebrale Messungen. Beim Anhören des Satzes der Herbst verschlechterten sich die Punktzahlen der kognitiven Tests. Weiterhin wurde beobachtet, dass Der Frühling auch Gehirnzonen aktivierte, die für unsere Gefühle zuständig sind. Eine Begründung dafür könnte sein, dass diese Musik auch häufig in der Werbung genutzt wird. Der Wiedererkennungswert scheint mit dafür verantwortlich zu sein.

  1. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Musik und visueller Wahrnehmung

So konnte zum Beispiel in einer Studie der Universität Groningen festgestellt werden, dass man beim Hören trauriger Musik eher geneigt ist Gesichtsausdrücke anderer Personen als traurig zu interpretieren. Im Gegensatz dazu scheinen die Gesichtsausdrücke beim Hören fröhlicher Musik auch fröhlicher. Somit hat Musik nicht nur einen Einfluss auf unseren Gemütszustand, sondern verändert auch die Wahrnehmung.

Worin offenbart sich nun der Nutzen der Musik für die Gesundheit? Das sind Stressreduktion, verbesserte Entspannung, Konzentration und Wachheit. Musik kann aber auch Heilungsprozesse unterstützen. Das liegt daran, dass Musik in der Lage ist, die Fähigkeit unseres Gehirns zur Anpassung anzuregen. Das nennt man Unterstützung der Neuroplastizität. Wegen der guten Neuroplastizität können gesunde Regionen des Gehirns Aufgaben der gestörten Regionen übernehmen. Das bewusste Hören von Musik kann diesen Effekt gut unterstützen.

Musizieren regt weiterhin die Hirnaktivität an

Dafür ist gerade Musizieren bestens geeignet, denn Untersuchungen haben gezeigt: Durch das Zusammenspiel von Bewegen, Hören und Planen wird die Hirnaktivität bei Menschen, die ein Instrument spielen, besonders angeregt und beschäftigt gleich mehrere Hirnregionen gleichzeitig. Interessant ist an dieser Stelle auch die sogenannte Sonifikationstherapie. Mittels Sensoren an Armen oder Beinen werden dabei Bewegungen vertont. Dies soll Patienten effektiv unterstützen, bestimmte Abläufe neu zu erlernen. Bei einem Sprachverlust, auch als Aphasie bezeichnet, kann Musik helfen. Durch Singen kann der Zugriff auf die Sprache wieder Stück für Stück ermöglicht werden.

Darüber hinaus ist die Musiktherapie heute in der Medizin eine anerkannte Heilmethode. Sie hilft bei der Wiederherstellung psychischer und körperlicher Gesundheit. So wird mithilfe der Musiktherapie bei Schlaganfall- und Parkinson-Patienten die Grobmotorik und Mobilität gefördert. Gute Erfahrungen gibt es für die Musiktherapie bei Patienten mit Essstörungen, Angststörungen, Somatisierungsstörungen und bei Menschen, die unter Depressionen leiden. Therapeutische Erfolge zeigt der Einsatz von Musik auch bei Bluthochdruck. In der Musiktherapie spielt die Musik der Komponisten Bach, Händel und Mozart immer wieder eine große Rolle. Und es ist immer wieder Instrumentalmusik, die ruhig ohne abrupte Wechsel ist, die sehr wirkungsvoll speziell für die Senkung des Blutdrucks große Bedeutung hat.

Auch das Erlernen eines Musikinstruments hat bei der Heilung von Krankheiten Bedeutung. Es werden Koordination und Emotionen gefördert, Glücksgefühle entstehen und die Patienten werden entspannter. Musizieren fördert die Gesundheit und Lebensfreude.

Die Wissenschaft wird weitere Erkenntnisse gewinnen, dieses Medium zur Förderung unserer kognitiven Fähigkeiten, für schnellere Genesung bei verschiedenen Krankheiten und zur Entspannung zu nutzen. Musik bleibt bei Heilungsprozessen nebenwirkungsfrei und wird zudem gern gehört.

Literaturempfehlungen/Links

FOCUS Magazin | Nr. 26 (2013)

https://www.br.de/themen/wissen/musik-forhschung-hirnforschung-100.html

https://blog.cognifit.com/de/musik-und-gehirn/

Show 043: Die Bedeutung kleinster Gefäße für eine gesunde Durchblutung

Zusammenfassung Unser Blutkreislauf besteht aus einem weit verzweigten Netz an Blutgefäßen und Kapillaren. Unser Herz pumpt durch dieses Gefäßsystem zwischen 4 und 6 Liter Blut. Damit werden alle Organe erreicht und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.  Gleichzeitig werden über dieses Blutsystem Stoffwechsel und Abbauprodukte abtransportiert. So fließt das sauerstoffreiche Blut zunächst vom Herzen weg durch alle Arterien. Die Arterien verzweigen sich zuerst in die kleineren Arteriolen und dann in die kleinsten Gefäße, die Kapillaren. Diese grenzen direkt an die Venolen, die weiter in die Venen münden. Diese werden in ihrem Durchmesser immer größer und transportieren sauerstoffarmes Blut über die obere und untere Hohlvene zurück zum Herzen. Interessant und wichtig für das Verständnis der Mikrozirkulation ist der Fakt, dass fast 75 % des Blutkreislaufs in den feinsten Blutgefäßen, den Arteriolen, Kapillaren und Venolen, abläuft. Inhalt Die Kapillaren bilden eine netzartige Struktur, das sogenannte Kapillargebiet. In den Kapillaren erfolgt der Stoff- und Gasaustausch zwischen Blut und dem umliegenden Gewebe. Wenn das Blut über die Arteriolen in das Kapillargebiet kommt, wird es dort verteilt. Die Kapillaren haben im Gegensatz zu den anderen Blutgefäßen eine dünne Gefäßwand, die durchlässig ist für bestimmte Stoffe. Das macht den Stoffaustausch zwischen Blut und dem Gewebe erst möglich. Für das allgemeine Verständnis der Verhältnisse im Kapillargebiet, ist es wichtig zu berücksichtigen, dass die Arteriolen stark an der Regulierung des Blutflusses beteiligt sind. Das passiert dadurch, dass durch Kontraktion und Relaxation, also Zusammenziehen und Entspannen, der Gefäßmuskulatur die Weitstellung der Gefäße verändert wird. Das bestimmt schließlich die Höhe des Blutdrucks und die Strömungsgeschwindigkeit im Kapillargebiet. Muss zum Beispiel bei Vorliegen einer höheren Belastung die Blutversorgung gesteigert werden, so ist es wichtig, dass Blutdruck und Strömungsgeschwindigkeit im Kapillargebiet niedrig sind. Welche Bedeutung hat nun aber die Mikrozirkulation? Zuerst ist es für unsere Gesundheit wichtig, dass der Blutfluss störungsfrei ist. Das trifft ganz besonders auch auf die Mikrozirkulation zu. Sollte diese in einem bestimmten Abschnitt nicht zuverlässig funktionieren, so ist der Stoffaustausch zwischen Blut und dem Gewebe gestört. Damit aber werden die umliegenden Zellen nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Aber schlimmer noch, auch die Stoffwechsel- und Abbauprodukte werden nicht ordnungsgemäß abtransportiert. Dadurch wird die Funktion der betroffenen Körperzellen beeinträchtig und in deren Folge auch der Zustand der Organsysteme. Die Funktion der Körperzellen und deren Beeinträchtigung betreffen natürlich auch die Mitochondrien in den entsprechenden Zellen und ihre Energieproduktion. Für die Mitochondrien ist es enorm wichtig, dass genügend Sauerstoff für die Energieproduktion über das Kapillarnetz ankommt und auch die Entsorgung der Stoffwechselprodukte stattfindet. Ab einem bestimmten Alter, meistens um das 40. Lebensjahr spürt man erste Verschleißerscheinungen an den Gefäßen. Dabei verhärtet das Gewebe. Gefäßerkrankungen bezeichnet man auch als Angiopathie. Meistens werden darunter Schädigungen der Arterien und Arteriolen verstanden. Wenn die kleinsten Gefäße betroffen sind, spricht man von Mikroangiopathie Auch können viele Erkrankungen direkt oder indirekt zu Gefäßschädigungen und zu Durchblutungsstörungen in den kleinsten Gefäßen führen. So zum Beispiel bei Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen aber auch bei Herz-Kreislauferkrankungen. Ja und leider ist es auch so, dass bestimmte Nebenwirkungen von Medikamenten zu derartigen Störungen führen können. Es ist bekannt, dass die Folgen von Durchblutungsstörungen oder Arteriosklerose enorm sind, gerade wenn man an Herzinfarkt und Schlaganfall denkt. Weniger bekannt ist allerdings, welche Auswirkungen ein gestörter Blutfluss in den kleinsten Gefäßen hat. Deshalb kommen auch viele Menschen gar nicht auf die Idee, dass ihre Beschwerden auf eine gestörte Mikrozirkulation zurückzuführen sind. Hinzu kommt, dass die Veränderungen im Kapillarnetz längere Zeit unbemerkt bleiben. Alles beginnt meistens damit, dass man sich schlapp und antriebslos fühlt. Ist nämlich die Mikrozirkulation gestört, ist auch der Stoffaustausch gestört und somit kommen weniger benötigte Substanzen in die Mitochondrien, um Energie zu produzieren. Das Ergebnis ist Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Weitere Folgen davon sind, dass auch die Muskulatur nach körperlicher Anstrengung schlechter regeneriert. Das Immunsystem wird geschwächt und damit steigt die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten und auch Heilungsprozesse verlangsamen sich. Schließlich führt diese Situation dazu, dass akute chronische Erkrankungen auftreten und betroffene Gewebe und Organe ihre Funktion verlieren. Mit welchen Folgen kann man also rechnen, wenn die Mikrozirkulation gestört ist? Permanenter Energiemangel in den Zellen führt zu einer Schwächung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Die nachfolgende Schwächung des Immunsystems bewirkt, dass die Anfälligkeit für Infekte steigt. Welche Gewebe und Organe Einschränkungen erhalten, hängt davon ab, welches Gewebe durch die eingeschränkte Mikrozirkulation betroffen ist. Fakt ist jedoch, dass dadurch zum Beispiel bei bestehenden Erkrankungen eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs droht. Durch die Verlangsamung der Regenerations- und Heilungsprozesse können anhaltende Wundheilungsstörungen auftreten. Man fragt sich zwar, wie es zusammenhängt, aber durch die schlechte Energiesituation sinkt auch die Belastungsgrenze für jede Form von Stress, was wiederum negative Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit hat. Im Folgenden möchte ich einige Erkrankungen und Beeinträchtigungen schildern, die mit einer gestörten Mikrozirkulation zusammenhängen. Als erste Erkrankung möchte ich Diabetes mellitus nennen. Davon sind in Deutschland über 7 Millionen Menschen betroffen. Hauptursache von Diabetes mellitus Typ 2 sind ungesunde Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu massiven Schäden an den Blutgefäßen. Wenn die größeren Gefäße betroffen sind, drohen Schlaganfall und Herzinfarkt. Auch die Schäden an den Mikrogefäßen haben für die Betroffenen verheerende Folgen. Am meisten gefürchtet sind Langzeitfolgen der diabetischen Mikroangiopathie an den Augen, Nieren und Nerven. Die Fachbegriffe dafür sind diabetische Retinopathie, diabetische Nephropathie oder diabetische Neuropathie bekannt. Dabei ist die diabetische Retinopathie in den meisten Industrieländern Hauptursache für Erblindung im mittleren Lebensalter. Durch Diabetes werden die feinsten Mikrogefäße so arg geschädigt, dass die Augen nicht mehr mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden können. Auch dies ist ein schleichender Prozess. Kritisch ist bereits, wenn die Patienten zunächst nur noch verschwommen sehen können. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu enormen Sehstörungen bis hin zur Erblindung. Ähnlich verhält es sich mit Nierenschädigungen. Diese erleiden etwa 20 bis 40 Prozent der Diabetiker. Bei einem anhaltend hohen Blutzuckerspiegel werden die Mikrogefäße in den Nieren geschädigt. Da die Nieren Gifte und Abfallstoffe aus dem Blut filtern und diese über den Harn ausscheiden, ist dies bei gestörter Filterleistung infolge der Mikroangiopathie nicht mehr möglich. Die Filterleistung der Nieren nimmt ab, was unbehandelt zu chronischem Nierenversagen führt. Meistens werden diese Menschen dialysepflichtig. Nervenschädigungen infolge eines hohen Blutzuckerspiegels betreffen etwa 30 % der Patienten. Durch die Schäden an den Mikrogefäßen ist auch die Sauerstoffversorgung der Nervenzellen gestört. Als Folge treten Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und brennende Schmerzen auf, bevorzugt an Händen und Füßen auf. Davon betroffen ist auch der Tast- und Temperatursinn. Da auch die Schmerzwahrnehmung nachlässt kann sich das diabetische Fußsyndrom entwickeln. Ursache ist die gestörte Mikrozirkulation, weil Wunden nicht frühzeitig erkannt werden und die Heilung schlecht verläuft. Eine gestörte Mikrozirkulation kann auch ohne Diabetes zu Wundheilungsstörungen führen. Der Grund dafür ist, dass das beschädigte Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden kann. Besonders gefährlich sind Wundheilungsstörungen wie schon dargestellt für Diabetiker, aber auch für Menschen, die sich schlecht bewegen können und sehr lange liegen müssen. Die Erkrankung der Blutgefäße führt hier zum Dekubitus Auch die periphere arterielle Verschlusskrankheit, die gekennzeichnet ist durch eine Erkrankung der größeren Blutgefäße, führt durch die zusätzliche gestörte Mikrozirkulation zu weiteren Schäden. Durch die erwähnte Störung kann die Mikrozirkulation im Muskelgewebe die Versorgung der Zellen nicht mehr aufrechterhalten. Damit reicht die Sauerstoffversorgung für die Muskulatur nicht mehr aus. So ist zum Beispiel das beanspruchte Bein unterversorgt, es ist kraftlos und schmerzt. Was kann man aber tun, um die Gesundheit seines Gefäßsystems zu verbessern. Natürlich ist es erst einmal wichtig die Ursachen für die Störungen zu beseitigen Die gestörte Mikrozirkulation anzuregen, ist das  eine – ebenso wichtig ist es, den Ursachen der Störung entgegenzuwirken. Neben der konsequenten Behandlung der Grunderkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte) sollten Patienten ihren Lebensstil und ihre Ernährungsgewohnheiten überdenken und schädliche Einflüsse möglichst ausschalten. Dazu gehört unbedingt der Verzicht auf Rauchen und Alkohol sowie ggf. der Abbau von Übergewicht. Wer sich dann ausgewogen ernährt, regelmäßig bewegt und versucht, Stress abzubauen, trägt viel zum Schutz seiner Gefäße und zum Gesamterfolg der Behandlung bei. Die meisten Menschen haben, sei es altersbedingt oder durch Krankheiten verursacht, Mikrozirkulationsstörungen. Übrigens trifft das auf Tiere genauso zu. Deshalb macht es auch Sinn über eine gezielte Beeinflussung der Mikrozirkulation nachzudenken und diese zu fördern. Ziel ist es dabei die Durchblutung in den kleinsten Gefäßen anzuregen, um den Stoffaustausch zwischen Blut und Zellen zu steigern. Gesunden Menschen gelingt dies über regelmäßige sportliche Aktivitäten. Auch können alternative Therapien wie Yoga und Qigong hierbei unterstützend wirken Für große Gefäße gibt es im Krankheitsfall entsprechende Medikamente, die über Nervenreize die Weit- und Engstellung der Gefäße steuern können. Jedoch ist die Situation in den Mikrogefäßen gänzlich anders. Mikrogefäße haben keine Rezeptoren, die periodische Gefäßwandbewegungen steuern können. Deshalb ist es notwendig, über lokale mechanische Reize die Kleinstgefäße, also Arteriolen, Kapillaren und Venolen, inden entsprechenden Körperanschnitten anzuregen. Hier kommt die Physikalische Gefäßtherapie ins Spiel. Dies bedeutet die Durchführung einer biorhythmischen Stimulation der Gefäße mit einem speziellen Medizingerät. Hier werden in einer genau vorausbestimmten zeitlichen Abfolge Impulse gesendet und ein magnetisches Feld erzeugt. Mit dessen Hilfe gelingt es, die Muskelzellen in den Gefäßwänden der Mikrogefäße zu Kontraktion zu stimulieren. Damit gelangt mehr Blut ins Kapillargebiet und der Stoffaustausch wird angeregt. Mit dieser Therapie, konnten viele Menschen ihren allgemeinen Gesundheitszustand verbessern, ihr Wohlbefinden steigern und ihre Leistungsfähigkeit erhöhen. Somit wird diese Therapie als Begleitung von Erkrankungen wie Diabetes mellitus, bei Wundheilungsstörungen, bei der arteriellen Verschlusskrankheit von Schulmedizinern eingesetzt. Erfolge gibt es außerdem in der Schmerztherapie, zur Verbesserung des Schlafverhaltens und auch ganz allgemein zur Unterstützung von Regenerations- und Regulationsprozessen. Inzwischen gibt es viele Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten, die diese physikalische Gefäßtherapie als individuelle Gesundheitsleistung anbieten. Bei Dir entsteht jetzt vielleicht die Frage, ob diese Therapie auch etwas für Dich ist. Unabhängig von Krankheiten ist unser Kapillarsystem bedingt durch die Umweltbedingungen und in deren Folge durch veränderte Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensstilbedingungen, übermäßig beansprucht. Schon allein das Älterwerden bedingt damit eine Störung im Kapillarsystem. Somit ist es sinnvoll, schon frühzeitig etwas für die Aufrechterhaltung der Durchblutungsbedingungen im Kapillarsystem zu tun. Jede entscheidet selbst über seine Gesundheit und hat es selbst in der Hand, an den Stellschrauben zu drehen. Wichtig ist es nur, diese Entscheidung überhaupt zutreffen.

Show 042: Gesundheit-Freiheit-Chance Interview mit rene Sänger

Gesundheit-Freiheit-Chance Interview mit der Gesundheitsbotschafterin Irene Sänger

  1. Biografisches

Irene Sänger hat 20 Jahre auf einem Schiff gearbeitet und hatte beruflich nichts mit Gesundheit zu tun. Seit Beginn ihres Arbeitslebens ist sie selbständig. Sie ist Unternehmerin und als solche unternimmt sie alles, Ihre Ziele zu erreichen. Durch eine schwere Krankheit hat sich Irenes Leben von Grund auf verändert. Sie lernte während ihrer Genesung die einzigartigen Fähigkeiten der BEMER-Technologie kennen und seitdem ist sie nach vielen Ausbildungen Gesundheitsbotschafterin, Medizinprodukteberaterin und Coach.

  1. Vision

Körperliche und finanzielle Freiheit, Prävention für die Zukunft, die kommenden Lebensjahre aktiv zu sein, mit Freude im Leben stehen, ein Teil der Gesellschaft zu sein, Mehrwert für sich und ihr Umfeld geben zu können. Das sind ihre Vision und zugleich auch ihre Leidenschaft.

  1. Inhalte ihres Berufs

Zu den Schwerpunkten von Irenes Tätigkeit als Gesundheitscoach gehört die

  • Vermittlung von Wissen über die Anwendung der BEMER-Technologie,
  • die Schulung von Mitarbeitern und Kunden
  • Sie sieht es als ihre Aufgabe an, Menschen zu „coachen“, zu begleiten, eine richtige und gute Entscheidung für sich selbst zu treffen, damit diese in die finanzielle gesundheitliche Freiheit gelangen bzw. diese erhalten können.
  • Sie verspürt eine große Dankbarkeit dafür, langfristig Mehrwert zu schaffen und vor allen Dingen zu duplizieren
  1. Impulsgeber für Ihr Handeln

Irenes Einstellung zu den Herausforderungen des Lebens ist dadurch geprägt, dass sie bei allem Klarheit möchte. Dafür sind Entscheidungen sehr wichtig. Andere Menschen zu befähigen, Entscheidungen für sich selbst, Ihr Leben und ihrem Tun zu treffen ist ein wesentlicher Antrieb für sie. Irene schafft es, Menschen von der BEMER-Therapie zu überzeugen. Dabei geht sie stets von den Bedürfnissen der Menschen aus und stellt insbesondere die Frage nach den Zielen und dem Willen, eine Lebensveränderung mitzumachen. Nur wer bereit ist, Gesundheit zum wichtigsten Faktor im Leben zu machen, kommt auch zu positiven Handlungen. Natürlich ist es eine Voraussetzung die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, man muss sie wertschätzen. Wissen allein reicht schließlich nicht aus, man muss es anwenden und das angewandte Wissen ist schließlich der Schlüssel für die Umsetzung.

  1. BEMER-Technologie-was kann sie

Die BEMER-Therapie ist eine lindernde Maßnahme für Beschwerden, die durch eine gestörte Mikrozirkulation hervorgerufen werden. Dabei sind die kleinsten Gefäße betroffen, zum Beispiel präkapilläre arterielle Blutgefässe (< 100 μm). Damit wird eine verbesserte Blutverteilung im kapillaren Netz der Mikrozirkulation erreicht. So haben wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Menschen entscheidend von einer funktionierenden Mikrozirkulation abhängen. Bei allen höheren Lebensformen werden die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, die Entsorgung von „Abfallprodukten“, lebenswichtige Informationen über Hormone und Botenstoffe, die Immunabwehr und vieles mehr über die Durch­blutung reguliert. Jedoch hängt die  Leistungs- und Funktionsfähigkeit jeder einzelnen Körperzelle, der Muskeln, Gelenke, Organe, Drüsen, des Immunsystems usw., von einer optimalen Ver- und Entsorgung über die Mikrozirkulation ab. Die Physikalische Gefäßtherapie ist keine krankheitsspezifische Therapie. Durch die verbesserte Mikrozirkulation, die eine verbesserte Ver- und Entsorgung der Körperzellen gewährleistet, können diese wieder vermehrt Energie produzieren und bereitstellen und somit ihre Aufgaben (Produktion) wieder verbessert aufnehmen. Damit ist der Körper wieder in der Lage, seine Regelkreisläufe zu aktivieren. Somit hilft der Körper sich selbst und kann die Heilung vorantreiben. Die Bemer-Technologie ist nachweisbar, patentiert, effektiv und nachhaltig. Resultate, die durch eine Optimierung der Zellver- und – entsorgung erzielt werden, kann man zusammenfassen:

  • erhöhte Leistungsfähigkeit
  • optimierte Sauerstoffausschöpfung und Lebensqualität

Die Technologie ist sowohl für die private als auch für eine Nutzung im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements vorgesehen.

  1. Erreichbarkeit

Irene Sänger Gesundheitsbotschafterin international für Mensch und Tier www.health-ambassador  /  info@health-ambassador.com www.saenger.bemergroup.com  / irene.saenger@bemermail.com Telefon: 0170 89 66 227

  1. Ein praktischer Tipp von Irene Sänger

Das wichtigste ist, selbst die Initiative zu ergreifen und Entscheidungen zu treffen. Sonst treffen andere Entscheidungen. Und das setzt nie die Energie frei, die man zur Umsetzung benötigt, die einem helfen, seine Chancen zu nutzen, durch ein gesundes Leben frei zu werden und sein Leben bewusst zu gestalten. Wir leben jetzt und haben mit unseren Entscheidungen die Chance auch die Zukunft erfolgreich zu gestalten.

  1. Schnellfragerunde
  2. Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen jetzigen Weg
  • Ein Gesundheitsvortrag am 13.Juni 2013:
  • Mit wem würdest Du gern ein Kamingespräch führen und über was würdest Du mit ihr sprechen
  • Mit Lady Gaga, die, aus einfachen Verhältnissen kommend, ihren Traum gelebt hat, Sängerin und Schauspielerin wurde und ein Weltstar ist. Imponierend das Dranbleiben und das soziale Engagement für die Umwelt. Ich würde mit ihr über ihren einzigartigen Weg sprechen und mich mit ihr austauschen.
  • Vervollständige den Satz: Gesundheit bedeutet für mich: Freiheit
  • Vervollständige den Satz: Erfolg bedeutet für mich: auch Freiheit
  • Welches Buch liest Du aktuell/hast Du als letztes gelesen, worum geht es und kannst Du es empfehlen?

Ich lese immer wieder das Buch von Bodo Schäfer: „36 Gesetze des Erfolgs“. Hier gibt es 36 Aussagen zu verschiedenen Themen. Das wichtigste Thema für Irene sind Entscheidungen, weil jeder Entscheidungen für sich selbst, sein Leben treffen sollte. Entscheidungen sind das wichtigste im Leben.

  • Was ist Dein größter bisher unerfüllter Lebenswunsch?

Irenes Vision ist ein internationales Mädcheninstitut, in welchem Mädchen auf den Weg in die eine Selbstständigkeit geführt werden, damit sie bereits ab 18 ein selbstbestimmtes Leben in  Freiheit führen können. Diese Mädchen aus allen Nationen zu begleiten ist ein großer Wunsch von Irene.

  • Welchen „letzten Tipp“ möchtest Du unseren Hörern mit auf den Weg geben?

Macht alles aus Liebe, das ist der Ursprung für alles, achtet auf euch selbst, hört in Euch hinein und setzt Eure Vision um.                  

Show 041: Wie Ernährung und Stress zusammenhängen

Wie Ernährung und Stress zusammenhängen Unsere Nahrung besteht aus  Makronährstoffen, zu denen Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate gehören sowie Mikronährstoffen, die Spurenelementen, Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen darstellen. Die Nahrungsaufnahme hat bekanntermaßen den Zweck, aus seinen Bestandteilen Energie zu gewinnen. Damit dies funktioniert werden zwei weitere wichtige Lebensmittel benötigt. Das eine ist der Sauerstoff, den wir mit der Luft einatmen, damit unsere Organe damit versorgt werden können und um den Stoffwechsel überhaupt erst möglich zu machen. Das andere Lebensmittel ist Wasser, welches der Körper zum Transport und als Lösungsmittel benötigt.  Aus den aufgeführten Stoffen wird die Energie produziert, die der Körper für die Organfunktionen benötigt, mit dem Ziel seine Leistungsfähigkeit zu erhalten oder gar zu steigern. Nur dann ist es auch möglich Stress in unserem Körper zu kontrollieren. Die Makronährstoffe liefern die Energie auf zwei Wegen. Der erste Weg ist die Glykolyse, das heißt die Verwertung von Glukose (man kann auch Zucker sagen). Die Glykolyse läuft in jeder Zelle unseres Körpers und in den Mitochondrien ab. Bei der Glykolyse werden im Zytosyl der Zellen ohne Beteiligung von Sauerstoff 2 Moleküle ATP1 und in den Mitochondrien, hier  unter Verbrauch von Sauerstoff 34 Moleküle ATP aus jeweils einem Molekül Glukose hergestellt. Dabei ist ATP die energiereiche Verbindung, die gewährleistet, dass der Organismus funktioniert. Der zweite Weg zur Energiegewinnung ist die Verwertung der aufgenommenen Fette durch ẞ-Oxidation. Dieser Prozess läuft ebenfalls in den Mitochondrien unter Beteiligung von Sauerstoff ab. Dabei werden aus einem Molekül Fett(säure) sogar 600 Moleküle ATP gewonnen, fast 20mal mehr als aus einem Glukosemolekül. Für den Körper ist es also viel ökonomischer, die Energie aus Fetten zu gewinnen als aus Glukose. Ist das nicht verrückt, Fett liefert weitaus mehr Energie als Kohlenhydrate. Werden wir deshalb  oft dazu angehalten, nicht so viel Fett zu verzehren. Wir sollten weniger Fett zu uns nehmen, damit wir nicht so viel Energie produzieren. Ist das aber wirklich so? Damit die Energieproduktion im Rahmen der Atmungskette in den Mitochondrien ablaufen kann, benötigen wir zusätzlich eine Reihe von Mikronährstoffen. Das sind die Mineralien, Schwefel, Eisen, Magnesium und Kalzium, die Vitamine B1, B2, B3, B6, B12, Biotin, Folsäure, D3, die Spurenelemente Selen und Mangan, sowie das wichtige Coenzym Q10, α-Liponsäure und Omega-3-Fettsäuren. Von den genannten Stoffen sind drei von besonderer Wichtigkeit. Das sind: Coenzym Q10, das eine Schlüsselrolle in der Atmungskette der Mitochondrien hat. Es gilt: Ohne Q10 keine Energie Weiterhin hat Vitamin B12 eine besondere Bedeutung. Es ist der  wichtigste Gegenspieler von NO-Stickstoffmonoxid, das für den nitrosativen Stress in den Zellen verantwortlich ist und die Mitochondrien schädigt. Und schließlich kommt dem Vitamin D3 eine besondere Rolle zu, da es mit seiner entzündungshemmenden Wirkung das Immunsystem stärkt. Es gibt kaum eine Zelle ohne Vitamin D-Rezeptor. Die Ernährung hat damit eine sehr große Bedeutung für die Energiebereitstellung. Warum ist das so wichtig? Wenn Menschen unter Stress leiden, benötigen sie in der Regel mehr Energie. Man spürt das und meistens greifen sie dann zu Nahrungsmitteln, wie Schokolade und andere Süßwaren. Also Nahrungsmittel, die wenig Energie liefern und auch nicht genügend Mikronährstoffe enthalten. So kommt es schließlich bei Dauerstress dazu, dass die Mitochondrien nicht mehr in der Lage sind, ausreichend Energie zu produzieren. Durch den entstehenden Stress in den Mitochondrien, dadurch verursacht, dass viele, zu viele freie Radikale gebildet werden, sterben Mitochondrien ab. In der Folge wird das Energiedefizit noch größer und die Menschen werden krank. Deshalb ist es auch so wichtig zu wissen, welche Bedeutung die einzelnen Nahrungsbestandteile für  den Menschen haben. Nur so kann man richtige Maßnahmen für eine gesunde Ernährung ableiten und Stress vermeiden. Welche Nahrungsbestandteile sind denn für den Menschen wichtig? Unbedingt brauchen wir Fette, Eiweiße und Mikronährstoffe. Verzichten können wir auf Kohlenhydrate. Das scheint paradox, gerade Kohlenhydrate benötigt der Mensch nicht, aber die energiereichen Fette? Warum ist das so? Kohlenhydrate sind genetisch in uns nicht vorgesehen! Zum einen enthalten die Nahrungsmittel der Natur  Kohlenhydrate nur in geringen Mengen. Zu den Nahrungsmitteln der Natur gehören Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Kräuter, Salate, Hülsenfrüchte, Früchte,  Beeren, Nüsse, Pilze sowie Milch, Käse und Wasser. Außerdem kann unser Körper Glukose nur begrenzt speichern, nämlich etwa 300g in den Muskeln und 150g in der Leber, wobei die Leberzellen nur Fruktose als Kohlenhydrat akzeptieren.  Alles, was an Kohlenhydraten nicht direkt verwertet werden kann, wird als Fett gespeichert. Außerdem kann unser Körper Glukose selbst herstellen, nämlich aus Eiweißen durch Glukoneogenese und aus Fettsäuren über Ketonkörper. Das aber sind die essentiellen Nahrungsmittel, die wir unbedingt benötigen. Aus diesem Grund hat sich eine Methode zur Ernährung besonders bewährt.  Das ist die LOGI-Methode. Sie ist die Grundlage für eine gesunde Lebensweise und eine Möglichkeit zur Gewichtsreduktion. LOGI-Kost bedeutet dabei „Low Glycemic and Insulinemic Diet”, also eine Ernährungsform, die Blutzucker und Insulinspiegel niedrig halten soll, indem die Kohlenhydratmenge reduziert wird. Die LOGI®-Methode ist demnach eine Rückkehr zu der uns genetisch vorgegebenen Ernährungsweise: Im Prinzip bedeutet diese Methode, das Verhältnis der Makronährstoffe so zu gestalten, dass die Nahrung einen Anteil von 40 - 50 % Fett, 20-30 % Eiweiß und nur 20-30% Kohlenhydrate hat. Der Name LOGI steht nicht umsonst für Low Glycemic and Insulinemic Diet.  Damit wird eine Ernährungsform beschrieben, die darauf ausgerichtet ist, den Blutzucker- und den Insulinspiegel niedrig zu halten. Entwickelt wurde diese Ernährungsform von Nikolai Worm. Typische Methode von Worm ist die reduzierte Kohlenhydratzufuhr. Angestrebt wird die Aufnahme von Nahrungsmitteln mit niedrigem Glykämischen Index. Dieser beschreibt die Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Gleichzeitig soll damit die Insulinausschüttung reduziert werden. Das gute an der LOGI-Methode ist, dass es keinen strikten Ernährungsplan gibt. Was jedoch sollte man nach der LOGI-Methode essen? Stärkefreies Obst und Gemüse können täglich je nach Belieben verzehrt werden. Auf sehr süße Früchte sollte weitestgehend verzichtet werden, da sie viel Zucker enthalten. Insgesamt wären 3 Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst ausreichend. Eiweißhaltige Nahrung sollte wenig Fett enthalten. Deshalb bieten sich mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Michprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte an. Eine wichtige Rolle spielen hochwertige Fette, wie Oliven-, Raps- oder Kokosöl. Getreideprodukte sollten nur als Vollkornvariante verzehrt werden, Kartoffeln am besten als Pell-oder Ofenkartoffel, da hier die Ballaststoffe zu Ungunsten der Stärkebildung erhalten bleiben. Sehr gut beschreibt der Internist Dr. Bodo Kuklinski, wie er die LOGI-Kost seinen Patienten erklärt. Zitat: „Die Grundregeln sind dabei:

  • Verzehr möglichst frischer, unverarbeiteter Lebensmittel, idealerweise aus kontrolliert biologischer Erzeugung - darunter Gemüse (als Eintopf, Wok-Gericht, Gemüsepfanne), Wildkräuter wie Brennnessel und Löwenzahn (wegen des Chlorophyllgehaltes), Eier, Fisch
  • ... - abgestimmt auf die individuelle Verträglichkeit
  • Meiden nitrathaltiger Lebensmittel wie Blattsalate aus konventionellem Anbau und Fleischwaren mit Nitritpökelsalz
  • Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr auf 150 bis 200 g pro Tag in komplexer Form, keine süßen Speisen
  • Erhöhung der Zufuhr an Fetten mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Milchfett, Fisch, Nüsse, Mandeln und Brotaufstriche daraus, Oliven- und Rapsöl - bei schwereren Formen von Diabetes kann die Kalorienzufuhr sogar über 50-60% aus Fett bestehen, versteht sich aus hochwertigen Fetten
  • Kürzere Abstände zwischen den Mahlzeiten, kurz vor der Nachtruhe und evtl. auch nachts bei Erwachen ein (fetthaltiges) "Spätstück" . Das kann auch ein Stück Vollkornbrot mit Butter sein.

Die Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr bezeichnet Kuklinski als "Kernstück bei der Therapie NO-induzierter Stoffwechselstörungen", da Kohlenhydrate - insbesondere solche mit hoher glykämischer Last - energetisch nicht verwertet werden können und den nitrosativen Stress und die Störungen der mitochondrialen Energiegewinnung verstärken. Fette dagegen "entkoppeln die oxidative Phosphorylierung (...), Ketone können bei kohlenhydratarmer Kost vom Hirn energetisch verwertet werden" und "entfalten lang anhaltende Sättigungseffekte" (Kuklinski). Es gibt noch einen wichtigen Punkt in Bezug auf die Ernährung, der Stress zu  vermeiden hilft. Damit die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe in unserem Körper optimal wirken können, ist es wichtig, dass die Zellen, Gewebe und Organe in der Lage sind diese auch aufzunehmen. Jahrelange Fehlernährung hat die Kapazität der Entgiftungsorgane wie Leber und Darm geschwächt. Deshalb ist es wichtig begleitend zur Ernährungsumstellung oder besser davor den Körper von Schadstoffen zu befreien. Dazu gibt es verschiedene Alternativen, die mehr oder weniger lange dauern. Bei meinen Patienten habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Körperreinigungsprogramm Clean 9 gemacht. Wie der Name sagt, es dauert nur 9 Tage, um den Körper zu reinigen. Danach haben die Menschen wieder Energie, und das nur, weil sie ihre Zellen gereinigt haben und in dieser Zeit alle Makro und Mikronährstoffe erhalten haben, die sie zur Produktion von Energie benötigen. Um den Stress von unserem Körper abzuwenden, beziehungsweise erst gar nicht entstehen zu lassen, möchte ich gern noch einmal darauf eingehen, welche Mikronährstoffe besonders wichtig sind, wenn es um dieses Thema geht. In diesem Zusammenhang werde ich kurz schildern, warum bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und andere Antioxidantien für die Stressvermeidung wichtig sind. Kommen wir zunächst zu den B-Vitaminen1. Bekanntlich ist der Vitaminbedarf bei Stress besonders hoch. Das liegt daran, dass die Zellen danach streben, die ausgeschütteten Stresshormone herunter zu regulieren. Das klappt nur mit einer ausreichenden Menge an Vitaminen. Zu den Vitaminen, die Stresshormone bekämpfen, gehören B-Vitamine, Vitamin C und Vitamin D. B-Vitamine, besonders B1, B2, B6, B12 und Folsäure helfen bei der Umwandlung der aufgenommenen Nahrung in Energie und haben eine wichtige Funktion im Zellstoffwechsel. Das wurde auch durch Studien belegt2. So wandelt Vitamin B1 Glukose in Energie um, was in Stresszeiten sehr wichtig ist. Außerdem hilft das Vitamin B1 unter Stress die Stimmung zu stabilisieren sowie Gedächtnis und Konzentration zu verbessern. B1 ist meistens das erste Vitamin, das in eine Mangelsituation kommt. Deshalb muss es regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Quellen dafür sind: Haferflocken, Reis, Nüsse und Saaten. Vitamin B3, auch Niacin genannt, unterstützt die Funktionen des Nerven- und Verdauungssystems. Niacin hilft unter anderem auch, Energie aus Kohlenhydraten freizusetzen. Damit wird der Blutzucker reguliert, wir können dann ausgeglichener auf  Stress reagieren. Zudem  unterstützt Vitamin B 3 die normale Funktion des Nervensystems. Gute Quellen für Niacin sind: vor allem Pilze wie Pfifferlinge, Champignons und Steinpilze. Vitamin B5, das ist Pantothensäure erhöht die Aktivität des Immunsystems und hilft dem Körper ebenfalls mit stressigen Bedingungen fertig zu werden. Die Vitamine B6 und B9 (Folat) haben im Zusammenspiel mit Vitamin B12 einen indirekten Einfluss auf die Bildung des Glückshormons Serotonin und anderen Neurotransmittern. Diese unterstützen uns, auch in Zeiten hoher Belastung noch ein Lächeln übrig zu haben.  Folatmangel kann zum Beispiel auch zu Kopfschmerzen oder Migräne führen. Das ist verursacht durch die bei Vitamin B9-Mangel entstehenden hohen Konzentrationen an Homocystein.  Nahrungsmittel, in denen viel Vitamin B6 enthalten ist, sind z.B. Hafer, Leinsamen und Hirse. Folat findet man z.B. in Kichererbsen, Grünkohl. Ein Mangel an Vitamin B12  äußert sich durch solche Symptome wie leichte Ermüdung bis hin zu schwerer Erschöpfung. Es gibt kaum Nahrungsmittel, die B12 enthalten. Gerade Veganer sollten deshalb immer an eine Supplementierung von Vitamin B12 denken. Ein weiteres wichtiges Vitamin bei Stress ist Vitamin C. Dass Vitamin C die Immunabwehr stärkt ist bekannt. So verliert der Körper in nur 15 Minuten Stress 300 mg Vitamin C. Somit ist es auch kein Wunder, dass man in Stressphasen anfälliger für Infekte ist. Die Anfälligkeit, aber auch Müdigkeit oder Gelenkschmerzen können ihre Ursache im oxidativen Stress haben. Dieser entsteht,  wenn das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen (ROS – Reactive Oxygen Species) und Antioxidantien über einen längeren Zeitraum gestört ist. Die schädigenden Sauerstoffradikale können dann nicht  mehr neutralisiert werden. Hier kommt Vitamin C ins Spiel. Als wasserlösliches Antioxidans kann es das Gleichgewicht zu den freien Radikalen wieder herstellen. Allerdings reicht in den meisten Fällen eine entsprechende Vitamin C – Versorgung mit Nahrungsmittel allein nicht mehr aus, so dass supplementiert werden muss. Dabei ist es oft sinnvoll, Vitamin C zu infundieren, weil dabei der Magen-Darm-Trakt umgangen wird. Das nächste Vitamin, das ich in Zusammenhang mit Stress ansprechen möchte, ist Vitamin D. Das Fehlen des Vitamin D3 beeinträchtigt unter anderem die Funktionsweise der Schilddrüse. Bei bereits bestehender Schilddrüsenunterfunktion, wird durch den Vitamin-D-Mangel innere Unruhe bei den Betroffenen ausgelöst. Auch ist oft Nervosität ein erstes Anzeichen für einen Mangel an Vitamin D3. Die Ursache der der Nervosität bei Vitamin-D-Mangel liegt im Sympathikus, der für unsere Aktivierung verantwortlich ist. Im Fall einer Belastung wird zum Beispiel das Hormon Adrenalin freigesetzt. Herrscht Dauerstress vor, wird der Sympathikus hochreguliert und  Stresshormone werden langfristig gebildet. Das sind Adrenalin, Cortisol und Noradrenalin. Letztendlich bewirkt die permanente Stresswirkung eine Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte. Zudem werden die Ressourcen des Sympathikus noch mehr erschöpft. Vitamin D Mangel beschleunigt diesen Prozess. Einen nicht unwesentlichen Einfluss hat unter Stress auch die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren. So zeigen verschiedene Studien, dass eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren einen positiven Effekt auf psychische und neurologische Erkrankungen hat, auch solche, die mit Stress in Verbindung stehen. So schlussfolgerten die Wissenschaftler Rutkofsky, Khan, Sahito und Kumar in ihrer Übersichtsarbeit von 2017, dass Omega-3-Fettsäuren eindeutige positive Auswirkungen auf die Behandlung von Depressionen und bipolaren Störungen haben und eine Supplementierung mit Omega-3 insbesondere als unterstützende Therapie geeignet ist. Diese Krankheiten sind aber eindeutig mit Stress verbunden, so dass es Sinn macht auch über eine ausreichende Versorgung mit O3FS nachzudenken. Sinnvoll ist dies auch aus dem Grund weil O3FS in Verbindung mit L-Carnitin für die Energieproduktion in den Mitochondrien wichtig sind.  Unser wichtigstes Mineral in Bezug auf Stress ist Magnesium. Das hat mehrere Gründe. Bei einer  Mangelversorgung, wird Magnesium aus den Knochen freigesetzt. Damit will der Körper die Reizüberleitung zwischen Nerven- und Muskelzellen aufrechterhalten. Jedoch regen die Stresshormone die Zellen an, mehr Magnesium in die Blutbahn auszuschütten im Austausch mit Kalzium, das beim Stressstoffwechsel benötigt wird. Folge ist, dass zu viel Magnesium in die Blutbahn gelangt. Jetzt werden die Nieren aktiv und das überschüssige Magnesium  wird ausgeschieden. Unter Dauerstress, kann dies zu einem Magnesiummangel führen. Magnesiummangel wird auf diese Art zu einer Begleiterscheinung eines Burnouts . Andere Mangelzeichen von Magnesium  sind Krämpfe. Aber Magnesium dämpft die Erregung in den Nervenbahnen. Sind die Magnesiumspeicher  ausreichend gefüllt kann man innere Unruhe, Nervosität und Stress besser standhalten. Unter  Magnesiummangel sinkt jedoch die Stressresistenz. Folge sind erhöhte Reizbarkeit, Überempfindlichkeit und Ängstlichkeit. Somit ist Magnesium ein „Puffer” bei Stressreaktionen des Körpers. Quellen für Magnesium sind  Mandeln, Hülsenfrüchten, Bananen, Tomaten, Vollkorngetreide und Salat.  Lebensmittel mit der höchsten Magnesiumkonzentration sind Kürbiskerne und Kakao. Bei Stress ist auch eine ausreichende Versorgung mit Zink wichtig, weil Zink die Immunabwehr stärkt!  Zink ist in Meeresfrüchten, Fleisch, Nüssen und Hülsenfrüchten in größeren Mengen enthalten, ebenso in Hartkäse oder Eiern.   Eine letzte Substanz möchte ich in Bezug auf Stress. Sie ist so wichtig und dennoch kennt sie kaum jemand, es sei denn, man hat eine medizinische Ausbildung. Ich spreche von Glutathion. Das ist ein schwefelhaltiger Stoff, der gerade bei der Energieproduktion in den Mitochondrien benötigt wird. Es ist eine körpereigene Substanz, die in der Leber, den Nieren und im Darm gebildet wird und auch mit der Nahrung aufgenommen wird.  Auch die Lungengewebsflüssigkeit enthält Glutathion. Die besten Nahrungsquellen sind Fleisch, Fisch und Gefügel, die frisch zubereitet sind. Die Aufgabe von Glutathion besteht darin, die über die Nahrung aufgenommenen Gifte zu neutralisieren. Gleiches passiert in der Lungengewebsflüssigkeit. Eingeatmete toxische Stoffe werden hier unschädlich gemacht. Glutathion verstärkt auch die Wirkung spezieller Immunzellen für die Abwehrkette des Körpers. Immer, wenn der oxidative Stress zunimmt, z.B. bei Krankheit, durch die Umwelt oder nur allein durch das steigende Lebensalter, wird Glutathion schneller verbraucht, als es in der Leber produziert werden kann. Verbraucht wird Glutathion, weil es bei Stress seine Wirkung als Antioxidans entfalten muss. Es fängt freie Radikale ab und sorgt zudem für die Regenerierung von Vitamin C und Vitamin E, womit die antioxidative Wirkung noch verstärkt wird.  Damit ist Dir jetzt auch diese Substanz ein Begriff. Damit habe ich Dir auch die wichtigsten Stoffe genannt, die wir benötigen, gegen Stress gewappnet zu sein. Hier haben wir es mit einem Zirkulus vitiosi zu tun. Einerseits bewirkt ein Mangel eines oder mehrerer Stoffe die Entstehung von Stress in den Zellen und wenn dort das Fass überläuft im gesamten Körper. Andererseits trägt der Stress zu einem höheren Verbrauch an stresshemmenden Substanzen und damit zu einem Mangel. Wir haben es aber selbst in der Hand, etwas dagegen zu tun. Bei Stress ist es wichtig zu überprüfen, welche Substanzen in einen Mangelzustand gekommen sind und wir entsprechend für eine zusätzliche Aufnahme sorgen müssen. Mit einer nährstoffreichen Ernährung kann man schon sehr viel dazu beitragen, Stress zu verhindern. Literatur 1. https://ogaenics.com/b-vitamine-gegen-stress/ 2. Deutsche Gesundheits Nachrichten | Veröffentlicht: 02.10.14, 12:22 3.https://www.vitamindmangel.net/nervositaet-durch-d3-mangel.html 4. https://spitzen-praevention.com/2019/09/17/weniger-stress-und-  psychische-erkrankungen-durch-omega-3-fettsaeuren/

Show 040: Faltenfrei mit Vitaminen und Aminosäuren

Zusammenfassung

Gerade die Betrachtung des Gesichts offenbart uns eine ganze Menge. Ist der Mensch gepflegt, hat er schöne Haut, ist die Hautoberfläche trocken, von Makeup überdeckt oder strahlt die Haut, weil sie gut durchfeuchtet ist, gepflegt ist und kein Makeup benötigt. Man kann im Gesicht lesen, ob dieser Mensch glücklich ist und viel lacht oder ob er Sorgen hat, viel grübelt oder gar krank ist? Die Menge der Falten und andere Hautveränderungen aber auch die Stellen, an denen sie auftreten, geben uns hierüber Auskunft.

Inhalt

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie umhüllt unseren gesamten Körper, ist halbdurchlässig und nimmt eine Fläche von ca. 1,6 Quadratmetern ein. Sie ist einerseits ein Schutzorgan, das unseren Körper vor äußeren Einflüssen schont und dient auch als Aussscheidungsorgan. Die Haut hat eine wichtige Funktion für unsere Gesundheit und ist nicht nur Aushängeschild für unsere Person. Sie kann das innere Milieu des Körpers sehr gut wiederspiegeln. Wenn Leber, Niere, Dickdarm und Lunge nicht mehr gut entgiften, entgiftet der Körper über die Haut. Dabei kommt es zu Ausschlägen, Akne, verstärkte Schweißbildung bis hin zu Schuppenflechte und Ekzemen. Alles Zeichen für eine Überlastung des Körpers mit Giftstoffen.

Mehr über den Aufbau und die Funktion der Haut kannst Du unter dem Link erfahren.

Neben krankhaften Veränderungen werden Hautfalten stets als ein Zeichen der Alterung verstanden. An der Entstehung von Falten sind verschiedene Faktoren beteiligt:

Da ist zum einen die mechanische Belastung der Haut durch zum Beispiel Einfluss von äußeren Faktoren, wie Wind, Staubpartikel, intensive Beanspruchung durch die Arbeit. Weiterhin kommt es bei der Hautalterung zu degenerativen Veränderungen der Fasertextur. Auch ein mangelnder Hautturgor, gemeint ist eine Erschlaffung der Haut mit Verlust des Spannungszustandes der Haut, ist für die Entstehung von Falten verantwortlich. Hintergrund dafür ist ein gestörter Flüssigkeitshaushalt, der teilweise bis zur Exsikkose führen kann. Charakteristisch für diesen Zustand sind stehende Hautfalten.  Außerdem kann eine Volumenvermehrung oder -verminderung in Gewebeschichten, die sich unter der Haut befinden zu Falten führen. Beispiel dafür sind Bauchfalten bei Adipositas oder eingefallene Wangen, wie man sie bei AIDS-Patienten beobachten kann. Die Natur hat natürlich auch physiologische Hautfalten an unserem Körper vorgesehen, damit die Beweglichkeit unserer Gelenke ohne Hautspannungen erfolgen kann. Diese befinden sich in der Nähe fast aller Gelenke.

Falten können durch mimische Beanspruchung entstehen, wie das zum Beispiel bei Lachfalten am Augenrand oder Stirnfalten durch angestrengtes Gucken der Fall ist, auch Nasolabialfalten gehören dazu. Andere Falten im Gesicht entstehen durch die Schwerkraft, einfach, weil Fettgewebe sich im Laufe der Jahre nach unten bewegt. Durch die Verschiebung der Haut können Falten entstehen. Natürlich haben viele Falten im Gesicht keine Bedeutung für die Gesundheit. Es fragt sich nur, warum hat der eine so viele Falten und der andere nicht. Warum sind die Zeichen des Älterwerdens bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt und was kann man tun, um die Entstehung dieser Zeichen zu verzögern.

Die Schönheitsindustrie hat gerade für die Beseitigung von Gesichtsfalten sehr viel entwickelt. Ab Ende der 90 iger Jahre begann auch in Deutschland ein Boom, zugegeben nicht in solchem Tempo wie in Amerika, aber viele Menschen wollten schnell und nebenwirkungsfrei ihre Falten wegspritzen lassen. Damals standen Unterspritzungen mit Kollagen und Frischzellen im Vordergrund. Da diese Substanzen wegen BSE nicht verwendet werden durften, begann parallel mit dem Siegeszug von Botox für alle mimischen Falten, die Entwicklung von Fillersubstanzen, die Therapie mit Eigenfett, die Lasertherapie wurde eingeführt. Auch das Facelifting wurde so weiterentwickelt, dass ein wirklich optisch perfektes Aussehen erzielt werden kann. Insgesamt muss man aber feststellen, dass Operationen immer ein gewisses Gesundheitsrisiko bedeuten. Das betrifft sowohl die Narkose und oft sind Patienten mit dem gewünschten Ergebnis unzufrieden. Aus diesem Grund erfreuen sich injizierbare Filler zunehmend als schnelle, nicht-chirurgische Option zur Reduktion von Falten und zum Ausgleich von Volumenverlusten der Haut. Nach mehr als 20 Jahren der Anwendung dieser Verfahren zur Hautverjüngung in einem größeren Maßstab entsteht die Frage, wie hoch das Risiko solcher Behandlungen in Abhängigkeit von den eingesetzten Materialien einzuschätzen ist. Eine große Querschnittsanalyse im JAMA Facial Plastic Surgery hat diese Frage in den USA.

Hier konnte festgestellt werden, dass die aufgetretenen Komplikationen zum einen von der Auswahl des Fillermaterials und auch von den Injektionsstellen abhängt. Schwellungen und Infektionen wurden als häufigste Komplikationen ermittelt. Weiterhin treten Schmerzen und Hautnekrosen auf. Was die Injektionsstellen anbelangt, traten die meisten Komplikationen im Bereich der Nasolabialfalten auf. Es wurde auch festgestellt, dass die Patientenaufklärung oft mangelhaft war, womit auch Rechtsstreitigkeiten verbunden waren.

Richtig betrachtet ist schöne Haut in erster Linie ein Ausdruck von guter Gesundheit sowie psychischer Harmonie. Zur Gesundheit gehört eine gute Balance des vegetativen Nervensystems, eine optimale Versorgung des Körpers mit Mikronährstoffen sowie ein guter Umgang mit Stress.

Zwei wesentliche Komponenten, nämlich Vitaminen und Aminosäuren sind für eine gesunde Haut besonders wichtig. Sie tragen auch dazu bei, Zeichen des Älterwerdens zu minimieren und die Haut schön erscheinen zu lassen.

Welche Schönheitsvitamine gehören dazu?

Da ist zunächst das Vitamin C, hauptsächlich verantwortlich für straffe Haut. Vitamin C festigt das Bindegewebe, indem es die Kollagenbildung fördert und den Feuchtigkeitshaushalt der Haut reguliert. Es schützt vor freien Radikalen.  Durch diese wird die Funktion der Haut beeinträchtigt und der Alterungsprozess der Haut wird beschleunigt. Besonders viel Vitamin C ist in Zitrusfrüchten, Beeren, Petersilie, Paprika und Blattgemüse enthalten. Übrigens, wer für seine Haut etwas Gutes tun möchte, es gibt ein Vitamin C Serum für die Haut, womit Du die Straffheit erhöhen kannst.

Ein weiteres wichtiges Vitamin für die Haut ist Vitamin A. Es ist ein wahres Schönheitsvitamin. Vitamin A regt die Neubildung von Zellen an, spendet Feuchtigkeit und hält wie Vitamin C schädliche UV-Strahlen ab. Wenn Vitamin A fehlt, so führt dies zu schuppiger, trockener und einer dickeren Haut. Die besten Lieferanten von Beta-Carotin, dem Provitamin A, sind gelbe und orange Obst- und Gemüsesorten.

Weiterhin benötigt man für eine schöne Haut B-Vitamine und dies insbesondere zur Zellerneuerung. B-Vitamine wirken aber auch auf den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Für die Haut sind besonders Vitamin B5 und B7, das auch als Vitamin H oder Biotin bekannt ist. Besonders letzteres stärkt Haare und Nägel, weil es für die Bildung von Keratin (Hornstoff) sehr wichtig ist. Obst- und Gemüsesorten wie Avocado, Himbeeren, Tomaten oder Blumenkohl sowie Nüsse sind geeignete Quellen für dieses Vitamin.

Für ein junges Aussehen der Haut sorgt Vitamin E. Es unterstützt die Regeneration der Hautzellen und erhöht den Kollagen-Gehalt der Haut. Damit wird die Haut straffer und sieht frischer aus. Ohne Vitamin E altert die Haut schneller und es bilden sich Falten.

Natürlich ist für eine gesunde Haut auch das Sonnenvitamin D notwendig. Fast 80 % der Menschen in unseren Breiten haben einen Vitamin D Mangel, der nur durch Substitution ausgeglichen werden kann.

Damit die Haut ausreichend Vitamin D bilden kann, sollten auf alle Fälle, die anderen Mikronährstoffe nicht vernachlässigt werden. Zu lange Sonnenbäder sind zu vermeiden, denn sie können einen Sonnenbrand auslösen, der wiederum das Risiko für die Bildung von Hautkrebs erhöht.

Auch Mineralien und Spurenelemente sind wichtig für die Haut.

So sorgt Eisen für ein geschmeidiges Hautbild, glänzende Haare und feste Fingernägel. Selen ist wichtig für die Entgiftung, es sorgt für eine schöne Haut. Zur Unterstützung von Heilungsprozessen und der Immunabwehr ist Zink wichtig und Jod unterstützt die Vitalität der Haut. Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung von Kieselsäure. Das darin gebundene Silizium kräftigt das Bindegewebe, die Haut und Haare.

Die meisten Vitamine und Mineralien kann man mit der Nahrung zu sich nehmen.

Welche Aminosäuren sind für die Haut wichtig?

Kreatin

Kreatin unterstützt die Hautfunktionen und regt die Kollagenproduktion an. Es stellt den Zellen Energie zur Verfügung, womit der Aufbau des Bindegewebes sowie der Hautstoffwechsel und die Zellerneuerung unterstützt werden. Bereits ab dem 25igsten Lebensjahr nimmt die Anzahl stützender Fasern im Gewebe – Kollagen und Elastin – ab. Es kommt zu dem Zeitpunkt, ab dem mehr Zellen abgebaut als produziert werden. Das Gleichgewicht ist gestört. Dank UV-Strahlen, freien Radikalen und aggressiven Sauerstoffverbindungen werden die Zellen zusätzlich geschädigt.  Dadurch wird das Bindegewebe schwächer, die Hautelastizität gestört und es kommt zur Fältchenbildung. Aufgabe von Kreatin, die aus den Aminosäuren Arginin und Carnitin gebildet werden, besteht darin, mehr Proteine wie Kollagen und Elastin zu produzieren und damit die Hautfunktionen zu unterstützen.

Kreatin kann geschädigtes Erbgut in den Zellen reparieren, schützt die Zellen vor schädigenden Substanzen und ist in der Lage, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen. Dadurch wird sie dichter, straffer und sieht frischer aus und Fältchen verflachen.

Glutamin

Glutamin ist in der Lage, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren und ermöglicht dadurch, dass die Haut gestrafft wird. Durch ungesunde Ernährung, wie übermäßiger Fleischgenuss, Kaffee, Nikotin und anderen kommt es zu einer Übersäuerung, der Säure-Basen-Haushalt gerät damit aus dem Gleichgewicht und Zellen und Gewebe werden zerstört. Für die Regulation des Säure-Basen-Haushalts und eine feste Haut ist Glutamin sehr wichtig. Glutamin ist aber auch wichtig für eine feste Haut. Mit zunehmendem Alter kann der Körper nicht mehr ausreichend Glutamin bilden. Wenn zu wenig Glutamin zur Verfügung steht, holt sich der Körper das nötige Eiweiß aus der Muskelmasse und wandelt es in Glutamin und Energie um. Dadurch gehen Muskelproteine verloren, Muskelstränge werden dünner, die gesamte Haut erschlafft. Mit Glutamin kann dieser Prozess aufgehalten werden.

Carnitin

L-Carnitin ist wichtig für die Erhaltung der Hautelastizität und Straffheit. Es wird besonders bei der Umwandlung von Fett in Energie benötigt. Durch Carnitin wird gewährleistet, dass der Transport der Fettsäuren in den Zellen verbessert wird. Diese können dann für die Energiegewinnung verwertet werden. In Kombination mit Bewegung wird dieser Prozess intensiviert. Weniger Fett bedeutet für unseren Körper straffere Haut mit höherer Elastizität. Schöne straffe Haut ist jedoch ohne gesunde Ernährung und Bewegung nicht denkbar.

Es gibt auch Methoden, mit denen man die Haut, gemeint ist die Gesichtshaut, zusätzlich straffen kann. Dazu gehören solche Maßnahmen wie Gesichts-YogaGesichtsgymnastik, Massagen und ähnliches. Wenn es gelingt, die Gesichtsmuskeln zu stärken, hat man weniger mimische Falten. Das kann man zusätzlich zur Versorgung der Haut mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren durch eine bewusste Ernährung erreichen.

Literaturempfehlungen/Links

  1. Müller, D.M., Seim, H., Kiess, W., Löster, H. & Richter, T. (2002) Effects of Oral l-Carnitine Supplementation on In Vivo Die Haut straffen und das Wohlbefinden verbessern: Das kann Ernährung leisten
  2. Studie: Gesichtsyoga polstert Hohlwangen und Hängebacken – und verjüngt um rund 3 Jahre  Gesichts-Yoga: Muskeltraining für ein strahlendes Aussehen

3. Christa Gugler: Gesichtsmuskeltraining: Die natürliche Lifting-Revolution. Straffer - strahlender und sichtbar jünger  

 4.   Natürliches Vitamin C-Serum für die Haut

Show 039: Wie bringe ich meinen Darm in Ordnung

Zusammenfassung Die Bedeutung eines gut funktionierenden Darms ist schon seit mehr als 4000 Jahren bekannt. Er ist das Zentrum des Wohlbefindens. Diese uralte Erkenntnis wird heute immer wieder durch die wissenschaftliche Forschung bestätigt. Fragt sich, welche Vorgänge im Darm sind es, die die Bedeutung dieses Organs unterstreichen? Inhalt Gerade im Darm gibt es einen intensiven Kontakt mit fremden Stoffen, die wir über die Nahrung aufnehmen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass der Darm eine leistungsstarke Schutzbarriere an der Darmwand gegen Fremdstoffe besitzt. Das macht er durch aktive Bakterien, von denen wir im Darm 10 mal mehr haben, als Zellen im ganzen Körper. Diese kleinen Lebewesen benötigen wir für eine ordentliche Verdauung. Der Darm produziert eine ganze Reihe lebensnotwendiger Vitamine, Enzyme und Aminosäuren. Alle schädlichen Stoffe, die mit der Nahrung in den Darm gelangen, werden von ihm neutralisiert, d.h. unschädlich gemacht. Der russische Nobelpreisträger Dr. Ilja Metchnikoff unterstrich: „Der Tod sitzt im Darm“. Er war es, der feststellte, dass Menschen, die Probiotika (milchsaure Produkte) verzehrten, besonders gesund und widerstandsfähig waren, was sich auch in deren Lebensalter ausdrückte. Der Darm beherbergt das effektivste körpereigene Abwehrsystem, was man sich nur vorstellen kann. So bildet der Darm Immunzellen, die den Körper von Giftstoffen, einschließlich fremder Bakterien und Viren, frei halten. Diese kann der Darm aber nur bilden, wenn er ausreichend gesunde Bakterien hat. Warum ist eine gesunde Darmflora so wichtig? Nur eine gesunde Darmflora kann es gewährleisten, dass der Nahrungsbrei schnell verarbeitet wird und ihm dabei die lebenswichtigen Nährstoffe entzogen werden. Mit einer gesunden Darmflora gelingt es, die Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen und uns damit vital  und aktiv werden lassen. Im Darm werden verschiedene Aminosäuren und essentielle Fettsäuren produziert, die wir nicht über die Nahrung erhalten können. Ohne gesunde Darmflora ist auch dies nicht möglich. Und schließlich benötigen wir eine intakte Darmflora zur Reinigung des Darms selbst. Mit den vielen aktiven Darmbaktereien gelingt es, die Darmzotten von faulenden und gärenden Resten zu befreien. Für eine gute Darmgesundheit gilt genauso wie für den Erhalt eines gesunden Körpers: Die Verdauung muss ohne Abführmittel funktioniert. Deshalb sollte man schon bei der Ernährung darauf achten. Verzehr von viel Gemüse, Reis und Kartoffeln, wenig Zucker und Meidung von schlechten  Fetten sowie der Verzicht auf Konservierungsmitteln in der Nahrung gehören unbedingt dazu. Aber auch Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Wasser zu trinken, das Vermeiden der unnötigen Einnahme von Medikamenten. Vermeide weiterhin Stress und Hektik. Der Darm ist bekanntlich unser größtes Körperorgan und, was viel wichtiger ist, er ist das Zentrum unserer Wohlbefindens. Dabei haben die vielen Billonen Darmbakterien sehr viele Aufgaben zu erfüllen. Ich fasse sie kurz zusammen: Das sind die  Aufspaltung der Nahrung sowie die Produktion lebenswichtiger Vitamine, Enzyme und Aminosären. Sie produzieren 80% der Immunzellen und Eiweißstoffe, die Viren und Bakterien töten können. Diese Zellen nennt man auch Immunglobuline. Die Darmbakterien wehren Krankheitserreger  und Giftstoffe ab und schließlich sorgen sie dafür, dass die schlechten Nahrungsbestandteile ausgeschieden werden. Was aber, wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät? Das passiert unter anderem dann, wenn der Körper ständigen körperlichen und seelischen Stresssituationen ausgesetzt ist. Sie können Entzündungen auslösen. Hinzu kommen falsche Ernährungsgewohnheiten, zu wenig bewegung sowie die Einnahme von Medikamenten, wie Antibiotika. Wie der Name schon sagt, Antibiotika zerstören nicht nur fremde Bakterien sondern auch einen Teil unserer guten Darmbakterien. Wenn dann die Darmflora gestört ist, kommt es zu Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen als erste Symptome. Auch können sich chronisch – entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulzerosa oder Reizdarm-Syndrom entwickeln, Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten können entstehen und damit steiegen letztendliche auch die psychischen Belastungen für unseren Körper insgesamt. Was ist in diesen Fällen zu tun? Bei der Bedeutung, die Darm für uns hat, ist es unbedingt notwendig, ihm auch eine besondere Pflege zu teil werden zu lassen. Die Stichworte hierfür sind Darmsanierung und Entschlacken. Das alles soll auf eine natürliche aber auch effiziente Weise geschehen. Natürlich heißt in diesem Zusammenhang: in mehreren Schritten und in der Zeit, die der Darm zur Sanierung benötigt. Der Prozess der Darmreinigung sollte in vier Stufen erfolgen:

  1. Der Darm muss von seinen faulenden und gärenden Resten befreit werden. Dies entspricht einer Reinigung, die auch dazu beitragen soll, den pH-Wert in Ordnung zu bringen
  2. In einem zweiten Schritt ist es wichtig zu entsäuern
  3. Dann müssen die Schleimhäute regeneriert werden und
  4. Schließlich muss die Darmflora wieder aufgebaut werden

Schritt 1 kann man durch die Einnahme hochwertiger fermentierter Kräuterextrakte, angereichert mit Darmsymbionten durchführen. Solche Mittel sind Microsan, Casa Sana und simple clean. Zum Entsäuern bieten sich auch einige Produkte an, jedoch kann man mit einer basischen Ernährung schon viel erreichen. Als Produkt nenne ich Dir metacare Basic 3 Für die Ausbildung einer guten Darmschleimhaut ist die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen besonders wichtig. Dazu gehören die Vitamine D, E, C und B-Vitamine, Sowie die Mineralien Zink, Kupfer, Molybdän und Selen und dazu die Aminosäuren L-Glutamin und Taurin. Günstig wirkt sich auch die Einnahme von friffonia-Extrakt aus. Ein sehr wichtiger Punkt ist eine gesunde Darmflora. Dabei gilt es zu beachten, dass der Verzehr von Joghurt gut sein kann, aber nur wenn er Probiotika enthält, die noch nicht aktiviert sind. Joghurt aus dem Kühlregal kann dies nicht leisten. Besser ist die Einnahme von Probiotika in Kapseln oder solchen, die kurz vor der Einnahme in Wasser aktiviert werden. Hier gilt auch, dass es so viele verschiedene Bakterienstämme gibt, die wichtig sind, aber nicht alle benötigt jeder Mensch. Deshalb rate ich zu einer labormedizinischen Untersuchung der Darmflora. Dann wird genau bestimmt, welche Darmbakterien DU benötigst.

Show 038: Leberreinigung

Zusammenfassung Die Leber ist bekanntlich unser größtes und effektivstes Entgifungsorgan. Jedoch ist sie in großer Gefahr wegen der modernen Ernährungsweise gekoppelt an den modernen Lebensstil. Symptome wie Müdigkeit (Schmerz der Leber), Rückenschmerzen, hoher Cholesterinspiegel, Völlegefühl, erhöhte Infektanfälligkeit und manchmal auch eine juckende Haut sind Zeichen, dass die Entgiftungs-Kapazität der Leber sich erschöpft. Allein daraus lässt sich ableiten, dass die Leber kontinuierlich einer Reinigung unterzogen werden muss. Inhalt Warum eine Leberreinigung von Zeit zu Zeit anzuraten ist, geht aus der Fülle der Aufgaben hervor, die die Leber hat:

  1. Die Leber baut Cholesterin in Gallensäuren um, die für die Fettverdauung wichtig sind, sie reguliert den Cholesterinspiegel und unterstützt die Fettverdauung und Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A; D; K; E)
  2. Eine ordentlich funktionierende Leber entscheidet, ob Fett zu Energie verbrannt wird, oder ob es im Fettdepot landet, sie entscheidet also indirekt über unser Körpergewicht.
  3. In der Leber werden zahlreiche Hormone und Enzyme hergestellt. Von den Enzymen sind die bekanntesten gamma GT, alkalische Phospatase, GLDH, GOT und GPT, alles Werte die beim Check up mitbestimmt werden, Was die Enzyme betrifft, kann man sagen dass die Funktion vieler Organe, Augen, Herz, Keimdrüsen, Gelenke, Nieren ohne diese Funktion beeinträchtigt werden.
  4. Fast alles, was wir in unser Körper an Nahrung und Getränken, Medikamenten u.a. lassen geht über die Pfortader in die, und die entstehenden Gifte werden dort entsorgt.
  5. Die ordentliche Funktion der Leber entscheidet auch darüber, ob wir im Körper Stress bekommen, oder ob bei Stress die Entgiftung nicht mehr richtig abläuft. Der Müll verbleibt dann im Körper und richtet weitere Schäden an.
  6. Wenn Schädlinge in Form von Bakterien, Parasiten oder Viren in unseren Körper gelangen und die Leber keine Kapazität hat diese zu bekämpfen, leidet der gesamte Organismus

Wenn die Leber krank ist, können die einströmenden Gifte nicht neutralisiert werden, Das Blut ist dann mit den Giften überlastet, kann nicht mehr genügend Sauerstoff zu den Organen transportieren und auch die Gifte können nicht entsorgt werden. Die Schlacken und Gifte lagern sich hauptsächlich im Bindegewebe an. Man nennt dies auch Fasziengewebe. Dieses Bindegewebe erweist sich jetzt als großes Hindernis bei der Versorgung der Zellen  mit Nährstoffen und verhindert den Abtransport von nicht mehr benötigten Stoffwechselprodukten. Schließlich entstehen weitere  Krankheiten aller Art. Es gibt von all dem einen positiven Effekt und das ist der Fakt, dass die Leber zum einen eine riesige Entgiftungskapazität hat und dass sie über eine super Regenerationsfähigkeit verfügt. Das aber sollten wir uns zu Nutze machen! Wie? Indem wir die Regenerationsfähigkeit durch eine Leberreinigung fördern. Der Vorteil liegt auf der Hand, die Verdauung wird gefördert, die Gifte werden abtransportiert und viele gesundheitliche Probleme wie Kopf- und Rückenschmerzen werden verschwinden. Wenn ich von Leberreinigung spreche, so meine ich damit einen langfristigen Prozess, der sich je nach Zustand über mehrere Wochen bis zu einigen Monaten erstrecken kann.  Was ich darstellen möchte ist ein Prozess, den man in eigener Regie durchführen kann und der auf lange Sicht mehr Erfolg bringt, weil man dabei auch einige liebgewonnene Gewohnheiten abbaut. Nach einer Reinigung ist die Leber wieder in der Lage, wieder ihre Aufgaben, wie Enzym- und Hormonproduktion zu erledigen, den Stoffwechsel zu kontrollieren und damit Prozesse in Gang zu setzen, die zur Heilung führen. Schritte zur Leberreinigung:

  1. Durchführung einer basischen Ernährung, mit Basenüberschuss
  2. Der zweite Schritt ist eine Darmreinigung
  3. Wichtige Hilfsmittel sind: Probiotika, Bitterstoffe, Curcumin, Mariendistelextrakt, Artischockenextrakt, Capsaicin aus der Chilischote und die Verwendung Leber reinigender Lebensmittel
  4. Eine weitere Möglichkeit ist die Anwendung der Aminosäuren Ornithin und Aspartat.

Das alles sind die Zutaten für ein längerfristiges Programm, es können auch einzelne Bestandteile genutzt werden, wenn die Leber nicht allzu stark belastet war.

  1. Herstellung des Säure-Basen-Haushalts durch basenüberschüssige Ernährung

Was bedeutet das? In erster Linie, auf Lebensmittel zu verzichten, die nicht basisch sind. Dazu gehören Fleischprodukte, Alkohol und alkoholhaltige Getränke, Zucker und Süßwaren, Kohlensäurehaltige Getränke u.a. Stark basisch wirken zum Beispiel: Spinat, Karotten, Sellerie, dunkle Blattsalate (z.B. Rucola), Brechbohnen, Blumenkohl, Wirsing, frische Erbsen, Tomaten, Gurken, rote Rüben, weiße Bohnen und Bananen. Die meisten Obstsorten hingegen wirken schwach bis mittel basisch.(1) Gut ist es, die basischen Lebensmittel durch leberreinigende und leberaktivierende Lebensmittel zu unterstützen.

  1. Leberreinigung in Kombination mit einer Darmreinigung

Warum macht das Sinn? Bevor die Entgiftung in der Leber stattfinden kann , gelangt die aufgenommene Nahrung in den Darm und erst von dort über die Pfortader in die Leber. Also ist es nur zu logisch, die Darmreinigung mit einzubeziehen. Dabei gilt, dass bei gestörtem Verdauungssystem durch Aufnahme belasteter Nahrungsmittel und Getränke, die Darmflora gestört wird, womit die Darmschleimhäute nicht mehr geschützt sind und sich reduzieren. Das öffnet Tür und Tor für die Ansiedlung  von Pilzen und Bakterien. Die Gifte dieser Spezies gelangen schließlich in die Leber und reduzieren ihre Entgiftungskapazität. Eine Darmreinigung lässt sich auf vielen Wegen durch führen. Ganzheitlich betrachtet besteht die Darmreinigung aus 3 Schritten: Verwendung von Flohsamenschalenpulver, Bentonit oder Zeolith, die man auch als Mittel  gegen Sodbrennen, Blähungen, Kopfschmerzen im Haushalt haben sollte und schließlich die Verwendung von Probiotika um die Darmflora in Ordnung zu bringen. Eine weitere Methode ist die Anwendung von Microsan zu den Mahlzeiten womit eine akzeptable Darmreinigung bereits nach 4 Wochen erreicht werden kann. Dazu mehr in der nächsten Episode.

  1. Leberreinigung mit Probiotika

Hier gilt, was dem Darm hilft, hilft auch der Leber. Inzwischen gibt es speziell auf die Bedürfnisse derLeber abgestimmte Probiotika zum Beisspiel von der Fa. Allergosan OmniBiotik Hepox, womit sowohl eine Leberreinigung als auch eine Erhöhung der Leberkapazität einher geht. So wird z.B. die Rückbildung einer Fettleber schon nach 30 Tagen erreicht.

  1. Leberreinigung mit Bitterstoffen

Hier kommen jetzt viele lang bekannte Hausmittel ins Spiel, die nicht nur einen positiven Einfluss  auf die Entgiftungskapazität der Leber haben, sondern die Verdauung im Allgemeinen und speziell die Funktion der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse positiv unterstützen. Damit wird der gesamte Stoffwechsel angeregt und viele Verdauungsbeschwerden verschwinden dabei. Gute Bitterstoffe sind Löwenzahnextrakt, Bitterbasenpulver, alkoholfreie Kräuterelixiere. Am besten nimmt man Bitterstoffe 15 bis 30 Minuten vor einer Mahlzeit ein.  Leberreinigung mit Curcumin Curcumin ist als Wirksubstanz in Kurkuma enthalten. Es ist ein starkes Antioxidans, wirkt entzündungshemmend und immunstimulierend und regt die Gallensaftproduktion an.  Dazu ist Curcumin in der Lage geschädigte Leberzellen zu regenerieren. Eine besonders gute Wirkung erreicht man, wenn man einen Tee aus Kurkuma bereitet und ihn mit Pfeffer mischt. Diese Mischung gibt es auch in Kapselform. Der Name lautet: Curcuperin.

  1. Leberreinigung mit Mariendistel

Mariendistel enthält den Wirkstoff Silymarin. Dieser Stoff stabilisiert die Membran der Leberzellen, damit lebertoxische Substanzen nicht eindringen können. Silymarin hilft auch gegen Knollenblätterpilzvergiftung. Dieser leberschützende Stoff verbessert desweiteren die Leberdurchblutung. Beim Kauf von Mariendistelpräparaten bitte darauf achten, dass in einer Kapsel min. 70 mg Silymarin sind. Bei ernsteren Problemen sollten täglich etwa 200 bis 400 mg Silymarin eingenommen werden.

  1. Artischockenextrakt für die Leber

Die Artischocke ist eine ganz typische Leberpflanze. Dabei ist besonders ein Extrakt aus den Blätter hervorragend für die Entgiftung der Leber. Die Wirkung besteht einmal darin, dass der Gallenfluss verbessert wird und zum anderen die Giftbelastung reduziert wird, weil die Artischocke selbst entgiftend wirkt, d.h. sie kann Gifte binden. Für die Leberentgiftung eignet sich sehr gut Frischpflanzenpresssaft  oder die Artischocke in Kapselform.

  1. Capsaicin aus der Chilischote zur Leberreinigung

Der scharfe Geschmack der Chilischote wird durch Capsaicin verursacht. Diese Substanz ist ein excellenter Reiniger für die Leber und nicht nur für sie. Capsaicin schützt die Leber vor Giftstoffen und anderen Schadstoffen. Es sorgt für eine schnelle Regeneration der Leber. E s ist in seiner Wirkung so phänomenal, dass es die Bildung von Fibrosen, d.h. einer Vernarbung von Lebergewebe, stoppen kann und damit die Gefahr von Leberzirrhose und Leberkrebs reduziert.(2)

  1. Spezielle Lebensmittel zum Schutz der Leber

Es gibt eine ganze Reihe von Lebensmittel, die die Leber  bei der Entgiftung unterstützen. Dazu gehört Knoblauch, Zwiebeln, grünes Blattgemüse, Avocado, Walnüsse, Rettich, Radischen, Broccoli-Sprossen, Avocados und auch verschiedene Teesorten, wie Grüner Tee, reichhaltig an Antioxidantien, Leber-Kräutertee, mit Wirkstoffen aus Schafgarbenblättern, Fenchelfrüchten, Süssholzwurzel, Löwenzahnblättern und für den Geschmack etwas Ingwer, Lemongras oder Pfefferminzblätter. Dieses Tees sind basisch, womit man neben der Leberreinigung, die Nieren und das Blut reinigt sowie sich mit Basen versorgt. Am besten geht man bei der Leberreinigung folgendermaßen vor Die ersten vier Wochen

  1. Einnahme eines Probiotikums z.B OmniBoitic Hetox
  2. Bitterstoffe nach eigener Wahl
  3. Täglich Tee mit Leberkräutern trinken
  4. Sprossen für die Leber in die Nahrung integrieren
  5. Curcumin und Capsaicin täglich einnehmen

Ab Woche 5

  1. Punkt 1-4 der ersten 4 Wochen beibehalten
  2. Curcumin und Capsaicin weglassen
  3. Mariendistelextrakt mit 200 bis 400 mg Silymarin einnehmen
  4. Artischockenextrakt einnehmen

Alles wird bis zu Woche 10 fortgeführt. Im Anschluss selbst entscheiden, was gut tut und evtl. die Behandlung fortführen. Für ein Kurzprogramm eignen sich überdies spezielle Leberkräutermischungen wie z. B. Leberschutz- und Leber-Detox-Kapseln, die für all jene ideal sind, die keine Zeit für ein ganzheitliches Leberreinigungsprogramm haben. Leberregeneration mit Ornithin Aspartat Bei schleichenden Vergiftungen werden als häufigstes folgende Beschwerden angegeben: Müdigkeit, Antriebsarmut, launenhafte oder unerklärliche depressive Verstimmung. Auch haben wir es heute immer häufiger mit umweltbedingten Vergiftungen zu tun. Wenn diese fortschreiten, kommt es zur sogenannten multiplen Chemikalien Sensitivität, Kurz MCS-Syndrom genannt. Dabei treten weitere Symptome auf wie psychotischen Zustände, Schlafstörungen, Lähmungen, Durchfall, Übelkeit, Muskelzucken, Nervenschäden oder auch Schleimhautentzündungen. Gerade jetzt ist eine schnelle und effektive Leberentgiftung notwendig. Diese sollte einhergehen mit Entschlackung, Entlastung de Immunsystems und einer Aktivierung des Stoffwechsels. Hierfür bietet sich ein mehrtägiges Infusionsprogramm an, das  von der Ärztegesellschaft für Gesundheitsmedizin und Prävention vor vielen Jahren entwickelt wurde. Das ist gleichbedeutend mit einer biologischen Entgiftungskur, in deren Mittelpunkt die Aminosäuren Ornithin Aspartat stehen. Hierfür benötigt man jedoch die Hilfe eines Arztes oder Heilpraktikers. Bei dieser Kur werden ausschließlich biogene Substanzen verwendet und was man erreicht ist folgendes:

  • der Leberzellstoffwechsel wird aktiviert,
  • die Giftausscheidung wird beschleunigen,
  • die körperliche Leistungsfähigkeit steigert sich,
  • die Hirnleistung bessert sich,
  • das Immunsystem wird entlastet.

Bei der  biologischen Leberentgiftung wird zunächst der Darm von Fäulnisprodukten und Toxinen befreit. Die mit der Nahrung aufgenommen wurden. Dazu nutzt man Lactulose, die es frei in der Apotheke zu kaufen gibt. Im weiteren Prozess bekommt man eine Infusion aus Ornithin-Aspartat. Diese Aminosäuren

  • steigern die Ammoniakentgiftung,
  • stimulieren die Entgiftungsleistung der Leberzellen,
  • erhöhen den Energiestoffwechsel im gesamten Körper,
  • wirken anabol auf Muskulatur und Skelett durch aktivierte Syntheseleistung der Leber,
  • verbessern die Hirnleistung.

Dazu nimmt man einige wichtige Substanzen ein: Selen, weil es ein guter Radikalenfänger ist und  Schwermetalle bindet und sie aus dem Körper eliminiert. Zink unterstützt die Entgiftung in der Leber durch Beteiligung an der Synthese von über 200 Enzymen VitaminC Ist ebenfalls ein hervorragendes Antioxidans und unterstützt die Entgiftung auf vielfaltige Weise B-Vitamine sind für viele Stoffwechselprozesse zur Entgiftung und für Syntheseleistung unentbehrlich. Bereits  nach wenigen Tagen der intensiven Entgiftung spüren die Betroffenen eine Steigerung ihres Wohlbefindens. Die oft beklagte Müdigkeit verschwindet und die die körperliche Leistungsfähigkeit wird deutlich erhöht. Diese Art der intensiven biologischen Entgiftung ist besonders anzuraten für Personen:

  • bei einer Fettleber, nachgewiesen beim Arzt, wobei 70 % der Menschen eine Fettleber haben
  • bei erhöhten Leberwerten (das findet man nicht nur bei Alkoholikern, sondern auch bei Diabetikern, nach langen schweren Krankheiten, wie z.B. Hepatitis, Krebserkrankungen  u.a.
  • nach Chemotherapie und bei dauerhafter Einnahme von Medikamenten
  • z.B. belasten Paracetamol und Anti-Epileptika die Leber stark
  • bei allgemeiner Leistungsschwäche
  • nach Operationen wegen der Vollnarkosen
  • aber natürlich auch bei häufigem Alkoholgenuss oder gelegentlichen Alkoholexzessen und Drogenkonsum
  • bei zunehmender Müdigkeit, sowie Merk- und Konzentrationsstörungen, wo man noch nicht den Verdacht einer geminderten Leberleistung hat.

Literatur

  1. https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/basische-lebensmittel-was-koennen-basische-lebensmittel-181936.
  2. htmlhttps://www.zentrum-der-gesundheit.de/capsaicin-schuetzt-die-leber-ia.html
Show 037: Mitochondriale Medizin bei Herzerkrankungen

Zusammenfassung Herzerkrankungen kann man vorbeugen. Dabei kann man davon ausgehen, dass die Zellen des Herzmuskels im Vergleich zu anderen Organen viel mehr Mitochondrien haben, die bekanntlich die Energie produzieren, die das Herz braucht, um arbeiten zu können. Die Energieproduktion ist jedoch daran gekoppelt, wie wir uns ernähren. Die Frage dabei ist, ob wir mit der Nahrung die essentiellen Mikronährstoffe aufnehmen, die für eine gute Herzfunktion notwendig sind. In dieser Episode erfährst Du, welche Mikronährstoffe es sind und warum wir sie benötigen. Inhalt Der permanent vorhandene Stress bedingt durch unseren Lebensstil ist  immer auch eine Ursache für das Auftreten von Herzerkrankungen.  Dabei spricht man von Herzerkrankungen immer dann, wenn sich Krankheiten am Herzen manifestieren oder aber ihren Ursprung selbst am Herzen haben. Beispiele dafür sind die koronare Herzerkrankung, Herzklappenfehler und Herzrhythmusstörungen. Allen Herzerkrankungen gemeinsam ist, dass Sie irgendwann in eine Herzschwäche, auch Herzinsuffizienz genannt, münden. Dabei ist die Leistungsfähigkeit des Herzens stark eingeschränkt. Es wird dann nicht  mehr ausreichend Blut durch den Körper gepumpt. Folge der gestörten Durchblutung des Herzens sind eine Minderversorgung der Körperzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff. Andererseits ist natürlich auch der Abtransport von Stoffwechselprodukten aus den Geweben und Zellen erschwert. Dadurch entsteht in den Geweben und Zellen ein bioenergetisches Defizit. In der Folge führt dieser Energiemangel zu Funktionsstörungen in anderen Geweben und Organen. Chronische Erschöpfungszustände sind dabei nicht selten. Herzmuskelzellen haben einen sehr hohen Energiebedarf. Deshalb  verfügen sie etwa über 2000 bis 4000 Mitochondrien und haben im Vergleich zu anderen Zellen einen enorm hohen Gehalt an Ubiquinon Q10. Energiemangel tritt bereits dann auf, wenn ca. 40% der Mitochondrien geschädigt sind. Weitere Schäden führen zu chronischen Erkrankungen. Wie sollte man Vorsorge betreiben? In erster Linie vermeide Übergewicht oder reduziere Dein Gewicht. Dabei hilft dir eine ausgewogene und bewusste Ernährung, zum Beispiel nach der LOGI-Kost-Diät. Weiterhin ist es wichtig, den Körper ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Selbstverständlich sollte auf Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss verzichtet werden. Hinzu kommt, täglich für Bewegung zu sorgen, ausreichend Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stresssituationen. Ziel von alldem ist, dass die Mitochondrien in ihrer Funktion unterstützt werden. Um den Schutz der mitochondrialen Funktion zu gewährleisten sollte man zusätzlich zur Nahrung Mikronährstoffe einnehmen. Zuerst möchte ich unbedingt Coenzym Q 10 mit seinen beiden Formen Ubiquinol und Ubiquinon erwähnen. Es ist die Schlüsselsubstanz für die Energiegewinnung in den Mitochondrien und lebenswichtig für unseren Körper. Q 10 ist ein fettlösliches Antioxidans, schützt die Mitochondrien vor freien Radikalen. Weitere Funktionen hat Coenzym Q10 für die Zellmembran. Es hält sie fluide und funktionsfähig. Weiterhin ist Q 10 am Stoff- und Informationsaustausch zwischen den Zellen beteiligt. Eine weitere wichtige Substanz zur Unterstützung der Energieproduktion in den Mitochondrien des Herzens ist L-Carnitin. Der menschliche Körper ist in der Lage, diesen Stoff in Leber, Niere und Gehirn selbst zu bilden.  In Bezug auf das Herz hat L-Carnitin eine essentielle Funktion im Fettstoffwechsel. L – Carnitin ist die Substanz, die als einzige langkettige Fettsäuren durch die innere Mitochondrienmembran transportieren kann. Dies ist insofern wichtig, weil langkettige Fettsäuren die eigentlichen Energieträger der Fette sind. Fette werden in den Mitochondrien oxidiert und dabei zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut. Ohne Carnitin können Fette in den Mitochondrien nicht verwertet werden. Die Verstoffwechselung von Fetten ist sehr energieeffizient und dafür braucht manL- Carnitin. Für eine gute Herzfunktion ist auch Magnesium unentbehrlich. Nicht nur, weil es Bestandteil von mehr als 300 Enzymen ist, neben Q 10, Vitamin B3 und Vitamin B2 spielt Magnesium eine Zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Mitochondrien. Dort aktiviert es bestimmte Enzyme für die Atmungskette, wobei mind. 85 % der Energie in den Zellen gewonnen werden. Außerdem ist Magnesium am Muskel-, Nerven-, Hormon- und Eiweißstoffwechsel beteiligt. So reduziert Magnesium im Hormonstoffwechsel unter anderem die Freisetzung von Stresshormonen und kann so die Stressreaktion im Organismus dämpfen. Dies hat natürlich auch eine enorme Bedeutung für die Herzgesundheit. Magnesiummangel kann zu Übererregbarkeit, Gereiztheit, Nervosität und höherer Stressanfälligkeit führen. Weitere wichtige Substanzen, die für ein gesundes Herz notwendig sind, sind Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B3, Vitamin C, Vitamin D3, Glutathion, Mangan, Selen und Zink. Warum wir diese Stoffe brauchen will ich kurz erläutern.

  1. Omega-3-Fettsäuren sind Bausteine verschiedener Membranen, wie der Zellmembran, der Mitochondrienmembran und auch der Membran der roten Blutkörperchen. Außerdem spielen sie als Ausgangsstoff für die Bildung von Gewebshormonen bei der Signalübertragung eine wichtige Rolle. Omega-3-Fettsäuren spielen auch bei der Zusammensetzung der Blutfette eine große Rolle. Sie können die Fließeigenschaften des Blutes sowie die Durchblutung selbst beeinflussen. Damit haben sie einen Einfluss auf den Blutdruck sowie das Herz-Kreislaufsystem. Weiter Funktionen der Omega-3-FS sind die Beeinflussung des Immunsystems, des Hautstoffwechsels sowie der Hirn-und Gedächtnisfunktion.
  2. Vitamin B3, auch Niacinamid genannt, ist als Coenzymbaustein von Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid und Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid-Phosphat an vielen enzymatischen Reaktionen des Stoffwechsels und im Energiestoffwechsel der Mitochondrien aktiv. Es ist weiterhin an der Abwehr freier Radikale beteiligt und wirkt mit bei der Regeneration von Q 10 in seine aktive Form.
  3. Vitamin C ist ebenso wichtig, ist es doch einsehr guter Radikalenfänger für wasserlösliche Substanzen. Neben der Abwehr freier Radikale und seiner Bedeutung zur Stärkung des Immunsystems ist Vitamin C an der Bildung des Kollagens beteiligt. Es ist Cofaktor bei der Bildung von Gehirnhormonen und Botenstoffen(Neurotransmittern). Aber auch Entgiftungsvorgänge werden durch Vitamin C unterstützt.
  4. Das bedeutendste D-Vitamin ist D3. Es ist nicht nur ein Vitamin, sondern auch ein Prohormon. Neben seinen Funktionen im Knochenstoffwechsel, zur Kalziumaufnahme und Zellteilung trägt Vitamin D 3 zu einer normalen Funktion des Immunsystems und bei Entzündungsprozessen bei. Als Antioxidans werden die Mitochondrien durch Vitamin D3 vor freien Radikalen geschützt.
  5. Glutathion ist eines der wichtigsten Antioxidation im Körper. 10-15 % der Gesamtmenge befinden sich in den Mitochondrien. Hier ist die Anwesenheit besonders wichtig, weil durch den Prozess der Energiegewinnung sehr viel freie Radikale entstehen. Glutathion sorgt gemeinsam mit dem körpereigenen Enzym Glutathion-Peroxidase für de Entgiftung von Wasserstoffperoxid durch Umwandlung zu Wasser. Es sorgt darüber hinaus für die Entgiftung von Schadstoffen, unterstützt das Immunsystem und die Sauerstoffversorgung der Zellen. Damit Glutathion seine Wirkung voll entfalten kann ist eine ausreichende Konzentration der Spurenelemente Selen, Zink und Mangan sowie der Vitamine B12, C, E und Folsäure notwendig.
  6. Mangan erfüllt als essentielles, d.h. lebensnotwendiges, Spurenelement als Bestandteil diverser Enzyme viele Funktionen. Als Bestandteil des Enzyms Superoxiddismutase schützt es die Mitochondrien vor der schädlichen Wirkung freier Sauerstoffradikale.
  7. Selen ist als Cofaktor vieler sogenannter Selenoproteine im Körper ein essentielles Spurenelement. Als Bestandteil verschiedener antioxidativer Enzyme macht Selen freie Radikale unschädlich. Auch wirkt es in enzymatischer Form mit, um Ubiquinon zu Ubiquinol zu regenerieren. Selen kann Schwermetalle so binden, damit diese Verbindungen ausgeschieden werden können. Eine normale Schilddrüsenfunktion gibt es nicht ohne Selen.
  8. Zink ist ebenfalls ein essentielles Spurenelement, das in Form von Enzymen an über 200 Reaktionen im Körper beteiligt ist. Das sind der Stoffwechsel, der Aufbau der Erbsubstanz, die Hormonsynthese sowie verschiedene Immunfunktionen. Auch ist Zink an der Abwehr freier Sauerstoffradikale beteiligt und aktiviert Coenzym Q10.

Zur Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz gibt es mehrere Studien, in denen die zusätzliche Gabe von Coenzym Q 10 zu einer verbesserten Herzfunktion führte. So zeigten die Autoren Langsjoen bereits 2008 in einer Studie mit schwer herzinsuffizienten Patienten,  dass die Supplementierung mit 3 x 100 mg Ubiquinon zu einer deutlichen Verbesserung des Zustandes der Patienten führte. Es gab weniger(fast 50 %) ungeplante Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzinsuffizienz und weniger tödliche Herzinfarkte( 21 vs 39). Dabei zeigte sich die Gabe von Q 10 bei Patienten mit Herzinsuffizienz als sicher. Es verbesserten sich sowohl die Symptome als auch die Menge schwerwiegender unerwünschter Ereignisse. Weiter zeigte Yamagami , dass bei Patienten mit leichtem Bluthochdruck der Blutdruck gesenkt wurde. Außerdem kann Q 10 die Wirkung blutdrucksenkender Mittel verstärken. Hiermit ist eine Dosisreduktion verbunden. Weitere Bespiele belegen, dass Q 10 unbedingt eingenommen werden muss, um Nebenwirkungen von Statinen, das sind blutfettsenkende Arzneimittel, zu vermeiden. Statine senken den Q 10 Spiegel, weil sie in die Cholesterinsynthese eingreifen und Q 10 und Cholesterin den gleichen Syntheseweg haben. Auch bei Herzoperationen führt die Gabe von Q 10 davor und danach zu einem hohen therapeutischen Gewinn, weil dadurch die Herzfunktion und die postoperative Genesung positiv beeinflusst wurden. Zum Schluss möchte ich Dir ein konstruiertes Beispiel über die Verordnung von Medikamenten bei Herz-Kreislauferkrankungen aus dem Buch von Bodo Kuklinski „Mitochondrien“ bringen, das dir zeigt, wie heute therapiert wird und was daran nicht gut ist. Kuklinski konstruiert einen 50 – jährigen Patienten, der Diabetiker ist, dazu Bluthochdruck und erhöhte Blutfette hat. Hinzu kommen Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, Potenzschwierigkeiten sowie Wirbelsäulen- und Gelenkschmerzen. Nach den Regeln der evidenzbasierten Medizin, würde dieser Patient folgende Medikamente bekommen: Statine zur Cholesterinsenkung, Blutdrucksenker z.B. Enalapril, ß-Blocker, Langzeitnitrate für die koronare Herzerkrankung, Protonenpumpenhemmer, damit der Magen auch alles gut verträgt, ASS als Gerinnungshemmer, Fibrate zur Reduzierung der Trigliceride, die bei Diabetikern oft erhöht sind, Potenzmittel, Metformin wegen des Diabetes, und weitere. Ich zähle nicht alles auf, aber ich will Dir unbedingt sagen, was diese Verordnungen zur Folge haben, nachzulesen bei Kuklinski, Gröber und anderen Autoren. Fast alle genannten AM bewirken eine Steigerung der Synthese von Stickstoffmonoxidradikalen. Dazu gehören die Statine, die Blutdrucksenker, die BetaBlocker, die Langzeitnitrate. Darüber hinaus bewirken Protonenpumpenhemmer, Fibrate und Metformin eine Schädigung der Mitochondrien mit Entgleisung des Energiestoffwechsels. Unter Betablockertherapie steigt das Risiko für Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Außerdem wird die Blut-Hirn-Schranke gestört. Unter Protonenpumpenhemmern auf Dauer entsteht Vitamin B12, Zink und Magnesiummangel. Bei dieser Aufzählung will ich es belassen. Ich kenne nur sehr wenig Ärzte, die ihre Patienten über diese Art von Nebenwirkungen aufklären. Was also sollte man tun? Statine werden nur in Ausnahmefällen benötigt. Bei den meisten Menschen bekommt man die Hypercholesterinämie mit einer LOGI-Kost-Diät in den Griff, auch Triglyceride werden dadurch positiv beeinflusst. Wichtig ist an dieser Stelle auch, die fehlenden bzw., den Mangel an Mikronährstoffen zu beheben. Das sind in unserem Beispiel, Zink, Coenzym Q 10, Magnesium und Vitamin B12. Für den Fall, dass Du bereits Streßsymptome hast, sind meine Empfehlungen sehr wichtig. Um ganz sicher zu gehen kannst Du bei einem Arzt oder Heilpraktiker Deinen Mikronährstoffstatus bzw. die mitochondrialen Marker bestimmen lassen und rechtzeitig vorbeugen.

Show 036: Mehr Zeit zum Leben durch weniger Schlaf

Zusammenfassung Schlaf ist wichtig, um den Körper zu entspannen und zu regenerieren. Interessant ist dabei die Frage danach, wieviel Schlaf der Mensch tatsächlich benötigt. Sind es obligatorisch 7 bis 8 Stunden oder ist es möglich, ohne Schaden zu nehmen, die Schlafzeit zu verkürzen, um mehr Zeit zum Leben zu gewinnen? Inhalt Extrem lange Wachphasen führen zu Problemen, wie es die Selbstversuche von Gardner und Wright zeigten. Jedoch der Wunsch, sein Leben effektiver gestalten zu wollen, bleibt. Es gibt aber auch Fakten, die belegen, dass der Mensch mit weniger Schlaf auskommen kann. So schliefen die Deutschen noch vor hundert Jahren im Schnitt eine Stunde länger als jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Dagegen steht die Aussage von Ingo Fietze (Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité) , dass Hochleistung ohne ausreichenden Schlaf nicht möglich sein. Dass Schlaf nicht nur der Erholung dient, sondern auch der Verarbeitung von Tagesgeschehnissen, sieht man ganz besonders in der REM-Schlafphase. Hier zeichnet sich gerade das Gehirn durch eine hohe Aktivität aus. Weiterhin ist der Schlaf an eine innere Uhr gekoppelt. Diese arbeitet fast synchron mit der Erdrotation. Schon bei Einzellern kann man diesen zirkadianen Rhythmus finden. Unser Schlafbedürfnis ist besonders um Mitternacht und um die Mittagszeit am größten. Wenn man diesem Schlafbedürfnis nicht nachgibt, zahlt man einen hohen Preis dafür. Heute weiß man, dass am Schlaf der gesamte Organismus beteiligt ist.  Das betrifft die Botenstoffe wie Acetylcholin, Aminobuttersäure, Histamin, Melatonin oder Noradrenalin, die den Schlaf hemmen oder fördern können, genauso wie das Hormon Cortisol. Was die Dauer des Schlafs betraf, fand der kalifornische Psychiater Dan Kripke in seiner Untersuchung an Krebspatienten heraus, dass bei Patienten, die 7 bis 8 Stunden schliefen, die Sterblichkeitsrate am geringsten war. Bei Langschläfern stiegt die Sterblichkeitsrate um das 1,5 bis 2-fache und bei Kurzschläfern sogar um das 2,5-fache. Dies spricht nicht gerade dafür, die persönliche Schlafzeit zu verkürzen zu können. Dennoch gibt es einige Tatsachen, die es ermöglichen sollten, auch mit weniger Schlaf fit und leistungsfähig zu sein. Dies sind im Einzelnen:

  1. Das Stresshormon Cortisol wird zum Beispiel in der Nacht produziert und erreicht in den frühen Morgenstunden zwischen 7 und 8 Uhr sein Maximum. Wird in der Nacht nicht genug produziert, kann man am Tag schlechter Stress verarbeiten. Das heißt, Nachtschlaf ist sehr wichtig.
  2. Gegen 14 Uhr haben wir einen Tiefpunkt unserer Leistungsfähigkeit erreicht, Cortisol durchläuft gerade ein Minimum. Wir würden gern schlafen, aber unserer Arbeitszeit verhindert dies. Übrigens haben sich noch unsere Großeltern nach dem Mittagessen ein Nickerchen gegönnt. Du wirst mir sicher zustimmen, dass diese Generation viel ausgeglichener ist, als wir es heute sind.
  3. Ein japanisches Forscherteam stellte fest, dass die höchste Lebenserwartung Personen hatten, die zwischen 6,5 und 7,5 Stunden schliefen. Bei einer Schlafdauer von acht Stunden stieg das Mortalitätsrisiko deutlich. Bei einer Schlafdauer von unter 4,5 Stunden pro Nacht stieg das Mortalitätsrisiko ebenfalls an.
  4. Weiterhin ist bekannt, dass wir drei Stunden nach dem Aufstehen ein Leistungshoch haben. Das zweite Hoch haben wir erst 9 Stunden später, dazwischen liegt das bereits erwähnte Mittagstief. Warum also nicht über Mittag ein Nickerchen halten, wie es unsere Großeltern taten? In weiten Teilen Europas ist dies verpönt, aber nicht in Spanien, wo die Menschen regelmäßig Siesta halten. Oder in China und Japan: Hier gibt es auch in der Firma während der Arbeitszeit einen Anspruch auf Mittagsschlaf.
  5. Eine andere Wahrheit ist, dass wir besonders tief um Mitternacht schlafen, gerade zu der Zeit, wo die Sonne am tiefsten steht. Die beste Erholung bietet der Schlaf 3 Stunden vor bis 3 Stunden nach Mitternacht.
  6. Wenn man andererseits ständig spät ins Bett geht, leidet man unter chronischer Müdigkeit. Besonders, wenn man zwischen 23 Uhr und 1 Uhr nachts nicht schläft, schadet das unserer Lebenskraft, oder besser gesagt dem vegetativen Nervensystem.

Das bisher Gesagte sollte uns anregen, darüber nachzudenken, wie wir effektiv mit dem Schlaf umgehen. Die Lösung heißt Power Napping , das auch als Turboschlaf bezeichnet wird. Energie gewinnen durch ein Nickerchen, Toll für alle, die leistungsfähiger sein wollen und es auch müssen. Gemeint ist hiermit ein kurzer Schlaf, der es ermöglicht, dass Körper und Geist sich schnell erholen. Wie kann man diesen Turboschlaf erlernen? Es ist nötig, einige Regeln zu beachten, wie zum Beispiel, was ist die richtige Tageszeit, wie komm man am besten in die Schlafphase, was ist der richtige Ort, wie wacht man am effektivsten auf und einiges mehr. So kann es gelingen:

  1. Die beste Zeit für das Power Napping ist die Zeit, wo unser Körper ein Leistungstief hat. Speziell gegen Mittag verlangt der Körper nach einer Regenerationsphase. Nach 16 Uhr macht es keinen Sinn, weil die Zeit zum Nachtschlaf zu kurz ist.
  2. Schnelles Einschlafen kann man lernen! Bekanntlich wirkt Kaffee oder schwarzer Tee erst 30 Minuten nach dem Trinken. Deshalb 10 Minuten vor dem Schlaf Kaffee trinken und dann mit der richtigen Technik einschlafen. Wenn der Kaffee seine munter machende Wirkung entfacht, wacht man wieder auf. Aufwachen kann man auch mit dem berühmten Schlüsseltrick. Der funktioniert so. Man nimm ein Schlüsselbund in die Hand und schläft damit ein. Der Schlüssel fällt genau am Übergang vom Leicht- zum Tiefschlaf aus der Hand. Das entstehende Geräusch sorgt dafür, dass man aufwacht. Ähnlich funktioniert auch ein sogenannter Schlafphasen-Wecker. Eine Uhr, die die Schlafphasen überwacht. Der link befindet sich bei Litaraturempfehlungen.
  3. Wichtig ist die Wahl der richtigen Umgebung. Es sollte dunkel sein, damit die Zirbeldrüse genügend vom Schlafhormon Melatonin produzieren kann. Das kann bei Tageslicht durch eine Schlafmaske, oder in einem abgedunkelten Raum geschehen. Der Raum sollte nicht zu warm sein und Störgeräusche sollten vermieden werden. Während des PowerNaps muss man bequem liegen, Sofa oder bequemer Sessel sind sehr empfehlenswert. Wer im Aussendienst ist kann auch im Auto seinen Turboschlaf durchführen.
  4. Wie gelangt man schnell in den Schlaf. Dunkelheit ist das eine, aber man muss auch verstehen in die Entspannungsphase zu kommen. Einige Übungen aus der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson sind dafür hilfreich.

Am besten zunächst tief einatmen, dann einige Zeit ohne Atmung den Druck in der Lunge spüren und danach langsam ausatmen. Das ist sehr entspannend, auch für zwischendurch, wenn man sich zum Beispiel aufgeregt hatte. Die Entspannung der Muskeln führt auch zur mentalen Entspannung.

  1. Jetzt kommen wir zum Aufwachen. Ich hatte bereits den Trick mit dem Kaffee, den Schlüsseltrick und den Schlafphasenwecker erwähnt. Als Hilfsmittel kann auch ein Wecker genommen werden, der nach 20 Minuten klingelt und den Schlaf beendet. Jetzt ist es wichtig auch gleich aufzustehen. Der Wecker verhindert, dass man in die Tiefschlafphase gelangt. Selbst wenn es am Anfang nicht gelingt einzuschlafen, man kann sich durch den Wecker an diesen Rhythmus gewöhnen.
  2. Danach ist es wichtig, schnell wieder in die Gänge zu kommen. Den Kreislauf durch Bewegung anregen, sich strecken und das Gesicht mit kaltem Wasser abspülen und dann ein Glas Wasser trinken gehören dazu.
  3. Damit die Melatonin-Produktion eingestellt wird, muss man für viel Tageslicht sorgen.
  4. Nur Übung macht den Meister. Es ist gut, wenn das PowerNap zu täglichen Ritual in der Mittagspause wird. Es wird gelingen, weil man zu dieser Zeit eh in einem Leistungstief bist ist.

Inzwischen ist es eine unbestrittene Tatsache, dass man mit dem PowerNapping eine sehr gute Wirkung für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erzielen kann. Es heißt also, clever zu sein und diese Methode für sich und die Steigerung der Leistungsbereitschaft zu nutzen. Der Power-Schlaf bringt nicht nur eine Tiefenentspannung und Energie, auch die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert. Im Übrigen kann eine Kurzschlafphase von 10 bis 20 Minuten den normalen Nachtschlafzyklus um 1,5 h verkürzen. Literaturempfehlungen/Links https://www.carstenbruns.de/power-napping-mehr-zeit-durch-polyphasischen-schlaf/   http://www.medizinfo.de/kopfundseele/schlafen/schhormone.htm   Link 0: http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/schlafforschung-jedem-sein-zweites-leben-1814826-p3.html Link 1: https://mentalpower.ch/anleitung-turboschlaf-powernap-lp/ Link 2: https://www.snoozeproject.de/power-nap http://amzn.to/2k1Kszm Philips HF3505/01 Wake-up Light LED, Aufwachen mit Licht, 2 natürlichen Wecktöne, weiß aXbo Single White Schlafphasenwecker M3             http://amzn.to/2jniYjW

Show 035: Die Bedeutung von Schlaf für ein gesundes Leben

Zusammenfassung Ausgehend vom Tierreich kann man zeigen, dass Schlaf einerseits eine ganz individuelle Angelegenheit ist. Unbestritten ist jedoch, dass wir alle irgendwann schlafen müssen. Die Schlafstadien mit den jeweiligen Besonderheiten werden dargestellt. Die Notwendigkeit von Schlaf wird begründet. Die Bedeutung der inneren Uhr sowie der durch das Universum vorgegebene Wechsel von Tag und Nacht und der Einfluss auf das Schlafverhalten werden diskutiert. Inhalt Zunächst zum extremen Schlafverhalten von Tier und Mensch Delphinen schlafen für jeweils immer nur 1-2 Stunden mit einer Gehirnhälfte und wechseln dann. Spitzenreiter der Langschläfer jedoch ist mit 20 Stunden pro Tag die Fledermaus, dicht gefolgt von Faultier und Igel. Ausgesprochene Kurzschläfer sind Pferd und Giraffe mit 1-3 Stunden täglich. Ein Okapi ist so ängstlich, dass es sich immer mal 30 Sekunden Schlaf gönnt. Zu bewundern sind Zugvögel, die tagelang übers offene Meer fliegen, um ihr Sommer-oder Winterquartier zu erreichen. Noch spezieller ist der Mauersegler, der bis zu 3 Jahren ununterbrochen durch die Luft fliegt. Es gibt in der Geschichte aber auch Menschen, und die gibt es sicherlich auch heute noch, die außergewöhnliche Schlafgewohnheiten haben. So wurde von Napoleon Bonaparte berichtet, dass er pro Nacht maximal für 4 Stunden die Augen geschlossen hatte. Albert Einstein dagegen soll 12 Stunden Schlaf benötigt haben. Vielleicht war es gerade sein Schlaf, der für die Entwicklung der genialen Relativitätstheorie gesorgt hat. Den Schlaf betreffend ist das aber noch längst nicht die kurioseste Leistung. Natürlich gibt es auch einen Weltrekord im Wachbleiben. So blieb der US-Amerikaner Randy Gardner 1964 im Alter von 17 Jahren 264 Stunden wach, das sind 11 Tage und 11 Nächte. Zwar wollte er damit beweisen, dass man dadurch keine gesundheitlichen Probleme bekommt. Jedoch litt er zeitweise unter Halluzinationen, Gedächtnisverlust und Stimmungsschwankungen. Ganz allgemein betrachtet, bedeutet Schlaf im Ursprung des Wortes „schlapp werden“.  Das heißt wir wollen oder müssen schlafen, weil wir schlapp oder schlaff werden. Anders ausgedrückt, nach intensiver Tätigkeit sind wir Menschen erschöpft, müssen unsere Tanks wieder auffüllen, um eine nächste Phase mit Leistungen ausfüllen zu können. Das Schlafbedürfnis hängt ab vom Grad der Erschöpfung, vom zeitlichen Abstand zum letzten Schlaf, vom Gesundheitszustand, vom Lebensalter, von der Tageszeit (Lichteinflüsse)   und von der inneren Uhr. Für die letzte Aussage bzw. für die Erforschung der Ursachen dafür gibt es in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin. Die verschiedenen Einflüsse auf das Schlafbedürfnis zeigen, dass der Schlaf-wach-Rhythmus stark variieren kann und sich auch von Mensch zu Mensch unterscheidet. Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird wesentlich durch den Wechsel von Tag und Nacht beeinflusst. Der Stoffwechsel verändert sich im Laufe des Tages und ist stark am Schlaf-Wach-Rhythmus gebunden. Im Verlaufe des Lebens erfährt unser Schlaf-Wach-Rhythmus einige Veränderungen. Dabei hat sich herausgestellt, dass er sich bereits im ersten Trimenon der Schwangerschaft manifestiert. Insgesamt trifft es zu, dass der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens mit Schlafen verbringt, also etwa 8 Stunden täglich. Der Schlaf wird nicht bewusst wahrgenommen, ist aber ein sehr komplexer Prozess. Bedeutend für die Schlafphysiologie sind auch die Lichtverhältnisse von Tag und Nacht. Die innere Uhr trägt dazu bei, dass der Mensch in seinem Schlafrhythmus bleibt. Dabei hat die innere Uhr ihren Sitz im Zwischenhirn. Über ihre Nervenzellen nehmen sie Einfluss auf andere Hirnregionen. Dabei werden Reize gesetzt, die andere Organe beeinflussen und damit auch Ruhe- und aktive Phasen. Die Hauptnerven der inneren Uhr werden durch das Tageslicht aktiviert. Dabei hat sich gezeigt, dass Tag- und Nacht-Rhythmus eine bestimmte Flexibilität haben, wobei der 24-stündige Rhythmus grundsätzlich erhalten bleibt, auch wenn der Lichteinfall ausbleibt. Während des Schlafs findet die körperlich und geistige Erholung statt. Dabei erholen sich die Muskeln von der Tagesarbeit und es werden andere Hirnregionen belastet. Schlaf dient dem Stressabbau. Während einer Nacht durchlaufen wir mehrere Schlafzyklen, die jeweils eine Dauer von 70 bis 110 Minuten haben. Das heißt, der oberflächliche-, der Mittel- und der Tiefschlaf sowie der REM-Schlaf wiederholen sich 4 bis 7 Mal pro Nacht. Ein jeder Schlafzyklus schließt mit dem REM-Schlaf ab. Die Tiefschlafphase wird mit jedem neuen Schlafzyklus kürzer. Jedoch wird die REM-Phase dabei immer länger. Auf den Schlaf haben verschiedene Hormone einen mehr oder weniger großen Einfluss. Jedoch kann man heute nicht genau sagen, wie die hormonelle Steuerung des Schlafs erfolgt. Als sicher gilt, dass besonders Melatonin, auch als Schlafhormon bezeichnet, für den Schlaf eine große Rolle spielt. Melatonin wird dabei in der Zirbeldrüse des Gehirns gebildet. Diese ist mit dem Sehnerv des Auges verbunden. Wenn es dunkel wird, reagiert die Zirbeldrüse sofort mit der Produktion von Melatonin. Bei Helligkeit wird die Produktion von Melatonin gedrosselt. Durch Melatonin wird die Aktivität des Menschen gesenkt, es macht müde. Aus diesem Grund wird es auch oft als Schlafhormon bezeichnet. Besonders im Winter wird durch die länger anhaltende Dunkelheit vermehrt Melatonin gebildet. Ein ZUVIEL an Melatonin kann ernste Depressionen hervorrufen. Schlafstörungen können durch akute Belastungen wie Stress und Konflikte, bei chronischen Erregungszuständen und Fehlverhalten im Umgang mit Schlaf auftreten. Es gibt auch organische Gründe für Schlafstörungen, wie körperliche Erkrankungen, Schmerzzustände, Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus, um nur einige zu nennen. Auch Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit können Schlafstörungen verursachen. Dazu haben 70% aller psychisch kranken Patienten Schlafstörungen. Nennen möchte ich nur Depressionen, Angst-und Panikstörungen, Zwangserkrankungen und Posttraumatische Belastungsstörungen. Jetzt etwas über die nobelpreiswürdige Erkenntnis, dass alles Leben einem inneren Rhythmus folgt und Gene diese biologische Uhr steuern. Ausgehen kann man in der Regel davon, dass der Tageslauf, d.h. der Wechsel von Tag und Nacht, den Rhythmus unseres Lebens bestimmen. Wichtig ist die zweite Erkenntnis, dass der Rhythmus unseres Lebens auch durch weitere Faktoren bestimmt wird. Das ist nicht nur beim Menschen so, sondern auch aus der Tierwelt bekannt. Selbst, wenn man Tiere über Monate in der Dunkelheit belässt, folgen sie dem Takt ihres normalen Lebens weiter. Sicher kann man nach einer längeren Zeit beobachten, dass dies alles nicht mehr ganz synchron mit den Tageszeiten passiert, aber der übliche Ablauf bleibt bestehen, wie bei einer Uhr, der es auch egal ist, ob es hell oder dunkel, Tag oder Nacht ist. Sie tickt und verrichtet ihre Arbeit. Die Frage dabei ist, warum das so ist. Die Ursache liegt in den Genen, denn sie steuern diesen Ablauf. Als erster stellte der Ronald Konopka fest, dass Gene die innere Uhr ticken lassen und er untersuchte die Grundlagen. Die Chronobiologen Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young führten die Arbeiten fort und erhielten in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Ihr Verdienst war die Untersuchung von Genen an Fruchtfliegen, die den zirkadianen Rhythmus regulieren. Bereits 1984 isolierten Hall und Rosbash das Fruchtfliegen Gen mit dem Namen "period". Unabhängig von ihnen gelang es auch Michael Young, dieses Gen zu isolieren. Hall und Rosbash entdeckten in ihren Forschungen auch das Protein, dass innerhalb des Gens für den Biorhythmus verantwortlich ist. Es stellte sich heraus, dass die Fruchtfliegen am Tag sehr wenig von diesem Protein bildeten und in der Nacht entsprechend mehr. Dabei wurde ziemlich genau ein Rhythmus von 24 Stunden eingehalten, d.h. wir haben es mit einem zirkadianen Rhythmus zu tun. Damit wusste man, dass dieses Protein der Taktgeber für die Lebewesen ist. Dass es diese innere Uhr nun tatsächlich gibt, und diese durch Proteine, die innerhalb der Gene wirken, vermittelt werden, ist eine wirklich große Erkenntnis. Geklärt werden muss jedoch noch, wie die biologische Uhr mit der Außenwelt synchronisiert. Lebewesen passen sich dem Tag und Nacht Rhythmus an. "Die Arbeit der Nobelpreisträger ist eine Grundlage für das, was Schlafforscher immer wieder beobachten", sagt Gregor Eichele. "Heute leben wir in einer Welt mit künstlichem Licht. Das verändert den natürlichen Wechsel aus Hell und Dunkel", sagt Eichele. Inzwischen wisse man, dass bestimmte Krankheiten, Übergewicht oder dauerhafte Schlafstörungen entstehen können, wenn Menschen dauerhaft gegen ihre innere Uhr leben. Das ist auch die Erklärung für die Notwendigkeit des Schlafs als Mittel zur Entspannung und Regeneration. Literaturempfehlungen/Links Tiere, die am längsten schlafen: www.tierchenwelt.de Dagny Lüdemann, Sven Stockrahm: Zeit Online: Tick, Tack, Tick, tack Nobelpreis für innere Uhr: www.zeit.de

Show 034: Gesundes Trinkwasser

Zusammenfassung In dieser Folge wird auf die Qualitätsparameter von Trinkwasser eingegangen. Diskutiert wird der Säuregrad, das Redoxpotential, die antioxidativen Eigenschaften und die Qualität von Wasser, gewonnen aus Ionisierern Inhalt Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Trotz unendlich vieler Ressourcen auf unserem Planeten, gibt es das Problem gutes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, das auch gesundheitliche Effekte unterstützt.  Warum sollten wir so auf die Qualität achten? Unser Körper selbst besteht  zu 70 % aus Wasser, davon ist etwa ein Viertel in den Zellen enthalten. Wasser ist Bestandteil des Blutes und damit an der Versorgung des Körpers mit Sauerstoff  und wichtigen Nährstoffen beteiligt. Dabei werden auch Giftstoffe über die Blutbahn zu den Nieren transportiert und danach ausgeschieden. Auch unsere Lymphgefäße enthalten viel Wasser. Hier erfolgt ein Großteil der  Entgiftung. Weiterhin ist Wasser an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt. In unserem Körper ist Wasser ein wichtiges Lösungsmittel, das die Konsistenz  unserer Körperflüssigkeiten bestimmt. Vitamine, Mineralien, Zuckermoleküle können erst durch ihre Lösung in Wasser genutzt und transportiert werden. Wasser ist ebenso an der Aufspaltung vieler Stoffe beteiligt, die erst so für den Körper nutzbar werden. Als Bestandteil von Zellen und Gewebe sorgt Wasser dafür, dass die Funktion der Organe aufrechterhalten werden kann. Ich möchte hier sogar behaupten, dass nur durch Wasser die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers gewährleistet wird. Und dies gilt für alle Lebewesen. Wenn wir über Wasser sprechen, geht es sehr oft um die Frage, wie viel Wasser sollten wir am Tag trinken und was genau so wichtig ist, welche Qualität sollte das Wasser haben, das wir trinken? Die Frage nach der Menge Wasser ist leicht beantwortet, wenn man davon ausgeht, wie viel Wasser wir am Tag ausscheiden: Über die Haut verlieren wir täglich etwa einen halben Liter Wasser, etwa genau so viel über die Atmung, und über die Nieren scheiden wir ca. 1,5 l. Wasser täglich aus. Berücksichtigen muss man dabei, dass diese Mengen an heißen Tagen ansteigen, ebenso trifft das bei sportlichen oder anderen körperlichen Belastungen zu. Das bedeutet im Normalfall täglich mindestens 2 bis 2,5 l Wasser, die wir trinken müssen, um unsere Verluste auszugleichen.  Dies gilt für normalgewichtige Menschen von ca. 70 kg. Wird zu wenig getrunken, so lässt bereits bei einem Verlust von 2 % die Denk- und Konzentrationsfähigkeit  um 20 % nach. Bei 3 % weniger Wasser nimmt bereits die Harnproduktion ab und bei ca. 5% weniger steigt die Viskosität des Blutes. Das jetzt dickere Blut kann nur durch einen erhöhten Kraftaufwand des Herzens durch den Körper gepumpt werden. Dabei steigt die Körpertemperatur, Kopf- und Muskelschmerzen stellen sich ein und auch die Wahrnehmungsfähigkeit sinkt. Noch schlimmer wird das ganze bei einem Verlust von 10 % Wasser. Hier drohen Krämpfe, Nieren- und Kreislaufversagen. Deshalb kann der Mensch zwar wochenlang ohne Nahrung auskommen, aber ohne Wasser nur wenige Tage. Was die Wasserqualität betrifft, so gilt es mehrere Kriterien zu berücksichtigen. Zu allererst kommt es auf die Reinheit des Wassers an. Heute ist das Wasser, selbst wenn es gereinigt ist, nicht sauber. Weil die Frage der Beseitigung von Medikamentenrückständen und anderen biologisch aktiven Stoffen sowie neue Verunreinigungen durch das Rohrleitungssystem nicht geklärt sind. Wasser in Flaschen, selbst, wenn es angeblich aus dem Hochgebirge kommt, erfüllt auch nicht immer die Kriterien für die Reinheit, weil Plastikpartikel oder Verunreinigungen durch Diffusionsprozesse aus dem Glas im Wasser enthalten sind. Ein weiteres Kriterium, das an das Trinkwasser gestellt werden sollte, ist seine Struktur, seine Leitfähigkeit sowie sein Säuregehalt. Hier gibt es kaum gesetzliche Vorschriften. Was den pH-Wert betrifft, sollte er lt. Trinkwasserverordnung zwischen 6,5 bis 9,5 liegen. Die Kriterien gelten als erfüllt, wenn nach der Wasseraufbereitung ein Wert von pH=7,7 erreicht wird. Was sagt aber die Wissenschaft? Gegenwärtig gibt es Diskussionen über die Entsäuerung im Allgemeinen, Ionisierung und über basisches Wasser im Speziellen. Dabei geht es um solche Fragen wie

  • Können Ionisierer ein basisches Wasser liefern, das vorteilhaft für die Gesundheit ist?
  • Sind dies etwa nur Behauptungen?
  • Warum wird das behauptet und gibt es dafür neue Erkenntnisse?

Bekannt ist, dass man Leitungswasser durch Elektrolyse basisch machen kann. In dem durch Ionisierer aufbereiteten Wasser befinden sich die gleichen Mineralien wie im Leitungswasser, aus dem es hergestellt wurde. Nur die Verteilung der Ionen in der Lösung ändert sich. Sie werden nach der Ladung sortiert, also in Kationen und Anionen getrennt. So enthält also das basische Wasser positive geladene Ionen, der Mineralien, die im Leitungswasser enthalten waren. Das saure Wasser enthält adäquat die negativ geladenen Ionen des gleichen Leitungswassers. Warum spricht man diesem basischen Wasser nun aber besondere Vorteile zu, könnte man doch mit wenig Natron eine riesige Menge Wasser neutralisieren oder basischer machen. Was ist anders bei dem durch Elektrolyse hergestellten basischen Wasser?  Man konnte feststellen, dass Wasser aus Ionisierern besondere Wirkungen auf den Menschen hatte. Diese Effekte wurden am Anfang dem basischen pH-Wert zugeschrieben. Später stellte man fest, dass Wasser aus Ionisierern einen hohen negativen Redoxwert hatte. Das heißt, dieses Wasser wirkte auch antioxidativ. Aber damit nicht genug. Inzwischen hat man festgestellt, dass basisches Wasser aus Ionisierern freien Wasserstoff enthält. Und das ist auch der casus knacktus, denn nicht der Redoxwert ist für die positiven Wirkungen des basischen Wassers aus Ionisierern verantwortlich, sondern nur der reine Wasserstoff. Der Wasserstoff, mit der Struktur H2 ist in der Lage, das gefährliche Hydoxilradikal OHzu bekämpfen. Als Endprodukt entsteht dabei einfach nur Wasser, welches der Körper ausscheiden kann. Außerdem hinterlässt H2 keinerlei Nebenwirkungen. Wasserstoff reagiert auch mit dem aggressiven Peroxinitrit, das in den Mitochondrien für den nitrosativen Stress verantwortlich ist. Durch diese Neutralisierung verhindert Wasserstoff die Bildung weiterer noch schlimmerer Stickstoffradikale. Die für diese Therapie medizinisch am meisten wirksame Konzentration des H2 im Wasser liegt zwischen 0,5 und 0,8 ppm. Kann man aus Ionisierern auch lebendiges, hexagonales Wasser gewinnen? Genau dieser Frage möchte ich mich jetzt widmen. Unbestritten ist, dass gesundes Wasser so sein sollte, wie es uns die Natur an seinen besten Quellen zur Verfügung stellt. In alten Überlieferungen über die Heilwirkungen des „heiligen Wassers“ aus der Quelle von Lourdes, die man auch als Gesundbrunnen bezeichnete findet man erste Aussagen über lebendiges Wasser.  Legenden berichten, dass die Wassergöttin Leben in unseren Körper bringt, wenn wir sie trinken.  Durch das Wasser werden Hautfalten geglättet, dünne spröde Haut wird wieder fest und man erhält eine gesunde lebendige Farbe. Beim Durchspülen der Organe gibt das Wasser sein Leben an die Zellen weiter. Die Körperzellen atmen wieder und jagen die Krankheit davon! Man tat es lange Zeit als Märchen ab, aber es ist kein Märchen! Man hat festgestellt, dass lebendiges Wasser rechtsdrehend, strukturiert, hexagonal ist. Es besitzt Informationen, die unser Körper gerne aufnimmt. Insbesondere die Untersuchungen von Pollack und Emoto haben gezeigt, dass lebendiges Wasser an Grenzflächen entsteht. Genau von diesen Grenzflächen haben wir in unserem Körper ja sehr viele, Überall, wo das Wasser durchfließt, ob das die Gefäße, Organe bis hin zu den Zellen ist. Direkt in der ersten Schicht an den Grenzflächen hat das Wasser eine hexagonale Struktur und hier sprechen wir nicht mehr von H2O, sondern das Molekül hat jetzt die Strukturformel H3O2. Es macht Sinn, dass Wasser, welches wir konsumieren, bereits sehr viel von dieser Struktur hat, weil es dann viel bekömmlicher ist. In der Natur haben wir es ständig mit Grenzflächen zu tun. Das sind die Gesteine und Mineralien, die das Wasser bei seinem Weg berührt. Aber noch mehr, das Wasser wird durch die Verwirbelungen z.B. an Stromschnellen ständig in Kontakt mit Luft gebracht. Auch hier haben wir es mit Grenzflächen zu tun, zwischen Wasser und Luft.  Untersuchungen haben gezeigt, dass wir es auch hier mit lebendigem Wasser zu tun haben. Das bedeutet aber nicht, dass jede Oberfläche geeignet ist, für die Bildung von Hexagonwasser. Bedingung ist, dass die Oberflächen hydrophil sein müssen, das heißt sie sollten anziehend für Wasser sein. An hydrophilen Oberflächen bilden sich keine Wassertropfen, sondern das Wasser benetzt die Oberfläche sehr gut und bildet einen durchgängigen Film. Das kann man sehr gut an Metallen beobachten. Wasser in Ionisierern, wird in der Regel durch Filterkartuschen geleitet. Das Material sollte dabei nicht ausschließlich aus Aktivkohle bestehen, sondern Kugeln aus Feinkeramik enthalten. An diesen Oberflächen bildet sich die hexagonale Struktur von Wasser aus. Damit gelingt es also, dass das Wasser aus guten Ionisierern basisch und antioxidativ ist. Dazu enthält es molekularen Wasserstoff und ist lebendig. Solches Wasser ist sehr bekömmlich und kann auf Dauer sehr gute Effekte für die Gesundheit haben. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass man keine Wasserflaschen transportieren muss, was auch noch für die Umwelt gut ist, macht sich zumindest bei mir ein gutes Gefühl breit. Literatur

  1. https://www.grueneperlen.com/warum-antioxidatives-aktives-wasserstoff-wasser-trinken/
  2. https://www.aquacentrum.de/faqs/was-ist-basisches-wasser-aktivwasser/
Show 033 Leben, wie ich es mir wünsche. Interviewgast Angela Kunkel

Angela Kunkel ist psychotherapeutische Heilpraktikerin. Hypnose-EMDR-und ThetaHealingtherapeutin und - Ausbilderin, Entwicklerin der Methode Flyway und begeisterte Anwenderin und Botschafterin der ätherschen Öle von DoTerra. Die Arbeit mit ihren Klienten ist zu ihrer Leidenschaft geworden. Sie nutzt dabei die Kooperation mit dem Unbewussten und begleitet die Prozesse durch ätherische Öle. Das ist genau das, was sie liebt. So bringt sie ihre Fähigkeiten in die Welt. Angela Kunkel hat im Laufe der Jahre sehr viele verschiedene Hypnoseausbildungen gemacht und während ihrer Arbeit eigene Ideen weiterentwickelt. Dann ist das ThetaHealing dazu gekommen. Daraus leitete sich ein Prozess ab, der sich für jeden Klienten individuell anders gestaltete, jedoch ging dieser Prozess systematisch in die Tiefe zu den Ursachen ihrer Klienten, egal ob sie persönliche Herausforderungen , Ängste oder psychosomatische Symptome hatten. Angela kooperiert mit dem Unterbewussten, so dass es sich anfühlt, als sei eine dritte Person im Raum. Angela Kunkel bietet Seminare in ThetaHealing an. Dabei lernen die Menschen, ihre eigene Intuition zu spüren und dem nachzugehen. Sie lernen die ThetaHealing Technik. Durch eine Meditation leren sie in einen Zustand überwiegender Thetawellen zu kommen, in dem sich dann vieles erspüren und auch erkennen lässt. In ihrer Praxis arbeitet sie mit ihren Klienten mit Flyway. Das Spektrum reicht von Blockaden, Ängsten oder Abhängigkeiten zu psychosomatischen Symptomen. Allem liegt nach ihrere Erfahrung eine Ursache zugrunde, die einst aus gutem Grund geschah, jedoch heute nicht mehr in ihr Leben passt. Diese Ursache zu finden, zu verstehen und auf unbewusster und neuronaler Ebene zu verarbeiten, geschieht nicht nur in Sitzungen, sondern auch durch "Hausaufgaben", die die Klienten erhalten. Das Therapiekonzept FlyWay kann auch bei Kindern gut eingesetzt werden, denn es hat eine spielerische Seite. Egal wie alt die Klienten sind , es wird auch mit den inneren Kindern gespielt. Angela zeigt ihnen Orte, an denen sie den Erwachsenen treffen können. Kinder sind oft sowieso in Trance, durch Flyway personalisiert Angela die Ängste und Herausforderungen genau so wie ihre Stärken und Ressourcen. Es ist ein ganz individueller Prozess, der mit ätherischen Ölen unterstützt wird. Theta Healing nutzt die Theta  Gehirnwelle, um universelles Wissen anzuzapfen. Angela bemerkte bei sich selbst, dass sie die besten Ideen kurz vorm Aufwachen hatte. Sie wusste in dieser Phase etwas, was sie vorher nicht wusste und auch nicht durch Nachdenken herausgefunden hätte. Kurz vorm Einschlafen und kurz vorm Aufwachen produziert das Gehirn überwiegend Theta Gehirnwellen. Durch eine Meditation kommt man schnell und einfach in diesen Zustand. Dort öffnet sich die Intuition und es erscheint ein Wissen und Gedanken, die nicht aus dem Verstand kommen. Theta Healing ist für alle Menschen nützlich, die sich weiterentwickeln möchten, die ihre Intuition stärker nutzen möchten und für sich selbst eine Methode suchen, um an sich oder mit sich selbst zu arbeiten. Tipp für ein glückliches Leben: „Setzt Euch aufs Sofa, lasst den Diffuser mit einer Mischung wie Peace oder Forgive laufen und lasst es zu, ihr liegt einfach, sicher und geschützt auf Eurem Sofa – nichts kann passieren, was fühlst Du? Lass es zu…“ Schnellfragerunde

  1. Welches Erlebnis war ausschlaggebend für deinen jetzigen Weg?

Der Suizid des Sohnes einer Klientin

  1. Mit wem würdest Du gern einmal ein Kamingespräch führen und über welches Thema würdest Du gern mit dieser Person sprechen?

Mit Prof. Sebesteny, der die Wirkung ätherischer Öle bei Alzheimer und MS erforscht und so viele interessante Studien macht, dass es auch drei Kamingespräche sein dürfen

  1. Gesundheit bedeutet für Dich? Köper, Geist und Seele in Balance
  2. Erfolg bedeutet für Dich? Seine Fähigkeiten zu entfalten und so in die Welt zu stellen, dass man davon sorgenfrei leben kann und es sich nicht nach Arbeit anfühlt
  3. Welches Buch liest Du aktuelle und kannst Du es weiterempfehlen? Stefan Klein: „Das All und das Nichts“ Ich habe es schon zweimal gelesen und finde es immer noch spannend, dass, was gerade in der Quantenphysik zusammenfließt aus der Sicht eines Physikers erklärt zu bekommen.
  4. Was ist Dein bisher größter unerfüllter Lebenswunsch? Die Welt zu sehen, mehr zu reisen und mich auf dieser Erde auszudehnen in Gebiete, in denen ich noch nicht war.
  5. Welchen letzten Tipp möchtest Du unseren Hörern mit auf den Weg geben? Geh den Weg Deines Herzens, dorthin, wo es sich leicht anfühlt und lass Dich überraschen, wohin er Dich führt.

Kontaktdaten:   www.FlyWay.de www.iolala.eu Adresse, Email sind dort hinterlegt

Show 032: Kaffee - Genuss- und Heilmittel?

Zusammenfassung In Deutschland werden täglich 73 Millionen Tassen Kaffee getrunken. Kaffee hat sehr viele positive Wirkungen, wie zum Beispiel die Verbesserung der Konzentration und der geistigen Leistungsfähigkeit. Die Inhaltsstoffe sind Coffein, Kohlenhydrate, Eiweiße, Lipide, Säuren und Aromastoffe. Die Hauptwirkung des Kaffees wird durch das Coffein hervorgerufen, aber auch die enthaltenen Säuren und Aromastoffe bewirken viel Gutes. Das liegt daran, dass der Kaffee viele Anioxidantien enthält, die freie Radikale binden können und damit den Stresspegel in den Zellen des Organismus senken. Zudem enthält der Kaffee auch Mineralstoffe, die bei der Verarbeitung und im Getränk nicht verloren gehen. So profitieren sehr viele Personen von der munter machenden und vor freien Radikalen schützenden Wirkung des Kaffees. Stillende Mütter und Schwangere sollten höchstens ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag trinken. Inhalt Kaffee steht heute als Synonyme für die Pflanze Kaffee, die auch Caffea genannt wird, für die gerösteten Kaffeebohnen und für das aus ihnen bereitete Getränk. Ursprünglich kommt Kaffee aus dem ostafrikanischen Raum, Äthiopien und Sudan. Dabei gab es die ersten Kaffeetrinker wohl in Äthiopien. Der Legende nach hatten Ziegenhirten aus der Region Kaffa entdeckt, dass etwas Besonderes an der Kaffeepflanze ist. Ihre Ziegen hatten sich an den Blüten und Früchten des Arabica Kaffeebaums zu schaffen gemacht. Danach waren sie sehr agil, sprangen wild herum und machten einen sehr aufgeweckten Eindruck. Darauf soll ein Hirte selbst die Frucht probiert haben, die ihm aber nicht schmeckte. Er spuckte das ungenießbare Zeug ins Feuer. Daraufhin hat sich der angenehme Duft gerösteten Kaffees ausgebreitet. Das soll die Geburtsstunde des Kaffees gewesen sein. Einer anderen Überlieferung nach sollten es Mönche gewesen sein, die den ersten Kaffee kochten, weil sie nach dem Genuss die ganze Nacht hindurch beten konnten. Die Kaffeebohnen wurden in Äthiopien in einer Eisenpfanne geröstet und danach zerstampft. Dieses Produkt wurde dann in einem Tonkrug mit heißem Wasser und Zucker gemischt und getrunken. Viel anders wird der Kaffee dort auch heute nicht zubereitet. Die weltweite Verbreitung des Kaffees von Äthiopien aus begann ab dem 14. Jahrhundert. Zunächst verbreitete er sich auf der arabischen Halbinsel. Es ist zu vermuten, dass Sklavenhändler den Kaffee weiterverbreiteten. Auch versuchten es die arabischen Kaufleute, die Verbreitung der Kaffeesamen zu verhindern, um keine zusätzliche Konkurrenz zu bekommen. Ich glaube, man kannte schon damals so etwas wie Strafzölle. Auf dem amerikanischen Kontinent wurde Kaffee im 17. Jahrhundert eingeführt. Die bekannten Anbaugebiete in Süd- und Mittelamerika entstanden später. Verbunden mit der Vermarktung des Kaffees1 war die Bildung von Kaffeehäusern ab dem 16. Jahrhundert  in Mekka. Dabei gab es auch immer wieder Zeiten in denen der Kaffeekonsum verboten und unter Strafe gestellt wurde. Man sah darin eine Droge, die nicht zur Religion passte. Jedoch wurde der Kaffee als Getränk im 19 Jhd. in der islamischen Welt akzeptiert. Ab dem 17. Jhd. gab es auch in Europa Kaffeehäuser. Sie waren in erster Linie Treffpunkte von intellektuellen und künstlerischen Gruppierungen. Dabei spielte Venedig eine herausragende Rolle. Die Venezianer entdeckten den Kaffee für sich. Innerhalb von nur 100 Jahren wurde der Kaffee überall beliebt. Jedoch war er sehr teuer, so dass er nur sehr wohlhabenden Menschen zugänglich wurde. Allmählich ging man auch dazu über, den Kaffee mit Milch zu verfeinern. In den Hauptstädten Europas, wie London, Paris oder Wien etablierten sich viele Kaffeehäuser. Das erste deutsche Kaffeehaus entstand 1697 in der Hansestadt Bremen, das sogenannte "Haus Schütting". Auch hier dienten die Kaffeehäuser als Treffpunkt verschiedener Vereinigungen, Künstler waren genauso dabei wie Intellektuelle oder Anhänger politischer Clubs. Heute ist Kaffee eins der wichtigsten Handelsgüter der Welt. An der Spitze der größten Kaffeeproduzenten steht Brasilien. Hier wird fast ein Drittel der gesamten Kaffees weltweit produziert.  Acht Millionen Tonnen werden auf der ganzen Welt produziert, wovon die USA, Deutschland, Frankreich, Japan und Italien die größten Abnehmerländer sind. In Deutschland ist Kaffee eines der beliebtesten Getränke. Zu den positiven Wirkungen von Kaffee kann man folgendes sagen: Da gilt zuerst der Satz: Kaffee macht munter. Das ist dadurch begründet, weil er eine bestimmte Menge Koffein enthält. Pro Kaffeebohne sind das je nach Sorte und Verarbeitung 0,8-2,5 %. Wieviel davon dann in einer Tasse ist, hängt davon ab, wie lange das Wasser mit dem Kaffeepulver im Kontakt ist. Koffein ist bekanntlich ein Alkaloid. Es gehört zur Stoffgruppe der Xanthine. Damit ist Koffein eine psychoaktive Substanz mit stimulierender Wirkung. Die muntermachenden Wirkung von Kaffee sorgt bei Genuss dafür, dass die grauen Zellen besser funktionieren, weil die Hirndurchblutung gesteigert wird und damit auch die Konzentration. Damit verbunden ist natürlich auch, dass man wacher wird und die Aufnahmebereitschaft des Gehirns sich verbessert Kaffee hat dazu eine ganze Reihe anderer Wirkungen. Was den Kreislauf anbetrifft, sind die nachfolgendaufgeführten Wirkungen gesichert. -           Der Kreislauf wird angeregt, die Blutgefäße werden erweitert, der Herzschlag erhöht und die Durchblutung der Organe verbessert. -           Auch die Bronchialgefäße werden erweitert und die Atmung wird beschleunigt -           Belegt ist auch die harntreibende Wirkung von Kaffee. -           Der Stoffwechsel wird durch Koffein angeregt, der Kalorienverbrauch kann sich dabei erhöhen und ohne Zucker und Sahne genossen hat Kaffee keine Kalorien. -           Kaffee macht nicht süchtig Weiterhin wirken Röststoffe im Kaffee als Antioxidantien. Kaffee enthält Chlorogensäure, die möglicherweise vor Dickdarm- und Leberkrebs vorbeugen kann. Durch den Genuss von Kaffee nach dem Essen wird die Magensäure- und Gallensekretion angeregt, was für die Verdauung förderlich ist. Der Genuss von Kaffee hilft auch, die Ausdauerleistung bei Sportlern zu verbessern. Nach dem Sport ist Kaffee jedoch nicht zu empfehlen. Das sind doch eine ganze Reihe positiver Wirkungen des Kaffees. Kritiker stellen jedoch immer die unerwünschten Wirkungen in den Vordergrund: Was die Nebenwirkungen anbelangt, muss man zuallererst an die Dosis denken. Bei hohem nicht regelmäßigen Genuss von Kaffee kommt es zu Zittrigkeit, Herzklopfen, Bluthochdruck, und manchmal auch zu Angstanfällen. Natürlich gibt es viele Menschen, die ausgesprochen empfindlich auf die Wirkungen des Koffeins reagieren. Diese leiden nach dem Genuss unter Schlafstörungen und Magenbeschwerden. Da Kaffee als "Säurelocker" arbeitet, regt er die Magensaftproduktion an. Das bedeutet, dass Menschen mit einem empfindlichen Magen, den Kaffeekonsum einschränken sollten. Wer ständig Kaffee trinkt, gewöhnt mit der Zeit seine Nervenzellen an das Koffein. Wenn dann der Kaffeegenuss plötzlich eingestellt wird, können sich Kopfschmerzen manifestieren., die jedoch nach einigen Tagen verschwinden. Stillenden Mütter oder Schwangere sollten nur eine Tasse Kaffee am Tag trinken, um dem Ungeborenen nicht zu schaden. Menschen, die unter Osteoporose leiden, sollten Kaffee nur mit Milch trinken.3 Die wichtigsten und bekanntesten Inhaltsstoffe des Kaffees4 Die Kaffeebohnen bestehen zu 30-40% aus Kohlenhydraten. Das sind wasserlösliche und wasserunlösliche Polysaccharide sowie Zucker und Glukose. Durch die Röstung werden diese fast vollständig abgebaut oder umgewandelt. Die Reste findet man dann als Kaffeesatz in der Tasse oder im Filter. Im Rohkaffee sind 10-13 % Wasser enthalten. Nach der Röstung sind es nur noch 1-2,5 % Wasser. Auch Lipide befinden sich in der Kaffeebohne. Man bezeichnet diese als Kaffeeöle, die Triglyzeride und verschiedene Fettsäuren wie Linolsäure sowie Palmitinsäure enthalten. Der Gehalt ist dabei sortenanhängig. So enthält die Sorte Arabica mehr Lipide als Robusta-Bohnen. In Filterkaffee sind kaum Lipide enthalten, weil sie wasserunlöslich sind. Etwas anders sieht es im Espresso aus. Hier bilden sich durch den Herstellungsprozess die berühmten “Crema” aus den Fettstoffen. Im Rohkaffee sind circa 11% Proteine enthalten. Der Gehalt nimmt durch den Röstvorgang stark ab. Jedoch verbinden sich durch Hitzeeinwirkung Zucker und Aminosäuren zu Aromastoffen, die den Kaffeegeschmack signifikant hervorrufen. Weitere Stoffe in den Kaffeebohnen sind mehr als 80 verschiedene Säuren, die 4 – 12 % des Gesamtanteils der Bohne ausmachen. Die wohl wichtigste Säure ist die bereits erwähnte Chlorogensäure. Die Kaffeebohnen enthalten aber auch Apfelsäure, Zitronensäure und Essigsäure. Alle Säuren haben dabei einen Einfluss auf die Bildung von Aromastoffen. 4% der Kaffeebohnen bestehen aus Mineralstoffen, die beim Brühen zu 90 % im Kaffee verbleiben. Besonders Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor befinden sich in der Kaffeebohne. Das größte Geheimnis im Kaffee sind jedoch die Aromastoffe. Diese machen die verschiedenen Kaffeesorten so unverwechselbar in ihrem Duft und Geschmack. Von über 800 Aromastoffen in den Kaffeebohnen, sind noch nicht einmal 100 genau beschrieben oder erforscht worden.  Im Röstprozess entstehen die meisten Aromastoffe. Auch hier hat jeder sein Geheimnis, was die Erforschung der Aromastoffe nicht leichter macht. Kaffee enthält Antioxidantien. So konnten kürzlich amerikanische Wissenschaftler in einer Studie beweisen, dass im Kaffee überdurchschnittlich viele Antioxidantien enthalten sind. Mit Hilfe von Antioxidantien können freie Radikale blockiert werden und der Körper geschützt werden. Insbesondere wird dadurch die Stresstoleranz für die Körperzellen erhöht. Zu den Antioxidantien im Kaffee gehören die bereits genannte Chlorogensäure, weiterhin Melanoide und das erst kürzlich entdeckte das N-methylpyridinium. Wie viele Antioxidantien durch Kaffee aufgenommen werden hängt von der Sorte, der aufgenommenen Menge und der Häufigkeit des Konsums ab. Generell kann man feststellen, dass Kaffee durch seine Inhaltsstoffe viele positive Wirkungen entfalten kann. Ehrlicherweise muss ich jedoch auch sagen, dass sich die Forscher gerade über die Langzeitwirkung von Kaffee noch uneinig sind. Epidemiologische Studien haben einerseits gezeigt, dass der Genuss von Kaffee überwiegend positive Ergebnisse hat. So kann Kaffee vor einigen chronischen Erkrankungen schützen. Dazu gehören Diabetes, Parkinson oder Leberleiden. Eine sehr aktuelle Studie zeigte zudem, dass Kaffee auch die Leber vor Schäden durch übermäßigen Genuss von Alkohol schützen kann. Negativ kann sich Kaffeegenuss bei Menschen mit Bluthochdruck auswirken. Auch für stillende und werdende Mütter ist Kaffeekonsum nur bedingt zu empfehlen. Höchstens ein bis zwei Tasse pro Tag rät die DGE. Einige Studien zeigen auch, dass Kaffeegenuss sich ungünstig auf Osteoporose auswirkt. Dies sage ich der Vollständigkeit halber. Ein paar interssante Fakten über Kaffee findest Du unter dem Link.

  1. http://www.geschichte-kaffee.de/html/kaffee4.html

https://www.welt.de/wissenschaft/article973492/Wie-gesund-ist-Kaffee-wirklich.html Von Hristio Boytchev | Veröffentlicht am 25.06.2007 | Lesedauer: 4 Minuten

  1. http://www.das-kaffeekontor.de/kaffee-geschichte/inhaltsstoffe-kaffees/

https://www.welt.de/wissenschaft/article973492/wie-gesund-ist-kaffee-wirklich.html https://www.coffeecircle.com/de/e/kaffeezubereitung

  1. https://www.gesundheit.de/ernaehrung/richtig-trinken/tee-und-kaffee/espresso-filterkaffee-oder-doch-lieber-loeslicher-kaffee

Die Inhaltsstoffe im Kaffee

Show 031 - Die bittere Seite des Zuckers

ZUSAMMENFASSUNG

Gönnt doch den Wahn dem armen Schlucker, der nur des Lebens Bitterkeit genießt! Unsterblichkeit ist ja der Zucker, der ihm den herben Trank der Zeit versüßt

Zucker hat, obwohl er entwicklungsgeschichtlich als Nahrungsmittel für den Menschen nicht erforderlich ist, eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Zunächst ein Mittel zur schnellen Energiegewinnung, dann Luxusgut für die reiche Gesellschaft und zu guter Letzt ein Suchtmittel mit vielen Gefährdungen für die Gesundheit. Was Zucker für uns Menschen bedeutet, warum er auch krankmacht und wie viel man konsumieren sollte, sind Inhalt der Sendung.

INHALT

Zunächst einige  Sätze zur Geschichte des Zuckers.

-          Erster Anbau: vor ca. 10.000 Jahren wurde Zuckerrohr als natürliche Quelle in Melanesien angebaut. Im 7. Jahrhundert wurde Zucker aus Zuckerrohr gewonnen. Dabei wurde der heiße Zuckerrohrsaft in ein kegelförmiges Gefäß mit einem Loch in der Spitze gegeben. Der nicht zuckerhaltige Sirup konnte so durch die Spitze ablaufen, und im Kegel kristallisierte der Zucker aus. Den Kegel konnte man danach umdrehen und der Zuckerhut fiel heraus.

-          Im Verlauf der arabischen Eroberungen, konnte sich das Zuckerrohr weiter ausbreiten. Bereits seit ca. 800 nach Christi wurde Zuckerrohr auf Sizilien, Malta und in Spanien angebaut.

-          Schließlich waren es die Kreuzritter, die im 11. Jahrhundert Zucker aus dem Nahen Osten auch nach Mittel- und Nordeuropa brachten. Bei Königen und Fürsten war der Zucker sehr begehrt. Er war ein Luxusgut.

-          Nach Lateinamerika  kam Zuckerrohr nach der Erschließung des Seewegs durch Kolumbus im 16. Jahrhundert. Dank bestialischer Sklavenarbeit wurde Zucker immer billiger. Unter der  Führung Großbritanniens entwickelte sich zwischen 1600 und 1700 der berüchtigte transatlantische Dreieckshandel, an dem noch Spanien und Portugal beteiligt waren. Von Lateinamerika aus wurde der Zucker neben anderen Produkten per Schiff nach Europa gebracht, wo er mit gutem Gewinn verkauft wurde.

-          1747 entdeckte der deutsche Chemiker Andreas Sigismund Marggraf Zucker in der Runkelrübe. Sein Schüler Franz Carl Achard züchtete aus der Runkelrübe die Zuckerrübe. So war man in der Lage aus der Zuckerrübe wirtschaftlich Zucker zu gewinnen. Die erste Zuckerrübenfabrik entstand im schlesischen Cunern. Seit 1806 gab es in europäischen Handelshäusern kaum noch Zucker aus Zuckerrohr. Und das ist auch noch heute so.

Medizinische Bedeutung

Zuckermoleküle sind die Hauptbestandteile der Kohlenhydrate, die neben Fett die wichtigste Rolle für die Deckung unseres Energiebedarfs spielen. Dabei haben ja nicht alle Kohlenhydrate einen süßen Geschmack. So kann man zwischen Einfachzucker (Monosaccharide), Zweifachzucker(Disaccharide) sowie Mehrfachzuckern (Polysaccharide), unterscheiden.

Die Kohlenhydratverdauung beginnt bereits im Mund durch die Enzyme Alpha-Amylase und Ptyalin. Alpha-Amylase befindet sich auch in der Bauchspeicheldrüse und im Darm, wo die Kohlenhydratverdauung fortgesetzt wird. Als Endprodukt entsteht hierbei unter anderem Maltose. In der Dünndarmwand erfolgt die Aufspaltung von Maltose zu Monosacchariden (Glukose, Fruktose, Galaktose), die dann aus dem Dünndarm resorbiert werden können.

Über bestimmte Transportmechanismen können die Monosaccharide die Darmwand passieren und gelangen so und ins Blut. Über das Blut können sie dann zu den Organen, die Zucker benötigen, transportiert werden.

Die Leber ist mit eines der wichtigsten Organe für die Glukosespeicherung. Glucose kann frei in die Leberzellen eindringen und sie auch wieder verlassen. Die Speicherung von Zucker in der Leber erfolgt als Glykogen allerdings nur unter dem Einfluss von Insulin.

In der Summe führen die Wirkungen des Insulins auf den Kohlenhydratstoffwechsel zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels. Direkt nach der Aufnahme von Glukose oder Zucker mit der Nahrung steigt der Blutzuckerspiegel und als Folge davon auch die Ausschüttung des Insulins in der Bauchspeicheldrüse.

Die Nervenzellen decken ihren riesigen Energiebedarf fast ausschließlich durch Glukose. Das Absinken von Blutzuckerspiegeln unter einen kritische Werte von 0,5 -0,2 g /l kann zum "hypoglykämischen Schock" (Unterzuckerung) mit Bewußtseinstrübung oder sogar zum Koma führen.

Über Zucker sollte man folgendes unbedingt wissen:

  1. Es gibt keine Erkrankung, die durch einen Mangel oder den völligen Verzicht auf Kohlenhydrate ausgelöst würde
  2. Glukose kann in unserem Körper nur in geringen Mengen gespeichert werden
  3. Fructose wird nur von Leberzellen akzeptiert
  4. Alles, was an Kohlenhydraten  nicht verwertet wird, wird in Fett umgebaut.
  5. Der Körper kann Glukose selbst herstellen ( aus Eiweißen-Glukoneogenes und aus Fettsäuren.
  6. Aus 1 Glukosemolekül gewinnt man 34 Einheiten ATP(Adenosintriphosphat= Energie), aus 1 Fettmolekül gewinnt man 600 ATP

Zucker ist  für unseren Körper sehr wichtig, ganz besonders natürlich für die Organe, die besonders viel Energie benötigen, um optimal leistungsfähig zu sein. Der Körper kann Zucker in der Leber speichern und unter bestimmten Bedingungen auch in den Muskeln.

Was aber macht den Zucker so schädlich, dass er von amerikanischen Experten als den größten Killer bezeichnet wird und er auf eine Stufe mit Alkohol und Tabak gestellt wird?

Man schätzt, dass bis zu 35 Millionen Todesfälle weltweit jährlich indirekt auf das Konto von Zucker gehen.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich der Zuckerkonsum mehr als verdreifacht und vielen verarbeiteten Lebensmitteln wird Fruktose zugesetzt. Besonders hoch belastet sind viele Softdrinks, denen in den USA Maissirup als hochkalorisches Süßungsmittel beigefügt wird.

Da Zucker, insbesondere handelt es sich dabei um Fruktose-Glukose-Gemische, stark in den Insulin-Stoffwechsel eingreift und er von Amerikanern und Europäern in großen Mengen konsumiert wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass er zu einem Anstieg von Fettstoffwechselstörungen, Leberschäden, Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und Infarkten führt.

Was ist heute über die schädliche Wirkung von Zucker bekannt?

Jeder Deutsche verzehrt im Durchschnitt pro Tag 100 Gramm Zucker, das entspricht 33 Stück Würfelzucker..

Belegt ist, dass zu viele Kohlenhydrate dick machen. So hat gerade die Initiative der Lebensmittelkonzerne in den letzten Jahrzehnten, fettreduzierte Lebensmittel herzustellen, dazu geführt, dass mehr Kohlenhydrate verzehrt wurden. Was aber ist passiert? Beispiel Joghurt: Man hat das Fett reduziert und als Geschmacksverstärker den Zuckergehalt erhöht. Letztendlich wurde der Anteil übergewichtiger Menschen nicht kleiner, sondern im Gegenteil, es wurden und werden immer mehr.

Folgeerscheinungen davon sind ein Anstieg der Patienten mit Herzerkrankungen, Diabetes, kurz mit metabolischem Syndrom. Außerdem leidet unter dem Zu viel an Kohlenhydraten auch unser Gehirn. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Patienten, die viel Zucker verzehren, sogar Gehirne schrumpfen.

Was ist noch bekannt über die schädliche Wirkung von Zucker?

Übergewicht, Diabetes, Zahnzersetzung sowie Spätfolgen der Stoffwechselerkrankungen wie Sehstörungen, Missempfindungen an den Beinen bis hin zu Verlust der Gliedmaße zählen unbedingt dazu.  Wie ich bereits erwähnte, lässt Zucker auch die Gehirne schrumpfen. Dabei sagten doch unsere Großeltern, Zucker ist Nahrung fürs Gehirn. Da das Gehirn sehr viel Energie benötigt, stimmt dies ja auch bis zu einem bestimmten Grade. Leider überschreiten aber die meisten Menschen die Menge an Zucker die für unser Gehirn noch gut ist. Dabei nimmt das Gehirn natürlich auch Schaden. Die Forscherin Margaret Morris zeigte dies an Ratten sehr eindrucksvoll. Jedoch häufen sich inzwischen auch die Indizien, dass die Gehirne von Menschen unter dem hohen Zuckerkonsum leiden. Dies zeigten Gedächtnistests, die vor und nach hohem Zuckerverzehr durchgeführt wurden. Nach dem Zuckerkonsum erinnerten sich die Menschen im Schnitt an 2 Worte weniger als davor. Im MRT zeigte sich, dass der Hippocampus geschrumpft war. Genau dies findet man auch bei Patienten mit Demenz.

Man kann davon ausgehen, dass eine Überdosis Zucker im Gehirn eine Situation, die einer Vergiftung gleicht, hervorruft. Für die Neubildung von Nervenzellen und die Aktivierung der Synapsen werden dadurch viel zu wenige Proteine aktiviert. Dann reagiert der Hippocampus schlechter auf das Hormon Insulin, sodass es keinen Zucker mehr ins Gehirn einschleusen kann. Zu guter Letzt schrumpft nicht nur der Hippocampus, sondern auch andere Gehirnregionen. Übrigens findet man unter Demenzpatienten sehr viele Menschen, die sehr viel Zucker vertilgen.

Auch das Herz wird durch den hohen Zuckerkonsum geschädigt. So konnte man feststellen, dass Menschen, die sich mit mehr als 25 % Zucker ernähren, dreimal häufiger einen Herzinfarkt erleiden, als Menschen, deren Zuckeranteil an der Nahrung bei ca. 10% liegt. besonders gefährdet sind. Innerhalb des Beobachtungszeitraumes starben fast doppelt so viele übergewichtige Diabetiker wie Normalgewichtige.

Ähnlich verhält es sich mit der Leber. Wenn Fructose in die Leber gelangt, wird sie zum größten Teil in Fett umgewandelt. Dieser Vorgang ist insulinabhängig. Dadurch wird dem Gehirn nicht signalisiert, dass bereits genügend Nahrung aufgenommen wurde. Somit kann sich kein Sättigungsgefühl einstellen. Dadurch isst man immer mehr und man nimmt zu viele Kalorien auf. Letztendlich entsteht dadurch ähnlich wie bei Alkoholikern eine Fettleber. Diese kann sogar zu Entzündungen oder gar Hepatitis führen.(Dr. Erhard Siegel)

Auch Krebs kann eine Folge von hohem  Zuckerkonsum sein. Inzwischen sind viel Wissenschaftler der Meinung, dass ein Drittel aller Krebsfälle in Europa und den USA durch einen moderaten Zuckerkonsum vermeiden ließen.

Noch ein Wort zum Diabetes. Man kann davon ausgehen, dass durch den hohen Zuckerkonsum der Typ 2-Diabetes zu einer weltweiten Epidemie geworden ist. Früher hat man dies als Alterszucker abgetan. Heute gibt es sehr viele junge Menschen, unter ihnen viele Kinder, die bereits einen Alterszucker haben. Dies ist äußerst gefährlich, umso mehr, weil nicht nur der Zuckerverbrauch enorm hoch ist, sondern auch noch Bewegungsmangel dazu kommt.

Dies bisher Gesagte lässt letztendlich nur einen Schluss zu: Der Zuckerverbrauch muss sinken!! Empfohlen wird eine Reduktion auf max. 25 g Zucker pro Tag.

Alternativen zu Zucker sind:  Xylit, Stevia, Ahornsirup und Kokosblütenzucker

Xylit ist Birkenzucker und hebt den Blutzuckerspiegel kaum an. Außerdem ist er entzündungshemmend.

Stevia hat eine enorme Süßkraft und eignet sich besonders zum Süßen von Getränken und Desserts.

Kokosblütennektar besitzt einen niedrigen glykämischen Index, belastet den Blutzuckerspiegel nur sehr wenig. Hat dazu einen Geschmack nach Karamell.

Ahornsirup beeinflusst den Insulin- und Blutzuckerspiegel nicht ganz so stark wie Haushaltzucker.

Weitere Zuckeraustauschstoffe sind Sorbit, Mannit und Maltit, deren Süßkraft nur halb so hoch wie Zucker ist.

Literaturempfehlungen/Links

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zucker.html

https://www.welt.de/gesundheit/ar ticle148017029/Warum-zu-viel-Zucker-uns-dumm-macht.html

Interview aus dem Podcast von Amata Bayerl

Show 030: Vom Durstlöscher zum Suchtmittel

Zusammenfassung Rund 70 Prozent der Deutschen trinken regelmäßig Alkohol. Etwa 9,5 Millionen Deutsche im Alter von 18 bis 64 Jahren trinken so viel Alkohol, dass sie damit ihre Gesundheit gefährden. Davon gelten circa 1,77 Millionen als alkoholabhängig. Bei weiteren 1,61 Millionen liegt offensichtlicher Alkoholmissbrauch vor. Ausgehend von diesen Werten gibt es einen geschichtlichen Überblick über die Herstellung und Verwendung von Alkohol. Einen großen Teil nimmt das Gefahrenpotential ein, das vom Alkoholkonsum ausgeht. Inhalt Der US- amerikanische Mediziner und Biochemiker Bert L. Vallee sagte einmal:„Unsere heutige zwiespältige Einstellung zum Alkohol ist relativ neu. Jahrtausendelang standen seine Vorzüge im Vordergrund. Oft waren Wein oder Bier sogar das tägliche Hauptgetränk.“ Damit Alkohol nicht krank macht, gibt es offizielle Empfehlungen für einen risikoarmen Konsum. Das sind bei Frauen 12 Gramm reinen Alkohols täglich, was in etwa einem Glas Bier oder einem Glas Wein entspricht. Männer dürfen doppelt so viel trinken wie Frauen. Dabei ist aber zu beachten, dass es mindestens 2 alkoholfreie Tage in der Woche geben sollte. Wenn man jedoch die Grenzwerte für einen risikoarmen Alkoholgenuss dauernd überschreitet, riskiert man die Gefährdung seiner Gesundheit auf das schärfste. Dabei ist nicht nur die Leber davon betroffen, sondern es kann fast jedes Organ dauernd beeinträchtigt werden. Ja auch viele Krebserkrankungen sind auf den übermäßigen Verzehr von Alkohol zurückzuführen. Die Abhängigkeit ist die krasseste Folge des Alkoholkonsums, die weitere Probleme nach sich zieht. Wenn sich im Leben eines Menschen, alles nur noch um Alkohol dreht, Aktivitäten ohne den suchtmachenden Alkohol nicht mehr machbar sind und andere Interessen vernachlässigt werden, kann man von einer Sucht ausgehen. Aber auch das Scheitern vieler Versuche, weniger zu trinken oder ohne Alkohol auszukommen, sprechen eindeutig für einen Alkoholabusus, der Abhängigkeit von Alkohol Auswirkungen von übermäßigem Alkoholgenuss Alkohol ist eine sehr energiereiche Verbindung. Aus jedem Gramm Alkohol gewinnt man 7 Kcal. Das ist fast doppelt so viel, wie bei Kohlenhydraten und Eiweißen, die jeweils 4 kcal pro Gramm liefern. Nur Fette verbrennen mit jeweils 9 Kcal pro Gramm. Wieviel das ist, zeigt ein Vergleich. Ein Liter Bier enthält demnach 470 Kcal, im Vergleich dazu eine Tafel Schokolade 530 Kcal. Zudem behindert Alkohol den Fettstoffwechsel. Und weil Alkohol in größeren Mengen vom Körper als Gift empfunden wird, wird er bevorzugt abgebaut und das nicht verbrauchte Fett wird im Fettgewebe gespeichert. Damit verdrängt Alkohol die Energiegewinnung aus Fetten und Kohlenhydraten. Die jährliche Energieaufnahme durch Alkohol bei einem Menschen beträgt 86.000 kcal oder 235 Kcal pro Tag, das sind in etwa 10 % der aufgenommenen Nahrungsenergie. Übrigens entsprechen 86.000 Kcal ca. 10 kg Körperfett. Die Wirkung von Alkohol spürt man nicht sofort nach dem Verzehr. Etwa 20 % des getrunkenen Alkohols gelangen über die Magenschleimhaut ins Blut, der Rest wird erst im Dünndarm resorbiert und gelangt erst dann ins Blut, deshalb die verzögerte Wirkung. Beachten sollte man auch, dass bei leerem Magen der Alkohol viel schneller aufgenommen wird, als nach einer guten Mahlzeit. Bei kleineren Trinkmengen ist der Alkohol nach etwa 30 bis 90 Minuten vollständig resorbiert. Hat man also 1 Promille Alkohol im Blut, kommt man bei einer Abbaugeschwindigkeit von 0,15 Promille pro Stunde auf ca. 6-7 Stunden, um den Alkohol abzubauen. Nach Alkoholgenuss am Abend in größeren Mengen, sollte man außerdem beachten, dass die Abbaugeschwindigkeit zwischen 0 und 6 Uhr morgens wegen des verlangsamten Stoffwechsels nur noch 0,09 Promille pro Stunde beträgt. Bei kleinen Mengen Alkohol kommt als erstes eine enthemmende Wirkung mit gesteigerter Redseligkeit zum Tragen. Bereits ab 0,3 Promille gibt es erste Beeinträchtigungen des Sehfeldes und der Aufmerksamkeit mit Problemen, die Entfernung einzuschätzen. Ab 0,5 Promille nimmt die Reaktionsfähigkeit deutlich ab und die Risikobereitschaft steigt. Erste Gleichgewichtsstörungen werden bei einem Wert ab 0,8 Pro beobachtet und man bekommt den sogenannten Tunnelblick, ein eingeengtes Gesichtsfeld. Dazu sind die Personen stark enthemmt. Aber es kommt noch schlimmer ab 1,0 bis 1,5 Promille. Sprachstörungen gepaart mit erhöhter Risikobereitschaft und Aggressivität sind zu beobachten. Bei 2,0 bis 2,5 Pro kommen starke Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen sowie eine lallende Aussprache hinzu. Ab 2,5 Pro wird es noch gefährlicher. Jetzt haben wir es mit Bewusstseinseintrübung, Lähmungserscheinungen, Doppeltsehen und Ausschaltung des Erinnerungsvermögens zu tun. Ab 3,5 ‰ Alkohol im Blut treten lebensbedrohliche Zustände auf, gekennzeichnet durch die Gefahr einer Lähmung des Atmungszentrums, was bis zum Koma oder Tod führen kann. Dauerhafter Alkoholkonsum führt zu folgenden Schäden:

  • der Vitamin- und Kaliumhaushalt im Körper wird negativ beeinflußt.
  • die Verdauungs- und Stoffwechselorgane, in erster Linie die Leber, die Bauchspeicheldrüse und der Magen werden geschädigt
  • Herz und Gefäße werden beeinträchtigt
  • Auf Schleimhäute wirkt der Alkohol stark reizend und entzündungsfördernd
  • Libido und Potenz werden herabgesetzt
  • die peripheren Nerven und die Gehirnzellen werden geschädigt
  • das Risiko für Krebs im Mund- und Rachenbereich, am Kehlkopf, an der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse ist erhöht.
  • Da Alkohol sehr energiereich, führt regelmäßiger Alkohol-Konsum zu Übergewicht.
  • Alkohol ist sehr gefährlich in der Schwangerschaft. Durch den Mutterkuchen erreicht Alkohol direkt den Fötus. Damit kann es beim Kind zu Untergewicht, Wachstumsstörungen, Missbildungen sowie körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerungen kommen. Deshalb gilt bei Schwangeren unbedingter Verzicht auf Alkohol.

Die Entwicklung des alkoholtoxischen Leberschadens ist eine der markantesten Kennzeichen für den Alkoholabusus. Bekannt ist, dass mindestens ein Drittel aller Lebererkrankungen des Erwachsenen auf einen erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Leberschäden treten vor allem immer dann auf, wenn bestimmte Grenzen für den Alkoholkonsum dauerhaft überschritten werden. Das sind: 40 g Alkohol/d für den Mann 20 g Alkohol/d für die Frau Bei Verzehr geringer Mengen Alkohol schafft es das Enzym Alkoholdehydrogenase alleine, den Alkohol wieder abzubauen. Liegt jedoch chronischer Alkoholkonsum vor, verändert sich die Verstoffwechselung des Alkohols. Dabei wird das Mekrosomale ethanoloxidierende System, kurz MEOS, aktiviert. Dieses verbraucht anders als die Alkoholdehydrogenase mehr Sauerstoff und dabei entstehen mehr Leber toxische Substanzen, wie zum Beispiel Aldehyd. Vor allem in den Leberläppchen reichern sich dadurch giftige Metabolite an und es kommt zu Hypoxien, Sauerstoffunterversorgung. Als Ergebnis verfettet die Leber. Bei weiterem Alkoholkonsum wird dieser Prozess bis zur Nekrose der Leberzellen und zur Fibrosierung fortgeführt. Der Leberschaden äußert sich immer zuerst in einer Fettleber, dann entsteht eine Fettleberhepatitis und zuletzt die Leberzirrhose. Übliche Symptome für einen fortgeschrittenen Leberschaden sind: Übelkeit, Appetit- und Gewichtsverlust, Schmerzen im (rechten) Oberbauch. Fieber und Gelbsucht sind maximale Warnsymptome. Im Stadium der Fettleberhepatitis sind Veränderungen der Leber noch vollkommen reversibel. Bei beginnender Fibrosierung und erst recht bei der Zirrhose ist dies nicht mehr der Fall. Ist erst das Stadium der Leberzirrhose erreicht, kommt es zu weiteren Gesundheitsstörungen bis hin zur Entgleisung sämtlicher Körperfunktionen. Inzwischen weiß man auch, dass Alkohol ein Zellgift für die Nervenzellen ist. Besonders im präfrontalen Cortex erfolgt ein Umbau von Nervenzellen. Der präfrontale Cortex ist aber verantwortlich für die Impulskontrolle und planbare Handlungen. Der Umbau von Nervenzellen führt auch dazu, dass der Suchtdruck zunimmt. Dann fällt es auch immer schwerer, enthaltsam zu bleiben. Durch die Schädigung der präfrontalen Nervenzellen, kann der Neurotransmitter Glutamat nicht mehr ausreichend reguliert werden. Glutamat ist für die intakte Reizleitung im Gehirn verantwortlich. Dadurch ist die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört. Wichtig ist mir noch zu erwähnen, dass ständiger Alkoholgenuss die Gesundheit gefährdet, auch wenn man nicht alkoholabhängig ist. Dabei sinkt auch die Lebenserwartung. Tipps zum Umgang mit Alkohol Beim Feiern kann man die Menge Alkohol reduzieren indem man immer abwechselnd ein Glas alkoholhaltigen Getränks und ein Glas Mineralwasser trinkt. Zum Trinken darf man sich nie zwingen zu lassen auch nicht von der Gruppe, zu der man gehört. Lagen für die Gruppe ist eine Unsitte, deshalb nicht dabei mitmachen! Statt dessen alkoholfreie Getränke bestellen. Inzwischen gibt es viele alkoholfreie Getränke, wie alkoholfreies Bier oder Sekt. Das ist nicht nur alkoholsparend, sondern reduziert auch den Kalorienverbrauch. Niemals alkoholische Getränke als Durstlöscher trinken. Zum Schluss deshalb zwei sehr kennzeichnende Zitate: „Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.“ Das sagte Konfuzius (um 500 v.Chr.) Emanuel Geibel sagte im 19. Jahrhundert: „Das soll am Wein belobet sein: Er trinkt am besten sich zu zwein.“   Er kann Menschen verbinden und Freundschaften fördern, aber nur, wenn mit diesem Getränk auch Maß gehalten wird.

Show 029: Demenz muss nicht sein

Zusammenfassung Demenzen sind in der Gegenwart ein wichtiges gesellschaftliches und medizinisches Thema. Steigende Umweltschäden, der moderne Lebensstil mit Bewegungsmangel, falscher Ernährung, kommunikativer Überforderung und Stress, das alles sind Faktoren die sich negativ auf die Gesundheit und ebenso auf die Entwicklung von Demenzerkrankungen auswirken. In der Episode wird der Versuch unternommen, gestützt auf medizinische Studien, zu zeigen, was jeder selbst tun kann. um ein verringertes Risiko zu haben, an Demenz zu erkranken. Nach neuesten statistischen Angaben werden im Jahre 2030 etwa 2,3 % der Bevölkerung in Deutschland eine Demenz haben.  Gegenwärtig gibt es weltweit 46,8 Millionen Demenzkranke und jedes Jahr kommen rund 7,7 Millionen Neuerkrankungen hinzu. Allein in Deutschland sind 1,5 Millionen Menschen von Demenz betroffen. INHALT Kennzeichnend für Demenz-Patienten sind insbesondere Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und damit einhergehend eine erhöhte Vergesslichkeit, die sich im weiteren Krankheitsverlauf bis zum Verlust der Sprach- und Rechenfähigkeiten ausweiten kann: Folge von all dem ist Pflegebedürftigkeit. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz, die weltweit rund 65 Prozent der Demenzfälle ausmacht. Meistens tritt die Demenz erst ab dem 60. Lebensjahr auf, wobei Frauen ein signifikant höheres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken. Der Sammelbegriff „Demenz“ beschreibt chronische Erkrankungen des Gehirns, die mit einem schleichenden Verfall kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten zusammenfallen. Es gibt nicht nur eine Demenz. Grob unterscheidet man primäre und sekundäre Demenzen. Dabei sind primäre Demenzen unmittelbar durch direkte Veränderungen im Gehirn gekennzeichnet. Das sind neurodegenerative Demenzen. Die Alzheimer Erkrankung ist dabei die häufigste neurodegenerative Demenz. Sekundäre Demenzen entstehen dagegen als Folge anderer Erkrankungen, unter anderen Krebserkrankung. Die heutige Diskussion sollte aus meiner Sicht nicht nur auf die Entwicklung neuer wirksamer Medikamente und den begleitenden Kosten ausgerichtet sein. Für mich ist es genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger, dass in die Betrachtung der Demenzerkrankungen unbedingt über eine wirkungsvolle Prophylaxe nachgedacht wird, um den Menschen Orientierung zu geben, wie sie die Entstehung dieser Krankheit weitestgehend beeinflussen bzw. verhindern können. Ein weiteres Problem sollte in diesem Zusammenhang auch gelöst werden, das ist die Früherkennung der Erkrankung. Dabei ist es natürlich hilfreich, wenn bekannt wird, dass auch prominente Persönlichkeiten an Demenz erkrankt sind, weil Demenz jeden treffen kann. Auguste Deter wurde bereits 1901 als erste Alzheimerpatientin beschrieben. Es war Alois Alzheimer, der diesen Fall dokumentierte. Da er keine Erkrankung kannte, die zum Beschwerdebild der Frau Deter passte, nannte er sie  "Die Krankheit des Vergessens". Später wurde die Krankheit nach seinem Entdecker als Morbus Alzheimer benannt. An Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz erkrankten auch etliche berühmte Menschen, deren Familien sehr offensiv mit der Erkrankung umgingen - unter anderem um mehr Verständnis für das Leiden zu erreichen. Noch vor einigen Jahrzehnten redete man nur unter vorgehaltener Hand über demenzkranke Persönlichkeiten. So zum Beispiel der Fall Herbert Wehner. Der frühere Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion starb 1990. „Herbert Wehner litt bereits als Fraktionsvorsitzender der SPD an den ersten Anzeichen der Alzheimer-Krankheit. Schon bevor er 1983 sein Amt aufgab und den Bundestag verließ, konnte er sich die Namen von Fraktionskollegen nicht mehr merken, so enthüllte seine Frau und Stieftochter Greta auf einem Vortrag während der Hamburger Alzheimer-Tage 1995. Das heißt, erst 5 Jahre nach seinem Tod, wurde die Krankheit von Herbert Wehner öffentlich gemacht. Ganz anders dagegen der Fall Ronald Reagan: "Ich beginne nun die Reise, die mich zum Sonnenuntergang meines Lebens führt.", so der ehemaliger US-Präsident im Jahre 1994 Mit diesen Worten schließt Reagan den öffentlichen Brief, in dem er der Welt mitteilt, an Alzheimer zu leiden. Es war das erste Mal, dass ein derart prominenter Mann sich so unumwunden zu der Erkrankung bekannt hatte. Reagan war damals 83 Jahre alt. Sein Bekenntnis verlieh der Krankheit öffentliche Aufmerksamkeit und auch der Forschung an der Krankheit einen immensen Auftrieb. Als man Margaret Thatcher, die ehemalige britische Premierministerin, etwa 2008 daran erinnerte, dass ihr Ehemann längst gestorben war, sagte sie: "Oh. Waren wir alle dabei?". Sie war auch an Demenz erkrankt. Dies ist eine von mehreren Episoden, mit denen Tochter Carol 2008 an die Öffentlichkeit ging, um die Erkrankung ihrer Mutter offiziell zu bestätigen. Zu dieser Zeit war Thatcher 83 Jahre alt und litt bereits unter einer fortgeschrittenen Demenz, nicht jedoch an Alzheimer. Diese Beispiele zeigen, dass jeder von Demenz betroffen sein kann. Umso wichtiger ist, dass man sich mit der Krankheit auseinandersetzt. Man sollte die Risikofaktoren kennen, die die Krankheit begünstigen können. Dass dies kein Wunschdenken ist, bestätigt auch die Demenzforschung. So sagte Prof. Grabe: „Dass sich die Zunahme von Demenzen durch geeignete Präventionsmaßnahmen und Therapie-Entscheidungen bremsen lässt, ist kein Wunschdenken, sondern mit Fakten belegbar“. So bestätigt er weiter, dass schon eine gesündere Lebensweise zwangsläufig auch zu einem gesünderen Altern führt. Es hat sich ebenso gezeigt, dass geeignete Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, die Zunahme von Demenzen im Alter zu verhindern. Nach Prof. Grabe sind es 7 Risikofaktoren , die zur Entstehung oder besser auch zur Vermeidung der Alzheimer Demenz beitragen, Dies sind im Einzelnen:

  • Bluthochdruck
  • Fettleibigkeit im mittleren Alter,
  • Diabetes mellitus,
  • Depression,
  • körperliche Inaktivität,
  • Rauchen und
  • niedrige Schulbildung.

Besonders relevant für die Vermeidung von Demenz sind Rauchen und körperliche Inaktivität, weil davon leider viel zu viele Menschen betroffen sind. Die Forschungsgruppe um Prof. Grabe hat in einer Studie gezeigt, die in MecPom durchgeführt wurde, weil hier ein besonders rasanter Anstieg von Demenzen zu verzeichnen war, dass es einen Marker gibt, der Auskunft über das Demenzrisiko geben kann. Das ist der Bauchumfang. Dieser geht mit der Atrophie des Gehirns einher. Dabei ist das viszerale Fettgewebe kritischer einzuschätzen als das subkutane Bauchfett. Beleuchtet man die von Prof. Grabe benannten Risikofaktoren etwas näher, stellt man fest, dass Bluthochdruck, Depression, Fettleibigkeit eine Folge unserer modernen Lebensweise, gekennzeichnet durch falsche Ernährung, zu hohe Schadstoffbelastung, mangelnde Bewegung und Stress sind. Damit ist auch die Demenz eine mitochondriale Erkrankung. So schreibt Bodo Kuklinski in seinem Buch: „Mitochondrien sind in der Pathogenese der Demenz und Alzheimer-Demenz ein Dreh-und Angelpunkt. Die Nichtbeachtung dieser Stoffwechselstörungen bzw. Hemmungen führten die Alzheimer-Forscher auf Holzwege… Über hundert Jahre nach der Erstbeschreibung durch A. Alzheimer ist es uns immer noch nicht gelungen, den degenerativen Verlauf zu unterbrechen, geschweige denn aufzuhalten. Die ß-Amyloid – Hypothese bestätigte sich nicht.“ So brachte tatsächlich eine Impfstudie bei Alzheimer-Patienten die lange Zeit gültige Amyloid-Hypothese ins Wanken: Die Krankheit schritt voran, obwohl bei einigen Patienten durch die Therapie das Amyloid fast komplett aus dem Gehirn entfernt wurde. Das Grundproblem mit den Plaques ist noch ungelöst: Es ist bis heute nicht sicher, ob die amyloiden Plaques den Tod von unzähligen Hirnzellen bei Alzheimer auslösen oder ob sie nur eine Folge der zellulären Katastrophe sind. Vielleicht stellen sie auch nur einen verzweifelten Versuch dar, die Zellen zu retten. Für Alzheimer Patienten gibt es typische Laborbefunde:

  • Oxidativer und nitrosativer Stress, Lipdperoxidation und carbonylierte Proteine sind gesteigert.
  • Toxische Peroxidationsprodukte von Polyenfettsäuren oxidieren Glutathion und aktivieren einen Hypoxie-induzierten Faktor, der durch Sauerstoffunterversorgung entsteht.
  • Das proapoptotische Protein ist bei milder kognitiver Störung und bei Alzheimer erhöht.
  • Pathologische Veränderungen finden sich bei Alzheimer-Patienten, es wird vermehrt NO gebildet.
  • Über biochemische Prozesse werden dadurch Eisen und Kohlenmonoxid freigesetzt. Diese schädigen wiederum die Mt.
  • Zahlreiche Studien weisen bei der Alzheimer - Erkrankung auf Mt-Störungen aller fünf Atemkomplexe in diversen Hirnregionen hin. Damit ist aber die ATP-Synthese beeinträchtigt. Tatsächlich konnte festgestellt werden, dass der ATP-Synthese Komplex V im Hippocampus pathologisch niedrig ist. Eine erniedrigte ATP-Synthese führt jedoch zu einem Energiedefizit, der zum Zelluntergang auch von Neuronen beiträgt.2

Zur Vermeidung des Energiedefizits in den Zellen  muss vor allem Stress vermieden werden. Das ist vor allem der nitrosative und oxidative Stress. Man konnte, um das zu untermauern sogar feststellen, dass bei hoher Dichte an ß-Amyloid Plaques, die NO-Synthese der sie umgebenden Astrozyten erhöht ist, was einer Zunahme des nitrosativen Stresses entspricht. Auch sollte sich eine Obst- und gemüsereiche Kost positiv auf die Hirnleistung auswirken. Die darin enthaltenen protektiven sekundären Pflanzeninhaltsstoffe wirken komplex und können nicht durch Einzelvitamine ersetzt werden. Diese Kost sorgt dafür, dass die Blutspiegel an Gamma Tocopherol und Carotinoiden erhöht sind. Werden diese Nahrungsmittel jedoch aus industrieller Landwirtschaft verzehrt, erhöht sich unter anderem die Nitratbelastung im Körper. Der geistige Abbau beginnt beim Menschen ab Ende des 4. Dezeniums. Der beste Schutz bleiben unterkalorische Kost, körperliche Bewegung und Mikronährstoffe (inkl. B12 und Ginkgo biloba). Bewegungs-, Koordinationsanforderungen bessern die Durchblutung und den Sauerstoffpartialdruck. Die mitochondriale Regeneration wird aktiviert. Professor Jörg Bergemann, eine bekannter Alternsforscher beschreibt die Faktoren, die für gesundes Altern und damit auch der Vermeidung von Demenz wichtig sind, so:

  1. Vitalität und Bewegung: Er empfiehlt eine moderate Bewegung, kein Hochleistungssport, sondern etwa 10.000 Schritte täglich oder 20 bis 75 min gehen täglich. Dabei bezeichnet er das Sitzen als das neue Rauchen, Stärkung der mitochondrialen Funktion
  2. Umwelt und Ernährung: diese sollte frisch, vollwertig sein, Fasten unterstützt die Mitochondrienfunktion
  3. Vermeidung von Stress, insbesondere Dauerstress, Phasen der Entspannung in den Alltag integrieren
  4. Lebenslanges Lernen. Wir brauchen lebenslang Anregungen und sollten neugierig bleiben (Konrad Bayreuther, 1976)
  5. Auch die Gesellschaft spielt eine große Rolle, Menschen altern gesünder, wenn das Alter positiv besetzt ist, wie zum Beispiel in Japan
  6. sozial benachteiligte Gruppen altern schneller, werden eher dement. Bildung ist ein wichtigerer Einflussfaktor als Geld
  7. Freunde, gemeinsam mit Freunden aktiv sein

Die Funktion der Mitochondrien, speziell um das Demenz-Risiko zu verringern kann durch die Einnahme von Mikronährstoffen unterstützt werden. So kann man durch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B1 dafür sorgen, dass  der Glukosestoffwechsel im Gehirn, der bei Alzheimer Patienten vermindert ist, nicht gestört wird.

Da auch ein erhöhter Homocystein-Wert ein Risikofaktor für die Entstehung der Alzheimer-Krankheit ist, können die Vitamine B6, B12 und Folsäure zur Senkung des Homocysteinspiegels eingenommen werden.

Auch ist bekannt, dass es im Gehirn verschiedene Vitamin D-Rezeptoren gibt, die unter anderem die Bildung von Nervenwachstumsfaktoren beeinflussen. Durch Vitamin D kann auch die Gluthationsynthese im Gehirn gesteigert werden. Glutathion aber hat eine antientzündliche Wirkung, und es gibt Hinweise auf eine Beteiligung von Vitamin D bei der Neubildung von Neuronen.

In diesem Zusammenhang haben auch antioxidative Vitamine eine bestimmte Bedeutung für die Eindämmung der Alzheimer-Erkrankung, weil unser Gehirn generell empfindlich auf oxidativen Stress reagiert. In einer Studie wurde gezeigt, dass bei älteren Amerikanern japanischen Ursprungs die gemeinsame Supplementierung von Vitamin E und Vitamin C bei vaskulären Demenzen und anderen Demenztypen gut wirksam war Bei Alzheimerpatienten liegt eine mitochondriale Dysfunktion vor. Aus diesem Grund dürfte Coenzym Q10 auch einen Nutzen bei der Behandlung der Alzheimererkrankung haben, obwohl Coenzym Q10 noch nicht im Rahmen einer Studie bei Alzheimerpatienten getestet wurde. Bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wurde Coenzym Q10 mit Erfolg eingesetzt. Auch bestimmte Spurenelemente, wirken sich positiv auf die Alzheimer-Erkrankung aus. Nennen möchte ich als Beispiel Selen. Aluminium dagegen müssen wir als neurotoxisch einstufen. Aminosäuren spielen für das Gehirn eine ebenso große Rolle. Zum Beispiel benötigt das Gehirn Arginin als Ausgangssubstanz für die Bildung von NO. Stickstoffmonoxid ist besonders für das Lernen und für die Gedächtnisbildung notwendig. Eine weitere Aminosäure, Glutamin, hat einen Schutzeffekt gegen die Bildung von Amyloidpeptiden und ist außerdem eine wichtige Ausgangssubstanz für die Bildung von Glutathion, dessen Spiegel bei der Alzheimererkrankung deutlich vermindert sind. Das gut bekannte Carnitin ist für den Energiestoffwechsel essentiell. Wenn die Studienergebnisse auch nicht eindeutig sind, so ist doch die Energieproduktion gerade im Gehirn enorm wichtig für dessen Leistungsfähigkeit. In diesem Zusammenhang sind die Forschungsergebnisse von Prof. Jens Pahnke interessant. Er konnte in einer Studie mit Alzheimer-Mäusen nachweisen, dass der griechische Bergtee den Mäusen ihre Orientierungsfähigkeit zurück brachte. In seinen Untersuchungen hat Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke festgestellt, dass bestimmte Inhaltsstoffe des Griechischen Bergtees nicht nur den Entstehungsprozess von Alzheimer verlangsamen, sondern sogar rückgängig machen können, indem sie die Ablagerungen von Plaque im Gehirn verhindern, bzw. auflösen und reduzieren. Jüngste Untersuchungen zur Anwendung bei Menschen zeigen, laut Professor Dr. Dr. Jens Pahnke, dass die Wirkung auch bei an Alzheimer erkrankten Menschen nachweisbar ist. Beeindruckende Rückmeldungen von Patienten und Angehörigen sind unter folgendem Link  nachzulesen. Andere Pflanzenextrakte, wie zum Beispiel Gingko biloba, Aloe vera oder grüner Tee haben für die Prophylaxe von Demenz auch ihre Bedeutung. Sie enthalten Antioxidanten und helfen im Stoffwechsel.

Show 028: B-Vitamine, die keine sind

ZUSAMMENFASSUNG In dieser Episode werden Wirkungen und Einsatzgebiete von Stoffen beschrieben, die als B-Vitamin bezeichnet werden, aber keine sind. Die irrtümliche Bezeichnung hat unterschiedliche Gründe. Dennoch sind Vitamin B4, B10, B14, B15, B16 und B17 keine B-Vitamine, da sie entweder im Körper selbst hergestellt werden können, wenn auch nicht immer in ausreichender Menge, oder aber im Stoffwechsel nicht benötigt werden. INHALT Vitamine ganz allgemein sind wichtige Nahrungsinhaltsstoffe, die der Körper nicht selbst oder nicht in genügendem Umfang bilden kann. Sie greifen in den Stoffwechsel ein, unterstützen bestimmte Körperfunktionen und übernehmen Schutzfunktionen. Vitamin B4: Die korrekte Bezeichnung ist Cholin. Es ist eine vitaminähnliche Substanz, die eine wichtige Funktion  beim Aufbau von Zellmembranen und für die Gesundheit der Leber hat. So benötigt der Körper Cholin, um die Weiterleitung von Informationen im Gehirn zu gewährleisten. Der Körper ist in der Lage, aus Methionin und Folsäure selbst Cholin herzustellen. Jedoch reicht die Menge oft nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Besonders wichtig ist Cholin für ältere Menschen, weil es die Speicher und Konzentrationsfähigkeit des Gehirns verbessert. Es kann also einem Gedächtnisverlust entgegen wirken. Weiterhin ist Cholin in der Lage Cholesterinablagerungen an den Gefäßwänden zu vermindern. In natürlicher Form kommt Cholin vorwiegend in Kohl, grünem Blattgemüse und auch in Erdnuss-Butter vor. Die Aufnahme durch die Nahrung allein reicht jedoch bei vielen Menschen nicht aus, um eine angemessene Cholin-Versorgung zu gewährleisten. Ein wichtiges Derivat ist Acetylcholin, was wichtige Funktionen als Neurotransmitter bei der Übertragung von Nervenreizen im Gehirn hat. Es unterstützt Gedächtnisprozess und die Konzentrationsfähigkeit. Weiterhin ist Cholin lebenswichticg für die Steuerung von Herzschlag, Atmung und Blutdruck. Ebenso leistet Cholin einen wertvollen Beitrag zum  Homocysteinstoffwechsel. Zu den Aufgaben des Cholin zählt der Transport der Fettsäuren (Triglyceride) aus der Leber. Bei einem Mangel an Cholin lagert der Körper überschüssiges Fett in der Leber ein. Langfristig entsteht dadurch ein gestörter Stoffwechselprozess. Eine Fettleber ist nicht mehr in der Lage den Körper zu entgiften, da die Leberfunktionen deutlich eingeschränkt sind. Ein ausgewogener Cholin-Spiegel trägt zum Erhalt einer normalen Leberfunktion bei und sorgt für einen ausgewogenen Fettstoffwechsel. Cholinmangel macht sich zuerst durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen bemerkbar. Vitamin B10: Para-Amino-Benzoesäure (PABA) PABA ist ein wichtiger Co-Faktor bei der Bildung von Folsäure. Sie ist wegen ihrer pigmentierenden Wirkung auch als Haut- und Haarvitamin bekannt. Vitamin B10 besitzt antioxidative Eigenschaften und ist für die Gesunderhaltung bzw. Therapie von Autoimmunerkrankungen einsetzbar. Vitamin B10 besitzt auch eine protektive Wirkung gegen UV-Strahlung und kann als Bestandteil in Sonnenschutzmitteln enthalten sein. Auch bei Erkrankungen wie Sklerodermie oder Lupus erythematodes kommt es zu Hauterscheinungen in Form von Rötungen und Ekzemen, welche mit Vitamin 10 behandelt werden können. Das gilt ebenso für die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), bei der es zu hellen, fleckigen Stellen kommen kann. Hier wirkt Vitamin 10 pigmentierend. Ein Mangel  Para- Aminobenzoesäure  kann sich durch vorzeitig ergraute Haare, Depressionen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gereiztheit äußern. Vitamin B13: Orotsäure Orotsäure spielt eine Rolle bei der Hertsellung von DNA-Ketten innerhalb der Zellen. Sie ist ein wichtiger Faktor für die Zellerneuerung und Zellregeneration. Allgemein beschrieben werden der Orotsäure zellaktivierende und stoffwechselanregende Wirkungen zugeschrieben. Diese machen sich vor allem in Organen mit häufiger Zellteilung bemerkbar, und zwar

  • Durch Anregung zum Aufbau der Darmflora
  • Durch Schnelle Eiweißverwertung in den Muskeln
  • Mit einer Erhöhung der Gedächtnisleistung
  • Einer Vitalisierung des gesamten Organismus (insbesondere der Herzleistung)
  • Sowie einer erhöhten Zellregeneration in der Leber

Bedeutung hat Orotsäure als Therapeutikum bei der Behandlung

  • Von Gelbsucht bei Neugeborenen,
  • bei Herzinfarkt
  • oder Leberinsuffizienz

So regt Orotsäure bei Leberschäden und nach einem Herzinfarkt die Regeneration der jeweiligen Zellen an und führt zur Milderung von Symptomen. Vorsicht ist bei der Dosierung geboten, da eine Überdosierung  zu einer gegenteiligen Wirkung führen kann. Sie kann die Zellen von Leber und Herz schädigen!  Vitamin B15: Pangamsäure

  • Pangamsäure ist ein Zwischenprodukt bei der körpereigenen Verwertung von Cholin.
  • Die hauptsächliche Wirkung ist die Erhöhung der Sauerstoffverwertung in den Zellen.
  • Der Einsatz als Nahrungsergänzung und Therapeutikum ist bislang umstritten.

Pangamsäure  entsteht im Körper bei Stoffwechselprozessen mit Beteiligung von Cholin. Dieses wird, wie ich es bereits sagte unter anderem zur Herstellung von Acetylcholin, einem Neurotransmitter, benötigt. Im Handel werden allerdings Produkte als „Vitamin B15“ angeboten, welche als Mittel zur besseren Sauerstoffverwertung dienen. Diese Wirkung wurde von russischen Wissenschaftlern auch nachgewiesen. Ob der Einsatz als Nahrungsergänzungsmitteln jedoch sinnvoll ist, bleibt bis zum jetzigen Stand umstritten. Chemisch betrachtet handelt es sich bei dem Vitamin B 15 bzw. bei Pangamsäure um Dimethylglycerin. Russischen Forschern zufolge bewirkt es vor allem eine Verbesserung des Sauerstoffumsatzes in den Körperzellen. Dies bedeutet, dass sie den Sauerstoff wirkungsvoller verwerten können und so ihre Gesamtleistung gesteigert werden kann. Das macht sich dann wie folgt bemerkbar:

  • Der Sauerstoffumsatz in den Gewebszellen wird angeregt
  • Muskel, Gehirn und Herz werden besser mit Sauerstoff versorgt
  • Der Blut-pH-Wert wird abgesenkt
  • Die Leber wird bei Entgiftungsvorgängen unterstützt
  • Die Immunabwehr wird gestärkt
  • Pangamsäure bietet einenSchutz vor der Entstehung mancher Krebsarten
  • Zudem soll es die Bildung von Lactat im Körper verringern.

Damit kann eine Therapie mit dem Vitamin B15 für eine Reihe von Erkrankungen von in Erwägung gezogen werden. Dazu gehören:

  • Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Angina pectoris
  • Asthma bronchiale
  • Tinnitus
  • Alkoholerkrankung
  • Diabestes mellitus
  • Hauterkrankungen
  • Krebs
  • Zudem wurde die Substanz auch im Leistungssport verwendet, um eine Steigerung von Kraft und Ausdauer zu erzielen.

Die therapeutische Dosierung wird hier mit 150mg/Tag angegeben. Symptome einer Überdosierung sind nicht bekannt, jedoch sind die genauen Forschungen hierzu noch nicht zur Gänze abgeschlossen.

  • Jedoch ist eine therapeutische Wirkung nach wie vor umstritten und nicht ausreichend durch weitergehende Forschungen belegt!

Ob und wie der Körper die in Lebensmitteln enthaltene Pangamsäure verwertet, ist bis dato noch nicht bekannt.

Quellen

Fischer, Prof. Dr. Markus: Moderne Lebensmittelchemie Modrzejewski, Andreas: Wir essen und trinken uns krank Steinegger, Ernst / Hänsel, Rudolph:Pharmakognosie Kröger, Aline: Bewusste Ernährung Schünke, Gabriele / Kuhlmann, Dirk /Lau, Werner: Arbeitsbuch orthomolekulare Medizin Vitamin B17: Amygdalin Amygdalin aus Aprikosen- oder Mandelkernen wird im Internet als natürliches Mittel gegen Krebs beworben. Doch bisher konnte seine Wirksamkeit nicht bewiesen werden – stattdessen kann Amygdalin zu gefährlichen Vergiftungen führen. Ein Vitamin gegen Krebs – das klingt natürlich und einfach. Wenn man einigen Anzeigen im Internet, glauben sollte ist Amygdalin,  genau das wichtige Therapeutikum. Vor einigen Jahren hat man sehr viel dazu publiziert und es gab Therapeuten, die regelrechte Therapien mit diesem Stoff gegen Krebs durchgeführt haben. Jedoch muss man folgendes wissen: Amygdalin wird im Körper mithilfe von Wasser und verschiedenen Enzymen unter anderem zu Blausäure (auch Cyansäure genannt) abgebaut. Dies soll nach den Anwendern bevorzugt in Tumorzellen geschehen. Die Blausäure soll wiederum die Tumorzellen töten. Diese Theorie ist nicht haltbar, weil zur Bildung von ein Enzym besonders wichtig ist, die b-Glukosidase. Tumorzellen – gutartige und bösartige – enthalten jedoch nur Spuren dieses Enzyms. Damit kann die Blausäure also nicht bevorzugt an Tumorzellen gebildet werden. Ebenso ist auch nicht ein Mangel an Amygdalin dafür verantwortlich, dass Krebserkrankungen hervorgerufen werden könnten: Dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege, außerdem nehmen wir Menschen über unsere Ernährung kaum Amygdalin auf. Tierversuche mit Amygdalin kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen: Während eine Studie keinerlei Wirkung feststellte, konnte in einer anderen Studie das Krebswachstum in Mäusen eingedämmt werden, indem diese eine Mischung mit Amygdalin verabreicht bekamen. In einer klinischen Studie, in der 178 Krebspatienten mit Amygdalin behandelt wurden, wurde keine Wirkung des Stoffes festgestellt. In einem neueren Versuch an Zellkulturen scheint sich zu zeigen, dass Amygdalin tatsächlich effektiv gegen Krebszellen wirken könnte. Dabei wurde jedoch an die Tumorzellen das Enzym b-Glukosidase angelagert, damit sich aus dem Amygdalin Blausäure zur Zerstörung der Tumorzellen bilden kann. Umstritten ist, ob dieses Verfahren bei Menschen anwendbar und wirksam ist.

So gehen wir aus Sicherheitsgründen davon aus, dass Amygdalin gefährlich ist.

Blausäure beeinträchtigt den Transport von Sauerstoff im Blut und ist deshalb hochgiftig. Trotz der Verbote und der Gefahr, die von Amygdalin ausgeht, findest du im Internet Produkte mit Amygdalin aus dem Ausland. Lass unbedingt die Finger davon!

Show 027: Wie wirken B-Vitamine

Zusammenfassung

B-Vitamine sind essentiell für das Wohlbefinden der Menschen und ein wichtiger Faktor zum Erhalt der Gesundheit. Vitamin B-Mangel kann sich im Verlust der Körperenergie, einer verringerten körperlichen Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, einer geminderten nervlichen Belastbarkeit sowie einer erhöhten Infektanfälligkeit äußern. Bei einem chronischen Mangel der B- Vitamine können viele Beschwerden hinzukommen, wie chronische Erschöpfung, Depressionen, erhöhte Homocystein-Werte, Arteriosklerose, neurodegenerative Erkrankungen und viele andere.

Inhalt

Die Entdeckung der meisten Vitamine war damit verbunden, dass sie halfen, lebensgefährliche Mangelzustände zu verhüten. So schützt Vitamin C vor Skorbut, Vitamin D vor Rachitis, Vitamin A vor Nachtblindheit. Schließlich wurde auch Vitamin B entdeckt, weil es vor Beriberi schützt. Jedoch gestaltete sich die Entdeckung und Einordnung der B-Vitamine als schwierig. Beriberi tritt vor allem dort auf, wo geschälter Reis als Hauptnahrung gilt, man findet sie aber auch bei Alkoholikern. Dabei ist die Geschichte über die wissenschaftliche Aufklärung der Krankheitsursachen sehr zwiespältig, weil es sich bei Beriberi zunächst nicht nur um Vitaminmangel handeln sollte.

So beschrieb der Niederländer Jacob de Bondt 1630 eine Krankheit bei Einwohnern von Indonesien. Diese hatten einen wackeligen Gang mit zittrigen Knien, wie man es bei Schafen beobachten konnte. Daher kommt auch der Name der Krankheit Beriberi – das bedeutet Schaf.

Man ging zunächst davon aus, dass eventuell ein Virus oder Bakterium Beriberi verursacht. Gleichzeitig gab es darüber Zweifel. So der Japaner Kanehiro Takadi, der Mangelernährung oder falsche Nahrung als Ursache ansah. Dank Takaki wurde die Ernährung auf Japans Schiffen dahingehend geändert, dass die Matrosen nicht mehr nur geschälten Reis als Nahrung bekamen, sondern dieser durch eine Mischung aus Gemüse und Fleischprodukten ergänzt wurde.

Als der holländische Arzt Eijkman 1886 nach Indonesien kam, vermutete auch er, dass ein Bakterium der Erreger der Krankheit sei. Jedoch stellte er auch an Hühnern fest, dass diese, nach dem sie geschälten Reis aus Küchenabfällen gegessen hatten, ebenfalls erkrankten. Erstmalig wurde darauf die Erkrankung mit dem geschälten Reis in Verbindung gebracht. Er stellte fest, dass die Erkrankung mit ungeschältem Reis nicht ausgelöst wurde. Mit ungeschältem Reis konnte die Krankheit sogar geheilt werden. Das war das Ende der Bakterientheorie. Es musste aber einen Stoff geben, der in der Schale des Reises vorhanden war, der die Krankheit verhinderte. 1910 entdeckte dann Umetaro Suzuki den Anti-Beriberi-Faktor in der Reisschale. Diesen Stoff nannte er Oryzanin. Erst 1936 gelang es Robert Williams das Vitamin B1, auch Thiamin genannt, zu synthetisieren. Beriberi wird also durch einen Mangel an Vitamin B 1 ausgelöst.

Inzwischen weiß man um die Bedeutung dieses Vitamins für den menschlichen Organismus. Vitamin B1 ist notwendig, um Kohlenhydrate und Zucker zu verstoffwechseln. Es unterstützt die Versorgung des Körpers mit Energie.

Die Geschichte der Entdeckung der B-Vitamine kann man unter dem Link nachlesen.

Was die B-Vitamine von den Vitaminen A, C, D, E generell unterscheidet ist, dass sie existenziell für jegliches Leben sind. Es sind genau acht Substanzen, die zur Gruppe der B-Vitamine zählen. Sie sind stets als Komplex zu betrachten von denen keines fehlen darf. B-Vitamin haben im Organismus eine Schlüsselrolle als Bestandteil von Enzymen, die den Stoffwechsel steuern. Sie fungieren als Wirkgruppe in Enzymen, die in den Kohlenhydrat– und Eiweißstoffwechsel eingreifen. B-Vitamine greifen sogar in den Aufbau der Erbsubstanz ein.

Heute kann man zu den B-Vitaminen folgendes sagen:

Wenn Menschen Vitamin B – Mangel haben, merkt man das an dem Verlust der Lebenskraft, die sich in einer verringerten körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, einer verringerten nervlichen Belastbarkeit sowie einer erhöhten Infektanfälligkeit äußert. Solche Symptome können bei vielen Krankheiten auftreten. Aber bei solchen Symptomen hat man sehr selten einen Vitamin B-Mangel im Blick. Oft tut man diese Symptome auch nur als vorübergehende Schwächephase ab. Die B-Vitamine gehören jedoch zu den wasserlöslichen Vitaminen. Das bedeutet, dass sie nicht im Körper gespeichert werden können, außer Vitamin B12, und deshalb täglich mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Bei Vitamin B-Mangel über einen längeren Zeitraum kommen zusätzliche Beschwerden hinzu. Dazu zählen: Chronische Erschöpfungssymptome, Depressionen, erhöhte Homocystein-Werte, Anämien, Arteriosklerose und neurodegenerative Erkrankungen wie z.B. Alzheimer. Dabei können auch irreversible Spätfolgen entstehen die nur durch hochdosierte Gaben von Vitamin B behandelt werden können.

Chronischer Vitamin-B-Mangel ist aber nicht nur eine Folge von Mangelversorgung. Weitere belastende Umstände wie z.B. Stress, Alkohol- und Kaffeekonsum, Schwangerschaft oder chronische Entzündungen können zu Vitamin B-Mangel führen. Andererseits können auch bestimmte Medikamente oder eine vegetarische Ernährung zu Vitamin-B-Mangel führen.

B-Vitamine treten immer gemeinsam aus. Wirkungen werden wechselseitig verstärkt. Sie haben gemeinsam, dass sie als Vorstufe für Koenzyme wirken. Alle haben ihre Bedeutung bei der Energieversorgung des Körpers, das heißt bei der Gewinnung von „Brennstoffen“ aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten, die über die Nahrung aufgenommen werden. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass sie in Nahrungsmitteln gleichzeitig auftreten.

Zu den B-Vitaminen gehören:

Vitamin B1 - Thiamin

Vitamin B2 - Riboflavin

Vitamin B3 - Nicotinsäure oder  (Niacin)

Vitamin B5 - Pantothensäure

Vitamin B6 - Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal

Vitamin B7, auch Vitamin H (Biotin)

Vitamin B9 - Folsäure bzw. Folat

Vitamin B12 - Cobalamine

Fast alle B-Vitamine kommen in pflanzlichen und auch in tierischen Lebensmitteln vor, allerdings jeweils in unterschiedlichen Mengen. Vitamin B12 ist jedoch kaum in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, außerdem kann es im Gegensatz zu allen anderen wasserlöslichen Vitaminen im Körper gespeichert werden. Die Zufuhr von Vitamin B12 in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ist demnach besonders für Vegetarier und vegan lebende Menschen sehr wichtig.

Die Aufgaben der einzelnen B-Vitamine sind sehr vielfältig. Sie beeinflussen den Energiestoffwechsel, das Nervensystem, die Proteinsynthese (B1, B5), können das Homocystein senken und sind an der Gewebebildung beteiligt (B2). Sie wirken als Antioxidantien, regulieren Blutzucker und Blutdruck und sind am Fettstoffwechsel beteiligt (B3, B6, Biotin), unterstützen die Wirksamkeit der roten Blutkörperchen und die Synthese von Proteinen und Neurotransmittern (B6). Sie fördern das Zellwachstum (Biotin), wirken im Aminosäurestoffwechsel, beim Aufbau von Nervenzellen, der Zellentwicklung sowie der Blutbildung (B12, Folat) und sie sind beteiligt an der Produktion von Nukleinsäure, bei der Entwicklung des Fötus und helfen bei Darmerkrankungen (B9-Folat)

Insbesondere Muskeln, der Verdauungsapparat, Haut, Haare, Augen, Mund, Leber und am meisten die Nerven profitieren von der Wirkungsweise der B-Vitamine. Obwohl es diese Wechselbeziehung zwischen den B-Vitaminen gibt, hat jedes B-Vitamin auch spezielle Aufgaben zu bewältigen.

Gerade bei älteren Menschen und Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Demenz, Diabetes, Lebererkrankungen, Krebserkrankungen ist immer wieder auch die ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen zu betrachten. Auch bei Herzerkrankungen spielen sie eine große Rolle. Sie sind auch zur Senkung des Homocysteins, einem wichtigen Risikofaktor bei Arteriosklerose wichtig, weil damit Folgeerkrankungen am Herz-Kreislaufsystem und bei neurodegenerativen Erkrankungen vermieden werden können.

Literaturempfehlungen

Rico Koglek:

Die Vitalstoffe Revolution für ein gesundes & langes Leben: Warum Ärzte dich NIEMALS gesund machen. Wie du in 3 Stufen durch ganzheitliche Nahrungsergänzung deine Gesundheit selbst in die Hand nimmst Taschenbuch – 13. März 2017

Die grosse GU Vitamin- und Mineralstoff-Tabelle. Vitamine und Mineralstoffe unserer Lebensmittel. Mit Sondertabellen

 Uli P. Burgerstein

Handbuch Nährstoffe: Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung Gebundene Ausgabe – 19. September 2012

Show 026: Stickstoffmonoxid-das Paradoxon

    Stickstoffmonoxid ist im Organismus ein wichtiger Regulator biologischer Signale.So nimmt dieses kleine Molekül Einfluss auf die Darm- und Lungenfunktion, es beeinflusst die die Arbeitsweise von Nieren, Leber und Bauchspeicheldrüse. Besondere Bedeutung hat NO in Form von Nitroglycerin in der Behandlung von Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Ausgangspunkt für die Erzeugung von Stickstoffmonoxid ist L-Arginin. Mit Hilfe der NO-Synthase wird hieraus NO gewonnen.Dies geschieht unmittelbar dort, wo NO auch benötigt wird. Andererseits ist Stickstoffmonoxid auch ein schädliches Gas, das beim Einatmen zu Reizungen der Atemwege führt. NO st giftig und damit auch schädlich für den Körper. Besonders schädlich ist die Wirkung von NO gemeinsam mit aktivem Sauerstoff, wobei weitere Radikale entstehen können. Die dabei entstehen Stickoxide schädigen die Atmungskette, die in den Mitochondrien abläuft. Nitrosativer Stress und oxidativer Stress sind die berüchtigten Wege, die die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien schädigen. NO, das von außen auf den Körper einwirkt hat viele Quellen in der Umwelt. Das sind Autoabgase, Abgase aus der Chemieindustrie, Produkte aus der Landwirtschaft und viele andere. NO, das im Körper direkt am Wirkort gebildet wird, genau zu dem Zeitpunkt, wo es benötigt wird, hat mit den Schadstoffen nichts zu tun. Es entsteht als Produkt der Körperphysiologie.

Show 025: Was Du beim Abnehmen noch beachten solltest

Übergewicht ist immer ein Mißverhältnis zwischen der aufgenommenen Energie- bzw. Nahrungsmenge und seinem Verbrauch. Demzufolge gibt es auch zwei Wege, um effektiv abzunehmen. der erste Weg führt über den höheren Verbrauch z.B: durch vermehrte Bewegung. Der zweite Weg geht über die Reduktion der Nahrungsmenge, auch Reduktionsdiät genannt. Hierbei gilt es, einiges zu beachten, damit man, und damit meine ich extreme Diäten, keinen Schaden nimmt. Im Wesentlichen sind dies folgende Punkte: 1. Die Menge der Kohlenhydrate sollte nicht auf 0 heruntergeregelt werden, sondern mindestens 50 g pro Tag betragen. Damit schützt man die Nieren und ein starker Abfall des Blutdrucks gerade bei Hypertonikern wird vermieden. 2. Kaliumverluste vermeiden, damit es zu keiner Hypokaliämie kommt, die zu Herzrhythmusstörungen führen kann. 3. Es sollten während der Diät mindestes 50 g Eiweiß pro Tag aufgenommen werden, um dem Abbau der Muskulatur entgegen zu wirken. 4. Ausreichend Ballaststoffe zu sich nehmen und ausrichend Wasser trinken 5. Es ist auch wichtig, eine geringe Menge Fett während der Diät zu verzehren, damit der Körper mit essentiellen Fettsäuren versorgt wird. 6. Ausreichend Vitamine zu sich nehmen, besonders Vitamin B1, weil dessen Reserve im Körper zuerst erschöpft ist. In der Zukunft wird es für Menschen mit massivem Übergewicht weitere Möglichkeit zur Reduktion des Körpergewichts geben. Dies betrifft die Erhöhung der Menge des braunen Fettgewebes durch Medikamente, Kälteprozeduren oder gentechnische Verwandlung des weißen Fettgewebes in braunes Gewebe. Diese Therapien sind jedoch noch in einem Anfangsstadium, so dass das Gesagte zu den Reduktionsdiäten erst einmal beachtet werden sollte, um gesund abzunehmen.

Show 024: Die Kraft des Wassers-Interview mit Burkhard Koller

Zusammenfassung

Portrait Burkhard neu.JPGBurkhard Koller hat sich nach mehreren Schicksalsschlägen während der Phase einer Neuorientierung mit dem japanischen Wissenschaftler Dr. Masaru Emoto, dem Pionier der Wasserkristallfotografie, getroffen. Das hat ihn so fasziniert, dass er sich selbst der Erforschung des Wassers widmete. Seine Herangehensweise war einfach. Wasser, Mensch und Gesundheit prägten sein Leben. Bei der Erforschung von 12 Botschaften des Wassers fand er erstaunliche Parallelen zum Bewusstsein der Menschen. Mit diesem Wissen und der ihm eigenen Philosophie begleitet Burkhard Koller heute Menschen in ihren Entwicklungsprozessen, insbesondere, wenn es um eine berufliche Neuorientierung geht.

Inhalt Entscheidenden Einfluss auf Burkhard Kollers Arbeiten zur Kraft des Wassers hatten Masaru Emoto, Werner Lerch, Prof. Kröplin und Regine C. Henschel. in diesem Kontext ist auch das nachfolgende Zitat von Prof. Kröplin zu verstehen. Unsere Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass Wasser über ein "Gedächtnis" verfügt und dass es eine Kommunikation zwischen verschiedenen Arten von Wasser gibt. Beides erscheint als wesentlich für das Verständnis der Vorgänge in lebenden Zellen, die ungefähr zu 70 % aus Wasser bestehen und ebenso für das Verständnis der Kommunikation von Wasser in der Welt. Dieses Wissen begründet die Notwendigkeit, von einer neuen Dimension in der Qualität und Gesundheit unseres Planeten Erde zu sprechen. ( Prof. Dr. Bernd Helmut Kröplin ) Burkhard Koller betrachtet Wasser nicht nur als Molekül und Lebensmittel, das uns Menschen zu 70% ausmacht. Wasser stillt auch den Durst unserer Seele, den Durst nach Leben, wie er es selbst ausdrückt. So schreibt er in seinem Buch "Die Kraft des Wassers" : Wenn ich zum überwiegenden Teil aus Wasser bestehe, dann ist es eine logische Folge, dass es mich zu meiner ursprünglichen Natur hinzieht. Interessant war für Burkhard Koller, dass Wasser auch Gedanken und Gefühle speichert. In seinem Buch beschreibt er Versuche mit beschrifteten Wassergläsern. Dabei wurden zum Beispiel positive Worte in die Wassergläser eingraviert oder auch positive Gefühle geschickt. Im Ergebnis entstanden wohlgeformte Kristalle. Negative Worte, Gedanken oder Gefühle brachten nur unförmige, klumpige Kristallformationen hervor. Die Kristallbilder machte übrigens Werner Lerch. Nachdem über 40.000 Aufnahmen entstanden sind, wagte Burkhard Koller folgende Aussagen:

Wasser ist ein wichtiger Informationsträger des Universums Die im Wasser gespeicherten Informationen betreffen uns direkt, bestehen wir doch zu 70% aus Wasser Harmonie führt im Wasser zur Bildung harmonischer Kristalle, Disharmonie zu zerrissenen Gebilden Wasser weist uns den Weg zu harmonischer Musik, zu förderlichen Worten und zur Besinnung in der Stille Wasser kann gesehene Bilder speichern und wiedergeben Trinkwasser verändert sich in Gläsern mit harmonisierenden Gravuren und vermag diese Harmonie auf uns Menschen zu übertragen

Burkhard Koller hat über seine Arbeit Kurse entwickelt, die Menschen helfen sollen, eine berufliche Neuorientierung zu finden. Zum Schluss des Interviews beantwortete Burkhard Koller Fragen:

  1. Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen Weg: als ich nichts mehr hatte, außer mich selber
  2. Mit wem würdest Du  gern einmal ein Kamingespräch führen und über welches Thema: Mit dem reichsten Mann der Welt würde ich gern über das Leben sprechen
  3. Gesundheit bedeutet für Dich: innere Ruhe zu haben
  4. Erfolg bedeutet für Dich: Der größte Erfolg ist, wenn ich ich selbst bin
  5. Welches Buch liest Du zur Zeit und kannst Du es weiter empfehlen? Ändere deine Gedanken - und dein Leben ändert sich: Die lebendige Weisheit des Tao 2008 von Wayne W. Dyer  (Autor)
  6. Was ist Dein bisher größter unerfüllter Lebenswunsch?                  Der erste Wunsch ist, frei zu sein und als zweiten Wunsch möchte ich einmal San Remo von einem Schiff auf dem Meer aus betrachten.
  7. Welchen Tipp möchtest Du den Hörern mit auf den Weg geben? Mein Tipp ist: setzt Euch ans Wasser, hört dem Wasser zu und genießt, was das Wasser euch gibt und habt Freude daran

Wer noch mehr über Burkhard Koller und seine Tätigkeit erfahren möchte kann sich auf seinen Websites informieren: https://www.kraftdeswassers.de/ https://www. reset-update.com Burkhard Kollers Buch

Show 023: Wie wichtig sind Fette in der Ernährung

Zusammenfassung Fette sind für den Organismus wichtige Energieträger. Andererseits sollen hauptsächlich Fette maßgeblich daran schuld sein, dass sehr viele Menschen übergewichtig sind. Was stimmt, ist die Tatsache, dass in den Industrienationen der Anteil der übergewichtigen Menschen seit Jahren enorm zunimmt. Jedoch ist nicht nur der hohe Fettkonsum der Menschen verantwortlich, sondern in erster Linie ist es der hohe Zuckerverbrauch, der für das Übergewicht verantwortlich ist. Du erfährst in dieser Sendung, warum das so ist. Außerdem erhältst Du einen Überblick über die vielen Fettvarianten, welche gut für uns sind und auf welche Fette wir Menschen lieber verzichten sollten. INHALT Fette sind für den Organismus wichtige Energieträger sind. So gewinnen die Mitochondrien durch Betaoxidation aus jedem Gramm Fett 9 kcal Energie. Dagegen liefern Kohlenhydrate und Eiweiße im Stoffwechsel aus einem Gramm nur jeweils 4 kcal, nicht einmal die Hälfte. Alle Nahrungsfette setzen sich aus verschiedenen Fettsäuren zusammen. Darunter befinden sich gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, wobei die ungesättigten Fettsäuren einfach und mehrfach gesättigt sein können. Wichtig ist, dass die gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren zur Energiegewinnung verbrannt werden und vom Körper selbst hergestellt werden können. Gesättigte Fettsäuren kommen in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln sowie in industriell hergestellten Produkten vor.  Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für den Menschen essentiell. Das heißt, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Fettsäuren gibt es eine eigenständige Nomenklatur, die wegen der Länge der chemischen Bezeichnung in der Regel die Anzahl der Kohlenstoffatome sowie die Lage der Doppelbindungen in ungesättigten Fettsäuren enthält. Die ungesättigten Fettsäuren enthalten mindestens eine Doppelbindung, die durch Hydrierung, das heißt Anlagerung eines Wassermoleküls, aufgesättigt werden. Es werden einfach (Monoensäuren), doppelt (Diensäuren), dreifach (Triensäuren) oder mehrfach (Polyensäuren) ungesättigte Fettsäuren unterschieden. Ungesättigte Fettsäuren werden ebenso nach der Position ihrer Doppelbindungen eingeteilt. Das Kohlenstoffatom, das die Carboxylgruppe trägt, wird dabei als Omega-Kohlenstoffatom bezeichnet. Danach werden alle anderen Atome durchnummeriert. So unterscheidet man  die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, Omega-6-Fettsäuren, Omega-9-Fettsäuren u.a. Ungesättigte Fettsäuren kommen hauptsächlich in Ölen vor. Darüber hinaus gibt es Trans- Fettsäuren. Diese sind ungesättigt mit mindestens einer trans-konjugierten Doppelbindung zwischen zwei C-Atomen. Sie werden hauptsächlich industriell gefertigt. Eine hohe Zufuhr von trans-Fettsäuren erhöht das Risiko für eine Fettstoffwechselstörung. Besondere Bedeutung für die Ernährung und für die Herzgesundheit haben Omega – Fettsäuren Dabei sollte das Verhältnis Omega 3 zu 6 etwa 1: 5 betragen. Aus den Omega-6 Fettsäuren werden die Omega-6 Eicosanoide aufgebaut. Diese haben eine überwiegend entzündungsfördernde Wirkung. Dagegen sind die Omega-3 Eicosanoide entzündungshemmend. Es sind beide Funktionen notwendig, weil man immer Stoffe benötigt, um eine Entzündungsreaktion zu starten, aber auch um sie zu beenden. Mit einem Zuviel an Omega 6-Fettsäuren schafft man im Körper eher eine entzündungsfreundliche Umgebung, was für die Gesundheit nicht vorteilshaft ist. Denn damit wird eine hohe Entzündungsneigung des Körpers begünstigt und auch viele chronische Krankheiten und die Insulinresistenz. Mit der Ernährung kann man durch Auswahl der richtigen Lebensmittel die Balance zwischen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren gut hinbekommen. So haben die raffinierten Pflanzenöle einen besonders hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Produkte mit dem höchsten Gehalt sind Soja, Mais, Sesam, Distel und Sonnenblumenöl. Diese Pflanzenöle solltest Du nur gelegentlich verwenden, weil sie die Balance zwischen Omega 3- zu Omega 6- Fettsäuren belasten. Stattdessen lieber Olivenöl verwenden. Tierische Lebensmittel mit dem höchsten Anteil an gesättigten Fettsäuren sind Milchfett, rotes Fleisch und auch Hühnereier. Dabei stellt man immer öfter positive gesundheitliche Wirkungen durch Milchfett fest. Es gibt sehr gute Studien, in denen gezeigt wurde, dass Milchfett das Diabetesrisiko um bis zu 50 % reduzieren kann. Was die Ursachen dafür sind, ist noch nicht geklärt. Es deutet sich aber an, dass die Beeinflussung der Darmflora dabei eine Rolle spielen könnte. Beim Verzehr von Fleischprodukten gilt es, darauf achten, ob es industriell stark verarbeitet wurde oder nicht. Stark verarbeitete Produkte sind mit einem höheren Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes verbunden. Für eine gesunde Lebensweise sollte man den Fleischkonsum auf einmal pro Woche beschränken. Da das Fett aus Hühnereiern überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren besteht, kann man sie auch ohne große Bedenken verzehren, wenn es bei einem Ei pro Tag bleibt. Hühnereier enthalten außerdem sehr viel Cholin. Dieser Stoff spielt eine große Rolle bei der Bildung von Lipoproteinen, ohne die überschüssiges Fett nicht aus der Leber abtransportiert werden kann. Nach der LOGI-Kost kann der Fettanteil an der Nahrung 40 bis 45 % betragen, Eiweiße und Kohlenhydrate jeweils nur 20-30 %. Dabei ist auch darauf zu achten, dass besonders Omega 3-Fettsäuren nicht fehlen dürfen. Sehr gut kann man sich an der mediterranen Ernährung  orientieren. Dort werden gutes Olivenöl, Nüsse, Fisch, Samen und Avocado als Fettträger verwendet. Bei dieser Zusammensetzung kann der Fettanteil an der Nahrung durchaus auch bei 50% liegen. Wenn dazu Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide kommt, reichlich frisches Gemüse, Obst und Kräuter gegessen werden und dazu feine Käse- und Fleischspezialtäten in geringen Maßen kommen, hat man schon die perfekte gesunde Kost. Auf der anderen Seite müssen raffinierte Kohlenhydrate und Zucker sowie billige Industrieöle und Fertigprodukte aus der Ernährung verbannt werden. Der Tipp zum Schluss Mit der LOGI-Kost kann man seinen Energiebedarf sehr gut steuern. Der Fettanteil an der Nahrung darf bis ca. 50 % an der Gesamtenergiemenge ausmachen. Wichtig ist es jedoch wertvolle Öle zu verwenden, die das  richtige Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren garantieren. Auch gegen Butterkonsum ist nichts einzuwenden, sofern Du gesund bist und es nicht übertreibst. Der Dickmacher für die meisten Menschen ist Zucker und alle Lebensmittel, die besonders viel davon enthalten. Literatur

  1. Ulrike Gonder, Dr. Nicolai Worm "Mehr Fett"
  2. Michael Bockisch: "Nahrungsfette und -Öle"  (Handbuch der Lebensmitteltechnologie)
Show 022: Medikamentenmissbrauch und Leistungssteigerung

Zusammenfassung Von Medikamentenmissbrauch und Medikamentensucht sind in Deutschland ca. 6-12 % der Berufstätigen betroffen. Die Diagnose ist schwierig, weil die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente, anders als bei Alkohol- oder Drogensucht gut getarnt werden kann. Die Ursachen von Medikamentenmissbrauch sind häufig durch den modernen Lebensstil und die neuen Anforderungen in der Arbeitswelt zu finden. Die Menschen wollen, auch weil es von Ihnen erwartet wird, immer leistungsbereit sein, gesund und sportlich aussehen und stets Optimismus ausstrahlen. Dabei ist es so, dass sehr viele Menschen, unter permanenter Überforderung leiden. Wenn man dem Idealbild entspricht, das heißt gesund, sportlich und vital ist, dann hat man es gelernt, einen gesunden Lebensstil zu pflegen und achtsam mit sich umzugehen. In Wirklichkeit unterliegen viele Menschen  einem Dauerstress und müssten ausspannen, sich erholen und ihr Leben ordnen. So kommt es, dass ein Teil dieser Personen ihr Wohlbefinden mithilfe von verschreibungspflichtigen Medikamenten steigern will. Man nennt dies auch pharmakologisches Neuroenhancement. INHALT Das IGES (Forschungs- und Beratungsinstitut für Infrastruktur- und Gesundheitsfragen) hat zusammengefasst, um welche Medikamente es sich dabei handelt: wörtlich aus dem DAK Gesundheitsreport von 2015: „Das sind vier Medikamentengruppen, die in Frage kommen. Das sind zunächst Stimulanzien. Das sind Mittel, von denen Gesunde eine Wirkung erhoffen. Also von Stimulanzien erhoffen sich Gesunde, dass sich die Gedächtnisleistung verbessert oder sie eine erhöhte Wachheit erreichen können und dass auch im Fall von Schlafdefiziten das Schlafdefizit ausgeglichen werden kann. Dazu zählt zum Beispiel Methylphenidat. Eine zweite Gruppe wären die Antidementiva, die gegen Demenz zugelassen sind und von denen Gesunde erhoffen, dass sich ihre Gedächtnisleistung verbessert. Drittens Antidepressiva, die gegen Depressionen  zugelassen sind und von denen Gesunde sich erhoffen, dass sie davon eine Stimmungsaufhellung erfahren oder dass sie dadurch zum beispiel Unsicherheit und Schüchternheit überwinden. Die letzte Gruppe, das sind die Betablocker, die zum Bespiel zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen sind. Aber die gesunden Verwender erhoffen sich davon, dass sie Stress und Nervosität abbauen und Lampenfieber reduzieren.“ Beweggründe für den Medikamentenmissbrauch sind:

  • Bevorstehende Prüfungen, eine Präsentation vor Entscheidungsträgern in der Firma, oder eine schwierige Verhandlung
  • Damit die Arbeit leichter von der Hand geht oder berufliche Ziele besser erreicht werden können
  • die Erwerbstätigen sind ohne Stimulanzien nicht in der Lage, ihre Arbeit zu erledigen.
  • mithilfe von Medikamenten mehr Energie für das private Leben zu gewinnen

Wie kommen die Betroffenen an die verschreibungspflichtigen Präparate heran. Oft ist es das Vortäuschen von Erkrankungen beim Arzt. Dann gibt es das Mittel auf Rezept. Man kann diese Medikamente von Kollegen, Bekannten oder Familienangehörigen erhalten, wenn diese, ihre vorher auf Rezept erhaltenen Medikamente nicht verbraucht haben. Bekannt ist auch der Bezug über eine Internetapotheke. Bei ausländischen Apotheken wird oft kein Rezept benötigt. Jedoch hat der Bezug aus Internetapotheken das Risiko, dass man auch eine Arzneimittelfälschung erhalten kann. Eines ist jedoch Fakt: Die verwendeten Medikamente zeigen bei Gesunden kaum eine Wirkung in Hinblick einer Leistungssteigerung. Im Gegenteil. Die Medikamente können erhebliche Nebenwirkungen haben und stellen somit eine Gefahr für die Anwender dar. Also mindern sie eher die Leistungsfähigkeit und können zu Persönlichkeits- und Schlafstörungen führen. Eine große Gefahr besteht auch darin, abhängig zu werden. Dann sprechen wir von Medikamentensucht. Gefährlich gestaltet sich Medikamentensucht vor allem deshalb, weil die betroffenen Personen lange Zeit in ihrem persönlichen Umfeld nicht auffallen. Medikamentenabhängige werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Der Griff in die Hausapotheke bleibt zu Hause unbemerkt, selbst in der Familie. Schwierig ist es auch, weil es für Medikamentenabhängige nur wenig erkennbare Zeichen des Missbrauchs gibt. Dabei gibt es in Deutschland, ähnlich wie bei Alkoholmissbrauch mindestens 1,4 Millionen Betroffene. Die häufigsten Ursachen für Medikamentenmissbrauch liegen im psychologischen Bereich. Durch die Medikamenteneinnahme sollen psychische Probleme wie Schmerzen, Schlafstörungen, Ängste und Depressionen besiegt werden. Ein weiteres Motiv besteht darin, sekundäre psychische Probleme ausschalten zu wollen. Oft werden z.B. nach einem Unfall starke Schmerzmittel, z.B. Opiate, verordnet. Der Patient hatte aber unabhängig davon vor dem Unfall bereits psychische Probleme. Durch die Einnahme der Opiate verspüren die Patienten eine Stimmungsaufhellung. Die stimmungsaufhellende Wirkung führt dazu, dass Betroffene die Schmerzmittel weiter einnehmen, obwohl die Schmerzen nicht mehr bestehen. Ein weiterer Grund für die Einnahme von Medikamenten liegt in dem Wunsch nach euphorisierender Wirkung. So führt die Einnahme nicht retardierter opiathaltiger Schmerzmittel zu dieser leicht euphorisierenden Wirkung. Dies will man dann öfter haben. Damit ist das Abhängigkeitspotential gegeben. Andere wiederum wünschen sich eine direkte Leistungssteigerung. Dazu können Amphetamine und frei verkäufliche Schmerzmittel, wie zum Beispiel koffeinhaltige Mischpräparate zur direkten Leistungssteigerung eingesetzt werden. Manchmal sind es gar nicht so komplizierte Präparate. Schon gewöhnliche Kopfschmerztabletten haben bei manchen Anwenderinnen und Anwendern zu einem „klaren Kopf“ und „vermehrter Leistungsfähigkeit“ geführt. Das ist der Grund, es immer wieder zu probieren. Ein weiteres Motiv für Medikamentenmissbrauch besteht in dem Wunsch, die Leistungsfähigkeit indirekt zu steigern. Dabei geht es darum, durch bestimmte Medikamente zur Ruhe zu kommen, um schlafen zu können trotz Überforderung und Anspannung. Häufig werden dazu Bezodiazepine (manche sagen auch LMA-Tabletten) oder schlafanstoßende Andidepressiva genutzt. Welche konkreten Substanzen eingenommen werden, will ich hier nicht erläutern, weil es dazu führen könnte, dass ich dich auf abwegige Ideen bringen könnte. Zur Steigerung seiner Leistungsfähigkeit braucht man keine Medikamente einzunehmen. Auch ist es keine Schande, wenn man eine bestimmte Zeit das Gefühl hat überfordert zu sein. Man muss versuchen zu erkennen, wo die Ursachen dafür sind und wenn man es nicht alleine schafft, unbedingt Hilfe einfordern. Um jedoch solche Situationen zu vermeiden und seine Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern ist es wichtig, eine gesunde Lebensweise zu praktizieren. Dazu gehören ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung, eine optimale Schlafdauer- und Schlaftiefe, die Vermeidung von Dauerstress, Freundschaften, kulturelle Erlebnisse, kurz alles, was uns das Leben lebenswert macht. Es ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, dass man alles dafür macht, damit das vegetative  Nervensystem mit seinen zwei Bestandteilen Sympathikus und Parasympathikus in Harmonie ist. Das bedeutet, sich nach einem langen Arbeitstag oder Kraft fordernden Aktivitäten zu erholen. Das muss nicht immer mit Schlaf gleichgesetzt werden. Stress in der Familie abzubauen bedeutet zum Beispiel, etwas gemeinsam zu machen. Mit den Kindern zu spielen zum Beispiel oder die Oma zu besuchen. Da haben alle etwas davon, Du vergisst Deine Sorgen aus dem Job und die Kinder oder die Oma genießen es, mit Dir zu sein. Ja, auch die Kommunikation mit Freunden ist wichtig, aber bitte nicht nur per Mail oder WhatsApp. Der persönliche Kontakt ist viel wichtiger. Genauso wichtig wie ein Hobby oder sportliche Aktivitäten. All das trägt dazu bei, dass Dauerstress keine Rolle in deinem Leben spielt. Durch außerbetriebliche Kontakte und Aktivitäten erhältst Du die mentale Kraft, die dich im Job nach vorne bringt und deine Leistung steigert. So einfach kann das alles sein. Ja, es gibt auch Probleme in der Familie, das Kind kann erkranken oder die Oma wird pflegebedürftig.  Dann muss auch mal Gewohntes zurückstehen. Wichtig ist, dass Du in solchen Fällen Hilfe annimmst, die unsere Gesellschaft bereit hält, um nicht in den gefährlichen Dauerstress zu gelangen, der dich selbst krank werden lässt. Sicher ist die angebotene Hilfe nicht immer optimal, weil es keinen 100 % - igen Ersatz für dein Engagement geben kann. Aber denke daran, dass du Zeit gewinnst. Und Zeit ist bekanntermaßen ein kostbares Gut. Literaturhinweise Dtsch. Ärztebl. 2005, 102(14): A-950/B-805/C-752 Rabbata, Samir

Show 021: Schwermetalle-eine weitere Ursache gesundheitlicher Gefahren

Zusammenfassung Schwermetalle haben im menschlichen Körper teils positive Wirkungen, wenn sie zum Beispiel zu den Spurenelementen zählen, wie Zink, Selen, Mangan, Eisen Kupfer und andere. Dagegen gibt es jedoch auch solche Schwermetalle, wir zum Beispiel Blei, Quecksilber, Cadmium, die hoch giftig für den Menschen sind und zu vielen Schäden führen können. Auch die Spurenelemente können bei Überdosierung zu körperlichen und psychischen Schäden am Menschen führen In der Sendung wird dargestellt, warum Schwermetalle giftig sein können und es werden Wege zur Beseitigung und Ausleitung gezeigt.   Inhalt Im Allgemeinen werden Metalle zu den Schwermetallen gezählt, die eine Dichte über 5,0 g/cm haben. In der Medizin selbst gibt es dafür keine eindeutige Bezeichnung. Oft wird darunter eine Gruppe von Metallen, manchmal auch Halbmetallen verstanden. Die meisten von ihnen haben eine toxische Wirkung auf den Menschen, können in kleinen Mengen jedoch lebensnotwendig sein. Sollten Schwermetalle toxische Wirkungen auf den Körper ausüben, gibt es typische Symptome, die aber auch für andere Vergiftungen zutreffen: Man kann davon ausgehen, dass im Fall von Vergiftungen die Entgiftungsorgane, Leber, Darm, Nieren und die Haut einfach überfordert sind, alle Giftstoffe abzubauen. Die Giftstoffe können sich dann im ganzen Körper ausbreiten. Diese Ansammlung von Giftstoffen im Körper kann zu schweren Magen-, Haut- und Augeninfektionen führen. Die Entstehung von Tumoren, Asthma, neurologischen und Herzerkrankungen werden dadurch gefördert. Wodurch werden jedoch Schwermetallemissionen verursacht? Fast alle Verbrennungs- und viele andere Produktionsprozesse sind mit staub-und gasförmigen Emissionen verbunden. Zwar bestehen die Gesamtstaubemissionen aus diesen Quellen überwiegend aus relativ ungefährlichen Oxiden, Sulfaten und Karbonaten von Aluminium, Eisen, Kalzium, Silizium und Magnesium. Diese können jedoch durch toxische Inhaltsstoffe wie Cadmium, Blei oder Quecksilber ein hohes Gefährdungspotenzial erreichen. Eine wichtige Quelle aller Schwermetalle ist der Brennstoffeinsatz in der Energiewirtschaft. Bei Arsen, Cadmium, Chrom, Quecksilber und Nickel liegen hier die größten Mengen vor. Die Metalle Blei, Kupfer und Zink belasten hauptsächlich durch den Abrieb von Bremsen und Reifen im Verkehrsbereich die Umwelt. Die Menge des Abriebs korreliert dabei mit der Fahrleistung. Selen wird aus den beiden Bereichen Energie und Verkehr emittiert. Auch Pestizide können schwermetallhaltig sein. Darüber hinaus gibt es Berufe, in denen Menschen in Kontakt mit Schwermetallen haben. Nennen möchte hierbei die Elektronik – Branche. Bei der Herstellung von Computern und Handys können beim Löten die schwermetallhaltigen Dämpfe eingeatmet werden. Neben anderen Giften enthält auch Zigarettenrauch Schwermetalle. Auch durch die Medizin selbst können Schwermetallbelastungen auftreten. Bis vor einigen Jahren wurde zur Konservierung von Lebendimpfstoffen Thiomersal eingesetzt, eine Quecksilber-Verbindung. Impfstoffe können auch Aluminium enthalten, von dem man vermutet, dass es Nervenschäden hervorrufen kann, wie zum Beispiel Demenz, Autismus oder Multiple Sklerose. Außerdem wird das Immunsystem durch Aluminium geschädigt. Mit Aluminium kommt man aber auch durch Deodorants und natürliche Lebensmittel, die mit Alu-Folie in Berührung kamen, in Kontakt. Eine interessante Nachricht gibt es aus der Luftfahrt, gesendet von RTL am 19.07.2005. Es werden schwermetallhaltige Stoffe aus Flugzeugen abgesondert. Der Link befindet sich unten. Weiterhin können von Pflanzen aus dem Boden, über das Wasser oder die Luft Schwermetalle aufgenommen werden. So sammelt sich beispielsweise in Birkenblättern und Johanniskraut Cadmium an. Bleibelastungen kann man dagegen in Brennnesselwurzeln oder Isländisch Moos finden. Dr. Lothar Kabelitz hat bereits 1998 darüber berichtet. Ohne Zweifel gehören zu den wichtigsten Schwermetallen Blei, Cadmium und Quecksilber. Blei wird in Knochen und Zähnen angereichert und schädigt vor allem das Nervensystem, das blutbildende System, die Nieren und bei Erwachsenen auch das Herz-Kreislauf-System. Mögliche Folgen sind zum Beispiel eine verminderte Intelligenz, Lern- und Gedächtnisprobleme, Blutarmut und Nierenfunktionsstörungen. Besonders riskant ist eine Bleibelastung für Kinder sowie für Schwangere. Im Tierversuch hat Blei zudem Krebs verursacht. Cadmium wird bevorzugt in den Nieren, aber auch in anderen Organen wie Leber, Schilddrüse sowie in den Knochen gespeichert. Der Körper kann das Cadmium kaum ausscheiden, sodass es sich anreichert. Das schädigt vor allem die Nieren und stört ihre Funktion. Weil Raucher Cadmium auch noch mit dem Tabakrauch aufnehmen, sind ihre Nieren meist einer noch stärkeren Cadmiumbelastung ausgesetzt. Besonders gefährlich sind organische Quecksilber-Verbindungen. Diese werden fast vollständig im Darm resorbiert. Sie überwinden die Blut-Hirn-Schranke und sammeln sich im Gehirn und Rückenmark an. Im Bereich des Nervensystems treten daher auch die größten Schäden durch eine Quecksilberbelastung auf (z.B. Missempfindungen, Gangunsicherheiten, Sprach- und Hörstörungen). Anorganische Quecksilber-Verbindungen werden im Darm kaum aufgenommen. Sie reichern sich hauptsächlich in den Nieren (Funktionsstörungen!) an, sind bei Belastung aber auch in Leber, Schilddrüse, Gehirn und Hoden nachweisbar. Sowohl organische als auch anorganische Quecksilberverbindungen haben in Tierversuchen eine krebserregende Wirkung gezeigt. Für eine erhöhte Quecksilberbelastung-Belastung gibt es weitgehend eindeutige Symptome: Zu beobachten ist hier ein schwarzer Saum entlang des Zahnfleischs, starker Speichelfluss brennende Mundschmerzen oder ein metallischer Mundgeschmack. Wie kann man herausfinden, ob individuelle Beschwerden durch Schwermetalle hervorgerufen wurden. Erste Hinweise liefert die Anamnese, wo Ernährungsgewohnheiten, Zahnstatus, berufliche Exposition, Fahrgewohnheiten und Fahrmenge mit abgefragt werden. Darüber hinaus gibt es sichere Tests, die eine Bestimmung der Schwermetallbelastung ermöglich. Meistens erfolgt dabei eine Analyse des Urins. Patienten, die noch Amalgamfüllungen besitzen, sollten dies natürlich entfernen lassen. Wichtig ist zu wissen, dass sich durch die lange Verweildauer von Quecksilber im Mund, dieses sich in anderen Organen absetzen kann. Das ist durch den Kauvorgang und durch Löseprozesse verursacht. Die Belastung für den Körper besteht dann also weiter. Um wirklich seinen Körper wieder frei zu bekommen von der Belastung bleibt nur eine Alternative: Die Schwermetall-Ausleitung! Dabei hat uns die Natur einige Mittel zur Verfügung gestellt, um Schwermetalle aus unserem Körper zu entfernen. Da gibt es zum Beispiel Bärlauch, Knoblauch, grünen Koriander, Mariendiestel und die Chlorella-Alge, die Schwermetalle binden können, die dann ausgeschieden werden. In der mitochondrialen Medizin arbeitet man gerne mit Apha-Liponsäure. Manchmal wird auch Selen eingesetzt, um Schwermetalle zu binden. Die Ausleitung erfolgt dann mittels anderer Techniken. Begleitend kann auch Vitamin C in hohen Dosen durchgeführt werden. Begonnene Ausleitungen muss man immer zu Ende bringen.   Literaturempfehlungen/Links  

  1. Kabelitz, L.; Zur Schwermetallbelastung von Arznei- und Kräuterdrogen, Pharmazeutische Industrie, 60, 5, 1998 pp. 444
  2. http://www.youtube.com/watch?v=IaPqCMIuEk4
  3. Peter Jennrich: Schwermetalle-Ursache für Zivilisationskrankheiten
Show 020-Magnesium nur bei Wadenkrämpfen – oder ?

Wenn ich von Magnesium spreche, meine ich genauer gesagt Magnesiumsalze und nicht das metallische Element. Magnesiumsalze sind neben Siliziumdioxid das wichtigste Mineral für alle Lebewesen. So ist Magnesium nach Kalium das zweithäufigste Kation innerhalb der menschlichen Zellen. Außerhalb der Zellen finden wir nur etwa ein Prozent des gesamten Magnesiums. 50 bis 70 % des Magnesiums befinden sich in den Knochenzellen. Magnesium ist Aktivator von circa 300 Enzymsystemen im Körper. Besondere Bedeutung hat es für die Übertragung von Phosphaten Ohne Magnesium wäre die Produktion von ATP-Adenosintriphosphat nicht möglich. Das bedeutet, ohne Magnesium ist überhaupt nicht an eine Energieproduktion in unserem Körper zu denken. Das ist aber nur ein Gesichtspunkt für die Wichtigkeit von Magnesium in unserem Körper. Leider wird häufig unterschätzt, dass es sehr viele Menschen gibt, die Magnesiummangel haben. Dafür möchte ich zwei Fallbeispiele vortragen, die ich auf der Website von Magnesiumhilfe gefunden habe: Im ersten Erfahrungsbericht erzählt eine 39-jährige Frau ihre persönliche Krankengeschichte.( Ch. B.-G., geb. 1971), nachzulesen unter: http://magnesiumhilfe.de/cases/case-1971-cbg.php?q_lang=de Bis sich ihre Symptome als Magnesiummangel herausstellten vergingen 32 Jahre, in denen diese Person von Arzt zu Arzt ging und nichts erreichte. Wieviel Lebensqualität ist da verloren gegangen? Die meisten Ärzte hatten nur die Symptome gesehen. Ehrlich gesagt, ist es auch nicht so einfach, an Magnesium zu denken, weil auch die Messung nicht einfach ist. Jedoch sollte man bei unspezifischen Bedenken, immer erst Magnesium, das kaum Nebenwirkungen hat, einnehmen, man kann sich selbst viel Leid ersparen und hat schnelle Erfolge. Mein zweiter Fallbericht kommt aus der Neurologie. Eine Mutter beschreibt im August 2007 den Leidensweg ihres Sohnes, der bis zu seinem 15 Lebensjahr immer wieder mit Antiepileptika behandelt wurde und ihm keine Besserung, geschweige denn eine Anfallsfreiheit brachte. Erst die Einnahme von Magnesium führte zu einer dramatischen Verbesserung des Zustandes. http://magnesiumhilfe.de/cases/case-1991-1.php?q_lang=de Beide und weitere Fallberichte sind auf der Website Magnesiumhilfe.de in voller Länge nachlesbar. Solltest Du jemanden kennen, der an unspezifischen Symptomen leidet, gib ihm bitte den Tipp mit der Magnesiumhilfe. Jetzt zu dem Warum: Der Bedarf an Magnesium für den Menschen beträgt ca. 300 bis 400 mg täglich. Es ist für unseren Körper lebensnotwendig und muss mit der Nahrung zugeführt werden. Bei einer ausgewogenen gesunden Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorngetreide und Nüssen kann man seinen Magnesiumbedarf in der Regel decken. In der modernen Lebensweise ist bei den meisten Menschen die Hauptquelle für Magnesium das Getreide ist. Wegen der industriellen Fertigung  enthält es jedoch schon deutlich weniger Magnesium. So hat man ermittelt, dass die industrielle Landwirtschaft zu bis zu 75 % Magnesiumeinbußen geführt hat. Außerdem wird Magnesium bevorzugt in Form von Auszugsmehlen verzehrt. Es befindet sich jedoch im Keim des Korns. Damit sind Weißmehlprodukte verständlicherweise magnesiumarm Weiterhin gibt es individuelle Situationen, in denen der Bedarf  an Magnesium erhöht ist. Worin äußern sich Symptome eines Magnesiummangels? Häufigste Symptome für Magnesiummangel sind Muskelschmerzen, Wadenkrämpfe, Lidflattern oder Augenzucken. Wer aber denkt zum Beispiel bei Verstopfung, der Fachbegriff hierfür heißt Obstipation, an Magnesium? Aber es geht noch weiter: Magnesiummangel ist für viele menschliche Leiden verantwortlich. Dies wurde bereits auf einem Ärztekongress 1936 in den USA hervorgehoben. Heute passiert es oft noch, dass Menschen, die unter Magnesiummangel leiden, zum Beispiel bei Klinikeinweisungen keine Magnesiumpräparate erhalten, weil der gemessene Serumwert in Ordnung ist. Das Problem hierbei ist, dass die Werte nach unten korrigiert werden müssen, wenn man den Patienten gerecht werden will. Was aber sind die Ursachen, die zu einem Mangel an Magnesium führen? Diese sind leider so vielfältig, so dass ich mich nur auf einige wenige beziehen werde. Dafür gibt es zunächst einmal genetische Ursachen, wie es auch in den Fallberichten zum Ausdruck kommt. Das bedeutet, dass manche Menschen nur eine bestimmte Menge an Magnesium über die Darmschleimhaut aufnehmen können. Andere wiederum scheiden über die Nieren vermehrt Magnesium aus. Davon ist etwa ein Prozent der Menschen betroffen. Du wirst anhand der beiden Fallberichte auch feststellen, dass die Mütter der betroffenen Patienten ähnliche Symptome hatten und eine familiäre Häufung zu verzeichnen war. Weiterhin haben Personen, deren Darmschleimhaut geschädigt ist, Probleme Magnesium aus der Nahrung aufzunehmen. Ursache hierfür ist die heutige teilweise sehr ungesunde Art der Ernährung. Auch haben wir es mit sogenannten „Magnesiumfressern“ zu tun. Die größten von ihnen sind Alkohol und Stress. Außerdem enthält die Nahrung wegen der industriellen Fertigung in der Landwirtschaft nur noch wenig Magnesium. Dazu kommt, dass bestimmte Medikamente ebenfalls einen Magnesiummangel bewirken. Dazu gehören Entwässerungsmittel und Abführmittel, die zu Magnesiumverlusten führen. Aber auch Chemotherapeutika bei Krebspatienten, Antibiotika, Säureblocker, Cortison und blutdrucksenkende Mittel erzeugen Magnesiummangel, der nur durch Substitution ausgeglichen werden kann. Bestimmte Menschen gehören zu einer Risikogruppe für Magnesiummangel. Das sind Sportler, die sehr viel Magnesium ausschwitzen. Saunagänger gehören ebenfalls dazu. Aber auch Personen, die schwanger sind, stillen, an Diabetes leiden oder viel Stress haben, wie Personen mit Burnout oder intensiver geistiger Tätigkeit. Auch ältere Menschen haben fast immer einen Magnesiummangel. Professor Dr. Fehlinger, ein Pionier der Magnesiumforschung aus der neurol. Klinik der Charite´ zeigte, dass erhöhte Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, innere Unruhe, Depressionen, Ohrensausen, Ängste und Panikattacken eng mit einem Magnesiummangel zu tun haben. Wadenkrämpfe habe ich schon genannt, aber auch das Zittern der Hände und Beine, Schwindel und Schluckbeschwerden können ihre Ursache im Magnesiummangel haben. Schlimmere Symptome sind Herz-Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Atemstörungen, Luftnot, verschiedenste Schmerzen, nervöse Magen-Darm-Beschwerden, Darm- und Magenkrämpfe, Verstärkung von Allergien, Menstruationsbeschwerden, erhöhte Krampfbereitschaft und beschleunigtes Altern. Das alles sind Symptome für einen Magnesiummangel. Die klassische Medizin hat jedoch für all diese Symptome auch entsprechende Arzneimittel parat. Zum Beispiel. Patienten mit erhöhtem Blutdruck erhalten Blutdrucksenker, Diabetiker erhalten Antidiabetika, bei Schmerzen gibt es Paracetamol, bei Herzproblemen Entwässerungstabletten, bei Sodbrennen-Säureblocker. Ist dem Patienten auf Dauer aber damit geholfen? Natürlich nicht, denn zum einen wurde die Ursache nicht behandelt und zum zweiten bewirken all diese Arzneimittel einen noch größeren Magnesiummangel. Wie sollte man aber verfahren, wenn der Verdacht eines Magnesiummangels besteht. Professor Karl Hecht schlägt vor, eine Magnesiumsalztherapie als Basistherapie zu jeder Mehrfacherkrankung durchzuführen. Sollten sich allein dadurch die Symptome bessern, kann man viele Arzneimittel einsparen. Dabei hat man auch nichts zu verlieren, denn viele Medikamente verstärken die Symptome und behindern den Heilungsprozess.   http://www.magnesiumhilfe.de http://www.magnesium-ges.de Wieviel Magnesium braucht man wirklich und in welcher Form sollte man es einnehmen? Im allgemeinen geht man davon aus, dass zur Deckung des täglichen Bedarfs an Magnesium 300-400 mg aufgenommen werden sollte. Sofern kein Mangel besteht kann das über die Nahrung erfolgen. Dabei solltest Du aber wissen, dass ein Mangel an Magnesium auch bestehen kann, ohne dass er festgestellt wird. Dabei ist es in der Regel sehr schwierig, einen Mangel nachzuweisen, weil es kein objektives Kriterium dafür gibt. Selbstdiagnose kann man angesichts der komplexen fachübergreifenden Symptome auch kaum durchführen. Außerdem wird selbst bei objektiv bestehenden Mangelsituation diese ausgeredet, weil stattdessen lieber mit Arzneimitteln therapiert wird. Entsprechende Angaben macht dazu die bereits erwähnte Magnesiumhilfe: Etwa 0,1 % der Bevölkerung benötigen sehr hohe zusätzliche Dosen zwischen 900 und 1200 mg täglich (Dazu gehören auch die Patienten den bereits beschriebenen Fallberichten) Hohe zusätzliche Mengen im Bereich von 600 bis 300 mg/Tag benötigt etwa 1 % der Bevölkerung( Das sind meist Personen, bei denen bestimmte Grunderkrankungen vorliegen) 10 % der Bevölkerung benötigen eine zusätzliche Menge von 300 bis 600 mg Magnesium täglich. Das sind Personen mit leichteren gesundheitlichen Einschränkungen Über 50% der Bevölkerung könnten ihre Leistungsfähigkeit steigern, wenn sie täglich zusätzlich 300 mg Magnesium einnehmen würden.   Zur Beseitigung des Magnesiummangels hat sich eine ganze Reihe von Magnesiumverbindungen bewährt. Dazu gehören Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Magnesiumzitrat, Magnesiumorotat, Magnesiummalat und Magnesiumglycinat. Die isolierte Betrachtung der Magnesiumanwendungen ist jedoch nicht immer sinnvoll. Warum ist das so? Es ein Wechselspiel von Magnesium mit anderen wichtigen Mineralien, die auch für die Betrachtung von Entzündungen wichtig sind. Diese Mineralien sind Calzium und Bor. Dabei muss man auch noch Vitamin  D3 in Betracht ziehen. Literatur Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht Magnesiummangelerkrankungen und Multimorbidität, OM & Ernährung , 2017 Nr. 160, F53

Show 019-Wie wichtig ist ein guter Säure-Basen-Stoffwechsel

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein sehr wichtiges Kriterium zur Einschätzung des Gesundheitszustandes eines Menschen. Er ist u.a. ein Mittel, um sich vor Krankheiten, wie z.B. vor Krebs zu schützen. Das Mass für den Säuregehalt ist bekannterweise der pH-Wert. Dabei bedeutet kleiner 7 sauer, gleich 7 neutral und größer 7 basisch. Meistens wird der pH-Wert des Blutes oder vom Urin gemessen. Für das Blut gilt: wenn der pH-Wert im Blut kleiner 7,37 ist, spricht man von einer Übersäuerung des Körpers, größer 7,45 spricht man von Alkalose,der Körper ist zu basisch. Der pH-Wert im Körper ist nicht überall gleich. Im Magen beispielsweise haben wir ein stark saures Milieu pH 1-3, die Haut hat einen Säureschutzmantel, der pH liegt bei 5,5. Der pH-wert des Urins schwankt zwischen 4,5 und 7,8 je nach Ernährung. Deshalb ist die Messung des Urin-pH-Wertes für die Einschätzung des Säuregrades keine gute Idee. Voranstellen möchte ich einige Aussagen zum Darm, weil alles, was sich hier abspielt, enorme Bedeutung für den ganzen Körper hat. Der Darm ist ein Spiegelbild unserer Lebensweise. Er reagiert, auf alles, was wir essen und trinken, auf unsere Gefühle, Ängste, auf die Art unserer Ernährung, Vergiftungen, Medikamente und die Bewegung. Wenn man sich die Tierwelt betrachtet, entsteht folgende Frage: Warum ermüden Fleischfresser schneller als Pflanzenfresser? Die Erklärung liegt in der Zusammensetzung der Nahrung selbst. Fleisch ist ein Eiweißprodukt, beim Verdauen wird deshalb viel Ammoniak freigesetzt. Ammoniak ist ein starkes Zellgift, das in der Leber und in den Nieren entgiftet werden muss. Außerdem sorgt es für ein basisches Milieu. Bei Katzen ist es so, dass durch die ausschließlich fleischige Nahrung Leber und Nieren ständig mit Entgiften beschäftigt sind. Das macht müde und missmutig. Pferde dagegen mit ihrer überwiegend pflanzlichen Kost haben durch die geringere Eiweissbelastung viel weniger Ammoniak zu entgiften. Das hält sie leistungsfähig und begünstigt Ausdauerleistungen. Der menschliche Körper ist mit seiner Konstitution, Gebiss, Enzymausstattung und seiner langen Darmpassage für eine Mischkost ausgelegt, mit einem hohen Anteil an Pflanzen. Die Zunahme von Dickdarmkarzinomen und anderer Krebserkrankungen belegen einen eindeutigen Zusammenhang mit dem verstärkten Fleischkonsum. Hinzu kommt, dass Menschen, die viel Fleisch konsumieren, chronischen Energiemangel haben. Fleischesser haben durch die hohe Eiweissbelastung und die damit verbundene Freisetzung von Ammoniak einen basischen pH-Wert im Dickdarm. Das ist jedoch pathologisch für den Darm, aber nicht für den gesamten Körper. Ein saures Milieu ist auch für andere Organe lebensnotwendig (z. B. Scheidenmilieu, Magen, Haut), sollte aber nicht auf andere Bereiche übergehen. Andere bevorzugen dagegen basische Anteile (z. B. das Blut) um ihre Aufgaben ordnungsgemäß auszuführen zu können. Somit gestaltet sich das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts als schwierige Angelegenheit, wobei unterschiedlichste körpereigene Regelmechanismen, wie die Atmung, Verdauung und Hormonproduktion dafür sorgen dass die Säure-Basen-Balance erhalten wird. Wird jedoch der Säure-Basen-Haushalt gestört, können ihn die Regelmechanismen nur bis zu einer gewissen Grenze aufrechterhalten. Kommt es endgültig zu einem Ungleichgewicht, wird die Funktionstüchtigkeit der Organe beeinträchtigt und Beschwerden sowie Erkrankungen können entstehen. Wie kommt es zu einer Übersäuerung? Oft begünstigt eine ungesunde Lebensweise die übermäßige Säureproduktion im Körper. Hierfür sind säurebildende Lebensmittel verantwortlich. Dazu zählen z. B. Fleisch, Wurst, Milch, Fisch, Eier, Teig- und Backwaren, Süßspeisen, Kohlensäure, Genussmittel wie Kaffee und Alkohol sowie synthetische Zusatzstoffe in den Lebensmitteln (E-Nummern). Aber auch Stress und Gifte können den Säure-Basen-Haushalt im Körper negativ beeinflussen. Folgen einer Übersäuerung können sich ganz unterschiedlich äußern. Übersäuerung kann die Bildung von Falten und Cellulite, Gallensteine, Nierensteine und Blasensteine sowie Gicht begünstigen. Weiterhin können Arthrose/Arthritis, Bluthochdruck, Herzinfarkt/Schlaganfall    und Infektionen entstehen. Die Übersäuerung des Körpers kann man durch geeignete Maßnahmen verhindern. Dazu gehören eine basische Ernährung und eine stressfreie Lebensweise. Entsäuerungsphasen des Körpers können bis zu drei Monaten dauern. Dabei sollten basische Lebensmittel einen Anteil von 80 % der Nahrung ausmachen (Obst, Gemüse, Kräuter, Nüsse). Zudem kann die Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln, die basische Mineralstoffe enthalten, unterstützt werden. Menschen, die unter einer Übersäuerung leiden, klagen oft auch über Verstopfung, Müdigkeit oder sie leiden unter Durchfällen. Der Körper neutralisiert einen Teil der entstehenden Säuren durch Absonderung basischer Drüsensekrete, die aus dem Verdauungssaft, dem Gallensaft und dem Saft der Bauchspeicheldrüse sowie den Dünndarmsekreten bestehen. Was belastet unseren Darm heute so sehr, dass er viel Beachtung verdient? Das sind vor allem chemischen Mittel, wie z. B. die „Pille", Strahlen- und Chemotherapie und Antibiotika. Dazu kommt die oft minderwertige Qualität der Lebensmittel. Bei den meisten Menschen überwiegt eiweißreiche Kost, wie Quark, Fleisch, Käse, Eier, Fisch und Geflügel. Außerdem wird zu viel Zucker konsumiert, der sich in limonadehaltigen Getränken versteckt, auch übermäßiger Genuss von Kuchen und Süßigkeiten belasten den Darm. Hinzu kommen Stress und Umweltgifte, die den Darm noch zusätzlich beeinträchtigen. Als Schutzfaktoren stehen dem Darm ca. ein Kilogramm Biomasse an Darmbakterien zur Verfügung. Verständlicherweise sollte das Dickdarmmilieu leicht sauer sein. Jedoch sorgt eine proteinreiche, insbesondere fleischreiche mit Antibiotika-Exposition belastete Ernährung für eine Alkalisierung des Dickdarms. Die Verwendung von hochalkalischem Basenpulver (Natriumbicarbonat, Calciumcarbonat), die wegen Übersäuerung des Magens eingenommen werden, führen auf Dauer auch zu einer Alkalisierung des Dickdarmmilieus. Dabei wird im Darm viel Ammoniak gebildet. Die Entgiftungskapazität des Darms wird massiv belastet. In der Folge wird damit auch der Energie- und Säure-Basen-Haushalts der Leber beeinträchtigt. Die Leber jedoch ist das wichtigste Organ für die Reduzierung metabolischer Säuren und die Energiegewinnung. Der durch die Alkalisierung entstehende Ammoniak ist ein sehr wichtiges Zellgift. Es hemmt die mitochondriale Energiegewinnung und die Zellatmung. Das ist eine wichtige Ursache für die Entstehung einer mitochondrialen Dysfunktion. Als erstes Fazit gilt, dass der Darm des Menschen einen schwach sauren pH- Wert braucht, dagegen wird im Stoffwechsel, zur Versorgung der Zellen ein alkalischer pH- Wert benötigt. Deshalb ist es günstig für den Darm schwach saure Getränke, z.B. Brottrunk oder Weizengrassaft zugeführt werden, um diesen pH- Wert zu erhalten. So können Fäulniskeime am Wachstum gehindert werden. Es gibt jedoch einen weiteren Grund, die Basizität des Dickdarms zu vermeiden. Das ist die Entwicklung von Tumorzellen. Turmorzellen lieben einen alkalischen pH-Wert. So ist bei Krebskranken das venöse Blut auch alkalischer als bei gesunden. Tumorzellen lieben aber auch Zucker. Doch erwiesenermaßen können sie auch ohne Glucosezufuhr glücklich leben. Tumorzelle vergären neben Glukose im hohen Umfang auch Glutamin. Während aus Glukose Laktat gebildet wird, entsteht bei der Vergärung von Glutamin Ammoniak. Was also ist zu tun? Um ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zu vermeiden oder langsam wieder herzustellen, hat sich eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit reichlich Gemüse, Obst, Ballaststoffen und komplexen, langsam verwertbaren Kohlenhydraten als Basis sowie gesunden Fetten und Proteinen als gesund erwiesen. Gesunde Fette sind insbesondere Leinöl, Olivenöl und Kokosöl, wertvolle Eiweiße findet man in Hochseefisch. Man sollte sich also artgerecht ernähren, das bedeutet eine gemischte, jedoch stark überwiegend pflanzliche Kost. (vgl. Elmadfa/Leitzmann, Ernährung des Menschen) Hinweise zur Ernährung um ein basisches Milieu zu erzielen: Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst (niedrige Energie- und hohe Vitalstoffdichte, viel Ballaststoffe), langsam verstoffwechselbare Kohlenhydrate (z. B. roter Reis, Vollkornmehl, Hafer, Gerste, Hirse, Dinkel), gesunde Fette (Olivenöl, schonende Zubereitung von Omega-3-Fettsäuren aus frischem Leinöl, Hanföl, Rapsöl oder Fisch), reichlich Flüssigkeit (mind. 2 l Kräutertee, Wasser), nur wenig Zucker und Weißmehl, Eiweiß in Maßen (vorzugsweise aus ovolaktovegetabiler Quelle oder Fisch) sowie regelmäßige Bewegung und vor allem: viel Lachen und Freude am Leben.

Show 018-Was der basische Lebensstil für Deine Gesundheit bewirkt

  1. Biografisches

Birthe Brahmer Lohss, lebt in Hamburg, ist vierfache Mutter, ausgebildete Erziehungswissenschaftlerin, Gesundheitscoach, Yogalehrerin und Expertin für basischen Lifestyle. Ihre Leidenschaft ist die ganzheitliche Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes. Dabei vermittelt sie die Basenbalance nicht als kurzfristige Diät,  sondern als Lebensstil.

  1. Vision

Birthe versteht sich als Vitalitäts-Brücken-Architektin für erfolgreiche und einzigartige Frauen, die gesund bleiben wollen. Weil diese Frauen oft den Blick auf sich selbst verloren haben, rücken sie in das Interesse von Birthe. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz des Säure-Basen-Haushaltes zeigt sie ihnen den Weg in ihre „wohlig-vitale“ und erfolgreiche Zukunft

  1. Basische Ernährung-nur ein Teil der Säure-Basen-Balance

Bedingt durch eine persönliche Lebenskrise hat Birthe ihr Leben umgekrempelt. Sie hat begriffen, dass sie, wenn sie für ihre vier Kinder eine gute Mutter und ihrem Mann eine gute Ehefrau sein will, dafür sorgen muss, immer in Ihrer Energie zu sein. Endlich wollte sie für sich selbst sorgen, damit sich ihre Batterien wieder aufladen können. Und das tat sie in der Zeit, wo die Kinder noch klein waren. Von all den Erkenntnissen, die Birthe über das basische Leben gewann, konnte so auch die ganze Familie profitieren. Dabei ist die Ernährung zwar ein wichtiger Teil, aber genauso wichtig sind der Umgang mit dem eigenen Körper, die Bedeutung positiver Gedanken, wie sie es nennt, „die basische Selbstfürsorge“. Birthe ist inzwischen Expertin für den basischen Lebensstil, einer Gesundheitsprävention für Körper, Geist und Seele.

  1. Der basische Lifestyle

Der basische Lifestyle beinhaltet also einen ganzheitlichen Ansatz, der mit Hilfe der basischen Ernährung, positiver Glaubenssätze, basischem Baden dazu führt, dass der Körper frei von Schadstoffen und einem positiven Umgang mit Stress ist und damit das Leben erfolgreich, energiereich und glücklich gestaltet werden kann. Birthe selbst liebt es Menschen zu inspirieren und seien es nur mit kleinen Tipps, die das Leben verändern. Gerade die Erfolgsgeschichten von Frauen, die durch den basischen Lifestyle in ihre Kraft gekommen sind, sind Birthe wichtig.

  1. Birthes konkrete Empfehlungen für jedermann
  • besonders wertvolle Lebensmittel

Die basischen Diamanten, so bezeichnet Birthe besonders wertvolle basische Lebensmittel,    sind Sprossen, Algen in Bioqualität, Weizengrassaft oder –pulver in Bioqualität. Besonders Weizengrassaft oder sein Extrakt in Pulverform liefern dem Körper einen Basenschub, gerade auch dann, wenn man es am nötigsten braucht. Wichtig ist es, seine Mahlzeiten so zu gestalten, dass sie viel frisches Obst und Gemüse enthalten. Fleisch darf es ruhig etwas weniger sein.

  • die Bösewichter in der Ernährung

Zu den Übeltätern in unserer Ernährung zählen vor allem Zucker, Kaffee, Alkohol und tierisches Eiweiß. Auch hochkonzentrierte Zucker, Weizenmehl und Gries gehören dazu. Für die Umstellung der Ernährung empfiehlt Birthe, zuerst die Nahrungsmittel wegzulassen, welche man ohnehin wenig verwendet, weil es nicht so schwer fällt. Was den Zucker anbelangt, so fällt es den meisten Menschen schwer, darauf zu verzichten. Deshalb sollte man ihn allmählich reduzieren und durch wertvollere Zucker austauschen, wie zum Beispiel Bio-Honig oder auch als Austauschstoff Xylit verwenden, der sogar basisch wirken soll. Den Fleischkonsum sollte man reduzieren und zu biologisch wertvollem Fleisch übergehen. Wertvolles Fleisch ist in der Regel Fleisch von Tieren aus ganzjährlicher Weidehaltung, die durch einen Schuss getötet werden, was gewährleistet, dass das Fleisch nicht „sauer“ wird durch den Stress bei anderen Tötungsarten.

  • basisch baden

Basisch zu baden ist eine besonders wertvolle Methode, um den Körper zu entsäuern. Die Haut ist ja bekanntlich unser größtes Ausscheidungsorgan. Dabei werden auch noch die anderen Ausscheidungsorgane, Niere, Darm und Leber entlastet. Als Mittel der Wahl nutzt Birtha das Basensalz von Jentschura „MeineBase“. Die Badezeit liegt bei mindestens 1,5 h. Wer mehr hierüber erfahren möchte, kann sich auf Birthes Homepage www.birthe-basischgesund.de über ein Coaching-Programm  zum basischen Baden informieren.

  1. Birthes konkrete Angebote
  • Bücher
  • Coaching

sind auf der Website von Birthe enthalten. Ein entsprechender Link ist bei mir unter Empfehlungen einsehbar.

  1. Erreichbarkeit

Birthe ist über ihre Website, www.birthe-basischgesund.com über facebook, sowie auf instagram gut zu erreichen.

  • Schnellfragerunde
  • Mit wem würdest Du gern mal ein Kamingespräch führen und über welches Thema würdest Du mit dieser Person sprechen:
  • Gern mit Frauen, die Probleme haben mit ihrem Körper, im Job oder in der Familie, gern würde ich sie inspirieren, mit Hilfe des basischen Lebensstils ihre Energie zurück zu gewinnen
  • Vervollständige den Satz: "Gesundheit bedeutet für mich: ..Alles, sie ist die Voraussetzung für ein glückliches Leben
  • Vervollständige den Satz:"Erfolg bedeutet für mich:… viele Menschen zu inspirieren-
  • Welches Buch liest Du aktuell, worum geht es darin und kannst Du es empfehlen:

Ich lese gerade das Buch: „Wunscherfüllung“ von Esther und Jerry Hicks Dabei geht es um 22 Methoden, die entwickelt wurden, damit wir uns schrittweise von allen Widerstandsmustern lösen, die uns bei der Verwirklichung unserer Träume im Weg stehen. Egal, wo wir gerade stehen, es ist immer eine Methode darunter, die uns hilft, unser Leben zu verbessern. Ein sehr lesenswertes Buch.

  • Was ist Dein größter bisher unerfüllter Lebenswunsch

Da ich Mutter von 4 Kindern bin, hatte ich nie viel Zeit zum Reisen. Deshalb möchte ich später meine Zeit nutzen, um die Welt kennen zu lernen.

  • Welchen letzten Tipp möchtest Du unseren Hörern mit auf den Weg geben?

Hört Euch nicht nur an, was ihr für Eure Gesundheit machen könnt. Es ist wichtig ins TUN zu kommen, zu lernen, wie man all die positiven Erfahrungen umsetzt, um in seiner Kraft zu bleiben, damit Körper und Geist in Balance mit sich selbst sind.            

Show 017 Wie eine optimale Ernährung beim Abnehmen helfen kann

Bestandteile der Nahrung und Energie Unsere Nahrung besteht aus  Makronährstoffen, zu denen Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate gehören, sowie Mikronährstoffen, also Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe. Die Nahrungsaufnahme hat bekanntermaßen den Zweck, aus seinen Bestandteilen Energie zu gewinnen. Damit das funktioniert brauchen wir zwei weitere wichtige Lebensmittel. Das eine ist der Sauerstoff, den wir mit der Luft einatmen, damit unsere Organe damit versorgt werden können und um den Stoffwechsel überhaupt erst möglich zu machen. Das andere Lebensmittel ist Wasser. Aus den aufgeführten Stoffen wird die Energie produziert, die wir im Körper für die Organfunktionen benötigen, mit dem Ziel unsere Leistungsfähigkeit zu erhalten oder gar zu steigern. Die Makronährstoffe liefern die Energie auf zwei Wegen. Der erste Weg ist die Glykolyse. Dabei gewinnen man im Zytosyl der Zellen ohne Beteiligung von Sauerstoff 2 Moleküle ATP und in den Mitochondrien, hier  unter Verbrauch von Sauerstoff 34 Moleküle ATP aus jeweils einem Molekül Glukose.  ATP aber ist die energiereiche Verbindung, die uns aktiv werden lässt und gewährleistet, dass unser Körper funktioniert. Der zweite Weg zur Energiegewinnung ist die Verwertung der aufgenommenen Fette durch ẞ-Oxidation. Dieser Prozess läuft ebenfalls in den Mitochondrien unter Beteiligung von Sauerstoff ab. Dabei werden aus einem Molekül Fett(säure) sogar 600 Moleküle ATP gewonnen, fast 20 mal mehr als aus einem Glukosemolekül. Für den Körper ist es also viel ökonomischer, die Energie aus Fetten zu gewinnen als aus Glukose. Damit die Energieproduktion im Rahmen der Atmungskette in den Mitochondrien ablaufen kann, benötigen wir zusätzlich eine Reihe von Mikronährstoffen. Das sind die Mineralien, Schwefel, Eisen, Magnesium und Calcium, die Vitamine B1, B2, B3, B12, Biotin, Folsäure, D3, die Spurenelemente Selen und Mangan, sowie das wichtige Coenzym Q10, α-Liponsäure und ω-3-Fettsäuren. Dabei haben 3 Stoffe eine besondere Bedeutung. Das sind Coenzym Q10, das eine Schlüsselrolle in der Atmungskette hat. Es gilt: Ohne Q10 keine Energie. Weiterhin hat Vitamin B12 eine besondere Bedeutung. Es ist der  wichtigste Gegenspieler von NO (Stickstoffmonoxid), das für den nitrosativen Stress in den Zellen verantwortlich ist und die Mitochondrien schädigt. Und schließlich kommt dem Vitamin D3 eine besondere Rolle zu, da es mit seiner entzündungshemmenden Wirkung das Immunsystem stärkt. Für unsre Ernährung benötigen wir unbedingt Fette, Eiweiße und Mikronährstoffe. Verzichten können wir auf Kohlenhydrate. Warum ist das so?

  • Kohlenhydrate sind genetisch in uns nicht vorgesehen!
  • Zum einen enthalten die Nahrungsmittel der Natur  Kohlenhydrate nur in geringen Mengen.
  • Außerdem kann unser Körper Glukose nur begrenzt speichern, nämlich etwa 300g in den Muskeln und 150g in der Leber, wobei die Leberzellen nur Fruktose als Kohlenhydrat akzeptieren.
  • Außerdem kann unser Körper Glukose selbst herstellen, nämlich aus Eiweißen durch Glukoneogenese und aus Fettsäuren über Ketonkörper. Das aber sind die essentiellen Nahrungsmittel, die wir unbedingt benötigen.

Es ist sogar bewiesen, dass ein ZUVIEL an Kohlenhydraten dazu führt, dass die Mitochondrien geschädigt werden. Das aber bedeutet eine verminderte Energieproduktion mit enormen Auswirkungen für unsere Leistungsfähigkeit und die Gesundheit. Prinzipien der LOGI-Kost Aus diesem Grund hat sich eine Methode zur Ernährung besonders bewährt.  Das ist die LOGI-Methode. Diese ist einerseits als eine Möglichkeit zur Gewichtsreduktion und andererseits als Grundlage für eine gesunde Lebensweise bekannt geworden. LOGI-Kost bedeutet dabei „Low Glycemic and Insulinemic Diet”, also eine Ernährungsform, die Blutzucker und Insulinspiegel niedrig halten soll, indem die Kohlenhydratmenge reduziert wird. Die LOGI®-Methode ist also eine Rückkehr zu der uns genetisch vorgegebenen Ernährungsweise: Im Prinzip bedeutet diese Methode, das Verhältnis der Makronährstoffe so zu gestalten, dass wir in der Nahrung 40 - 50 % Fett, 20-30 % Eiweiß und nur 20-30% Kohlenhydrate zu uns nehmen. Unter dem Gesichtspunkt scheint es gerade für Diabetiker paradox, dass ihnen mit einer Kohlenhydrat - Verwertungsstörung, oft Kohlenhydrate als Hauptnahrungsquelle empfohlen werden. LOGI-Kost und Diabetes (Heilmeier Studie) Für die Studie wurden 45 Patienten mit Diabetes Typ II ausgewählt. Sie waren medikamentös entweder oral oder mit Insulintherapie eingestellt. Die Patienten wurden auf eine LOGI®-Kost eingestellt, konnten dabei essen ohne Kalorienbeschränkung. Ferner gab es ein Bewegungsprogramm, wobei die Trainingsintensität aufgrund der meist schlechten Grundkondition der Teilnehmer nur auf 200-400 kcal – Verbrauch pro Tag eingestellt war. Zu Beginn der Studie wurde die antidiabetische Medikation um 50 % reduziert. Die Studiendauer betrug 18 Tage. Nach 18 Tagen konnte fast die Hälfte der Teilnehmer ihre Medikamente absetzen, weitere 40 % konnten die Medikamente nochmals reduzieren, nur bei 9% der Teilnehmer blieb die bereits auf die Hälfte reduzierte Arzneimittelmenge konstant. Niemand musste nach der LOGI-Kost die Dosis an Antidiabetika wieder erhöhen. Das alles wurde in einem Zeitraum von nur 18 Tagen erreicht. Viel weniger Kohlenhydrate zu verzehren, bedeutet seine Energieproduktion durch die Aufnahme von mehr Fett und Eiweiße zu steigern. Damit aber funktionieren die Organe besser, in unserem Fall produziert die Bauchspeicheldrüse wieder mehr Insulin, so dass  die Gabe von Arzneimitteln reduziert werden konnte. In derselben Studie wurde gezeigt, dass die Teilnehmer mit hohem BMI im Schnitt 3,2kg an Gewicht verloren und dabei 1,8% Fett abbauten. Was jedoch sollte man nach der LOGI-Methode essen? Stärkefreies Obst und Gemüse können täglich je nach Belieben verzehrt werden. Auf sehr süße Früchte sollte weitestgehend verzichtet werden, da sie viel Zucker enthalten. Insgesamt wären 3 Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst ausreichend. Eiweißhaltige Nahrung sollte wenig Fett enthalten. Deshalb bieten sich mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Michprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte an. Eine wichtige Rolle spielen hochwertige Fette, wie Oliven-, Raps- oder Kokosöl. Getreideprodukte sollten nur als Vollkornvariante verzehrt werden, Kartoffeln am besten als Pell-oder Ofenkartoffel, da hier die Ballaststoffe zu Ungunsten der Stärkebildung erhalten bleiben. Sehr gut beschreibt der Internist Dr. Bodo Kuklinski, wie er die LOGI-Kost seinen Patienten erklärt. Zitat: „Die Grundregeln sind dabei:

  • Verzehr möglichst frischer, unverarbeiteter Lebensmittel, idealerweise aus kontrolliert biologischer Erzeugung - darunter Gemüse (als Eintopf, Wok-Gericht, Gemüsepfanne), Wildkräuter wie Brennessel und Löwenzahn (wegen des Chlorophyllgehaltes), Eier, Fisch
  • ... - abgestimmt auf die individuelle Verträglichkeit
  • Meiden nitrathaltiger Lebensmittel wie Blattsalate aus konventionellem Anbau und Fleischwaren mit Nitritpökelsalz
  • Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr auf 150 bis 200 g pro Tag in komplexer Form, keine süßen Speisen
  • Erhöhung der Zufuhr an Fetten mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Milchfett, Fisch, Nüsse, Mandeln und Brotaufstriche daraus, Oliven- und Rapsöl - bei schwereren Formen von Diabetes kann die Kalorienzufuhr sogar über 50-60% aus Fett bestehen, versteht sich aus hochwertigen Fetten
  • Kürzere Abstände zwischen den Mahlzeiten, kurz vor der Nachtruhe und evtl. auch nachts bei Erwachen ein (fetthaltiges) "Spätstück" . Das kann auch ein Stück Vollkornbrot mit Butter sein.

Die Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr bezeichnet Kuklinski als "Kernstück bei der Therapie NO-induzierter Stoffwechselstörungen", da Kohlenhydrate - insbesondere solche mit hoher glykämischer Last - energetisch nicht verwertet werden können und den nitrosativen Stress und die Störungen der mitochondrialen Energiegewinnung verstärken. Fette dagegen "entkoppeln die oxidative Phosphorylierung (...), Ketone können bei kohlenhydratarmer Kost vom Hirn energetisch verwertet werden" und "entfalten lang anhaltende Sättigungseffekte" (Kuklinski). Wenn Kuklinski dies auch für Menschen beschreibt, die bereits nitrosativen Stress haben, so gilt dies auch für weitestgehend gesunde Menschen, um erst gar nicht dieser Gefahr ausgesetzt zu sein. Also werden bei der LOGI-Methode Kohlenhydrate bewusst eingeschränkt, aber nicht  verboten,  ein liberaler Umgang mit Eiweiß und gesundem Fett ist dabei ausdrücklich erwünscht Dabei wird eine schnelle Sättigung erreicht und zudem wirkt sich das günstig auf die Blutfette aus. Funktionsweise der LOGI-Kost Im Prinzip erreicht man bei der LOGI-Kost, dass eine Kalorienreduktion erfolgt, obwohl mehr Fett aufgenommen wird. Das ist möglich durch  den hohen Anteil an wasser- und ballaststoffreichen Nahrungsmitteln. Dadurch bleibt die Energiedichte der  LOGI- Gerichte niedrig bei hohem Fettanteil.  (Von einer niedrigen Energiedichte spricht man, wenn in 100 g eines Nahrungsmittels oder einer Mahlzeit weniger als 100 kcal enthalten sind, von einer hohen Energiedichte bei mehr als 250 kcal pro 100 g.) Aufgrund ihrer intelligenten Kombination von Gemüse, Salaten und zuckerarmen Früchten mit hochwertigen Fett- und Eiweißlieferanten ist die LOGI-Ernährung reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen und versorgt den Organismus mit allem, was er braucht, um optimal zu funktionieren. Blutfett, Blutzuckerspiegel und Glukosetoleranz verbessern sich bei der auf der Steinzeit-Ernährung basierenden Logi-Methode tatsächlich. Lebensmittel mit großem Volumen, aber wenig Kalorien wie Obst und Gemüse sowie Eiweiß halten länger satt. So fällt es leichter, die Logi-Diät durchzuhalten und nicht ständig ans Essen zu denken. Positiv sind der hohe Obst- und Gemüseanteil sowie die Bevorzugung von Vollkornprodukten. Eine ausreichende Versorgung mit Mineralien und Vitaminen ist gewährleistet. Durch die Eiweißbetonung baut der Körper weniger Muskulatur ab als bei proteinarmer Kost. Dass man abnimmt, ist durch die reduzierte Kalorienmenge (Obst/Gemüse und Fettarmes statt Zucker und Frittiertes) wahrscheinlich. Wie Du siehst haben wir es bei der LOGI-Methode mit einer Form der Ernährung zu tun, die mit Diäten überhaupt nicht zu vergleichen ist. Die Umstellung ist einfach, weil sie dem Anwender sehr viel Gestaltungsspielraum lässt. Tage an denen man die Ernährung etwas laxer behandelt, kann man schnell vergessen machen, indem man am Folgetag verstärkt Eiweiß und Fett zu sich nimmt. Man kommt dann schnell wieder auf sein Gewicht, das man vorher hatte. Das heißt aber auch, dass das Gewicht durch die LOGI-Methode steuerbarer wird. Literatur https://www.systemed.de/media/pdf/sd_heilmeyer_4-2010.pdf

Show 016 - Pflanzen mit Heilkraft – Aloe vera

Die Bezeichnung Aloe stammt aus dem arabischen und bedeutet "glänzende Bittersubstanz", während vera aus dem lateinischen stammt und die Bedeutung von "wahr" hat. Vor 2000 Jahren sahen die griechischen Wissenschaftler Aloe vera als das Allheilmittel an und die Agypter bezeichneten "Aloe" sogar als Pflanze der Unsterblichkeit. Auch die ägyptischen Königinnen Nofretete und Kleopatra verwendeten die Aloe als Bestandteil ihres Schönheitsrituals. Feldherren wie Alexander der Große oder der Entdecker Amerikas Christoph Kolumbus behandelten die Wunden ihrer Soldaten mit Aloe vera. Inhaltsstoffe Es gibt etwa 300 verschiedenen Aloe-Arten, jedoch enthalten nicht alle die großen Mengen der begehrten Wirkstoffe. Die höchsten Konzentrationen sind in den Blättern der Aloe Vera Barbadensis Miller zu finden. Dagegen enthält die kleine  Aloe miloti deutlich geringere Mengen der wertvollen Inhaltsstoffe. Die Aloe barbadensis miller  gehört zur Familie der Apsphodelaceae, ist also ein Liliengewächs. Sie wächst in den trockenen Regionen Afrikas, Asiens, Europas und Amerikas sowie in einigen Gebieten Indiens. Wichtig sind die Inhaltsstoffe, die die Bedeutung für die Menschen hervorgebracht haben. Das sind mindestens 75 aktive Bestandteile, wie Vitamine, Enzyme, Mineralien, Zucker, Lignin, Saponine, Salicylsäuren und Aminosäuren. Zu den wertvollen Vitaminen in der Aloe zählen: Vitamin A, das sog. Beta-Carotin, die Vitamine C und E mit ihren antioxidativen Eigenschaften. Darüber hinaus enthält Aloe Vitamin B, Folsäure und Cholin. Zur Erinnerung: Antioxidantien neutralisieren überschüssige freie Radikale in unserem Körper. Zu den in der Aloe enthaltenen Enzymen zählen die alkalische Phosphatase, Amylasen, Bradykinase, Carboxypeptidase, die Katalase, die Cellulase und Lipase sowie die Peroxidasen. Dabei sind die Amylase und die Lipase Verdauungsenzyme, die jeweils entsprechend Stärke bzw. Fette aufspalten. Die Bradykinase kann übermäßige Entzündungen reduzieren, z.B. wenn Aloe auf die Haut aufgetragen wird. Die Carboxypepdidasen sind für die Spaltung von Peptidverbindungen (also der Aufspaltung von Eiweißen) verantwortlich. Schließlich kann mit dem Enzym Katalase das Zellgift Wasserstoffperoxid unschädlich gemacht werden. Wichtige Mineralien in der Aloe sind Kalzium, Chrom, Selen, Magnesium, Mangan, Kalium, Natrium und Zink. Im Wesentlichen sorgen sie für das gute Funktionieren verschiedener Enzymsysteme in den unterschiedlichsten Stoffwechselvorgängen. Desweiteren enthält die Aloe vera eine ganze Reihe von Zuckern, den Hauptanteil machen Polysaccharide aus, die sog. Gluko- oder Polymannane. Auch enthält die Aloe das bekannte Glucomannan Acemannan. Weitere Bestandteile der Aloe sind Anthrachinone, die man hauptsächlich in den Außenschalen der fleischigen Blätter findet. Sie haben eine abführende, analgetische und antibiotische Wirkung. Obwohl auch virostatische Eigenschaften bekannt sind, können zwei Untertypen der Anthrachinone aus den Blattrinden krebsauslösend sein. Die in der Aloe enthaltenen Fettsäuren haben entzündungshemmende Wirkung und eine von ihnen, das Lupeol besitzt antiseptische und analgetische Eigenschaften. Mit Auxin und Cytokinen sind in der Aloe zwei der bedeutendsten pflanzlichen Hormone enthalten. Sie sind an zahlreichen Entwicklungs- und Wachstumsprozessen beteiligt. Wichtig zu erwähnen sind auch die Aminosäuren. Die Aloe enthält 20 der 22 vom Menschen benötigten Aminosäuren, davon 7 der 8 essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann. Eine weitere Besonderheit der Aloe sind die darin enthaltenen die Mucopolysaccharide, insbesondere Acemannan, das bis zur Pubertät der menschliche Körper selbst bildet. Wenn es über Aloe-Vera-Produkte zugeführt wird, kann es in alle Zellwände eingelagert werden und so den Körper im Kampf gegen Tumorzellen, Infekte und Pilzerkrankungen unterstützen. Für den Menschen ist folgendes besonders wichtig:                        Eigenschaften  1.Heilende Kräfte So wirkt z.B: Glucomannan auf die Kollagensynthese ein. Dadurch kann das Aloe vera Gel den Kollagengehalt von Wunden erhöhen und ebenso den Grad der Vernetzung. Schließlich fördert dies die Wundkontraktion und die Bruchfestigkeit des Narbengewebes wird erhöht. 2. Entzündungshemmende Wirkung Die Aloe hemmt ein Enzym, womit die Produktion von Prostaglandin E2 aus Arachidonsäure reduziert wird. Prostaglandin E2 benötigen wir jedoch, weil es die Thrombozytenaggregation und die Vasodilatation fördert. 3. Immunologische Eigenschaften Es kann die Freisetzung von Histamin hemmen, was bedeutend für Allergiker ist. Das in der Aloe enthaltene Acemannan stimuliert die Synthese und auch die Freisetzung von Interleukin 1. Dies ist bedeutend zum Beispiel für die Rückbildung von Krebszellen. Mehrere Verbindungen in der Aloe können die Freisetzung freier Sauerstoffradikale hemmen, was sowohl für den Zell- als auch für den mitochondrialen Stoffwechsel von Bedeutung ist. 4. Abführende Wirkung Diese ist durch den Gehalt an Anthrachinonen bedingt, die in den Außenschalen der Blätter enthalten sind. 5. Antiseptische Wirkung Dies ist bedingt durch den Gehalt von 6 Antiseptika in der Aloe vera. Es sind Lupeol, Salicylsäure, Harnstoffstickstoff, Zimtsäure, Phenole und Schwefel, die allesamt hemmend auf Pilze, Bakterien und Viren wirken. 6. Anti-Aging-Wirkung Die in der Aloe enthaltenen Mucopolysaccharide unterstützen die Bindung von Feuchtigkeit in der Haut. Da Aloe vera die Fibroblasten stimuliert, werden vermehrt Kollagen- und Elastinfasern produziert, wodurch die Haut elastischer und weniger faltig wird.   Studienlage Die Mehrzahl der Untersuchungen wurde für Hauterkrankungen durchgeführt, so für die Seborrhoische Dermatitis, 1 Psoriasis vulgaris, 2 , 3, 4Hautverbrennungen, 5 , 6  Wundheilung (Ergebnisse der Aloe) Einige Studien berichten von positiven Ergebnissen 7 und andere zeigen keinen Nutzen 8 oder eine mögliche Verschlechterung 9 , 10 Hinzu kommt die Untersuchung von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und Herpes genitalis, 11 , 4, Diabetes (Typ 2), 12 HIV-Infektion, 13 Krebsprävention, 14 , 15 Colitis ulcerosa 16 Mukositis.17, aphthöse Stomatitis, 18 und Verstopfung. 19. Strahlengeschädigte Haut Eine Vergleichsstudie zeigte, dass die Behandlung der Haut mit Aloe vera im Vergleich mit einer hydrophilen Studie nicht besser war. Das heißt aber auch, dass aloe vera war genauso wirksam. In der Studie ist es anders herum geschrieben, nämlich, Die hydrophile Creme war genauso wirksam. Dermatitis Eine  randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 44 Erwachsenen zeigte, dass Aloe-vera-Gel bei 60 % der Patienten zu einer Besserung führte, während es in der Kontrollgruppe nur ca. 20 % der Patienten waren. Damit ist die Wirksamkeit von Aloe-vera-Gel bei Patienten mit seborrhoischer Dermatitis belegt. Herpes genitalis Eine Studie mit 180 Patienten zeigte, dass eine 0,5-prozentige hydrophile Aloe-vera-Creme bei Patienten mit Herpes genitalis wirksamer ist als Placebo. Psoriasis Hierzu wurde eine Studie in Pakistan eine Studie an 60 Patienten durchgeführt. Dabei erfuhren 83 % der Patienten eine Heilung. Diese Daten werden jedoch angezweifelt. Bewertet wird es wörtlich so: Aloe vera könnte bei der Behandlung der Psoriasis von Vorteil sein. Valide Daten und weitere kontrollierte Studien sind jedoch nötig, um eine eindeutige Aussage machen zu können.   Neurodermitis und atopische Dermatitis sind in der wissenschaftlichen Literatur nicht erwähnt. Obwohl seit Jahrhunderten Aloe für die Behandlung von Wunden eingesetzt wird, sind die  Effekt von Aloe-vera-Gel bei der Wundheilung nach Studienlage als sehr widersprüchlich anzusehen. Lipidsenkung Im Rahmen einer nicht randomisierten, offenen Studie behandelte man 60 Patienten mit einer Hyperlipidämie, die nicht auf eine Diät angesprochen hatten, zwölf Wochen lang mit Aloe vera oder Placebo. Cholesterin, LDL und Triglyceride sind in dieser Zeit unter Aloe vera signifikant gesunken. Jedoch gibt die Studie die entsprechenden Werte für die Kontrollgruppe nicht an (14).   Diabetes An Tieren durchgeführte Studien haben gezeigt, dass Aloe vera den Glucosegehalts im Blut reduzieren kann. (5). Was Ergebnisse bei Menschen betrifft, so gibt es sie nicht. Hier fehlen eindeutig Studien. Es wäre doch toll, wenn die im Tierversuch erhaltenen Daten auch beim Menschen relevant wären. Aber vielleicht gibt es ja kein großes Interesse daran. Anwendung der Aloe vera Aloe vera sollte nicht angewendet werden von Personen, die eine Allergie gegen Pflanzen aus der Familie der Liliengewächse haben sowie in der Schwangerschaft und während der Stillzeit. In vielen Völkern ist die Aloe, auch oft als "Wüstenlilie" bezeichnet ein beliebtes Kosmetikum und Allheilmittel für verschiedenste Beschwerden. Die Wirkstoffe der Aloe bewirken auf der Haut eine Verjüngung. Wunden heilen durch die äußerliche Anwendung in extrem kurzer Zeit. So findet die  Aloe Vera Anwendung in unzähligen Kosmetika wie Hautcreme oder Deorollern. Sie wird bei Sonnenbrand, Insektenstichen, Strahlenschäden und Allergien empfohlen. In den letzten Jahren werden Aloe-Vera-Produkte zum Einnehmen immer populärer. So wird empfohlen, den kalt gepresste Saft, gemischte Aloe-Vera-Drinks oder das getrocknete Mark in Kapseln einzunehmen. Dadurch soll das Immunsystem gestärkt und der Körper entgiftet werden. Diese Anwendung soll sogar Schmerzen mildern und gegen Krebs helfen. Wie bereits gesagt, ist gerade für letzteres die Studienlage nicht evident, so dass medizinische Anwendungen höchstens als Selbstversuch machbar sind. Die Zubereitungen der Säfte erfolgt sehr unterschiedlich. Teils werden die Blätter der Aloe-Vera-Pflanzen entweder als Ganzes oder geschält zu Saft gepresst. Der Saft der ganzen Blätter muss, damit er genießbar wird, von den bitteren und abführenden Stoffen getrennt werden. Dabei gehen aber auch einige der erwünschten Wirkstoffe verloren. Sinnvoll und die biologisch wertvollere Art ist die Gewinnung des Saftes aus dem fleischigen Mark der Blätter, auch Gel genannt. Die Blattrinde wird  vor dem Pressen mit der Hand oder maschinell entfernt. Der frisch gepresste Saft oxidiert sehr schnell an der Luft. Zur Stabilisierung des Gels wird es teilweise mit Antioxidantien oder Koservierungsstoffen behandelt. Eine sehr elegante Form der Stabilisierung der Aloe ist die Verarbeitet mit Vitamin C, Ascorbinsäure. Dadurch werden die Wirkstoffe der Aloe nicht geschädigt aber gleichzeitig geschützt. Zudem kann der Körper mit ausreichend Vitamin C versorgt werden. Literatur

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Show 015 - Fit für die Zukunft - Interview mit Melanie Thormann

1. Biografisches Melanie Thormann (Jahrgang 1968) absolvierte zunächst eine Ausbildung als Chemielaborantin, widmete sich dann dem Studium des Finanzwesens. Dort war sie auch mehrere Jahre selbstständig im Finanzdienstleistungsbereich tätig. Später kamen mehr externe Leistungen zur Unternehmensberatung und zum Unternehmenscoaching hinzu. Das Thema „Gesundheit für Mensch und Business“ spielte schon immer eine entscheidende Rolle im Wirken und Handeln von Melanie Thormann. Ihre besondere Gabe besteht darin, über eine besondere Hellfühligkeit und Heilwissen zu verfügen. Sie ist in der Lage durch ihre einfühlsame Art Dinge zu erspüren, die anderen nicht zugänglich sind. Daraus ist Melanie Thormanns Passion erwachsen, ihre Kunden dahin zu führen, sich selbst erkennen. So lernen sie aus sich selbst heraus zu gesunden. Nicht zuletzt haben private Schicksalswege dazu geführt dass Melanie Thormann das Prinzip "Körper-Seele-Geist" weiter erforschte und das zu einem ganzheitlichen Gesundheitssystem für Menschen und Unternehmen zusammenführte. Logische Konsequenz war schließlich die Gründung des Unternehmens FITURA im Jahre 2006. 2. Vision Mensch und Business sind in der Gegenwart nicht zu trennen. Die Herausforderung für Melanie Thormann besteht darin, zu lehren, dass Menschen und Unternehmen dafür sorgen, dass sie achtsam und fürsorglich mit sich selbst umgehen, um den gesellschaftlichen Veränderungen gesund begegnen zu können 3. Inhalte des Berufs Als Inhaberin von FITURA, navigiert  Melanie Thormann Menschen und Unternehmen zu gesunder Lebens- und Unternehmensführung. Beides gehört zusammen und, deshalb sind Strategien im Gesundheitscoaching notwendig, die auf die Zukunft gerichtet sind. Melanie Thormann betrachtet sich als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Akteuren des Systems Mensch-Unternehmen-Therapeuten. Wichtig ist es, die Erkenntnis zu fördern, dass ein gesundes Team, gesunde Leistung und ein gesunder Mensch zusammengehören. Der Unternehmer hat hier eine hohe Verantwortung, die sich jedoch auszahlt Melanies Gesundheitsangebote Buch FIT FÜR DIE ZUKUNFT: Das keine 1 x 1 für bewusst gelebte Gesundheit Ab heute gesund emPOWER Programm Ab heute gesund INTENSIV Programm Ab heute gesund INTENSIV Programm Partner 4. Der Impulsgeber für ihr Handeln Gesundheitsthemen haben Frau Thormann schon immer begleitet. Diese in ein Unternehmen einfließen zu lassen war vor 20 Jahren noch nicht zeitgemäß. Doch auch ihr Beruf als Unternehmensberaterin zeigte ihr, dass ein gesundes Unternehmen mit höherer Leistungskraft immer wichtiger wurde. Folgerichtig gab es einen Wendepunkt. Die Zeit war reif für den Schritt von der Unternehmensberatung mit ein wenig Gesundheit hin zur Gesundheitsberatung mit ein bisschen Business., weil es alle Seiten betrifft. 5. Online-Coaching im Gesundheitswesen Ist zeitsparend, ermöglicht kurze Wege und ist sehr effektiv. Bei Bedarf gibt es aber auch persönliche Treffen mit Melanie Thormann, die dann auch sehr intensiv sind. 6. Welche Ziele werden mit dem Coaching verfolgt Melanie Thormann ist das Bindeglied zwischen dem individuellen Menschen, dem Unternehmen und den Therapeuten. Sie gibt Orientierung unter den vielen Gesundheitsangeboten. Das Coaching basiert auf 5 Säulen. Das sind.

  1. Körper-Seele-Geist
  2. Gesunde Beziehungen
  3. Gesunde Emotionen
  4. Gesundes Arbeiten
  5. Gesunde Finanzen

Alles zusammen bildet eine Einheit und muss stets gemeinsam betrachtet werden. Gibt es nur in einer der Säulen Unstimmigkeiten oder Probleme, wirkt sich das auf die anderen Faktoren aus. 7. Gesundheitscoaching für Unternehmen Mit den Gesundheitscoaching für Unternehmen hat Melanie Thormann ein Alleinstellungsmerkmal. Sie wünscht sich jedoch Mitstreiter, Partner, die mit ihr zusammen arbeiten, weil der Bedarf enorm hoch ist. Das Coaching im Unternehmen beginnt immer bei der Unternehmensführung. Zunächst wird eine Bestandsaufnahme gemacht, wobei die Analyse bereits zur Selbstreflexion führt. Nach der Ermittlung des Ist-Zustandes und der Auswertung werden Prozesse eingeleitet, die das Unternehmen zu besserer Harmonie führen, was sich auf das Wohlbefinden des Unternehmens auswirkt.                                Das führt zu weniger Fehlzeiten, zur Motivation und Leistungssteigerung der Mitarbeiter und schließlich zu besseren Ergebnissen im Unternehmen. Gesunder Mensch und gesundes Business bilden eine Einheit. Somit gibt es immer Programme für den Menschen und das Unternehmen. Schließlich muss die Arbeit im Unternehmen Spaß machen. Das sichert die Harmonie in der Familie, im Arbeitsteam, wirkt sich auf die Gesundheit und die Arbeitsleistung aus. 8. Anmeldung für das Gesundheitscoaching

  • Über ein Kontaktformular auf der Website von FITURA  fitura.de kann man sich für das Coaching anmelden
  • Auch telefonische Anmeldung sowie persönliche Nachfrage bei öffentlichen Auftritten sind möglich,
  • ebenso per Email: info@fitura.de

9. Schnellfragerunde Was hat Dich früher davon abgehalten, gesundheitliche Themen zu Deiner Leidenschaft zu machen

die Angst vor der eigene Courage

Welches Erlebnis war ausschlaggebend für Deinen jetzigen Weg

Ein persönlicher Schicksalsschlag führte zur Entwicklung der eigenen Unternehmensphilosophie und Gesundheitsbetrachtung

Mit wem würdest Du gern mal ein Kamingespräch führen

mit dem Dalai Lama, ihn hat Melanie Thormann stets als spannend und weltverbindend empfunden. Man kann viel von ihm lernen.

Vervollständige die Sätze: Gesundheit bedeutet für mich: "aus meiner Wohlfühlenergie heraus leben zu können" Erfolg bedeutet für mich: "die beste Version von mir selbst und dem Umfeld zu leben, was  schließlich auch zu finanzieller Freiheit führt. Welches Buch liest Du aktuell/hast Du als letztes gelesen, worum geht es und kannst Du es empfehlen? Ich benutzte vor allem Hörbücher. Zur Zeit höre ich “ Vor dem Denken“ von John Bargh, dabei geht es um Prozesse im Gehirn, bevor wir anfangen zu denken und es aussprechen. Melanie Thormann ist selbst Buchautorin: Das Buch "Fit fort the future" behandelt allgemeine Themen der Gesundheitslehre und gibt Orientierung im Dschungel der Gesundheitsangebote. Ziel ist es, auch ein Buch über Unternehmen schreiben 10. Ihr größter bisher unerfüllter Lebenswunsch:

  • Ein Haus am Meer

11. Was würdest Du dir  selbst empfehlen, wenn Du die Zeit 20 Jahre zurückdrehen könntest: 

  • Zögere nicht, mach einfach
  • Hör auf dich selbst, vertraue deinen eigenen Fähigkeiten und der eigenen Kraft
  • Lebe die beste Version von dir selbst, mach alles aus deinem höchsten Potential

 12. Letzter Tipp an die Hörer

  • sei offen, lass alles erst einmal an dich heran, schau über den Tellerrand, und versuche es, mit dir in Einklang zu bringen
  • Das sind erste Schritte, um Veränderungen zuzulassen

   

Show 014 – Das Sonnenvitamin Vitamin D3

Genau wie Coenzym Q 10 eine Schlüsselsubstanz für die mitochondriale Medizin ist, hat Vitamin D eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Inzwischen setzt sich diese Erkenntnis in der Medizin immer mehr durch. Warum aber ist Deutschland ein Vitamin D-Mangelgebiet? Bis zu 90 % der Bundesbürger sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt und das in allen Altersklassen. Bekannt geworden ist Vitamin D durch die Knochenkrankheit Rachitis bei Kindern. Lebertran wurde bis hinein in die 60iger Jahre Kindern verabreicht, um Rachitis vorzubeugen. Dem deutschen Chemiker Adolf Windaus ist es gelungen aus Fischöl den antirachitischen Wirkstoff Vitamin D3 zu isolieren. Er hat dafür 1928 den Nobelpreis erhalten. In den Ländern, die nördlich des 35. Breitengrades liegen, wie Deutschland, haben die Menschen in den Monaten von Oktober bis März, kaum eine Chance haben, Vitamin D zu bilden, weil die Sonne einfach nicht hoch genug steht.  Außerdem konsumieren wir nicht genug Lebensmittel, die den Vitamin D- Spiegel anheben könnten. Wenn wir täglich Seefisch verzehren würden, wie die Eskimos, hätten wir eine zusätzliche Vitamin D Quelle. Außerdem wäre dies gleichzeitig eine gute Quelle für Omega 3 – Fettsäuren. Mit dem Alter verliert unsere Haut auch noch die Fähigkeit Vitamin D zu bilden. Zur Geschichte des Vitamins D kann ich Dir das Buch Vitamin D-die Heilkraft des Sonnenvitamins empfehlen. Das Vitamin D ist von seiner Wirkung ein Hormon. Nach neuesten Erkenntnissen ist es nicht nur für die Knochengesundheit wichtig. Vitamin D beeinflusst die Stoffwechselfunktion vieler Gewebe und Organe. Vitamin D-Rezeptoren können in fast allen Geweben nachgewiesen werden, beispielhaft nenne ich nur Bauchspeicheldrüse, die Muskulatur, Zellen des Gehirns und des Nervensystems. Diese ubiquitäre Verteilung der Vitamin D – Rezeptoren erklärt aber auch, warum ein Vitamin D-Mangel zu so vielen verschiedenen Symptomen führen kann. Die Wirkungen von Vitamin D3 kann man wie folgt beschreiben: Vitamin D unterstützt das Immunsystem, es schützt vor Infekten, das Risiko für Autoimmunerkrankungen wird gesenkt. Vitamin D kann Rheuma vorbeugen. Im Gehirn wirkt Vitamin D antidepressiv, beugt Schizophrenie vor und verringert das Risiko, an Demenz oder MS zu erkranken. Vitamin D ist mitverantwortlich für die Regulation des Blutdrucks, es senkt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Vitamin D ist sehr wichtig für den Knochenstoffwechsel und senkt das Frakturrisiko. Weiterhin wirkt sich Vitamin D positiv auf die Insulinproduktion und Blutfette aus. Auch kann Vitamin D das Krebsrisiko senken und unterdrückt das Krebszellwachstum. Dies belegen viele Forschungsergebnisse. Wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass 15 verschiedene Krebsarten mit einem Mangel an Vitamin D in Verbindung gebracht werden können, darunter Brustkrebs und Dickdarmkrebs. Eine Analyse aus dem Jahr 2014 belegt, dass auch die Sterblichkeit an Krebs durch die Gabe von Vitamin D signifikant gesenkt werden kann. Ein optimaler Vitamin D-Spiegel kann ebenso die Sterblichkeitsrate infolge Herzinfarkts senken. So zeigten dänische Forscher, dass die Sterblichkeitsrate nach Herzinfarkt um 81 % gesenkt wird, wenn der Vitamin D-Spiegel im Normbereich ist. Zur Vorbeugung empfehle ich, den Vitamin D-Wert bestimmen zu lassen. Dazu braucht man lediglich einen Tropfen Blut. Der optimale Wert sollte zwischen 50 und 80 ng/ml liegen. Die Leitlinien weichen hiervon ab, sie geben sich schon ab einem Wert von 30 ng/ml zufrieden. Wenn der Wert nicht in diesem Bereich liegt, bleiben mehrere Möglichkeiten, den Wert zu erhöhen. Als erstes sollte man sich so viel wie möglich in der Sonne aufhalten. Wie man das genau machen sollte hat Prof. Holick in seinem Buch beschrieben, Einen Vitamin D Mangel kann man theoretisch auch mit der Nahrung beheben Milch und Eier sind ja bekanntlich gute Vitamin D Quellen und auch Seefisch gehört dazu. Jedoch müsste man zur Deckung des Vitamin D-Bedarfs täglich 22l Milch trinken oder 3 bis 5mal pro Woche jeweils 1 kg Fisch essen. Das ist sehr unwahrscheinlich, dass das jemand macht. Also bleibt im Fall eines Vitamin D-Mangels nur die Substitution. Dabei sollte man beachten, dass Vitamin D fettlöslich ist. Man sollte es entweder mit einer fettreichen Nahrung einnehmen oder man nutzt gleich ein in Fett gelöstes Präparat. Die Dosierung hängt vom Ausgangswert ab. Deshalb ist es wichtig, sich beraten zu lassen. Weil Vitamin D fettlöslich ist, gibt es die Gefahr der Überdosierung. Jedoch muss man schon sehr hoch dosieren, um eine Überdosis zu erzielen: So ist der Fall einer 70-järigen Frau bekannt, die täglich über 3 Monate 50.000 IE eingenommen hatte. Sie hatte sehr typische Symptome einer Hyperkalzämie mit Müdigkeit, Gehschwierigkeiten und Verwirrtheitszustände. Sie hatte sich nach dem Absetzen von Vitamin D innerhalb von 5 Monaten erholt. Allerdings kann man die Hypercalziämie nicht allein auf Vitamin D schieben, weil die Frau täglich auch noch 3 g Calzium eingenommen hatte. Eng in Zusammenhang damit steht auch die starke Erkältungstendenz im Herbst und Winter. Die Kälte macht uns nämlich bei weitem nicht so viel aus, wie wir immer denken. Es ist das fehlende Vitamin D, das unser Immunsystem schwächt. So schreibt Bilder der Wissenschaft am 08.03.2010: „Nur wenn es (das Vitamin D) in ausreichender Menge vorhanden ist, werden die Killer-Zellen der Körperabwehr mobilisiert, so dass sie eindringende Viren oder Bakterien bekämpfen können. Weiterhin konnte in Studien gezeigt werden, dass bei stark ausgeprägtem Vitamin D-Mangel auch das Risiko größer ist, dem Grippetod zu erliegen. Ja man geht sogar so weit zu sagen, dass Grippe eine Folge von Vitamin D-Mangel ist. Das ist ein Grund mehr, auf eine gute Vitamin D-Versorgung besonders im Winter zu achten. Sehr bekannt ist die knochenstärkende Wirkung von Vitamin D, was ja schließlich auch der Grund für seine Entdeckung war. So fördert VitaminD da die Aufnahme von Calzium aus dem Darm und dessen Einbau in die Knochen. Damit hemmt Vitamin D auch den Knochenabbau. Zur Aktivierung von Vitamin-D wird Magnesium benötigt. Bei diesem Prozess wird auch Magnesium verbraucht. Das heißt man muss in diesem Zusammenhang für eine optimale Versorgung mit Magnesium sorgen. Weitere Hinweise dazu gebe ich Dir in der nächsten Folge zu Magnesium Gleichzeitig wird empfohlen, Bei Vitamin D-Substitution auch Vitamin K2 einzunehmen. Empfohlen werden 2-3 mikrogramm K2 pro kg Körpergewicht.

Show 013: Bioenergetisches Zelltraining

Bioenergetisches Zelltraining bedeutet die Durchführung einer Intervall Hypoxie-Hyperoxie-Therapie. Grundlage der Therapie ist die Variation des Sauerstoffgehalts der einzuatmenden Luft in zwei Intervallen. Dazu benötigt man ein entsprechendes Gerät, das die Sauerstoffkonzentration regelt und dabei einige Vitalparameter bestimmt. Es ist also eine Atemtherapie mit verändertem Sauerstoffgehalt in der Luft.Zur Erklärung: Im Rahmen der äußeren Atmung nehmen wir Sauerstoff auf. Wenn nach dem Einatmen die Luft in die Lunge gelangt, erfolgt an der Kontaktstelle zwischen den Blutgefäßen und den Lungenbläschen der Austausch zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid, das wir ausatmen. Diesen Vorgang bezeichnet man als die äußere Atmung. Durch die roten Blutkörperchen wird der Sauerstoff  zu den Zellen transportiert und ist hier Voraussetzung für die Energiegewinnung in den Zellen. Das nennt man innere Atmung. Dabei gibt es für manche Menschen immer wieder Situationen in denen Sauerstoffmangel vorliegen kann. Ursachen dafür sind entweder Krankheiten oder ein erhöhter Bedarf durch enorme Belastungen. Auch psychische Belastungen und Stressfaktoren sowie die verringerte Versorgung des Gewebes mit Vitalstoffen führen zu Sauerstoffmangel. Gemessen daran, dass wir den Sauerstoff als einen wichtigen Faktor für die Energiegewinnung benötigen, hat Sauerstoffmangel eine Reihe gesundheitlicher Folgen. Zunächst werden die Gewebe nicht ausreichend mit Vitalstoffen, Enzymen und Hormonen versorgt, was zu Funktionseinbußen der Organe führt und ihre Regenerationsfähigkeit verringert. Schließlich wird das Immunsystem geschwächt, damit der ganze Körper. Auch Alterungsprozesse werden beschleunigt. Daraus ableitend wurde in den letzten 100 bis 150 Jahren eine ganze Reihe von Sauerstofftherapien entwickelt, die zum Ziel hatten, die eben beschriebenen Entwicklungen aufzuhalten. Bekanntermaßen entstehen im Prozess der Energiegewinnung in den Mitochondrien freie Sauerstoffradikale. Einerseits werden sie in diesem Prozess benötigt, andererseits ist ein Überangebot an Sauerstoffradikalen für die Zellen ein Gift für den Stoffwechsel. Diese Erkenntnis führte dazu, dass in den vergangenen 70 Jahren parallel die Intervall Hypoxie-Therapie und die Intervall- Hyperoxie-Therapie entwickelt wurden. Dabei sind die Intervalle so angelegt, dass nach Hypoxie- bzw. Hyperoxie- immer eine Phase mit normalem Sauerstoffgehalt folgte. Es gibt Hyperoxie-Therapien, die  unter Normaldruck, sogenannte normobare Therapie, die bei 1 Atmosphäre Luftdruck ablaufen, und hyperbare Therapieformen, die mit erhöhtem Luftdruck durchgeführt werden. Sauerstofftherapien, die mit reinem Sauerstoff arbeiten, gibt es natürlich auch. Dabei soll die Sauerstoffaufnahme in den Zellen verbessert werden. Beispiele dafür sind die hämatogene Oxidationstherapie nach Wehrli, die Oxyvenierungstherapie nach Regelberger sowie die Singulett-Sauerstofftherapie. Eine weitere Therapieform ist die Sauerstoff-Mehrstoff- Therapie (SMT) von Manfred von Ardenne (1907-1997), die zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme des Körpers  entwickelt wurde. Die einzelnen Schritte sind: Schritt1 ist die Einnahme eines Arznei-Präparates aus Vitaminen und Mineralien, um die Sauerstoffaufnahme zu verbessern. Schritt 2 beinhaltet die Inhalation von mit Sauerstoff- angereicherter Luft über 30 Min. Dies gilt der Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Blut Schritt 3 ist moderates körperliches Training  bzw. ein thermisches Verfahren (warmes Bad), abgestimmt auf den persönlichen Trainingszustand, das Alter und die bestehende Grunderkrankung des Patienten. Die Behandlung erfolgt i. d. Regel als Kur über 18 Tage 2 mal pro Woche. Gut an dieser Methode ist vor allem, dass die Mikronährstoffe reguliert werden und in körperliches Training in die Behandlung einbezogen wird. Das neueste unter den Therapieverfahren, die mit Sauerstoff arbeiten, ist das IHHT-Zelltraining, was im weiteren Sinne  ein bioenergetisches Zelltraining darstellt. Das bioenergetische Zelltraining ist für die Regeneration von kranken Menschen geeignet. Auch Personen, die ihre Stresstoleranz verbessern und ihre Leistungsfähigkeit steigern wollen profitieren von dieser Therapie. Bekanntlich reagieren unsere Zellen sehr empfindlich auf Stress. Ziel aller Therapien sollte es also sein, ein System zu benutzen, dass zum einem

  • geschädigte Mitochondrien zerstört und andererseits
  • die Vermehrung gesunder Mitochondrien anregt

Das kann die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie. Dass die Mitochondrien zur Energiegewinnung Sauerstoff brauchen, hat bei IHHT zentrale Bedeutung. Aber Wir arbeiten mit schwankendem Sauerstoffgehalt, nämlich in der

  • Phase wird mit Sauerstoffmangel, also Hypoxie, gearbeitet und
  • In der 2. Phase mit Sauerstoffüberschuss, Hyperoxie

Die Zellen versuchen dabei diese zwei unterschiedlichen Reizphasen auszugleichen. Dank der IHHT läuft die Energieproduktion in den Zellen auf Hochtouren. Die allgemeine Leistungsfähigkeit wird erhöht. Man fühlt sich körperlich und geistig vital. Dabei ergeben sich folgende Vorteile:

  • Die Sauerstoffversorgung und damit die Energieproduktion in den Zellen wird verbessert
  • Die Fettverbrennung wird angekurbelt und die Organe besser durchblutet.
  • Das vegetative Nervensystems wird ausbalanciert
  • Das kardiovaskuläre System erfährt eine Leistungssteigerung

Und schließlich wird die Leistungsfähigkeit des Körpers wieder erhöht. In Studien konnte dabei gezeigt werden, dass neue Mitochondrien nur unter Sauerstoffentzug gebildet werden. Heute sind wir alle großen Belastungen ausgesetzt. Dabei müssen wir uns auf unsere Leistungskraft verlassen können Das gelingt mit dem Intervall – Hypoxie-Hyperoxie-Training sehr gut, weil dabei die Mitochondrien für die Energieproduktion gestärkt werden. Bei der IHHT reagiert der Körper wie folgt:

  • Der Organismus passt sich dem veränderten Sauerstoffgehalt der Atemluft an.
  • Es kommt zur vermehrten Bildung roter Blutkörperchen und kleinster Kapillaren. Vielleicht ist Dir bekannt, dass viele Sportler vor großen Wettkämpfen im Hochgebirge trainieren, genau, um das zu erreichen. Dank IHHT kann man sich diesen Weg jetzt sparen.
  • Mittels IHHT gelangt der Sauerstoff schneller in die Gewebe und an die Zellen.
  • Auch verbessert die Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie die Bildung des körpereigenen Coenzym Q10. Aber das ist von zentraler Bedeutung für die Energiegewinnung. Übrigens hatte dies der Biochemiker Peter D. Mitchell herausgefunden und dafür 1978 den Nobelpreis erhalten.

Aus diesen Gründen gibt es für die IHHT viele Einsatzmöglichkeiten Insbesondere bei Energielosigkeit und Erschöpfung, Diabetes mellitus, Burnout und Stressempfindlichkeit, Immunschwäche, Rheuma und Allergien zeigt die IHHT gute Erfolge Die IHHT bietet eine Behandlungsmöglichkeit für ein sehr breites Spektrum an Indikationen. Die Sauerstoff-Vitaltherapie optimiert die Basis der Energieversorgung, regelt Stoffwechselprozesse auf enzymatischer und hormoneller Ebene und stellt die Balance für das     vegetative Nervensystem wieder her Durchführung der Therapie: Wie erfolgt nun aber das Training. Zunächst einmal musst Du dafür einen Therapeuten finden. Die Therapie erfolgt mit einem Gerät, Cellair one, das den Sauerstoffgehalt der Luft regeln kann. Dabei kann auch die Zeit für die einzelnen Phasen vorgegeben werden, alles individuell auf den Patienten abgestimmt. Über eine Atemmaske wird abwechselnd kontrolliert sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft eingeatmet. Während der Therapie werden Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung kontrolliert. In der Regel dauert eine Therapieeinheit  40 Minuten. Abweichungen davon sind je nach Patient möglich. Als Ersttherapie sind 10 Sitzungen innerhalb von 5 Wochen vorgesehen. Je nach Zustand und Ziel des Patienten kann die Therapiedauer verlängert werde. Was nach der Therapie festgestellt wird ist

  • Entspannung für gestresste Menschen
  • der Blutdruck sinkt
  • neue Blutgefäße können sich bilden
  • Entzündungsprozesse werden reduziert

Der Körper wird wesentlich leistungsfähiger und belastbarer. Genau wie bei der Mehrschritttherapie nach Ardenne ist auch bei der IHHT eine gute Mikronährstoffversorgung wichtig. Allein mit IHHT bei schlechter Mikronährstoffversorgung wirst Du es nicht schaffen, Deine Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Eine kurze leicht verständliche Darstellung der IHHT findest Du auch in folgendem Video: https://www.youtube.com/watch?v=K6rJxzQbzMo

Show 012: Wie kann man seine Leistungsfähigkeit lange erhalten

Leistungsfähig zu sein ist die beste Voraussetzung für ein glückliches, erfülltes Leben. Dazu gehören die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, die sich einander bedingen, wie es schon der römische Dichter Juvenal (60-140 n. Chr. ) sagte: "Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper" oder "Mens sana in corpore sano". Was verstehen wir unter mentaler Leistungsfähigkeit? Als Synonym kann man auch den Begriff mentale Stärke verwenden. Dieser Begriff ist positiv besetzt. Wenn wir über unsere mentale Stärke nachdenken, verbinden wir dies mit Personen, die sich sehr gut auf ihr Ziel fokussieren können, egal wie schwierig die Situation ist. Kennzeichnend ist weiter, dass sie aus Rückschlägen lernen und Hemmnisse mit ihrer Willensstärke beseitigen. Man kann diesen Menschen folgende Attribute zuordnen: Menschen mit einer guten mentalen  Stärke sind willensstark, unabhängig und zuversichtlich. Sie übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Tun, sind bereit aus Fehlern zu lernen, sie müssen es nicht jedem recht machen, können sich auch über Erfolge anderer freuen. Mental starke Menschen, sind in der Lage, Ihre Gefühle rational zu bewerten, haben eine dankbare Haltung und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Hinzu kommt eine hohe Frustrationstoleranz. Dennoch sind das keine Supermenschen. Wie alles, so kann man auch mentale Stärke trainieren. Dazu empfehlen Experten drei wesentliche Strategien, die sich bewährt haben .

  • Stopp negative Gedanken. Man darf keine Ursachen-Folge Kaskade aufbauen, und immer wieder daran denken, was alles passieren könnte, wenn… Damit ändert man nichts, sondern zieht sich nur runter, noch schlimmer irgendwann zerfließt man im Selbstmitleid und nimmt eine Opferrolle an. Stattdessen ist es wichtig, eine Niederlage zu akzeptieren und daraus zu lernen. Strebe danach, die zweifelsohne vorhandenden Gedanken in positive konstruktive Sätze umzuwandeln. Statt.“Ich kann das nicht“, Jetzt weiß ich, was und wie ich es tun will.
  • Als zweite Maßnahme: Triff Deine eigenen Entscheidungen. Du selbst weißt, was am besten für dich ist. Das schließt zwar auch ein, andere um Rat zu bitten, aber die Pflicht zur Entscheidung liegt nur bei Dir. Das ermöglicht Dir, dein Leben so zu leben, wie es gut für Dich ist. Dabei gewinnst Du einen sehr großen Schatz, nämlich innere Freiheit und Unabhängigkeit.
  • Zum dritten rate ich Dir, akzeptieren Veränderungen! Das ergibt sich schon allein daraus, dass sich Dinge immer verändern, Du kannst nicht, wie es schon Heraklit sagte, zweimal in denselben Fluss steigen. Wenn man es schafft, sich mit stetigen Veränderungen in der sich umgebenden Welt zu arrangieren, lernt man auch, mentale Stärke aufzubauen.

Mental stark bleiben kannst Du nur, wenn Du folgendes beherzigst:

  1. Für Dich ist nicht wichtig, was andere denken
  2. Warte nicht, bis andere Dein Problem lösen
  3. Zeige Deine Launen und Stimmungen nicht nach außen
  4. Pflege ein positive Einstellung und zeig sie auch
  5. Denke, bevor Du sprichst
  6. Entwickle ein gesundes Selbstwertgefühl
  7. Verfolge konsequent Deine realistischen Ziele

Gesundheit ist ohne mentale Stärke nicht denkbar und mentale Stärke setzt körperliche Leistungskraft voraus. Nur in dieser Einheit gewährleisten sie schließlich Deinen Erfolg, im Job genauso wie in der Familie, bei allem was Du tust. Körperliche Leistungsfähigkeit erreicht man durch körperliches Training. Doch das ist es nicht allein. Das Training sollte nicht übertrieben werden und in einem Fitnesswahn enden, womit sich der Leistungsdruck verstärkt. Wichtig ist ein moderates Training bei guter Ernährung ohne Stimulanzien. Wenn Stimulanzien eingesetzt werden, dann sollten das Mikronährstoffe sein, die im Körper fehlen. Sie haben einzig die Aufgabe, den mitochondrialen Stoffwechsel zu erhalten und die Energieproduktion in den Mitochondrien zu gewährleisten. Denn in jedem Fall gilt: Ohne Energie keine Leistung. Kein Auto fährt ohne Treibstoff, Keine Maschine läuft ohne Strom, kein Handy ohne Akku. Es gibt jedoch ausreichend Faktoren, die die Mitochondrien bei der Energieproduktion stören. Insbesondere oxidativer und nitrosativer Stress verursachen einen Energiemangel in den Mitochondrien. Weiterhin wird die Fähigkeit des Körpers zur Energiegewinnung durch den natürlichen Alterungsprozess geprägt und der heutige Lebensstil trägt ebenfalls zu Energiedefiziten bei. Ohne Energie ist die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt, bis hin zu Krankheiten aller möglichen Art. Schließlich sorgen auch noch freie Radikale für eine geringere Leistungsfähigkeit. Freie Radikale entstehen während des Oxidationsprozesses als aggressive, hochreaktive Spezies. Sie sind einerseits wichtig, um beispielsweise eindringende Mikroorganismen zu zerstören oder um aus Cholesterin wichtige Hormone zu produzieren. Jedoch bewirken zu viele freie Sauerstoffradikale, dass weil die zelluläre Membran der Mitochondrien geschädigt wird. Zwar werden empfindliche Moleküle auf biochemischem Wege durch Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E oder Glutathion gegen freie Radikale geschützt. Oft reicht das aber nicht aus. Auch die mitochondriale DNA reagiert sehr anfällig auf reaktive Sauerstoffradikale. Die Reparatursysteme zur Wiederherstellung der geschädigten mtDNA sind kaum ausgeprägt. Somit kumulieren sich mitochondriale Schäden im Laufe des Lebens und die Stoffwechselleistung und Energieproduktion der Mitochondrien sinkt. Aufgrund des entstehenden Energiedefizits wird auf Dauer auch die Recycle-Fähigkeit der Mitochondrien eingeschränkt und sie sterben letztendlich ab. Das alles äußert durch verminderte Muskelkraft, reduzierte Sehstärke, nachlassende Nervenleistung und geminderter Hautelastizität. Je länger die negativen Prozesse andauern, desto größer sind die Defizite. Die Leistungsfähigkeit und damit die Lebenskraft des Menschen lassen nach. Durch Einnahme von Antioxidantien lassen sich freie Radikale binden. Jedaoch darf man damit nicht zu spät beginnen. Hier empfiehlt sich ein Freie Radikale Check, um zu erfahren, ob der Körper bereits überlastet ist. In einigen Fällen, ist es ratsam auch den Darm betrachten. So gibt es heute spezielle Ansätze, mit Darmbakterien die Leistungskraft zu erhöhen. Das hat man unter anderem auch bei Spitzensportlern getestet. So die österreichische National-Mannschaft im Skispringen. Die Sportler nahmen Darmbakterien ein und konnten ihre Leistungsfähigkeit enorm steigern. Vielleicht noch ein Hinweis. Heute hat kein Europäer eine ausgewogene Vitalstoff-Versorgung, es sei denn, er substituiert individuelle Defizite. Ohne diese Substitution können sich chronische Stoffwechselstörungen entwickeln.  Es ist auch nicht angebracht, Vitalstoffe nach dem Gießkannen-Prinzip einzunehmen. Eine ungezielte, nicht individualisierte Substitution kann das Ziel eines verbesserten Stoffwechsels nicht erreichen. Eine weitere Methode kann dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dabei handelt es sich um einen hocheffektiven Trainingsreiz, der beim Menschen innerhalb der Mitochondrien und Zellen zahlreiche biochemische Prozesse für die Selbstheilung und Regeneration ankurbelt. Diesen Trainingsreiz erhält man über eine intermittierende Hypoxy-Hyperoxy-Therapie, kurz IHHT genannt. Bei der IHHT werden die Zellen trainiert. Wie bereits im Namen enthalten, handelt es sich dabei um eine Sauerstofftherapie. Ohne Sauerstoff ist eine hocheffiziente Energiegewinnung in den Mitochondrien nicht möglich. Diese Methode der IHHT, die das allgemeine Wohlbefinden bessert, stelle ich in der nächsten Sendung genauer vor. Zusammenfassend einige Tipps für die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

  1. Lebe gesund. Dazu gehören eine gesunde vitalstoffreiche Ernährung mit wenig Kohlenhydraten und besonders wenig Zucker. Verzichte auf Giftstoffe wie Alkohol, Zigaretten und Stimulanzien.
  2. Bewege Dich täglich und bewusst. Vermeide dabei Überanstrengung.
  3. Überprüfe Deinen Mikronährstoffverzehr und substituiere, wenn Dir etwas fehlt. Immer einnehmen kannst Du Magnesium, Coenzym Q 10, Vitamin B 12 Vitamin C und Omega 3 –Fettsäuren, weil sie für die Energieproduktion notwendig sind. Was die Dosierung anbelangt, lass Dich bitte beraten.
  4. Und schließlich, beherzige, was ich über die mentale Leistungsfähigkeit gesagt habe. Stärke sie, damit beides, körperliche und mentale Leistungskraft, sich gegenseitig stärken.

Show 011: Stress durch Sport-oder Sport gegen Stress?

Es ist heute wirklich kein Geheimnis, dass Bewegung für die körperliche und geistige Fitness enorm wichtig ist. Dies gerade auch in einer Zeit, wo sich die Arbeitswelt von körperlicher zu geistiger Tätigkeit hin entwickelt und das verstärkt durch den Einzug der Digitalisierung in alle Lebensbereiche. Der Mensch braucht die körperliche Bewegung, um einen Ausgleich zu der überwiegend sitzenden Tätigkeit im Beruf zu  haben. Aber nicht nur dafür.

  1. Bewegung fördert die hormonelle Regulation, insbesondere Hormone wie Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin sowie Serotonin und Endorphine.
  2. Bewegung reguliert den Insulin- und Blutzuckerspiegel, wirkt sich damit günstig in Bezug auf Diabetes aus und wirkt prophylaktisch dagegen.
  3. Bewegung fördert weiterhin die Synapsenbildung im Gehirn und fördert bessere kognitive Leistungen
  4. Schließlich fördert Bewegung auch die kommunikative Ebene, weil bzw. wenn man im Team trainiert

Besonderen Wert hat moderate Bewegung zur Erzielung einer hohen Ausdauerleistung, weil nach Prof. Dr. Wilfried Kindermann gilt: „Ausdauertraining wirkt sauerstoffsparend, blutdrucksenkend, herzrhythmusstabilisierend, stoffwechselfördernd und blutgerinnungshemmend und hat bei richtiger Anwendung keine Nebenwirkungen“ Ausdauer ist die physische und psychische Fähigkeiten, körperliche Belastungen über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten zu können und sich danach schnell zu erholen. Um das zu erreichen, sollten höchstens 30% der eigenen Muskelkraft während des Trainings einsetzt werden. Was erreicht man durch moderate Bewegung?

  1. Das Herz ist in der Lage, höhere Leistung zu vollbringen, wobei auch die Fließeigenschaften des Blutes werden verbessert und die Anzahl der Mitochondrien und deren Größe zunehmen.
  2. Durch moderate Bewegung werden die Stresshormone Cortisol und Adrenalin abgebaut, Blutzucker und Insulinspiegel werden gesenkt und die Glückshormone Serotonin und Dopamin sowie Endorphine werden freigesetzt. Diese schützen den Körper vor Stressoren und die Muskulatur wird entspannt.
  3. Damit schützt moderate Bewegung vor Depressionen, fördert die emotionale Stabilität, verbessert die Stresstoleranz, reduziert Angst, verbessert Stimmung, Sexualität und Schlafqualität.

Leider passiert es aber auch immer wieder, dass Menschen von einem falschen Ehrgeiz gepackt werden und die sportliche Belastung zu intensiv gestalten. Eine zu intensive sportliche Belastung führt zu einem hohen Stoffwechsel- und Energiebedarf und zehrt damit sehr an den körperlichen Reserven. Es  werden massiv freie Radikale gebildet, die zur Belastung der Zellen, insbesondere der Mitochondrien führen. Folge davon ist, dass mehr Mikronährstoffe und Aminosäuren verbraucht werden. Sollte dann auch noch die Regeneration nach dem Training vernachlässigt werden, droht die Gefahr von Übertraining mit starker Stressbelastung bis hin zum Burnout. Vorsicht auch bei Bewegung unter Stressbelastung

  • Es droht Überforderung, weil die Person ohnehin eine große Neigung zu körperlicher Erschöpfung hat.
  • Diese Personen haben auch permanent Zeitnot und gönnen dem Körper nicht die notwendige Regenerationsphase
  • Überforderung droht auch, weil es einen großen Drang zu hohen Leistungen gibt

Enorm wichtig nach körperlicher Tätigkeit oder Sport ist die Regeneration. Das sind all die Prozesse, die zur Wiederherstellung des physiologischen (biologischen) Gleichgewichtszustandes führen. Regeneration ist unbedingt erforderlich, weil es zu einem Mineralstoff-, Vitamin- und Enzymverlust kommt. So z.B zu Kalium- und Natriumverlust durch Beanspruchung des Nervensystems, Kalzium- und Magnesiumverlust durch Beanspruchung des Energiestoffwechsels. Weiterhin wird das Herz-Kreislauf-System stark beansprucht. Es erfolgt eine Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ebenso des Temperaturhaushalts. Natürlich ist es immer gut, wenn man sich sportlich betätigt. So zum Beispiel nach einem langen, harten und stressigen Tag im Büro ist eine Runde durch den Park genau das richtige Mittel, um den Kopf freizubekommen und Stress abzubauen Zudem hilft Bewegung im Grünen ebenfalls dabei, Stress abzubauen, schon allein dadurch, dass grün sehr ausgleichend wirkt. Wie eine Studie an der Universität Essex zeigte, haben bereits 5 Minuten in grünem Umfeld nachweislich eine positive Wirkung auf die Psyche. Eine weitere Lösung in Bezug auf Bewegung heißt Spaß! Sport und jede Art von Bewegung sollen Spaß machen. Dann sind die Effekte am stärksten, wie bei jeder Tätigkeit, die wir mit Freude ausführen. Bedingt durch unseren Lebensstil, schätzen viele Leute ein, dass sie keine Zeit haben, sich zu bewegen. Deshalb rate unbedingt, die Zeit für Bewegung in den Tagesablauf zu integrieren. Auch ist es eine Überlegung wert, ob man jeden Weg mit dem Auto fahren muss. Kürzere Strecken kann man auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Wenn man nicht geübt ist, sich zu bewegen, sollte man wie folgt vorgehen: Tipps für den Untrainierten: Fange klein an, und zwar aus Überzeugung und nicht weil dich Jemand überredet hat. Für den Anfang ist es sogar besser, sich zu unterfordern, statt sich gleich bis zur völligen Erschöpfung zu verausgaben. Stell dir einen Trainingsplan auf, und vermerke,    wann Du anfangen möchtest? Wie oft und wie lange Du trainieren möchtest. Übe zusammen mit einem gleichwertigen Trainingspartner. Auch das kleinste 5-Minutentraining ist für jeden Anfänger ein Gewinn. Denke daran: Es ist nie zu spät, sich zu bewegen! Das zeigen Untersuchungen an 70-jährigen, die noch erstaunliche Muskelzuwächse und Verbesserungen der Herz-Kreislauf-Leistung erzielen können. Arbeite darauf hin,

  • täglich allgemeine körperliche Aktivitäten durchzuführen
  • pro Woche 3 bis 5 Mal pro Woche ein Ausdauertraining von mind. 30 Minuten zu bestreiten. Das kann auch ein Spaziergang durch den Park oder eine Wanderung durch den Wald sein
  • 1 bis 2mal pro Woche, den Körper intensiver zu belasten
  • 2 x pro Woche ein Kraft- und Koordinationstraining zum Muskelaufbau durchzuführen
  • Regelmäßigkeit beim Sport zu erlangen
Show 010: Lebendiges Wasser

Das Verhältnis von Natrium und Kalium im Wasser der Weltmeere ist dem im menschlichen Körper sehr ähnlich. Trotzdem können wir Wasser aus dem Ozean nicht trinken, weil der Salzgehalt einfach zu hoch ist. Die Menschen haben immer Süßwasser getrunken. Zu Zeiten, wo man noch keine Wasseraufbereitung kannte, war das Quellwasser besonders sauber, hatte einen beachtlichen Weg aus tiefen Erdschichten hinter sich, war unterwegs oft verwirbelt worden. Dieses Wasser war und ist nicht nur sehr bekömmlich sondern ist total auf unsere Bedürfnisse abgestimmt, weil es lebendiges Wasser war. Was zeichnet lebendiges Wasser aus? Forscher aus den USA haben die Gründe dafür gefunden. Sie konnten feststellen, dass sich Wasser an hydrophilen Grenzflächen, wie sie auch in unserem Körper vorliegen, selbstständig ordnet, oder orientiert. Es teilt sich dabei in zwei Schichten, wobei die oberflächennahe Schicht durch ihre Ordnung eine ganz andere Struktur mit anderen Eigenschaften besitzt. Diese Schicht ist etwa einen Viertel Millimeter dick und wurde von den Forschern als  „Exclusion Zone“ (EZ) getauft. In dieser Zone haben wir nicht nur eine geordnete Wasserstruktur, das Wasser kann sich hier auch selbst reinigen. Somit enthält die Exclusion Zone sehr reines Wasser. Alle anderen gelösten Stoffe werden in die anderen Schichten verdrängt. Obwohl dieses Phänomen schon länger bekannt ist, konnte Pollack erst jetzt die Erklärung dafür liefern. Neben der Fähigkeit zur Selbstreinigung hat das Wasser in der EZ noch einen veränderten elektrischen Widerstand, eine höhere, fast gelartige Viskosität, verfügt über eine starke Fähigkeit zur Absorption von Infrarotlicht, einen veränderten ph-Wert und eine deutliche negative Ladung. Die Wassermoleküle gaben Protonen ab und ordneten sich in einem stabilen, hexagonalen Gitter an. Hinzu kommt, dass bei diesem Wasser auch das Verhältnis von Wasserstoff zu Sauerstoff nicht 2:1, sondern 3:2 ist, also auch chemisch eine ganz andere Form darstellt. Generell spielt EZ-Wasser besonders in lebenden Organismen eine große Rolle. Es ist sehr energiereich. Diese Energie erhält das Wasser in der Natur durch Sonnenlicht, konkret durch Infrarotlicht. Ohne Licht-Strahlungen bildet sich kein lebendiges Wasser. Wasser speichert die Energie des Sonnenlichts in Form einer hexagonalen Struktur. Auf diese Weise ist das Wasser energetisiert. Bedingt durch die kleinen Abstände zwischen und in unseren Zellen, haben wir in unserem Körper sehr viele Grenzflächen mit Exclusion-Zonen. Damit unterscheidet sich das Wasser im lebenden Organismus chemisch, strukturell und funktional deutlich von gewöhnlichem Wasser. Es ist ein hoch geordnetes, kristallartiges Medium. Pollack geht sogar so weit zu sagen, dass EZ-Wasser der Motor des Lebens ist. Hiermit erklärt er auch die besondere Funktion von Kapillaren, Zellmembranen und Membran-Tunneln. Auch die Funktion von Proteinen lässt sich erst durch das Vorhandensein von geordnetem Wasser wirklich beschreiben. Wenn dem aber so ist, dass in unserem Körper geordnetes Wasser eine zentrale Funktion hat, sollte diese Funktion auch erhalten werden. Pollack drückte das so aus:„Wir wissen heute, dass die meisten Makromoleküle ohne das EZ-Wasser zusammenbrechen und ausfällen würden – sie könnten nicht einwandfrei funktionieren. Nun beruhen viele Krankheiten anerkannter Weise auf Funktionsstörungen von Proteinen oder deren Regulierungssystemen. In einem solchen Protein-zentrierten Netzwerk, kann eine Funktionsstörung durch zwei Komponenten entstehen: durch das Protein selbst oder das EZ Wasser, welches das Protein umhüllt.“ Pollack konnte zeigen, dass die Struktur des EZ-Wassers in Modellversuchen selbst bei den pH-Werten der Magensäure intakt blieb und vermutlich auch in dieser Form von den Geweben aufgenommen wird. Somit ist klar, dass Wasser sehr viele unterschiedliche Qualitäten haben kann. Seine Wirkung auf die Gesundheit hängt dabei in entscheidendem Maße auch davon ab, in welcher Form wir es trinken. Mit dem Verzehr von lebendigem Wasser, das in seiner Struktur dem Wasser in unseren Zellen, Organen und Gefäßen ähnelt, kommen wir einer dauerhaften Gesundheit viel näher. Lebendiges Wasser ist geordnet und interagiert strukturell mit den darin befindlichen Makro-Molekülen. Stellt sich die Frage, woher bekomme ich lebendiges Wasser? Als erstes kann man natürlich sein Trinkwasser aus der Leitung über ein Filter schicken. Dabei wird das Wasser von einigen Stoffen befreit, aber es ist noch kein lebendiges Wasser. Verwirbelungstechniken bieten sich an, weil dabei jeweils kleinere Mengen Wasser in Tröpfchenform überführt werden, die an der Grenzfläche zur Luft die hexagonale Struktur ausbilden können. Dafür gibt es elektrische und manuell zu bedienende Geräte. Nach Pollack ist auch die Bestrahlung mit Sonnenlicht oder Infrarotlicht eine Möglichkeit, das Wasser zu elektrisieren. Erwähnen möchte ich auch die Variante über EM-Keramik oder Steine, mit denen diese Effekte zu erzielen sind. Sinnvoll für uns alle wäre es sicherlich, wenn wir lebendiges Wasser direkt aus der Leitung bekämen. Dies bedarf jedoch ein Umdenken und zusätzliche wissenschaftliche Beweise. Wenn Du mehr über lebendiges Wasser in der Natur erfahren möchtest, schau Dir das Video über Viktor Schauberger an. Du wirst dadurch die Natur besser verstehen.

Show 009: Unser wichtigstes Lebensmittel – das Wasser

Das Leben auf der Erde hat sich im und aus dem Wasser entwickelt. Schon allein daraus ist die Wichtigkeit des Wassers abzulesen. Der iranische Forscher Batmanghelidj unterstreicht die Bedeutung des Wassers durch den Satz:                                                                                       „ Krankheiten sind nicht das Ergebnis einer fehlerhaften Zusammensetzung von Stoffwechselregulatoren, sondern Durstsignale des Körpers“.  Das bedeutet, die Menge des verzehrten Wassers entscheidet über unsere Gesundheit. Wer Durst hat riskiert krank zu werden. Das kann man durch viele Beispiele belegen, wie der Entstehung von Schmerzen, Migräne, Panikattacken, Verdauungsbeschwerden, Probleme der Übersäuerung und vieles mehr. Unser Körper selbst besteht  zu 70 % aus Wasser, davon ist etwa ein Viertel in den Zellen enthalten. Wasser ist Bestandteil des Blutes und damit an der Versorgung des Körpers mit Sauerstoff  und wichtigen Nährstoffen beteiligt. Dabei werden auch Giftstoffe über die Blutbahn zu den Nieren transportiert und dort ausgeschieden. Auch unsere Lymphgefäße enthalten viel Wasser. Hier erfolgt ein Großteil der  Entgiftung. Weiterhin ist Wasser an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt. In unserem Körper ist Wasser ein wichtiges Lösungsmittel, das die Konsistenz  unserer Körperflüssigkeiten bestimmt. Vitamine, Mineralien, Zuckermoleküle können erst durch ihre Lösung in Wasser genutzt und transportiert werden. Wasser ist auch an der Aufspaltung vieler Stoffe beteiligt, die erst so für den Körper nutzbar werden. Als Bestandteil von Zellen und Gewebe sorgt Wasser dafür, dass die Funktion der Organe aufrechterhalten werden kann. Nur mit  Wasser kann die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers gewährleistet werden. Das liegt darin begründet, dass die biochemischen Reaktionen in der Atmungskette nur mit Wasser als Lösungsmittel ablaufen. Nur so können die Mitochondrien Energie produzieren, die zur Leistungsfähigkeit führt. Wenn der Körper Durst verspürt, ist dieser Prozess eingeschränkt. Andere Getränke bewirken, dass sich die Lösungskapazität für die potentiellen Nährstoffe verändert. Damit ist die Energieerzeugung geschwächt sowie viele andere biochemische Prozesse. Deshalb ist es enorm wichtig über den normalen Flüssigkeitsverzehr hinaus reines Wasser zu trinken. Hinzu kommt, dass in Mischgetränken, Stoffe enthalten sind, die zu falschen Stoffwechselreaktionen führen. Das betrifft auch so gesunde Getränke wie Tee, selbst wenn er Antioxidantien enthält. Die Frage nach der täglich zu verzehrenden Menge Wasser lässt sich leicht anhand der täglichen Flüssigkeitsausscheidungen berechnen. Über die Haut verlieren wir täglich etwa einen halben Liter Wasser, etwa genau so viel über die Atmung, und über die Nieren scheiden wir ca. 1,5 l. Wasser täglich aus. Berücksichtigen muss man dabei, dass diese Mengen an heißen Tagen ansteigen, ebenso trifft das bei sportlichen oder anderen körperlichen Belastungen zu. Das bedeutet im Normalfall täglich mindestens 2 bis 2,5 l Wasser zu trinken, nur um die Verluste auszugleichen. Was die Qualität des Wassers anbelangt, so sollte es rein sein. Wie rein das Trinkwasser in Deutschland ist, kann man im UNESCO-Report von 2017  nachlesen. Deutschland ist mit seiner Trinkwasserqualität auf Platz 57 in der Welt und damit zusammen mit Belgien das Schlusslicht in der EU. Eine andere Frage stellt sich bezüglich der Wasserstruktur. Nach neuesten Erkenntnissen ist das Wasser aus der Leitung tot. Das ist begründet durch die langen Transportwege in Rohren aus Metall oder Kunststoff mit vielen Pumpstationen. Es hat bioenergetisch keine Kraft, wie es sie hat, wenn wir Wasser direkt aus dem Gletscher bzw. aus der Natur  genießen könnten. Darüber mehr in der nächsten Episode. Generell ist natürliches, lebendiges Wasser mit einer guten Reinheit für den Verzehr zu empfehlen. Der pH-Wert sollte leicht basisch sein, etwa 7,2 um die Funktion der Organe fördern zu können. Auch ist es wichtig Wasser nach einem bestimmten Rhythmus zu trinken. Zusätzlich zu den üblichen Getränken sollte man im Normalfall 6 bis 8 Gläser Wasser über den Tag verteilt trinken. Dabei jeweils ein Glas eine halbe Stunde vor der Nahrungsaufnahme, also vor dem Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Jeweils 2 weitere Gläser Wasser trinkt man jeweils etwa 2 Stunden noch den Mahlzeiten. Andere Getränke kann man zusätzlich konsumieren. Und wenn Du dich körperlich belastest, musst Du die Wassermenge steigern. Wer mit dem Wassertrinken erst beginnt, sollte zu Beginn streng darauf achten, dass die Trinkmenge mit der Ausscheidung korreliert. Wenn man genug ausscheidet, ist das ein Zeichen dafür, dass die Nieren funktionieren.

Show 008: Was beeinträchtigt unsere Gesundheit

Hauptsächlich ist es die Art des individuellen Lebensstils, die darüber entscheidet, wie leistungsfähig wir uns fühlen, wie gesund wir sind oder wie alt wir werden. Oft spüren wir erst, wenn wir älter werden, welche Sünden (Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol, Ernährung) wir in unserer Jugend begangen haben. Dabei will ich nicht außer Acht lassen, dass unser Lebensstil auch von objektiven äußeren Faktoren (Umwelt, medizinische Versorgung, sozialer Status) geprägt wird. Die Auswirkungen unseres Lebensstils bekommen wir sehr oft erst nach vielen Jahren zu spüren. Was gehört alles zu unserem Lebensstil? Zu den individuellen Einflussfaktoren zählen die Ernährung, das Ausmaß der Bewegung, persönliche Möglichkeiten zur Entspannung und die soziale Eingliederung, geprägt durch Beruf, Freundschaften, Freizeitaktivitäten, auch die Art wie ich wohne, ob in der Stadt oder auf dem Land. Objektive Einflussfaktoren betreffen unsere Umwelt und den Einfluss der gesellschaftlichen Verhältnisse auf unser Leben. Zunächst zur Umwelt: Die Industrialisierung und extensive Landwirtschaft haben dazu geführt, dass sich immer mehr Schadstoffe in Erde, Wasser und Luft angereichert haben und dieser Prozess noch nicht gestoppt ist. Einige markante Schadstoffe sind:                                    Pestizide, Schwermetalle, Überdüngung, Stickstoff, Medikamente (Antibiotika, Hormone-Pille, Betablocker), Lösungsmittel, Altöle, Plastikmüll, FCKW, CO2, NO, Elektrosmog In diesem Zusammenhang  ist folgende  Pressemitteilung vom 15.05.2019 wichtig: Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2018 insgesamt 786 Tonnen des extrem klimawirksamen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6)  von inländischen Gasehändlern bezogen. ..Klimawirksame Stoffe nehmen Einfluss auf die Erderwärmung und tragen zum Klimawandel bei. Schwefelhexafluorid ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas: Es trägt in einem Zeitraum von 100 Jahren 22 800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlenstoffdioxid (CO2). Darüber wurde bisher kaum berichtet. Kampf dem CO2 ist bestimmt richtig, aber warum verteufelt niemand Schwefelhexafluorid. Kann man es etwa nicht publikumswirksam mit Autoabgasen in Verbindung bringen und damit den privaten Nutzer verantwortlich machen? Diese Aussage bedeutet nämlich, dass die Industrie weitaus mehr den Klimawandel und die Umweltverschmutzung zu verantworten hat als die privaten Nutzer. Fakt ist, dass die Umweltverschmutzung uns Menschen auch unmittelbar betrifft. Nicht umsonst haben wir die paradoxe Situation, dass der medizinische Fortschritt sich rasant entwickelt, aber die Zahl der Krankheiten nicht abnimmt. Eine weitere Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen ist die Ernährung, gekennzeichnet durch Fastfood, Würze mit Glutamat, pestizidbelastete Nahrungsmittel, sinkendem Vitamingehalt allein durch lange Lagerung, Waschen der Lebensmittel mit unnatürlichen Reinigungsmitteln. Damit ist die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Spurenelementen in ausreichender Menge nicht möglich. Wenn dann auch noch Mangelnde Bewegung oder, das kommt auch sehr häufig vor, übertriebene Bewegung dazu kommen ist Stressabbau nicht mehr möglich.   So waren lt. Statistischem Bundesamt im Jahr 2017 62 % der erwachsenen Männer in Deutschland übergewichtig. Dieser Anteil ist gegenüber  den Angaben von  2013 unverändert. Der Anteil übergewichtiger Frauen lag sowohl 2017 (43 %) als auch 2013 (44 %) deutlich niedriger als bei den Männern. Der Anteil der Personen mit Übergewicht steigt mit zunehmendem Alter: Mehr als 70 % der Männer ab 55 Jahren waren im Jahr 2017 übergewichtig. Zu Lasten der Krankenkassen werden viele Medikamente verordnet, darunter auch solche, die den Mikronährstoffverbrauch erhöhen. Dies wird den Patienten jedoch nicht gesagt. Wenn jedoch bestimmte Mikronährstoffe fehlen, können die Mitochondrien nicht ausreichend Energie herstellen. Dadurch verschlechtern sich die Symptome der Patienten nach einer bestimmten Einnahmedauer. Die Lösung wäre jedoch gleichzeitige Substitution der Stoffe, die durch das Medikament abgebaut werden. Beispiele für solche Medikamente sind Betablocker, die bei Herzschwäche eingesetzt werden, Metformin, ein Präparat für Diabetiker und Statine, die zur Regulierung des Fettstoffwechsels verwendet werden. Das alles sind Coenzym Q 10 - Räuber. Q 10 aber ist die Schlüsselsubstanz bei der Energieproduktion. Ein wesentlicher Gesundheitsfaktor, wenn nicht sogar der bestimmende, ist Stress. Unser Lebensstil von heute ist heute nicht mehr  „Artgerecht“. Wir ernähren uns mit industriell hergestellten Nahrungsmitteln, hochgezüchtet und genmanipuliert. Im Vergleich zur Natur leben und arbeiten wir in künstlichen Räumen, Städten oder Fahrzeugen. Das Auge nimmt dadurch nur einen Bruchteil  der natürlichen Farbreize auf, Temperaturunterschiede spüren wir durch unsere Kleidung kaum. Dann erwarten wir auch noch dauerhafte Höchstleistungen von unserem Gehirn, während wir unseren Körper die meiste Zeit in Ruhe belassen. Die Nacht ist durch künstliche Lichtquellen erhellt, Tageslicht durch die Abgasdunstglocke der Städte stark getrübt. Entspannende Naturgeräusche werden durch nervenden Lärm ausgetauscht. All dies hat ein hohes krankmachendes Potential in sich, weil dadurch

  • der Vitalstoffverbrauch massiv erhöht wird,
  • das Wachstum und die Erneuerung von Geweben wie Nervenfasern und Bindegewebe behindert wird
  • die Versorgung der Zellen mit lebenswichtigen Nährstoffen gehemmt wird und der Abtransport von „Abfallstoffen“ blockiert wird
  • die Belastung des Körpers mit freien Radikalen erhöht wird, welche die Körperorgane schneller altern lassen, die Erbsubstanz zerstören oder verändern und bei der Entstehung von fast allen Krankheiten beteiligt sind

damit Entzündungsvorgänge im Körper, die zu Zell-und Gewebeschäden führen, eingeleitet werden. Bei dieser massiven Einwirkung von Schadfaktoren, reicht ein gesunder Lebensstil allein nicht aus, um langfristig leistungsfähig zu bleiben. Hierzu ist ein ganzes Programm mit vielen Einzelmaßnahmen nötig. Empfehlen möchte ich deshalb ein Gesundheitsprogramm Dr. Joachim Mutter. Zu guter Letzt noch ein Zitat von Hippkrates, ca. 460 bis 370 v. Chr.: „Das beste Mittel gegen Krankheit ist Gesundheit“ Man kann auch sagen, bevor Du riskierst krank zu werden betreibe Gesundheitsprophylaxe. Die nächsten Episoden werden dafür weitere Empfehlungen geben.

Show 007: Die mütterliche DNA der Mitochondrien

Die Untersuchungen zur mütterlichen DNA der Mitochondrien zeigt, warum so viele Krankheiten nur von der Mutter vererbt werden. Weiterhin hat sie Bedeutung für die Stammesgeschichte, denn mithilfe dieser DNA kann man ermitteln mit wem man mütterlicherseits verwandt ist.. Die mitochondriale DNA wird nur von der Mutter vererbt.  Alle Kinder derselben Mutter haben also die gleiche mitochondriale DNA. Die Töchter dieser Frau vererben die gleiche DNA weiter. Somit kann man anhand der mitochondrialen DNA die persönliche Lebensgeschichte der mütterlichen Linie erfahren. Die mitochondriale DNA hat nur 16000 Basenpaare, während das Erbgut im Genom des Zellkerns 3 Milliarden Basenpaare umfasst. Mit dieser relativ kleinen und überschaubaren Anzahl an Basenpaaren kann man sehr gut die menschliche Geschichte rekonstruieren. Eine erste Untersuchung dazu gab es 1987 von Rebecca Cann, Mark Stoneking und Allen Wilson. Sie fanden heraus, dass sämtliche heute lebenden Menschen von einer einzigen Urmutter ihre Mitochondrien geerbt haben. Man nannte diese Urmutter die mitochondriale Eva. Anhand der Mutationszahlen konnte man die Zeit, in der diese Urmutter lebte, auf etwa 150.000 Jahre zurückdatieren. Ein Büchlein von Bryan Syces „Die sieben Töchter Evas“ zeigt sehr eindrucksvoll, wie die Geschichte gewesen sein könnte. Alles durch die mtDNA nachgewiesen. Daraus lässt sich ableiten: Die mitochondriale DNA ist weitestgehend sehr robust, hätte sie sonst 6000 Generationen mit Entbehrungen, Infektionskrankheiten, Naturereignissen überlebt? Andererseits stellt sich die Frage, bleiben wir auch von neuen Mutationen verschont, obwohl wir einem großen Stress, Umweltbelastungen bis hin zu Atombombenabwürfen, radioaktiver Verseuchung, Schadstoffbelastung der Meere, der Erde und der Luft durch Chemikalien, Arzneimittel und vielen anderen ausgesetzt sind? Global gesehen müssen wir zu allererst unsere Umwelt wieder auf ein Niveau zurück entwickeln, wie wir es vor den industriellen Revolutionen hatten. Die international gestellten Ziele greifen hier aus meiner Sicht nur minimal ein. Wenn man dann als Umweltsünder dafür bezahlen kann, damit man weniger in den Umweltschutz investieren muss, so kann ich das nur als halbherzig bezeichnet. Viel wichtiger ist es doch, aufzuhören mit dem Abholzen der Urwälder, der grünen Lunge unserer Erde, Aufzuhören mit dem Verklappen von Chemikalien und Abfällen aus der Wirtschaft und privaten Haushalten in die Ozeane, den Tourismus in besonders bedrohten Landschaften einzudämmen, unsere Hochgebirge vor Verschmutzung durch Bergtouristen zu schützen und noch vieles mehr. Darüber hinaus müssen all die Schäden beseitigt werden, die im Laufe der Jahrhunderte von uns Menschen angerichtet wurden. In dem Zusammenhang unterstütze ich die Initiative von Greta Thunberg „Fridays for future“. Kinder und Jugendliche begreifen, dass sie unter den Umweltsünden der vorherigen Generationen leiden müssen.

Show 006: Vitamin C - eine Wunderwaffe gegen viele Krankheiten

Die Geschichte von Vitamin C ist eng mit der Heilung der seit einigen Tausend Jahren bekannten Krankheit Skorbut verbunden. Bereits vor 3000 Jahren kannte der griechische Arzt, Hippokrates Skorbut und berichtete darüber. Aufgetreten ist diese Krankheit bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich auf langen Seereisen und den ersten Polarexpeditionen.                                                                                          Man erkannte dabei, dass die Krankheit sich nach dem Verzehr von Zitrusfrüchten besserte. Dennoch gelang es erst im Jahre 1928 dem Ungarn Albert Szent-Györgyi und dem Amerikaner Charles Glen King einen wesentlichen Beitrag zur Entdeckung des Vitamins C zu leisten. Ihnen gelang es Vitamin C aus Zitronensaft zu extrahieren und in kristalliner Form zu isolieren. Sie konnten dabei nachweisen, dass diese Substanz für die Heilung von Skorbut verantwortlich ist.                      Den Schweizer Chemikern Tadeusz Reichstein und Anton Grüssner gelang 1933 erstmals die künstliche Herstellung von Vitamin C, das Patent meldete Roche im gleichen Jahr an. Bereits 1934 begann die Firma Roche in der Schweiz mit der industriellen Fertigung von Vitamin C. Gemäß einem Zitat von Harald Krebs ist Vitamin C der meist unterschätzte Wirkstoff der Medizin. Seit seiner Entdeckung liegen weltweit über 6000 Studien vor, die beweisen, welche Wirksamkeit Vitamin C entfalten kann und, einer Wunderwaffe gleich, gegen eine Vielzahl von Erkrankungen hilfreich ist. Thomas E. Levy zeigt in seinem Buch „Heilung des Unheilbaren“, dass Vitamin C in kürzester Zeit Hepatitis ausheilen kann. Weiterhin ist bewiesen, dass es erfolgreich bei Kinderlähmung angewendet werden kann. Außerdem ist Vitamin C ein hervorragendes Entgiftungsmittel bei Schwermetallbelastungen im menschlichen Organismus. Eine weitere Rolle spielt Vitamin C in der Krebstherapie. Als nebenwirkungsfreies Naturprodukt kann Ascorbinsäure zahlreiche Infektionskrankheiten abwehren oder rückgängig machen. Hierzu einige konkrete Beispiele: In seinem Buch „Das Vitamin-Programm“ schreibt Linus Pauling, Vor 13 Jahren besuchte mich ein junger Arzt und sagte: Dr. Pauling, Sie haben mir das Leben gerettet. Ich litt an einer chronischen Hepatitis und wäre daran gestorben, aber dann hörte ich von Ihrer Therapie mit hohen Vitamin – C –Dosen, und sie hat mich geheilt. Linus Pauling: Das Vitamin Programm, 1992 Abram Hoffer beschrieb in seinem Büchlein „ Orthomolecular Treatment for Schizophrenia“ die Heilung von Schizophrenie nur allein durch die Gabe hoher  Dosen Vitamin C (10g täglich) und Vitamin B3 (3g täglich). Dies ist ihm bereits 1954 gelungen. Linus Pauling beschrieb einen ähnlichen Fall einer Patientin, die bereits über 6 Jahre an Schizophrenie gelitten hatte, ja sogar einen Suizid begehen wollte. Sie hörte jedoch von der Heilung durch Vitamine und therapierte sich damit. Sie war sehr dankbar für die neu gewonnene Lebensqualität. Die Ärztin Prof. Blaurock-Busch heilte mit Vitamin C Patienten mit Gürtelrose innerhalb von 3 Tagen. Dabei bekamen die Patienten lediglich 10g Vitamin C intravenös verabreicht. Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis, Natura Med Verlag, 1995 Ein letztes Beispiel ist die Anwendung von Vitamin C bei Asthma. Strunz schreibt dazu: 9 Studien zu Asthma und Vitamin C zeigen die Verhinderung von Asthmaanfällen, wenn täglich 1-2 g zusätzliches Vitamin C dauerhaft eingenommen werden. Strunz/Jopp: Die Vitaminrevolution, Gräfe und Unzer, 2003 Warum jedoch kann Vitamin C bei vielen Erkrankungen hilfreich sein? Chemisch stellt Ascorbinsäure ein Redoxsystem dar, das leicht und reversibel oxidiert werden kann. Damit kann Vitamin C bei enzymatischen Hydroxylierungen aktiv werden. Viele enzymatische Prozesse können dadurch beeinflusst werden, wie die Adrenalin und Corticosteroidsynthese, die Kollagensynthese und der Cholesterinabbau. Eine weitere wichtige Rolle hat Ascorbinsäure bei der Reifung der Erythrozyten, den roten Blutkörperchen. Ascorbinsäure ist an der Eisenverwertung und Eisenresorption beteiligt. Nachgewiesen ist auch der überaus günstige Einfluss von Vitamin C auf die Immunmodulation. Damit ist es möglich, die Abwehrmechanismen zu steigern. Vitamin C greift regulierend in viele Stoffwechselvorgänge ein. Durch seine chemische Struktur ist Ascorbinsäure enorm wichtig für die Abwehr freier Radikale, die in Zusammenhang mit oxidativem Stress entstehen. Wenn man weiß, dass freie Radikale maßgeblich an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt sind, wie zum Beispiel Allergien, Demenz, Arteriosklerose, Asthma, Autoimmunerkrankungen, chronisches Müdigkeitssyndrom, Krebserkrankungen, Leberschäden, Parkinson, Multiple Sklerose oder Sarkoidose, kann man sich vielleicht vorstellen, dass Substanzen, die den Körper vor der Wirkung der freien Radikale schützen, auch auf die Krankheit direkt Einfluss haben können.                                            Vitamin C wird teilweise über die Mundschleimhaut, aber zum überwiegenden Teil über den Dünndarm aufgenommen. Die Ausscheidung erfolgt über die Nieren, aber auch über die Haut bei übermäßigem Schwitzen. Ascorbinsäure ist an der Biosynthese von Proteinen und der Bildung von Hormonen beteiligt. Es erfüllt eine wichtige Funktion im Energiestoffwechsel.                                                                                 Weitere Funktionen sind:

  • der Abbau zyklischer Aminosäuren (diese kommen teils als falsche Neurotransmitter über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn, können hier u.a. an der Entstehung verschiedener Demenzen beteiligt sein)
  • Eine weitere Funktion ist die Senkung der Histaminfreisetzung (allergische Reaktionen sind hiermit verbunden)
  • Vitamin C ist an der Entgiftung und Senkung der Schwermetallbelastung beteiligt
  • Durch Ascorbinsäure wird die Aufnahme von Eisen im Dünndarm verbessert
  • Vitamin C ist ein Stimulans des Nervensystems und Aktivator für das Immunsystems
  • Mit seinen antioxidativen Eigenschaften schützt Vitamin C die Mitochondrien vor der Belastung mit freien Radikalen
  • Vitamin C regeneriert Vitamin E und ist an der Bildung von Verdauungsenzymen beteiligt
  • Ascorbinsäure sorgt für die Senkung des LDL-Cholesterols und die Erhöhung des HDL-Cholesterols im Blut, sowie Senkung der Triglizeride
  • Ascorbinsäure ist wichtig für die Tumorprophylaxe
  • Durch Vitamin C wird der menschliche Alterungsprozess beeinflußt und die Vitamine A, E und B geschützt

Somit bietet es sich an Vitamin C prophylaktisch einzunehmen.    Vitamin C kann bis zu einer Menge von einigen Gramm selbst eingenommen werden. Besonders in Belastungssituationen, wie bei Erkältungen, bei geschwächtem Immunsystem, Allergien, bei einer hohen Belastung durch freie Radikale kann die maximale Menge bei Selbstmedikation einige Gramm betragen. Da Vitamin C eine Säure ist, sollte die max. Einnahmemenge von der Magenverträglichkeit abhängig gemacht werden. Die günstigste Variante ist ein Präparat mit verzögerter Freisetzung bzw. ein Präparat, das über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Die Einnahme sollte generell nach dem Essen, am günstigsten abends erfolgen.                                                                                                          Beachten muss man aber auch, dass Vitamin C beim Zubereiten, sprich Kochen, leicht zerstört werden kann. Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass Vitamin C kaum überdosiert warden kann. Es wird nicht im Körper gespeichert und alls, was zu viel ist, wird über die Nieren ausgeschieden. Geschichten über die Bildung von Nierensteinen gibt es, sind aber nicht haltbar: So sagt Harald Krebs: Nach den vorliegenden Ergebnissen über die Anwendung von Viatmin C in oraler und parenteraler Form auch im Megadosenbereich (30, 100g täglich) zu urteilen, gibt es keine Anhaltspunkte für gesundheitsschädigende Nebenwirkungen der Vitamin C-Hochdosistherapie    

Show 005: Kann man Stressbelastung messen ?

Bekanntlich kann man Stress als einen Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt, definieren. Der Begriff wurde 1936 von H. Selye geprägt, der zwischen Eustress als einer notwendigen und positiv erlebten Aktivierung des Organismus und Distress als belastend und schädlich wirkender Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen unterschied. Stress kann durch eine Vielzahl körperlicher und seelischer Reize (Stressoren) ausgelöst werden, darunter sind Lärm, Verletzungen, Infektionen, Probleme in der Partnerschaft, Überforderung im Beruf, Verlust eines geliebten Menschen u.a. Unabhängig von der Art der einwirkenden Stressoren kommt es nach Selye zu körperlichen Anpassungsreaktionen. In der ersten Phase werden von der  Nebennierenrinde Cortisol und vom Nebennierenmark wie Adrenalin und Noradrenalin vermehrt ausgeschüttet. In der 2. Phase versucht der Organismus, sich an den Stressor anzupassen. Dabei lässt die Widerstandsfähigkeit gegenüber anderen Stressoren nach, und es kann zu einer Schwächung des Immunsystems kommen, so dass sich die Abwehrbereitschaft gegenüber Krankheiten verringert. Bei chronisch einwirkendem Stress kann es in der Phase der Erschöpfung zu organischen Erkrankungen kommen wie z.B. Magengeschwüren, Bluthochdruck oder Herzinfarkt. Folgen von chronischem Stress spüren auch die Mitochondrien, die nicht mehr in der Lage sind ausreichend Energie zu produzieren, weil sie selbst in einen stressartigen Zustand geraten sind. Auch ist chronischer Stress dafür verantwortlich, dass unser vegetatives Nervensystem nicht mehr in Balance ist. (Quelle: www.wissen.de). Daraus folgt aber auch, dass mit der Messung bestimmter Parameter eine Aussage darüber getroffen werden kann, wie strak unser Körper unter dem Stress leidet. Deshalb möchte ich Dir zeigen, welche Faktoren bestimmt werden können, wie relevant sie für die Stressbewältigung sind und welche Maßnahmen man durchführen kann, um die Situation zu verbessern. Bei Dauerstress werden die Stresshormone beständig freigesetzt. Damit bietet sich die Messung der Stresshormone an, um die hormonelle Belastung durch Stress zu erkennen. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, kann man sowohl im Blut als auch im Speichel messen. Für Kortisol kann man mithilfe des Speicheltests sogar  das Tagesprofil bestimmen. Alle drei Parameter kann man labormedizinisch bei einem Arzt oder Heilpraktiker bestimmen lassen. Sollten die Werte nicht im Normbereich liegen, kann man entsprechende Therapien empfehlen, die zum Ziel haben, die Hormonwerte zu stabilisieren. Eine weitere Möglichkeit, Stress zu quantifizieren, ergibt sich durch die Tatsache, dass bei Dauerstress die Belastung mit freien Radikalen stark zunimmt. Freie Radikale sind hochreaktive Spezies, zum Beispiel Hydroxylradikale, Sauerstoffradikale und auch andere. Sie spielen eine wichtige Rolle in zellbiologischen Prozessen, können aber in zu hoher Konzentration die Zellen schädigen. Natürlich ist die Entstehung freier Radikale nicht ausschließlich durch Stress bedingt. Wenn man seine Belastung kennt, kann man den Körper zum Beispiel durch die Einnahme von Antioxidantien von freien Radikalen befreien. Freie Radikale kann man in einem freien Radikale Check messen lassen. Diesen kann man zum Beispiel über die  Apotheke beziehen. Dieser Test enthält 3 Teststreifen, die man zur Therapiekontrolle einsetzen kann. Ich möchte an dieser Stelle nur zwei Antioxidantien nennen. Das sind Coenzym Q 10 für die fettlöslichen Radikale  und Vitamin C für die wasserlöslichen Radikale. Stress äußert sich zuerst durch eine Einschränkung der physischen und psychischen Belastbarkeit. Die Ursachen sind zumeist Überlastung und Überforderung, sowohl mental als auch körperlich. Zur Bestimmung des Stresszustandes eines Menschen gibt es psychologische Testverfahren. Darunter sind Selbsttests, die man zur eigenen Orientierung nutzen kann. Psychologisch validierte Verfahren werde von Psychotherapeuten genutzt, um den Behandlungsverlauf dokumentieren zu können. Eine weitere Methode, Stressbelastung zu messen ergibt sich über das autonome Nervensystem. Die Stressreaktionen des menschlichen Körpers werden durch das vegetative, bzw. autonomes Nervensystem gesteuert. So  ist der Sympathikus für die Aktivierung von Körpervorgängen verantwortlich. Der Parasympathikus für Entspannung. Beide Anteile des vegetativen Nervensystems sollten unter Normalbedingungen im Gleichgewicht sein, ähnlich einer waagerecht gestellten Wippe. Dann sprechen wir auch von einem Zustand, der weitestgehend stressfrei ist. Eine Methode, die Aussagen über das vegetative Nervensystem zulässt, ist die Messung der Herzratenvariabilität. So schlägt unser Herz schlägt konstant in einem Takt. Es muss ständig auf innere und äußere Einflüsse reagieren. Dieser Zustand ist normal. Und je besser wir auf verschiedene Situationen reagieren können, desto gesünder ist unser Organismus. Dies zeigt sich in einer ausgeprägten Unterschiedlichkeit der Herzschläge, auch Variabilität genannt. Die Unterschiedlichkeit (Variabilität) der Herzschläge könnte man mit der Fähigkeit einer jungen Birke vergleichen, die sich durch ihre elastische Biegsamkeit einem Sturm gut anpassen kann. Je kräftiger der Wind weht, desto weiter biegt sich der Baum hin und her. Wenn der Sturm sich legt, nimmt die Birke wieder ihre Mittelstellung in Ruhe ein. Würde der Baum diese Fähigkeit verlieren, würde er im Sturm umknicken. Ähnlich verhält es sich mit dem Organismus des Menschen. Er ist in jungen Jahren flexibel, kann sich schnell an Situationen anpassen. Mit den Jahren verhärtet er und verliert im Alter seine Elastizität. Wenn es uns gelingt, dass wir uns an äußere Bedingungen anpassen können und mit unterschiedlichem Herzschlag darauf reagieren, sind und bleiben wir gesund. Wenn unser Körper unfähig ist, flexibel zu reagieren, werden wir krank. Der Herzschlag eines kranken Menschen zeigt wesentlich geringere Veränderungsmöglichkeiten als bei einem gesünderen Menschen, also eine geringere Anpassung. Die Unterschiedlichkeit der Herzschläge, auch Herzratenvariabilität genannt, kann man messen. In nur fünf Minuten kann festgestellt werden, wie flexibel der Organismus ist. Gleichzeitig gibt diese Messung Auskunft über die persönliche Stresstoleranz. Sie zeigt, ob der für die Leistungssteigerung verantwortliche Nerv, der Sympathikus, mit der inneren Bremse, dem Parasympathikus, im Gleichgewicht ist. Mit der Messung der Anpassungsfähigkeit der Herzschlagfrequenz, können Krankheitstendenzen frühzeitig erkannt werden und durch geeignete Therapien verhindert oder gemildert werden. Geeignete Therapeuten findet man auf der Website von Biosign. www.biosign.de/therapeuten/ Ich möchte nicht verheimlichen, dass ich selbst auch diese Methode in meiner Praxis anwende.

Show 004: Eine wunderbare Substanz: Coenzym Q10

  Coenzym Q 10 ist die Schlüsselsubstanz im mitochondrialen Stoffwechsel. Wie kaum eine andere Substanz beeinflusst sie die Energieproduktion und hat darüber hinaus noch weitere wichtige Funktionen. Unter anderem findet Coenzym Q 10 Verwendung in der Kosmetikindustrie. Erst dadurch ist es den meisten Menschen bekannt geworden. Vielleicht weißt Du, dass sich als eine der ersten Branchen die Kosmetikindustrie dieser Substanz angenommen hat. Warum diese Substanz so bedeutungsvoll ist, will ich nachfolgende darstellen. Coenzym Q 10 ist eine körpereigene Verbindung. Entdeckt wurde diese Substanz mit ihrem orangegelben Aussehen, die in Hexan gelöst war 1955. Karl Folkers klärte die chemische Struktur auf. 1978 erhielt Peter Mitchell den Nobelpreis, weil er die Bedeutung von Q10 für die mitochondriale Zellatmung und die Energiebildung herausfand. Fakten über die Bedeutung von Coenzym Q 10 für die Energiegewinnung

  1. Coenzym Q 10 ist in jeder menschlichen Zelle enthalten. Deshalb auch der Name Ubiquinol, was übersetzt „überall“ bedeutet. Diese Verbindung wird benötigt, um in den Zellen Energie zu gewinnen. Die Biosynthese von Q10 erfolgt dabei in den Zellen selbst. Über die Nahrung nimmt der Mensch täglich 1-3 g Q10 auf. Fehlen bestimmte Aminosäuren, z.B. weil ein Eiweißmangel vorliegt, wird auch weniger Q10 synthetisiert. Weiterhin kann man mit einem Q10-Mangel rechnen, wenn die Fettverdauung gestört ist, weil Q 10 eine fettlösliche Substanz ist.
  2. Da Coenzym Q10 eine eindeutig definierte Substanz ist, lassen sich Gewebespiegel jederzeit bestimmen. Q10 wird vorrangig in der Leber aus dem Eiweißbaustein Tyrosin und aus Mevalonsäure biosynthetisiert.
  3. Q10 existiert im lebenden Organismus in zwei Formen, der reduzierten Form(Ubiquinol) und der oxidierten Form(Ubiquinon). Das Verhältnis reduziert zu oxidiert ist beim gesunden Menschen in etwa 90:10. Die reduzierte Form wirkt antioxidativ, sie überträgt Elektronen. Die oxidierte Form hingegen ist die verbrauchte Form, die jedoch zur Stabilisierung der Zellmembran benötigt wird.
  4. Verschiebt sich das Verhältnis reduziert zu oxidiert, ist die Energieversorgung der Zellen gefährdet. Unter Umständen kommt es zum Erliegen der Funktion der Atmungskette, was letztendlich bis zum Zelltod führen kann.

Coenzym Q10 beeinflusst darüber hinaus die Fluidität und Funktionsfähigkeit der Zellmembran. Es lagert sich in die Doppelschicht der Zellmembran ein. Dort beeinflusst es die Steuerung der Wasserkanäle, der Ionenkanäle und die Vitamin C - Pumpen. Auch der Informationsaustausch zwischen den Zellen wird durch Coenzym Q10 aufrecht gehalten. Der Schutz vor freien Radikalen und Peroxiden wird ebenfalls durch Q10 ermöglicht. Q10 selbst ist das einzige Antioxidans, das vom Körper selbst synthetisiert wird. Eng in Zusammenhang mit dieser Eigenschaft schützt Q10 vor Umweltgiften und Strahlenbelastung. Es hat sich gezeigt, dass Q10 einen neuro-protektiven Effekt besitzt, der Schäden durch Umweltgifte minimiert. Viele Studien, belegen die überaus die positive Wirkung von Q10 bei vielen Erkrankungen. So ist inzwischen bekannt, dass Q10 die Belastbarkeit und Lebensqualität von Herzpatienten verbessert. Das hat dazu geführt, dass in Japan und in Dänemark Q10 für Patienten mit Herzinsuffizienz auf Rezept verordnet wird. Auch Krebspatienten profitieren von Q10, weil sich ihre Leistungsfähigkeit verbessert. Studien zu Q10 bei Bluthochdruck, Blutzucker und hohem Cholesterin belegen gute Eigenschaften zur Senkung von Blutdruck, Insulinspiegel und Blutfettwerten. Einnahme von Coenzym Q10 führt zur Dämpfung des Rheumaschmerzes und verbesserter Beweglichkeit bei 60-80 % der Patienten (Dr. F.Enzmann) Wichtig zu wissen ist, dass Coenzym Q10 min Nebenwirkungen von Medikamenten mindert. Da es sehr viele Medikamente gibt, die den Q10-Spiegel senken, sollte immer zusätzlich Coenzym Q10 eingenommen werden. Solche Medikamente sind zum Beispiel beta-Blocker, Statine, Metformin und auch H2-Blocker. Für alle, die mehr über Coenzym Q10 wissen möchten, empfehle ich das Buch von Dr. Michael Weber: „Q10 Die Erfolgsgeschichte eines Vitalstoffes“ ISBN:978-3-8370-2385-5 Literatur 1.Mortensen SA: Coenzyme Q10 and the diseased heart: blood and tissue levels of CoQ10 in relation to myocardial function and CoQ10 therapy. Boston: 1 st Conf. of the Intl. Coenzyme Q10 Assn.:78-80 (1998) 2.Fujimoto S; Kurihara N; Hirata K; Takeda T: Effects of coenzyme Q10  administration on pulmonary function and exercise performance in patients with chronic lung diseases. Clin Investig: 71:162- 3. Lockwood K; Moesgaard S; Hanioka T; Folkers K: Apparant partial remission of breast cancer in high-risk-patients supplemented with nutritional antioxidants, essential fatty acids and coenzyme Q10. Mol Aspects Med: 15s:231-240 (1994) 4.Takahashi N; Iwasaka T; Sugiura T; Onoyama H; Kurihara S; Inada M; Miki H; Uyama M: Effect of coenzym Q10 on hemidynamic response to ocular Timolol. J.Cardiovasc. Pharmacol. 14:462-468 (1989) 5. Kishi T; Takahashi K; Mayumi T; Hama T: Protective effect of coenzyme Q on adriamycin in beating heart cells. Biomed. and Clin. Aspects of CoQ10: 4:181-194 (1984)

Show 003: Stress und Kommunikation

Fluch und Segen der digitalen Kommunikation beschäftigt heute nicht mehr nur betroffene Menschen, sondern ist zunehmend auch Inhalt von Studien. So zeigt sich, dass sich alles, was einerseits sehr günstig für die Arbeitswelt und den Umsatz der Hersteller ist, dazu führen kann, Menschen abhängig zu machen, Stress hervorzurufen und im schlimmsten Fall Krankheiten zu verursachen. Dies wiederum ist auch kein Gewinn für die Arbeitswelt. Fazit daraus ist, dass wir lernen müssen, mit den neuen Möglichkeiten der Kommunikation so umzugehen, dass sie uns einerseits Zeit sparen helfen und auf der anderen Seite durch die Flut der Informationen, keine Überforderung eintritt. Den Segen der neuen Kommunikationswege kann man sehr leicht ermessen, wenn man sich betrachtet, welche Mittel die Menschen früher verwendet haben, um Nachrichten zu überbringen. Der Physiker und Philisoph Michael Kroker hat auf seinem Blog eine tolle Infografik bereitgestellt, die einen schnellen Überblick über die Entwicklung der Kommunikationsmittel gibt. Die beiden neuesten Kommunikations-Massenmedien sind laut Mikogo übrigens die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter: Allein bei letzterem ist die Zahl der täglichen Tweets in binnen fünf Jahren von 5000 im Jahr 2007 auf zuletzt rund 500 Millionen explodiert: Das sind 6000 Tweets pro Sekunde. Nachrichten und jede andere Art von Informationen kann über die neuen Medien mit Lichtgeschwindigkeit weitergeleitet werden. So ist es möglich, allen Menschen augenblicklich wichtige Informationen weiterzugeben, Bildung ist kein Privileg mehr, man kann über Internet und Co. alles erfahren. Einen Wermutstropfen hat das alles dennoch. Die ständige Erreichbarkeit, die Versorgung mit allen möglichen, leider auch überdimensional unnötigen Informationen, führt zu einem Zeitknappheitsproblem, was eigentlich dadurch abgeschafft werden sollte. Dazu möchte gern aus einem Buch von Franziska Kühne zitieren, in der sie die Probleme der heutigen Kommunikation sehr gut beschreibt. Das Buch hat den Titel: Keine E-Mail für Dich „Durch die vielen Kommunikationswerkzeuge, die wir immer hektischer bedienen, haben wir eine Grundvoraussetzung von Kommunikation, nämlich das Zuhören und das Verstehen-Wollen, verlernt. Man empfängt beim Zuhören verbale und nonverbale Signale, die vom Zuhörer entschlüsselt und auf einen Sinn hin überprüft werden. Dann entscheidet man, wie man darauf reagiert… Wenn der andere, mit dem man kommunizieren möchte, mir nicht gegenübersitzt, kann ich seine Mimik und Gestik nicht beobachten, und dadurch fehlen wichtige Informationen, Missverständnisse sind vorprogrammiert“ Die modernen Kommunikationsmittel können es nicht erleichtern, Freundschaften zu knüpfen und aufrechtzuerhalten. Was sie können, ist in Kontakt zu bleiben, ohne sich zu sehen. Im Hintergrund sollte man sich ins Bewusstsein rufen, dass Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ein Grundbedürfnis jedes Menschen ist. Es stellt eine elementare Form der Anerkennung dar. Heute kann man davon ausgehen, dass wir durch das Internet kommunikationsgestörter geworden sind. Das wirkt sich in jedem Fall negativ auf das Wohlbefinden und auch auf die Beziehungsfähigkeit aus. Die Online-Presse hat sogar den Begriff „Kommunikationsstress“ geprägt. Was können wir aber selbst tun, um dem Kommunikationsstress zu begegnen. Dazu Franziska Kühne: „Wir brauchen Ruhe, um das wahre Leben überhaupt wahrzunehmen. Jeder braucht Zeit zum Nachdenken. …. Die Zeit, die wir mit dem falschen Einsatz der digitalen Geräte verschwenden frisst unser Leben. Die Defizite, die im zwischenmenschlichen Bereich entstehen, werden den Menschen erst spät bewusst“ Deshalb habe ich folgende Tipps zusammengefasst, die ich selbst auch beherzigen will:

  1. Pflegen wir eine neue, alte Art von Kommunikation, einen echten Dialog zwischen Menschen
  2. Lernen wir einander wieder zuzuhören
  3. Wir werden Prioritäten setzen und dabei beachten, die Medien nur zu nutzen, wenn es einen Sinn macht, um ein bestimmtes Ziel schnell zu erreichen
  4. Denken wir über uns selbst nach, nehmen uns die Zeit, um mit uns selbst im Reinen zu sein. Wie viel digitale Kommunikation brauche ich wirklich?
  5. Entdecken wir die vielen schönen Dinge um uns herum, die Familie, die Natur, Freunde, Musik, Kunst und Theater
  6. Lassen wir wieder mehr Gefühle zu, die in der digitalen Welt vernichtet werden
  7. Lassen wir nicht zu, dass die digitalen Medien uns unsere Antriebskraft nehmen, die wir brauchen, um unsere wahren Interessen zu realisieren
  8. Entdecken wir endlich, was gut für uns ist, lassen wir uns nicht abhängig machen vom sozialen Gruppenzwang, lernen wir zu erleben, was das Leben wirklich ausmacht

Nur so haben wir weniger Stress, kommen besser mit unseren zeitlichen Ressourcen hin, sind ausgeglichen und leben in Harmonie mit der Familie, Freunden und Arbeitskollegen.

Show 002: Stress und seine Auswirkungen auf die Gesundheit

Stress stellt sich als ein Missverhältnis zwischen den Anforderungen an einen Menschen und seinen Möglichkeiten, diesen gerecht zu werden dar. Stress hat Einfluss hat auf den Zustand der Zellen im Körper. Es wird zwischen positiven und negativen Stress unterschieden. Positiver Stress ist notwendig, damit man seine Leistung abrufen kann, damit man sein Leben effektiv, glücklich und erfolgreich gestalten kann.  Negativen Stress erlebt man dagegen als Überforderungsreaktion des Körpers. Sich ständig wiederholende Stresssituationen führen schließlich zu Dauerstress. Und - Dauerstress macht krank. Was geschieht im Körper, wenn er unter Stress gerät. Zunächst einmal werden Stresshormone freigesetzt. Damit werden verschiedene Organe in Alarmbereitschaft versetzt: Die Spannung von Skelett- und Gefäßmuskulatur wird erhöht, Blutdruck und Puls steigen an, Blutzucker und Fettsäuren als Energielieferanten werden bereitgestellt, die Blutgerinnung wird aktiviert, und das Gehirn erhält mehr Sauerstoff. Selbst sind wir dabei hellwach. Gleichzeitig werden nicht lebensnotwendige Körpervorgänge gedrosselt. Das betrifft u.a. die Verdauung und das Immunsystem. Auch Funktionen unseres Gehirns, die bei der Bewältigung der aktuellen Situation nicht benötigt werden, werden abgeschaltet. Der Körper ist jetzt zu Höchstleistungen bereit. Nach dieser Alarm- oder auch Aktivierungsphase läuft der Körper mit voller Kraft, bis die Stresssituation vorbei ist oder die Energiereserven verbraucht wurden. Anschließend folgt die Erholungsphase. Nur wenn die Stressreaktion vollständig ablaufen konnte, kann man die Erholungsphase entspannt genießen und neue Kraft für künftige Herausforderungen sammeln. Die Stressreaktionen des menschlichen Körpers werden durch das vegetative, bzw. autonomes Nervensystem gesteuert. Dabei ist der Sympathikus ist für die Aktivierung von Körpervorgängen verantwortlich. Der Parasympathikus, ist für Entspannung zuständig. Beide Anteile des vegetativen Nervensystems sollten unter Normalbedingungen im Gleichgewicht sein, ähnlich einer waagerecht gestellten Wippe. Während einer Stressreaktion wird Cortisol freigesetzt. Bei beständiger Erhöhung des Kortisolspiegels kommt es jedoch zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels und das Immunsystem wird herabgesetzt. Damit werden Entzündungsprozesse gesteuert Die im Stresszustand benötigte Energie wird durch die Tätigkeit der Mitochondrien in unseren Zellen bereitgestellt. Mitochondrien werden nicht  ohne Grund als Kraftwerke der Zellen bezeichnet. Wenn sie nicht ausreichend Energie produzieren kann unser Körper auch nicht mit Stress fertig werden.

Unter Stress kommt es dazu, dass besonders viel Energie benötigt wird. Wenn der Körper nach der Aktivierungsphase und Beendigung des Stressgeschehens in die Entspannungsphase kommt, wird die Energieproduktion auf normales Niveau zurückgefahren.

Anders beim Dauerstress. Hier schaffen es die Mitochondrien nicht mehr die ausreichende Menge Energie bereitzustellen. Die Zellen kommen dadurch in ein Energiedefizit. Damit können viele Stoffwechselvorgänge nicht mehr normal ablaufen. Im einfachsten Fall haben wir es dann mit Burnout zu tun.

Um das zu vermeiden, sollte man Maßnahmen kennen, die dem Körper helfen, nach stressbedingten Aktionen zu entspannen. Bekannte Entspannungstechniken, die ich Dir empfehlen kann, sind autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMS), Meditation, Yoga und andere. Zum stressarmen Leben gehört auch ein erholsamer Schlaf. Dabei sind die bereits erwähnten Entspannungstechniken auch geeignet, das Schlafverhalten zu optimieren. Integriere bewusst Entspannungsmaßnahme in Deinen Tagesablauf. Ein weiterer Weg zur Stressvermeidung besteht darin, persönliche Gewohnheiten, die zur Überforderung führen, zu vermeiden. Es gilt eine weitere Sache zu bedenken. In der heutigen Zeit bist Du immer und überall erreichbar. Vermeidung von Kommunikationsstress ist unbedingt notwendig. Überforderung zu vermeiden hilft Stress zu vermeiden. Manche Gegebenheit kann man trotzdem nicht ändern. Deshalb muss man seine Aktivitäten auf die Dinge orientieren, die es wert sind. Ein wichtiger Weg zur Stressvermeidung ist auch die Förderung von Bewegung. Dass Bewegung in vielen Bereichen positive Auswirkungen hat, ist sehr lange bekannt. Sie ist aber auch ein entscheidender Weg, Stress abzubauen. So fördert Bewegung die Verdauung, die hormonelle Regulation von Cortisol und Adrenalin, reguliert den Insulinspiegel und den Blutdruck. Im Rahmen der Stressbewältigung beeinflusst Bewegung die emotionale Stabilität positiv und verbessert damit die Stresstoleranz. Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die Stimmung und Schlafqualität. Ebenso wirkt sich Bewegung positiv auf die Sexualität aus und dient als Ventil für aggressive Gefühle Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Stressentstehung und -vermeidung ist die Ernährung. Unter den heutigen Bedingungen wird der Körper durch die Ernährung mit Schadstoffen, z.B. durch minderwertige Lebensmittel, Farb- und Konservierungsstoffen belastet. Dadurch wird die Funktion der Mitochondrien,beeinträchtigt. Das wiederum bedingt, dass die Energieproduktion gedrosselt wird und Stress entsteht. Optimal ist natürlich eine Ernährung mit Produkten aus biologischem Anbau, frisch zubereiteter Nahrung und Verzicht auf Fastfood. Gesunde Ernährung trägt entscheidend dazu bei, die Mitochondrien, also die Kraftwerke der Zellen, zu schützen. Um die Mitochondrien bei ihrer Energieproduktion zu unterstützen ist es wichtig darauf zu achten, den Körper ausreichend mit Mikronährstoffen zu versorgen. Genaue Aussagen über den Bedarf an Mikronährstoffen kann man durch Blut-, Urin- oder Stuhlanalysen erhalten. Besonders wertvoll ist die Einnahme von Magnesiumpräparaten, Coenzym Q 10 und Vitamin B12, weil diese Stoffe unbedingt für die Arbeit der Mitochondrien benötigt werden. Dabei werden überschüssige freie Radikale gebunden, die das Immunsystem und die normale Stoffwechselfunktion gefährden können.

Show 001: Durchatmen für die Energieproduktion

Energiegewinnung ohne Sauerstoff, Eiweiße, Fette und Glukose, kurz-ohne Nahrungsmittel, funktioniert nicht. Die äußere Atmung ist nur ein Prozess, der den Sauerstoff zu den Zellen transportiert. Erst im Rahmen der inneren Atmung wird Sauerstoff in der Atmungskette, als Teil des Citratzyklus innerhalb der Mitochondrien-Membran, verbraucht. Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen.

Fast jede Körperzelle, mit Ausnahme der roten Blutkörperchen, enthält mehr oder weniger viele Mitochondrien. Ihre Anzahl richtet sich nach den Aufgaben, die die Zelle im Rahmen des Energieverbrauchs hat. Unter innerer Atmung versteht man  biochemischen Reaktionen, die unter Mitwirkung von Sauerstoff ATP (Adenosintriphosphat) erzeugen. Das ist eine sehr energiereiche Verbindung, die für alle Stoffwechselprozesse benötigt wird. Bei der ATP-Produktion werden mehr als 90 % des eingeatmeten Sauerstoffs verbraucht. Der Rest des eingeatmeten Sauerstoffs, der nicht für die Energieproduktion benötigt wird, wird in freie Radikale verwandelt. Diese reaktiven Partikel stellen eine Gefahr für die Mitochondrien selbst dar, weil sie den sogenannten oxidativen Stress auslösen. Der sorgt neben anderen Ursachen  letztendlich für den Untergang von Mitochondrien und damit wird die Energieproduktion eingeschränkt.

Die Mitochondrien gelangen unter Dauerstress, wenn zu viele freie Radikale gebildet werden. Dann ist die Energieproduktion stark reduziert. Kommen weitere Spezies dazu, die die Mitochondrien inaktivieren, werden Entzündungsreaktionen ausgelöst. Damit ist die Entstehung von Krankheiten vorprogrammiert.

Es ist wichtig, diesen Sachverhalt zu verstehen, weil bereits jeder 3. Mensch über 20 Jahre eine mitochondriale Dysfunktion hat, d.h. deren Mitochondrien sind in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Über 90 Prozent der chronischen Erkrankungen sind auf Energiemangel in den Mitochondrien zurückzuführen. Dieses Energiedefizit wird durch den bereits erwähnten oxidativen aber auch durch den nitrosativen  Stress ausgelöst. Eine weitere Ursache ist das Fehlen essentieller Mikronährstoffe.

Mitochondrien haben neben der Energieproduktion weitere Aufgaben:

  • Mitochondrien sind an der Entgiftung im Rahmen des Stoffwechsels beteiligt.
  • Sie beeinflussen das Immunsystem.
  • Die Bildung von Eisen-Schwefel- Zentren läuft in den Mitochondrien ab.
  • Mitochondrien sind zusätzliche Kalziumspeicher. Damit können sie dazu beitragen, fehlfunktionierende und überalterte Zellen in den programmierten Zelltod zu schicken.
  • Mitochondrien haben ein eigenes Genom und somit auch eine gewisse Steuerungsfunktion.

Somit haben Fehlfunktionen der Mitochondrien riesige Auswirkungen auf den Organismus. Krankheiten, die mit Fehlfunktionen von Mitochondrien einhergehen, nennt man Mitochiondriopathien. Sie können ererbt aber auch erworben sein. Zu den erworbenen Mitochondriopathien gehören Migräne, Bluthochdruck, Diabetes, Burnout, Depressionen, Rheuma, Autoimmunerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Übergewicht, Krebs und vile andere

Neben den freien Sauerstoffradikalen spielen bei den Mitochondriopathien auch Vitaminmangelzustände und das Fehlen weiterer Mikronährstoffe eine große Rolle. Dies ist teilweise durch Medikamente verursacht. Statt Verbesserung der chronischen Krankheiten, werden die Mitochondrien immer mehr geschädigt. Damit werden Krankheiten nicht gebessert, sondern die Patienten erfahren einen Dauerzustand, der jedoch von den Medizinern als gut und stabil angesehen wird.

Große Chancen eröffnet in diesem Zusammenhang die Mitochondrien-Medizin. Hier kann man schon bei Zeiten sehen, ob wir in eine Stresssituation geraten. Bei Bestimmung entsprechender Laborwerte kann man rechtzeitig Abhilfe schaffen. Aber nicht nur die Einnahme von Mikronährstoffen ist hierbei wichtig, sondern ebenso die Ernährung, Bewegung, Entspannung, achtsam mit sich umzugehen und die Vermeidung von Schadstoffen. Das alles wird in weiteren Sendungen thematisiert. .